Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behandlung von verbrauchten
Ionenaustauscherharzen und insbesondere ein Verfahren zur Behandlung von verbrauchten
Ionenaustauscherharzen durch ein Verringern des Volumens der verbrauchten Ionenaustauscherharze
durch einen Nassoxidationsprozess und unter Verwendung von Bariumhydroxid, um den
pH der Nassoxidationsreaktionslösung einzustellen. Das Verfahren der Erfindung
ist hauptsächlich auf verschiedene Reinigungsbehandlungen in Kernkraftanlagen
und auf anderen verwandten Gebieten anwendbar.
2. Beschreibung des früheren Standes der Technik
Gegenwärtige Kernkraftanlagen werden auf der Basis von Leichtwasserreaktoren
betrieben, welche Leichtwasser als das Kühlmittel des Reaktors und als den
Neutronenmoderator verwenden. Wenn ein korrodierendes Ion in dem Reaktorwasser vorliegt,
nimmt die Korrosion in dem Reaktor zu und es können Aktivierungsprodukte erzeugt
werden, so dass die Radioaktivität in dem Reaktorsystem in einem Ausmaß
ansteigen kann, dass die Neutronenökonomie aufgrund des außer Kontrolle
Geratens von Neutroneneinfangreaktionen erniedrigt werden könnte. Um diese
potentiellen Probleme zu überwinden, sind in Kernkraftanlagen weitgehend Ionenaustauscherharze
verwendet worden, einschließlich beispielsweise bei der Reinigungsbehandlung
von Reaktorwasser zur Lieferung von entmineralisiertem Reaktorwasser; der Entfernung
von Verunreinigungen wie z.B. Neutronenaktivierungsprodukten und Spaltprodukten,
die aus Kernbrennstoffelementen entwichen sind, aus dem Reaktorwasser; dem Erniedrigen
des Sauerstoffgehalts in dem Kühlmittel; dem Kontrollieren des Inhalts des
Korrosionsinhibitors und der chemischen Zusätze und dergleichen. Weiterhin
sind Ionenaustauscherharze ebenso bei der Behandlung von Abwasser aus der Kernkraftanlage
nützlich.
Zur Vergrößerung des effektiven Oberflächenbereichs
werden in der Kernkraftanlage ebenfalls pulverförmige Ionenaustauscherharze,
die von Harzen in Form von Kügelchen (bead resins) verschieden sind, verwendet.
Der spezifische Oberflächenbereich des pulverförmigen Ionenaustauscherharzes
entspricht ungefähr 100mal dem des Ionenaustauscherharzes in Form von Kügelchen,
und dieses ist eine Art von sehr feinem Pulver. Diese werden gewöhnlich zum
Beschichten der Filterelemente verwendet, wo sie zusätzlich zu der Funktion
des Ionenaustauschs kleine feste Kügelchen, die in dem Wasser suspendiert sind,
entfernen können.
Nach der Abnahme der Ionenaustauschkapazität der Ionenaustauscherharze
oder der Zunahme der Radioaktivität aufgrund einer Kontamination mit Nukliden
in den Ionenaustauscherharzen muss das Ionenaustauscherharz in Form von Kügelchen
regeneriert werden. Nachdem es regeneriert wurde und für eine zulässige
Anzahl von Malen wieder verwendet wurde, sollte das Ionenaustauscherharz in Form
von Kügelchen als ein radioaktiver Abfall entsorgt werden. Da das pulverförmige
Ionenaustauscherharz im Gegensatz dazu eine große Menge an festen Verunreinigungen
zurückhält, sobald es verwendet wird, wird es keiner Regeneration mehr
unterworfen und wird als Abfall entsorgt, nachdem es einmal verwendet wurde. Gemäß
der Erhebung, die von dem US Electric Power Research Institute für 1982–1985
in Bezug auf den Anteil verbrauchter Harze in nassem Abfall durchgeführt wurde,
enthielt Harzabfall aus der Siedewasserreaktor(BWR)-Kernkraftanlage 50% pulverförmiges
Harz und 25% Harz in Form von Kügelchen, während Harzabfall aus einer
Druckwasserreaktor(PWR)-Kernkraftanlage 7% pulverförmiges Harz und 44% Harz
in Form von Kügelchen enthielt. In Taiwan enthielt Harzabfall aus einer BWR-Kernkraftanlage
ca. 30% pulverförmiges Harz und ca. 11% Harz in Form von Kügelchen, während
Harzabfall aus einer PWR-Kernkraftanlage ca. 1% pulverförmiges Harz und ca.
23% Harz in Form von Kügelchen enthielt.
Das verbrauchte Ionenaustauscherharz muss zur Sicherheit der Endlagerung
stabilisiert werden. Zu diesem Zweck wird es gewöhnlich mit einem Mittel wie
z.B. Zement, Polymeren, Pech und dergleichen verfestigt. Das Ergebnis der Verfestigung
wird durch die Art des verwendeten Mittels unterschiedlich charakterisiert. Im Allgemeinen
konnte die Verfestigung mit Hochpolymeren oder Pech zu einem geringeren Volumen
der verfestigten Produkte führen. Jedoch sind Polymere teuer. Die Betriebskosten
mit Polymeren sind möglicherweise sehr teuer. Andererseits ergibt Pech eine
geringere Festigkeit des verfestigten Produkts, und das Produkt ist brennbar. Im
März 1997 ist aufgrund des Verfestigungsvorgangs mit Pech in Japan ein Brandunfall
aufgetreten, welcher zu einem schweren Nuklearunfall führte. Die Verfestigung
mit Zement ist ein einfacher und billiger Vorgang. Jedoch weist das verbrauchte
Ionenaustauscherharz nach der Verfestigung immer noch ein Ionenaustauschvermögen
auf, so dass es Calciumionen und dergleichen in dem verfestigten Produkt in dem
Ausmaß austauschen kann, dass es dessen Qualität beeinträchtigt.
Weiterhin kann das verfestigte Harz Feuchtigkeit absorbieren oder freisetzen und
erfährt daher ein Aufquellen oder eine Kontraktion. Diese Phänomene treten
insbesondere in dem Ionenaustauscherharz in Form von Kügelchen auf, was im
schlimmsten Fall zu dem Aufquellen oder Reißen des verfestigten Produkts führen
könnte. All dieses wird die Beladungsrate des verbrauchten Ionenaustauscherharzes
in dem mit Zement verfestigten Produkt außerordentlich begrenzen, so dass nach
der Verfestigung ein sperriges verfestigtes Produkt erzielt werden könnte.
In Anbetracht der Zunahme der Kosten für die Endlagerung ist die direkte Verfestigung
von verbrauchtem Ionenaustauscherharz nicht mehr ökonomisch.
Bei der Behandlung von verbrauchten Ionenaustauscherharzen werden
hauptsächlich zwei Ziele wie Volumenverringerung und Stabilisierung erwartet.
