| Dokumentenidentifikation |
DE19623375B4 20.09.2007 |
| Titel |
Streckenvortriebsmaschine mit Übergabestation und Bandkehren-Rückeinrichtung |
| Anmelder |
Udo Adam Maschinenfabrik, 44805 Bochum, DE |
| Erfinder |
Krohm, Reinold, 44623 Herne, DE |
| Vertreter |
Schulte & Schulte, 45219 Essen |
| DE-Anmeldedatum |
12.06.1996 |
| DE-Aktenzeichen |
19623375 |
| Offenlegungstag |
18.12.1997 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
20.09.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
20.09.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
E21D 9/12(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
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| IPC-Nebenklasse |
B65G 21/10(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE
E21F 13/08(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft eine Streckenvortriebsmaschine für die
Streckenauffahrung im untertägigen Berg-, Tunnel- und Kanalbau, die das gelöste
Haufwerk über einen integrierten Maschinenförderer mit Ausleger auf das
nachfolgende Streckenfördermittel übergibt, dem je nach Auslegung des
Streckenvortriebes Luttenleitungen und verschiedene Versorgungsleitungen sowie eine
Arbeitsbühne zugeordnet sind.
Derartige im Streckenvortrieb untertage eingesetzte, vor allem als
Teilschnittmaschinen ausgebildete Streckenvortriebsmaschinen verfügen über
einen in die Maschine integrierten Maschinenförderer, der das gelöste
Haufwerk auf einen nachgeschalteten Kettenförderer übergibt. Dieser Kettenförderer
seinerseits bringt das Haufwerk dann über 50 oder mehr Meter Länge auf
das eigentliche Förderband. Dieser zwischengeschaltete Kettenförderer
wird derzeit als notwendig angesehen, weil nur so dem Vortrieb der Maschine entsprechend
ein Nachholen diesen Teils des Streckenfördermittels möglich ist. Das
Förderband selbst kann nur in größeren Abschnitten und in der Regel
an Wochenenden verlängert werden. Während des eigentlichen Vortriebes
kann und wird der Kettenförderer von der eigentlichen Streckenvortriebsmaschine
selbst mittels Hydraulikzylinder oder ähnlicher Aggregate dem Vortrieb entsprechend
mitgezogen, was möglich, weil der gegenüberliegende Austrag des Kettenförderers
verschiebbar über dem Förderband angeordnet ist. Überfahrungen zum
nachgeschalteten Band sind bis zu 50 m bekannt. Die einzelnen Rinnentröge des
Kettenförderers sind dazu an der EAB-Schiene aufgehängt und können
so ohne allzu großen Kraftaufwand kontinuierlich der Streckenvortriebsmaschine
folgen. Bei dieser Art der Aufhängung entfällt dann eine Verlängerung
des Kettenförderers. Vielmehr wird dieser aufgrund der großen Überfahrung
in seiner Länge beibehalten, während das darunter verlegte Förderband
dann wie schon erwähnt in größeren Abschnitten verlängert werden
kann. Für den Betrieb ist die Vielzahl der zum Einsatz kommenden Förderer
eine Belastung, wobei erschwerend die Ausrüstung moderner Streckenvortriebe
mit Bühnen, Entstaubern, Kühlmaschinen und vorort Baustoffbunkern hinzukommen.
Dies erfordert eine größere Länge des Kettenförderers bis über
100 m hinaus. Die Vielzahl der Förderer führt zu häufigeren Förderstillständen,
zu hohen Investitions- und Betriebskosten. Außerdem muß die Aufhängung
des Kettenförderers; der ja über bewegte Teil, d. h. die rundum geführte
Kette mit den Mitnehmern verfügt, besonders sorgfältig ausgeführt
werden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Streckenvortriebsmaschine
zu schaffen, bei der das Haufwerk von dem Maschinenförderer möglichst
direkt auf das meist in der Strecke auch nach der Auffahrung verbleibende Förderband
(Gurtbandanlage) übergeben werden kann.
Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch die Merkmale
des Anspruchs 1 gelöst.
