Die vorliegende Erfindung bezieht sich in einem ersten Aspekt auf
ein Membranelement zum Verkleiden von Flächen, insbesondere von Decken oder
Wänden, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Weiterhin betrifft die Erfindung eine aus den erfindungsgemäßen
Membranelementen aufgebaute Verkleidung einer Fläche.
Ein gattungsgemäßes Membranelement weist einen Rahmen und
ein darauf gespanntes Membranmaterial auf.
Zur Verkleidung einer Fläche, insbesondere einer Wand oder einer
Decke, werden bei einem gattungsgemäßen Verfahren Membranelemente mit
einem Rahmen und einem darauf gespannten Membranmaterial auf der zu verkleidenden
Fläche nebeneinander angebracht.
Bei bekannten Rahmensystemen werden die notwendigerweise auftretenden
Zugkräfte aus den gespannten Membranen über Biegung auf der gesamten Länge
der Rahmenkanten abgetragen. Deshalb werden relativ breite Profile benötigt,
um die aus dieser Beanspruchung stammenden Verformungen zu minimieren. Dies führt
zu hohem Materialverbrauch, hohem Gewicht und hohen Kosten und ist insbesondere
bei hinterleuchteten Membranelementen unerwünscht, da sich die breiten Rahmenprofile
sichtbar abzeichnen. Bei einer weiteren Variante im Stand der Technik wird die Membranspannung
durch einen Federmechanismus innerhalb des Rahmens aufgebaut. Dieser Mechanismus
ist technisch aufwändig und beansprucht ebenfalls erheblich Raum in der Profilbreite.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Membranelement und ein Verfahren
zur Verkleidung von Flächen zu schaffen, die eine Verkleidung einer Fläche
mit erheblich schlankeren Rahmenkonstruktionen gestatten.
Diese Aufgabe wird in einem ersten Aspekt der Erfindung durch das
Membranelement mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Bevorzugte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Membranelements
sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
Das Membranelement der oben genannten Art ist erfindungsgemäß
dadurch weitergebildet, dass wenigstens ein Rahmenbereich aufgrund von Kräften,
die das Membranmaterial auf den Rahmen ausübt, nach innen gebogen ist und dass
an dem nach innen gebogenen Rahmenbereich Spanneinheiten zum Ziehen oder Drücken
dieses Rahmenbereichs gegenüber einem Gegenlager nach außen in Richtung
des ungebogenen Zustands vorhanden sind.
Bei dem Verfahren zum Verkleiden von Flächen der oben beschriebenen
Art werden zweckmäßig die Rahmen der Membranelemente mit dem Membranmaterial
vorbespannt, wobei sich mindestens ein Rahmenbereich aufgrund der durch das Bespannen
ausgeübten Kräfte nach innen biegt. Die vorbespannten Membranelemente
werden mit gebogenen Rahmenbereichen an der zu verkleidenden Fläche angebracht
und zum Schließen der Verkleidung werden wenigstens ein Teil der Membranelemente
mit nach innen gebogenen Rahmenbereichen mit Rahmen von benachbarten Membranelementen
zusammengezogen oder zusammengedrückt.
Als ein Kerngedanke der Erfindung kann zunächst die Erkenntnis
angesehen werden, dass es wesentlich ist, die sichtbare Breite der Profile möglichst
gering zu halten. Dadurch erhält das Rahmensystem, insbesondere beim Einsatz
bei lichttechnischen Anwendungen, einen entscheidenden Vorteil.
Sodann wurde von den Erfindern erkannt, dass die bei schlanker gehaltenen
Rahmen auftretenden Verbiegungen, jedenfalls einiger Rahmenbereiche, in einfacher
Weise aufgehoben werden können, indem die nach innen gebogenen Rahmenbereiche
zu einem benachbarten Gegenlager nach außen gedrückt oder gezogen werden.
Ein wesentlicher Grundgedanke der Erfindung kann also darin gesehen
werden, die Rahmen so schlank zu halten, dass wenigstens Teile des Rahmens aufgrund
von Kräften, die das Membranmaterial auf den Rahmen ausübt nach innen
gebogen werden.
Schließlich besteht ein Kerngedanke der Erfindung darin, im Bereich
der nach innen gebogenen Rahmenteile Spanneinheiten zum Ziehen oder Drücken
dieser Rahmenteile gegenüber einem Gegenlager nach außen in Richtung des
ungebogenen Zustands vorzusehen.
Ein erster wesentlicher Vorteil der Erfindung kann darin gesehen werden,
dass im Vergleich zum Stand der Technik erheblich schlankere Rahmen möglich
sind und somit deutlich mehr Spielraum beispielsweise für lichttechnische Gestaltung
besteht.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil und Kerngedanke der Erfindung besteht
darin, dass die Montage, insbesondere also das Öffnen und/oder Schließen
der Verkleidung von vorn, insbesondere von einer Sichtseite, durchgeführt werden
kann. Das Anbringen der erfindungsgemäßen Verkleidung wird dadurch
wesentlich erleichtert.
