| Dokumentenidentifikation |
DE102007012618A1 20.09.2007 |
| Titel |
Vorrichtung und Verfahren zur Erfassung von Bewegungen, Kräften und/oder Spannungen in einem Bauwerk, einem Bauteil und/oder statischem System |
| Anmelder |
Resele, Ralf, 80539 München, DE |
| Erfinder |
Resele, Ralf, 80539 München, DE |
| Vertreter |
Maikowski & Ninnemann, Pat.-Anw., 10707 Berlin |
| DE-Anmeldedatum |
13.03.2007 |
| DE-Aktenzeichen |
102007012618 |
| Offenlegungstag |
20.09.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
20.09.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
G01G 19/62(2006.01)A, F, I, 20070313, B, H, DE
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| Zusammenfassung |
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Erfassung von Bewegungen, Kräften und/oder Spannungen in einem Bauwerk, einem Bauteil und/oder einem statischen System, in dem an mindestens einer Stelle im Bauwerk (10), im Bauteil und/oder im statischen System eine Sensorvorrichtung (1) zur Erfassung midestens einer mechanischen Größe angeordnet ist, wobei die von der mindestens einen Sensorvorrichtung (1) erfassten Messwerte (2) an eine Datenverarbeitungsvorrichtung (3) zum automatischen Vergleich der Messwerte mit einem vorbestimmten Datensatz übertragen werden.
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| Beschreibung[de] |
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Vorrichtung und Verfahren zur Erfassung von Bewegungen, Kräften
und/oder Spannungen in einem Bauwerk, einem Bauteil und/oder statischem System
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1, ein Bauwerk, ein Bauteil und/oder ein statisches System nach Anspruch 19 und
ein Verfahren nach Anspruch 21.
Auf Bauwerke oder statische Systeme, sowie die diese bildenden Bauteile
wirken beim Bau und nach der Fertigstellung zahlreiche Kräfte, Spannungen oder
es finden Bewegungen innerhalb des Bauwerks oder statischen Systems oder zwischen
Bauteilen statt. Bis zu einem gewissen Grad sind solche mechanischen Größen
tolerierbar. Bei Überschreitung bestimmter Grenzwerte, z.B. einer Deckenlast,
erfolgt ein strukturelles Versagen des Bauwerks, des Bauteils und/oder des statischen
Systems.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
zu schaffen, mit der dem strukturellen Versagen vorgebeugt werden kann.
Dazu ist mindestens an einer Stelle im Bauwerk, im Bauteil und/oder
im statischen System eine Sensorvorrichtung zur Erfassung mindestens einer mechanischen
Größe angeordnet. Die von der mindestens einen Sensorvorrichtung erfassten
Messwerte werden an eine Datenverarbeitungsvorrichtung zum automatischen Vergleich
der Messwerte mit einem vorbestimmten Datensatz übertragen. Damit ist eine
Überwachung des Bauwerks, des Bauteils und/oder des statischen Systems möglich.
Vorteilhaft, wenn die mindestens eine mechanische Größe
eine Bewegung, eine Kraft, ein Biegemoment, ein Drehmoment und/oder eine Spannung
ist. Die Größen spielen in den zu überwachenden Gegenständen
eine Rolle, da sie insbesondere Einfluss auf die Sicherheit haben. Dabei ist es
vorteilhaft, wenn mindestens eine Sensorvorrichtung in einem Auflagerpunkt des Bauwerks,
des Bauteils und/oder des statischen Systems angeordnet ist. Kräfte und Bewegungen
lassen sich an diesen Stellen besonders gut erfassen.
Die Erfindung kann in Anwendung auf ein Bauteil beispielsweise im
Zusammenhang mit einem Dachträger, einem Element einer Brücke oder einem
Balken in einer Bodenkonstruktion verwendet werden. Auch ist es vorteilhaft, wenn
das Bauwerk ein Fachwerk, ein Sprengwerk oder eine Aussteifung ist. All diese Ausführungsformen
werden vorzugsweise im Hochbau verwendet.
Eine mögliche Anwendung einer Ausführungsform besteht darin,
dass der vorbestimmte Datensatz Daten über die zulässigen mechanischen
Größen in dem Bauwerk, dem Bauteil und/oder dem statischen System aufweist.
Damit können z.B. Grenzspannungen (u.U. mit einer Sicherheitsmarge) vorgegeben
werden, deren Überschreiten ermittelt wird.
