Die Erfindung bezieht sich auf ein Ferritmaterial, einen aus dem Ferritmaterial
gefertigten Ferritfilm und einer Radiofrequenzidentifikations(RFID)-Markierung mit
dem Ferritfilm.
Generell umfasst ein RFID-System ein Nichtkontakt- bzw. kontaktfreies
Modul oder eine Vorrichtung zur Kommunikation wie eine RFID-Markierung oder -Transponder,
sowie ein Abfragegerät oder Lese/Schreib-Gerät, das mit dem Modul oder
der Vorrichtung kommuniziert, und es ist seit kurzem in einem Managementsystem zum
Verfolgen von Gegenständen oder Produkten in Gebrauch.
Es ist gut bekannt, dass Kommunikationseigenschaften einer RFID-Markierung
stark von Bedingungen abhängen, wo die RFID-Markierung verwendet wird, z.B.
einem Material eines Gegenstands, an den die RFID-Markierung geklebt oder angeheftet
wird. Insbesondere wird eine RFID-Markierung nahe einer metallischen Struktur positioniert,
so dass ihre Kommunikationseigenschaften verschlechtert sind.
Um das zuvor erwähnte Verschlechterungsproblem zu lösen,
offenbart die JP-A-2006-5836 einen Weg zur Verwendung einer nichtleitfähigen
magnetischen Lage, vorzugsweise einer Lage eines komplexen Materials, die weichmagnetische
Pulverteilchen und ein die Teilchen bindendes Isolator-Bindemittel umfasst. Die
Offenbarung der JP-A-2006-5836 wird hier durch Bezugnahme vollständig eingeschlossen.
Die vorliegenden Erfinder haben jedoch gefunden, dass eine solche
Lage eines komplexen Materials die Kommunikationseigenschaften einer RFID-Markierung
nicht verbessern kann, wenn die RFID-Markierung in einem hohen Trägerfrequenzband
verwendet wird. In Japan zum Beispiel besitzt eine Trägerfrequenzbande für
ein RFID-System eine mittlere Frequenz von 13,56 MHz, 900 MHz oder 2,45 GHz. Unter
diesen ist ein komplexes Material in einer Trägerfrequenzbande von 900 MHz
oder 2,45 GHz nicht effektiv. Deshalb gibt es einen Bedarf an einem neuen magnetischen
Material, das Kommunikationseigenschaften einer RFID-Markierung selbst dann verbessern
kann, wenn die RFID-Markierung in einer hohen Trägerfrequenzbande verwendet
wird, deren mittlere Frequenz z.B. 900 MHz, 2,45 GHz oder darüber beträgt.
Um den oben erwähnten Bedarf zu erfüllen, ist es nötig,
dass ein magnetisches Material eine komplexe Permeabilität aufweist, deren
Realteil &mgr;' größer ist, deren Imaginärteil &mgr;'' jedoch
geringer ist als eine Ziel-Trägerfrequenzbande; d.h., dass eine natürliche
Resonanzfrequenz fr des magnetischen Materials größer ist als die Ziel-Trägerfrequenzbande.
Im Allgemeinen ist eine natürliche Resonanzfrequenz fr eines magnetischen Materials
eine Frequenz, bei der eine Realteil-Permeabilität &mgr;' des Materials gleich
der Hälfte der Anfangspermeabilität &mgr;i des Materials
ist.
Als einem Ergebnis der Studien haben die vorliegenden Erfinder gefunden,
dass ein spezielles NiZnCo-Ferrit den obigen Anforderungen genügt, wie durch
Yoshida et al. in "Plated Ferrit Thin Films For RF Devices", Extrakte der 30. Jahreskonferenz
über Magnetik, 11pG-AF6, S. 437–438, 2006, diskutiert, deren Offenbarung
hier durch Bezugnahme vollständig eingeschlossen wird.
Basierend auf den obigen Studien stellt die vorliegende Erfindung
in einem Gegenstand ein Ferritmaterial zur Verfügung, das aus einer Oxid-Metallzusammensetzung
besteht, deren Metallzusammensetzung die Formel FeaNibZncCod
aufweist, worin:
a + b + c + d = 3,0; 2,1 ≤ a ≤ 2,7; 0 ≤ b ≤ 0,4; 0 ≤
c ≤ 0,4; und 0,1 ≤ d ≤ 0,5.