Das Kernstück der Übergabestation bildet eine Schwerttaschen-Konstruktion
mit zwei integrierten Spreizwiderlagern. Das Rückmaß beträgt 1800
oder 2200 mm, wobei die gesamte Station mit der Rückvorrichtung so flach konstruiert
ist, daß sie vom Ausleger des Maschinenförderers überfahren werden
kann. Die integrierte Kehrtrommel weist einen Durchmesser von beispielsweise 320
mm auf. Durch die besondere Rück- und Spreizvorrichtung ist es möglich,
unter gleichzeitiger Ausfahrung bzw. Zusammenfahrung der Übergabestation die
Bandkehre jeweils genau so positioniert zu halten, daß eine einwandfreie Übergabe
des Haufwerks vom Maschinenförderer direkt auf das Förderband möglich
ist. Es wird somit nur noch ein einziges Strebfördermittel benötigt, wobei
eine kontinuierliche Verlängerung während des Betriebes dadurch möglich
ist, daß eine grundsätzlich bekannte Speicherbandschleife zum Einsatz
kommt, über die sich die Rück- und Spreizvorrichtung das notwendige Band
zum Verlängern während des Normalbetriebes holen kann. Ist der Vorrat
der Speicherbandschleife dann verbraucht, braucht das Band lediglich wie üblich
verlängert zu werden, um dann wieder für einen entsprechend langen Zeitraum
einen kontinuierlichen Betrieb der Streckenvortriebsmaschine zu gewährleisten.
Eine einwandfreie Führung des Gurtes und eine einwandfreie Übergabe
des Haufwerks ist dadurch gesichert, daß die Schwerttaschen-Übergabestation
mit einer teleskopierbar ausgebildeten Muldengleitwanne ausgerüstet ist. Das
Fördergut wird somit gleichmäßig und sicher auf das Förderband
im Bereich der Muldengleitwanne übergeben, wobei diese Ausbildung wiederum
problemlos eine teleskopierbare Ausführung ermöglicht, so daß das
weiter vorne schon beschriebene Rückmaß jeweils eingehalten werden kann.
Um den Bereich hinter der Muldengleitwanne, die sich zusammen mit
der Streckenvortriebsmaschine in Streckenlängsrichtung bewegt, ausreichend
abzusichern, ist ergänzend vorgesehen, daß der Muldengleitwanne ein Rollenbockspeicher
nachgeordnet ist. Über den Rollenbockspeicher werden in vorgegebenen Abständen
Rollenböcke so positioniert und fixiert, daß das darüberlaufende
Band auch bei entsprechender Belastung durch das Haufwerk sicher abgestützt
wird. Dazu trägt weiter bei, daß die Muldengleitwanne dem Rückmaß
entsprechend teleskopierbar ausgebildet ist. Dies bedeutet, daß die Muldengleitwanne
1800 bzw. 2200 mm oder wenn notwendig auch mehr teleskopiert werden kann, ohne
daß die notwendige Sicherheit und Abstützung des Gurtes dadurch beeinträchtigt
würde.
Um abschnittsweise Rücken und Nachziehen zu ermöglichen,
sieht die Erfindung vor, daß die Rück- und Spreizvorrichtung der Übergabestation
rechtwinklig oder annähernd rechtwinklig zur Förderbandachse gegen die
Streckenstöße ausfahrbare Spreizzylinder mit endseitig angeordneten Stoßspreizen
aufweist. Damit ist es möglich, jeweils einen Teil der teleskopierbar ausgebildeten
Übergabestation gegen die Streckenstöße zu verspannen, um dann den
anderen Teil jeweils auszuschieben bzw. nachzuziehen, wobei durch die besondere
Ausbildung der Spreizzylinder und ihrer Stoßspreizen die Möglichkeit gegeben
ist, sehr hohe Abstützkräfte zu erzeugen. Die Spreizkraft beträgt
beispielsweise 603 kN/Widerlager, bei einem Arbeitsdruck von 300 bar. Der Vorschub
bzw. das Nachziehen der Rückvorrichtung erfolgt bei 424 kN starken Schub- und
Zugzylindern, auf deren Einzelheiten weiter hinten eingegangen wird. Daraus wird
deutlich, daß eine derart ausgebildete Streckenvortriebsmaschine bzw. die Übergabestation
die Möglichkeit gibt, die notwendigen Kräfte auch zum Nachziehen des Gurtes
zu erzeugen. Die Stoßspreizen sind begrenzt gelenkig mit den Spreizzylindern
verbunden, um so eventuell auftretende Unebenheiten auszugleichen bzw. ein ausreichendes
Abstützen auch dann zu ermöglichen, wenn die Strecken kurvig aufgefahren
werden.
