PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102006013671A1 27.09.2007
Titel Verfahren zur Ermittlung eines tätigbaren Spieleinsatzes an einem einsatzpflichtigen Unterhaltungsautomaten
Anmelder adp Gauselmann GmbH, 32339 Espelkamp, DE
DE-Anmeldedatum 24.03.2006
DE-Aktenzeichen 102006013671
Offenlegungstag 27.09.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.09.2007
IPC-Hauptklasse G07F 17/34(2006.01)A, F, I, 20060324, B, H, DE
Zusammenfassung Münzbetätigte Unterhaltungsautomaten mit einer Symbolspieleinrichtung werden nach Zuführung eines Spieleinsatzes zur Benutzung freigeschaltet. Von einem Guthabenspeicher wird für ein jedes Spiel ein vorgegebener unveränderbarer Spieleinsatz abgebucht. Mit der Neuerung soll bei einer Spieleinrichtung für mehrere Benutzer der Spieleinsatz dem Benutzeraufkommen angepaßt werden.
Erzielt wird dies dadurch, daß dem Benutzer des Unterhaltungsautomaten augenblicklich der maximal zu tätigende Spieleinsatz mit einem Anzeigemittel angezeigt wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Ermittlung eines tätigbaren Spieleinsatzes an einem einsatzpflichtigen Unterhaltungsautomaten gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Aus der DE 31 30 927.C2 ist eine Einrichtung bekannt, mit der sichergestellt wird, daß nur eine vorgegebene Anzahl der in einer Spielstätte angeordneten betriebsbereiten Unterhaltungsautomaten betrieben werden können. In der Spielstätte werden mehr Spielautomaten spielbereit bevorratet, als nach gesetzlicher Beschränkung gleichzeitig bespielt werden dürfen. Mit der Einrichtung wird sichergestellt, daß nur die vom Gesetzgeber vorgegebene Anzahl von Spielautomaten gleichzeitig benutzt werden können.

Ferner ist aus der DE 41 43 129.C2 eine Anordnung geldbetätigter Unterhaltungsautomaten in einer Spielstätte bekannt, die in einer vorbestimmten Anzahl zu einer Gruppe zusammengefaßt sind. Der Spielbeginn der einzelnen Unterhaltungsautomaten wird nach dem Vorliegen eines ausreichenden Kredits über eine mit den Unterhaltungsautomaten verbundene Steuereinheit zeitversetzt gestartet, wobei die Dauer der Zeitversetzung mit einem Stellmittel einstellbar ist.

Desweiteren ist aus der EP 1467329.A2 eine Spieleinrichtung mit einem zentralen Anzeigemittel und einer Mehrzahl von Bedienkonsolen bekannt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Spieleinsatz für eine Spieleinrichtung, die von mehreren Benutzern gleichzeitig genutzt werden kann, dem Benutzeraufkommen anzupassen.

Diese Aufgabe wird durch das erfindungsgemäße Verfahren gemäß dem Patentanspruch 1 gelöst.

Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind den Unteransprüchen entnehmbar.

Das erfindungsgemäße Verfahren weist den Vorteil auf, daß nunmehr unter Einhaltung eines maximalen Spieleinsatzes an einer Spieleinrichtung der Spieleinsatz für jede genutzte Spielstelle dem augenblicklichen Benutzerstand angepaßt wird. Einer jeden Spielstelle wird nicht ein fester Teilspieleinsatz zugeordnet, sondern der angebotene Teilspieleinsatz kann vom Benutzer der Spielstelle innerhalb vorgegebener Grenzen verkleinert bzw. vergrößert werden. Da nicht jeder Spielstelle ein fester Teilspieleinsatz zugeordnet ist, kann ein Einzelspieler am Unterhaltungsautomaten über den gesamten Spieleinsatz verfügen. Das hat zur Folge, daß ein Unterhaltungsautomat mit mehr Spielstellen betriebswirtschaftlich rentabel betreibbar ist.

Nachfolgend wird das erfindungsgemäße Verfahren anhand zweier Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Figuren näher erläutert.

Es zeigt:

1: Zwei zu einer Gruppe zusammengeschlossene Unterhaltungsautomaten und

2: ein Spielgerät mit mehreren Spielstellen.

