Die vorliegende Erfindung betrifft einen Spender zum Freisetzen einer
Substanz in eine Toilettenschüssel.
Es ist bekannt, Spender zum stufenweisen oder periodischen Freisetzen
von Substanzen, wie Bleichen, Reinigern oder Desinfektionsmitteln, in Toilettenschüsseln
bereitzustellen. Diese weisen gewöhnlich die Form eines festen Blocks auf,
der dazu geeignet ist, nahe dem Rand der Schüssel gehalten zu werden. Kürzlich
wurden auch komplexere Anordnungen entwickelt, in welchen die Substanz in flüssiger
oder Gelform vorliegt. Ein Problem mit all diesen Anordnungen liegt darin, dass
die Substanz nur an einem Teil des Rands abgegeben wird. Dies bedeutet, dass die
Substanz nicht über die ganze Schüssel angemessen verteilt wird, um z.B.
eine angemessene Reinigungs- oder Bleichwirkung aller sichtbaren Oberflächen
bereitzustellen.
WO 98/45543 offenbart eine Vorrichtung, die zum Anbringen unter dem
Perimeter einer Toilettenschüssel geeignet ist, umfassend zumindest zwei Röhrenelemente,
die flexibel und umeinander axial verschiebbar sind, umfassend ein Verteilungselement
für ein Detergens und/oder Deodorant, wobei das Profil der Vorrichtung auf
die Innenfläche der Schüssel einstellbar ist.
Die vorliegende Erfindung stellt einen Spender zum Freisetzen einer
Substanz in eine Toilettenschüssel bereit, umfassend ein längliches, elastisches
Element, das mit Mitteln zum Aufnehmen einer Substanz versehen ist und zumindest
teilweise die Substanz freisetzt, wenn die Toilette gespült wird, wobei das
Element von derart ausreichender Elastizität und Länge ist, dass es der
Länge nach selbsttragend unter dem Rand einer Toilettenschüssel ist.
Die Erfindung wird nun, nur beispielhaft, in Bezug auf, und wie in
den begleitenden Zeichnungen dargestellt, beschrieben, wobei:
1 eine Perspektivansicht einer Ausführungsform
des Spenders der Erfindung ist;
2 ein Querschnittseitenaufriss eines Abschnitts einer
Toilettenschüssel ist, die die Lokalisierung des Spenders bei Verwendung veranschaulicht;
3 eine Perspektivansicht eines Mittels zum Verbinden
der beiden Enden des Spenders ist;
4 bis 10 Perspektiv- und
Querschnittsendaufrisse von Abschnitten von unterschiedlichen Ausführungsformen
des Spenders sind.
Die 1 bis 3
veranschaulichen eine Ausführungsform eines Spenders der vorliegenden Erfindung.
Der Spender liegt in Form eines flexiblen, elastischen, länglichen Elements
(1) vor, das bei Verwendung die in die Toilettenschüssel freizusetzenden
Substanzen umfasst oder enthält. Der Spender ist unter dem Rand (3)
einer Toilettenschüssel der Länge nach selbsttragend. Das Element (1)
ist bei Verwendung vorzugsweise zu einer kreisförmigen oder nahezu kreisförmigen
Schlinge mit der ungefähren Gestalt der Toilettenschüssel geformt. Es
muss jedoch kein vollständiges Band sein, sofern es lang genug und ausreichend
elastisch ist, um unter dem Rand (3) der Schüssel der Länge nach
selbsttragend zu sein. Erwünschtermaßen weist das Element (1)
eine derartige Länge auf, dass die Substanz bei Verwendung entlang des gesamten
Umfangs des Rands (3) der Schüssel in die Toilettenschüssel freigesetzt
wird.
Der Spender kann ein Mittel (2) umfassen, um die Umfangslänge
der Schlinge abzuändern, wenngleich dies kein wesentliches Merkmal ist. Dieses
kann die Form eines „S"-förmigen Clips aufweisen, der aus einem elastischen
Material hergestellt ist, das zum Halten des länglichen Elements an jedem seiner
Enden geeignet ist. Die Umfangslänge der Schlinge kann durch Schieben eines
oder beider Enden des Elements (1) durch den Clip eingestellt werden.
Da das Element (1) flexibel und elastisch ist, versucht es
natürlich zu seiner geraden Form zurückzuspringen. Wegen der Einschränkung
von entweder dem Einstellmittel (2) am Element (1) oder der Gestalt
der Toilettenschüssel (falls das Einstellmittel (2) nicht vorliegt),
kann es jedoch dies nicht erzielen und erstreckt sich deshalb einfach zu einer kreisförmigen
oder nahezu kreisförmigen Schlinge mit dem größtmöglichen Durchmesser,
was bedeutet, dass der Spender sich auf natürliche Weise selbst unter dem Rand
der Toilettenschüssel anordnet, sobald er in eine angenäherte Position,
wie in 2 dargestellt, gebracht wurde. Weist das Band
einen Umfang auf, der kleiner ist als derjenige des Rands (3) der Toilettenschüssel,
z.B. aufgrund der Verwendung des Einstellmittels (2) zum Einschränken
des Umfangs des Bands auf kleiner als den Rand (3), sitzt der Spender einfach
an dem Teil der Toilettenschüssel, der denselben Umfang aufweist, obwohl dies
nicht bevorzugt ist, da die Wirksubstanz dann in die Toilettenschüssel über
dem Spender nicht freigesetzt wird.