Die durch die Erfindung bereitgestellten Rahmenelemente eignen sich
zur Verkleidung von Ebenen oder einsinnig gekrümmten Flächen, vorzugsweise
im Bereich von architektonischen Anwendungen, beispielsweise Decken, Wänden
oder Tafeln, im Innen- und im Außenbereich. Die hier beschriebenen Rahmen können
mit Folien, Geweben, insbesondere beschichteten Geweben, lichtstreuenden Folien
oder Vliesen aller Art bespannt werden. Die Membranelemente können somit neben
ihrer Verkleidungsfunktion zum Schmücken, Leuchten und/oder Beleuchten dienen.
Weiterhin können die erfindungsgemäße Verkleidung und die erfindungsgemäßen
Membranelemente eine akustische Funktion wahrnehmen, das heißt sie können
zum Dämpfen oder Mindern von Lärm und Geräuschen dienen. Häufig
wird eine Kombination der genannten Funktionen angestrebt.
Das Neuartige an der Erfindung kann somit gesehen werden in der Art,
in der die Membrane gespannt werden, in der Schlankheit der Rahmenelemente, die
insbesondere bei hinterleuchteten Flächen von Vorteil ist, sowie schließlich
in der leichten Montage und teilweisen oder vollständigen Demontage von einmal
installierten Membranelementen.
Bei einer besonders bevorzugten Variante ist der Rahmen des Membranelements
beidseitig bespannt, wobei das Membranmaterial auf der ersten Seite ein Diffusor-Material
und das Membranmaterial auf der zweiten Seite ein lichttechnisches Material sein
kann. Das Diffusor-Material sorgt dafür, dass die lichttechnische Wirkung nicht
durch Verschmutzungen, beispielsweise durch tote Insekten, beeinträchtigt wird
und dass sich die Leuchtmittel nicht abzeichnen.
Bei bevorzugten Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Verkleidung
sind zum Hinterleuchten der Membranelemente Lichtquellen vorhanden. Aufgrund der
erfindungsgemäß realisierbaren erheblich schlankeren Rahmen sind dabei
zahlreiche neue Gestaltungen möglich.
Grundsätzlich kann das Membranmaterial auf beliebige Art an dem
Rahmen befestigt werden, beispielsweise mit einer Mehrzahl von punktuellen Verbindungen,
z.B. Klemmungen. Eine einfach zu montierende und dabei faltenfreie Verbindung des
Membranmaterials zum Rahmen wird realisiert, wenn das Membranmaterial an dem Rahmen
über eine Kederverbindung befestigt ist.
Der Rahmen kann grundsätzlich aus bekannten und hierfür
im Hinblick auf die mechanischen Eigenschaften geeigneten Materialien, beispielsweise
Kunststoffmaterialien, aufgebaut sein. Besonders zweckmäßig wird der Rahmen
jedoch aus Aluminiumprofilen, insbesondere mit halb-elliptischem Querschnitt, aufgebaut.
Das Gegenlager kann grundsätzlich von einem beliebigen mechanisch
geeigneten Gegenstand gebildet sein. Besonders bevorzugt dienen jeweils nach innen
gebogene Rahmenbereiche von benachbarten Membranenelementen als Gegenlager. Erfindungsgemäß
werden diese nach innen gebogenen Rahmenbereiche dann zueinander gezogen oder gedrückt,
so dass die auftretenden Kräfte in den Rahmen sich gegenseitig aufheben. Zweckmäßig
wird hierbei die Zahl der an den Rahmenbereichen vorgesehenen Spanneinheiten abgestimmt
auf die Länge der zusammenzuziehenden oder zusammenzudrückenden Rahmenbereiche
sowie außerdem auf die Spannkraft des Membranmaterials.
Bei einer alternativen Variante können als Gegenlager auch Randprofile
dienen, die insbesondere haustechnische Komponenten wie beispielsweise elektrische
Zuleitungen oder Datenleitungen, enthalten können.
Bei einer besonders bevorzugten Variante des erfindungsgemäßen
Membranelements beinhalten die Spanneinheiten Schraubverbindungen zum Ziehen von
gebogenen Rahmenbereichen zum Gegenlager. Solche Spanneinheiten sind einfach und
kosten-günstig realisierbar und erfüllen ihre Aufgabe zuverlässig.
Um den Fertigungsaufwand für die Rahmenprofile in Grenzen zu halten, können
für die Schraubverbindungen Nutensteine im Rahmen fixiert sein und außerdem
Gewindebolzen zum Verschrauben der Nutensteine, insbesondere in gegenüberliegenden
Rahmenbereichen, vorhanden sein. Bei diesen Nutensteinen handelt es sich im Prinzip
um Schraubmuttern.
Um gegenüberliegende Rahmenbereiche zusammenzuziehen, kann in
einem einfachen Ausführungsbeispiel der Gewindebolzen an einem ersten Ende
ein Rechtsgewinde und an einem zweiten Ende ein Linksgewinde aufweisen, wobei die
Nutensteine dann mit entsprechenden Gewinden versehen sind.
Das Einschrauben der Gewindebolzen in die Nutensteine gelingt leicht,
wenn die Nutensteine im Rahmen zwar fixiert, jedoch dort mit etwas Spiel aufgenommen
sind.
Bei einer weiteren bevorzugten Alternative, die sich durch besonders
zuverlässige Bedienbarkeit auszeichnet, ist zum Drehen des Gewindebolzens ein
Antriebsrad im Rahmen, insbesondere mit einem Zahnrad, vorhanden.
