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Dokumentenidentifikation DE202006005767U1 20.09.2007
Titel Wechselrahmen für Bilder und Poster
Anmelder Triumph International AG, 80335 München, DE
Vertreter Patentanwälte Möll und Bitterich, 76829 Landau
DE-Aktenzeichen 202006005767
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 20.09.2007
Registration date 16.08.2007
Application date from patent application 08.04.2006
IPC-Hauptklasse A47G 1/06(2006.01)A, F, I, 20060408, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A47G 1/14(2006.01)A, L, I, 20060408, B, H, DE   G09F 1/12(2006.01)A, L, I, 20060408, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Wechselrahmen für Bilder und Poster gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Verschiedene Arten von Wechselrahmen und Gestaltungsformen von Rückwänden für Bilderrahmen sind bekannt.

DE 200 10 937 U1 beschreibt einen Wechselrahmen besteht aus einem Innen- und Außenrahmen sowie Klemmmitteln zum Festklemmen von Bildern, wobei die Klemmen am Außenrahmen angebracht sind, so dass sie rückseitig gegen die Abdeckscheibe drücken.

In DE 295 07 433 U1 wird eine Wechselbildhalterung beschrieben bei der die Rückwand über Klemmspangen an den Rand der Rückwand gedrückt wird.

In AT 403 982 B wird eine Rückwand für Bilderrahmen beschrieben an deren Rückseite sich eine Stütze befindet, um einen Bildhalter abzustützen. Zu dieser Art Bildhalter gehört auch der in der EP 0 167 637 A1 beschriebene Bildhalter. Dieser weist eine an der Rückwand des Bildhalters angelenkte und einer angeschwenkten Ruhestellung in eine abgespreizte Gebrauchsstellung schwenkbare Stütze auf. In der Rückwand des Bildhalters ist mindestens eine mit einem Haken scharnierartig zusammenwirkende Aufnahme vorgesehen.

DE 92 03 737 U1 beschreibt einen klappbaren Wechselrahmen vor, der aus mehreren, geraden, zweiteiligen Profilabschnitten zusammengesetzt ist, die aus einem Abschnitt eines Rahmenprofils mit einer fixen, zylindrischen Achse einstückig angeformt sind.

In DE 699 18 003 T2 wird eine Rückwand für Bilderrahmen mit Mittel zur Anpassung an unterschiedliche Abmessungen vorgeschlagen, bei der die Rückwand mit einem Stützfuß über Scharniere verbunden ist. Die Rückweist umfasst Einrichtungen, um die Position der Scharniere bezüglich des Rückwandkörpers ohne Unterbrechung zu verändern. Auf diese Weise kann eine Anpassung an unterschiedliche Rahmengrößen erfolgen.

Die zuvor beschriebenen Bildhalter haben den Nachteil, daß bei einem Bilder- oder Posterwechsel zuerst die entsprechenden Haltevorrichtungen für die Rückwand losgelöst werden müssen. Beim Herausnehmen eines Bildes oder Posters müssen beispielsweise Klemm- oder Rastverbindungen gelockert und entfernt werden; erst dann kann das Bild oder Poster aus dem Rahmen herausgenommen werden.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Wechselrahmen für Bilder und Poster bereit zustellen, dessen Rückwand auf einfache Weise in ein Rahmenprofil eingelegt und bei Bedarf ohne technische Hilfsmittel entfernt werden kann.

Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Wechselrahmen für Bilder und Poster mit den Merkmalen des Anspruchs 1.

Der erfindungsgemäße Wechselrahmen besteht aus einer mehrteiligen Rückwand mit Klappflügeln. Die Klappflügel werden über Scharniereinrichtungen klappbar mit dem Rückwandkörper verbunden. Das Einsetzen der Rückwand in das Rahmenprofil erfolgt mit abgewinkelten Klappflügeln (= Schenkelstellung). Zum Halt der Rückwand besitzt das Rahmenprofil links- und rechtsseitig ausgebildete U-Profile, in die die Seitenkanten der Rückwand durch rückseitigen Druck auf die Rückwand gedrückt werden (= Flachstellung).

In einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Wechselrahmens besteht die Rückwand aus zwei gleichgroßen Klappflügeln, die an ihrem Verbindungssteg mit Scharnieren verbunden sind. Dadurch sind die Klappflügel auf- und einklappbar.

Zur weiteren Arretierung und Befestigung der Rückwand in dem Rahmenprofil können an der Rückwand zusätzliche Querstangen angebracht sein, um Bilder und Rückwand unter Spannung sicher im Rahmenprofil zu halten. Solche Querstangen können gleichzeitig Aufhängeprofile zur Anbringung des Wechselrahmens an Wänden enthalten.

