Die Erfindung betrifft eine Bewehrung für vorgefertigte Betonplatten
mit verbesserter Verbindung mit dem Beton.
Vorgefertigte Betonplatten mit einer metallischen Bewehrung sind bekannt,
welche längs erstreckte Profile aufweisen, die optional miteinander durch Querprofile
verbunden sind.
Bei solchen Platten ist die Verbindung zwischen dem Betonkörper
der Platte und den Metallprofilen, welche die Bewehrung bilden, äußerst
wichtig, weil die gesamte mechanische Festigkeit der Platte von dieser Verbindung
abhängt.
Eine Verbindung zwischen einem Metallprofil und Beton ist schwierig
zu erreichen, aufgrund der Tatsache, dass das Profil glatte flache Oberflächen
aufweist, die in einer einzigen nicht wechselnden Richtung angeordnet sind und deshalb
keinerlei Möglichkeit des Greifens des Betons entlang einer solchen Richtung
bieten.
Um dieses Problem zu lösen, sind Bewehrungen vorgeschlagen worden,
welche Profile aufweisen, die auf ihren Oberflächen Perforationen aufweisen,
wie z.B. in EP 381000 derselben Anmelder
beschrieben, wobei durch die Perforationen der Beton während der Herstellung
der Platte hindurchtreten kann und sicher die Bewehrung in dem Plattenkörper
verankert.
Über die Jahre hat sich herausgestellt, dass dieser Typ einer
Bewehrung Verbesserungen zugänglich ist, mit dem Ziel, den Verbindungseffekt
zwischen der Verstärkung und dem Beton weiter zu steigern.
WO 93 12 303 A offenbart ein Bewehrungselement, welches geriffelte
Versteifungsflansche einschließt, um die Verbindung zwischen dem Bewehrungselement
und dem Beton einer Verbundbauplatte zu verbessern.
Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine Bewehrung für
vorgefertigte Betonplatten vorzuschlagen, welche eine starke Verbindung mit dem
Betonkörper der Platte erreicht und es so erlaubt, Platten zu erreichen, die
eine größere mechanische Festigkeit und Lebensdauer aufweisen.
Innerhalb dieses Zieles ist es eine Aufgabe der Erfindung, eine Bewehrung
vorzuschlagen, welche effektiv eine Entfrittung, sogar als Folge von Dauerfestigkeitsbeanspruchungen,
vermeidet oder wenn die Bewehrungsprofile nicht vollständig sauber sind, wenn
die Platte gebildet wird.
Eine andere Aufgabe der Erfindung ist es, eine Bewehrung vorzugschlagen,
die eine exzellente Kohäsion der Platte sicherstellt, selbst in der Gegenwart
von unterschiedlich orientierten Belastungen.
Eine andere Aufgabe der Erfindung ist es, eine Bewehrung zur Verfügung
zu stellen, welche eine adäquate Verbindung mit dem Beton erreicht, unabhängig
von der Ausbildung, der Partikelgröße, der Dicke, der Dichte usw., des
Betons.
Dieses Ziel, diese Aufgaben und andere Aufgaben, die nachfolgend noch
besser offensichtlich werden, werden durch eine Bewehrung für vorgefertigte
Betonplatten mit Profilen zum Einbetten in den Betonkörper einer Platte erreicht,
wobei wenigstens einige der Profile Perforationen und Riffelungen aufweisen, wobei
wenigstens einige der Riffelungen an der gleichen Fläche des Profils vorgesehen
sind, an der die Perforationen angeordnet sind, wobei die Perforationen und die
Riffelungen zur Steigerung der Bindung zwischen der Bewehrung und dem Betonkörper
der Platte dienen.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden besser offensichtlich
anhand der Beschreibung eines bevorzugten, aber nicht beschränkenden Ausführungsbeispieles
einer Bewehrung gemäß der Erfindung, die nur beispielhaft, aber nicht
beschränkend in den anhängenden Zeichnungen dargestellt ist, in welchen
1 eine perspektivische Darstellung einer Bewehrung
nach der Erfindung ist,
2 eine vergrößerte perspektivische Darstellung
eines Details der 1 ist,
3 eine vergrößerte perspektivische Darstellung
eines anderen Details der 1 ist,
4 eine Seitenansicht eines Profils der Bewehrung nach
der Erfindung ist,
5 eine Querschnittansicht des Profils nach
4 ist, entlang der Linie V-V in 4,
6 eine Draufsicht des Profils nach 4
ist,
7 eine Seitenansicht des Profils ist, welche eine zweite
Ausführungsform der Riffelungen entsprechend der Erfindung zeigt,
8 und 9 Draufsichten von
Profilen sind, welche eine dritte und eine vierte Ausführungsform der Riffelungen
zeigen,
10 und 11 vergrößerte
Querschnittansichten der Profile sind, welche zwei mögliche Formen
der Riffelungen zeigen.