Eine besondere auf das Schließen der Spanneinheiten abgestimmte
Funktionalität wird erreicht, wenn der Gewindebolzen einen
verjüngten Bereich zum Durchtritt durch den Nutenstein, einen hinteren Anschlag
zur Verschiebesicherung gegen das Antriebsrad und einen vorderen Anschlag zur Verschiebesicherung
gegen den Nutenstein aufweist.
Zweckmäßig ist im Bereich der Spanneinheiten eine Aussparung
im Rahmen zum Zugriff auf die Spanneinheiten mit einem Werkzeug gebildet. Dies kann
bei Aluminiumprofilen in unaufwändiger und grundsätzlich bekannter Weise
bewerkstelligt werden.
Ein besonders kontrolliertes und zuverlässiges Arbeiten ist dabei
möglich, wenn im Rahmen im Bereich der Aussparung Anschlagmittel, insbesondere
Schrauben, zum definierten Ansetzen des Werkzeugs vorhanden sind.
Alternativ können die Spanneinheiten Klemmverbindungen umfassen.
Bei einer einfachen Variante wird dabei eine Klemmverbindung durch ein separates
Klemmstück, welches auf den Rahmen aufsetzbar und insbesondere verschiebbar
ist, bereitgestellt.
Verfahrensmäßig werden dabei nach innen gebogene Rahmenbereiche
von benachbarten Membranelementen mit mindestens einem Klemmstück, welches
insbesondere ein U-förmiges oder H-förmiges Profil aufweisen kann, in
den Eckbereichen zusammengedrückt, indem das Klemmstück im Bereich der
Ecken der Rahmen auf beide Rahmen aufgesetzt wird, und anschließend wird das
Klemmstück vom Eckbereich weggeschoben, wodurch die nach innen gebogenen Rahmenbereiche
der benachbarten Membranelemente zusammengedrückt werden. Gegebenenfalls können
an zwei zu verbindenden Rahmenbereichen mehrere solcher Klemmstücke vorgesehen
und aufgeschoben werden.
Zum Reinigen oder Warten können die Membranelemente durch Lösen
der Spanneinheiten ganz herausgenommen oder nur herausgeklappt werden.
Weitere Besonderheiten und Merkmale des erfindungsgemäßen
Membranelements, des oben beschriebenen Verfahrens und der erfindungsgemäßen
Verkleidung werden nachstehend mit Bezug auf die beigefügten schematischen
Figuren beschrieben. Hierin zeigt:
1: eine schematische Ansicht eines erfindungsgemäßen
Membranelements;
2: in einer Schnittansicht ein Ausführungsbeispiel
eines Rahmenprofils für ein erfindungsgemäßes Membranelement;
3: eine teilweise geschnittene Ansicht des Rahmenprofils
aus 2 mit den Bearbeitungen zur Aufnahme der Bauteile
der Spanneinheiten;
4: eine perspektivische Ansicht eines Eckbereichs eines
erfindungsgemäßen Membranelements;
5: das Rahmenprofil aus 2
mit daran befestigten Membranmaterialien, Kedern und Nutensteinen samt Lagesicherungen;
6: eine erfindungsgemäße Verkleidung vor
dem Zusammenziehen der Membranelemente;
7: eine erfindungsgemäße Verkleidung mit
schematisch angedeuteten Spanneinheiten im zusammengezogenen Zustand;
8: ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Verkleidung mit einem Randprofil;
9: eine Detailansicht der Verbindung der Membranelemente
zum Randprofil;
10: mehrere Ansichten eines Antriebsrads für eine
Spanneinheit;
11: die Anordnung des Antriebsrads aus 10
im Rahmenprofil aus 2;
12: eine perspektivische Ansicht eines Spannbolzens
für eine Spanneinheit;
13 und 14: die Positionierung
des Spannbolzens aus 12 im Antriebsrad aus
10;
15 und 16: eine erste
Verfahrensvariante für das Zusammenspannen von benachbarten Rahmenbereichen;
17 und 18: eine zweite
Verfahrensvariante für das Zusammenspannen von benachbarten Rahmenbereichen
19 bis 21: die Wirkungsweise
eines Werkzeugs zum Betätigen der Spanneinheiten;
22 bis 27: Varianten zum
Herausnehmen oder Herausklappen von Membranelementen zum Warten und/oder Reinigen;
und
28: ein alternatives Ausführungsbeispiel einer
Spanneinrichtung.
Die Grundidee der Erfindung wird mit Bezug auf die in den
1, 6 und 7
schematisch gezeigten Ausführungsbeispiele beschreiben. In allen Figuren tragen
äquivalente Komponenten jeweils dieselben Bezugszeichen.
In 6 ist schematisch eine Verkleidung
100 einer Fläche, beispielsweise einer Raumdecke, bestehend im Wesentlichen
aus einer Mehrzahl von erfindungsgemäßen Membranelementen 10
gezeigt. Ein erfindungsgemäßes Membranelement 10 ist schematisch
in einer teilweise geschnittenen Ansicht in 1 gezeigt
und weist einen Rahmen 12 und ein beidseitig darauf gespanntes Membranmaterial
14 auf. Das auf die Rahmen 12 der Membranelemente 10
gespannte Membranmaterial 14 übt auf die Rahmen 12 nach innen
gerichtete Kräfte aus, so dass Rahmenbereiche 56 nach innen gebogen
sind, wie dies in 6 schematisch angedeutet ist.