Dann ist es besonders vorteilhaft, wenn die Datenverarbeitungsvorrichtung
automatisch ein Signal, insbesondere ein Alarmsignal auslöst, wenn ein vorbestimmter
Grenzwert für die mechanischen Größen überschritten oder unterschritten
wird. Ein solches Signal kann vorteilhafterweise einen Datensatz, insbesondere eine
E-Mail oder eine SMS an mindestens einen vorbestimmten Empfänger versenden.
Ein Beispiel für eine vorteilhafte Verwendung eines Grenzwertes ist eine Druckbelastung
aufgrund einer Schneebelastung.
Ferner ist es vorteilhaft, wenn in Abhängigkeit von dem Signal
automatisch eine Maßnahme zur Herstellung eines normgerechten Wertes für
die Bewegung, die Kraft und/oder die Spannung einleitbar ist. Damit kann z.B. bei
einer Überschreitung des Grenzwertes automatisch eine Korrektur eingeleitet
werden, die den Messwert wieder in den Normbereich bringt. Beispiele für solche
Maßnahmen zur Herstellung des normgerechten Wertes für die mindestens
eine mechanische Größe sind die Einschaltung einer Heizung und/oder die
Einschaltung eines Gebläses.
Vorteilafterweise weist die mindestens eine Sensorvorrichtung ein
hydraulisches Druckmessgerät auf. Auch ist es vorteilhaft, wenn die mindestens
eine Sensorvorrichtung mit einer Vorrichtung zum Ausgleich von Temperaturen gekoppelt
ist.
In einer Ausführungsform weist die Sensorvorrichtung ein Oberteil
auf, das mit einem Bauteil, insbesondere einem Dachträger, gekoppelt ist, wobei
das Oberteil mit einem Unterteil in Wirkverbindung steht.
In einer weiteren Ausführungsform weist die Sensorvorrichtung
ein Druckkissen und/oder eine Kraftmessdose auf. Grundsätzlich sind untereinander
gleiche oder auch unterschiedliche Messaufnehmer verwendbar.
Hohe Drücke können gut von einem Druckkissen aufgenommen
werden, das mit einer Kunststoffschicht, insbesondere aus einem Elastomer oder Neopren,
gekoppelt ist.
Auch ist es vorteilhaft, wenn die Sensorvorrichtung eine metallische
Druckaufnehmerfläche, insbesondere eine Druckaufnehmerfläche aus Blech aufweist.
Vorteilhafterweise weist die Sensorvorrichtung eine Ölfüllung auf. Mit
diesen Ausführungsformen lassen sich auch große Kräfte und Pressungen
permanent gut erfassen.
Die Aufgabe ist auch durch ein Verfahren gelöst, bei dem
- a) an mindestens einer Stelle im Bauwerk, dem Bauteil und/oder dem statischen
System mit einer Sensorvorrichtung die mindestens eine mechanische Größe
erfasst wird und
- b) die von der mindestens einen Sensorvorrichtung erfassten Messwerte an eine
Datenverarbeitungsvorrichtung übertragen werden und
- c) die Messwerte sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt automatisch mit
einem vorbestimmten Datensatz verglichen werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Figuren der
Zeichnungen an mehreren Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es
zeigen:
1 eine schematische Darstellung einer Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung;
2 eine schematische Darstellung mehrerer Sensorvorrichtungen
zur Erfassung von Drucklasten in einer Dachkonstruktion;
3 eine schematische Darstellung einer Ausführungsform
einer Sensorvorrichtung;
4 eine schematische Darstellung einer Kraftmessdose,
verwendbar als Teil einer Sensorvorrichtung;
5 eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform
einer Sensorvorrichtung.
In 1 ist als Beispiel für ein Bauwerk
10 schematisch ein Haus dargestellt. Das Haus ist nur ein Beispiel für
ein Bauwerk im Hochbau, für den die Ausführungsformen der Erfindung gut
geeignet sind.
An zwei Stellen des Dachstuhls sind Sensorvorrichtungen
1 angeordnet, die die nach unten wirkende Druckkraft (bzw. die Druckspannung)
des Dachstuhls permanent messen. Die Druckkraft hängt unter anderem von der
Windlast und einer eventuellen Schneebelastung ab. Dabei sind durch die Konstruktion
des Bauwerks 10 bestimmte Grenzwerte für die zulässigen Kräfte
oder Spannungen vorgegeben, die nicht überschritten werden dürfen. Durch
vorgegebene Sicherheitszuschläge kann verhindert werden, dass eine für
das Bauwerk gefährdende Lage eintritt.