Das längliche Element (1) kann aus einem beliebigen
geeigneten flexiblen, elastischen Material bestehen. Es ist vorzugsweise ein extrudiertes
Polymer, z.B. Polypropylen.
Es ist ein wesentliches Merkmal des Spenders, dass er zum Freisetzen
einer Substanz geeignet ist, wenn die Toilette gespült wird. Der Spender kann
die gesamte Substanz freisetzen, wenn die Toilette gespült wird, jedoch ist
es bevorzugt, dass nur ein Teil der Substanz freigesetzt wird, so dass der Spender
für eine Anzahl an Spülungen in einer ähnlichen Weise wie ein herkömmlicher
in der Schüssel vorliegender (ITB) Toilettenblock an Ort und Stelle gelassen
wird. Die Substanz, die freigesetzt wird, kann eine beliebige Substanz sein, von
welcher es erwünscht ist, dass sie in oder auf einer Toilettenschüssel
freigesetzt wird; z.B. kann die Substanz mindestens eines einer Bleiche, eines Reinigers,
eines oberflächenaktiven Mittels, eines Parfüms oder eines Desinfektionsmittels
umfassen. Der Spender kann zwischen Spülungen Parfüm freisetzen und stellt
somit eine kontinuierliche Duftwirkung bereit. Der Spender ist vorzugsweise derart
konstruiert und die Formulierung der Substanz vorzugsweise derart ausgewählt,
dass der Spender die Substanz nicht auslaufen lässt oder auf andere Weise freisetzt,
außer wenn die Toilette gespült wird.
Der Spender kann jede beliebige Form aufweisen, die die Erfüllung
dieser Funktion ermöglicht. So kann er z.B., wie in 4
dargestellt, in Form eines Rohrs (4) vorliegen, das die Substanz in Pulverform
(5) enthält. Die Substanz könnte auch in Gelform vorliegen. Das
Rohr (4) ist derart durchlässig, dass Spülwasser darüber
läuft und zumindest teilweise in das Rohr (4) eintritt, wodurch das
Pulver (5) derart gelöst oder dispergiert wird, dass etwas davon freigesetzt
wird. Das Rohr (4) kann durch die Bereitstellung einer Vielzahl von Schlitzen
(6) entlang seiner Länge perforiert sein. Zum Gewährleisten dessen,
dass das Pulver (5) nicht einfach aus dem Rohr heraus fällt, können
die Schlitze (6) auf dem oberen Teil des Rohrs vorliegen, wenn der Spender
verwendet wird, oder kann das Pulver von geeignet großer Größe sein.
Zum Beispiel kann das Pulver durch herkömmliche Mittel derart granuliert werden,
dass die granulären Teilchen eine größere Größe aufweisen
als diejenige der Schlitze (6). Das Rohr kann auch durch ein anderes Mittel
durchlässig gestaltet werden, indem z.B. zumindest ein Teil seiner Oberfläche
aus einem durchlässigen Material hergestellt ist, das den Durchlauf von flüssigen,
aber nicht von festen Substanzen ermöglicht. Eine andere Ausführungsform
besteht darin, dass, dass das Rohr einen einzelnen Längsschlitz entlang im
Wesentlichen seiner gesamten Länge enthält.
Eine noch weitere Ausführungsform ist in den 5
und 6 dargestellt, in welchen der Spender ein Rohr
(14) umfasst, das eine Vielzahl von durchlässigen Einsätzen (15),
z.B. aus Papier oder Schwamm, enthält. Alternativ dazu kann, wie in
7 dargestellt, der durchlässige Einsatz (15)
ein kontinuierlicher Einsatz in Form eines länglichen Elements sein, das entlang
der gesamten Länge des Rohrs (14) verläuft. Der Spender kann
die Substanz in flüssiger Form enthalten. Bei Verwendung werden die durchlössigen
Einsätze (15) mit der Flüssigkeit gesättigt und setzen einen
Teil davon frei, wenn sie vom Spülwasser umspült werden.
Die 8, 9
und 10 veranschaulichen weitere Ausführungsformen
des Spenders. Der Spender in diesen Ausführungsformen liegt in Form eines Rohrs
(21) vor. Das Rohr (21) enthält die Substanz in flüssiger
Form. Die Flüssigkeit kann eine niedrige Viskosität aufweisen oder leicht
angedickt sein. Das Rohr (21) weist einen kontinuierlichen Längsschlitz
(22) entlang seiner gesamten Länge auf. Der Schlitz befindet sich
vorzugsweise an der unteren Oberfläche des Spenders, kann jedoch z.B. auf der
oberen Oberfläche oder einer beliebigen anderen Oberfläche vorliegen.