In einem anderen Gegenstand stellt die vorliegende Erfindung einen
aus dem oben erwähnten Ferritmaterial gefertigten Ferritfilm zur Verfügung.
In einem anderen Gegenstand stellt die vorliegende Erfindung eine
RFID-Markierung zur Verfügung, welche umfasst: ein Hauptelement einschließlich
einem Antennenleiter; und den oben erwähnten Ferritfilm, wobei der Ferritfilm
mit dem Hauptelement in Kontakt ist oder in der Nähe des Hauptelements angeordnet
ist.
Eine Würdigung der Gegenstände der vorliegenden Erfindung
und ein vollständigeres Verständnis ihrer Merkmale können durch Studium
der nachfolgenden Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen und der Bezugnahme
der beigefügten Zeichnungen gewonnen werden.
1 ist eine perspektivische Ansicht, die eine RFID-Markierung
gemäß einer Ausführungsform der Erfindung zeigt;
2 ist eine auseinandergezogene, perspektivische Ansicht,
die die RFID-Markierung von 1 zeigt;
3 ist eine Ansicht, die schematisch eine Filmbildungsvorrichtung
zeigt, die zum Bilden eines in 2 gezeigten Ferritfilms
verwendet wird;
4 ist eine Draufsicht von oben, die schematisch eine
Anordnung zum Prüfen der RFID-Markierung von 1
zeigt, wobei nun eine Dipolantenne eines Lesegeräts gezeigt wird;
5 ist eine Seitenansicht, die schematisch die Anordnung
von 4 zeigt, welche ebenfalls die Dipolantenne einschließt;
6 ist eine Grafik, die ein Ergebnis der Prüfung
gemäß den Anordnungen von 4 und
5 zeigt;
7 ist eine perspektivische Ansicht, die eine Modifikation
der obigen RFID-Markierung von 1 zeigt; und
8 ist eine perspektivische Ansicht, die eine andere
Modifikation der obigen RFID-Markierung von 1 zeigt.
Während die Erfindung unterschiedlichen Modifikationen und alternativen
Ausführungsformen zugänglich ist, werden spezifische Ausführungsformen
davon beispielhaft in den Zeichnungen gezeigt und hier im Detail beschrieben. Es
sollte jedoch klar sein, dass die Zeichnungen und die detaillierte Beschreibung
dazu nicht so zu verstehen sind, dass sie die Erfindung auf die spezielle offenbarte
Form begrenzen, sondern dass im Gegensatz dazu die Erfindung alle Modifikationen,
Äquivalente und Alternativen abdeckt, die in den durch die beigefügten
Ansprüche definierten Rahmen der vorliegenden Erfindung fallen.
Auf 1 und 2
Bezug nehmend weist eine RFID-Markierung 100 gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ein Hauptelement 101 und eine Ferritlage
140 auf, die an die untere Oberfläche des Hauptelements
101 geklebt ist. Das veranschaulichte Hauptelement 101 weist ein
Grundteil 110 der Markierung auf. In dieser Ausführungsform ist das
Grundteil 110 der Markierung aus Polyethylenterephthalat (PET) gefertigt.
Auf der oberen Oberfläche des Grundteils 110 der Markierung ist ein
flacher Antennenleiter 120 mittels Aufdruck gebildet. Im Zentrum des Antennenleiters
120 ist ein integrierter Schaltungs(IC)-Chip aufgebracht.
Wie am besten in 2 gezeigt, weist die
veranschaulichte Ferritlage 140 eine aus Polyimid gefertigte Trägerlage
142 auf, auf deren Oberfläche ein Ferritfilm 144 direkt durch
ein Ferritplattierverfahren gebildet ist. Das Ferritplattierverfahren ist ein Verfahren,
wie im US-Patent 4 477 319 offenbart, dessen Inhalt hier vollständig durch
Bezugnahme eingeschlossen ist. Das Ferritplattierverfahren der vorliegenden Ausführungsform
umfasst die Schritte: Herstellen einer speziellen Lösung, die zumindest Eisenionen
enthält; Einbringen einer Oberfläche eines Zielobjekts in die spezielle
Lösung, um Fe2+-Ionen, oder Fe2+-Ionen und andere Metallhydroxid-Ionen
dazu zu veranlassen, auf der Oberfläche des Zielobjekts absorbiert zu werden;
Oxidieren der absorbierten Fe2+-Ionen zum Erhalt von Fe3+-Ionen,
um die Fe3+-Ionen und Metallhydroxid-Ionen in der speziellen Lösung
dazu zu veranlassen, eine Ferritkristallisationsreaktion zu durchlaufen derart,
dass ein Ferritfilm auf der Oberfläche des Zielobjekts gebildet wird. Das Zielobjekt
der Ferritplattierung gemäß der vorliegenden Ausführungsform ist
die Trägerlage 142.