Verfahren zur Behandlung verbrauchter Ionenaustauscherharze können in zwei
Typen, d.h. den Trockenprozess und den Nassprozess, klassifiziert werden. Der Trockenprozess
beinhaltet Verbrennung, Vitrifikation und Pyrolyse, während der Nassprozess
Säurehydrolyse, oxidative Hydrolyse und Oxidation mit überkritischem Wasser
usw. beinhaltet. Von diesen ist der Verbrennungsprozess der am frühsten entwickelte
und ist kommerziell in einigen Ländern durchgeführt worden. Zur Verbrennung
wird dieses typischerweise in einer Weise durchgeführt, dass die verbrauchten
Ionenaustauscherharze mit anderem brennbaren Abfall gemischt werden, um die Freisetzungskonzentration
von SOx, NOx oder einem anderen gefährlichen Gas zu steuern.
Die Steuerung der Freisetzung von radioaktiven Nukliden ist ebenfalls ein kritisches
Problem, das bei dem Verbrennungsprozess gelöst werden muss. Wenn nicht der
Ausstoß von flüchtigen Nukliden wie z.B. Kohlenstoff-14, Tritium, Cäsium-137
und dergleichen verhindert werden kann, müssen zuerst die Nuklide aus dem verbrauchten
Harz entfernt werden, um dessen Radioaktivität vor der Verbrennung zu erniedrigen.
In dem Vitrifikationsprozess ist die Korrosion des Materials das Hauptproblem,
da die glasartige geschmolzene Masse der Ionenaustauscherharze bei hoher Temperatur
eine starke Korrosionsaktivität zeigen könnte. Derzeit wird eine Vielzahl
von Schmelzofentechniken zur Vitrifikation entwickelt. Von diesen weist der Kaltwandtiegelschmelzprozess,
der von der SGN Company aus Frankreich entwickelt wurde, ein geringeres Korrosionsproblem
auf, und es wird gesagt, dass dieser eine viel versprechende Vitrifikationstechnik
sein könnte. Die Molten Metal Technology (MMT) aus den USA hat einen Quantenkatalytischen
Extraktionsprozess (Q-CEP) entwickelt, bei welchem in einem geschlossenen Reaktor
alle flüchtigen Komponenten in den Ionenaustauscherharzen mit geschmolzenem
Eisen, welches eine starke reduzierende Aktivität aufweist, zu einfachen Gasen
zersetzt wurden, während nicht flüchtige Komponenten als Schlacke zurückgelassen
wurden. Auf diesem Weg konnte eine effektive Volumenverringerung und Stabilisierung
erhalten werden. Das endgültige verfestigte Produkt ist in diesem Prozess ein
hochaktiver Eisenblock, welcher Schwefel, Silicium, Natrium und dergleichen enthält,
und es wird ein spezieller Behälter benötigt, um denselben aufzunehmen.
Die Konstruktionskosten für das Q-CEP-System sind sehr hoch, und es ist nicht
ökonomisch, eine Prozessanlage mit einem System mit kleiner Kapazität
zu konstruieren. Weiterhin könnte die verbleibende Behandlung der beträchtlichen
Menge an gasförmigen Nebenprodukten wie z.B. Schwefelwasserstoff und dergleichen,
welche durch diesen Prozess erzeugt werden, ein schwieriges Problem sein.
Die ThermoChem Inc. aus den USA hat einen Dampfreformierprozess entwickelt,
welcher die Pyrolyse von Ionenaustauscherharzen bei erhöhter Temperatur umfasst
und indessen ein brennbares Gas erzeugt, welches durch Reformieren als ein Brennstoff
nützlich ist. Dieser Prozess weist ebenso ein ernstes Problem hinsichtlich
der Korrosion von Materialien auf, und seine Zukunft muss sich weiter zeigen. Ein
Prozess in der Anfangsstufe seiner Entwicklung ist der Superkritische Wasseroxidations(SCWO)-Prozess.
Wenn Zersetzungsprodukte wie z.B. Schwefelsäure von Ionenaustauscherharzen
vorliegen, zeigt das überkritische Wasser mit hoher Temperatur und Druck, welches
in diesem Prozess eingesetzt wird, in ähnlicher Weise ein hohes Ausmaß
von Korrosion, was die Materialkorrosion zu einem ernsten Problem macht. Dieser
Prozess ist von einer praktischen Anwendung noch weit entfernt.
Die British AEA Industry hat erfolgreich einen Nassoxidationsprozess
entwickelt, der die Durchführung einer oxidativen Zersetzung von verbrauchten
Ionenaustauscherharzen vom Typ Kügelchen unter Verwendung von Eisen(II)-sulfat
als dem Katalysator, wässrigem Wasserstoffperoxid als dem Oxidationsmittel
und Kalkhydrat als pH-Regulator bei einer Temperatur von ca. 100°C und einem
pH von 3–4, um organische Komponenten zu CO2 und H2O
zu zersetzen, umfasst. Es wird berichtet, dass dieser Prozess zur Behandlung von
40 kg Ionenaustauscherharzen 160 kg an 50 Gew.-% wässrigem Wasserstoffperoxid,
1 kg an konzentrierter Schwefelsäure, 6 kg an Kalkhydrat und weniger als 0,5
kg an Entschäumungsmittel verbrauchen würde.
Verbrauchte Ionenaustauscherharze, die in einer Kernkraftanlage erzeugt
werden, beinhalten ein Kationenaustauscherharz vom stark sauren Typ und ein Anionenaustauscherharz
vom stark basischen Typ, welche jeweils unterschiedliche chemische
Eigenschaften besitzen. Wenn eine Nassoxidation mit einem Kationenaustauscherharz
vom stark sauren Typ und einem Anionenaustauscherharz vom stark basischen Typ durchgeführt
wird, kann die Gesamtreaktion als Gleichung (1) bzw. (2) dargestellt werden:
C8H8SO3 + 20 H2O2
→ 8 CO2 + 23 H2O + H2SO4(1)C12H19NO + 31 H2O2 →
NH4OH + 12 CO2 + 38 H2O(2)
Wie in den obigen zwei Gleichungen gezeigt ist, werden, wenn das Ionenaustauscherharz
oxidiert wird, Kohlenwasserstoffbestandteile zu CO2 und H2O
oxidiert. Nach Gleichung (1) und (2) wird jeweils ein Mol der Sulfonatgruppe und
der quaternären Aminogruppe, welche entsprechend in dem Kationen- und Anionenaustauscherharz
enthalten sind, zu jeweils einem Mol Schwefelsäure bzw. Ammoniumhydroxid oxidiert.
Schwefelsäure, die bei der Oxidation von Kationenaustauscherharzen erzeugt
wird, kann, außer die Acidität der Lösung zu erhöhen, der Nassoxidationslösung
aufgrund des Vorliegens von sowohl Schwefelsäure als auch Wasserstoffperoxid
ein hohes Korrosionsvermögen verleihen. Dieses Korrosionsvermögen kann
mit dem Fortschreiten der Nassoxidation des Kationenaustauscherharzes zunehmen.
