| Dokumentenidentifikation |
DE102006059470A1 20.09.2007 |
| Titel |
Stützvorrichtung zum Abstützen eines Wickelballens, insbesondere eines Markisentuchballens |
| Anmelder |
"Weinor" Dieter Weiermann GmbH & Co, 50829 Köln, DE |
| Erfinder |
Stawski, Karl-Heinz, 50769 Köln, DE |
| Vertreter |
COHAUSZ DAWIDOWICZ HANNIG & SOZIEN, 40237 Düsseldorf |
| DE-Anmeldedatum |
14.12.2006 |
| DE-Aktenzeichen |
102006059470 |
| Offenlegungstag |
20.09.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
20.09.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
E04F 10/02(2006.01)A, F, I, 20061214, B, H, DE
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| Zusammenfassung |
Stützvorrichtung (30, 50) zum Abstützen eines Wickelballens (14) eines auf einer Wickelwelle (13) aufwickelbaren flächigen Beschattungs- und/oder Sichtschutzelementes (18), insbesondere eines Markisentuchballens einer Markise oder eines Tuchballens einer Senkrechtbeschattung, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützvorrichtung (30, 50) eine Stützfläche (29, 51) mit zumindest einer reibungsmindernden Einlage (54, 291) und/oder Auflage aufweist.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft eine Stützvorrichtung zum Abstützen
eines Wickelballens eines auf einer Wickelwelle aufwickelbaren flächigen Beschattungs-
und/oder Sichtschutzelementes, insbesondere eines Markisentuchballens einer Markise
oder eines Tuchballens einer Senkrechtbeschattung.
Aus der DE 195 20 162 C2
ist eine Markise mit einem Markisentuch bekannt, wobei der vordere Rand des Markisentuches
an einer Randleiste befestigt ist, mit der das Markisentuch beim Aufspannen von
einer Tuchwelle abgezogen wird, auf der es zu einem Markisentuchballen aufgewickelt
ist und wobei die Tuchwelle an ihren Enden drehbar gelagert und mit einer Stützung
versehen ist, wobei die Stützung eine Stützfläche aufweist, welche
sich über nahezu die ganze Länge der Tuchwelle erstreckt und mindestens
einen großen Teil der der Randleiste zugewandten Umfangsfläche des auf
der Tuchwelle aufgewickelten Markisentuchballens abstützt und bis unter den
Markisentuchballen reicht.
Hierbei hat sich gezeigt, dass je nach dem Material des Markisentuches,
bzw. des flächigen Beschattungselementes, insbesondere bei solchen mit einer
Kunststoff- oder PVC-Beschichtung, eine sehr hohe Haftreibung zwischen den Markisentuchballen
und der Stützfläche entsteht, insbesondere dass bei sehr hohen Temperaturen,
denen die Markise bzw. die Senkrechtbeschattung im Sommer ausgesetzt sein kann,
ein PVC-beschichtetes flächiges Beschattungselement an der Stützfläche
stellenweise anklebt.
Nachteilig ist dabei, dass zum Überwinden der Haftreibung beim
auf- und abwickeln des Beschattungselementes sehr hohe Kräfte aufzuwenden sind
sowie dass durch punktuelles anhaften es nicht zu einem gleichmäßigen
Aufwickeln des Tuches kommt.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Stützvorrichtung zum
Abstützen eines Wickelballens eines auf einer Wickelwelle aufwickelbaren flächigen
Beschattungs- und/oder Sichtschutzelementes so weiterzubilden, dass die Haftreibung
zwischen dem Wickelballen und der Stützvorrichtung vermindert wird, um die
vorgenannten Nachteile zu vermeiden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
dass die Stützvorrichtung zum Abstützen eines Wickelballens eines auf
einer Wickelwelle aufwickelbaren flächigen Beschattungs- und/oder Sichtschutzelementes,
insbesondere eines Markisentuchballens einer Markise, eine Stützfläche
mit zumindest einer reibungsmindernden Einlage und/oder Auflage aufweist.