Sowohl um das Förderband außermittig anzuordnen als auch
um die Übergabestation auch um Kurven herum verfahren zu können, ist vorgesehen,
daß zwischen den Stoßspreizen und den Spreizzylindern auswechselbar ausgebildete
Adapterstücke angeordnet sind. Diese Adapterstücke, die in der Regel die
Spreizzylinder umgeben bzw. an die umgebenden Gehäuse angeschlossen werden,
ermöglichen es, auf der einen Seite der Übergabestation einen größeren
Abstand zum Streckenstoß zu fahren als auf der gegenüberliegenden Seite
oder ggf. auch auf einer Seite nach unterschiedliche Abstände zu erreichen,
wenn dies notwendig ist.
Weiter vorn ist bereits darauf hingewiesen worden, daß die Rückvorrichtung
über zwei im Abstand angeordnete, 424 kN starke Schub- und Zugzylinder verfügt,
die gemäß der Erfindung beidseitig der Schwerttaschen-Übergabestation
so angeordnet sind, daß das jeweilige Stationsteil mit Gurtband in Streckenlängsrichtung
verschiebbar bzw. verlängerbar ist. Über die schweren Schub- und Zugzylinder
wird also jeweils ein Stationsteil der Übergabestation aus der Teleskopstellung
ausgezogen oder in sie hineingeschoben, um auf diese Art und Weise auch die zugehörigen
teile wie beispielsweise die Muldengleitwanne zu teleskopieren.
Um die notwendige Biegesteifigkeit vorzugeben ist vorgesehen, daß
die Schwerttaschen-Übergabestation über Rückbalken verfügt,
die eine Beschädigungen an den Teleskopeinrichtungen verhindernde, biegesteife
Gesamtkonstruktion gewährleistend ausgebildet ist. Diese Rückbalken, die
vorzugsweise unterhalb der Muldengleitwanne und der zugehörigen Teile angeordnet
sind, bestehen aus ebenfalls ineinander verschiebbaren Teilen, um so die notwendige
Sicherung der Gesamtkonstruktion zu erreichen.
Schon aus dem Wort Übergabestation geht hervor, daß in dieser
Station ein Unter- und ein Obergurt vorhanden ist, wobei gemäß der Erfindung
der der Untergurt des Gurtbandes innerhalb der Übergabestation in einem teleskopierbar
ausgebildeten Kanal geführt ist. Hierdurch wird eine Beschädigung des
Gurtes, insbesondere beim Teleskopieren verhindert, was allerdings dazu führt,
daß es zu Gurtanbackungen kommen kann. Diese werden gemäß der Erfindung
verhindert, indem dem Kanal einlaufseitig Abstreifer und Säuberungsrollen für
den Untergurt zugeordnet sind. Hierüber erfolgt eine Reinigung des einlaufenden
Untergurtes, so daß er erst gar keine Schmutzteile mit in den Kanal hineinbringen
kann. Lange Standzeiten sind so gewährleistet.