Die Nassoxidation von gemischten Kationen- und Anionenaustauscherharzen erzeugt
sowohl Schwefelsäure als auch Ammoniumhydroxid und beinhaltet daher ebenfalls
die folgende Reaktion zwischen diesen, d.h.:
H2SO4 + 2 NH4OH → (NH4)2SO4
+ H2O(3)
Das Molverhältnis von Schwefelsäure zu Ammoniumhydroxid
in der Abfalllösung der Nassoxidation wird in Abhängigkeit von dem Molverhältnis
des Kationenaustauscherharzes zu dem Anionenaustauscherharz, welche die Nassoxidation
durchlaufen haben, variieren. Wenn das Molverhältnis von Anionen-/Kationenaustauscherharz
gleich 2 ist, werden das erzeugte Ammoniumhydroxid und die Schwefelsäure exakt
diesem Verhältnis entsprechend Ammoniumsulfat bilden, und der pH der Lösung
wird am Ende der Reaktion leicht ansteigen. Wenn andererseits das Molverhältnis
> 2 ist, wird es einen Überschuss an Ammoniumhydroxid geben; der pH der
Nassoxidationsabfalllösung wird signifikant ansteigen. Wenn im Gegensatz dazu
das Molverhältnis < 2 ist, wird überschüssige Schwefelsäure
zurückbleiben, und dementsprechend wird der pH beträchtlich sinken.
Um den pH der Nassoxidationslösung zu steuern, kann die Zugabe
einer Säure oder Base notwendig sein, um diesen nach Wunsch einzustellen. Typischerweise
wird Kalk (Calciumhydroxid) oder Natriumhydroxid als die Base zugegeben. Die Zugabe
von Calciumhydroxid wandelt Schwefelsäure in Calciumsulfat um und führt
dazu, dass die Abfalllösung der Nassoxidation hauptsächlich Calciumsulfat
enthält. Während der Verfestigung dieser Abfalllösung reagiert das
Calciumsulfat mit 3 CaO Al2O3, das im Zement vorliegt, bildet
langsam Ettrigit, das eine geringe Dichte aufweist, um bringt das verfestigte Produkt
dazu, schrittweise aufzuquellen, so dass es eventuell reißt, und folglich wird
ein ernstes Qualitätsproblem verursacht. Um dieses Problem zu verringern, muss
die Beladungsrate mit Abfall in dem verfestigten Produkt beträchtlich erniedrigt
werden. Dieses führt jedoch zu einer großen Zunahme des Volumens des verfestigten
Abfalls. Zusätzlich neigt Calciumsulfat in der Abfalllösung dazu, in einem
Ausmaß zu kristallisieren und zu agglomerieren, dass die Transportrohre verstopft
werden, was den Transport verschlechtert und beim Betrieb ein Erschwernis darstellt.
Ebenso wird in dem Nassoxidationsprozess von verbrauchten Ionenaustauscherharzen
aus dem Abkühlen von Dämpfen aus dem Nassoxidationsreaktor ein wässriges
Kondensat in einer gewissen Menge erzeugt, die der an verbrauchtem H2O2
entspricht. Dieses Kondensat kann eine gewissen Menge an Nukliden enthalten und
ebenso unvermeidbar eine kleine Menge an organischen Substanzen enthalten, welche,
wenn sie nicht in geeigneter Weise behandelt werden, in einem solchen Ausmaß
übermäßig hohe Konzentrationen an Nukliden und gesamtem organischen
Kohlenstoff (TOC) verursachen können, dass das Kondensationswasser nicht abgelassen
oder wieder verwendet werden kann.
In Anbetracht des Vorstehenden besitzt der gegenwärtige Nassoxidationsprozess
zur Behandlung von verbrauchten Ionenaustauscherharzen die folgenden Hauptnachteile,
die einschließen: (1) Die zu behandelnde Reaktionslösung zeigt ein sehr
hohes Korrosionsvermögen, was einen schweren Korrosionsangriff auf das Material
verursachen könnte; (2) der erzeugte flüssige Abfall enthält hauptsächlich
Schwefelsäure und deren Salze, die nicht leicht verfestigt werden können;
somit ist das verfestigte Produkt, das aus dem flüssigem Abfall erzeugt wird,
so sperrig, dass dieses fast den Volumenverringerungseffekt, welcher durch die Oxidation
der Ionenaustauscherharze erzielt wird, ausgleichen könnte.
Im Hinblick auf die Überwindung der oben erwähnten Nachteile
hat der Erfinder dieser Anmeldung nach gründlichem Studieren
die Erfindung entsprechend entwickelt.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Dementsprechend ist es eine Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur
Behandlung von verbrauchten Ionenaustauscherharzen mit dem Zweck, das Volumen der
Ionenaustauscherharze durch Nassoxidation zu verringern, bereit zu stellen.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Behandlung
von verbrauchten Ionenaustauscherharzen bereit zu stellen, wobei nach Verringerung
des Volumens des Ionenaustauscherharzes über eine Nassoxidation der Rückstand
der Nassoxidation und die Aufschlämmung der Abfallflüssigkeit mit hoher
Effizienz verfestigt werden.
Gemäß der Erfindung umfasst das Verfahren zur Behandlung
von verbrauchten Ionenaustauscherharzen das Durchführen der Schritte von Anspruch
1. Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung umfasst die folgenden Schritte:
(1) Zugeben von Ionenaustauscherharzen in eine Lösung von Eisen(II)-sulfat
und Erwärmen der Lösung unter Rühren bei einer Temperatur, die höher
ist als 90°C und niedriger als der Siedepunkt der Lösung;
(2) Zugeben von wässrigem Wasserstoffperoxid in die Lösung von (1)
und Einstellen des pH der resultierenden Mischung mit Schwefelsäure oder Bariumhydroxid
auf einen pH-Bereich, der zur Nassoxidation geeignet ist;
(3) wenn die Temperatur während der Zugabe des wässrigen Wasserstoffperoxids
auf den Siedepunkt steigt, spontan Sieden lassen der Lösung und Laufen lassen
des so erzeugten Dampfes zusammen mit CO2 durch einen Kondensator, dann
Sammeln des kondensierten Wassers und Durchführen von Behandlungen, um dessen
TOC und Konzentration an Nukliden zu senken, Recyceln oder Ablassen des kondensierten
Wassers, während CO2 nach Laufen lassen durch einen HEPA-Filter
freigesetzt werden kann;
(4) nach Zugeben von ausreichend wässrigem Wasserstoffperoxid, um die Nassoxidation
abzuschließen, Zugeben von Bariumhydroxid in die Lösung, um den pH der
Lösung zu erhöhen, und Bildung von Bariumsulfat mit Sulfat in der Lösung
und gleichzeitig Ermöglichen den Ammoniumionen, aus der Lösung als Ammoniumhydroxid
oder Ammoniakgas zu entweichen;
(5) Laufen lassen von Ammoniumhydroxid oder Ammoniakgas, die aus der Lösung
entwichen sind, durch einen Ammoniakdissoziator, um diese zu Wasserstoff und Stickstoffgasen
zu zersetzen, und Bringen des Wasserstoffgases in Kontakt und Reaktion mit Luft,
um H2O zu bilden; und
(6) Zugeben von Verfestigungsmittel zu der Aufschlämmung von (4) und homogenes
Mischen und dann beiseite Stehen lassen, um sich zu verfestigen.