In einer zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Wechselrahmens besteht die Rückwand neben zwei Klappflügeln aus einer zentralen Grundplatte. Die beiden Klappflügelhälften sind hierbei nicht über ein Scharnier miteinander verbunden, sondern rechts- und linksseitig über Scharniere an der Grundplatte angebracht. Je nach Größe des Rahmens können die Klappflügel über mehrere Scharniere angebracht sein.

Als Scharniere eignen sich insbesondere Feder- oder Schnappscharniere, die einen definierten Druckpunkt zum Einrasten haben. Durch die verschiedenen Raststufen wird eine Überwinkelung der Scharniere vermieden. Wegen der Sicherung durch den Druckpunkt der Federscharniere sind Querstangen zur Fixierung der Bilder im Rahmen auch bei größeren Formaten nicht unbedingt erforderlich; können jedoch zur zusätzlichen Stabilisierung der Rückwand und des Rahmenprofils angebracht sein.

Der erfindungsgemäße Wechselrahmen weist mehrere Vorteile auf. Durch den Aufbau der Rückwand in Klappenflügeln, die über Scharniere auf- und einklappbar sind, ist es möglich, die Rückwand auf einfache Weise in das Rahmenprofil einzulegen. Technische Hilfsmittel zur Befestigung der Rückwand am Rahmen wie Klemmen oder Spangen sind nicht erforderlich. Die Klappenflügel der Rückwand ermöglichen ein schnelles Einsetzen und Entfernen von Bildern oder Postern aus einem Rahmen.

Anhand der folgenden Zeichnungen soll die Erfindung in Form ihrer Ausführungsbeispiele näher erläutert werden. Es zeigen

1 eine Darstellung einer ersten Ausführungsform eines Wechselrahmens mit einer Rückwand aus zwei Klappflügeln in Schenkelstellung,

2 den Aufbau des Wechselrahmens von 1 mit zusätzlichen Querstangen an der Rückwand,

3 eine Darstellung einer zweiten Ausführungsform eines Wechselrahmens mit einer Rückwand aus zwei Klappflügel in Schenkelstellung,

4 den Aufbau des Wechselrahmens von 3 mit seinen Bestandteilen,

5 die Klapprückwand von 3 in Flachstellung.

1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel des Wechselrahmens. Man erkennt ein Rahmenprofil 2 dessen Seitenkanten zu einem U-Profil ausgeformt sind. In das Rahmenprofil 2 wird vorzugsweise eine transparente und entspiegelte Platte 4 (z. B. Acrylplatte) eingesetzt. Das Rahmenprofil 2 kann jedoch auch vollständig aus einem transparenten Material wie Acryl ausgeformt sein. In diesem Fall ist eine zusätzliche Acrylplatte nicht notwendig. Auf die transparente Platte folgt ein Foto, ggf. mit einem Karton zur Verstärkung, danach eine Rückwand 10. Die Rückwand 10 besteht aus Klappflügeln 12. Die Klappflügel 12 werden über die Scharniere 14 über einen Verbindungssteg 16 zusammen gehalten. Beim Einlegen der Rückwand 10 in das Rahmenprofil 2 werden die Seitenkanten der Rückwand 10 in die U-Profile des Rahmenprofils 2 gedrückt. Dies erfolgt durch Herunterdrücken der Rückwand 10, so dass die Klappflügel 12 von einer Schenkelstellung in Flachstellung überführt werden. Durch das Arretieren der Klappflügel 12 in die U-Profile des Rahmenprofils 2 wird das eingelegte Bild oder Poster an die transparente Platte 4 gedrückt.

2 zeigt den Aufbau eines Wechselrahmens. Man erkennt die Rückwand 10 mit den Klappflügeln 12. Die Klappflügel 12 sind über Scharniere 14 beweglich miteinander verbunden. Bei einem Bilderwechsel werden die Klappflügel 12 nach hinten weggeklappt. Bei größeren Bildergrößen können zur weiteren Stabilisierung an der Rückwand 10 zusätzliche Querstangen 20 angebracht werden, um die Bilder und die klappbare Rückwand 10 unter Spannung sicher im Rahmen zu halten. Die Querstangen 20 können zugleich auch Aufhängeprofile zur Aufhängung des Wechselrahmens besitzen. Weiter erkennt man (skizzenhaft dargestellt), ein hinter der Rückwand 10 angeordnetes Bild mit Karton 6 und eine transparente entspiegelte Platte 4 (z. B. Acrylplatte).

3 zeigt eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Wechselrahmens. Die Klappflügel 12 sind hierbei nicht direkt über Scharniere 14 miteinander verbunden, sondern links- und rechtsseitig an einer Grundplatte 18 angebracht. Die Flachstellung der beiden Klappflügel 12 kann mit Hilfe eines Federscharniers 14 vorjustiert sein. Auf diese Weise rasten die Klappflügel in Flachstellung ein; eine Überwinkelung der Klappflügel 12 wird vermieden.