Dadurch, dass die Stützvorrichtung einer Stützfläche
mit zumindest einer reibungsmindernden Einlage und/oder Auflage aufweist, wird die
Haftreibung zwischen dem Wickelballen und der Stützvorrichtung gemindert, insbesondere
wird ein Anhaften des Wickelballens an der Stützvorrichtung verhindert. Besonders
vorteilhaft ist dabei, dass für ein auf- und abwickeln des flächigen Beschattungs-
und/oder Sichtschutzelementes in Folge der reduzierten Haftreibung zwischen Wickelballen
und Stützvorrichtung nur geringere Kräfte, bzw. Drehmomente an der Wickelwelle
erforderlich sind und gleichzeitig ein gleichmäßiges Aufwickeln des flächigen
Beschattungs- und/oder Sichtschutzelementes auf der Wickelwelle zu einem Wickelballen
ermöglicht wird.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen
gegeben.
Vorteilhaft ist es, wenn die Einlagen und/oder Auflagen durch Bürsten
und/oder Filz und/oder Faserflor gebildet sind. Insbesondere ist vorteilhaft, wenn
die Einlagen und/oder Auflagen streifenförmig, insbesondere in Form zur Achse
der Wickelwelle paralleler Streifen ausgebildet sind. Alternativ ist es jedoch auch
möglich, nicht lediglich einzelne Streifen, sondern eine großflächige
reibungsmindernde Einlage und/oder Auflage in oder auf der Stützfläche
vorzusehen, insbesondere in Form eines die gesamte Stützfläche bedeckenden
Filzbelages oder dergleichen.
Vorzugsweise liegen die Einlagen und/oder Auflagen formschlüssig
in entsprechenden Ausnehmungen der Stützfläche ein, insbesondere in Schwalbenschwanznuten
oder T-förmigen Nuten. Bei derartig gestalteten Nuten, in denen die Einlagen
und/oder Auflagen einliegen, ist es in vorteilhafter Weise möglich, die entsprechend
gestalteten Einlagen bei der Montage von der Seite her in die entsprechenden Nuten
der Stützfläche einzuschieben, die insbesondere bevorzugt parallel zur
Wickelwelle in der Stützfläche angeordnet sind.
In einer weiteren bevorzugten Weise können die Einlagen und/oder
Auflagen kraftschlüssig, insbesondere durch Klemmung in entsprechenden Ausnehmungen
der Stützfläche, insbesondere in Nuten einliegen.
Vorzugsweise können die Einlagen und/oder Auflagen auf die Stützfläche
aufgeklebt sein.
Bevorzugt weist die Stützfläche eine konkave Form, insbesondere
eine teilzylindrische Form auf. Die Krümmung der Zylinderfläche wird hierbei
vorzugsweise der Krümmung des Außenumfangs des vollständig auf der
Wickelwelle aufgewickelten Wickelballens angepasst.
Vorzugsweise erstreckt sich die Stützfläche über nahezu
die ganze Länge der Wickelwelle, respektive sie entspricht in ihrer Erstreckung
der Länge der Wickelwelle. Dabei kann die Stützfläche von mehreren
über die Länge der Wickelwelle verteilt angeordneten Haltern getragen
werden.
Vorteilhaft ist es, wenn die Stützfläche einen zur Abwickelrichtung
des flächigen Beschattungs- und/oder Sichtschutzelementes gerichteten Führungsrand
für das Beschattungselement aufweist, auf dem das Beschattungselement beim
auf- und abwickeln entlanggleiten kann. Vorzugsweise ist der Führungsrand konvex
nach oben gekrümmt, so dass das Beschattungselement immer auf einer großen
Auflagefläche aufliegt und schonend daran entlanggleiten kann.
Vorzugsweise ist die Stützfläche derart ausgebildet, dass
sie den Wickelballen gegen die Schwerkraft und/oder gegen die Spannkraft in Abwickelrichtung
des flächigen Beschattungs- und/oder Sichtschutzelementes abstützt. Insbesondere
ist vorteilhaft, wenn sich die Stützfläche über einen Winkel von
90° bis 180°, insbesondere mindestens 120° um den Wickelballen herum
erstreckt. Hierdurch ist eine großflächige Abstützung des Wickelballens
möglich.
Bevorzugt sind die Einlagen und/oder Auflagen zur Minderung der Reibung
zwischen Wickelballen und Stützfläche in den Bereich der Stützfläche
angeordnet, der den Wickelballen gegen die Schwerkraft und/oder in dem Bereich der
Stützfläche angeordnet, der den Wickelballen gegen die Spannkraft in Abwickelrichtung
des flächigen Beschattungs- und/oder Sichtschutzelementes abstützt.