In einer Ausführungsform der Erfindung wird, um die Nassoxidationslösung
problemlos zu stabilisieren, als die Säure speziell Schwefelsäure ausgewählt,
während als die Base speziell Bariumhydroxid ausgewählt wird, um den pH
zu regulieren, und Bariumhydroxid insbesondere als das Neutralisierungsmittel eingesetzt
wird. Damit können die folgenden Vorteile erhalten werden: (1) Bariumhydroxid
kann Schwefelsäure und Ammoniumsulfat in Bariumsulfat, einen Feststoff, welcher
unlöslich ist und eine sehr hohe spezifische Dichte (ca. 4,5) aufweist, umwandeln.
Es zeigt eine sehr hohe Stabilität, so dass es, nachdem es eingebettet wurde,
als das Aggregat in dem verfestigten Produkt wirken kann und somit ebenfalls die
mechanische Festigkeit des verfestigten Produkts erhöhen kann. (2) Es würde
kein Ettrigit erzeugt, um zu dem Problem des Aufquellens und Reißens des verfestigten
Produkts zu führen, und somit kann ein verfestigtes Produkt mit sehr guter
Langzeitstabilität erhalten werden. (3) Das so gebildete Bariumsulfat ist ein
harter und kompakter Feinpartikel. Es ist nicht klebrig und wird somit zu keiner
Aggregation führen. Weiterhin kann es leicht in der Lösung dispergiert
werden, so dass dessen Transport, Mischung und Handhabung leicht durchgeführt
werden können. (4) Bariumhydroxid weist gute Wirkungen bei der Stabilisierung
von Sulfationen, der Regulation des pH und dem Verringern der Korrosion der Abfalllösung
auf.
Die Effizienz der Nassoxidation hängt eng mit der Steuerung des
pH der Reaktionslösung zusammen. Experimentelle Ergebnisse, die mit der Erfindung
erhalten wurden, zeigen, dass die Wirkung, die erhalten wurde, indem Bariumhydroxid
verwendet wurde, um den pH der Nassoxidationslösung zu regulieren, viel besser
ist als die bei Verwendung von Natriumhydroxid oder Ammoniumhydroxid, in der Hinsicht,
dass die Steuerung des pH stabil ist, weniger verbraucht wird und für die Verringerung
der Erzeugung des endgültigen Abfalls hilfreich ist. Gemäß dem experimentellen
Ergebnis der Erfindung wird der pH der Nassoxidationslösung für Kationenaustauscherharze
vorzugsweise auf 0,5 bis 4 und insbesondere auf 1 bis 3; für Anionenaustauscherharze
vorzugsweise auf 1,5 bis 4 und insbesondere auf 2 bis 3,5; und für gemischte
Anionen-Kationen-Ionenaustauscherharze vorzugsweise auf 1 bis 4 und insbesondere
auf 1,5 bis 3 gesteuert. Die Steuerung des pH der Reaktionslösung in einem
geeigneten Bereich kann den Verbrauch des wässrigen Wasserstoffperoxids verringern.
Die experimentellen Ergebnisse der Erfindung zeigten, dass die Nassoxidation einer
Harzmischung, welche einen gleichen Volumenanteil an Anionen- und Kationenaustauscherharzen
enthielt, und die Steuerung des pH auf ca. 2 ca. 3,2 bis 5 Liter 50% wässriges
[Wasserstoffperoxid] pro Liter der gemischten Ionenaustauscherharze verbraucht.
Je niedriger die Zugaberate des wässrigen Wasserstoffperoxids ist, desto geringer
wird die Verbrauchsrate von Wasserstoffperoxid sein.
Am Ende der Nassoxidation, wie sie oben beschrieben wird, kann die
Menge des Kationenaustauscherharzes, die in die Reaktionslösung zugegeben wird,
eine entsprechende Menge an Sulfat als H2SO4 und/oder (NH4)2SO4
ergeben. Diese können ebenfalls durch Zugabe von Bariumhydroxid in BaSO4
umgewandelt werden, wie in den folgenden Reaktionsgleichungen gezeigt wird:
(NH4)2SO4 + Ba(OH)2 →
2 NH4OH + BaSO4(4)H2SO4 + Ba(OH)2 → 2 H2O
+ BaSO4(5)
Ammoniumhydroxid, welches in der obigen Reaktion erzeugt wird, wird
aus der Lösung bei einem pH von mehr als 8,5 entweichen, und seine Entweichungsgeschwindigkeit
wird umso schneller sein, je höher die Temperatur und der pH sind. Da die Umwandlung
eine exotherme Reaktion ist, erhöht die Zugabe von Bariumhydroxid die Temperatur
und begünstigt somit das Entweichen von Ammoniak. Auf der Basis der experimentellen
Ergebnisse der Erfindung wird gefunden, dass das Entweichen von Ammoniak mehr begünstigt
ist, wenn die Temperatur und der pH höher sind. Bei der Umwandlung sollte beim
Zugeben die Menge an benötigtem Bariumhydroxid auf der Grundlage der Konzentration
des Bariumsulfats in dem Ausmaß berechnet werden, dass Sulfationen richtig
in Bariumsulfat umgewandelt werden. Eine übermäßige Zugabe von Bariumhydroxid
erhöht die Menge an Abfällen und ergibt daneben eine zu hohe Alkalinität
der Abfalllösung und wird folglich zu einer nachteiligen Wirkung auf die Qualität
des verfestigten Produkts führen. Andererseits kann eine unzureichende Zugabemenge
von Bariumhydroxid das Sulfatsalz nicht angemessen in Bariumsulfat umwandeln und
Ammoniak vollständig austreiben, was nicht nur die Qualität des verfestigten
Produkts beeinträchtigen könnte sondern ebenfalls im Verlauf der Verfestigung
oder sogar danach Ammoniakgas erzeugen und ausströmen lassen könnte, was
eine nachteilige Wirkung auf die Umwelthygiene erzeugt.