In dieser Ausführungsform wird die so erhaltene Ferritlage
140 so an das Hauptelement 101 geklebt, dass der Ferritfilm
144 in Kontakt mit der unteren Oberfläche des Grundteils
110 der Markierung gebracht wird. Der Ferritfilm 144 der vorliegenden
Ausführungsform weist eine Flächengröße auf, die der unteren
Flächengröße des Hauptelements 101 entspricht, d.h. der
unteren Flächengröße des Grundteils 110 der Markierung.
Der Ferritfilm 144 kann durch ein anderes Verfahren wie einem Spritzverfahren
gebildet werden. Ferner kann die Ferritlage 140 gebildet werden durch Sintern
des folgenden Ferritmaterials als solchem.
Der Ferritfilm 144 der vorliegenden Ausführungsform
ist aus einem Ferritmaterial gebildet, das aus einer Oxid-Metallzusammensetzung
besteht, wobei die Metallzusammensetzung die Formel FeaNibZncCod
aufweist, worin: a + b + c + d = 3,0; 2,1 ≤ a ≤ 2,7; 0 ≤ b
≤ 0,4; 0 ≤ c ≤ 0,4; und 0,1 ≤ d ≤ 0,5. Im Allgemeinen
folgt die Menge an Sauerstoff der Formel der Ferritzusammensetzung M3O4,
worin M die Metallzusammensetzung ist. Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht
streng darauf begrenzt, sondern gestattet einen Überschuss oder einen
Unterschuss an Sauerstoff.
In Anbetracht der Technik einer RFID-Markierung, d.h. einer Vorrichtung
mit einer Antenne, ist es bevorzugt, dass der Ferritfilm 144 einen höheren
Realteil &mgr;' der Permeabilität aufweist. Der Ferritfilm 144 weist
vorzugsweise eine relativ dickere Dicke t auf, jedoch kann sogar eine Dicke t von
3 &mgr;m zu einem guten Ergebnis beitragen. Es sei hier angemerkt, dass, wenn
die Dicke t des Ferritfilms 144 größer als 30 &mgr;m beträgt,
seine Magnetresonanz ähnlich zu derjenigen eines Ferritmasseblocks wird, so
dass seine natürliche Resonanzfrequenz fr relativ niedrig wird. In Anbetracht
der Technik einer RFID-Markierung ist es deshalb bevorzugt, dass der Ferritfilm
144 eine Dicke von nicht mehr als 30 &mgr;m aufweist. Ferner ist es bevorzugt,
dass der Ferritfilm 144 ein Längenverhältnis (Schlankheitsverhältnis)
von nicht weniger als 30 aufweist. In dieser Ausführungsform weist der Ferritfilm
144 eine rechteckige Gestalt auf, die durch seitliche Seiten und längliche
Seiten definiert ist. In diesem Fall ist das Längenverhältnis (Schlankheitsverhältnis)
repräsentiert in Form von l/t, worin l die Länge der seitlichen Seite
des Ferritfilms ist und t die Dicke des Ferritfilms ist. Wenn der Ferritfilm ein
tan&dgr; (= &mgr;''/&mgr;') von mehr als 1,0 aufweist, ist zudem seine Verlusteigenschaft
zu hoch, um für eine Antennenvorrichtung wie einer RFID-Markierung verwendet
zu werden. In Anbetracht der Technik einer RFID-Markierung ist es deshalb bevorzugt,
dass der Ferritfilm ein tan&dgr; (= &mgr;''/&mgr;') von 1,0 oder weniger bei
900 MHz aufweist. Es ist ferner bevorzugt, dass der Ferritfilm einen spezifischen
Widerstand von 0,1 &OHgr;cm oder mehr aufweist, weil ein niedrigerer spezifischer
Widerstand die Antenneneigenschaften einer RFID-Markierung verschlechtert.
