| Dokumentenidentifikation |
DE102006016688B3 20.09.2007 |
| Titel |
Elektroentionisierungsverfahren zur Aufbereitung von bei der chemischen und/oder elektrochemischen Oberflächenbehandlung von Metallen entstehenden Spülwässern |
| Anmelder |
ESA Patentverwertungsagentur Sachsen-Anhalt GmbH, 39114 Magdeburg, DE; Hochschule Anhalt (FH), 06366 Köthen, DE |
| Erfinder |
Bergmann, Henry, Prof. Dr., 06385 Aken, DE; Yurchuk, Tatiana, Dr., 06385 Aken, DE |
| Vertreter |
Sperling, Fischer & Heyner Patentanwälte, 39108 Magdeburg |
| DE-Anmeldedatum |
08.04.2006 |
| DE-Aktenzeichen |
102006016688 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
20.09.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
20.09.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
C02F 1/42(2006.01)A, F, I, 20060408, B, H, DE
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| IPC-Nebenklasse |
B01J 49/00(2006.01)A, L, I, 20060408, B, H, DE
B01D 61/48(2006.01)A, L, I, 20060408, B, H, DE
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| Zusammenfassung |
Die Erfindung betrifft ein Elektroentionisierungsverfahren zur Aufbereitung von bei der chemischen und/oder elektrochemischen Oberflächenbehandlung von Metallen entstehenden Spülwässern mit einem Anteil an Schwermetallen in Anionen- und/oder Kationenform sowie mit anderen Bestandteilen von Prozessbädern, aufweisend eine Reinigung der metallhaltigen Flüssigkeiten durch Ionenaustauscher und periodische Regenerierung des Ionenaustauschermaterials durch Elektrodialyse bei angelegter Spannung oder mittels Stromfluss, wobei die Aufbereitung in einer aus mindestens zwei Teilzellen bestehenden Zelle erfolgt, die durch mindestens einen Separator, der als Diaphragma und/oder Ionenaustauschermembran ausgebildet ist, getrennt sind, wobei mindestens zwei Teilzellen unterschiedlich polarisierte Elektroden eine Anode oder eine Kathode aufnehmen, wobei mindestens eine der Teilzellen, bevorzugt die Kathodenkammer, ein Ionenaustauschermaterial enthält, das mit der Kathode zwecks direkter Regenerierung des Ionenaustauschermaterials durch gebildete Spezies an H+- und/oder OH--Ionen in direktem Kontakt steht und weiterhin im stromlosen Belastungsfall des Ionenaustauschermaterials ein Spülwasserflüssigkeitsstrom durch das Ionenaustauschermaterial realisiert wird, und zeitlich konsekutiv eine Regenerierung derart vorgenommen wird, indem ein Flüssigkeitsstrom in separatem Kreislauf oder kontinuierlich durch das Ionenaustauschermaterial geleitet wird und ein zweiter Flüssigkeitsstrom die ...
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft ein Elektroentionisierungsverfahren zur Aufbereitung
von bei der chemischen und/oder elektrochemischen Oberflächenbehandlung von
Metallen entstehenden Spülwässern mit einem Anteil an Schwermetallen in
Anionen- und/oder Kationenform sowie mit anderen Bestandteilen von Prozessbädern,
eine Reinigung der metallhaltigen Flüssigkeiten durch Ionenaustauscher und
periodische Regenerierung des Ionenaustauschermaterials durch Elektrodialyse bei
angelegter Spannung bzw. Stromfluss aufweisend. Mit Kationen oder Anionen von Schwermetallen
angereicherte flüssige Systeme, z. B. Spülwässer, entstehen bei der
Oberflächenbehandlung von Metallen, insbesondere bei der Galvano- und Leiterplattentechnik
und bei abtragenden Verfahren wie Beizen, Ätzen, Brennen u.a., aber auch bei
der Aufarbeitung von metallhaltigen Reststoffen aus der Chemie, Metallurgie und
der Umwelttechnik.
Üblicherweise werden für die Aufbereitung von schwermetallhaltigen
Spülwässern chemische Redoxreaktionen, Fällungsprozesse, die chemische
und elektrochemische Koagulation oder Flotation sowie der konventionelle Ionenaustausch,
die Elektrodialyse und andere elektrochemische Verfahren eingesetzt. Die Verfahren
besitzen z.T. die Nachteile des vollständigen Verlustes von Schwermetallen
und anderen im System befindlichen Bestandteilen, des Einsatzes und Eintrages teurer
Chemikalien zur Reduktion und Fällung sowie zur Flokkulation und Flotation.
Ein weiterer Nachteil ist die Bildung von großen Mengen an Schwermetallschlämmen,
deren Lagerung oder Weiterverwendung teilweise verboten, problematisch bzw. kostenaufwendig
ist. Im Falle der elektrochemischen Verfahren kommen mitunter noch erhöhte
Energieaufwendungen dazu. Bei einer Elektrodialyse bildet sich zwar gewöhnlich
kein Schlamm, es ist jedoch nicht möglich, durch Elektrodialyse die Schwermetalle
aus den Spülen vollständig und selektiv zu entfernen. Elektrolyseverfahren
arbeiten in der Regel nur effektiv bei größeren Konzentrationen im Vergleich
mit der Elektrodialyse. Die konventionelle Ionenaustauschtechnologie erlaubt zwar
eine selektive Entfernung von Schwermetallen in einem Konzentrationsbereich bis
wenige ppm, besitzt aber als Nachteile hohe Ionenaustauscherkosten, manuelle Aufwendungen
sowie die Notwendigkeit der nachfolgenden chemischen Behandlung und Entsorgung des
Eluates.
Für die Reinstwasserherstellung wird seit einigen Jahren eine
Technik angeboten, die nach der so genannten Elektroentionisierung arbeitet. Dabei
werden die Räume zwischen Separatoren einer Elektrodialysezelle bzw. auch Elektrodenräume
mit Ionenaustauschermaterial gefüllt, das infolge von Ionenaustauschreaktionen
im Wasser gelöste Bestandteile aufnimmt. Diese werden im Ionenaustauschermaterial
entsprechend den elektrischen Potenzialgradienten und den Eigenschaften der begrenzenden
Ionenaustauschermembranen in die benachbarten Kammern transportiert. Das Ionenaustauschermaterial
wird kontinuierlich durch die elektrochemisch gebildeten Spezies an H+-
bzw. OH--Ionen regeneriert.
Eine erfolgreiche Übertragung des Prinzips der kontinuierlichen
Entionisierung aus der Reinstwasserherstellung auf die Regenerierung von Systemen
der Oberflächentechnik und Metallindustrie ist nicht bekannt.
Die Elektroentionisierungstechnologie für die Oberflächentechnik
und Metallindustrie unterscheidet sich von der Reinstwasserherstellung in vielen
Parametern und benötigt neue Herangehensweisen und Konstruktionskonzepte.
Ein wichtiger Unterschied besteht in der Zusammensetzung des behandelten
Wassers und den daraus resultierenden physikalischen Eigenschaften. Für die
Reinstwasserherstellung durch Elektroentionisierung (Stendten, D.; Leyer, D.: Reinstwasser
Elektro-Entionisierung und Reinstwassersysteme, Labortechnik II (2001), S. 28 ff)
verwendet man in der Regel ein Wasser, das schon mit Hilfe einer Reversosmose auf
eine Leitfähigkeit von ca. 10–20 &mgr;S/cm und einen neutralen pH-Wert
vorgereinigt wurde. In Spülwässern befinden sich dagegen Bestandteile
von Galvanikbädern, zum Beispiel Ionen verschiedener Salze und Säuren,
welche die Leitfähigkeit des Wassers signifikant erhöhen. In der Regel
sind die Leitfähigkeitswerte des Spülwassers viel größer im
Vergleich mit der effektiven Leitfähigkeit des Ionenaustauschermaterials, besonders
im Falle der selektiven Ionenaustauscher. Daraus folgt eine bevorzugte Ionenwanderung
im elektrischen Feld bevorzugt nicht durch das Ionenaustauschermaterial, sondern
durch den Elektrolyten, der sich zwischen den Ionenaustauscherpartikeln befindet
(Vuorilehto, K.; Tamminen, A.: Application of a solid ion-exchange electrolyte in
three-dimensional electrodes, Journ. of Applied Electrochemistry 27 (1997), S. 749–755).