Das Verfahren gemäß der Erfindung umfasst eine perfekte
und saubere Behandlung von kondensiertem Wasser, welches Ammoniak und organischen
Kohlenstoff enthält, zu dem Zweck, zu keiner sekundären Verschmutzung
zu führen. Von diesen wird es bei der Erzeugung von Ammoniakgas in einen Ammoniakdissoziator
eingeführt, wo es zu Stickstoff und Wasserstoff zersetzt wird, indem es bei
erhöhter Temperatur mit einem Katalysator in Kontakt gebracht wird. So erzeugtes
Wasserstoffgas wird zu H2O oxidiert, wenn es am Ausgang des Ammoniakdissoziators
mit Luft in Kontakt kommt, und wird dann zusammen mit dem Stickstoffgas abgelassen,
wobei die beteiligten Reaktionen wie folgt sind:
Für die Reaktion (6) weist ein Katalysator auf Nickelbasis eine
sehr gute Wirkung auf. Gemäß den experimentellen Ergebnissen wird Nickoxid,
das auf SiO2- oder Al2O3-Träger geladen ist,
als der Katalysator verwendet, während Nickelhydroxid, das beim Erwärmen
in Nickeloxid umgewandelt wird, als ein Vorläufer des Katalysators verwendet
werden kann. Ein Erhitzen des Katalysatorbetts auf über 600°C kann Ammoniakgas,
welches durch dieses hindurch läuft, in hohem Maße zersetzen, und zersetzt
es bei einer Temperatur von 700°C fast vollständig. Wie durch das Experiment
nachgewiesen wird, konnte bei der Temperatur von 700°C kein Ammoniak in dem
dissoziierten Gas nachgewiesen werden, und die Konzentration von NOx in diesem liegt
unter 50 ppm.
Flüssiges Kondensat, das durch Kühlen von Dampf aus dem
Nassoxidationstank erhalten wird, kann Nuklide mitschleppen und enthält unvermeidbar
eine kleine Menge an organischen Substanzen, welche die TOC(Gesamter Organischer
Kohlenstoff)-Konzentration erhöhen, wenn es nicht irgendeiner Behandlung unterzogen
wird. Dieses kann mit sich bringen, dass das kondensierte Wasser nicht abgelassen
werden darf, oder führt zu der Schwierigkeit seines Recycelns. Um dieses Problem
zu lösen wird in einer Ausführungsform der Erfindung das kondensierte
Wasser, nachdem es einer Behandlung zur Erniedrigung des TOC unterzogen wurde, ein
Bett von Ionenaustauscherharzen passieren gelassen, um jegliche möglichen Nuklide
zu entfernen. Das experimentelle Ergebnis zeigte, dass das kondensierte Wasser,
das gemäß der Erfindung erzeugt wurde, einen TOC-Wert
zwischen ca. mehreren Zehn bis mehreren Hundert ppm enthält. Die Behandlung
zur Erniedrigung des TOC wird durch eine fortschrittliche (advanced) Oxidationsmethode
oder durch Zugabe von Peroxid erreicht. Von diesen umfasst die fortschrittliche
Oxidationsmethode die Benutzung einer Kombination von Ozon mit ultraviolettem Licht,
während das Peroxid Calciumperoxid, Natriumpersulfat, Meerrettichperoxidase
und dergleichen einschließt. Die experimentellen Ergebnisse zeigten, dass sowohl
die fortschrittliche Oxidationsmethode als auch die Zugabe von Peroxid gute Wirkungen
aufweisen. Nach dieser Behandlung weist das kondensierte Wasser eine ggf. erniedrigte
TOC-Konzentration von unter mehreren Zehn oder sogar mehreren ppm auf und kann daher
wieder verwendet oder abgelassen werden.
Das Verfestigungsmittel, das zum Verfestigen des flüssigen Abfalls
der Nassoxidation gemäß dem Verfahren der Erfindung verwendet wird, ist
speziell formuliert und ist aus Zement und pozzolanartigen Materialien wie z.B.
Silicarauch, Flugasche, Hochofenschlackenpulver, wie auch wahlweise Silikaten, Phosphaten
und Oxiden oder Salzen von Calcium, Silicium, Magnesium, Aluminium, Eisen, Zirkon
und dergleichen zusammengesetzt, um die Langzeitstabilität und homogene Qualität
sicherzustellen wie auch die Operabilität zu verbessern. Folglich zeigt das
verfestigte Produkt, das durch die Erfindung erzeugt wird, nicht nur eine gute mechanische
Festigkeit, Einfrier- und Auftaubeständigkeit und Wassereintauchbeständigkeit
sondern weist ebenfalls eine gute Langzeitstabilität und homogene Qualität
auf.
Die vorliegende Erfindung kann eine gute Lösung bereitstellen,
um Nachteile zu überwinden, die mit den Techniken nach dem Stand der Technik
verbunden sind, indem sie zusätzlich dazu, ernste Korrosionsprobleme zu eliminieren,
eine große volumenverringernde Wirkung und eine sehr stabile Steuerung des
Betriebs zeigt.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Die Zeichnungen offenbaren eine veranschaulichende Ausführungsform
der Erfindung, welche dazu dient, die verschiedenen Vorteile und Ziele von dieser
beispielhaft darzustellen, und sind wie folgt:
1 ist ein Blockdiagramm, welches die Vorgehensweisen
der Erfindung zeigt.
2 zeigt die experimentelle Vorrichtung zur Durchführung
des Verfahrens zur Behandlung von verbrauchten Ionenaustauscherharzen gemäß
der Erfindung.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
Damit die Erfindung vollständig verstanden wird, werden die folgenden
experimentellen Beispiele in Verbindung mit der begleitenden Zeichnung erläutert.
Beispiel 1:
Die experimentelle Vorrichtung, welche in diesem Beispiel verwendet
wurde, ist zusammengesetzt, wie in 2 gezeigt ist, aus
einem 4.000 ml-Glasbecher 1, welcher mit einem Glasdeckel mit drei Löchern
abgedeckt werden kann. Von diesen drei Löchern ist das mittlere Loch A mit
einem Teflon-Rührflügel 3 versehen, welcher von einem Motor
2 angetrieben wird, ein anderes Loch wird als eine Zufuhröffnung B
verwendet und ein anderes Loch wird als ein Auslass C verwendet. Der Auslass C steht
mit einem Rückflussrohr 4, einem Membranentnebler 5 und einem
Kondensator 6 in Verbindung. Die Gasmischung, welche in der Nassoxidation
erzeugt wird, strömt aus dem Auslass C heraus und läuft durch den Membranentnebler
5, um Wassernebel, der in der Gasmischung enthalten ist, als große
Wassertropfen zu entfernen, indem diese in das Rückflussrohr 4 fallen
und in den Reaktor 7 fließen. Wenn andererseits Wasserdampf und Kohlendioxid
durch den Membranentnebler 5 in den Kondensator 6 laufen, wird
der Wasserdampf abgekühlt und zu flüssigem Wasser kondensiert, welches
in einer Aufnahmeflasche 8 gesammelt wird und gegebenenfalls Behandlungen
wie z.B. einer Erniedrigung des TOC, Entfernen von Nukliden und dergleichen unterzogen
wird, während Kohlendioxid zusammen mit anderen nicht kondensierbaren Gasen
abgelassen wird. An dem Auslass des Kondensators ist weiterhin ein Teflonrohr
9 vorgesehen, um das kondensierte Wasser zurückfließen zu lassen.
