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Dokumentenidentifikation EP1816278 20.09.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001816278
Titel Lamellenanordnung für Fassaden
Anmelder Norsk Hydro ASA, Oslo, NO
Erfinder Brüderl, Dietmar, 88451 Dettingen, DE;
Ficht, Francis, 89073 Ulm, DE;
Jiaxian, Xu, 89077 Ulm, DE
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LI, LT, LU, LV, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 27.01.2007
EP-Aktenzeichen 070018007
EP-Offenlegungsdatum 08.08.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.09.2007
IPC-Hauptklasse E04F 10/08(2006.01)A, F, I, 20070710, B, H, EP
IPC additional class E06B 7/084  (2006.01)  A,  L,  N,  20070710,  B,  H,  EP

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Lamellenanordnung für Fassaden, auskragende Vorsprünge, verglaste Dächer und dergleichen, mit die Lamellen tragenden Halteelementen.

Derartige Lamellenanordnungen sind aus der Praxis in vielfältigen Ausführungsformen bekannt und dienen dazu, insbesondere in verglasten Bereichen Abschattungen gegen die Sonneneinstrahlung vorzunehmen. Dabei werden in der Regel zunächst die Halteelemente an den vorgesehenen Stellen angebracht, anschließend die Lamellen selbst in die Halteelemente eingesetzt und dort vorzugsweise über zuvor in die Lamellen gebohrte Löcher mittels Schrauben befestigt.

Da die Lamellen üblicherweise eine nicht unbeträchtliche Länge aufweisen, gestaltet sich die Montage insoweit schwierig, als die Lamelle solange in dem Halteelement gehalten werden muss, bis die Schraubverbindung an der Lamelle angebracht worden ist. Dies ist in der Praxis zeitaufwendig und umständlich.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lamellenanordnung der eingangs genannten Art so zu verbessern, dass die Montage der Lamellen vereinfacht vorgenommen werden kann, insbesondere nicht die Notwendigkeit besteht, die Lamelle während der Anbringung im Halteelement festzuhalten.

Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, dass die Lamellen an ihrem dem Halteelement zugewandten Rand mit einem Rastglied versehen sind, und dass das Halteelement mit der Lamelle beidseitig anliegenden Klemmarmen versehen ist, die zum Einsetzen der Lamelle aufspreizbar ausgebildet und mit einem die Lamelle fixierenden Spannmittel versehen sind, wobei am Klemmarm ein dem Rastglied zugeordnetes Rastelement vorgesehen ist.

Der durch die Erfindung erreichte Vorteil besteht im wesentlichen darin, dass nach Anbringung der Halteelemente - beispielsweise an der Fassade - die Lamellen zunächst nur zwischen die Klemmarme eingeschoben werden müssen, bis eine Einrastung zwischen dem Rastglied und dem Rastelement erfolgt. Damit ist die Lamelle bereits provisorisch gehalten, so dass anschließend nur noch das Spannmittel in dem geforderten Maße angezogen werden muss.

In bevorzugter Ausführungsform der Erfindung ist hierbei vorgesehen, dass an beiden Lamellenflächen bzw. Klemmarmen jeweils wenigstens ein Rastglied bzw. Rastelement vorgesehen ist. Hierdurch wird eine besonders sichere Halterung gewährleistet.

Um das Einschieben der Lamelle zu erleichtern, schlägt die Erfindung vor, dass der Rastvorsprung mit einer Anlaufschräge versehen ist, der die Rastnut formschlüssig angepasst ist.

Nach einer ersten Ausführungsform der Erfindung können die beiden Klemmarme gabelartig einstückig ausgebildet und elastisch aufspreizbar sein.

Soweit aus statischen oder anderen Gründen die geforderte Elastizität der Klemmarme nicht realisierbar ist, kann gem. einer zweiten Ausführungsform der Erfindung der eine der beiden Klemmarme lösbar ausgebildet sein und mit dem anderen Klemmarm über das Spanmittel verbunden sein. Auch hierbei besteht dann die Möglichkeit, dass bei noch nicht vollständig angezogenen Spannmittel der hier bevorzugt obere Klemmarm gegen die Schwerkraft zunächst abgehoben wird, bis eine Einrastung der Lamelle erfolgt ist. Anschließend kann auch hier in gleicher Weise das Spannmittel angezogen werden.

Hierbei ist es empfehlenswert, dass der lösbare Klemmarm sich über einen Stützfuß am festen Klemmarm abstüzt oder an diesem gelenkig angeschlossen ist.

Im folgenden wird die Erfindung an in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert; es zeigen:

Fig. 1
ein Halteelement mit einer nur teilweise dargestellten Lamelle in einer ersten Ausführungsform,
Fig. 2
eine weitere Ausführungsform der Erfindung in der Fig. 1 entsprechender Darstellung.
Fig. 3
eine dritte Ausführungsform der Erfindung in der Fig. 1 entsprechender Darstellung, und
Fig. 4
eine Detaildarstellung aus Fig. 3.

