Prinzip.
Der Ultraschall ist eine Schwingungserscheinung der so genannten Längswellen
oder Longitudinalwellen.
Die Amplitude des longitudinal schwingenden piezoelektrischen Keramikschwingers-Schallwandlers
beträgt nur ca. 5 &mgr;m. Zwischen Werkzeug und Schallwandler befindet sich
daher eine weitere Einheit, bestehend aus Amplitudentransformator und Kegelsonotrode.
Die Kegelsonotrode ist als Beispiel mit D = 40 mm und d = 20 mm eingekoppelt. Durch
die Querschnittsreduzierung erfolgt eine Vergrößerung der Schwingweite,
die die Amplitude auf 20–40 &mgr;m verstärkt. Die miteinander verbundenen
Elemente bilden zusammen ein schwingungstechnisches System, das in Resonanz betrieben
wird. D.h. die elektrische Hochfrequenzenergie wird mittels eines piezokeramischen
Schallwandlers in mechanische Schwingung gleicher Frequenz durch einen elektrischen
Generator umgewandelt mit der gleicher Frequenz angeregt werden
Bis zu etwa 200 kHz kann sich der Ultraschall auch wie ein Ton in
der Luft ausbreiten. Bei noch höheren Frequenzen nimmt die Reichweite aber
stark ab. Bei 1 MHz ist eine effektive Übertragung nur durch Feste oder Flüssige
Stoffe möglich. Denn die sehr schnell schwingenden Teilchen eines Medium enthalten
bei höheren Frequenzen schon sehr große Mengen an mechanischer Energie.
Je höher die Frequenz ist, umso höher ist also die Energiedichte in einem
vergleichbaren Volumen eines Stoffes. Solche hohen Energiekonzentrationen haben
verschiedenste Auswirkungen auf Stoffe.
Funktionsbeschreibung
Der Ultraschallzerstäuber (Ultraschallvernebler) ist zum Zerstäuben,
Vernebeln, Emulgieren, Dispergieren und Mischen von Flüssigkeiten bestimmt,
erzeugt elektrische Hochfrequenzschwingungen im KHz und MHz-Bereich und setzt diese
mit Hilfe von Piezo-Keramik-Platten (piezokeramischen Schallwandlers) in mechanische
Ultraschallschwingungen um.
Diese Schwingungen werden über das Wasser auf die Oberfläche
der Vernebelungsflüssigkeit ausgestoßen. Es entsteht eine feine, dichte
Nebel-Dispersion.
Der Zerstäuber hat zwei exakt definierte Arbeitsfrequenzen mit
entsprechenden 2 Resonanzfrequenzen im Kilohertz- und Megaherzbereich (die Resonanzschwingung
des Piezoelementes und der gesamten Konstruktion). Das System generiert Schwingungen
gleichzeitig in 2 Resonanzfrequenzen (prinzipiell ist auch eine Resonierung auch
auf Nebenfrequenzen möglich (Multifrequenzeffekt), was auch eine gleichmäßige
Verteilung von Dispersionsteilchen verschiedener Grösse ermöglicht.)
Der Zerstäuber besteht aus einem (oder mehreren), piezokeramischen
Schallwandler 1 (1.2), einem Konzentrator (Kegelsonotrode)
1 (1.1), (oder mehreren), die miteinander verbunden
sind, geklebt oder gelötet werden und somit einen Resonator bilden.
Die Zufuhr der zu zerstäubenden Flüssigkeit erfolgt durch
die Kapillare 1 (1.4), oder einem System von
Kapillaren.
Das Funktionsprinzip des Zerstäubers ist im Megahertzbereich
der Resonanzschwingung ähnlich der Funktion eines medizinischen Inhalators.
Allerdings hat die hier beschriebene Konstruktion im Unterschied zum medizinischen
Inhalator (der die Zerstäubung nur im Brennpunkt hat) gleichzeitig einen doppelten
Brennpunkt der Ultraschallschwingungen: im Körper der Kegelsonotrode
1 (1.1), und in der Flüssigkeit
1 (1.5), die sich in der aktiven Zone Brennpunkt)
befindet – mit einem Radius von z.B. 1,5 mm – 1.