Dies kann die Prozesseffektivität auf den Wert Null reduzieren. Um einen Übertritt
von adsorbierten Ionen in die entionisierte Lösung vorzubeugen, sollte man
deshalb in entsprechenden Fällen nicht eine gleichzeitige, sondern eine aufeinanderfolgende
Adsorption und elektrochemische Ionenaustauscherregenerierung in kurzen Intervallen
anstreben.
Aus der DE 40 16 000 C2
ist im Unterschied dazu nur eine Vorrichtung zur Aufbereitung von metallhaltigen
Flüssigkeiten durch Ionenaustausch und eine Regenerierung des Ionenaustauschermaterials
mit dem Ziel der Energieeinsparung und der Metallrückgewinnung in fester Form
unter Bevorzugung des Prinzips der Elektrodialyse als Wirkeffekt
bekannt geworden. Wie bereits erwähnt, ist eine gleichzeitige Ionenaustauscherregenerierung
für Systeme aus der Oberflächentechnik nicht möglich. Für eine
periodische Regenerierung des Ionenaustauschers ist diese Vorrichtung nicht verwendbar.
Die Gründe dafür sind:
- 1. Der Zellaufbau hat eine extrem ungünstige Anolytführung zur Folge.
Dies führt bei einer Regenerierung zu Problemen, weil an den Elektroden gebildete
Spezies, H+-und OH--Ionen, nur durch die Separatoren in den
Ionenaustauscherraum wandern können. Dies reduziert sehr stark die Effektivität
der Regenerierung und führt zu einer ernorm erhöhten Zellspannung und
zu sehr langen Regenerierungszeiten.
- 2. Die Katholyt und Anolyt trennende Membranen verursachen zusätzliche
Spannungsabfälle.
- 3. Die Anordnung von mehreren Elektrodenkammern zwischen nur zwei Elektroden
kann erstens zur schlechten Stromverteilung in der Zelle führen, (Wegfall der
Regenerierung in den mittleren Ionenaustauscherkammern) und zweitens zum Mangel
an Spezies (H+- und OH--Ionen), die für die Ionenaustauscherregenerierung
benötigt werden.
- 4. Ohne eine zusätzliche pH-Wert Korrektur kann der pH-Wert im Katholytwegen
einer ungünstigen Elektrolytstromführung schnell steigen und zur Hydroxidbildung
führen. Dadurch können sehr große Zellspannungen auftreten; die Zelle
kann verstopfen und außer Betrieb gehen.
Aus der DE 44 18 812 C2
ist eine elektrochemische Zelle zur Elektroentionisierung von wässrigen Lösungen
bekanntgeworden, in der beide Elektrodenräume mit dem Ionenaustauscher gefüllt
sind, zwischen denen sich, durch Membran getrennt, ein Konzentrationsraum befindet.
Vorteilhaft dabei ist es, dass die zur Regenerierung der Ionenaustauscherbetten
nötigen H+- bzw. OH--Ionen direkt im Ionenaustauscherbett
erzeugt werden. Die Zelle arbeitet jedoch im kontinuierlichen Betrieb und ist für
die Behandlung von Schwermetallsystemen aus der Oberflächenbehandlung wegen
des Übertrittes von adsorbierten Ionen in die entstehende Lösung und wegen
möglicher Abscheide- bzw. Kalkbildungsreaktionen an der Kathode sowie möglicher
Chlorentwicklung an der Anode ungeeignet.
Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren bereitzustellen, das die
Nachteile der bekannten Elektroentionisierungsverfahren zur Aufbereitung von bei
der chemischen und/oder elektrochemischen Oberflächenbehandlung von Metallen
entstehenden Spülwässern mit einem Anteil an Schwermetallen in Anionen-
und/oder Kationenform vermeidet und die Umweltverträglichkeit des Verfahrens
durch Reduzierung der Menge an Abfalllösungen, die kostenintensiv entsorgt
werden müssen, entscheidend verbessert.
Dazu besteht die Aufgabe, ein Verfahren zur Aufbereitung von metallhaltigen
Flüssigkeiten, die bei der Oberflächenbehandlung von Metallen, insbesondere
bei der Galvanotechnik und bei abtragenden Verfahren, wie Beizen, Ätzen, Brennen
u.a., aber auch bei der Aufarbeitung von metallhaltigen Reststoffen aus Chemie,
Metallurgie und Umwelttechnik entstehen und die sich mit Kationen oder Anionen von
Schwermetallen anreichern, durch Ionenaustauscher und periodische Regenerierung
des Ionenaustauschermaterials durch Elektrodialyse in vorzugsweise einer Apparateeinheit
bereitzustellen. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch ein Elektroentionisierungsverfahren
zur Aufbereitung von bei der chemischen und/oder elektrochemischen Oberflächenbehandlung
von Metallen entstehenden Spülwässern mit einem Anteil an Schwermetallen
in Anionen- und/oder Kationenform sowie mit anderen Bestandteilen von Prozessbädern,
das eine Reinigung der metallhaltigen Flüssigkeiten durch Ionenaustauscher
und periodische Regenerierung des Ionenaustauscherharzes durch Elektrodialyse bei
angelegter Spannung bzw. mittels Stromfluss aufweist, gelöst und ist dadurch
gekennzeichnet, dass dafür eine Zelle aus mindestens zwei Teilzellen verwendet
wird, die durch mindestens einen Separator, der als Diaphragma und/oder Ionenaustauschermembran
ausgebildet ist, getrennt sind, wobei mindestens zwei Teilzellen eine unterschiedlich
polarisierte Elektrode aufnehmen (Anode oder Kathode), und mindestens eine der Teilzellen,
bevorzugt der Kathodenraum, ein Ionenaustauschermaterial aufnimmt, das mit der Elektrode
in direktem Kontakt steht, dass elektrochemisch Spezies an H+- oder OH--Ionen
zur Regenerierung des Ionenaustauschermaterials gebildet werden und dass weiterhin
im stromlosen Belastungsfall des Ionenaustauschermaterials ein Stoffstrom durch
das Ionenaustauschermaterial realisiert wird, und zeitlich konsekutiv eine Regenerierung
derart vorgenommen wird, indem ein Stoffstrom in separatem Kreislauf oder kontinuierlich
durch das Ionenaustauschermaterial geleitet wird und ein zweiter Stoff oder Flüssigkeitsstrom
durch die andere, eine Elektrode aufnehmende Teilzelle strömt.
Damit sollen im Wesentlichen folgende Ergebnisse erreicht werden:
- 1. Das behandelte Spülwasser kann wiederverwendet oder leicht entsorgt
werden. Es kann eine Senkung der Metallkonzentrationen, z.B. in Spülen bis
auf 0,1 mg/l, erreicht werden.
- 2. Diese Technologie kann an Standspülen angeschlossen werden, um dort
eine niedrige Konzentration von Schwermetallen und anderen Inhaltsstoffen einzuhalten.
- 3. Während der Regenerierung des Ionenaustauschers entsteht ein Konzentrat
von Schwermetallen in Form von Säure-, Hydroxid- und Salzlösungen.
Dieses Konzentrat kann man bedeutend leichter im Vergleich mit der verdünnten
Lösung weiterverwenden bzw. nützlicherweise für Bäderkorrekturen
bezüglich der rückgewonnenen Schwermetalle einsetzen. Eine derartige Vorgehensweise
ist besonders interessant für Metallionen mit schwerer elektrochemischer Abscheidbarkeit
(Chromsysteme). Üblicherweise aus konventionellen Ionenaustauschern erhaltene
Cr(III)-Lösungen sind für Badkorrekturen nicht geeignet.
- 4. Durch die elektrochemische Regenerierung des Ionenaustauschermaterials kann
die Abwasserbildung minimiertwerden.
- 5. Das Verfahren ist gleichfalls für eine effektive Reinigung von Fließ-
bzw Spritzspülwässern bzw. Systemen mitvergleichsweise geringer Konzentration
geeignet.
- 6. Durch die Spezifik des Verfahrens lässt sich im Vergleich zum konventionellen
Ionenaustausch die benötigte Ionenaustauschermenge um z.B. eine Größenordnung
verringern.