Derartige Streckenvortriebsmaschinen mit Übergabestationen müssen
auch dafür Sorge tragen, daß frische Wetter zur Verfügung stehen
und daß die schmutzigen und staubhaltigen Wetter frühzeitig abgeführt
werden. Hierzu wird eine entsprechende Luttenleitung bzw. werden mehrere Luttenleitungen
bis vor Ort geführt. Dies ist besonders gut durch eine integrierte Luttenleitung
möglich, wobei diese im Bereich der eigentlichen Streckenvortriebsmaschine
bzw. der Übergabestation beidseitig dieses Bauteils geführt ist. Um auch
hier mit der Teleskopierbarkeit zurecht zu kommen, sieht die Erfindung vor, daß
seitlich der Bandmulden der Muldengleitwanne Blechlutten, die aus ineinanderschiebbaren
Teillutten bestehen, angeordnet sind. Diese Blechlutten können problemlos eingeschoben
und auseinandergezogen werden, wobei dann an diese Teillutten wiederum die üblichen
Luttenleitungen anschließen und zwar in Form von Spirallutten. Dementsprechend
weisen die Blechlutten einen rechteckigen Querschnitt auf, sie sind dem Rückmaß
entsprechend teleskopierbar und mit Anschlüssen für Spirallutten ausgerüstet.
Damit ist eine einwandfreie Führung der Wetter auch im Bereich der Übergabestation
gewährleistet.
Die Übergabestation bzw. die Gesamtanlage ist so konstruiert,
daß sie an unterschiedliche Bandachsen bis zu einem Achsversprung zur Streckenachse
von beispielsweise 600 mm angepaßt werden kann. Größere Achsversprünge
lassen sich allerdings aufgrund der geringen Übergabehöhe ohne Umbau nicht
realisieren, es sei denn, es ist wie erfindungsgemäß vorgeschlagen vorgesehen,
daß der Maschinenförderer mit Ausleger einen einen Achsversprung
zwischen Vortriebsmaschine und Fördband ausgleichenden, dem Abwurf zugeordneten
Seitenaustrag aufweist. Durch einen Seitenaustrag am Fördererabwurf kann der
Achsversprung zum großen Teil ausgeglichen werden, ohne daß ein solcher
Umbau notwendig ist. Seitenausträge sind bei Förderern grundsätzlich
bekannt, nicht aber bei den Maschinenförderern von Streckenvortriebsmaschinen,
wobei es darum geht, im Bereich des Abwurfes das Haufwerk um annähernd 90 umzuleiten
und auf das darunterliegende Förderband zu übergeben.
Eine weitere Möglichkeit, einen Achsversprung der sich dadurch
vor allem ergibt, daß das später in der Strecke verbleibende Förderband
außermittig der Strecke angeordnet werden muß, auszugleichen ist die Konstruktion,
bei der der Ausleger des Maschinenförderers, der mit einer Mittelkette ausgerüstet
ist, schwenkbar ausgebildet ist. Durch die Mittelkette kann eine gewisse Kurve eingenommen
werden, ohne daß es zu Entgleisungen kommt. Der Achsversprung kann somit in
vorteilhafterweise ausgeglichen werden.
Derartige Streckenvortriebsmaschinen werden in der Regel mit einer
Arbeitsbühne ausgerüstet, die an der Einschienen-Hängebahnschiene
verfahrbar ist. Um den Ausbau, der mit der Arbeitsbühne eingebracht wird, besser
montieren bzw. vormontieren zu können, ist es von Vorteil, wenn wie erfindungsgemäß
vorgesehen die Arbeitsbühne auf der Übergabestation abgelegt bzw. abgesetzt
werden kann. Hierzu sieht die Erfindung vor, daß die Übergabestation und/oder
die Arbeitsbühne mit korrespondierenden Aufnahmen oder Stützflächen
ausgerüstet sind, so daß die notwendige sichere Standposition für
die Arbeitsbühne auch in diesem Bereich und bei diesen Arbeiten gegeben ist.
Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, daß eine
Vortriebsmaschine geschaffen ist, die sowohl im untertägigen Berg- und Tunnelbau,
wie auch im Kanalbau vorteilhaft zur Auffahrung von Strecken eingesetzt werden kann,
ohne daß ein Zwischenförderer bzw. eine sogenannte Brückenkonstruktion
erforderlich ist. Vielmehr wird das Förderband so nachgeführt, daß
die Bandkehre jeweils genau unterhalb des Auslegers der Streckenvortriebsmaschine
verbleibt. Dadurch kann das Fördergut bzw. das Haufwerk immer gleichmäßig
direkt auf das Förderband aufgegeben werden. Die gesamte Übergabestation
ist als Schwerttaschen-Konstruktion verwirklicht mit einer entsprechenden Rück-
und Spreizvorrichtung, um die notwendigen Kräfte zum Vorziehen des entsprechenden
Teils der Übergabestation und zum Verlängern d. h. zum Abziehen des Gurtes
von der Speicherbandschleife aufzubringen. Die gesamte Kostruktion ist nicht nur
teleskopierbar ausgebildet und damit vorteilhaft zum gleichförmigen Nachziehen
des Förderbandes entsprechend dem Vortrieb der Streckenvortriebsmaschine bestens
geeignet, sondern es ist auch sichergestellt, daß das Förderband innerhalb
dieser Übergabestation sicher geführt und so gehalten und abgestützt
ist, daß die darauf herabfallenden Brocken des Haufwerks nicht zu einer Zerstörung
des Gurtes führen können. Vorteilhaft ist dabei auch, daß durch Einsparung
zumindestens einer Übergabestation durch Wegfall eines Zwischenfördermittels
eine deutliche Verringerung des Staubanfalls erreicht ist, ganz abgesehen von sonstigen
Problemen im Bereich der Übergabe vom Kettenförderer auf ein Förderband.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein
bevorzugtes Ausführungsbeispiel mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen
dargestellt ist. Es zeigen:
1 eine Vortriebsmaschine innerhalb einer Strecke in
Rückansicht,
2 den Bereich der Übergabe zwischen Vortriebsmaschine
und Förderband in Seitenansicht,
3 den Übergabebereich in Draufsicht und
4 die aus 3 ersichtliche
Draufsicht ohne die Luttenleitung.
1 zeigt eine innerhalb einer Strecke 2 in
Position befindliche Vortriebsmaschine 1, die in Streckenachse
3 verfahrbar ist. Oberhalb des Schneidkopfes 9 ist eine EAB-Schiene
4 erkennbar, an der wie weiter hinten noch erläutert eine Arbeitsbühne
verfahrbar angeordnet ist.
Als Strebfördermittel 5 dient eine hier ein in Förderbandachse
6 verlängerbares Förderband 7, wozu die weiter hinten
noch beschriebene Schwerttaschen-Übergabestation 20 dient. Die Strecke
2 ist durch eine bogenförmigen Streckenausbau 8 abgesichert.
Gezeigt ist in 1 und entsprechend auch
in 2 der Übergabebereich zwischen Maschinenförderer
10 mit seinem Abwurf 11 und dem Streckenfördermittel
5 bzw. Förderband 7. Um den Achsunterschied bzw. den Achsversprung
zwischen Vortriebsmaschine 1 und Förderband 7 auszugleichen,
ist im Bereich des Auslegers 13 ein Seitenaustrag 12 vorgesehen,
der es ermöglicht, vom Maschinenförderer 10 rechtwinklig das
Haufwerk auf die Muldengleitwanne 15 bzw. auf den Obergurt 16
des Förderbandes 7 zu übergeben.
Im Schnitt gemäß 1 erkennbar
ist, daß der Obergurt 16 auf der Muldengleitwanne
15 geführt ist, während der Untergrund 17 in einem hier
nur angedeuteten Kanal 18 verläuft und so vor Beschädigungen
geschützt ist. Untergurt 17 und Obergurt 16 des Gurtbandes
19 werden weiter hinten durch übliche Tragkonstruktionen abgestützt
und geführt.
Neben bzw. unterhalb der Muldengleitwanne 15 und des Kanals
18 ist die Rück- und Spreizvorrichtung 21 ausgebildet und
angeordnet. Diese verfügt über insgesamt vier Spreizzylinder
23 mit beweglich angeordneten Stoßspreizen 24, die auf den
Streckenstoß 22 zu verfahrbar und gegen diesen abstützbar sind.
Die unterschiedlichen Längen, die erforderlich sind, weil das
gesamte Förderband 7 außermittig der Strecke 2 verfahren
wird, können erreicht werden, indem dem Spreizzylinder 23 Adapterstücke
25 zugeordnet sind, die insbesondere bezüglich ihrer Ausbildung auch
der 4 entnommen werden können.