Zum Prüfen der Eigenschaften des Ferritfilms wurden unterschiedliche
Arten Ferritfilme gebildet, wie in der nachfolgenden Tabelle gezeigt, wobei die
Beispiele 1 bis 15 Zusammensetzungen aufweisen, die jeweils zur Formel gemäß
dieser Ausführungsform gehören, wohingegen Zusammensetzungen der Vergleichsbeispiele
1 bis 3 nicht dazu gehören.
Die Ferritfilme wurden durch Verwendung einer wie in 3
schematisch gezeigten Filmbildungsvorrichtung gebildet. Die veranschaulichte Filmbildungsvorrichtung
weist Düsen 11, 12, einen Drehtisch 13, Tanks
15, 16 und Gaseinlässe 17 auf. Die Tanks
15, 16 enthalten die Lösungen zum Ferritplattieren und andere
Lösungen zur Oxidation; die Lösungen zur Ferritplattierung weisen die
jeweiligen Zusammensetzungen auf, wie in der obigen Tabelle gezeigt. Die Gaseinlässe
17 werden zum Einführen von Stickstoffgas in die Düsen verwendet.
Um durch Verwendung der Vorrichtung von 3
einen Ferritfilm zu bilden, wurden Zielobjekte wie in dieser Ausführungsform
die Trägerlagen 142 auf den Drehtisch 14 gelegt, und die
Lösungen wurden aus den Tanks 15, 16 auf die Trägerlagen
142 aufgebracht durch die Düsen 11, 12 zusammen
mit dem aus den Gaseinlässen 17 eingeführtem
Stickstoffgas. Beim Aufbringen der Lösungen wurden die ersten und die zweiten
Schritte wiederholt wechselseitig ausgeführt, um die Ferritlagen
140 zu erhalten, d.h. die Trägerlagen 142 mit den Ferritfilmen
144, wobei der erste Schritt der ist, dass die Lösung auf einem der
Trägerlagen 142 durch die Düse 11 bereitgestellt wird,
gefolgt von einem Entfernen von überschüssiger Flüssigkeit der Lösung
durch Verwendung einer Zentrifugalkraft des Drehtischs 13; und der zweite
Schritt entsprechend derart ist, dass die Lösung auf die Trägerlage
142 durch die Düse 12 aufgebracht wird, gefolgt von einem
Entfernen von überschüssiger Flüssigkeit der Lösung durch Verwendung
einer Zentrifugalkraft des Drehtischs 13.
Im Einzelnen wurden Polyimidlagen als Trägerlagen 142
hergestellt und auf den Drehtisch 13 gelegt, wobei jede Polyimidlage eine
Dicke von 25 &mgr;m aufwies. Der Drehtisch 13 wurde bei 150 UPM gedreht,
während deoxidiertes Ionenaustausch-Wasser unter einer Wärmebedingung
bis zu 90°C auf die Polyimidlagen aufgebracht wurde. Als nächstes wurde
Stickstoffgas in die Filmbildungsvorrichtung eingeführt, so dass in der Vorrichtung
eine Nichtoxidationsatmosphäre geschaffen wurde. Jede Lösung zum Ferritplattieren
(Reaktionslösung) wurde gebildet, indem FeCl2-4H2O, NiCl2-6H2O,
ZnCl2, CoCl2-6H2O in eine nichtoxidierende Ionenaustauschlösung
in Übereinstimmung mit einem in der obigen Tabelle gezeigten molaren Verhältnis
aufgelöst wurden. Andererseits wird eine Oxidationslösung gebildet durch
Auflösen von NaNO2 und CH3COONH4 in einem
deoxidierten Ionenaustausch-Wasser. Die Reaktionslösung und die Oxidationslösung
wurden durch die Düsen 11, 12 auf die Polyimidlagen aufgebracht,
wobei die jeweiligen Flussraten etwa 40 ml/min betragen. Als einem Ergebnis der
obigen Prozesse wurden auf den Oberflächen der Trägerlagen 142
jeweils schwarze Ferritfilme 144 gebildet.