Die Stützvorrichtung kann in vorteilhafter Weise aus einem dünnen
Blech bestehen. Bevorzugt weist sie auf der der Wickelwelle abgewandten Seite Versteifungen
und/oder Befestigungsmittel auf, mit denen sie an Haltern befestigbar ist. Vorzugsweise
sind die Befestigungsmittel derart gestaltet, dass die Positionen der Stützfläche
relativ zur Wickelwelle einstellbar und die Stützfläche festlegbar ist,
so dass in einfacher Weise eine Montage der Stützvorrichtung erfolgen kann.
Des weiteren betrifft die Erfindung eine Beschattungs- und/oder Sichtschutzvorrichtung,
insbesondere Markise oder Senkrechtbeschattung mit einer Wickelwelle zum Aufwickeln
eines flächigen Beschattungselementes, insbesondere eines Markisentuches, das
von der Wickelwelle abwickelbar ist, wobei die Beschattungs- und/oder Sichtschutzvorrichtung
eine die Wickelwelle abstützende Stützvorrichtung aufweist. Erfindungsgemäß
weist die Beschattungs- und/oder Sichtschutzvorrichtung eine Stützvorrichtung
mit zumindest einer reibungsmindernden Einlage und/oder Auflage auf. Besonders vorteilhaft
ist die Anordnung einer Stützvorrichtung nach der vorangegangenen Beschreibung.
Vorteilhaft ist es, wenn die Beschattungs- und/oder Sichtschutzvorrichtung
der Gestalt ausgebildet ist, dass die Wickelwelle in Abwickelrichtung vor- und zurückbewegbar
ist, da dadurch gewährleistet ist, dass sich der Wickelballen stets großflächig
an der Stützfläche abstützt, da auf Grund der Vor- und Zurückbewegbarkeit
der Wickelwelle der Wickelballen stets an der Stützfläche anliegt.
Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass die Hauptlast der Tuchwelle,
bzw. Wickelwelle beim Auf- und Abwickeln in erster Linie von den beiden Lagern,
an den Enden der Wickelwelle aufgenommen wird, wobei auf das ein- oder auslaufende
Beschattungselement nur sehr geringe Reibungskräfte ausgeübt werden, dass
aber der Wickelballen auf nahezu seiner ganzen Breite auf seiner Vorderseite und
Unterseite von der Stützfläche großflächige abgestützt
wird, wenn der Wickelballen sich vollständig füllt und die Wickelwelle
unter dem hohen Gewicht des vollständig aufgewickelten Wickelballens und unter
dem von der Randleiste ausgeübten Zug sich nach unten und vorne durchbiegt.
Beim Abrollen des Beschattungselementes gleiten die Wickelwellenlager nach vorn,
so dass der Wickelballen stets an der Stützfläche anliegt und von dieser
abgestützt wird. Mit „vorne" ist dabei die Ausfahrrichtung des Beschattungselementes
gemeint.
Die Wickelwelle hat an ihren Enden vorzugsweise im wesentlichen horizontal
verschiebliche Schiebelager, die unabhängig voneinander gegen verstellbare
Anschläge vor- und zurückverschiebbar sind. Diese Ausgestaltung hat den
Vorteil, dass sich die Wickelwelle am Endes des Aufwickelvorganges etwas schiefstellen
kann, so dass auch eine Randleiste das Markisengehäuse spaltfrei verschließt,
die an einem schräg abgeschnittenen Markisentuchrand befestigt ist.
Die Tuchwelle bzw. Wickelwelle kann an ihren Enden in Gleitsteinen
gelagert sein, die in Kulissenführungen von Lagerträgern gleiten. Hierbei
kann jeder Gleitstein an einer beliebigen Stelle seiner Kulissenführung feststellbar
sein und es ist möglich, durch verstellbare Anschläge in der Kulissenführung
den Gleitweg der Gleitsteine einzustellen und zu begrenzen.