Kerngedanke der Erfindung ist nun, an den nach innen gebogenen Rahmenbereichen
56 Spanneinrichtungen 60 anzuordnen, mit denen die nach innen
gebogenen Rahmenbereiche 56 von benachbarten Membranelementen
10 zueinander gezogen oder aufeinander gedrückt werden. Schematisch
ist dies in 7 gezeigt, wo an Längsseiten der Membranelemente
10 jeweils drei Spanneinheiten 60 und an den Schmalseiten jeweils
eine Spanneinheit 60 vorgesehen sind bzw. ist. 7
zeigt die Membranelemente 10 im zusammengezogenen oder zusammengedrückten
Zustand. Die in 7 außen liegenden Membranelemente
10 werden durch Spanneinheiten 60 mit einem Randprofil
62 verschraubt.
Die Rahmenprofile der einzelnen Membranelemente werden also untereinander
an einem oder an mehreren Punkten verschraubt, so dass die Zugkräfte aus der
Bespannung über eine kurze Feldweite abgetragen werden. Dadurch können
die Profile schlank gestaltet werden, worin ein wesentlicher Vorteil der Erfindung
liegt. Die Schraubverbindung wird so gestaltet, dass sie trotz der Unzugänglichkeit
des Rahmeninneren bei beidseitiger Bespannung betätigt werden kann. Diese Betätigung
kann beispielsweise mit einem Spezialwerkzeug, welches weiter unten im Detail beschrieben
wird, in einer schmalen Fuge zwischen benachbarten Rahmen über ein dort angeordnetes
Zahnrad erfolgen. Zusätzliche Federn oder sonstige Mechanismen zum Spannen
der Membran sind nicht erforderlich, da das Membranmaterial selbst elastisch ist
und wie eine Feder wirkt. Die Spannung der Membran, die für ein glattes Aussehen
unter realistisch auftretenden äußeren Lasten und Temperaturdifferenzen
notwendig ist und die nötige Verformungssteifigkeit wird beim Bespannen der
einzelnen Rahmen eingeprägt. Der in diesem Zustand noch ungestützte Rahmenrand
verformt sich unter Einwirkung dieser Spannung bogenförmig nach innen. Diese
bogenförmig nach innen weisenden Rahmenkanten werden bei der Montage, beispielsweise
von zwei einander gegenüberliegenden Rahmen miteinander verschraubt und so
in die gewünschte geradlinig gestreckte Form gebracht. Dabei erhöht sich
die Spannung der Membranen auf ein planmäßig bestimmtes Maß. Indem
die Membrankräfte über mehrere verteilte Schraubverbindungen von einem
Rahmen in den anderen übergehen, schließen sich diese Kräfte kurz
und ermöglichen so die angestrebte Schlankheit des Rahmenprofils.
Eine alternative Variante einer Verkleidung 100 ist in
8 gezeigt. Dort ist zusätzlich zu den äußeren
Rahmenprofilen 62 außerdem mittig ein Träger- und/oder Rahmenprofil
62 vorgesehen, welches ebenfalls mit Hilfe von Spanneinrichtungen
60 mit den Membranelementen 10 verbunden wird.
Der allgemeine Aufbau der Membranelemente 10 wird mit Bezug
auf die 1 bis 5 beschrieben.
Die Membranelemente 10 bestehen aus einem stabilisierenden
Rahmen 12 und einer oder zwei darauf gespannten Membranen.
Der Rahmen 12 besteht aus schlanken, halb-elliptischen Rahmenprofilen
20, vorzugsweise aus stranggepresstem Aluminium. In 2
ist ein solches Profil oder Rahmenprofil 20 in einer Schnittansicht gezeigt.
Der Rahmen 12 weist vorzugsweise eine rechteckige oder quadratische Form
auf. Grundsätzlich kann der Rahmen 12 aber eine praktisch beliebige
Form, insbesondere auch eine Form eines beliebigen Vielecks, aufweisen. Wie aus
den 6, 7 und
8 ersichtlich, weisen die Rahmen 12 keinerlei
zusätzliche Aussteifungselemente zur Quer- und Längsaussteifung auf.
Das in 2 gezeigte Rahmenprofil wird vorzugsweise
aus stranggepresstem Aluminium hergestellt, wobei das Verhältnis von Profilhöhe
zu Profilbreite vorzugsweise etwa 4 zu 1 bis 5 zu 1 beträgt. Die Wanddicke
bei einem Profil 20 mit einer Höhe von 80 Millimetern beträgt
etwa 2 Millimeter. Im Profil 20 sind sämtliche Hohlkammern, Bohrungen
und Fräsungen vorgesehen, die für die Herstellung, Montage und Revisionierung
der Membranelemente 10 erforderlich sind. Das Profil 20 weist
auf der nach innen weisenden Seite eine halbelliptische Kontur 24 auf.