Weiterhin kann eine direkte Anpassung von Modulen und Prozessführungen
an unterschiedliche Lösungsmengen und Konzentrationen entweder durch die Verwendung
mehrerer Zelleneinheiten und/oder elektrische Verschaltungen von entsprechenden
Zelleneinheiten parallel oder in der Reihe (z.B. durch bipolare Elektroden und/oder
eine bipolare Membran) vorgenommen werden oder durch eine optimierte Spülwasser-
und Elektrolytstromführung sowohl beim Ionenaustausch als auch bei der Ionenaustauscherregenerierung.
Für gleichzeitige oder periodische Metallabscheidungen und/oder Konzentrierungen
sowie pH-Wert Korrekturen kann zum Elektroentionisierungsmodul, direkt zur Konzentrationskammer
oder zum Konzentrationsbehälter, eine Abscheidungsvorrichtung oder eine Elektrodialyse
zugeschaltet werden. Für eine optimale Aufkonzentrierung von Schwermetallen
oder anderen Lösungsbestandteilen können in jeder Zelleneinheit statt
einer Konzentrationskammer mehrere Konzentrationskammern nebeneinander wie bei einer
Stack Elektrodialyse eingebaut werden. Das heißt, das erfindungsgemäße
Verfahren lässt sich durch Wiederholung in Stackkonstruktionen variabler Größe
ausführen.
Da das vorgeschlagene Elektroentionisierungsverfahren zwei nacheinanderfolgende
Prozesse – Ionenaustausch und elektrochemische Ionenaustauscherregenerierung
– aufweist, sollten natürlich beide Prozesse möglichst präzise
zeitlich aufeinander abgestimmt bzw. auch einzeln optimiert werden. Für einen
konkreten Ionenaustausch sind unterschiedliche Ionenaustauschermaterialien einsetzbar.
Weiterhin kann ein behandeltes Wasser die Ionenaustauscherkammern parallel und/oder
hintereinander durchströmen. Für eine effektive Entfernung von Schwermetallionen
aus Wässern mit einem Anteil an anderen Ionen, wie z.B. Calzium, Magnesium,
Sulfat, Phosphat, Chlorid oder anderen, ist eine Verwendung von selektiven Ionenaustauschern
oder eine Kombination von ihnen mit z.B. anderen starksauren oder starkbasischen
Ionenaustauschern erforderlich. Um die Anzahl von Modulen zu reduzieren, kann die
Beladung von Ionenaustauschern durch eine Erhöhung der Konvektion sowie eine
Erhöhung der Temperatur des behandelten Systems beschleunigt werden. Gleichgewichte
beim Ionenaustausch sind stark von pH-Werten abhängig. Deswegen ist es zweckmäßig,
immer spezielle Ionenaustauscher oder deren Kombination sowie optimale Stoffstromführungen
zu berücksichtigen. Im Fall eines neutralen Wassers, aus dem Anionen selektiv
abgetrennt werden sollen, ist es von Vorteil, zuerst das zu reinigende Wasser zwecks
Senkung des pH-Wertes durch einen starksauren Ionenaustauscher und dann durch einen
selektiven Anionenaustauscher zu leiten. Eine weitere Ausführung beschreibt
die Erhöhung des Wirkungsgrades des Ionenaustausches bei gleichzeitiger Kationen-
und Anionenentfernung. Hierbei wird das zu behandelnde Wasser mit einem pH-Wert
im sauren Bereich zuerst durch einen Anionenaustauscher und dann durch einen Kationenaustauscher
geleitet. Umgekehrtes gilt für Wässer mit basischem pH-Wert.
Für eine effektive elektrochemische Ionenaustauscherregenerierung
sind folgende Aspekte interessant. An den Elektroden gebildete und für die
Ionenaustauscherregenerierungverantwortliche Spezies, OH-- und H+-Ionen,
müssen direkt mit dem Ionenaustauscher reagieren bzw. mit beladenen Ionen ausgetauscht
werden. Das kann einerseits durch eine gemeinsame Unterbringung des Ionenaustauschers
und einer Elektrode im gleichen Zellenraum (z.B. Kationenaustauscher im Anodenraum
und Anionenaustauscher im Kathodenraum) oder andererseits durch einen gemeinsamen
Kreislauf für die Anodenkammer und Kationenaustauscherkammern und/oder Kathodenkammer
und Anionenaustauscherkammern während der Regenerierung erfolgen. Im ersten
Fall steht eine vereinfachte Zelleinheit mit weniger Membranen und Zellenräumen
zur Verfügung. Daraus ergeben sich ein leichterer Betrieb sowie kleinere Zellspannungen
und kleinere Energiekosten. Im zweiten Fall lässt sich eine bessere Entgasung
realisieren. Dadurch kann mit größeren Stromstärken gearbeitet werden,
was zu einer Verkürzung der Regenerierungszeiten führt. Daneben gibt es
bezüglich der Zellenstruktur und der Führung von Elektrolytströmen
durch die Kammern der Zelle natürlich noch viele weitere Möglichkeiten
der Verfahrensführung, wie den im Weiteren beschriebenen Ausgestaltungen des
erfindungsgemäßen Verfahrens zu entnehmen ist.
Zur Vorbeugung der Entwicklung giftigen Chlorgases sollte als Anolyt
ein chloridfreier Elektrolyt benutzt werden. Dadurch kann auf eine zusätzliche
Kationenaustauschermembran vor der Anode verzichtet werden, was neben der Einsparung
der Kosten für die Membrane auch zu einer vereinfachten Konstruktion sowie
geringeneren Energiekosten führt. Weiterhin können den Prozesslösungen
die Leitfähigkeit erhöhende Chemikalien zur Senkung der Zellspannung bzw.
zur Erhöhung von Zellenstrom und Stromausbeute zugegeben werden. Dafür
können Basen, Säuren, Salze sowie spezielle Pufferlösungen, die den
Ausfall von Metallhydroxiden oder Metallabscheidungen verhindern, verwendetwerden.
Zur Verhinderung von Metallabscheidungen oder Kalkabscheidungen an der Kathode sollte
sich in der Kationenkammer eine bipolare Membran oder eine Anionenaustauschermembran
vor der Kathode befinden.
Mit der Erfindung wurde eine Lösung gefunden, die eine quasikontinuierliche
Regenerierung von Prozesswässern der Oberflächentechnik und metallbearbeitenden
und -verarbeitenden Industrie etc. mittels einer getakteten Entionisierung zum Inhalt
hat. Durch das erfindungsgemäße Verfahren kann eine Senkung der Schwermetallkonzentration
in Spülen bis 0,1 mg/l erreicht werden. Die Schwermetalle und andere Badbestandteile
werden in anionischer und/oder kationischer Form konzentriert und können als
Konzentrat für eine Prozessbadkorrektur verwendet werden. Dadurch kann eine
Abwasser- und Schlammbildung verhindert werden. Der Energieaufwand wird im Vergleich
zu Elektrodialyseverfahren stark reduziert.
Die 1 bis 8
veranschaulichen bevorzugte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens.
1 veranschaulicht ein getaktetes Elektroentionisierungsverfahren
mit einer Zweikammerzelle, die einer getrennten Entfernung von Anionen oder Kationen,
die an der Anode und/oder Kathode nicht elektrochemisch reagieren, dient.
2 zeigt ein Elektroentionisierungsverfahren unter Verwendung
einer Zelle, bestehend aus mindestens drei Teilzellen 1, 2 und
7, die durch mindestens zwei Separatoren 8, die als Diaphragma
und/oder Ionenaustauschermembran ausgebildet sind, voneinander getrennt sind, wobei
mindestens zwei Teilzellen 1, 2 unterschiedlich polarisierte Elektroden,
Anode 9 und Kathode 10, aufnehmen sowie mit einem Ionenaustauschermaterial
12 gefüllt sind, das mit der Anode 9 und der Kathode
10 in direktem Kontakt steht, wobei elektrochemisch Spezies an H+-
oder OH--Ionen zur Regenerierung des Ionenaustauschermaterials
12 gebildet werden, und weiterhin im stromlosen Belastungsfall des Ionenaustauschermaterials
12 ein Spülwasserflüssigkeitsstrom 13 durch das Ionenaustauschermaterial
12 realisiert wird, der parallel oder nacheinander durch die Kathodenkammer
2 und die Anodenkammer 1 geleitet wird, und zeitlich konsekutiv
eine Regenerierung derart vorgenommen wird, indem ein Flüssigkeitsstrom
15 in separatem Kreislauf oder kontinuierlich durch die Anodenkammer
1 und ein Flüssigkeitsstrom 14 durch die Kathodenkammer
2 geleitet wird, und eine durch zwei nacheinanderfolgende Separatoren
8 entstehende Teilzelle 7 eine elektrodialytische Konzentrationskammerfunktion
übernimmt sowie unerwünschte Elektrodenreaktionen verhindert und bei der
Ionenaustauscherregenerierung einen eigenen Flüssigkeitsstrom 16 besitzt.