1 und 3 zeigen, daß
parallel zu der Muldengleitwanne 15 eine Luttenleitung 28 in Form
einer teleskopierbar ausgebildeten Blechlutte 29 verläuft. Diese Blechlutte
29 weist einen rechteckigen Querschnitt auf und ermöglicht ein Rückmaß
von 1800 bzw. 2200 mm, wobei sie endseitig über Anschlüsse 30
zu daran anschließenden Spirallutten 31. In 3
ist dabei gezeigt, daß bei Bedarf die maschinenseitigen Enden der Blechlutte
29 als Lufteintritt 32 ausgebildet sein können, um hier die
Wetter gezielt aufzunehmen und abzuführen. Denkbar ist es aber wie gesagt auch,
hier wiederum Spirallutten 31 anzuschließen, um sie bis weiter vorn
an den Schneidkopf 9 heranzuführen.
2 wiederum den Übergabebereicht gemäß
1, wobei deutlich wird, daß die Bandkehre
34 deutlich unter den Abwurf 11 des Maschinenförderers
10 heruntergezogen ist. Erkennbar sind hier auch seitlich die Spirallutten
31, über die die Wetter die hier nicht dargestellten Blechlutten
29 hineingezogen werden.
Unterhalb der eigentlichen Bandkehre 34 ist eine Aufnahme
35 für die Spreizzylinder 23 erkennbar, d.h. auch diese sind
noch unterhalb des eigentlichen Gurtbandes 19 angeordnet, was im übrigen
auch für die Rück- und Spreizvorrichtung 21 gilt, auf deren Ausführung
weiter hinten noch eingegangen wird.
Oben auf die Schwerttaschen-Übergabestation 20 aufgesetzt
ist eine Arbeitsbühne 39, wobei hier insbesondere das Ausbautragteil
40 über Stützflächen 41 verfügt, die oben
auf den oberen Rand der Übergabestation aufgesetzt werden, um dann den hier
nicht dargestellten Ausbau auf das Ausbautragteil 40 einfacher auflegen
zu können.
Auf 3 war weiter vorne bereits kurz hingewiesen
worden. Hier sind insbesondere auch die Ausbildung des Adapterstückes
25 bzw. der Stoßspreizen 24 erkennbar. Während aber
die Stoßspreize 24 mit dem Spreizzylinder 23 über ein
schwenkbares Kupplungsteil 27 verbunden ist, ist dies zwischen Spreizzylinder
23 und Adapterstück 25 gemäß 4
ein starres Kupplungsteil 26.
Die 3 und 4,
bei denen es sich in beiden Fällen um Draufsichten auf die Übergabestation
20 handelt, unterscheiden sich vor allem dadurch, daß bei
4 auf die Darstellung der Blechlutte 29 verzichtet
ist, so daß die darunter liegenden Schub- und Zugzylinder 38 erkennbar
werden. Über diese Schub- und Zugzylinder 38 wird das innere Stationsteil
37 aus dem äußeren Stationsteil 36 herausgeschoben bzw.
umgekehrt hineingeschoben, was beim Weiterbewegen des Übergabestation
20 in Richtung Vortriebsmaschine 1 erforderlich ist. Um diese
Bewegung zusätzlich zu stabilisieren sind unterhalb der Übergabestation
20 Rückbalken 44 angeordnet, die insbesondere 1
entnommen werden können. Diese Rückbalken 44 bestehen aus einem
Außenbalken 45 und einem Innenbalken 46 und sorgen dafür,
daß die verschiedenen Teleskopiereinrichtungen nicht beschädigt werden
können, indem sie dazu beitragen, daß die Gesamtkonstruktion biegesteif
ist.
3 zeigt ergänzend, daß außerhalb der
eigentlichen Übergabestation 20 ein Rollenbockspeicher 48
angeordnet ist, der dafür sorgt, daß beim entsprechenden Vorziehen der
Übergabestation 20 das Gurtband 19 immer gleichmäßig
und sicher abgestützt ist. Die einzelnen Rollenböcke werden aus dem Rollbockspeicher
48 gleichmäßig herausgezogen und sorgen für die erwähnte
Unterstützung.