Ausführungsbeispiele einer erfindungsgemäßen Stützvorrichtung
sowie zweier erfindungsgemäßer Beschattungvorrichtungen sind in den Zeichnungen
dargestellt und werden im Folgenden näher erläutert. Es zeigen:
1 eine erfindungsgemäße Stützvorrichtung
zum Abstützen eines Wickelballens eines auf einer Wickelwelle
aufwickelbaren flächigen Beschattungs- und/oder Sichtschutzelementes im Querschnitt;
2 eine Markise gemäß der Erfindung in einem
Querschnitt durch den geschlossen Markisenkasten nach der Linie I-I gemäß
der 3;
3 den Gegenstand gemäß 2
in einer Vorderansicht bei abgezogener Randleiste und teilweise im Längsschnitt
nach Linie II-II gemäß 2;
4 eine Senkrechtbeschattung gemäß der Erfindung
in einem Querschnitt.
In 1 dargestellt ist eine Stützvorrichtung
50 zum Abstützen eines nicht dargestellten Wickelballens eines auf
einer Wickelwelle aufwickelbaren flächigen Beschattungselementes, d.h. z.B.
eines Markisentuchballens einer Markise im Querschnitt. Die Stützvorrichtung
50 weist eine Stützfläche 51 zur Abstützung des
Wickelballens auf.
Die Stützfläche 51 ist teilzylindrisch gestaltet
und stützt den nicht dargestellten Wickelballen sowohl gegen die Schwerkraft,
als auch gegen die Spannkraft in Abwickelrichtung, die entsprechend des Pfeiles
52 erfolgt. Die Stützfläche 51 ist somit im wesentlichen
in einem Bereich zwischen 7.00 Uhr und 9.00 Uhr durch den Wickelballen belastet.
In diesem Bereich weist die Stützfläche 51 in dem
dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung insgesamt 8 äquidistant
angeordnete T-förmige Nuten 53 zur Aufnahme von in diesem einsetzbaren
reibungsmindernden Einlagen 54 auf.
Die reibungsmindernden Einlagen 54 weisen einen entsprechend
gestalteten T-förmigen Fuß auf, so dass sie geeignet sind, seitlich in
die Nuten 53 eingeschoben zu werden. Auf ihrer zum Wickelballen hin gerichteten
Seite weisen die Einlagen 54 Bürsten auf, auf denen der Wickelballen
entlanggleiten kann.
Auf der den Wickelballen abgewandten Seite der Stützvorrichtung
50 sind Befestigungsmittel 55 vorgesehen, mittels derer die Stützvorrichtung
50 befestigbar ist.
Durch die Anordnung von insgesamt acht äquidistanten Nuten
53 zur Aufnahme der reibungsmindernden Einlagen 54 wird gleichzeitig
eine großflächige Abstützung des Wickelballens sowohl gegen die Schwerkraft,
als auch gegen die Spannkraft in Ausziehrichtung 52 gewährleistet
als auch ein gutes Gleiten des Wickelballens auf der Stützvorrichtung
50.
In den 2 und 3
ist mit 10 eine Markise großer Breite bezeichnet, die in einem Markisenkasten
11 angeordnet ist. Der Markisenkasten 11 ist mit einem Markisenträger
12 an einer nicht dargestellten Hauswand befestigt und nimmt die Tuchwelle
bzw. Wickelwelle 13 mit dem darauf aufgewickelten Markisentuchballen, bzw.
Wickelballen 14 auf. An seiner Vorderseite wird der Markisenkasten
11 von eine Randleiste 15 verschlossen, die in ihrem oberen Teil
eine Kedernute 16 aufweist, in der der vordere Rand 17 des Markisentuches
bzw. des Beschattungselementes 18 mit einem Keder 19 befestigt
ist.
Die Tuchwelle bzw. Wickelwelle 13 hat an ihren Enden
13a und 13b Wellenzapfen 20, mit denen sie in Gleitsteinen
21 drehbar gelagert ist, die mit den Wellenzapfen 20 die Lager
bilden. Die Gleitsteine 21 wiederum sind in Kulissenführungen
22 von Lagerträgern 23 derart gelagert, dass sie sich unabhängig
voneinander in Richtung der Pfeile 24 und 25 in Richtung auf die
Randleiste 15 vor- und zurückbewegen können.
Die Lagerträger 23 sind in die Kopfplatten
11 integriert, welche an den Stirnseiten des Markisenkastens
10 befestigt sind.