Im Folgenden soll ohne Beschränkung auf diesen Fall eine Schneelast
auf dem Dach des Bauwerks 10 zu Grunde gelegt werden.
Die Sensorvorrichtungen 1 erfassen kontinuierlich die Druckkräfte
an Auflagerpunkten des Dachstuhls. Die Messwerte 2 werden an eine Datenverarbeitungsvorrichtung
3 übertragen. Die Übertragung kann z.B. drahtlos geschehen oder
z.B. über eine Leitung. Eine Möglichkeit für eine feste Leitung ist
die Verwendung einer Bus-Leitung (2. Leiterbus RS 485). Die Sensorvorrichtungen
1 werden dabei mit einer bis zu 1,2 km langen, 4-adrigen Leitung in Serie
verbunden. Neben der Übertragung der Messwerte 2 übernimmt diese
Datenleitung auch die Stromversorgung (24V) der Sensorvorrichtungen 1.
Bei einer drahtlosen Übertragung sind die Sensorvorrichtungen z.B. an das Hausnetz
angeschlossen oder verfügen über Batterien.
In der Datenverarbeitungsvorrichtung 3 sind die Grenzwerte
für bestimmte Messwerte 2 hinterlegt. Die Datenverarbeitungsvorrichtung
3 kann im Bauwerk 10 angeordnet sein oder einem davon entfernten
Ort. Es ist auch möglich, dass mit einer Datenverarbeitungsvorrichtung
3 mehrere Bauwerke 3 überwacht werden können.
Wird mit einer wachsenden Schneedecke ein vorgegebener Grenzwert für
die Druckkräfte mindestens an einer Sensorvorrichtung 2 überschritten,
so wird von der Datenverarbeitungsvorrichtung 3 automatisch ein Signal
4 ausgelöst, dass z.B. an eine Person übertragen werden kann.
Diese Person könnte dann weitere Schritte, wie z.B. eine Dachreinigung veranlassen.
In einer Ausführungsform wird das Signal 4 von einem Mittel
5 empfangen, mit dem der Normbereich des Messwertes wieder herstellbar
ist. Im vorliegenden Fall könnte eine Abtauanlage auf dem Dach verwendet werden,
um die Druckbelastungen des Daches zu senken.
Das Haus 10 in 1 ist nur beispielhaft
dargestellt. Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung
können auch in anderen Bauwerken, wie z.B. Brücken oder Türmen verwendet
werden. Auch können Ausführungsformen der erfindungsgemäßen
Vorrichtung in Teilen von Bauwerken, d.h. einzelnen Bauteilen verwendet werden.
Auch ist die Anwendung der Erfindung nicht auf Dachkonstruktionen
beschränkt. Vielmehr können Sensorvorrichtungen 1 z.B. auch dafür
verwendet werden, um Erddrücke für an einem Hang stehende Häuser
zu erfassen, um einen eventuellen Anstieg des Druckes rechtzeitig zu melden. Es
ist ausdrücklich vorgesehen, mehrere unterschiedliche Sensorvorrichtungen
1 miteinander zu koppeln, so dass die Datenverarbeitungsvorrichtung
3 ein vollständiges und permanentes Bild der mechanischen Belastungen
eines Hauses hat.
Die Überwachung der mechanischen Belastungen kann dabei auch
auf einen komplexeren Belastungszustand abzielen. So können neben Druckkräften
auch Zugkräfte, Drehmomente und/oder Biegemomente überwacht werden. Es
ist auch möglich, Bewegungen einzelner Bauteile in einem Bauwerk
10 zu überwachen. Wird eine Kombination dieser mechanischen Größen
erfasst, kann ein realistisches Bild der mechanischen Belastung erfasst werden.
Ein solches Vorgehen ist insbesondere bei der Sanierung von historischen
Bauwerken 10 sinnvoll, da der Kraftverlauf in den Tragwerken nicht rechnerisch
nachvollzogen werden kann. Die Erfassung der möglicherweise kritischen mechanischen
Größen durch Ausführungsformen der Erfindung erlaubt eine sichere
Arbeit, bei der keine rechnerischen Annahmen gemacht werden müssen. Eine Nachrüstung
eines bestehenden Bauwerks mit Ausführungsformen der Erfindung ist daher besonders
sinnvoll.
Die Nachrüstung kann temporär, z.B. während der Baumaßnahmen
erfolgen. Eine Dachkonstruktion könnte an den Auflagerpunkten hydraulisch angehoben
werden, um Sensorvorrichtungen 1 an den Auflagerpunkten zu installieren.
