Die Erfindung betrifft eine Distanzhalterung zur Anordnung zwischen
Holzbauelementen von Holzbaukonstruktionen und von Holzbauelementen mit Metallbaukonstruktionen.
Sie eignet sich insbesondere zur Montage von Holzdielen auf einer
Holzlattenunterkonstruktion bei der Herstellung von Terrassenfußböden
oder von im Freien zu verlegender Fußböden sowie zur Verlegung von Holzbauelementen
aus anderer Holzwerkstoffen.
Bekannt ist es zur Herstellung von Terrassenfußböden aus
Holzdielung zunächst eine Lattenkonstruktion auf einen Betonuntergrund auszulegen
und zu fixieren und sodann darauf die Holzdielen durch nageln oder schrauben zu
verbinden.
Nachteilig ist daran, dass sich Feuchtigkeit infolge von Kapillarwirkung
dauerhaft zwischen den Berührungsflächen der Holzlattenunterkonstruktion
und der Holzdielung hält, was wiederum zur frühzeitigen Verrottung des
Holzes führt. Die wechselweise Ausdehnung und Schrumpfung des Holzes durch
Temperaturschwankungen bewirken langfristig eine Lockerung der Verbindung. Der Trittschall
bleibt dabei ungedämpft.
Bekannt auch eine mehrteilige aus ca. 700 mm langen Teilen zusammensteckbare
Distanzleiste aus Formteilen von Hartkunststoff mit welligen Auflageoberflächen
zur Anordnung zwischen den Holzbauteilen, die eine Luftzirkulation zwischen denselben
bewirken sollen. Die Distanzleistenteilstücke sind mit Bohrlöchern zur
Befestigung derselben auf der Holzlattenunterkonstruktion und als Durchgangslöcher
zur Befestigung der darauf anzuordnenden Holzdielen versehen. Nachteilig ist daran,
dass diese bei der Montage zunächst selbst an der Unterkonstruktion mit Schrauben
oder Nägeln zu befestigen sind und dann beim Anbringen der Holzdielen die Bohrlöcher
in den Distanzleisten für die Verschraubung der Holzdielen von diesen verdeckt
und damit nicht sichtbar sind. Die Lage der unsichtbaren Bohrlöcher in den
Distanzleisten kann vom Monteur nur eingeschätzt werden, was wiederum den Baufortschritt
verzögert und auch zu Qualitätsmängeln bei der Bauausführung
führen kann. Die Hartkunststoffformteile sind selbst nur relativ aufwendig
herstellbar. Sie bedürfen bei der Montage eines Zuschnittes, welcher formbedingt
durch die Steckverbindungen zu relativ hohem Verschnitt führt.
Aufgabe der Erfindung ist es, Distanzstücke und Distanzleisten
zur Anordnung zwischen, ganz oder teilweise dem Wetter ausgesetzten, Fußbodendielen
oder andere begehbaren Holzbauelementen und einer Holzlattenunterkonstruktion zu
schaffen, welche eine Luftzirkulation erlauben, einen Feuchtestau unter den Fußbodendielen
vermeiden, den Trittschall dämmen oder reduzieren, die leicht zu handhaben
und zu verarbeiten bzw. zu montieren sind, bei deren Verarbeitung kein oder nur
minimaler Verschnitt entsteht und welche relativ kostengünstig herstellbar
sind.
Erfindungsgemäß wir die Aufgabe wie mit den Schutzansprüchen
angegeben gelöst.
Die Distanzstücke oder Distanzstreifen bestehen dabei aus dauerelastischem
weichem Kunststoff oder aus einem gebundenen Recycling-Gummigranulat in Streifen
von 0,7 cm bis 10 cm Breite und 0,3 cm bis 2,0 cm Dicke, auf den Breitseitenflächen
beidseitig oder einseitig mit geeignetem Klebstoff selbstklebend beschichtet und
mit einer leicht abziehbaren Schutzfolie versehen. Sie sind in Form einer Rolle
oder als Formteile konfektioniert. Die Streifen können auch mit Soll-Trennstellen
mit Einkerbungen oder Perforation ausgebildet sein, um vor Ort die Bemessung des
Zuschnittes der Distanzstücke oder Distanzstreifen ohne besonderes Werkzeug
vornehmen zu können.