Die Flüssigkeitsströme 13, 14, 15 und
16 werden mittels Pumpen 29, 30, 31 und
32 angetrieben, indem die entsprechenden Flüssigkeiten aus den Elektrolytbehältern
21, 22, 23 und 24 gepumpt und in diese wiederzurückgeführtwerden.
Bei dieser Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden Kationen
und Anionen ungetrennt konzentriert. Dadurch entsteht ein Konzentrat, das wichtige
Bestandteile des Prozessbades enthält, d.h. aus Salzen von Schwermetallen und
Säuren besteht und für eine Prozessbäderkorrekturverwendbar ist.
Bevorzugte Anwendungen dieser Ausgestaltung der Erfindung sind die Reinigung von
Spülwässern aus der Oberflächentechnik, z.B. aus der Vernickelung,
Verkupferung u.a.
3 veranschaulicht ein Elektroentionisierungsverfahren,
bei dem eine mindestens vier Teilzellen 1, 2, 3 und
4 aufweisende Zelle verwendet wird, die durch mindestens zwei Separatoren
8, die als Diaphragma und/oder Ionenaustauschermembran ausgebildet sind,
voneinander getrennt sind, wobei mindestens zwei Teilzellen 1 und
2 unterschiedlich polarisierte Elektroden aufnehmen, Anode 9 und
Kathode 10, wobei mindestens zwei der Teilzellen 3 und
4 unterschiedlichen Elektroden zugeordnet sind, unterschiedliches Ionenaustauschermaterial
12 aufnehmen und nebeneinander liegen und durch eine bipolare Membran oder
eine bipolare Elektrode 11 voneinander getrennt sind, dass die Ionenaustauschermaterialien
12 mit den beiden Polen der bipolaren Membran oder der bipolaren Elektrode
11 in direktem Kontakt stehen, wobei elektrochemisch Spezies an H+-
oder OH--Ionen zur Regenerierung des Ionenaustauschermaterials
12 gebildet werden und weiterhin im stromlosen Belastungsfall des Ionenaustauschermaterials
12 ein Spülwasserflüssigkeitsstrom 13 durch beide Ionenaustauscherteilzellen
3 und 4 parallel oder nacheinander realisiert wird, und zeitlich
konsekutiv eine Regenerierung derart vorgenommen wird, indem zwei autonome Flüssigkeitsströme
17 und 18 zur Regenerierung der Ionenenaustauschermaterialien
12 im separaten Kreislauf oder kontinuierlich durch die Ionenenaustauscherteilzellen
4 und 3 geleitet werden und durch Separatoren 8 an den
Ionenaustauscherteilzellen 3 und 4 angrenzende Elektrodenteilzellen
1 und 2 Konzentrierungsfunktionen übernehmen und bei der
Ionenaustauscherregenerierung mindestens zwei separate Flüssigkeitskreisläufe
15 und 14 besitzen. Die Flüssigkeitsströme
13, 14, 15, 17 und 18 werden mittels
Pumpen 29, 30, 31, 34 und 35 angetrieben,
indem die entsprechenden Flüssigkeiten aus den Elektrolytbehältern
21, 22, 23, 26 und 27 gepumpt und in
diese wieder zurückgeführt werden. Die Ausgestaltung des Verfahrens wird
bevorzugt für die Regenerierung von Spülwässern, die bei abtragenden
Metallverfahren, wie Beizen, Ätzen, Brennen u.a., entstehen, eingesetzt. Hierbei
werden abgetragene Fremdmetallionen getrennt und zu für eine Bäderkorrektur
nützlichen Lösungen aufkonzentriert. Als ein typisches Beispiel kann die
Regenerierung von nach der Verchromung von Aluminium entstehenden Prozesswässern
genannt werden. Durch die Entionisierung wird z.B. eine Spüle von Aluminium-
und Chromionen gereinigt, nach der Regenerierung im Anolyt aufkonzentrierte Chromsäure
kann für eine Prozessbäderkorrektur wiederverwendet werden, wogegen im
Katholyt aufkonzentrierte Aluminiumionen leicht entsorgt werden können.
4 zeigt ein Elektroentionisierungsverfahren, bei dem
eine mindestens fünf Teilzellen 1, 2, 3,
4 und 5 aufweisende Zelle verwendet wird, die durch mindestens
drei Separatoren 8, die als Diaphragma und/oder Ionenaustauschermembran
ausgebildet sind, voneinander getrennt sind, und mindestens zwei Teilzellen
1 und 2 unterschiedlich polarisierte Elektroden aufnehmen, Anode
9 und Kathode 10, wobei mindestens zwei der Teilzellen
3 und 4 unterschiedlichen Elektroden zugeordnet sind, unterschiedliches
Ionenaustauschermaterial 12 aufnehmen, nebeneinander liegen und durch eine
bipolare Membran oder eine bipolare Elektrode 11 voneinander getrennt sind,
dass die Ionenaustauschermaterialien 12 mit den beiden Polen der bipolaren
Membran oder der bipolaren Elektrode 11 in direktem Kontakt stehen, wobei
elektrochemisch Spezies an H+- oder OH--Ionen zur Regenerierung
des Ionenaustauschermaterials 12 gebildet werden und eine weitere Teilzelle
5 sich zwischen einer Ionenaustauscherteilzelle 3 und der Anodenkammer
1 befindet und von ihnen durch zwei Separatoren 8 abgetrennt ist
und bei der Regenerierung eine elektrodialytische Konzentrationskammerfunktion oder
eine Konzentrationskammer und Schutzfunktion gegen unerwünschte Elektrodenreaktionen
übernimmt, weiterhin im stromlosem Belastungsfall des Ionenaustauschermaterials
12 ein Spülwasserflüssigkeitsstrom 13 durch beide Ionenaustauscherzellen
3 und 4 realisiert wird, und zeitlich konsekutiv eine Regenerierung
derartvorgenommen wird, indem zwei autonome Flüssigkeitsströme
17 und 18 im separaten Kreislauf durch die Ionenaustauscherzellen
4 und 3 geleitet werden und durch Separatoren 8 an den
Ionenaustauscherzellen 3 und 4 angrenzende Teilzellen
2 und 5 eine Konzentrierungsfunktion übernehmen und bei der
Ionenaustauscherregenerierung mindestens zwei separate Flüssigkeitsströme
14 und 16 besitzen und ein weiterer Flüssigkeitsstrom
15 autonom die Anodenkammer 1 durchströmt. Die Flüssigkeitsströme
13, 14, 15, 16, 17 und 18
werden mittels Pumpen 29, 30, 31, 32,
34 und 35 angetrieben, indem die entsprechenden Flüssigkeiten
aus den Elektrolytbehältern 21, 22, 23,
24, 26 und 27 gepumpt und in diese wieder zurückgeführt
werden.
Das Verfahren wird bevorzugt für die Regenerierung von Spülwässern,
die bei abtragenden Metallverfahren, wie Beizen, Ätzen, Brennen u.a., oder
nach Metallabscheidungsprozessen, wie der Chromatierung, entstehen, eingesetzt.
Hierbei werden abgetragene Fremdmetallionen getrennt bzw. zu für eine Bäderkorrektur
nützlichen Lösungen aufkonzentriert. Zusätzlich ermöglicht diese
Ausgestaltung des Verfahrens eine Verhinderung von unerwünschten Kathoden-
oder Anodenreaktionen, während der Regenerierung, wie z.B. eine Metallabscheidung
oder Chlorentwicklung. Eine typische Anwendung ist die Behandlung von nach der Verchromung
von Kupferlegierungen entstehender Spülwässern. Durch die Entionisierung
wird z.B. eine Spüle von Kupfer- und Chromionen gereinigt; nach der Regenerierung
im Anolyt aufkonzentrierte Chromsäure kann zur Prozessbadkorrektur wiederverwendet
werden und in Konzentrationskammern aukonzentrierte Kupfer- und Zinnionen können
zurückgewonnen werden. Ein andere Anwendung ist die Behandlung von chloridhaltigen
Spülwässer, die beim Metallbeizen von Titan oder Aluminium entstehen.