Mit Bezugnahme auf die Zeichnungen weist eine Bewehrung entsprechend
der Erfindung, die im Allgemeinen mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet ist,
Profile 2–7 auf, welche geformt sind, um in den Betonkörper
einer Platte eingebettet zu werden.
Vorzugsweise weist die Bewehrung 1 einen rahmenförmigen
Aufbau auf, der Längsprofile 2 und 3 aufweist, welche miteinander
durch Querprofile 4, 5, 6 und 7 verbunden sind.
Selbstverständlich kann die Anzahl der Längs- und Querprofile
entsprechend den Anforderungen und den Abmessungen der bereitzustellenden Platte
variieren.
Solche Profile können einen im wesentlichen C-förmigen Querschnitt
mit zwei Endflügeln 11 und 12 aufweisen, welche im Wesentlichen
parallel zueinander sind und durch einen Zwischenflügel 13 verbunden
sind.
Vorzugsweise weisen solche Profile einen im Wesentlichen &Sgr;-förmigen
Querschnitt auf (5) mit zwei Endflügeln
11 und 12, die im Wesentlichen parallel zueinander sind und die
durch einen Zwischenflügel 13 verbunden sind, der wenigstens zwei
Bereiche 14 und 15 aufweist, die mit entgegengesetzten Abschrägungen
geneigt sind.
Bei der dargestellten Ausführungsform weist der Zwischenflügel
13 einen zentralen Bereich 16 und zwei Endbereiche 17
und 18 auf, die mit den Enflügeln 11 und 12 verbunden
sind. Die Bereiche 16, 17 und 18 liegen mit Ausnahme
einer Bewehrungsfalte in einem Zwischenbereich der Erstreckung der Bereiche
17 und 18 in Ebenen, die im wesentlichen rechtwinklig zu den Ebenen
der Anordnung der Endflügel 11 und 12 sind und sind miteinander
durch die geneigten Bereiche 14 und 15 verbunden.
Entsprechend der Erfindung weisen einige oder alle der Profile
2, 3, 4, 5, 6 und 7, welche
die Bewehrung 1 bilden, Perforationen und Riffelungen auf, welche geeignet
sind, die Bindung zwischen der Bewehrung und dem Betonkörper der Platte zu
vergrößern.
Genauer ist es möglich, vorzugsweise schlitzförmige Perforationen
21 bereitzustellen, welche z.B. entlang einer Mehrzahl von Reihen auf zwei
Endflügeln 11 und 12 der Profile angeordnet sind.
Es ist auch möglich, Perforationen 22 in den Endbereichen
17 und 18 des Zwischenflügels 13 vorzusehen.
Perforationen 23a, die sich mit Gruppen von Perforationen
23b abwechseln, können auch auf dem zentralen Bereich 13
des Zwischenflügels 16 vorgesehen sein.
Einige der Perforationen 23a und 23b können
verwendet werden, um Zubehörteile zu tragen, die bestimmt sind, teilweise oder
vollständig in das Innere des Betonkörpers der Platte eingebettet zu werden
und die verwendet werden, um die Platte nach ihrer Herstellung anzuheben oder zu
bewegen. Solche Zubehörteile können von rohrförmigen Körpern
25 gebildet sein, wenn die Anhebevorrichtung von der Art ist, wie dies
in EP-A-0 832 840 derselben Anmelder beschrieben ist oder sie können von Platten
26 gebildet sein, wenn die Anhebevorrichtung des Typs ist, wie in
EP 0 568 934 derselben Anmelder beschrieben.
Im Falle eines rohrförmigen Körpers 25 wird dieser
Körper vor dem Gießen des Betonkörpers in eine Öffnung
23a eingesetzt, welche geeignet geformt ist, um mit dem rohrförmigen
Körper 25 übereinzustimmen.
Im Falle von Anhebeplatten 26 können solche Platten
statt dessen in die rechtwinkligen Perforationen 23b eingesetzt werden.
Die Perforationen 23a und 23b können entlang
der Längserstreckung der Profile 2–7 abwechselnd angeordnet
sein, um eine Positionierung der Zubehörteile 25 und 26 in
dem ausgewählten Bereich zu erlauben.
Zusammen mit der Platte 26 kann die Bewehrung optional Gehäuse
27 mit entsprechendem Deckel 27a zur Begrenzung der Bereiche tragen,
welche durch den Betonguss, der den Plattenkörper bildet, nicht beaufschlagt
werden dürfen.