Ferner wurden gegenüber den so erhaltenen Ferritfilmen Analysen
durchgeführt. Speziell wurde ein Rasterelektronenmikroskop (REM) zur Strukturanalyse
verwendet. Als Ergebnis wurde bestätigt, dass jeder Ferritfilm eine gleichförmige
Dicke aufweist. Die chemische Zusammensetzung von jedem Film wurde untersucht, indem
jeder Film in ein Stück von 3 cm2 bis 5 cm2 geschnitten
wurde, gefolgt vom Auflösen des Stücks in einer Salzsäurelösung,
um die erhaltene Lösung mittels der induktiv gekoppelten Plasmaspektroskopie(ICPS)-Methode
zu analysieren. Die Permeabilität von jedem Film wurde gemessen durch Verwendung
eines Permeabilitätsmessgeräts auf der Basis einer Methode mit abgeschirmter
Magnetspulschlaufe. Die Ergebnisse der Analysen sind in der vorangehenden Tabelle
gezeigt.
Wie auf dem Inhalt der Tabelle ersichtlich, besaßen jeder der
plattierten Ferritfilme der Beispiele 1 bis 15 eine natürliche Resonanzfrequenz
fr von 1 GHz oder mehr und einen spezifischen Widerstand von 0,1 &OHgr;cm oder
mehr. Andererseits besaßen jeder der plattierten Ferritfilme der Vergleichsbeispiele
1 bis 3 eine niedrigere natürliche Resonanzfrequenz fr oder einen niedrigeren
spezifischen Widerstand.
Die Wirkung des Bereitstellens eines Ferritfilms 144 für
die RFID-Markierung 100 wurde geprüft, wobei die Art des untersuchten
Ferritfilms 144 dem Beispiel 1 entsprach. Die untersuchten RFID-Markierungen
100 dienten für die 900 MHz-Frequenzbande und besaßen jeweils
den Antennenleiter 120, der eine Länge von etwa 10 cm und eine Breite
von etwa 2 cm aufwies. Eine der untersuchten RFID-Markierungen 100 war
mit einer einzelnen Lage der Ferritlage 140 ausgestattet. Eine andere untersuchte
RFID-Markierung war mit drei gestapelten Ferritlagen 140 ausgestattet.
Als Vergleichsstück wurde auch eine herkömmliche RFID-Markierung ohne
Ferritfilm hergestellt. Die Untersuchungen wurden im Innern einer echofreien Elektrowellenkammer
in Übereinstimmung mit einer in 4 und
5 gezeigten Anordnung durchgeführt. Die Untersuchungsbedingungen
sind wie folgt:
RFID-Lesemodul: MP9311, ein Produkt der SAMSys Technologies, Inc.;
Kommunikationsantenne des Lesegeräts: vom Dipoltyp, horizontal fixiert;
RFID-Markierung: Dipolantenne von etwa 10 cm × 2 cm, horizontal fixiert;
Metallplatte: 25 cm × 10 cm;
Anordnung: RFID-Markierung wird vor der Kommunikationsantenne des Lesegeräts
positioniert;
Polarisation: horizontale Polarisation; und
Leistung: 50 mW.
Die Untersuchungen waren gerichtet auf die Beziehung zwischen einem
Abstand D1 und einem maximal detektierbaren Abstand D2, wobei
der Abstand D1 ein Abstand ist zwischen der Metallplatte 200
und der untersuchten RFID-Markierung 100, wohingegen der maximal detektierbare
Abstand D2 ein Abstand ist zwischen der Kommunikationsantenne
300 des Lesegeräts und der RFID-Markierung 100 und es dem
Lesegerät ermöglicht, die RFID-Markierung zu detektieren. Das Ergebnis
der Beziehung ist in 6 gezeigt. Wie aus 6
ersichtlich ist, verbesserte der Ferritfilm 144 des vorliegenden Beispiels
die Fähigkeit zur Kommunikation der untersuchten RFID-Markierung
100, selbst wenn die RFID-Markierung in der Nähe der Metallplatte
positioniert war.
Obgleich die vorliegende Erfindung mit der oben erwähnten konkreten
Ausführungsform erläutert wird, ist die vorliegende Erfindung nicht darauf
begrenzt. Modifikationen sind möglich, voraussgesetzt, dass der mit der oben
erwähnten Formel in Zusammenhang stehende Ferritfilm mit dem Antennenleiter
120 in Kontakt ist, oder in der Nähe des Antennenleiters
120 angeordnet ist.