Das Ventil in dem Teflonrohr 9 kann nach Bedarf geöffnet werden, um
dem kondensierten Wasser zu ermöglichen, in den Reaktionsbecher zurückzufließen,
um den Flüssigkeitsspiegel darin einzustellen. In 2
bezeichnet 10 eine Leitung, 11 einen Ammoniakdissoziator,
12 ein Heizgerät und 13 ein Thermometer, während V1,
V2 und V3 Ventile bezeichnen.
Wenn die Nassoxidation zu laufen begann, wurden 1.000 ml 0,06 M Eisen(II)-sulfatlösung
wie auch 40 ml (Trockengewicht 18,05 g) Kationenaustauscherharz
(Amberlite 2000, Dow Chemical Co.) und 60 ml (Trockengewicht 19,88 g) Anionenaustauscherharz
(IRA-402, Dowex) in dieser Reihenfolge zu dem 4.000 ml-Glasbecher 1 zugegeben,
und dann wurde konzentrierte Schwefelsäure zugegeben, um den anfänglichen
pH-Wert der Lösung auf ca. 2 einzustellen. Danach wurde der Becher auf einer
Heizplatte erwärmt, und der Motor wurde gestartet, um die Lösung zu rühren.
Wenn die Temperatur der Lösung 95°C erreichte, wurde eine Dosierpumpe
verwendet, um 50% wässriges Wasserstoffperoxid bei einer Fließgeschwindigkeit
von 12,5 ml/min in den Becher zu dosieren. Sobald das wässrige Wasserstoffperoxid
in den Becher dosiert worden war, wurde die Temperatur der Reaktionslösung
auf den Siedepunkt erhöht. Die Temperatur wurde dann bei dem Siedepunkt gehalten.
Wenn sich im Verlauf Blasen entwickelten, wurde rechtzeitig eine geeignete Menge
an Entschäumungsmittel (Dow Corning Q2-3447) zugegeben, um diese zu kontrollieren.
Gleichzeitig wurde Bariumhydroxid-Monohydrat-Pulver zugegeben, um den pH der Lösung
auf 1,9 ± 0,1 einzustellen. Wenn der Spiegel der Lösung aufgrund von Verdampfung
sank, wurde das Ventil in dem Teflonrohr 9 geöffnet, um das Wasserkondensat
zurückfließen zu lassen, um einen stabilen Spiegel beizubehalten. 40 ml
Kationenaustauscherharz und 60 ml Anionenaustauscherharz wie auch 375 ml wässriges
Wasserstoffperoxid wurden jede halbe Stunde zugegeben. Nach Zugabe der letzten Charge
des Harzes wurde genügend wässriges Wasserstoffperoxid bis zu einer vorher
bestimmten Verbrauchsmenge zugegeben. Wenn die Zugabe vollständig war, wurde
die Reaktionslösung für 0,5 Stunden bei einer Temperatur zwischen 98°C
und dem Siedepunkt gehalten, um das wässrige Wasserstoffperoxid vollständig
reagieren zu lassen.
Die erhaltene konzentrierte Aufschlämmung wurde in ein separates
Mischgefäß gegossen, und es wurden weiterhin unter Rühren langsam
757 g Verfestigungsmittel (in einem Verhältnis von Wasser zu Verfestigungsmittel
von 0,76) zugegeben. Das Rühren wurde für 15 min fortgesetzt, um homogen
zu mischen, und dann wurde die Aufschlämmung in eine Form gegossen, welche
aus Polyethylen (PE) gefertigt war, die einen Innendurchmesser von 5 cm und eine
Höhe von 11 cm aufwies. Die Aufschlämmung wurde in der Form zu einem zylindrischen
verfestigten Produkt verfestigt. Nach Stehen für 28 Tage wurde das verfestigte
Produkt entlassen, und seine beiden Enden wurden glatt geschnitten, um zu einer
Probe mit zwei flachen Endoberflächen und einem Durchmesser von 5 cm und einer
Höhe von 10 cm zu führen. Qualitätstests wie z.B. Kompressionsfestigkeit,
Einfrieren und Auftauen und Eintauchen in Wasser wurden mit den so hergestellten
Proben gemäß den Testmethoden der US Nuclear Regulatory Commission (USNRC)
durchgeführt. Tabelle 1 und 2 listen die experimentellen Bedingungen und die
Testergebnisse auf.
Tabelle 1: Ergebnisse der Nassoxidation von Ionenaustauscherharzen
in Form von Kügelchen
Tabelle 2: Ergebnisse der Verfestigungsexperimente mit einer Aufschlämmung,
die aus der Nassoxidation resultierte
Die experimentellen Ergebnisse zeigten, dass kein fester Rückstand
in der Nassoxidationslösung vorlag. Der TOC von 1,45 g, wie er in der Lösung
nachgewiesen wurde, zeigte, dass die Oxidationsrate des TOC in den Ionenaustauscherharzen
99,8% betrug. Das Volumen des verfestigten Produkts aus der Aufschlämmung der
Nassoxidation betrug 885 ml, was 1/3,95 des ursprünglichen Gesamtvolumens der
Ionenaustauscherharze (3.500 ml) ausmachte. Die Kompressionsfestigkeit des verfestigten
Produkts, die gemäß der Testmethode getestet wurde, die von der USNRC
festgelegt wurde, betrug 191 kg/cm2, und die Kompressionsfestigkeit,
die nach dem Einfrier- und Auftautest getestet wurde, betrug 242 kg/cm2.
Beide Qualitäten waren sehr viel höher als jene, die in den Formblättern
zur Technischen Position zu Abfall (Technical Position on Waste Forms) von der USNRC
festgelegt werden, und jene, die in dem Formblatt zu Qualitätskriterien für
geringfügig radioaktiven Abfall (Qualities Criteria fort he Low Level Radioactive
Waste Form) von der Fuel Cycle and Materials Administration des Atomenergierats,
Republik China, gefordert werden, und zeigten somit ausgezeichnete mechanische Festigkeit,
Wetter- und Wasserbeständigkeit.
Vergleichsbeispiel 1:
Im Vergleichsbeispiel wurden Neutralisierungsmittel, die in Techniken
nach dem früheren Stand der Technik verwendet wurden, eingesetzt, um den Vorteil
des Verfahrens gemäß der Erfindung gegenüber den Techniken nach dem
früheren Stand der Technik zu zeigen.