4 zeigt den Aufbau des Wechselrahmens von 3. Man erkennt (skizzenhaft dargestellt), die Rückwand 10, ein Bild mit Karton 6, eine transparente Platte 4 und das Rahmenprofil 2.

5 zeigt eine Drauf- und Seitenansicht des in 3 beschriebenen Wechselrahmens. In der Seitenansicht erkennt man die Klappflügel 12, die über Scharniere 14 gelenkig an den Längsseiten der Grundplatte 18 verbunden sind (5A).

Weiter ist die Rückwand 10 in Draufsicht gezeigt (5B). Zur Aufstellung des Wechselrahmens können ggf. Aufstellfüße oder Stützen an der Rückwand 10 angebracht sein.


Anspruch[de]
Wechselrahmen für Bilder und Poster, umfassend

– eine transparente Platte (4),

– ein vierkantiges Rahmenprofil (2) mit seitlich ausgeformten U-Profilen,

– eine in die U-Profile einsetzbare Rückwand (10), gekennzeichnet durch die Merkmale:

– die Rückwand (10) besteht aus Klappflügeln (12),

– die Klappflügel (12) sind über Scharniere (14) von einer Schenkelstellung in eine Flachstellung überführbar,

– durch Herunterdrücken der Klappflügel (12) von der Schenkelstellung in die Flachstellung sind die Seitenkanten der Klappflügel (10) in die U-Profile des Rahmenprofils (2) arretierbar.
Wechselrahmen nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch das Merkmal:

– die Klappflügel (12) sind über die Scharniere (14) miteinander verbunden.
Wechselrahmen nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch das Merkmal:

– die Klappflügel (12) sind links- und rechtsseitig über die Scharniere (14) an einer Grundplatte (18) angebracht.
Wechselrahmen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch das Merkmal:

– die Klappflügel (12) der Rückwand (10) besitzen gleich große oder verschiedene Grundflächen.
Wechselrahmen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch das Merkmal:

– der Klapprahmen (10) besitzt ein Greifprofil zum Aufklappen der Klappflügel (12) bei einer in das Rahmenprofil (2) eingesetzten Rückwand (10).
Wechselrahmen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch das Merkmal:

– die Rückwand (10) besitzt einen Aufstellfuß oder Stütze.
Wechselrahmen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch das Merkmal:

– die Rückwand (10) oder die einzelnen Klappflügel (12) besitzen eine Rahmung.
Wechselrahmen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch das Merkmal:

– die Rückwand (10) ist über Querstangen (20) im Rahmenprofil (2) verspannt.
Wechselrahmen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch das Merkmal:

– bei den Scharnieren (14) handelt es sich um Federscharniere mit definiertem Druckpunkt zum Einrasten der Rückwand (10 ) in die Flachstellung.
Wechselrahmen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch das Merkmal:

– das Rahmenprofil (2) ist zumindest abschnittweise aus einem transparenten Material ausgeformt, so daß die transparente Platte (4) ein Teil des Rahmenprofil (2) ist.
Wechselrahmen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch das Merkmal:

– das Rahmenprofil (2), die Rückwand (10) und/oder die Rahmungen der Klappflügel (12) bestehen aus Aluminium, Kunststoff, Holz oder Acryl.
Klapprahmen, umfassend

– eine Rückwand (10),

– gekennzeichnet durch die Merkmale:

– die Rückwand (10) besteht aus Klappflügeln (12),

– die Klappflügel (12) sind über Scharniere (14) von einer Schenkelstellung in eine Flachstellung überführbar,

– durch Herunterdrücken der Klappflügel (12) von der Schenkelstellung in die Flachstellung sind die Seitenkanten der Klappflügel (10) in U-Profile eines Rahmenprofils (2) arretierbar.
Klapprahmen nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch das Merkmal:

– die Klappflügel (12) sind über die Scharniere (14) miteinander verbunden.
Klapprahmen nach Anspruch 12 oder 13, gekennzeichnet durch das Merkmal:

– die Klappflügel (12) sind links- und rechtsseitig über die Scharniere (14) an einer Grundplatte (18) angebracht.
Klapprahmen nach einem der Ansprüche 12 bis 14, gekennzeichnet durch das Merkmal:

– die Rückwand (10) ist über Querstangen (20) im Rahmenprofil (2) verspannt.
Klapprahmen nach einem der Ansprüche 12 bis 15, gekennzeichnet durch das Merkmal:

– bei den Scharnieren (14) handelt es sich um Federscharniere mit definiertem Druckpunkt zum Einrasten der Rückwand (10 ) in die Flachstellung.






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