Im oberen und unteren Bereich sind Hohlkammern 26 für einzusetzende
Eckwinkel vorgesehen. Mittig ist eine Hohlkammer 28 für einen Nutenstein
vorgesehen, der Teil einer weiter unten in weiteren Details beschriebenen Spanneinrichtung
ist. Ausnehmungen 32 dienen zur Aufnahme von Halteschrauben für ein
ebenfalls im Folgenden noch zu beschreibendes Betätigungswerkzeug für
die Spanneinheiten. Auf der bei dem erfindungsgemäßen Membranelement
10 außen liegenden Seite des Profils 20 sind am oberen und
unteren Rand jeweils Nuten 22 für einen einzulegenden Keder eines
Membranmaterials ausgebildet. Weiter nach innen gehend sind sodann Winkel
34 ausgebildet, welche als Anschlag für ein benachbartes
Profil dienen. Zwischen diesen Winkeln 34 befindet sich eine Aussparung
38, in welche ein Antriebsrad für eine Spanneinheit aufgenommen werden
kann. Zur Aufnahme der Antriebsräder der Spanneinheiten sind außerdem
im Bereich des unteren Anschlags 34 Ausfräsungen 44 vorgesehen.
Zum Durchtritt eines Spannbolzens in einen Nutenstein ist im Profil 20
außerdem eine mittige Bohrung 40 sowie außerdem zum Fixieren
der Nutensteine mit geeigneten Stiften Bohrungen 42 vorgesehen.
In den Ecken sind die Rahmenprofile 20 auf Gehrung geschnitten
und werden über Winkel in den Rahmenecken, die in die Hohlkammern
26 des Profils aufzunehmen sind, untereinander verbunden. Zusätzlich
ist an der Oberseite und Unterseite der Profile im Bereich der Ecken jeweils ein
Schlitz 48 vorgesehen, um überlappendes Membranmaterial
14 an den Ecken nach der Bespannung einzufalten. Dies ist in
4 schematisch gezeigt.
Die Verbindung der Membranmaterialien zu den Profilen 20
ist in 5 dargestellt. Dabei ist an der Oberseite eine
Abdichtungsmembran 16 mit Hilfe eines Keders 54, der in die dafür
in dem Profil 20 vorgesehene Nut 22 eingelegt ist, verbunden.
Entsprechend ist auf der Unterseite eine Ansichtsmembran 18 ebenfalls über
einen Keder 54, der in die untere Nut 22 des Profils
20 eingelegt ist, verbunden. Außerdem gezeigt ist in 5
ein in die Hohlkammer 28 eingelegter Nutenstein 50, der dort mithilfe
von Stiften 52, welche in den Löchern 42 gehalten sind, fixiert
ist.
Als Membranmaterialien können abhängig vom Einsatzzweck
Textilgewebe, Folien und Vliese aller Art verwendet werden. Als Ansichtsmembran
wird diejenige Membran bezeichnet, die dem Betrachter, beispielsweise im Rauminneren
zugewandt ist und die den eigentlichen Raumabschluss bildet. Auf der Rückseite
eines Rahmens 20 kann, wie etwa in 5 gezeigt,
eine Abdichtungsmembran 16 angeordnet werden, die hauptsächlich als
Abdeckung des Innenraums der Membranelemente 10 dient und den Innenraum
gegen Verschmutzungen sowie gegen das Eindringen von Feuchtigkeit schützt.
Außerdem kann eine solche Abdichtungsmembran 16 als Diffusor bei hinterleuchteten
Membranen dienen, um die Abbildung der Leuchtmittel und der Schatten von Schmutzpartikeln,
wenn nicht ganz zu vermeiden, dann doch jedenfalls erheblich zu verringern. Für
eine reine Abdeckfunktion eignen sich vor allem Folien oder beschichtete Gewebe.
Zur Anwendung als Diffusor sind vorzugsweise lichtstreuende Folien, Gewebe und Vliese
geeignet. Akustisch wirksame Elemente, also beispielsweise schalldämpfende
Elemente, können vorzugsweise mit einer gelochten oder perforierten Ansichtsmembran
verwirklicht werden.
Zur Herstellung der Membranelemente werden zunächst die Rahmenprofile
20 entsprechend den gewünschten Rahmengrößen zugeschnitten
und mit Hilfe von Winkelprofilen zu einem Rahmen 12 verbunden. Der fertige
Rahmen 12 wird dann jeweils mit der Ansichtsmembran 18 und gegebenenfalls
der Abdichtungsmembran 16 glatt bespannt. Die Verbindung der Ansichtsmembran
18 und der Abdichtungsmembran 16 zum Rahmenprofil 20
erfolgt, wie in 5 dargestellt über eine Klemmverbindung
mittels eines Keders 54 oder einer Kederschnur, die vorzugsweise aus einem
weichen Kunststoff, beispielsweise aus PVC oder TPE oder einem anderen geeigneten
Werkstoff gefertigt ist. Stattdessen kann auch eine Klemmleiste oder eine Klemmschiene
aus stranggepresstem Aluminium verwendet werden.
Die Vorspannung in den Membranen 16, 18, die sich
bei glatter Bespannung automatisch aufbaut, erzeugt eine Verformung der schlanken
Rahmenprofile 20 nach innen, wie in 6 schematisch
gezeigt. Die Größe dieser Verformung wird über die eingetragenen
Vorspannkräfte bestimmt und genau definiert. Diese Formung ist gewollt und
Teil des nachfolgend beschriebenen Montagekonzepts.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, die Verformungen der Rahmen
infolge von Membranvorspannung über spezielle Spannmechanismen wieder in den
ursprünglich unverformten Zustand zurückzuspannen. Als Gegenlager hierfür
können bei bevorzugten Varianten die benachbarten Membranelemente
10 bzw. je nach Art der Anordnung auch ein geeignetes Randprofil
62 dienen. Die Membranvorspannkräfte werden so untereinander kurzgeschlossen
und heben sich gegenseitig auf. Der Rahmen weist nach dem Zurückspannen wieder
die ursprüngliche Form wie vor der Bespannung mit den Membranen auf. Dies ist
aus den 7 und 8 ersichtlich.