Das ermöglicht:
- – die Intensität der Ultraschallschwingungen in der Zone der Zerstäubung
zu erhöhen (mittels einer erheblich geringeren Reduzierung der Ultraschallschwingungen
im Metall, als in Flüssigkeiten)
- – das Zerstäuben der Flüssigkeit in einer beliebigen Lage des
Zerstäubers zu ermöglichen (die Menge der Flüssigkeit, die sich in
der aktiven Zone des Zerstäubers 1 (1.4),
befindet, ist erheblich geringer, als im medizinischen Inhalator, was ihren Ausfluss,
z.B. bei einer Neigung des Inhalators, verhindert.
Im Kilohertzbereich funktioniert der Zerstäuber wie ein piezoelektrisches
Schwingungssystem mit einer Kegelsonotrode, deren Resonanzfrequenz der Ultraschallschwingungen
abhängig von der Länge des Resonators ist.
Z. B. beträgt der Durchmesser der meisten Tröpfchen der
Dispersion im Kilohertzbereich 18–20 mkm., (bei 120 KHz und der Länge
des Schwingungssystems 20–25 mm)
Bei dieser Frequenz erfolgt die Zerstäubung der Flüssigkeit
von dem Frontbereich der der Sonotrode 1 (1.1),
Der Frontbereich der Sonotrode hat einem Durchmesser ähnlich dem Durchmesser
der Sonotrode an der Seite des Piezokeramischen Elementes 1
(1.3), z. B. ungefähr 15 mm.
Die Schicht der Flüssigkeit auf dem Frontbereich 1
(1.6), der Sonotrode des Zerstäubers kann sowohl aufgrund der Zufuhr
von Tropfen aus der aktiven Zone des Zerstäubers 1
(1.5)„ als auch aufgrund der Zufuhr von überschüssiger
Flüssigkeit in den Zerstäuber entstehen.
Im letztgenannten Fall überschwemmt die Flüssigkeit die
aktive Zone des Zerstäubers und wird über vier zueinander kreuzweise angeordnete
Kanäle 1 (1.7), abgeführt und sammelt
sich im ringartigen Durchfluss 1 (1.8),. Die
Regulierung der Zufuhr von Flüssigkeit in die aktive Zone des Zerstäubers
auf diese Weise ermöglicht die Veränderung der Anzahl der Tropfen mit
einem mittleren Durchmesser von 18–20 mkm im Aerosol.
Der Durchmesser der meisten Tropfchen der Dispersion im Megahertzbereich,
(z.B. bei 2.5 MHz) beträgt 3–5 mkm.
Im Histogramm in 2 (Achse X –
Durchmesser des Tropfens, Achse Y – prozentualer Anteil der Tropfen mit diesem
Durchmesser im gesamten Aerosolgemisch) sind deutlich die beiden Maximalwerte zu
sehen, die den Durchmessern der Tropfen (3–5 mkm und 18–20 mkm) entsprechen.
Diese entstehen beim Betrieb des Zerstäubers auf den Frequenzen
seiner Hauptfrequenzresonanzen (2,5 MHz – die Resonanz den piezokeramischen
Schallwandlers, 120 KHz – die Resonanz der Sonotrode).
Dabei ist der Bereich zwischen den genannten Tropfen (3–5 mkm
und 18–20 mkm) genau so dicht mit Tropfen dazwischenliegender Größe
ausgefüllt.
Wenn man die Arbeitsfrequenz und somit die Hauptresonanzen des Zerstäubers
ändert, kann man den Anteil der Teilchen eben dieser Grösse in diesem
Raum beeinflussen.
Das Zwei- oder Mehrfrequenzresonanz-System ermöglicht eine effektive,
kontrollierte Erzeugung von Aerosol-Tröpfchen versch. Grösse.
Die energetische Effektivität der beschriebenen Konstruktion
des Zerstäubers lässt sich aufgrund des Grades der Konzentration der Ultraschallenergie
im Material des Resonators beurteilen.
Die Intensität der Ultraschallenergie im Brennpunkt des Resonators
3 (3.1), erhöht sich um nicht weniger
als das Zehnfache im Vergleich zur Intensität der Ultraschallenergie auf der
Oberfläche des piezokeramischen Schallwandlers 3
(3.2), – als Ergebnis eines Computermodells 3.