5 veranschaulicht ein Elektroentionisierungsverfahren,
bei dem eine mindestens drei Teilzellen 1, 2 und 3 aufweisende
Zelle verwendet wird, die durch mindestens zwei Separatoren 8, die als
Diaphragma und/oder Ionenaustauschermembran ausgebildet sind, voneinander getrennt
sind, wobei mindestens zwei Teilzellen unterschiedlich polarisierte Elektroden,
Anode 9 oder Kathode 10, aufnehmen, wobei mindestens eine der
Teilzellen 3, die sich zwischen zwei Elektrodenräumen befindet, mit
einem Ionenaustauschermaterial 12 befüllt ist, das mit einem der anderen
Elektrodenräume einen gemeinsamen Flüssigkeitskreislauf 14 besitzt,
so dass elektrochemisch gebildete Spezies an H+- oder OH--Ionen
in das Ionenaustauschermaterial 12 transportiert werden und weiterhin im
stromlosen Belastungsfall des Ionenaustauschermaterials 12 ein Spülwasserflüssigkeitsstrom
13 durch das Ionenaustauschermaterial 12 realisiert wird, und
zeitlich konsekutiv eine Regenerierung derart vorgenommen wird, indem ein Flüssigkeitsstrom
14 in separatem Kreislauf durch die Ionenaustauscherkammer 3 und
Kathodenkammer 2 parallel oder nacheinandergeleitet wird, und ein zweiter
Flüssigkeitsstrom 15 durch die Anodenkammer 1 strömt.
Die Flüssigkeitsströme 13, 14 und 15 werden
mittels Pumpen 29, 30 und 31 angetrieben, indem die entsprechenden
Flüssigkeiten aus den Elektrolytbehältern 21, 22 und
23 gepumpt und in diese wiederzurückgeführt werden. Diese Ausgestaltung
des Verfahrens ist, wie die in 1 veranschaulichte Ausgestaltung
für eine getrennte Entfernung von Anionen oder Kationen, die an der Anode und/oder
Kathode nicht elektrochemisch reagieren, bestimmt. Jedoch besitzt diese Variante
bessere Entgasungsmöglichkeiten. Es kann daher mit einem größeren
Zellenstrom gearbeitet werden, wodurch eine schnellere Regenerierung erreicht wird.
6 zeigt ein Elektroentionisierungsverfahren, bei der
eine mindestens vier Teilzellen 1, 2, 3 und
7 aufweisende Zelle verwendet wird, die durch mindestens drei Separatoren
8, die als Diaphragma und/oder Ionenaustauschermembran ausgebildet sind,
voneinander getrennt sind, wobei mindestens zwei Teilzellen 1 und
2 unterschiedlich polarisierte Elektroden aufnehmen, Anode 9 oder
Kathode 10, wobei mindestens eine der Teilzellen 3, die sich zwischen
zwei Elektrodenräumen befindet, mit einem Ionenaustauschermaterial
12 befüllt ist, das mit dem Kathodenraum 2 einen gemeinsamen
Flüssigkeitskreislauf 14 besitzt, so dass elektrochemisch gebildete
Spezies an OH--Ionen in das Ionenaustauschermaterial 12 zu dessen
Regenerierung transportiert werden, und eine weitere Teilzelle 7 Konzentrierungsfunktionen
oder eine Konzentrations- und Schutzfunktion vor unerwünschten Elektrodenreaktionen
übernimmt sowie unerwünschte Elektrodenreaktionen verhindert und bei der
Ionenaustauscherregenerierung von einem separaten Flüssigkeitsstrom
16 durchströmt wird, weiterhin im stromlosem Belastungsfall des Ionenaustauschermaterials
12 ein Spülwasserflüssigkeitsstrom 13 durch das Ionenaustauschermaterial
12 realisiertwird, und zeitlich konsekutiv eine Regenerierung derart vorgenommen
wird, indem ein Flüssigkeitsstrom 14 im separaten Kreislauf durch
die Ionenaustauscherteilzelle 3 und die Kathodenkammer 2 geleitet
wird und ein zweiter Flüssigkeitsstrom 15 die Anodenkammer
1 durchströmt. Die Flüssigkeitsströme 13,
14, 15 und 16 werden mittels Pumpen 29,
30, 31 und 32 angetrieben, indem die entsprechenden Flüssigkeiten
aus den Elektrolytbehältern 21, 22, 23 und
24 gepumpt und in diese wieder zurückgeführt werden.
Diese Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist
eine universelle Variante, die für die getrennte Entfernung von Anionen bzw.
Kationen, die an der Anode oder Kathode elektrochemisch reagieren, anwendbar ist,
wie es z.B. bei der Entfernung von Chlorid- und Fluoridionen oder Schwermetallen,
wie Kupfer, Nickel, Zinn u.a., der Fall ist.
7 zeigt ein Elektroentionisierungsverfahren, bei dem
eine aus mindestens drei Teilzellen 1, 2 und 7 bestehende
Zelle verwendet wird, die durch mindestens zwei Separatoren 8, die als
Diaphragma und/oder Ionenaustauschermembran ausgebildet sind, voneinander getrennt
sind, wobei mindestens zwei Teilzellen 1 und 2 unterschiedlich
polarisierte Elektroden aufnehmen, Anode 9 oder Kathode 10, wobei
mindestens eine der Teilzellen, bevorzugt der Kathodenraum 2, mit einem
Ionenaustauschermaterial 12 befüllt ist, das mit der Kathode
10 in direktem Kontakt steht, wobei elektrochemisch Spezies an OH--Ionen
zur Regenerierung des Ionenaustauschermaterials 12 gebildet werden und
weiterhin im stromlosen Belastungsfall des Ionenaustauschermaterials 12
ein Spülwasserflüssigkeitsstrom 13 durch das Ionenaustauschermaterial
12 realisiert wird, und zeitlich konsekutiv eine Regenerierung derart vorgenommen
wird, indem ein Flüssigkeitsstrom 14 in separatem Kreislauf durch
das Ionenaustauschermaterial 12 geleitet wird und ein zweiter Flüssigkeitsstrom
15 durch die Anodenkammer 1 geleitet wird und mindestens eine,
durch mindestens zwei nacheinanderfolgende Separatoren 8 entstehende Teilzelle
7 eine elektrodialytische Konzentrationskammerfunktion oder Konzentrations-
und Schutzfunktion vor unerwünschten Elektrodenreaktionen übernimmt sowie
bei der Ionenaustauscherregenerierung von einem separaten Flüssigkeitsstrom
16 durchströmt wird. Die Flüssigkeitsströme 13,
14, 15 und 16 werden mittels Pumpen 29,
30, 31 und 32 angetrieben, indem die entsprechenden Flüssigkeiten
aus den Elektrolytbehältern 21, 22, 23 und
24 gepumpt und in diese wieder zurückgeführt werden.
Diese Ausgestaltung der Erfindung ist analog der mit 6
veranschaulichten Ausgestaltung einsetzbar.
