Die Erfindung betrifft einen Wechselrahmen für Bilder und Poster
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Verschiedene Arten von Wechselrahmen und Gestaltungsformen von Rückwänden
für Bilderrahmen sind bekannt.
DE 200 10 937 U1 beschreibt einen
Wechselrahmen besteht aus einem Innen- und Außenrahmen sowie Klemmmitteln zum
Festklemmen von Bildern, wobei die Klemmen am Außenrahmen angebracht sind,
so dass sie rückseitig gegen die Abdeckscheibe drücken.
In DE 295 07 433 U1
wird eine Wechselbildhalterung beschrieben bei der die Rückwand über Klemmspangen
an den Rand der Rückwand gedrückt wird.
In AT 403 982 B wird
eine Rückwand für Bilderrahmen beschrieben an deren Rückseite sich
eine Stütze befindet, um einen Bildhalter abzustützen. Zu dieser Art Bildhalter
gehört auch der in der EP 0 167 637
A1 beschriebene Bildhalter. Dieser weist eine an der Rückwand des
Bildhalters angelenkte und einer angeschwenkten Ruhestellung in eine abgespreizte
Gebrauchsstellung schwenkbare Stütze auf. In der Rückwand des Bildhalters
ist mindestens eine mit einem Haken scharnierartig zusammenwirkende Aufnahme vorgesehen.
DE 92 03 737 U1 beschreibt einen
klappbaren Wechselrahmen vor, der aus mehreren, geraden, zweiteiligen Profilabschnitten
zusammengesetzt ist, die aus einem Abschnitt eines Rahmenprofils mit einer fixen,
zylindrischen Achse einstückig angeformt sind.
In DE 699 18 003 T2
wird eine Rückwand für Bilderrahmen mit Mittel zur Anpassung an unterschiedliche
Abmessungen vorgeschlagen, bei der die Rückwand mit einem Stützfuß
über Scharniere verbunden ist. Die Rückweist umfasst Einrichtungen, um
die Position der Scharniere bezüglich des Rückwandkörpers ohne Unterbrechung
zu verändern. Auf diese Weise kann eine Anpassung an unterschiedliche Rahmengrößen
erfolgen.
Die zuvor beschriebenen Bildhalter haben den Nachteil, daß bei
einem Bilder- oder Posterwechsel zuerst die entsprechenden Haltevorrichtungen für
die Rückwand losgelöst werden müssen. Beim Herausnehmen eines Bildes
oder Posters müssen beispielsweise Klemm- oder Rastverbindungen gelockert und
entfernt werden; erst dann kann das Bild oder Poster aus dem Rahmen herausgenommen
werden.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen
Wechselrahmen für Bilder und Poster bereit zustellen, dessen Rückwand
auf einfache Weise in ein Rahmenprofil eingelegt und bei Bedarf ohne technische
Hilfsmittel entfernt werden kann.
Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Wechselrahmen für
Bilder und Poster mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
Der erfindungsgemäße Wechselrahmen besteht aus einer mehrteiligen
Rückwand mit Klappflügeln. Die Klappflügel werden über Scharniereinrichtungen
klappbar mit dem Rückwandkörper verbunden. Das Einsetzen der Rückwand
in das Rahmenprofil erfolgt mit abgewinkelten Klappflügeln (= Schenkelstellung).
Zum Halt der Rückwand besitzt das Rahmenprofil links- und rechtsseitig ausgebildete
U-Profile, in die die Seitenkanten der Rückwand durch rückseitigen Druck
auf die Rückwand gedrückt werden (= Flachstellung).
In einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Wechselrahmens besteht die Rückwand aus zwei gleichgroßen Klappflügeln,
die an ihrem Verbindungssteg mit Scharnieren verbunden sind. Dadurch sind die Klappflügel
auf- und einklappbar.
Zur weiteren Arretierung und Befestigung der Rückwand in dem
Rahmenprofil können an der Rückwand zusätzliche Querstangen angebracht
sein, um Bilder und Rückwand unter Spannung sicher im Rahmenprofil zu halten.
Solche Querstangen können gleichzeitig Aufhängeprofile zur Anbringung
des Wechselrahmens an Wänden enthalten.
In einer zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Wechselrahmens besteht die Rückwand neben zwei Klappflügeln aus einer
zentralen Grundplatte. Die beiden Klappflügelhälften sind hierbei nicht
über ein Scharnier miteinander verbunden, sondern rechts- und linksseitig über
Scharniere an der Grundplatte angebracht. Je nach Größe des Rahmens können
die Klappflügel über mehrere Scharniere angebracht sein.
Als Scharniere eignen sich insbesondere Feder- oder Schnappscharniere,
die einen definierten Druckpunkt zum Einrasten haben. Durch die verschiedenen Raststufen
wird eine Überwinkelung der Scharniere vermieden. Wegen der Sicherung durch
den Druckpunkt der Federscharniere sind Querstangen zur Fixierung der Bilder im
Rahmen auch bei größeren Formaten nicht unbedingt erforderlich; können
jedoch zur zusätzlichen Stabilisierung der Rückwand und des Rahmenprofils
angebracht sein.