In der 1 sind münzbetätigte Unterhaltungsautomaten 1, 2 mit mindestens jeweils einer Symbolspieleinrichtung dargestellt, die zu einer Gruppe 3 zusammengeschlossen sind. Die Unterhaltungsautomaten 1, 2 umfassen jeweils eine Steuereinheit, Bedienelemente 13, eine Münzannahmevorrichtung 14 und Anzeigemittel 15 für die gewinnwertspezifischen Guthabenzähler der Steuereinheit. Die Steuereinheiten der Unterhaltungsautomaten 1, 2 sind untereinander verbunden. Einer der Unterhaltungsautomaten 1, 2 der Gruppe 3 wird in Masterfunktion betrieben und umfaßt ein Steuermodul für die Spieleinsatz- und Gewinngabesteuerung. Das Steuermodul ist Bestandteil der Steuereinheit. Bei Inbetriebnahme der Unterhaltungsautomaten 1, 2 wird bestimmt, welche Steuereinheit die Masterfunktion übernimmt. Für die Anzahl der zu einer Gruppe zusammengefassten Unterhaltungsautomaten 1, 2 ist ein maximaler vorgegebener bzw. einstellbarer Spieleinsatz verwendbar. In Abhängigkeit der Zahl der genutzten Unterhaltungsautomaten 1, 2 wird seitens des Steuermoduls ermittelt, welcher maximale Spieleinsatz an einem jeden Unterhaltungsautomaten 1, 2 für das jeweilige aktuelle Spiel genutzt werden kann. Der Benutzer des Unterhaltungsautomaten 1, 2 kann auch einen kleineren als den maximal vorgegebenen Spieleinsatz wählen. Der nicht genutzte Spieleinsatz an einem münzbetätigten Unterhaltungsautomaten 1, 2 kann an einem weiteren münzbetätigten Unterhaltungsautomaten 1, 2 zusätzlich mit genutzt werden.

Der maximal verwendbare Spieleinsatz der zu einer Gruppe 3 zusammengeschlossenen Unterhaltungsautomaten 1, 2 beträgt 20 Cent. Wird nur ein Unterhaltungsautomat 1, 2 der Gruppe 3 bespielt, kann an diesem Unterhaltungsautomaten 1, 2 der maximale Spieleinsatz verwandt werden. Werden zwei Unterhaltungsautomaten 1, 2 einer Gruppe 3 bespielt, so wird von dem Steuermodul der Steuereinheit jedem der Unterhaltungsautomaten 1, 2 10 Cent als Spieleinsatz angeboten. Der Benutzer des Unterhaltungsautomaten 1, 2 kann auch einen kleineren Spieleinsatz als den vorgegebenen Spieleinsatz verwenden. Die Differenz zwischen dem vorgegebenen und dem genutzten Spieleinsatz wird dem oder den weiteren Unterhaltungsautomaten 1, 2 als weiterer Spieleinsatz mit angeboten.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß seitens des Steuermoduls der zur Verfügung stehende Spieleinsatz gleichförmig oder nach Vorgabe oder nach Anforderung des Spielers auf die genutzten Unterhaltungsautomaten 1, 2 bzw. Spielstellen verteilt wird.

Seitens des Steuermoduls wird der Gewinnplan dem jeweiligen Spieleinsatz angepaßt. Abhängig vom getätigten Spieleinsatz wird die Gewinngabe gemäß dem Gewinnplan gewährt.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Ausführungsbeispiels in der 1 ist der Gruppe 3 der Unterhaltungsautomaten 1, 2 ein eigenständiges externes Steuermodul für die Spieleinsatz- und Gewinngabeermittlung zugeordnet. Die Steuereinheit eines jeden Unterhaltungsautomaten 1, 2 ist bidirektional mit dem Steuermodul verbunden.