8 zeigt ein Elektroentionisierungsverfahren, bei dem
eine aus mindestens sechs Teilzellen 1, 2, 3,
4, 5 und 6 bestehende Zelle verwendet wird, die durch
mindestens vier Separatoren 8, die als Diaphragma und/oder Ionenaustauschermembran
ausgebildet sind, voneinander getrennt sind, und mindestens zwei Teilzellen
1 und 2 unterschiedlich polarisierte Elektroden aufnehmen, Anode
9 oder Kathode 10, wobei mindestens zwei der Teilzellen
3 und 4 unterschiedlichen Elektroden zugeordnet sind, mit unterschiedlichem
Ionenaustauschermaterial 12 befüllt sind und nebeneinander liegen
und durch eine bipolare Membran oder eine bipolare Elektrode 11 voneinander
getrennt sind und die Ionenaustauschermaterialien 12 mit beiden Polen der
bipolaren Membran oder der bipolaren Elektrode 11 in direktem Kontakt stehen,
wobei elektrochemisch Spezies an H+- oder OH--Ionen zur Regenerierung
des Ionenaustaschermaterials 12 gebildet werden und mindestens zwei weitere
Teilzellen 5 und 6 sich zwischen einer Ionenaustauscherkammer
3, 4 und einer Elektrodenkammer 1, 2 befinden
und von ihnen durch zwei Separatoren 8 abgetrennt sind sowie bei der Regenerierung
eine elektrolytische Konzentrationsfunktion oder Konzentrations- und Schutzfunktion
gegen unerwünschte Elektrodenreaktionen übernehmen, weiterhin im stromlosen
Belastungsfall des Ionenaustauschermaterials 12 ein Spülwasserflüssigkeitsstrom
13
durch beide Ionenaustauscherteilzellen 3 und
4 parallel oder nacheinander realisiert wird, und zeitlich konsekutiv eine
Regenerierung derart vorgenommen wird, indem zwei autonome Flüssigkeitsströme
17 und 18 im separaten Kreislauf durch die Ionenaustauscherteilzellen
3 und 4 geleitet werden und durch Separatoren 8 an die
Ionenaustauscherteilzellen 3 und 4 angrenzende Teilzellen
5 und 6 Konzentrierungsfunktionen übernehmen und bei der
Ionenaustauscherregenerierung von mindestens je einem separaten Flüssigkeitsstrom
16, 19 durchströmt werden und mindest ein weiterer Flüssigkeitsstrom
20 die Anodenkammer 1 und die Kathodenkammer 2 parallel
oder nacheinander durchströmt. Die Flüssigkeitsströme 13,
16, 17, 18, 19 und 20 werden mittels
Pumpen 29, 32, 33, 34, 35 und
36 angetrieben, indem die entsprechenden Flüssigkeiten aus den Elektrolytbehältern
21, 24, 25, 26, 27 und 28
gepumpt und in diese wieder zurückgeführt werden. Diese Ausgestaltung
des Verfahrens kann bevorzugt zur Regenerierung von Spülwässern, die bei
abtragenden Metallverfahren, wie Beizen, Ätzen, Brennen u.a., entstehen, eingesetzt
werden, indem Ionen, die an der Anode oder Kathode elektrochemisch reagieren können,
entfernt werden. Hierbei werden abgetragene Fremdmetallionen getrennt bzw. zu für
Bäderkorrekturen nützlichen Lösungen aufkonzentriert. Eine Anwendung
des Verfahrens kann beispielsweise bei der Behandlung chloridhaltiger Spülwässer,
die nach Metallbeizen von Kupfer und dessen Legierungen entstehen, erfolgen.
Das erfindungsgemäße Verfahren sowie dessen vorteilhafte
Wirkungen sollen anhand nachfolgenden Ausführungsbeispiels weiter erläutert
werden.
Hierbei wird die Behandlung eines nach der Verchromung entstehenden
Spülwassers mit einem Inhalt von 60 mg [Cr(VI)]/l, 12 mg [Cl-]/l,
50 mg
[SO2-4]/l
und einem pH-Wert von 2,91 betrachtet.
Bei diesem Elektroentionisierungsverfahren wird, wie in
1 gezeigt, ein Anionenaustauschermaterial
12 direkt in die Kathodenkammer 2 eingefüllt. Anodenkammer
1 und Kathodenkammer 2 sind voneinander durch ein Diaphragma
8 getrennt. Die Kathodenkammer 2 ist mit einem für Chrom
selektiven Ionenaustauschermaterial 12 mit der Markenbezeichnung „Lewatit
Monoplus MP 64" in der OH--Form und einer Masse von ca. 55 g gefüllt.
Als Kathode 10 wird eine Titanplattenelektrode (18 mm × 140 mm) verwendet.
Als Anode 9 dient eine platinierte Titanelektrode (18 mm × 150 mm).
Bei der Verfahrensdurchführung erfolgt aufeinander folgend Ionenaustausch und
elektrochemische Ionenaustauscherregenerierung. Mittels Pumpe 29 wird aus
einem Elektrolytbehälter 21 mit einem Volumen von 16 l ein Spülwasserstrom
13 durch den Katodenraum 2 gefördert. Der Durchsatz beträgt
0,6 l/min über einen Zeitraum von 3 h. Dadurch wird eine Senkung der Chromionenkonzentration
in den 16 l Spülwasservon 60 mg/l auf 2 mg/l und eine Aufnahmekapazität
des Ionenaustauschermaterials 12 von ca. 16,9 g [Cr(VI)]/kg Ionenaustauschermaterial
12 erreicht. Das gereinigte Spülwasser hatte einen pH-Wert von 6,1
und besitzt Konzentrationen von 37 mg
[SO2-4]/l
und 7 mg [Cl-]/l. Es kann wieder für Spülzwecke benutzt werden.
Dem Ionenaustausch folgt eine elektrochemische Ionenaustauscherregenerierung.
Dabei wird die Elektrolysezelleneinheit mit einer Stromstärke von 0,35 A während
4 h betrieben. Während dieser Zeit wird mittels der Pumpe 31 aus dem
Elektrolytbehälter 23 ein Flüssigkeitsstrom 15 durch
die Annodenkammer 1 und gleichzeitig mittels der Pumpe 30 aus
dem Elektrolytbehälter 22 ein Flüssigkeitsstrom 14 durch
die Kathodenkammer 2 gefördert. Die Durchsätze der Flüssigkeitsströme
14 und 15 betragen jeweils ca. 0,3 l/min. Der Flüssigkeitsstrom
14 besteht aus einer 0,01 M NaOH und der Flüssigkeitsstrom
15 aus der Spülwasserflüssigkeit mit einer Cr(VI)-Konzentration
von 60 mg/l und einem pH-Wert von 2,9. Während der Regenerierung wandert sechswertiges
Chrom in die Anodenkammer 1 und konzentriert sich dort. Dadurch entsteht
nach der Regenerierung ein Konzentrat mit einer Cr(VI)-Konzentration von 1,71 g/l
und mit einem pH-Wert von 1,5. Das Ionenaustauschermaterial 12 wird zu
89 % regeneriert. Die mittlere Stromausbeute der Regenerierung, bezogen auf
CrO2-4-Ionen
, beträgt ca. 60 %.
Der Zyklus „Ionenaustausch – Ionenaustauscherregenerierung"
wird fünfmal ohne Wechsel der Elektrolytflüssigkeiten durchgeführt.
Es wird nur durch Elektrolyse und Aerosolaustrag reduzierte Elektrolytvolumina in
den Flüssigkeitsströmen 14 und 15 durch Zugabe von Spülwasserflüssigkeit
kompensiert. Für den Ionenaustausch werden jeweils neu 16 l Spülwasser
aus einer Chromatierung verwendet. Nach jedem Ionenaustausch sinkt die Cr(VI)-Konzentration
im behandelten Spülwasser von 60 mg/l auf 2–3 mg/l. Nach 5 Zyklen wird
ein Konzentrat mit einer Konzentration an Cr(VI)-Ionen von 10,2 g/l, an
SO2-4-Ionen
von 1,2 g/l und an Cl--Ionen von 0,12 g/l und einem pH-Wert von 1,12
erhalten. Dieses Konzentrat kann zur Korrektur des Chromatierungsbades wiederverwendet
werden.