Die Gleitsteine 21 können in beliebiger Lage mit Klemmschrauben
27 festgestellt werden, die im Bereich der Kulissenführungen
22 in die Lagerträger 23 eingeschraubt sind. Außerdem
ist in jedem Lagerträger 23 eine Stellschraube 27' vorgesehen,
die sich in Längsrichtung des Lagerträgers 23 erstreckt und als
Anschlag dient, mit dem die Weglänge s der Gleitsteine 21, bzw. der
Wellenzapfen 20 eingestellt werden kann, welche die Tuchwellenlager bzw.
Wickelwellenlager bilden.
Man erkennt aus 2, dass sich der Randleiste
15 zugewandte Umfangsfläche 28 des auf der Tuchwelle
13 aufgewickelten Markisentuchballens, bzw. Wickelballens 14 auf
ihrer Vorder- und Unterseite zum größten Teil an einer Stützfläche
29 anliegt, die von der konkaven Innenseite einer teilzylindrischen Stützleiste
30 gebildet wird. Die Stützleiste 30 erstreckt sich über
nahezu die ganze Länge L der Tuchwelle 13 und wird von mehreren, über
die Länge L der Tuchwelle 13 verteilt angeordnete Haltern
31 getragen. Jeder Halter 31 ist mit Zapfen 32 und Klemmen
33 am Markisengehäuse 11 befestigt und hat Stütznocken
34 und Rastzähne 35, an denen die Stützleiste
30 befestigt werden kann.
Auf der Innenseite, d.h. auf der Stützfläche 29
weist die Stützvorrichtung 30 mehrere in Nuten einliegende reibungsmindernde
Einlagen 291 auf, die sich streifenförmig parallel zur Wickelwelle
13 erstrecken. Die Einlagen 291 sind durch Filzstreifen gebildet.
Durch die Einlagen 291 wird die Haftreibung zwischen Wickelballen
14 und Stützfläche 29 reduziert, ohne jedoch die abstützende
Wirkung der Stützvorrichtung 30 zu beeinträchtigen.
Die Stützleiste 30 hat auf ihrer der Tuchwelle
13 abgewandten Seite 36 eine Versteifung 37 und Befestigungsmittel
38 und 39 in Form von Klauen, welche die Rastzähne
35 hintergreifen. An ihrem oberen Rand 40 trägt die Stützleiste
30 einen zur Randleiste 15 gerichteten, konvex gebogenen Führungsrand
41, auf dessen gewölbter Oberfläche 41 das Markisentuch
18 entlanggleiten kann, wenn die Randleiste 15 von den nicht dargestellten
Gelenkarmen der Markise nach vorne und unten bewegt wird und das Markisentuch
18 von der Tuchwelle 13 abgezogen wird.
Man erkennt, dass beim Aufspannen der Markise 10 und Abziehen
des Markisentuches 18 sich die Tuchwelle 13 mit dem Markisentuchballen
14 im Urzeigersinne dreht. Unter dem auf das Markisentuch 18 ausgeübten
Zug bewegt sich die Tuchwelle 13 in Richtung des Pfeiles 25 nach
rechts, so dass der vollständig aufgewickelte Markisentuchballen
14 gegen die Stützfläche 29 der Stützleiste
30 gedrückt wird, Mit abnehmendem Markisentuchballendruchmesser wandern
die Wellenzapfen 20 mit ihren Gleitsteinen 21 und den Kulissenführungen
22 der Lagerträger 23 in Pfeilrichtung 25 nach rechts,
bis die Gleitsteine 21 an den als Anschläge dienenden Stellschrauben
27' anliegen.
Wie Weglänge s der Gleitsteine 21 wird also mit Hilfe
der Stellschrauben 27' begrenzt und kann auch ungleich lang eingestellt
werden. Hierdurch ist es möglich, die Tuchwelle 13 innerhalb gewisser
Grenzen schief zu stellen und zu erreichen, dass auch ein schief geschnittenes Markisentuch
gerade und faltenlos aufgewickelt werden kann.
In 4 ist eine Senkrechtbeschattung
410 in einem Querschnitt dargestellt. Die Senkrechtbeschattung
410 weist ein Gehäuse 411 auf. In dem Gehäuse
411 ist die Wickelwelle 413 mit dem darauf aufgewickelten Wickelballen
414 drehbar gelagert.
Die Senkrechtbeschattung 410 ist befestigt an der Außenseite
eines Fenster-, Tür- oder Wintergartenprofils 412.
