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Dokumentenidentifikation DE102006014541B3 27.09.2007
Titel Befestigungsmittel zur Sicherung eines Baumballens gegen Kippen
Anmelder Wessolly, Lothar, Dr. Ing., 70195 Stuttgart, DE
Erfinder Wessolly, Lothar, Dr. Ing., 70195 Stuttgart, DE
Vertreter Dreiss, Fuhlendorf, Steimle & Becker, 70188 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 24.03.2006
DE-Aktenzeichen 102006014541
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 27.09.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.09.2007
IPC-Hauptklasse A01G 17/04(2006.01)A, F, I, 20060324, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A01G 17/14(2006.01)A, L, I, 20060324, B, H, DE   
Zusammenfassung Ein Befestigungsmittel zur Sicherung eines Baumballens (1) gegen Kippen wird durch ein Verankerungsteil (6) gebildet, das einen oberen Bereich (61), der von unten in einen Baumballen (1) einsteckbar ist, und einen unteren Bereich (62), der in das bei Einpflanzung des Baumballens (1) diesen umgebende Erdreich (7) einsteckbar ist, aufweist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Befestigungsmittel zur Sicherung eines Baumballens gegen Kippen mit einem Verankerungsteil, das bei Einpflanzung des Baumballens in diesen und in das diesen umgebende Erdreich einsteckbar ist.

Derartige Sicherungen sind nach dem Einpflanzen notwendig, bis der Baum so weit eingewachsen ist, dass sich ein fest im Boden verankertes Wurzelwerk gebildet hat, das hinreichende Sicherung gegen Kippen bietet.

Das Problem der Sicherung gegen Kippen bei frisch eingepflanzten Baumballen ist insbesondere dadurch gegeben, dass Baumballen rund sind. Sie werden dann in eine im Erdreich vorbereitete Grube gesenkt; das Erdreich wird um den Baumballen herum aufgefüllt. Der runde Baumballen sitzt im Erdreich wie eine Kugel in einer Pfanne und ist besonders anfällig gegen Kippen, insbesondere bei Windstößen. Seither verwendet man zur Sicherung entweder eine Abspannung mit Seilen oder im Boden abgestützte Aufbauten, die die Bewegungsmöglichkeit des Baumes in einer Höhe von 1–2 m über dem Boden begrenzen. Es sind auch Unterflurverankerungen bekannt. Sie pressen den Baumballen durch Seile oder Holzkonstruktionen nach unten.

Aus der US 6065243 A ist ein Befestigungsmittel mit den Merkmalen des Oberbegriffes bekannt. Dabei werden zwei oder auch mehrere gabelartige Vorrichtungen verwendet, bei denen zwei von oben nach unten in das Erdreich einsteckbare Zinken durch einen Querbügel miteinander verbunden sind, wobei mehrere solcher Vorrichtungen reihum mit den inneren Zinken von oben in den Baumballen und mit den äußeren Zinken von oben in das umgebende Erdreich eingesteckt werden. Das Einbringen dieser Zinken in den Baumballen einerseits und das umgebende Erdreich andererseits erfordert einen beachtlichen Arbeitsaufwand. Ferner besteht die Gefahr, dass man beim Einstecken des inneren Zinkens von oben in Nähe des Stamms wichtige Wurzelbereiche verletzt. Ein solcher Baumballen ist meist zum Transport mit einem Netz umgeben, das das Wurzelwerk und das unmittelbar damit in Verbindung stehende Erdreich umfasst. Das Einstecken mehrerer derartiger Zinken bringt daher die Gefahr mit sich, dass ein solches Netz zerstört wird.

Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, ein Befestigungsmittel zu schaffen, das sehr viel einfacher ist.

Erfindungsgemäß erfolgt dies mit den im Kennzeichen des Patentanspruches 1 angegebenen Merkmalen. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen definiert.

Der Vorteil eines solchen Befestigungmittels ist es, dass es von unten in den Baumballen so eingesteckt werden kann, dass es einerseits in diesem, andererseits auch in dem den Baumballen umgebenden Erdreich fest verankert ist, so dass sich eine wirksame, wenngleich elastische und daher besonders vorteilhafte Verankerung des Baumballens im umgebenden Erdreich ergibt. Sie wirkt wie eine Pfahlwurzel oder ein Zapfen.

Das Verankerungsteil muss nicht entfernt werden. Es kann aus einem Material bestehen, das im Lauf einiger Jahre verrottet oder verrostet.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung und ihrer vorteilhaften Weiterbildungen wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher beschrieben. Es stellen dar:

1 eine Ansicht eines Baumballens mit einem Verankerungsteil;

2 eine Seitenansicht des Verankerungsteils;

2a den Bereich IIa aus 2;

3 eine Draufsicht auf den Verankerungsteil (in Richtung der Pfeile III-III in 2).