- 1
- Teilzelle (Anodenkammer)
- 2
- Teilzelle (Kathoden Kammer)
- 3, 4, 5, 6, 7
- Teilzellen
- 8
- Separator
- 9
- Anode
- 10
- Kathode
- 11
- Bipolare Membran oder bipolare Elektrode
- Ionenaustauschermaterial
- 13
- Spülwasserflüssigkeitsstrom
- 14
- Flüssigkeitsstrom durch die Kathodenkammer
- 15
- Flüssigkeitsstrom durch die Anodenkammer
- 16, 19
- Flüssigkeitsströme durch die Seperatorenkammern
- 17, 18
- Flüssigkeitsströme zur Regenerierung der Ionenaustauschermaterialien
- 20
- Flüssigkeitsstrom durch die Anoden- und Kathodenkammer
- 21–28
- Elektrolytbehälter
- 29–36
- Pumpen zur Förderung der Flüssigkeitsströme
|
| Anspruch[de] |
|
Elektroentionisierungsverfahren zur Aufbereitung von beider chemischen
und/oder elektrochemischen Oberflächenbehandlung von Metallen entstehenden
Spülwässern mit einem Anteil an Schwermetallen in Anionen- und/oder Kationenform
sowie mit anderen Bestandteilen von Prozessbädern, aufweisend eine Reinigung
der metallhaltigen Flüssigkeiten durch Ionenaustauscher und periodischer Regenerierung
des Ionenaustauschermaterials (12) durch Elektrodialyse, dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufbereitung in einer aus mindestens zwei Teilzellen (1 und
2) bestehenden Zelle erfolgt, die durch mindestens einen Separator (8),
der als Diaphragma und/oder Ionenaustauschermembran ausgebildet ist, getrennt sind,
wobei mindestens zwei Teilzellen als unterschiedlich polarisierte Elektrode eine
Anode (9) oder Kathode (10) aufnehmen und mindestens eine der
eine Elektrode aufnehmenden Teilzellen ein Ionenaustauschermaterial (12)
enthält, das mit der Elektrode in direktem Kontakt steht, dass elektrochemisch
Spezies an H+- oder OH--Ionen zur Regenerierung des Ionenaustauschermaterials
(12) gebildet werden und dass im stromlosen Belastungsfall des Ionenaustauschermaterials
(12) ein Spülwasserfüssigkeitsstrom (13) durch das Bett
realisiert wird, und zeitlich konsekutiv eine Regenerierung derart vorgenommen wird,
indem ein Flüssigkeitsstrom (14) in separatem Kreislauf oder kontinuierlich
durch das Ionenaustauschermaterial (12) geleitet wird und ein zweiter Flüssigkeitsstrom
(15) durch die andere, eine Elektrode aufnehmende Teilzelle strömt.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass einzelne Zellensysteme
für den Verfahrensbetrieb zu einer komplexen Einheit zusammengefasst werden.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit Ionenaustauschermaterial
(12) gefüllte Teilzellen (1, 2, 3,
4) Kationenund/oder Anionenaustauschermaterial aufnehmen.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Verfahrensabläufe
mindestens in einer der konsekutiven Teilstufen Ionenaustausch und/oder Regenerierung
zumindest für einzelne Flüssigkeitsströme parallel oder nacheinander
ablaufen.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen
konsekutiv ablaufenden Teilstufen Ionenaustausch und Regenerierung nach einem vorgegebenen
Taktschema durchgeführt werden.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass während
der konsekutiv ablaufenden Teilstufen Ionenaustausch und Regenerierung ein Parameter
des Betriebes, wie Durchsatzrate eines Flüssigkeitsstromes, Stromstärke
oder Zellspannung, Temperatur oder Teilkreislaufzusammensetzung, zeitlich verändert
wird.
Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass Teilzellen
elektrisch parallel oder in Reihe apparativ oder durch eine bipolare Elektrode und/oder
eine bipolare Membran elektrisch geschaltet werden.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für gleichzeitige
oder periodische Metallabscheidungen und/oder Konzentrierungen sowie pH-Wert-Korrekturen
zum Elektroentionisierungsmodul direkt zu einer Konzentrationskammer oder zu einem
Konzentrationsbehälter eine Abscheidungsvorrichtung oder eine Elektrodialyse
zugeschaltet werden.
Verfahren nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zelle
aus mindestens drei Teilzellen (1, 2 und 7) besteht,
die durch mindestens zwei Separatoren (8) voneinander getrennt sind, wobei
mindestens zwei Teilzellen (1 und 2) unterschiedlich polarisierte
Elektroden, Anode (9) und Kathode (10), aufnehmen sowie mit einem
Ionenaustauschermaterial (12) gefüllt sind, das mit der Anode (9)
oder Kathode (10) in direktem Kontakt steht, dass elektrochemisch Spezies
an H+- oder OH--Ionen zur Regenerierung des Ionenaustauschermaterials
(12) gebildet werden und dass im stromlosen Belastungsfall des Ionenaustauschermaterials
(12) ein Spülwasserflüssigkeitsstrom (13) durch das
Ionenaustauschermaterial (12) realisiert wird, der parallel oder nacheinander
durch die Kathodenkammer (2) und die Anodenkammer (1) geleitet
wird, und zeitlich konsekutiv eine Regenerierung derart vorgenommen wird, indem
ein Flüssigkeitsstrom (15) in separatem Kreislauf oder kontinuierlich
durch die Anodenkammer (1) und ein Flüssigkeitsstrom (14)
durch die Kathodenkammer (2) geleitet wird und mindestens eine durch mindestens
zwei nacheinander folgende Separatoren (8) entstehende Teilzelle (7)
eine elektrodialytische Konzentrationskammerfunktion übernimmt
sowie unerwünschte Elektrodenreaktionen verhindert und bei der Ionenaustauscherregenerierung
einen eigenen Flüssigkeitsstrom (16) besitzt.
Verfahren nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zelle
aus mindestens vier Teilzellen (1, 2, 3 und
4) besteht, die durch mindestens zwei Separatoren (8) voneinander
getrennt sind, wobei mindestens zwei Teilzellen (1 und 2) unterschiedlich
polarisierte Elektroden aufnehmen, Anode (9) und Kathode (10),
wobei mindestens zwei der Teilzellen (3 und 4) unterschiedlichen
Elektroden zugeordnet sind, unterschiedliches Ionenaustauschermaterial (12)
aufnehmen und nebeneinander liegen und durch eine bipolare Membran oder eine bipolare
Elektrode (11) voneinander getrennt sind, dass die Ionenaustauschermaterialien
(12) mit den beiden Polen der bipolaren Membran oder der bipolaren Elektrode
(11) in direktem Kontakt stehen, dass elektrochemisch Spezies an N+-
oder OH--Ionen zur Regenerierung des Ionenaustauschermaterials (12)
gebildet werden und dass im stromlosen Belastungsfall des Ionenaustauschermaterals
(12) ein Spülwasserflüssigkeitsstrom (13) durch beide
Ionenaustauscherteilzellen (3 und 4) parallel oder nacheinander
realisiert wird, und zeitlich konsekutiv eine Regenerierung derart vorgenommen wird,
indem zwei autonome Flüssigkeitsströme (18 und 17) im
separaten Kreislauf durch die Ionenaustauscherteilzellen (3 und
4) geleitetwerden und durch Separatoren (8) an den Ionenaustauscherteilzellen
(3 und 4) angrenzende Elektrodenteilzellen (1 und
2) Konzentrierungsfunktionen übernehmen und bei der Ionenaustauscherregenerierung
mindestens zwei separate Flüssigkeitsströme (15 und
14) besitzen.
Verfahren nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zelle
aus mindestens fünf Teilzellen (1, 2, 3,
4 und 5) besteht, die durch mindestens drei Separatoren (8)
voneinander getrennt sind, wobei mindestens zwei Teilzellen (1 und
2) unterschiedlich polarisierte Elektroden aufnehmen, Anode (9)
und Kathode (10), wobei mindestens zwei der Teilzellen (3 und
4) unterschiedlichen Elektroden zugeordnet sind, unterschiedliches Ionenaustauschermaterial
(12) aufnehmen, nebeneinander liegen und durch eine bipolare Membran oder
eine bipolare Elektrode (11) voneinander getrennt sind, dass die Ionenaustauschermaterialien
(12) mit den beiden Polen der bipolaren Membran oder der bipolaren Elektrode
(11) in direktem Kontakt stehen, dass elektrochemisch Spezies an H+-
oder OH--Ionen zur Regenerierung des Ionenaustauschermaterials (12)
gebildet werden, dass mindestens eine weitere Teilzelle (5) sich zwischen
einer Ionenaustauscherteilzelle (3) und der Anodenkammer (1) befindet
und von ihnen mit zwei Separatoren (8) abgetrennt ist und bei der Regenerierung
eine elektrodialytische Konzentrationskammerfunktion oder eine Konzentrationskammer-
und Schutzfunktion gegen unerwünschte Elektrodenreaktionen übernimmt,
dass im stromlosem Belastungsfall des Ionenaustauschermaterials (12) ein
Spülwasserflüssigkeitsstrom (13) durch beide Ionenaustauscherteilzellen
(3 und 4) parallel oder nacheinander realisiert wird, und zeitlich
konsekutiv eine Regenerierung derart vorgenommen wird, indem zwei autonome Flüssigkeitsströme
(18 und 17) im separaten Kreislauf durch die Ionenaustauscherteilzellen
(3 und 4) geleitet werden und durch Separatoren (8) an
den Ionenaustauscherteilzellen (3 und 4) angrenzende Teilzellen
(2 und 5) Konzentrierungsfunktion übernehmen und bei der
Ionenaustauscherregenerierung mindestens zwei separate Flüssigkeitsströme
(16 und 14) besitzen und ein weiterer Flüssigkeitsstrom (15)
autonom durch die Anodenkammer (1) strömt oder zwei Flüssigkeitsströme,
die durch die Anodenkammer (1) und die Kathodenkammer (2) fließen,
auf einen gemeinsamen Flüssigkeitsstrom reduziert werden.