Die in der Zeichnung nur vereinfacht dargestellte Lamellenanordnung ist für Fassaden, auskragende Vorsprünge, verglaste Dächer und dergleichen vorgesehen und besteht in in der Zeichnung nicht näher dargestellter Weise aus mehreren, im wesentlich parallel zueinander ausgerichteten Lamellen 1. Die Lamellen 1 werden hierbei jeweils von bevorzugt mehreren Halteelementen 2 gehalten.

Zur Erleichterung der Montage sind die Lamellen 1 an ihrem dem Halteelement 2 zugewandten Rand mit einem Rastglied 3 versehen, während das Halteelement mit der Lamelle 1 beidseitig anliegenden Klemmarmen 4, 5 versehen ist. Diese Klemmarme 4, 5 sind zum Einsetzen der Lamelle 1 aufspreizbar ausgebildet und mit einem Spannmittel 6 versehen, das die zwischen die Klemmarme 4, 5 eingesetzte Lamelle 1 fixiert. Dabei sind an den Klemmarmen 4, 5 Rastelemente 7 vorgesehen, die den Rastgliedern 3 der Lamelle 1 zugeordnet sind. Erforderlichenfalls können jedoch auch mehrere Rastglieder in Einschubrichtung hintereinander vorgesehen sein.

Im Ausführungsbeispiel ist das Rastglied als Rastnut und das Rastelement als Rastvorsprung ausgebildet, wobei alternativ das Rastglied auch als Rastvorsprung und das Rastelement als Rastnut gestaltet sein können.

Wie sich aus der Zeichnung ersehen läßt, sind dabei auf beiden Lamellenflächen entsprechene Rastglieder 3 angeordnet.

Bei der Montage der Lamellen 1 an den bereits an der Fassade angebrachten Halteelementen 2 werden die Lamellen 1 lediglich zwischen die Klemmarme 4, 5 eingeschoben, bis die Rastglieder 3 in dem Rastelement 7 eingerastet sind. Das Spannmittel 6 selbst ist dabei zunächst noch gelöst.

Um dieses Einschieben zu erleichtern, ist der Vorsprung des Rastelements 7 jeweils mit einer Anlaufschräge versehen, wobei die Rastnut 3 in der insbesondere aus Fig. 4 ersichtlichen Weise so ausgebildet ist, dass die Anlaufschräge formschlüssig von ihr aufgenommen wird und eine Hinterhakung erfolgt, durch die die Lamelle sicher gehalten wird.

Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 sind die beiden Klemmarme 4, 5 gabelartig einstückig ausgebildet, müssen also so gestaltet sein, dass sie elastisch aufspreizbar sind.

Bei der Ausführungsform der Fig. 2 dagegen ist der eine Klemmarm 4 lösbar ausgebildet und mit dem anderen Klemmarm 5 über das Spannmittel 6 verbunden. Üblicherweise wird hierfür der oben liegenden Klemmarm 4 vorzusehen sein, damit dieser beim Einschieben der Lamelle gegen die Schwerkraft angehoben werden kann und anschließend mit seinem Rastvorsprung in die Rastnut eingreift. Um auch bei dieser Ausgestaltung mit lösbarem Klemmarm 4 eine anschließende sichere Befestigung der Lamelle 1 zu gewährleisten, stützt sich der lösbare Klemmarm 4 über einen Stützfuß 8 am festen Klemmarm 5 bzw. dem Halteelement 2 ab.


Anspruch[de]
Lamellenanordnung für Fassaden, auskragende Vorsprünge, verglaste Dächer und dergleichen, mit die Lamellen (1) tragenden Halteelementen (2), dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen (1) an ihrem dem Halteelement (2) zugewandten Rand mit einem Rastglied (3) versehen sind, und dass das Halteelement (2) mit an der Lamelle (1) beidseitig anliegenden Klemmarmen (4, 5) versehen ist, die zum Einsetzen der Lamelle (1) aufspreizbar ausgebildet und mit einem die Lamelle (1) fixierenden Spannmittel (6) versehen sind, wobei am Klemmarm (4, 5) ein dem Rastglied (3) zugeordnetes Rastelement (7) vorgesehen ist. Lamellenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an beiden Lamellenflächen bzw. Klemmarmen (4, 5) jeweils wenigstens ein Rastglied (3) bzw. Rastelement (7) vorgesehen ist. Lamellenanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Rastglied (3) als Rastnut und das Rastelement (7) als Rastvorsprung ausgebildet sind. Lamellenanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Rastvorsprung mit einer Anlaufschräge versehen ist, der die Rastnut formschlüssig angepasst ist. Lamellenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Klemmarme (4, 5) gabelartig einstückig ausgebildet und elastisch aufspreizbar sind. Lamellenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der eine der beiden Klemmarme (4) lösbar ausgebildet ist und mit dem anderen Klemmarm (5) über das Spannmittel (6) verbunden ist. Lamellenanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der lösbare Klemmarm (4) sich über einen Stützfuß (8) am festen Klemmarm (5) abstützt oder an diesem gelenkig angeschlossen ist.






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