Das Vorgehen von Beispiel 1 wurde wiederholt, außer dass Calciumhydroxid
anstelle von Bariumhydroxid verwendet wurde, um den pH der Reaktionslösung
während der Nassoxidation zu regulieren, wie auch um den pH der Nassoxidationslösung
zu erhöhen, um Ammoniak auszutreiben. Während der Nassoxidation wurde
der pH der Reaktionslösung bei 1,9 ± 0,1 gehalten, während im Verlauf
der Verfestigung der pH der konzentrierten Aufschlämmung in ähnlicher
Weise auf zwischen 9,03 und 9,05 eingestellt wurde, bevor mit dem Verfestigungsmittel
gemischt wurde. Dieselben Bedingungen wie in Beispiel 1 wurden eingesetzt, um den
Wassergehalt der konzentrierten Aufschlämmung zur Zeit der Verfestigung wie
auch das Verhältnis Wasser/Verfestigungsmittel auf dasselbe wie in Beispiel
1 einzustellen. Die experimentellen Ergebnisse werden in den Tabellen
3 und 4 gezeigt. Man sieht, dass das Gewicht von Calciumhydroxid, das zur Einstellung
des pH der Nassoxidationslösung verbraucht wurde, 68,2 g betrug, was 2,5mal
der Menge, wenn Bariumhydroxid verwendet wurde (27 g), entsprach und 9mal im Hinblick
auf die Anzahl der Mole entsprach. Dieses zeigte, dass die Steuerung des pH, die
durch Verwendung von Bariumhydroxid erreicht wurde, stabiler und effektiver war
als die, welche durch Verwendung von Calciumhydroxid erreicht wurde. In Bezug auf
die Behandlungseffizienz der Verfestigung der konzentrierten Aufschlämmung,
die Kompressionsfestigkeit der verfestigten Produkte, die gemäß der Testmethode,
die von der USNRC festgelegt wurde, nach Stehen für 28 Tage und nach Einfrier-
und Auftautest getestet wurden, zeigte, dass die Verfestigungsprodukte keine beträchtliche
mechanische Festigkeit besaßen. Die relative Dichte des Verfestigungsprodukts
betrug 1,86, was 84% der relativen Dichte (2,22) des Verfestigungsprodukts betrug,
das erhalten wurde, wenn Bariumhydroxid verwendet wurde. Das Volumen des Verfestigungsprodukts
betrug 980 ml, was 1,1mal dem entsprach, das erhalten wurde, wenn Bariumhydroxid
verwendet wurde (885 ml). Dieses zeigte, dass das Verfahren nach dem früheren
Stand der Technik unter den Gesichtspunkten der pH-Steuerung bei der Durchführung
der Nassoxidation, den Qualitäten des Verfestigungsprodukts und der Effektivität
der Volumenverringerung schlechter war als das Verfahren der Erfindung.
Tabelle 3: Ergebnisse der Nassoxidation von Ionenaustauscherharzen
in Form von Kügelchen
Tabelle 4: Ergebnisse der Verfestigungsexperimente mit einer Aufschlämmung,
die aus der Nassoxidation resultierte
Vergleichsbeispiel 2:
Das Vorgehen von Vergleichsbeispiel 1 wurde wiederholt, außer
dass NaOH anstelle von Ca(OH)2 verwendet wurde. Die experimentellen Ergebnisse
wurden in Tabelle 5 und 6 aufgelistet. In diesem Vergleichsbeispiel war das erzeugte
Sulfatsalz Na2SO4, eine in hohem Maße wasserlösliche
Verbindung. Um Na2SO4 während der Verfestigung wirksam
zu stabilisieren, wurde zusätzlich zu denselben Bedingungen, die in Beispiel
1 (Experiment 1) verwendet wurden, im Besonderen ein weiteres Experiment (Experiment
2) durchgeführt, worin zur Zeit der Verfestigung der konzentrierten Aufschlämmung
der Wassergehalt von 576 g auf 950 g erhöht wurde, um sicherzustellen, dass
während der Verfestigung der konzentrierten Aufschlämmung Na2SO4
in seinem gelösten Zustand mit dem Verfestigungsmittel reagieren konnte und
somit ein stabileres (d.h. niedrige Wasserlöslichkeit) Sulfat bilden konnte,
um so zu verhindern, dass Na2SO4 Kristalle bildete und anschließend
innerhalb des Verfestigungsprodukts eingebettet wurde, was die Stabilisierungsreaktion
unmöglich machen könnte und damit zu einer Verschlechterung der Qualitäten
des Verfestigungsprodukts führen könnte, wenn es mit Feuchtigkeit in Kontakt
kommt oder wenn Temperatur und Feuchtigkeit geändert werden.
In Experiment 1 betrug das Gewicht von Natriumhydroxid, das verbraucht
wurde, um den pH der Nassoxidationslösung einzustellen, 68,7 g, was 2,54mal
der Menge entsprach, wenn Bariumhydroxid (27 g) verwendet wurde, und im Hinblick
auf die Anzahl an Molen 12mal entsprach. Dieses zeigte, dass die Steuerung des pH,
die erreicht wurde, indem Natriumhydroxid verwendet wurde, in ähnlicher Weise
schlechter war als die, die durch Verwendung von Bariumhydroxid erreicht wurde.
Das Volumen des Verfestigungsprodukts betrug 967 ml, was ca. 10% mehr war als das,
welches in Beispiel 1 erhalten wurde (885 ml). Die Kompressionsfestigkeit der Verfestigungsprodukte,
die nach Stehen für 28 Tage getestet wurde, betrug 55 kg/cm2, was
weitaus weniger war als die, die in Beispiel 1 erhalten wurde (191 kg/cm2).
Die Kompressionsfestigkeit nach dem Einfrier- und Auftautest betrug 32,4 kg/cm2.
Dieses zeigte in ähnlicher Weise, dass dieses Verfestigungsprodukt unter den
Gesichtspunkten der pH-Steuerung, der Effektivität der Volumenverringerung
und der Qualitäten des verfestigten Produkts schlechter war als Beispiel 1.
In Experiment 2 betrug das Gewicht an Natriumhydroxid, das verbraucht
wurde, um den pH der Nassoxidationslösung einzustellen, 88,1 g, was höher
war als das, welches in Experiment 1 verwendet wurde. Die Kompressionsfestigkeit
der verfestigten Produkte, die nach Stehen für 28 Tage getestet wurde, betrug
155 kg/cm2, was, obwohl besser als in Experiment 1, aber schlechter war
als die, die in Beispiel 1 erhalten wurde (191 kg/cm2). Die Kompressionsfestigkeit
nach dem Einfrier- und Auftautest betrug 108,5 kg/cm2, was, obwohl wieder
besser als in Experiment 1, sehr viel weniger war als die des verfestigten Produkts,
das in Beispiel 1 erhalten wurde (191 kg/cm2). Das Volumen des Verfestigungsprodukts
betrug 1.300 ml, was ca. 1/3 größer war als das von Experiment 1 und ca.
1/2 größer war als das unter Verwendung von Bariumhydroxid in Beispiel
1.
Beim Vergleich der obigen Experimente kann bestätigt werden,
dass mit dem Verfahren der Erfindung in Bezug auf die Steuerung der Reaktionsbedingungen
während der Nassoxidation, die Effektivität der Volumenverringerung wie
auch die Qualitäten des verfestigten Produkts und dergleichen bessere Ergebnisse
erhalten werden können als jene, die durch irgendein Verfahren nach dem früheren
Stand der Technik erhalten werden.