Der erfindungsgemäße Wechselrahmen weist
mehrere Vorteile auf. Durch den Aufbau der Rückwand in Klappenflügeln,
die über Scharniere auf- und einklappbar sind, ist es möglich, die Rückwand
auf einfache Weise in das Rahmenprofil einzulegen. Technische Hilfsmittel zur Befestigung
der Rückwand am Rahmen wie Klemmen oder Spangen sind nicht erforderlich. Die
Klappenflügel der Rückwand ermöglichen ein schnelles Einsetzen und
Entfernen von Bildern oder Postern aus einem Rahmen.
Anhand der folgenden Zeichnungen soll die Erfindung in Form ihrer
Ausführungsbeispiele näher erläutert werden. Es zeigen
1 eine Darstellung einer ersten Ausführungsform
eines Wechselrahmens mit einer Rückwand aus zwei Klappflügeln in Schenkelstellung,
2 den Aufbau des Wechselrahmens von 1
mit zusätzlichen Querstangen an der Rückwand,
3 eine Darstellung einer zweiten Ausführungsform
eines Wechselrahmens mit einer Rückwand aus zwei Klappflügel in Schenkelstellung,
4 den Aufbau des Wechselrahmens von 3
mit seinen Bestandteilen,
5 die Klapprückwand von 3
in Flachstellung.
1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel des Wechselrahmens.
Man erkennt ein Rahmenprofil 2 dessen Seitenkanten zu einem U-Profil ausgeformt
sind. In das Rahmenprofil 2 wird vorzugsweise eine transparente und entspiegelte
Platte 4 (z. B. Acrylplatte) eingesetzt. Das Rahmenprofil 2 kann
jedoch auch vollständig aus einem transparenten Material wie Acryl ausgeformt
sein. In diesem Fall ist eine zusätzliche Acrylplatte nicht notwendig. Auf
die transparente Platte folgt ein Foto, ggf. mit einem Karton zur Verstärkung,
danach eine Rückwand 10. Die Rückwand 10 besteht aus
Klappflügeln 12. Die Klappflügel 12 werden über
die Scharniere 14 über einen Verbindungssteg 16 zusammen
gehalten. Beim Einlegen der Rückwand 10 in das Rahmenprofil
2 werden die Seitenkanten der Rückwand 10 in die U-Profile
des Rahmenprofils 2 gedrückt. Dies erfolgt durch Herunterdrücken
der Rückwand 10, so dass die Klappflügel 12 von einer
Schenkelstellung in Flachstellung überführt werden. Durch das Arretieren
der Klappflügel 12 in die U-Profile des Rahmenprofils 2 wird
das eingelegte Bild oder Poster an die transparente Platte 4 gedrückt.
2 zeigt den Aufbau eines Wechselrahmens. Man erkennt
die Rückwand 10 mit den Klappflügeln 12. Die Klappflügel
12 sind über Scharniere 14 beweglich miteinander verbunden.
Bei einem Bilderwechsel werden die Klappflügel 12 nach hinten weggeklappt.
Bei größeren Bildergrößen können zur weiteren Stabilisierung
an der Rückwand 10 zusätzliche Querstangen 20 angebracht
werden, um die Bilder und die klappbare Rückwand 10 unter Spannung
sicher im Rahmen zu halten. Die Querstangen 20 können zugleich auch
Aufhängeprofile zur Aufhängung des Wechselrahmens besitzen. Weiter erkennt
man (skizzenhaft dargestellt), ein hinter der Rückwand 10 angeordnetes
Bild mit Karton 6 und eine transparente entspiegelte Platte 4
(z. B. Acrylplatte).
3 zeigt eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Wechselrahmens. Die Klappflügel 12 sind hierbei nicht direkt über
Scharniere 14 miteinander verbunden, sondern links- und rechtsseitig an
einer Grundplatte 18 angebracht. Die Flachstellung der beiden Klappflügel
12 kann mit Hilfe eines Federscharniers 14 vorjustiert sein. Auf
diese Weise rasten die Klappflügel in Flachstellung ein; eine Überwinkelung
der Klappflügel 12 wird vermieden.
4 zeigt den Aufbau des Wechselrahmens von
3. Man erkennt (skizzenhaft dargestellt), die Rückwand
10, ein Bild mit Karton 6, eine transparente Platte
4 und das Rahmenprofil 2.
5 zeigt eine Drauf- und Seitenansicht des in
3 beschriebenen Wechselrahmens. In der Seitenansicht
erkennt man die Klappflügel 12, die über Scharniere
14 gelenkig an den Längsseiten der Grundplatte 18 verbunden
sind (5A).
Weiter ist die Rückwand 10 in Draufsicht gezeigt (5B).
Zur Aufstellung des Wechselrahmens können ggf. Aufstellfüße oder
Stützen an der Rückwand 10 angebracht sein.