Das vordere Tuchende des aufgewickelten Tuchballens 414 ist
befestigt an einer senkrecht nach unten ausfahrbaren Randleiste 415, die
in ihrem oberen Teil eine Kedernute 416 aufweist, in der der vordere Rand
des senkrecht nach unten in der Darstellung gemäß 4
ausfahrbaren Beschattungselementes mit einem Keder befestigt ist.
Die Tuchwelle 413 hat an ihrem Ende nicht dargestellte Wellenzapfen,
mit denen sie in Gleitsteinen drehbar gelagert ist, ähnlich der Lagerung gemäß
des Ausführungsbeispieles nach den 2 und
3. Die Gleitsteine wiederum sind in Kulissenführungen
von Lagerträgern derart gelagert, dass sie sich unabhängig voneinander
in Richtung der Pfeile 424 und 425 in Richtung auf die Stützfläche
451 in Ausfahrrichtung der Randleiste 415 vor- und zurückbewegen
können, d.h. dass der Tuchballen 414 unabhängig von seiner sich
in Abhängigkeit der Ausfahrweite des Ausfahrprofils 415 ändernden
Durchmessers stets an der Stützfläche 451 anliegt und die Stützfläche
451 somit einer Durchbiegung der Wickelwelle 413 mit dem Tuchballen
414 entgegenwirkt.
Die Stützfläche 451 weist eine teilzylindrische
Fläche auf, die zum Tuchballen 414 hin gerichtet ist und deren Durchmesser
in etwa dem Durchmesser des Tuchballens 414 in voll aufgewickeltem Zustand
entspricht. Auf der Innenseite der Stützfläche 451, d.h. auf
der Stützfläche in Richtung des Wickelballens 414, weist die
Stützvorrichtung mehrere, in Nuten 453 einliegende reibungsmindernde
Einlagen 454 auf. Durch die Anordnung der reibungsmindernden Einlagen
454 wird der Wickelballen 414 sowohl gegen die in Richtung des
Pfeiles 425 gerichtete Schwerkraft als auch gegen die Spannkraft in Ausziehrichtung
425 des Tuches abgestützt und gewährleistet ein leicht gängiges
Gleiten des Wickelballens 414 auf der Stützfläche 451.
Sofern sich der Durchmesser des Wickelballens 414, dadurch
dass die Senkrechtbeschattung senkrecht nach unten (in Richtung des Pfeiles
425) ausgefahren wird, verlagert sich die Wickelwelle 413 in den
seitlichen Lagern dementsprechend senkrecht nach unten, so dass der Wickelballen
414 stets auf der Stützfläche 451 aufliegt und von dieser
abgestützt wird.
Die Anwendung der erfindungsgemäßen Stützvorrichtung
bzw. der Gegenstand der erfindungsgemäßen Beschattungs- und/oder Sichtschutzvorrichtung
ist somit nicht auf eine horizontal oder nahezu horizontal ausfahrbare Markise beschränkt,
sondern ebenfalls anwendbar in Form von Senkrechtbeschattungen.
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| Anspruch[de] |
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Stützvorrichtung (30, 50) zum Abstützen
eines Wickelballens (14) eines auf einer Wickelwelle (13) aufwickelbaren
flächigen Beschattungs- und/oder Sichtschutzelementes (18), insbesondere
eines Markisentuchballens einer Markise oder eines Tuchballens einer Senkrechtbeschattung,
dadurch gekennzeichnet, dass die Stützvorrichtung (30,
50) eine Stützfläche (29, 51) mit zumindest
einer reibungsmindernden Einlage (54, 291) und/oder Auflage aufweist.
Stützvorrichtung (30, 50) nach Anspruch 1 oder
2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage(n) (54, 291) und/oder
Auflage(n) durch Bürsten und/oder Filz und/oder Faserflor gebildet ist (sind).
Stützvorrichtung (30, 50) nach einem der vorherigen
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage(n) (54,
291) und/oder Auflage(n) streifenförmig, insbesondere in Form zur
Achse der Wickelwelle (13) paralleler Streifen, ausgebildet ist (sind).
Stützvorrichtung (30, 50) nach einem der vorherigen
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage(n) (54,
291) und/oder Auflage(n) formschlüssig in entsprechenden Ausnehmungen
der Stützfläche (29, 51), insbesondere in Schwalbenschwanznuten
oder T-förmigen Nuten (53), einliegen.