Vorteilhaft ist dabei, wenn die Sensorvorrichtung 1 flach und kompakt ausgebildet
ist, wie eine Kraftmessdose, die unten noch beschrieben wird. Damit kann nicht nur
die Lastverteilung in einem Knotenpunkt ermittelt werden, sondern auch rechnerisch
eine Lastverteilung zu anderen Knoten. Werden Sensorvorrichtungen an allen Auflagerpunkten
angeordnet, z.B. in der Binderebene eines Dachstuhles 10, kann der Kräfteverlauf
in diesem Bauwerk 10 exakt nachvollzogen werden.
In 2 ist eine Draufsicht auf eine Anordnung
von Sensorvorrichtungen 1 dargestellt, die innerhalb einer Trägerebene
einer Dachkonstruktion angeordnet sind. Sensorvorrichtungen überwachen hier
permanent die tatsächlichen Auflagerpressungen und vergleichen diese mit den
vorgegebenen zulässigen Maximalpressungen. Die Messwerte 2 werden
über ein durchgeschlauftes Datenkabel an die Datenverarbeitungsvorrichtung
3 übertragen. Wird ein vorbestimmter Grenzwert erreicht, wird ein
Signal 4 ausgesandt, mit dem z.B. der Hausbesitzer oder Hallenbetreiber
alarmiert wird.
In 3 ist schematisch eine Ausführungsform
für eine konstruktive Lösung für eine Sensorvorrichtung
1 dargestellt. Auf einem Bauteil 10, hier einem Dachträger,
liegt eine Drucklast, die durch senkrechte Pfeile angedeutet ist.
Das Bauteil 10 liegt hier quer auf einem Doppel-T-Träger.
Die Sensorvorrichtung 1 ist hier unterhalb des unteren Gurtes des Doppel-T-Trägers
angeordnet. Dabei ist die Sensorvorrichtung 1 oben und unten von einer
Neopren-Lage umgeben.
Die von der Sensorvorrichtung 1 erfassten Messwerte
2 werden über ein Kabel zur hier nicht dargestellten Datenverarbeitungsvorrichtung
3 übertragen.
In 4 sind verschiedene Formen von Druckkissen
(auch Druckdosen genannt) dargestellt, die Teil einer Sensorvorrichtung
1 gemäß der Erfindung sein können.
Es ist erkennbar, das diese Druckkissen 1 sehr flach ausgebildet
sind, so dass sie problemlos in Auflager integriert werden können. Abmessungen
sind z.B. Seitenlängen von 50 bis 150 mm bei Dicken von 6 bis 10 mm.
Auch die Formen der Druckkissen 1 sind so variabel, dass
sie an die Anforderungen angepasst werden können. Ferner weist jedes der Druckkissen
1 einen Anschluss zur Übertragung von Messdaten auf.
In 5 ist eine Ausführungsform für
eine Sensorvorrichtung 1 dargestellt. Diese weist ein Oberteil
1A auf, das z.B. mit einem Teil einer Dachkonstruktion 10 verbunden
ist. Das Oberteil 1A der Sensorvorrichtung 1 weist einen Stempel
auf, der in eine entsprechende Vertiefung eines Unterteils 1B der Sensorvorrichtung
1 eingreift. Im Unterteil 1B ist Hydrauliköl und ein Messaufnehmer
angeordnet, dessen Messsignale 2 über eine Leitung zu einer hier nicht
dargestellten Datenverarbeitungsvorrichtung 2 weitergeleitet werden.
Unterhalb des Unterteils 1B ist eine Neoprenlage
6 angeordnet.
Die Erfindung beschränkt sich in ihrer Ausführung nicht
auf die vorstehend angegebenen bevorzugten Ausführungsbeispiele. Vielmehr ist
eine Anzahl von Varianten denkbar, die von der erfindungsgemäßen Vorrichtung
und dem erfindungsgemäßen Verfahren auch bei grundsätzlich anders
gearteten Ausführungen Gebrauch machen.