Die Riffelungen können, abhängig von den Erfordernissen,
sich auf coplanare oder nicht coplanare Bereiche der Profile beziehen. Insbesondere
ist es möglich, Riffelungen auf zwei Endflügeln 11 und
12 in einem oder mehreren Bereichen und/oder Riffelungen auch in den Bereichen
14, 15, 16, 17 und 18 vorzusehen.
Die Riffelungen können vorteilhafterweise benachbart zu den freien
Kanten der Endflügel 11 und 12 vorgesehen sein und/oder sie
können zwischen den Perforationen in diesen Bereichen oder in anderen Bereichen
der Profile vorgesehen sein.
Die Riffelungen können sich auch, wie insbesondere in
7 dargestellt, in welcher die Riffelungen mit dem Bezugszeichen
30 bezeichnet sind, auf die Kanten der Peforationen 22 beziehen,
um die Kanten der Perforationen in verschiedenen Ebenen anzuordnen, um größere
Betonquerschnitte an den Perforationen zu beaufschlagen.
Wie in 4 dargestellt, können die
dort mit dem Bezugszeichen 31 bezeichneten Riffelungen einfach zwischen
den Perforationen 22 angeordnet sein, ohne sich auf ihre Kante zu beziehen.
Wie insbesondere in 6 dargestellt, in
welcher die Riffelungen mit dem Bezugszeichen 32 bezeichnet sind, können
die Riffelungen parallele Seiten haben oder sie können, wie in 8
dargestellt, in welcher sie mit dem Bezugszeichen 33 bezeichnet sind, Seiten
haben, welche gegeneinander geneigt sind oder auch, wie in 9
dargestellt, in welcher die Riffelungen mit dem Bezugszeichen 34 bezeichnet
sind, können sie sich überschneidende Seiten aufweisen.
Entsprechend den Anforderungen können die Riffelungen
32, 33, 34, wie in 10 gezeigt,
eine konstante Höhe oder Tiefe, oder wie in 11
gezeigt, eine Höhe oder Tiefe aufweisen, die gegen die Kanten der Profile ansteigen.
Wenn die herzustellende Platte sehr dick ist, kann der rahmenförmige
Aufbau der Bewehrung entsprechend der Erfindung Längs- und Querseiten haben,
welche von zwei oder mehr der vorbeschriebenen Profile gebildet sind, die mittels
zwei Endflügeln miteinander verbunden sind, z.B. durch zwei oder mehr dazwischen
angeordnete Profile, um so die gewünschte Dicke für die bereitzustellende
Platte zu erreichen. Auf diese Weise ist es möglich, verschiedene Dickenanforderungen
für Platten mit einer reduzierten Anzahl von Profiltypen zu realisieren.
Die Profile 2–7 bestehen vorzugsweise aus
Metall und die Riffelungen werden durch plastische Verformung dieser Profile gebildet.
In der Praxis ist beobachtet worden, dass die Bewehrung entsprechend
der Erfindung vollständig das beabsichtigte Ziel und die beabsichtigten Aufgaben
erfüllt, weil die Gegenwart der Perforationen, kombiniert mit der Gegenwart
der Riffelungen, die Kontinuität der Profile unterbricht und die Profiloberflächen
verändert, so dass eine starke Verbindung der Bewehrung mit dem Beton, der
den Plattenkörper bildet, erreicht wird.
Insbesondere stellen die Riffelungen durch Bereitstellung coplanarer
Bereiche und verschieden geneigter Bereiche der Profile eine starke Bindung zwischen
der Bewehrung und dem Beton, unabhängig von der Orientierung der Belastungen,
sicher, welchen die Platte ausgesetzt wird. Dies erreicht eine größere
Festigkeit und längere Lebensdauer der Platte.
Die so beschriebene Bewehrung ist zahlreichen Modifikationen und Variationen,
alle innerhalb des Schutzumfanges der beigefügten Patentansprüche, zugänglich,
alle beschriebenen Details können durch andere technisch äquivalente Elemente
ersetzt werden.
In der Praxis können die eingesetzten Materialien, solange sie
mit ihrer speziellen Anwendung kompatibel sind, sowie die Abmessungen irgendwelche
entsprechend den Erfordernissen und dem Stand der Technik sein.
Wo technische Merkmale in irgendeinem Patentanspruch mit Bezugszeichen
versehen sind, so sind solche Bezugszeichen zu dem einzigen Zweck eingefügt
worden, um die Lesbarkeit der Patentansprüche zu erhöhen und dementsprechend
haben solche Bezugszeichen keinen irgendwie beschränkenden Effekt auf die Interpretation
jedes Elementes, welches beispielhaft durch solch ein Bezugszeichen identifiziert
ist.