Tabelle 5: Ergebnisse der Nassoxidation von Ionenaustauscherharzen
in Form von Kügelchen
Tabelle 6: Ergebnisse der Verfestigungsexperimente mit einer Aufschlämmung,
die aus der Nassoxidation resultierte
Beim Vergleich der obigen Experimente kann bestätigt werden,
dass mit dem Verfahren der Erfindung in Bezug auf die Steuerung der Reaktionsbedingungen
während der Nassoxidation, die Effektivität der Volumenverringerung, die
Qualitäten des verfestigten Produkts und dergleichen bessere Ergebnisse erhalten
werden können als jene, die durch irgendein Verfahren nach dem früheren
Stand der Technik erhalten werden.
Das Vorstehende veranschaulicht nur einen Teil der Ausführungsformen
gemäß der Erfindung und soll den Umfang der Erfindung nicht darauf beschränken.
Wenn auf der Basis der oben offenbarten Offenbarung gehandelt wird, können
die erwarteten Ziele der Erfindung erreicht werden. Die Erfindung liefert somit
ein Verfahren zur Behandlung von verbrauchten Ionenaustauscherharzen, welches das
Volumen der verbrauchten Ionenaustauscherharze durch Nassoxidation verringern kann
und den Rückstand und die Aufschlämmung der Nassoxidation mit hoher Effizienz
verfestigen kann und somit die Anforderungen an die kommerziellen Anwendungen erfüllt.
Natürlich können viele Änderungen und Modifikationen
in der beschriebenen Ausführungsform der Erfindung durchgeführt werden,
ohne deren Umfang zu verlassen. Dementsprechend wird die Erfindung, um den Fortschritt
in der Wissenschaft und den nutzbaren Techniken zu fördern, offenbart und soll
nur durch den Umfang der angefügten Ansprüche beschränkt werden.
Anspruch[de]
Ein Verfahren zur Behandlung von verbrauchten Ionenaustauscherharzen,
welches die folgenden Schritte umfasst:
(1) Zugeben von Ionenaustauscherharzen in eine Lösung von Eisen(II)-sulfat
und Erwärmen der Lösung unter Rühren bei einer Temperatur zwischen
90°C und dem Siedepunkt der Lösung;
(2) Zugeben von wässrigem Wasserstoffperoxid in die Lösung von (1) und
Einstellen des pH der resultierenden Mischung mit Schwefelsäure oder Bariumhydroxid
auf einen pH-Bereich, der zur Nassoxidation geeignet ist;
(3) nach Zugeben von ausreichend wässrigem Wasserstoffperoxid, um die Nassoxidation
abzuschließen, Zugeben von Bariumhydroxid in die Lösung, um den pH der
Lösung zu erhöhen, und Bildung von Bariumsulfat mit Sulfat in der Lösung
und gleichzeitig Ermöglichen den Ammoniumionen, aus der Lösung als Ammoniumhydroxid
oder Ammoniakgas zu entweichen; und
(4) nach Konzentrieren der in (3) erhaltenen Aufschlämmung und Kühlen,
homogenes Mischen mit einem Verfestigungsmittel und dann beiseite Stehen lassen
der resultierenden Aufschlämmung, um sich zu verfestigen.Das Verfahren wie es in Anspruch 1 beschrieben wird, wobei die Ionenaustauscherharze
in Schritt (1) Kationenaustauscherharz, Anionenaustauscherharz oder eine Mischung
von beiden sind.Das Verfahren wie es in Anspruch 1 beschrieben wird, wobei der pH in
der Lösung von Schritt (2) in dem Fall, dass das Ionenaustauscherharz ein Kationenaustauscherharz
ist, in dem Bereich von 0,5 bis 4 liegt, in dem Fall eines Anionenaustauscherharzes
in dem Bereich von 1,5 bis 4 liegt und in dem Fall einer Mischung von sowohl Kationen-
als auch Anionenaustauscherharzen in dem Bereich von 1 bis 4 liegt.Das Verfahren wie es in Anspruch 1 beschrieben wird, wobei die Temperatur
der konzentrierten Aufschlämmung, die Bariumsulfat enthält, in Schritt
(4) in dem Moment der Zugabe des Verfestigungsmittels unter 40°C liegt.Das Verfahren wie es in Anspruch 1 beschrieben wird, wobei das Verfestigungsmittel,
das in Schritt (4) verwendet wird, ausgewählt wird aus Zement, Silicarauch,
Flugasche, Hochofenschlackenpulver, Silikaten, Phosphaten und gegebenenfalls Oxiden
oder Salzen von Calcium, Silicium, Magnesium, Aluminium, Eisen und Zirkon.Das Verfahren wie es in Anspruch 4 beschrieben wird, wobei das Verfestigungsmittel,
das in Schritt (4) verwendet wird, ausgewählt wird aus Zement, Silicarauch,
Flugasche, Hochofenschlackenpulver, Silikaten, Phosphaten und
gegebenenfalls Oxiden oder Salzen von Calcium, Silicium, Magnesium, Aluminium, Eisen
und Zirkon.Das Verfahren wie es in Anspruch 1 beschrieben wird, welches weiterhin
die folgenden Schritte umfasst:
(1) wenn die Temperatur während der Zugabe des wässrigen Wasserstoffperoxids
auf den Siedepunkt steigt, spontan Sieden lassen der Lösung und Laufen lassen
des so erzeugten Dampfes zusammen mit CO2 durch einen Kondensator, dann
Sammeln des kondensierten Wassers und Recyceln oder Ablassen des kondensierten Wassers,
während CO2 nach Filtrieren emittiert wird;
(2) Laufen lassen von Ammoniumhydroxid oder Ammoniakgas, die aus der Lösung
entwichen sind, durch einen Ammoniakdissoziator, um diese zu Wasserstoff und Stickstoffgasen
zu zersetzen, und Bringen des Wasserstoffgases in Kontakt und Reaktion mit Luft,
um H2O zu bilden.Das Verfahren wie es in Anspruch 7 beschrieben wird, wobei die Behandlung
zur Verringerung der Konzentration an gesamtem organischen Kohlenstoff (TOC) des
kondensierten Wassers in Schritt (1) durchgeführt wird, indem ein Peroxid zugegeben
wird oder indem ein Peroxid in Kombination mit einer Bestrahlung mit ultraviolettem
Licht zugegeben wird.Das Verfahren wie es in Anspruch 7 beschrieben wird, wobei die Behandlung
zur Verringerung der Konzentration an Nukliden in dem kondensierten Wasser in Schritt
(1) durchgeführt wird, indem die Lösung durch ein Bett von Ionenaustauscherharzen
geleitet wird.Das Verfahren wie es in Anspruch 7 beschrieben wird, wobei die Betriebstemperatur
für die Zersetzung von Ammoniak zwischen 600°C und 800°C liegt.