Verfahren nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zelle
aus mindestens drei Teilzellen (1, 2 und 7) besteht,
die durch mindestens zwei Separatoren (8) voneinander getrennt sind, wobei
mindestens zwei Teilzellen (1 und 2) unterschiedlich polarisierte
Elektroden aufnehmen, Anode (9) oder Kathode (10), und mindestens
eine der eine Elektrode aufnehmenden Teilzellen (1 oder 2) ein
Ionenaustauschermaterial (12) aufnimmt, das mit der Elektrode in direktem
Kontakt steht, dass elektrochemisch Spezies an H+- oder OH--Ionen
zur Regenerierung des Ionenaustauschermaterials (12) gebildet werden und
dass im stromlosen Belastungsfall des Ionenaustauschermaterials (12) ein
Spülwasserflüssigkeitsstrom (13) durch das Ionenaustauschermaterial
(12) realisiert wird, und zeitlich konsekutiv eine Regenerierung derart
vorgenommen wird, indem ein Flüssigkeitsstrom (14) in separatem Kreislauf
durch das Ionenaustauschermaterial (12) geleitet wird und ein zweiter Flüssigkeitsstrom
(15) durch die andere, eine Elektrode aufnehmende Teilzelle gefördert
wird und mindestens eine durch mindestens zwei nacheinander folgende Separatoren
(8) entstehende Teilzelle (7) eine elektrodialytische Konzentrationskammerfunktion
oder Konzentrations- und Schutzfunktion vor unerwünschten Elektrodenreaktionen
übernimmt und bei der Ionenaustauscherregenerierung von einem separaten Flüssigkeitsstrom
(16) durchströmt wird.
Verfahren nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zelle
aus mindestens sechs Teilzellen (1, 2, 3, 4,
5 und 6) besteht, die durch mindestens vier Separatoren (8)
voneinander getrennt sind, wobei mindestens zwei Teilzellen (1 und
2) unterschiedlich polarisierte Elektroden aufnehmen, Anode (9)
oder Kathode (10), wobei mindestens zwei der Teilzellen (3 und
4) unterschiedlichen Elektroden zugeordnet sind, unterschiedliches Ionenaustauschermaterial
(12) aufnehmen und nebeneinander liegen und durch eine bipolare Membran
oder eine bipolare Elektrode (11) voneinander getrennt sind, dass die Ionenaustauschermaterialien
(12) mit den beiden Polen der bipolaren Membran oder der bipolaren Elektrode
(11) in direktem Kontakt stehen, dass elektrochemisch Spezies an H+-
oder OH--Ionen zur Regenerierung des Ionenaustauschermaterials (12)
gebildet werden, dass mindestens zwei weitere Teilzellen (5 und
6) sich zwischen einer Ionenaustauscherzelle (3 oder
4) und einer Elektrodenkammer (1 oder 2) befinden und
von ihnen mit zwei Separatoren (8) abgetrennt sind sowie bei der Regenerierung
eine elektrolytische Konzentrationsfunktion oder Konzentrations- und Schutzfunktion
gegen unerwünschte Elektrodenreaktionen übernehmen, weiterhin im stromlosen
Belastungsfall des Ionenaustauschermaterials (12) ein Spülwasserflüssigkeitsstrom
(13) durch beide Ionenaustauscherzellen (3 und 4) parallel
oder nacheinander realisiert wird, und zeitlich konsekutiv eine Regenerierung derart
vorgenommen wird, indem zwei autonome Flüssigkeitsströme (18
und 17) im separaten Kreislauf durch die Ionenaustauscherzellen (3
und 4) geleitetwerden und durch Separatoren (8) an die Ionenaustauscherzellen
(3 und 4) angrenzende Teilzellen (5 und 6) Konzentrierungsfunktionen
übernehmen und bei der Ionenaustauscherregenerierung mindestens zwei separate
Flüssigkeitsströme (16 und 19) durchströmtwerden
und mindestens ein weiterer Flüssigkeitsstrom (20) die Anodenkammer
(1) und die Kathodenkammer (2) parallel oder nacheinander durchströmt.
Elektroentionisierungsverfahren zur Aufbereitung von bei der chemischen
und/oder elektrochemischen Oberflächenbehandlung von Metallen entstehenden
Spülwässern mit einem Anteil an Schwermetallen in Anionen- und/oder Kationenform
sowie mit anderen Bestandteilen von Prozessbädern, aufweisend eine Reinigung
der metallhaltigen Flüssigkeiten durch Ionenaustauscher und periodischer Regenerierung
des Ionenaustauschermaterials (12) durch Elektrodialyse, dadurch gekennzeichnet,
dass die Zelle aus mindestens drei Teilzellen (1, 2 und
3) besteht, die durch mindestens zwei Separatoren (8) voneinander
getrennt sind, wobei mindestens zwei Teilzellen (1 und 2) unterschiedlich
polarisierte Elektroden, Anode (9) oder Kathode (10), aufnehmen,
wobei mindestens eine der Teilzellen (3), die sich zwischen zwei Elektrodenkammern
(1 und 2) befindet, ein Ionenaustauschermaterial (12)
aufnimmt, durch welches ebenso wie durch eine der Elektrodenkammern (1
oder 2) ein gemeinsamer Flüssigkeitsstrom (14) gefördert
wird, der elektrochemisch gebildete Spezies an N+- oder OH--Ionen
in das Ionenaustauschermaterial (12) transportiert und dass im stromlosen
Belastungsfall des Ionenaustauschermaterials (12) ein Spülwasserflüssigkeitsstrom
(13) durch das Ionenaustauschermaterial (12) realisiert wird,
und zeitlich konsekutiv eine Regenerierung derart vorgenommen wird, indem ein Flüssigkeitsstrom
(14) in separatem Kreislauf oder kontinuierlich durch die Ionenaustauscherkammer
(3) und die Kathodenkammer (2) parallel oder nacheinander geleitet
wird, und ein zweiter Flüssigkeitsstrom (15) durch die Anodenkammer
(1) gefördert wird.
Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Zelle aus
mindestens vier Teilzellen (1, 2, 3 und 7) besteht,
die durch mindestens drei Separatoren (8) voneinander getrennt sind, wobei
mindestens zwei Teilzellen (1 und 2) unterschiedlich polarisierte
Elektroden aufnehmen, Anode (9) oder Kathode (10), wobei mindestens
eine der Teilzellen (3), die sich zwischen zwei Elektrodenkammern (1
und 2) befindet, ein Ionenaustauschermaterial (12) aufnimmt, durch
welches ebenso wie durch eine der Elektrodenkammern (1 oder 2)
ein gemeinsamer Flüssigkeitsstrom (14) gefördert wird, der elektrochemisch
gebildete Spezies an H+- oder OH--Ionen in das Ionenaustauschermaterial
(12) transportiert, und eine weitere Teilzelle (7) Konzentrierungsfunktionen
oder Konzentrations- und Schutzfunktion vor unerwünschten Elektrodenreaktionen
übernimmt sowie unerwünschte Elektrodenreaktionen verhindert und bei der
Ionenaustauscherregenerierung einen eigenen Flüssigkeitsstrom (16)
aufweist, und dass im stromlosen Belastungsfall des Ionenaustauschermaterials (12)
ein Spülwasserflüssigkeitsstrom (13) durch das Ionenaustauschermaterial
(12) realisiert wird, und zeitlich konsekutiv eine Regenerierung derart
vorgenommen wird, indem ein Flüssigkeitsstrom (14) im separaten Kreislauf
durch die Ionenaustauscherzelle (3) und die Kathodenkammer (2)
parallel oder nacheinander geleitet wird und ein zweiter Flüssigkeitsstrom
(15) durch die Anodenkammer (1) gefördert wird.
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