Stützvorrichtung (30, 50) nach einem der vorherigen
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage(n) (54,
291) und/oder Auflage(n) kraftschlüssig, insbesondere durch Klemmung,
in entsprechenden Ausnehmungen der Stützfläche (29,
51), insbesondere in Nuten, einliegen.
Stützvorrichtung (30, 50) nach einem der vorherigen
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage(n) (54,
291) und/oder Auflage(n) auf die Stützfläche (29,
51) aufgeklebt sind.
Stützvorrichtung (30, 50) nach einem der vorherigen
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützfläche (29,
51) eine konkave Form, insbesondere eine teilzylindrische Form, aufweist.
Stützvorrichtung (30, 50) nach einem der vorherigen
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützfläche (29,
51) von mehreren, über die Länge (L) der Wickelwelle (13)
verteilt angeordneten Haltern (31) getragen wird.
Stützvorrichtung (30, 50) nach einem der vorherigen
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützfläche (29,
51) einen zur Abwickelrichtung (25, 52) hin gerichteten
Führungsrand (41) für das Beschattungselement (18) aufweist.
Stützvorrichtung (30, 50) nach einem der vorherigen
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützfläche (29,
51) den Wickelballen (14) gegen die Schwerkraft und/oder die Spannkraft
in Abwickelrichtung (25, 52) abstützt.
Stützvorrichtung (30, 50) nach einem der vorherigen
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Stützfläche (29,
51) über einen Winkel von 90° bis 180°, insbesondere mindestens
120° um den Wickelballen (14) herum erstreckt.
Stützvorrichtung (30, 50) nach einem der vorherigen
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Stützfläche (29,
51) über nahezu die ganze Länge (L) der Wickelwelle (13)
erstreckt.
Stützvorrichtung (30, 50) nach einem der vorherigen
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage(n) (54,
291) und/oder Auflage(n) in dem Bereich der Stützfläche (29,
51) angeordnet sind, der den Wickelballen (14) gegen die Schwerkraft
und/oder die Spannkraft in Abwickelrichtung (25, 52) abstützt.
Stützvorrichtung (30, 50) nach einem der vorherigen
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützfläche (29,
51) auf ihrer der Wickelwelle (13) abgewandten Seite (36)
Versteifungen (37) und/oder Befestigungsmittel (38,
39, 55) aufweist, insbesondere variable Befestigungsmittel (38,
39, 55), mittels derer die Position der Stützfläche
(29, 51) relativ zur Wickelwelle (13) einstellbar und
die Stützfläche (29, 51) bzw. die Stützvorrichtung
(30, 50) festlegbar ist.
Beschattungs- und/oder Sichtschutzvorrichtung (10), insbesondere
Markise oder Senkrechtbeschattung, mit einer Wickelwelle (13) zum Aufwickeln
eines flächigen Beschattungselementes (18) zu einem Wickelballen (14),
insbesondere eines Markisentuches, das von der Wickelwelle (13) abwickelbar
ist, mit zumindest einer den Wickelballen (14) abstützenden Stützvorrichtung
(30, 50) nach einem der vorherigen Ansprüche.
Beschattungs- und/oder Sichtschutzvorrichtung (10) nach Anspruch
15, dadurch gekennzeichnet, dass die Wickelwelle (13) in Abwickelrichtung
(25) vor- und zurückbewegbar ist.
Beschattungs- und/oder Sichtschutzvorrichtung (10) nach Anspruch
15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Wickelwelle (13) an ihren
Enden (13a, 13b) Schiebelager (21, 22) aufweist,
die unabhängig voneinander vor- und zurückverschiebbar, insbesondere feststellbar
sind.
Beschattungs- und/oder Sichtschutzvorrichtung (10) nach einem
der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschiebeweg(s)
der Schiebelager (21, 22) einstellbar ist.
Beschattungs- und/oder Sichtschutzvorrichtung (10) nach einem
der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Wickelwelle (13)
an ihren Enden (13a, 13b) in Gleitsteinen (21) gelagert
ist, die in Kulissenführungen (22) von Lagerträgern (23)
gleiten.
Beschattungs- und/oder Sichtschutzvorrichtung (10) nach Anspruch
19, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Gleitstein (21) an einer beliebigen
Stelle seiner Kulissenführung (22) feststellbar ist.
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