Vorteilhaft an der Erfindung ist, dass die erfindungsgemäßen
Distanzstücke und Distanzstreifen mindestens dieselbe Haltbarkeit wie die übrige
Holzkonstruktion aufweisen. Durch die flächige Klebmasseschicht sind die Berührungsflächen
zwischen Holzlattenunterkonstruktion und Fußbodendielen vollständig versiegelt.
Dadurch und durch die Luftzirkulation unterhalb des Fußbodens wird ein Feuchtestau
wirksam vermieden. Der Trittschall wird deutlich gedämmt oder merklich reduziert
sowie Knirschgeräusche ausgeschlossen. Die Distanzstücke und auch die
Distanzleisten sind leicht zu handhaben und zu verarbeiten bzw. zu montieren. Diese
leichte Handhabbarkeit wird von den Soll-Trennstellen noch unterstützt. Bei
deren Verarbeitung entsteht kein oder nur minimaler Verschnitt. Die Distanzstücke
und Distanzleisten sind vorteilhafterweise aus recycelten gebundenen Gummimaterial
kostengünstig herstellbar.
Vorteilhaft ist weiterhin, dass sich die Distanzstreifen und Distanzstücke
sowohl mit Holzwerkstoffen und auch mit Metallbauteilen verkleben lassen.
Bei Ausstattung der Distanzstücke und der Distanzstreifen mit
qualitativ besonders hochwertigen Klebstoff ist es möglich die Anzahl der Befestigungsschrauben
stark zu reduzieren und damit den Montageaufwand weiter zu minimieren.
Nachstehend wird die Erfindung an zwei Ausführungsbeispielen
erläutert.
In der zugehörigen Zeichnung ist mit
1 die Anordnung zweier Distanzstreifen zwischen Holzlattenunterkonstruktion
und Fußbodendielen und mit
2 die Anordnung zweier Distanzstücke zur Justierung
der Holzlattenunterkonstruktion und mit
3 ein Distanzstreifen im Querschnitt schematisch dargestellt.
Beispiel 1
Die Distanzstreifen 2, 3 selbst bestehen aus gebundenen
recycelten Gummigranulat. Sie sind aus einem flächigen Stück von 8 mm
Dicke zu Streifen von 10 mm Breite geschnitten, breitflächig und beidseitig
mit geeignetem Klebstoff 10 beschichtet und die Klebeflächen mit einer
Schutzfolie 11 aus Papier versehen.
Die so gestalteten Distanzstreifen 2, 3 sind auf
einer Rolle von 50 m Länge konfektioniert.
Zur Montage des Terrassenholzfußbodens werden die Distanzstreifen
2, 3 einerseits auf den oberen Breitseiten der Holzlattenunterkonstruktion
1 an deren Längskanten aufgeklebt. Quer zu denselben sind die Fußbodendielen
4 auf den Oberseiten der Distanzstreifen 2, 3 aufgeklebt.
Damit ist der Terrassenfußboden trittelastisch, fäulnissicher und ausreichend
stabil hergestellt. Zusätzlich sind die Fußbodendielen 4 mit
Schrauben auf der Holzlattenunterkonstruktion fixiert.
Beispiel 2
Die Distanzstücke 7, 8 selbst bestehen aus
gebundenen recycelten Gummigranulat. Sie sind aus einem flächigen Stück
von 8 mm Dicke zu Streifen von 60 mm Breite geschnitten, breitflächig und einseitig
mit geeignetem Klebstoff 10 beschichtet und die Klebeflächen mit einer
Schutzfolie 11 aus Papier versehen. Die so gestalteten Distanzstreifen
sind im Abstand von 80 mm quer zu ihrer Länge mit Soll-Trennstellen in Form
von Schnittkerben 9 versehen, was einen sauberen Abriss eines Teilstückes
oder eines zusammenhängenden Mehrfachteilstückes ohne zu Hilfenahme eines
Werkzeuges erlaubt. Die Distanzstreifen 2, 3 sind zu Rollen von
10 m Länge konfektioniert.
Die Distanzstücke 7, 8 werden mit der unteren
Auflagefläche der Holzlattenunterkonstruktion beabstandet von einander verklebt
und realisieren so einen elastischen Niveauausgleich der Holzlattenunterkonstruktion
mit dem Betonuntergrund.
Beispiel 3
Die Distanzstücke 7, 8 sind vom Distanzstreifenstreifen
2, 3 zu Abschnitten von 80 mm Länge zugeschnitten und lose
in einem Behältnis verpackt.