Unter Bezugnahme auf 7 ist eine geeignete
Modifikation 100a gebildet durch Ankleben einer Ferritlage 140a
an das Hauptelement 101 derart, dass ihr Ferritfilm in Kontakt mit dem
Antennenleiter 120 ist. Die Ferritlagen 140, 140a können
in den Ausführungsformen der 1 und 7
jeweils umgekehrt angeordnet sein.
Unter Bezugnahme auf 8 wird eine andere
Modifikation 100b hergestellt durch Bilden eines Ferritfilms
144b direkt auf dem Antennenleiter 120, ohne dass die Trägerlage
142 verwendet wird. In dieser Modifikation wird der Ferritfilmbildungsprozess
nach einem Maskierprozess für den IC-Chip 130 ausgeführt, um
den IC-Chip 130 vor dem Ferritfilmbildungsprozess zu schützen. Ein
Ferritfilm kann direkt auf der unteren Oberfläche des Hauptelements
101 gebildet werden. Zusätzlich kann das Grundelement 110
der Markierung weggelassen werden, wenn der Antennenleiter 120 aus einem
harten Material gefertigt ist.
Die vorliegende Anmeldung basiert auf der beim Japanischen Patentamt
am 14. März 2006 eingereichten japanischen Patentanmeldung JP 2006-069378,
deren Inhalt hier durch Bezugnahme eingeschlossen ist.
Während das beschrieben wurde, was als bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung angesehen wird, wird ein Fachmann erkennen, dass andere und weitere
Modifikationen gemacht werden können, ohne sich vom Kern der Erfindung zu entfernen,
und es ist beabsichtigt, alle solche Ausführungsformen zu beanspruchen, die
in den wahren Umfang der Erfindung fallen.
Anspruch[de]
Ferritmaterial aus einer Oxid-Metallzusammensetzung, wobei die Metallzusammensetzung
die Formel FeaNibZncCod aufweist, worin:
a + b + c + d = 3,0;
2,1 ≤ a ≤ 2,7;
0 ≤ b ≤ 0,4;
0 ≤ c ≤ 0,4; und
0,1 ≤ d ≤ 0,5.Ferritmaterial gemäß Anspruch 1, mit einer natürlichen
Resonanzfrequenz von 1 GHz oder mehr.Ferritmaterial gemäß Anspruch 1 oder 2, mit einem tan&dgr;
(= &mgr;''/&mgr;') von 1,0 oder weniger bei 900 MHz.Ferritmaterial gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, mit
einem spezifischen Widerstand von 0,1 &OHgr;cm oder mehr.Ferritfilm, gefertigt aus dem Ferritmaterial gemäß einem der
Ansprüche 1 bis 4.Ferritfilm gemäß Anspruch 5, gebildet durch ein Ferritplattierverfahren.Ferritfilm gemäß Anspruch 5 oder 6, mit einer Dicke von 30
&mgr;m oder weniger.Ferritfilm gemäß einem der Ansprüche 5 bis 7, mit einem
Längenverhältnis von 30 oder mehr.Radiofrequenzidentifikations(RFID)-Markierung, umfassend:
ein Hauptelement, das einen Antennenleiter einschließt; und
den Ferritfilm gemäß einem der Ansprüche 5 bis 8, wobei der Ferritfilm
mit dem Hauptelement in Kontakt ist, oder in der Nähe des Hauptelements angeordnet
ist.RFID-Markierung gemäß Anspruch 9, wobei das Hauptelement ferner
ein Grundteil der Markierung aufweist, wobei das Grundteil der Markierung eine obere
Oberfläche aufweist, wobei der Antennenleiter auf der oberen Oberfläche
des Grundteils der Markierung vorgesehen ist.RFID-Markierung gemäß Anspruch 10, wobei das Grundteil der
Markierung eine untere Oberfläche aufweist, wobei der Ferritfilm in Kontakt
ist mit der unteren Oberfläche des Grundteils der Markierung.RFID-Markierung gemäß Anspruch 9 oder 10, wobei der Ferritfilm
in direktem Kontakt mit dem Antennenleiter ist.RFID-Markierung gemäß einem der Ansprüche 9 bis 12, ferner
mit einem Träger, wobei der Ferritfilm auf dem Träger gebildet ist.