In der 2 ist ein münzbetätigter Unterhaltungsautomat 4 dargestellt, der mehrere Spielstellen 5-10 umfaßt, wobei eine Spieleinrichtung 11 als Roulettekessel ausgebildet ist. Benachbart zu dem Roulettekessel sind terminalartig die einzelnen Spielstellen 5-10 mit Bedienelementen 12 angeordnet, die jeweils mit einer zentralen Steuereinheit des Unterhaltungsautomaten 1, 2 verbunden sind. Der maximale Spieleinsatz für ein Spiel von mindestens 75 Sekunden beträgt 2,30 Euro. Dieser Spieleinsatz wird gleichförmig an die genutzten Spielstellen 5-10 verteilt. Benutzt eine Spielstelle 5-10 einen geringeren als den vorgegebenen Spieleinsatz, so wird der nicht genutzte Spieleinsatz den weiteren Benutzern der Spielstellen 5-10 als Zusatzspieleinsatz zur Verfügung gestellt. Bei einer Gewinngabe wird entsprechend des Spieleinsatzes der Spiel- und Gewinnplan für jede Spielstelle 5-10 angepaßt.


Anspruch[de]
Verfahren zur Ermittlung eines tätigbaren Spieleinsatzes an einem einsatzpflichtigen Unterhaltungsautomaten mit einer Symbolanzeigevorrichtung, mit der eine Symbolkombination angezeigt wird, nachdem ein Spieleinsatz einer Einrichtung zur Entgegennahme des Spieleinsatzes zugeführt wurde, und daß mit einer Steuereinheit nach Vorliegen eines Spieleinsatzes die anzuzeigenden Symbole ermittelt und mit der Symbolanzeigevorrichtung angezeigt werden, und daß ein der angezeigten Symbolkombination zugeordneter Gewinnwert in einem gewinnwertspezifischen Guthabenzähler der Steuereinheit erfaßt und mit einem dem Guthabenzähler zugeordneten Anzeigemittel angezeigt wird, dadurch gekennzeichnet, daß dem Benutzer des Unterhaltungsautomaten (1, 2) der maximal zu tätigende Spieleinsatz mit einem Anzeigemittel angezeigt wird. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von einem Steuermodul der vom Gesetzgeber erlaubte maximale Spieleinsatz anhand der benutzten Unterhaltungsautomaten bzw. Spielstellen bestimmt wird, und daß der maximal zu tätigende Spieleinsatz gleich- oder ungleichmäßig auf die betriebenen Unterhaltungsautomaten (1, 2) bzw. Spielstellen (5-10) verteilt wird, und daß in Abhängigkeit des unterhaltungsautomatenseitigen oder spielstellenseitigen Spieleinsatzes ein Gewinnplan zur Ermittlung des zu gewährenden Gewinns ermittelt und bereitgestellt wird. Verfahren nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei Unterhaltungsautomaten (1, 2) eine Benutzergruppe (3) bilden und einen Datenaustausch durchführen, und daß der augenblicklich maximal verwendbare Spieleinsatz am Unterhaltungsautomaten (1, 2) durch die Anzahl der betriebenen Unterhaltungsautomaten (1, 2) der Benutzergruppe (3) bestimmt wird. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein maximal zu tätigender Spieleinsatz an einem Unterhaltungsautomaten (1, 2) bzw. einer Spielstelle (5-10) gleich dem maximalen Spieleinsatz dividiert durch die Anzahl der Unterhaltungsautomaten (1, 2) oder Spielstellen (5-10) entspricht. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der maximal tätigbare Spieleinsatz in einer Benutzergruppe (3) in gleich oder ungleich großen Anteilen auf die benutzten Unterhaltungsautomaten (1, 2) aufgeteilt wird. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß den Unterhaltungsautomaten (1, 2) bzw. den Spielstelle (5-10) ein Spieleinsatz zugewiesen wird, und daß der Benutzer des Unterhaltungsautomaten (1, 2) bzw. der Spielstelle (5-10) diesen ganz oder zum Teil verwenden kann, und daß eine Differenz zwischen verwandtem Spieleinsatz und zugewiesenen Spieleinsatz den weiteren benutzten Unterhaltungsautomaten (1, 2) bzw. Spielstellen (5-10) als Ergänzungsspieleinsatz zur Verfügung gestellt wird. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Gewinnplan dem jeweiligen Spieleinsatz entsprechend von der Steuereinheit angepaßt wird und mit dem dem Spielsatz angepaßten Gewinnplan der Gewinnwert der angezeigten Symbolkombination ermittelt und im gewinnindividuellen Guthabenzähler kumuliert wird.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com