- 1
- Sensorvorrichtung
- 2
- Messwert
- 3
- Datenverarbeitungsvorrichtung
- 4
- Signal, Alarmsignal
- 5
- Mittel zur Einstellung eines Normwertes
- 6
- Neoprenlage
- 10
- Bauwerk, Bauteil, statisches System
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| Anspruch[de] |
Vorrichtung zur Erfassung von Bewegungen, Kräften und/oder Spannungen
in einem Bauwerk, einem Bauteil und/oder einem statischen System, dadurch gekennzeichnet,
dass an mindestens einer Stelle im Bauwerk (10), im Bauteil und/oder im
statischen System eine Sensorvorrichtung (1) zur Erfassung mindestens einer
mechanischen Größe angeordnet ist, wobei die von der mindestens einen
Sensorvorrichtung (1) erfassten Messwerte (2) an eine Datenverarbeitungsvorrichtung
(3) zum automatischen Vergleich der Messwerte mit einem vorbestimmten Datensatz
übertragen werden.
Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens
eine mechanische Größe eine Bewegung, eine Kraft, ein Biegemoment, ein
Drehmoment und/oder eine Spannung ist.
Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet, dass mindestens
eine Sensorvorrichtung (1) in einem Auflagerpunkt des Bauwerks (10),
des Bauteils und/oder des statischen Systems angeordnet ist.
Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Bauteil (10) ein Dachträger, ein
Element einer Brücke oder ein Balken in einer Bodenkonstruktion ist.
Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der vorbestimmte Datensatz Daten über die zulässigen
mechanischen Größen in dem Bauwerk (10), dem Bauteil und/oder
dem statischen System aufweist.
Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet , dass das Bauwerk (10) ein Fachwerk, ein Sprengwerk
oder eine Aussteifung ist.
Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Datenverarbeitungsvorrichtung (3) automatisch
ein Signal (4), insbesondere ein Alarmsignal auslöst, wenn ein vorbestimmter
Grenzwert für die mechanische Größen überschritten oder unterschritten
wird.
Vorrichtung nach Anspruch 7 , dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit
von dem Signal (4) ein Datensatz, insbesondere eine E-Mail oder eine SMS
an mindestens einen vorbestimmten Empfänger versandt wird.
Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8 , dadurch gekennzeichnet, dass der
Grenzwert eine Druckbelastung aufgrund einer Schneebelastung betrifft.
Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit von dem Signal (4) automatisch
eine Maßnahme zur Herstellung eines normgerechten Wertes für die Bewegung,
die Kraft und/oder die Spannung einleitbar ist.
Vorrichtung nach Anspruch 10 , dadurch gekennzeichnet, dass die Maßnahme
zur Herstellung des normgerechten Wertes für die mindestens eine mechanische
Größe die Einschaltung einer Heizung und/oder die Einschaltung eines Gebläses
ist.
Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Sensorvorrichtung (1)
ein hydraulisches Druckmessgerät aufweist.
Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Sensorvorrichtung (1)
mit einer Vorrichtung zum Ausgleich von Temperaturen gekoppelt ist.
Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Sensorvorrichtung (1) ein Oberteil (1A)
aufweist, das mit einem Bauteil, insbesondere einem Dachträger, gekoppelt ist,
wobei das Oberteil (1A) mit einem Unterteil (1B) in Wirkverbindung
steht.
Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Sensorvorrichtung (1) ein Druckkissen
und/oder eine Kraftmessdose aufweist.
Vorrichtung nach Anspruch 15 , dadurch gekennzeichnet, dass das Druckkissen
mit einer Kunststoffschicht, insbesondere aus einem Elastomer oder Neopren, gekoppelt
ist.
Vorrichtung nach Anspruch 15 oder 16 , dadurch gekennzeichnet, dass
die Sensorvorrichtung (1) eine metallische Druckaufnehmerfläche, insbesondere
eine Druckaufnehmerfläche aus Blech aufweist.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet,
dass die Sensorvorrichtung (1) eine Ölfüllung aufweist.
Bauwerk, Bauteil und/oder statisches System mit einer Vorrichtung gemäß
mindestens einem der Ansprüche 1 bis 18.
Bauwerk, Bauteil und/oder statisches System nach Anspruch 19, dadurch
gekennzeichnet, dass die Vorrichtung permanent verbaut ist.
Verfahren zur Erfassung von mindestens einer mechanischen Größe
in einem Bauwerk, in einem Bauelement und/oder einem statischen System,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) an mindestens einer Stelle im Bauwerk (10), dem Bauteil und/oder dem
statischen System mit einer Sensorvorrichtung (1) die mindestens eine mechanische
Größe erfasst wird und
b) die von der mindestens einen Sensorvorrichtung (1) erfassten Messwerte
(2) an eine Datenverarbeitungsvorrichtung (3) übertragen
werden und
c) die Messwerte (2) sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt automatisch
mit einem vorbestimmten Datensatz verglichen werden.
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