Als alternative Ausführungsformen kann der Schlitz (22) derart unterbrochen
sein, dass das Rohr eine Vielzahl von kleineren Schlitzen (22) entlang
seiner Länge enthält. Ein durchlässiges Material (23), z.B.
aus Papier oder Schwamm, ist derart angeordnet, dass es den gesamten kontinuierlichen
Längsschlitz (22) oder alle der Vielzahl von kleineren Schlitzen (22)
bedeckt oder ausfüllt. Das durchlässige Material (23) kann kontinuierlich
sein, oder, wenn eine Vielzahl von kleineren Schlitzen (22) vorliegt, eine
Vielzahl von Abschnitten umfassen, wobei jeder Abschnitt mit einem oder mehreren
kleineren Schlitzen (22) verbunden ist.
Diese unterschiedlichen Ausführungsformen sind in den
8 bis 10 dargestellt.
8 zeigt ein durchlässiges Material (23)
in Form eines Zylinders, der das Rohr (21) einkapselt. 9
zeigt ein durchlässiges Material (23) in Form eines bogenförmigen
Abschnitts, der am Rohr (21) angebracht ist. Das durchlässige Material
kann durch jedes beliebige geeignete Mittel, z.B. durch einen Klebstoff an Ort und
Stelle gehalten werden. 10 zeigt ein durchlässiges
Material (23) in Form eines Zylinders, der im Rohr (21) gehalten
wird. Diese Ausführungsformen funktionieren in einer ähnlichen Weise wie
die in den 5 bis 7 dargestellte
Ausführungsform.
Der Spender kann einfach durch Herausziehen aus der Schüssel
nach der Verwendung, vorzugsweise mittels eines separaten Werkzeugs, das zum Einsetzen
und Halten des Spenders geeignet ist, entfernt werden.
Der Spender kann in länglicher Form oder in einer Form, in welcher
er schon eine Schlinge bildet, vertrieben werden. Er kann schon die in die Toilettenschüssel
freizusetzende Substanz bereits umfassen oder auch nicht. In einigen Ausführungsformen
kann der Spender derart vertrieben werden, dass er die Substanz entweder enthält
oder nicht enthält. In diesen Ausführungsformen kann der Spender vom Verbraucher
gefüllt oder wieder aufgefüllt werden. Liegt z.B. der Spender in Form
eines hohlen Rohrs vor, kann er eine Endkappe enthalten, die ein
Verbraucher entfernen kann, um das Rohr mit der Substanz in fester, gelförmiger
oder flüssiger Form zu füllen, wonach die Kappe wieder angebracht wird.
Bei einer anderen Möglichkeit handelt es sich darum, dass die Kappe einen Deckel
enthält, der entfernt und wieder angebracht werden kann. Liegt die Substanz
in flüssiger Form vor, kann ein Einlass an einer beliebigen Stelle auf dem
Spender zum Injizieren der Flüssigkeit aus einem geeigneten Behälter bereitgestellt
werden. Diese Ausführungsform ist bevorzugt, da der Spender einfach an Ort
und Stelle an der Toilettenschüssel gelassen werden kann, während er wieder
aufgefüllt wird. Die Substanz, die zum Befüllen oder Wiederauffüllen
des Spenders verwendet wird, kann z.B. in einem geeigneten Behälter, wie einer
Flasche, einem Rohr oder einem Aerosol, bereitgestellt werden.
Das Mittel zum Wiederauffüllen kann an jeder beliebigen Position
entlang des Spenders, z.B. in der Mitte, bereitgestellt werden.
Das Entfernungsmittel (40) kann auch Mittel zum Belüften
des Spenders (24) tragen, wenngleich ein geeignetes Belüftungsmittel,
falls gewünscht, an jedem beliebigen Punkt des Spenders (24) bereitgestellt
werden kann. In dieser Ausführungsform ist ein Auslass mit dem Ende des Spenders
(24) verbunden, wobei der Auslass eine Belüftungsleitung umfasst,
die entlang einer Oberfläche des Entfernungsmittels (40) verläuft,
das in einem senkrechten Rohr in offenem Kontakt mit der Luft endet. Die Leitungs-
und Auslassdurchmesser sind derart ausgewählt, dass ein Überlauf vermieden
wird.
22 zeigt eine leicht abgewandelte Version des Füllsystems
der 19 bis 21. In dieser Ausführungsform
ist der Behälterauslass (31) um die Öffnung (27) lokalisiert.
Zudem ist die Klammer (37) in einer unterschiedlichen Weise an dem Behälter
(32) angebracht, in diesem Fall ist sie an der Rückseite des Behälters
mithilfe eines geeigneten Mittels und nicht mithilfe eines in die Behälteröffnung
(38) eingesetzten Rohrs angebracht. Zum Füllen des Behälters
dieser Ausführungsform des Füllsystems ist eine einfache Öffnung
(38) im oberen Teil des Behälters (32) bereitgestellt.