Außerdem ist aus Literaturquellen bekannt, das für die Dispergierung von
1 ml Wasser nicht mehr als 2 Watt Energie verbraucht werden. Somit kann man von
einer hohen energetischen Effektivität des Zerstäubers sprechen.
Wegen diesem geringen Energieverbrauch kann der Amplitudentransformator
(z.B. Autogenerator) zum Betrieb des Zerstäubers ein herkömmliches Gerät
sein, das von einer herkömmlichen Stromquelle, galvanischem Element gespeist
werden kann.
Im Beispiel in 4 ist ein Muster gezeigt,
das aus einem Generator 4 (4.1) und drei Zerstäubern
4 (4.2) besteht, die auf der Basis
4 (4.3) positioniert sind, die wiederum aus
drei isolierten, mit Dispersionsflüssigkeit gefüllten Kammern
4 (4.4) besteht. Es lässt sich vorhersagen,
das zum Betrieb dieser Vorrichtung (unter Berücksichtigung der Verluste) nicht
mehr Energie als 3 bis 5 Watt benötigt werden.
Besonderheiten der Konstruktion.
- 1. Der zentrale Hohlraum 1.1 (1.5) in
der Zone der maximalen Konzentration der Ultraschallschwingungen der Sonotrode
1 (1.1) ist so angeordnet, das die endgültige
Konzentration der Ultraschallschwingungen in der Flüssigkeit erfolgt, die sich
im zentralen Hohlraum 1.1 (1.5) befindet.
- 2. Die Sonotrode 1 (1.1) ist mit der Stirnfläche-Frontbereich
der Sonotrode 1 (1.6) mit dem kleineren Querschnitt
durch eine Kapillare 1.1 (1.1.2) verbunden,
um ein unkontrolliertes Ausfließen der zu zerstäubenden Flüssigkeit
zu verhindern.
- 3. Die Länge der Sonotrode 1 (1.1)
entspricht der Hälfte der Wellenlänge &lgr;/2 der Ultraschallschwingungen
– im Material mit der Frequenz, die das Zentrum der Dispersionszerstäubung
bestimmt, und der maximale Durchmesser des Schwingungserzeugers soll nicht größer
als der sechste Teil der Wellenlänge im Material der Sonotrode sein.
- 4. Die Erregung der Ultraschallschwingungen gleichzeitig in allen Sonotroden
4 oder in einer bestimmten Aufeinanderfolge erfolgt.
Vorteile und Unterscheidungsmerkmale
Der Betrieb in einer beliebigen Lage (vorher nur in der Vertikalen)
erfolgen kann.
Das Gemisch kann aufgrund der gleichzeitigen Zerstäubung verschiedener
Stoffe, die durch Kapillaren 1.10 zugeführt werden
können, beliebig verschieden zusammengesetzt sein.
Herstellung von Dispersion beliebiger Feinheit während der gleichzeitigen
Zerstäubung aufgrund der kontrollierbaren Steuerung der Leistung
im Hochfrequenz- und Niedrigfrequenzbereich.
Reduzierung des Energieverbrauchs bei der Zerstäubung unter der
Flüssigkeitsoberfläche. Der Energieaufwand bei der Zerstäubung mit
niedriger Frequenz ist geringer.
Verringerung der Schwingungsdämpfung, da im Hochfrequenzbereich
die Dämpfung im Material der Sonotrode-Titan erheblich geringer als im Wasser
ist.
1 – Ultraschallzerstäuber
2 – Histogram der Verteilung der Masse der Dispersionstropfen
1.1 – Das zentrale Hohlraum des Zerstäubers
1.2 – mögliche Form der Ausweitungen des
Zerstäubers
3 – Fokussierung der Ultraschallenergie im Resonator-Konzentrator
4 – Modell des Zerstäubers
1.3 – Zerstäuber mit mehreren Elementen
1.4 – Anordnung der piezoelektrischen Elemente
1.5 – Entstehung der Zone der maximalen Konzentration
der Ultraschallschwingungen
1.6 – Eingetauchte piezoelektrischen Schwinger-Schallwandler
1.7 – Zusätzliche Kapillaren in der Brennpunktzone
des Konzentrators
1.8 – Zusätzliche Kapillaren, die zur Stirnseite
des Konzentrators führen
1.9 – Kapillare in Form eines Venturirohres
1.10 – Form der in die Flüssigkeit eingetauchten
Enden der Kapillaren