Die Membranelemente 10 können auf unterschiedliche Weise angeordnet
werden. Bei einer ersten, in den 6 und 7
dargestellten Variante umrandet ein Randprofil 62 eine gesamte Anordnung
einer Vielzahl von Membranelementen 10. Das Randprofil 62 dient
als Gegenlager zum Aufnehmen der Spannkräfte der Membranelemente
10 am Rand der Anordnung. Gleichzeitig kann das Randprofil 62
auch als Abschluss- bzw. Anschlusselement an eine benachbarte Konstruktion dienen.
Auch das Randprofil 62 wird vorzugsweise aus handelsüblichem Aluminiumprofil
oder einem gekanteten Aluminium- oder Stahlblech herstellt.
Bei der zweiten, in den 8 und
9 schematisch dargestellten Ausführungsform ist
zusätzlich im Innenbereich der gesamten Verkleidung ein Trägerprofil
62 vorgesehen, welches beispielsweise eine U-Form aufweisen kann und zweckmäßig
ebenfalls aus Aluminium gefertigt ist. Dieses innere Randprofil 62 kann
zur Aufnahme und Führung von Installationsleitungen, wie Kabelsträngen
und Wasserleitungen, sowie der Integration von Sprinkleranlagen und sonstigen technischen
Gebäudeinstallationen dienen. Hierfür kann zweckmäßig sein,
den Kanal mit einer Abdeckung 64 zu versehen. Das Randprofil
62 erfüllt hier aber wesentlich auch die Aufgabe, die Spannkräfte
der benachbarten Membranelemente 10 aufzunehmen. Darüber hinaus kann
dieses Randprofil auch Scharnierbolzen für ein Abklappen der Membranelemente
10, das weiter unten beschrieben wird, aufnehmen.
Der Spannmechanismus und der Spannvorgang werden mit Bezug auf die
10 bis 21 erläutert.
Die Spanneinheiten 60, mit denen die Vorspannkräfte
des Membranmaterials 14 kurzgeschlossen werden, bestehen im Wesentlichen
aus einem Gewindebolzen oder Spannbolzen 80, einem Antriebsrad
70 und einem in die Randprofile 20 einzusetzenden Nutenstein.
Ein Spannbolzen 80, ein Antriebsrad 70 und zwei Nutensteine
50 mit Innengewinden bilden eine Spanneinheit 60. Die Anzahl der
Spanneinheiten pro Längeneinheit oder pro Rahmenseite ist abhängig von
den Spannkräften und der Biegesteifigkeit der Rahmenprofile 20.
Die Nutensteine 50 weisen ein Gewinde auf, in welches die
Spannbolzen 80 eingeschraubt werden können. Die Nutensteine
50 werden in die Hohlkammern 28 des Rahmenprofils 20
eingeführt, an die richtige Stelle geschoben und links und rechts, beispielsweise
mit Hilfe einfacher Metallstifte, in ihrer Lage gesichert. Bevorzugt erfolgt dies
mit etwas Spiel, wodurch das Einschrauben der Spannbolzen 80 erleichtert
wird. Die Nutensteine bestehen vorzugsweise aus verzinktem Stahl.
Über die Spannbolzen 80 werden die Membranelemente
10 aneinandergezogen, wodurch die Vorspannkräfte der Membranelemente
10 untereinander kurzgeschlossen und die nach innen gebogenen Rahmenbereiche
56 des Membranelements 10 wieder parallel ausgerichtet werden.
Ein Spannbolzen 80, der auf grundsätzlich bekannte Art und Weise hergestellt
wird, ist in 12 schematisch dargestellt. Am einen Ende
weist der Spannbolzen 80 einen Anschlag 82 auf, durch den ein
Herausrutschen oder Herausfallen des später noch zu beschreibenden Antriebsrads
70 verhindert wird. Nach innen gehend weist der Spannbolzen 80
sodann einen abgeflachten Bereich 86 auf, wobei an den Außenseiten
ein in die Nutensteine 50 passendes Außengewinde 84 aufgeschnitten
ist. Über eine Verjüngung 88 geht der Spannbolzen 80
sodann über in einen verjüngten Bereich 87, dessen axiale Länge
und radiale Dicke so gewählt ist, dass dieser verjüngte Bereich
87 durch die Öffnung in den Nutensteinen 50 frei hindurchtreten
kann. Diese Funktionalität wird im Folgenden noch genauer erläutert. Am
Ende schließlich wird der Spannbolzen 80 abgeschlossen durch eine
Hutmutter 89, die dort auf ein in 12 nicht
gezeigtes Gewinde aufgeschraubt ist und die als Anschlag gegenüber einem Nutenstein
50 dient.
Der Aufbau eines Antriebsrads 70 und das Zusammenwirken mit
dem Spannbolzen 80 und dem Randprofil 20 wird mit Bezug auf die
10 bis 14 beschrieben.