Am Einlauf des Kanals 18 für den Untergurt sind Säuberungsrollen
49 vorgesehen, über dem die der dem Untergurt anhaftende Schmutz abgelöst
wird, so daß ein entsprechend gereinigter Untergurt in den Kanal
18 eingezogen wird. Entsprechende Anbackungen werden so sicher verhindert.
Alle genannten Merkmale, auch die den Zeichnungen allein zu entnehmenden,
werden allein und in Kombination als erfindungswesentlich angesehen.
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| Anspruch[de] |
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Streckenvortriebsmaschine für die Streckenauffahrung im untertägigen
Berg-, Tunnel- und Kanalbau, die das gelöste Haufwerk über einen integrierten
Maschinenförderer (10) mit Ausleger (13) auf das nachfolgende
Streckenfördermittel (5) übergibt, dem je nach
Auslegung des Streckenvortriebes Luttenleitungen (28) und verschiedene
Versorgungsleitungen sowie eine Arbeitsbühne (39) zugeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet, dass das Streckenfördermittel (5) von
einem Förderband (7) gebildet ist, dessen vortriebsmaschinenseitige
Bandkehre (34) unterhalb des Auslegers (13) positioniert und einer
Schwerttaschen-Übergabestation (20) mit Rück- und Spreizvorrichtung
(21) zugeordnet und mit einer der übergabeseitigen Bandkehre zugeordneten
Speicherbandschleife zusammenwirkend ausgebildet ist, wobei die Schwerttaschen-Übergabestation
(20) mit einer dem Rückmaß entsprechend teleskopierbar ausgebildeten
Muldengleitwanne (15) ausgerüstet ist und die Rück- und Spreizvorrichtung
(21) rechtwinklig oder annähernd rechtwinklig zur Förderbandachse
(6) gegen die Streckenstöße (22) ausfahrbare Spreizzylinder
(23) mit endseitig angeordneten Stoßspreizen (24) aufweist
und wobei beidseitig der Schwerttaschen-Übergabestation (20) Schub-
und Zugzylinder (38) hoher Vorschub- bzw. Nachziehkraft so angeordnet sind,
dass das jeweilige Stationsteil (36, 37) mit Gurtband (19)
in Streckenlängsrichtung verschiebbar bzw. verlängerbar ist.
Streckenvortriebsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Schwerttaschen-Übergabestation (20) über Rückbalken
(44) verfügt, die eine Beschädigung an den Teleskopiereinrichtungen
verhindernde, biegesteife Gesamtkonstruktion gewährleistend ausgebildet ist.
Streckenvortriebsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
der Untergurt (17) des Gurtbandes (19) innerhalb der Übergabestation
(20) in einem teleskopierbar ausgebildeten Kanal (18) geführt
ist.
Streckenvortriebsmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass
dem Kanal (18) einlaufseitig Abstreifer und Säuberungsrollen (49)
für den Untergurt (17) zugeordnet sind.
Streckenvortriebsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
der Muldengleitwanne (15) ein Rollenbockspeicher (48) nachgeordnet
ist.
Streckenvortriebsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Stoßspreizen (24) begrenzt gelenkig mit den Spreizzylindern (23)
verbunden sind.
Streckenvortriebsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen den Stoßspreizen (24) und den Spreizzylindern (23)
auswechselbar ausgebildete Adapterstücke (25) angeordnet sind.
Streckenvortriebsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
seitlich der Bandmulden der Muldengleitwanne (15) Blechlutten (29),
die aus ineinanderschiebbaren Teillutten bestehen, angeordnet sind.
Streckenvortriebsmaschine nach Anspruch 8 dadurch gekennzeichnet, dass
die Blechlutten (29) einen rechteckigen Querschnitt aufweisen, dem Rückmaß
entsprechend teleskopierbar und mit Anschlüssen (30) für die
Spirallutten (31) ausgerüstet sind.
Streckenvortriebsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
der Maschinenförderer (10) mit Ausleger (13) einen einen
Achsversprung zwischen Vortriebsmaschine (1) und Förderband (7)
ausgleichenden, dem Abwurf (11) zugeordneten Seitenaustrag (12)
aufweist.
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