1 zeigt einen Baumballen 1 am Ende eines Baumstammes 2. Der Baumballen 1 ist mit eine Zusammenhaltemittel, z.B. Drahtgeflecht 3 umgeben. Das Drahtgeflecht 3 ist oben und unten durch Ringe 4 beziehungsweise 5 eingefasst. Durch den oberen Ring 4 erstreckt sich der Baumstamm 2 hindurch. Durch den unteren Ring 5 hindurch erstreckt sich der obere Bereich 61 eines Verankerungsteils 5 hindurch, dessen unterer Bereich 62 im Boden des umgebenden Erdreichs 7 steckt. Dieses Verankerungsteil 6 dient während des Einwachsens des Baumballens 1 in das umgebende Erdreich 7 dazu, den Baumballen 1 gegen ein Kippen zu sichern.

Wie aus 3 ersichtlich, besteht das Verankerungsteil 6 im Wesentlichen aus zwei Platten 10 und 11, die so ineinander gesteckt sind, dass sie zueinander einen im Wesentlichen rechten Winkel bilden. Dies kann durch geeignete Schlitze erfolgen, die so angeordnet sind, dass die Platten 10, 11 ineinander gesteckt und verschweißt werden können, oder durch Verschweißen von Plattenteilen geeigneter Größe. Die Bereiche 61 und 62 sind dreieckförmig ausgebildet. Der obere Bereich 61 hat die Höhe h, die etwa ein Drittel der Gesamthöhe H ist.

Der obere Bereich 61 ist an den beiden sich zur Spitze hin erstreckenden Seitenkanten 63 und 64 sägezahnförmig ausgebildet. Die Sägezahneinschnitte 60 haben eine Oberkante 65, die gegenüber der Waagerechten nach oben einen Winkel &agr; von einigen Grad, vorzugsweise zwischen 2° und 10° hat, so dass der Ring 5, der durch einen solchen Sägezahneinschnitt 60 gehalten wird, nicht nach oben herausrutscht. Die vertikale Erstreckung (a; vgl. 2, 3) eines Sägezahneinschnitts 60 beträgt 0,5–2 cm.

Man kann also den oberen Teil 61 des Verankerungsteils 6 von unten so weit in den Ring 5 hineinschieben, dass dieser – bei geringfügiger Elastizität – gerade unter eine schräge Oberkante 65 eines Sägezahneinschnittes 60 an den je beiden Seitenkanten 63 und 64 der Platten 10 und 11 einschnappt und so gehalten wird.


Anspruch[de]
Befestigungsmittel zur Sicherung eines Baumballens (1) gegen Kippen mit einem Verankerungsteil (6), das bei Einpflanzung des Bauballens (1) in diesen und in das diesen umgebende Erdreich (7) einsteckbar ist,

dadurch gekennzeichnet,

dass der obere Bereich (61) des Verankerungsteils (6) von unten in den Baumballen (1) einsteckbar ist und

der untere Bereich (62) wie ein Zapfen eine Verankerung im Erdreich (7) bildet.
Befestigungsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verankerungsteil (6) aus zwei im Wesentlichen senkrecht zueinander stehenden und miteinander verbundenen Platten (10, 11) besteht. Befestigungsmittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Bereich (61) nach oben spitz zulaufend und der untere Bereich (62) nach unten spitz zulaufend ausgebildet ist Befestigungsmittel nach einem der Ansprüche 1–3, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Bereich (61) und der untere Bereich (62) jeweils dreieckförmig ausgebildet sind. Befestigungsmittel nach einem der Ansprüche 1–4, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe (h) des oberen Teils (61) etwa 1/3 der Gesamthöhe (H) beträgt. Befestigungsmittel nach einem der Ansprüche 1–5, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenkanten (63, 64) des oberen Bereichs (61) Sägezahneinschnitte (60) aufweisen. Befestigungsmittel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils die Oberkante (65) eines Sägezahneinschnitts (60) einen Winkel (&agr;) gegenüber der Waagerechten aufweist, der ein Herausrutschen eines eingesetzten Ringes (5) eines den Baumballen (1) umgebenden Zusammenhaltemittels (3) verhindert. Befestigungsmittel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel (&agr;) 2° bis 10° beträgt. Befestigungsmittel nach einem der Ansprüche 6–8, dadurch gekennzeichnet, dass die vertikale Erstreckung (a) eines Sägezahneinschnitts 0,5 bis 2 cm ist.






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