Das Antriebsrad 70, welches in 10a) in einer Vorderansicht,
in 10b) in einer Seitenansicht und in 10c) in
einer Rückansicht gezeigt ist, weist als wesentliche Bestandteile einen kreisscheibenförmigen
Teller 74, ein darauf angebrachtes oder angeformtes Zahnrad 72,
welches zum Antreiben dieses Rads dient sowie eine Öffnung 76 zum
Durchtritt eines Spannbolzens 80 auf. Eine Besonderheit dieser Öffnung
76 besteht, wie in 10c) dargestellt, darin, dass die Eckbereiche
jeweils mit einer gezielt angebrachten Ausnehmung 78 versehen sind, die
eine Beschädigung des Gewindes des Spannbolzens 18 verhindern.
Die Positionierung des Antriebrads 70 relativ zum Rahmenprofil
20 ist in den 11a) sowie b) gezeigt. Ein Rand des Tellers
74 greift dabei in eine Nut 36 hinter dem Anschlagwinkel
34 des Rahmenprofils und wird auf diese Weise gegen ein Herausfallen gesichert,
siehe 2. In 11b) ist außerdem
gezeigt, wie das Antriebsrad 70 mittig zur Ausnehmung 44 positioniert
wird, so dass über diese Ausnehmung 44 auf das Antriebsrad
70 mit einem Werkzeug zugegriffen werden kann, was weiter unten beschrieben
wird. Im gezeigten Beispiel wird zum Antreiben des Antriebsrads 70 ein
Zahnrad 72 verwendet. Das Antriebsrad 70 wird bevorzugt aus Edelstahl
gefertigt. Das Antriebsrad 70 weist in seiner Mitte eine zur Abflachung
86 des Spannbolzens 80 passende Öffnung 76 auf und
wird über diesen gesteckt, wie in 13 und
14 gezeigt. Wenn das Antriebsrad 70 gedreht
wird, wird das Drehmoment über die Öffnung 76 auf den Spannbolzen
80 übertragen. Durch den Eingriff des Tellers 74 in die Nut
36 hinter den Anschlagwinkel 34 des Rahmenprofils, siehe
2, wird außerdem verhindert, dass das Antriebsrad
70 unkontrolliert auf dem Spannbolzen hin- und herwandert. Zum Drehen des
Antriebsrads 70 wird ein weiter unten noch im Detail beschriebenes Drehwerkzeug
benutzt.
Zum Durchführen des Spannvorgangs wird das Antriebsrad
70 am Rahmenprofil 20 vor dem Nutenstein 50 positioniert,
wie in 11 dargestellt. Sodann wird ein Spannbolzen
80 durch das Antriebsrad 70 gesteckt und in den Nutenstein
50 innerhalb des Rahmenprofils 20 bis zum Anschlag 82
nach vorn eingedreht. Diese Situation ist in 15 gezeigt.
Der Anschlag 82 dient dazu, dass der Spannbolzen 80 beim Lösen
der Membranelemente gehalten wird und nicht unerwünscht ins Innere des Membranelements
fallen kann. Anschließend wird von hinten auf das mit einem kleineren Gewinde
versehene Ende des Spannbolzen 80 eine Hutmutter 89 aufgedreht
und gegen unerwünschtes Lösen, beispielsweise durch Verkleben, gesichert.
Diese Hutmutter 89 dient als hinterer Anschlag.
Eine erste Variante des Zusammenspannens wird mit Bezug auf die
15 und 16 beschrieben.
Nach dem Bereitstellen des Ausgangszustands in 15 werden
die zu verbindenden Rahmenbereiche des Rahmens so weit, beispielsweise mit einer
geeigneten Zange zueinandergedrückt, dass der Gewindeteil 84 des Spannbolzen
80 mit Hilfe des Antriebsrads 70 über ein Drehwerkzeug in
den Nutenstein 50 des benachbarten Membranelements 10 eingedreht
werden kann. Die Zange zum Aufeinanderdrücken der gegenüberliegenden Rahmenbereiche
kann insbesondere in die Nut 36 der Profile 20 eingreifen, siehe
3. Wenn der Spannbolzen 80 weit genug durch
den Nutenstein des in 16 rechten Rahmenprofils
20 durchgedreht ist, liegt kein gewindemäßiger Eingriff zwischen
dem Nutenstand 50 und dem Spannbolzen 80 mehr vor, so dass der
Spannbolzen 80 beim Weiterdrehen gewindemäßig nur noch vom Nutenstein
50 des in 16 linken Rahmenprofils
20 gehalten wird. Wenn der Spannbolzen weit genug eingedreht ist, kommt
die Hutmutter 89 mit dem Nutenstand 50 des in 16
rechten Rahmenprofils 20 in Anschlag und jedes Weiterdrehen des Spannbolzens
80 führt zu einer Annäherung der zu verbindenden Rahmenprofile
20.
Alternativ kann bereits zu Beginn des Spannvorgangs der Spannbolzen
80 mit Hilfe des Drehwerkzeugs aus dem rechten Profil 20 bis zum
Anschlag hinten, also bis zum Kontakt der Hutmutter 89 mit dem Nutenstein
50 herausgedreht werden. Dies ist in 17 dargestellt.
Sodann wird das in 17 linke Profil mit Hilfe einer
Zange an den Spannbolzen 80 herangeführt und die Profile können
dann miteinander verschraubt werden. Für beide Varianten wird schließlich
der in 18 gezeigte Endzustand erreicht, bei dem die
Profile 20 über ihre Anschlagwinkel 34 kontaktieren und mithin
ihre Endposition erreicht haben. Außerdem ist aus 18
ersichtlich, dass zwischen den Rahmenprofilen 20 ein Spalt 66
besteht, über welchen ein Zugriff auf das Zahnrad 72 des Antriebsrads
70 möglich ist.
Dies wird mit Bezug auf die 19 bis
21 erläutert, wo ein Betätigungswerkzeug
schematisch gezeigt und mit dem Bezugszeichen 90 versehen ist. Das Betätigungswerkzeug
besteht im Wesentlichen aus einer Platte 92, an der im gezeigten Beispiel
zwei weitere Zahnräder 94, 96 drehbar angeordnet sind, über
welche das Zahnrad 72 des Antriebsrads 70 für den Spannbolzen
80 gedreht werden kann. Das Werkzeug 90 greift dabei durch die
im Profil 20 vorgesehenen Ausnehmungen 44 und wird über dort
in Bohrungen 46, siehe 3, eingedrehte Schrauben
98 präzise positioniert, wodurch außerdem sämtliche Kräfte,
die beim Drehen des Spannbolzens 80 auftreten, in das Rahmenprofil
20 eingeleitet werden. Auf diese Weise ist vorteilhaft ein weitgehend kräftefreies
und somit bequemes Arbeiten für eine Bedienperson möglich. Bevorzugt erfolgt
dabei das Drehen der Zahnräder über einen Motor, beispielsweise einen
Elektromotor.
Ein alternatives Beispiel einer Spannvorrichtung ist in
28 schematisch angedeutet. Dort werden gegenüberliegende
Rahmenprofile 20 durch ein Klemmstück 68 mit einem H-förmigen
Profil aneinander gehalten. Dieses Profil kann beispielsweise über an geeigneter
Stelle angebrachte Ausnehmungen zwischen die Rahmenprofile 20 eingeführt
werden. Gegebenenfalls könnten auch von außen aufzusetzende U-förmige
Profile auf entsprechend vorzusehende, nach außen weisende Winkel, vergleichbar
den nach innen weisenden Winkeln 34, vorgesehen sein.
Revision, Reinigung und Zugänglichkeit der erfindungsgemäßen
Verkleidung und der erfindungsgemäßen Membranelemente werden mit Bezug
auf die 22 bis 27 erläutert.
Unter Revision wird hauptsächlich das Putzen und Pflegen der oberen und unteren
Membranfläche bzw. der dort verwendeten Materialien sowie der Fugen zwischen
den Membranelementen 10 verstanden. Eine Revision der Membranelemente
10 oder eventuell dahinterliegender Leuchtmittel kann auf unterschiedlicher
Weise erfolgen. Bei einer ersten Variante können durch das spezielle Montagesystem
mit den Spanneinheiten 60 einzelne Membranelemente 10 unabhängig
voneinander herausgelöst und aufgrund des geringen Eigengewichts, beispielsweise
mit zwei Personen, demontiert werden. Dies ist in 22
schematisch gezeigt. Dieses Membranelement 10 kann sodann gereinigt, ausgetauscht
oder in einer eventuell gewünschten Weise verändert werden.
Bei einer zweiten, in den 23 bis
27 schematisch veranschaulichten Variante werden die
Membranelemente 10 über Spannbolzen 80 oder eigens hierfür
vorgesehene Scharnierbolzen abgeklappt. Die Scharnierbolzen können beispielsweise
zwischen den Membranelementen 10 und Randprofilen 62 vorgesehen
sein. Alle anderen Spanneinheiten 60 werden vor dem Klappen des Membranelements
10 gelöst. Ein Klappvorgang, bei dem die Drehachse auf etwa einem
Viertel der Schmalseite eines Membranelements 10 liegt, ist in den
23 bis 25 veranschaulicht.
Hierbei liegt ein Teil der Membranelemente 10 nach dem Abklappen oberhalb
der Randprofile 62. Das Membranelement 10 wird also um die Bolzenachse
gedreht und klappt dann in eine Öffnungsposition. Je nach örtlichen Platzverhältnissen
und individuellen Wünschen des Bauherrn oder Architekten kann
die Lage des Drehpunkts und die Abklapprichtung definiert werden.
Beispielsweise liegt bei der in den 26
und 27 veranschaulichten Variante der Drehpunkt in
einem Eckbereich der Membranelemente und diese werden über ihre Längsseite
nach unten geklappt. 26 zeigt verschiedene Stadien
des Abklappens eines einzelnen Membranelements. 27
veranschaulicht eine Situation mit insgesamt sechs abgeklappten Membranelementen
10 bei einer erfindungsgemäßen Verkleidung 100.
Die hier angesprochenen Eigenschaften erlauben ebenso eine leichte
und rasche Zugänglichkeit von Gebäudeteilen und Einbauten, wie zum Beispiel
Lichtanlagen und anderen Installationen, die hinter den Membranelementen angeordnet
sind.
Mit der vorliegenden Erfindung wird ein neuartiges Membranelement
zum Verkleiden von Flächen bereitgestellt, mit dem eine erheblich schlankere
Gestaltung der Trägerkonstruktionen möglich ist und somit im Hinblick
auf Materialverbrauch und Gestaltungsmöglichkeiten erhebliche Vorteile erreicht
werden.