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Dokumentenidentifikation DE19935163B4 27.09.2007
Titel Katalytisches Verfahren und Vorrichtung zur Umwandlung in flüssiger Phase mit einem Katalysator im beweglichen Bett unter Verwendung eines Lift-Strippers
Anmelder Institut Français du Pétrole, Rueil-Malmaison, Hauts-de-Seine, FR
Vertreter Vonnemann, Kloiber & Kollegen, 81667 München
DE-Anmeldedatum 27.07.1999
DE-Aktenzeichen 19935163
Offenlegungstag 03.02.2000
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 27.09.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.09.2007
IPC-Hauptklasse C07C 6/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B01J 8/18(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B01J 38/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein katalytisches Verfahren unter Verwendung eines Katalysators im absteigenden Strom in Form eines beweglichen Bettes in wenigstens einer Reaktionszone sowie einen Regenerator. Der aus der Reaktionszone und im allgemeinen Fall aus der letzten Reaktionszone stammende Katalysator, ist wenigstens zum Teil desaktiviert durch das Vorhandensein organischen Materials.

Dieses organische Material umfaßt Koks, Gummis und adsorbiertes organisches Material, bei denen es sich um adsorbierte Kohlenwasserstoffe für den Fall des Verfahrens handelt, bei dem Erdölfraktionen oder Schnitte behandelt werden.

Koks und die Gummis sind ausgehend von adsorbiertem organischen Material gebildet und werden zu Abscheidungen auf dem Katalysator. Beim Ausdruck "organisches adsorbiertes Material" sind Gummis und Koks ausgeschlossen.

Zur Reaktivierung des Katalysators ist es notwendig, ihn in den Regenerator, der über wenigstens eine Regenerationszone verfügt, zu überführen, in dem in einer ersten Stufe das organische Material vom Katalysator eliminiert wird, wobei der Katalysator andere Behandlungen erfahren kann.

Die Eliminierung des organischen Materials findet gewöhnlich während der Verbrennung in einer oder mehreren Zonen statt.

Man hat in gewissen Verfahren, beispielsweise der Metathese, festgestellt, die in flüssiger Phase funktioniert, daß der Katalysator sehr empfindlich für die Adsorption organischen Materials ist, wobei es sich im Falle der Metathese um Kohlenwasserstoffe handelt.

Somit sind die Gehalte an organischem Material erheblich und können bis über 50% des Gewichtes des Katalysators, beispielsweise 70%, gehen.

Solche Mengen jedoch können nicht in Installationen verbrannt werden, die im allgemeinen bis zu 8-10% zu verbrennenden organischen Materials ertragen, wobei es sich im wesentlichen um Koks handelt.

Der Anmelder hat festgestellt, daß das adsorbierte organische Material, beispielsweise im Metatheseverfahren, im wesentlichen relativ leichte Kohlenwasserstoffe umfaßt. Tatsächlich handelt es sich bei den bevorzugten Olefinen, die in der Lage sind, in der Metathese zu reagieren, um Olefine mit 2 bis 40 Kohlenstoffatomen, und im allgemeinen 2 bis 10 Kohlenstoffatomen. Die aktuellen Verfahren arbeiten im wesentlichen an Fraktionen oder Schnitten C4, C5, C6 oder sogar an Schnitten, welche C18-C30 Olefine enthalten.

In der französischen Patentschrift FR-2,608,595 ist ein Verfahren der Metathese von Olefinen im beweglichen Bett beschrieben, bei dem der Katalysator durch Lift von der Reaktionszone zum Regenerator befördert wird, wobei der regenerierte Katalysator zur Reaktionszone durch einen Lift mit einem verflüssigten Gas gehoben wird. Man müßte also entweder eine zusätzliche Eliminierungsstufe eines wesentlichen Teils des adsorbierten Materials vor der Regeneration hinzufügen oder die Verbrennungszonen im Regenerator vervielfachen.

Eine Lösung würde darin bestehen, einen Teil des organischen Materials durch Wärmeaustausch zwischen dem Feststoff und einem Gas hoher Temperatur zu desorbieren, gefolgt von Drainage-Druckentspannungsphasen.

Der Anmelder hat jedoch festgestellt, daß diese Technik erhebliche Nachteile aufweisen würde: schlechten Wärmeaustausch zwischen dem Gas und den Katalysatorpartikeln, erhöhte Temperatur des Gases, Notwendigkeit erheblicher Gasmengen sowie eine delikate zu verwirklichende Technologie, insbesondere aufgrund des Vorhandenseins eines Austauschers, der nur schwierig die für die Druckaufbringung – Druckentspannung notwendigen Zyklen des Gases aushalten würde.

Im übrigen soll in diesen Verfahren in flüssiger Phase wie der Metathese, wo der Katalysator schnell desaktiviert wird, die Regeneration sich kontinuierlich abspielen und das Vorhandensein eines solchen Austauschers würde die Zirkulation noch schwieriger machen.

Die Vorgänge Reaktion-Regeneration sind wohl bekannt, beispielsweise beim Reformieren, das in gasförmiger Phase abläuft (EP-439,388 oder US-3,839,197). Der aus der letzten Reaktionszone austretende Katalysator wird in einem Liftpot aufgenommen, der ebenfalls ein Gas (Wasserstoff, Stickstoff ...) empfängt und für das Heben des Katalysators in dem Elevator (Lift) bis zum am Kopf des Regenerators sich befindenden Behälter sicherstellt. Der aus dem Regenerator austretende Katalysator wird durch Gaslift zum Kopf der letzten Reaktionszone gehoben.

In überraschender Weise hat der Anmelder gefunden, daß man eine erhebliche Eliminierung des adsorbierten organischen Materials ohne zusätzliche Stufe realisieren konnte und ohne zusätzliche Verbrennungszonen, indem ein Strippen des organischen im Lift selbst adsorbierten Materials vorgenommen wurde, was den Katalysator aus der Reaktionszone zum Regenerator führt.

In besonders überraschender Weise hat man festgestellt, daß der Stripperlift sehr wirksam selbst bei wenig erhöhten Temperaturen sein könnte, bei Umgebungstemperatur beispielsweise, und zwar für gewisse leichte Kohlenwasserstoffe benützende Verfahren.

Die Erfindung ist anwendbar auf jedes katalytische Verfahren, das wenigstens zum Teil in flüssiger Phase mit einer Charge arbeitet, welche kohlenstoffhaltige Materialien, insbesondere Kohlenwasserstoffe, enthält.

Die Erfindung betrifft also ein katalytisches kontinuierliches Verfahren, das einen Katalysator verwendet, der im beweglichen Bett in wenigstens einer Reaktionszone zirkuliert, die in flüssiger Phase und in einem Regenerator abläuft, mit einem Lift, um den desaktivierten aus der Reaktionszone stammenden Katalysator zum Regenerator zu überführen, Verfahren, bei dem die Überführung durch ein Gas realisiert wird, das nicht mit dem Katalysator und mit dem Stripper für wenigstens einen Teil des organischen am desaktivierten Stripper adsorbierten Materials reagiert.

Insbesondere betrifft sie ein Metatheseverfahren und bevorzugt die Metathese von Olefinen mit 2-40 Kohlenstoffatomen, bevorzugt 2-30 Kohlenstoffatomen oder noch bevorzugter 2-10 Kohlenstoffatomen und spezifisch die Olefine C4, C5, C6 oder schwerere (C18-C30), untereinander (identische oder unterschiedliche Olefine) oder mit Ethylen oder Propylen.

Der Katalysator zirkuliert im absteigenden beweglichen Bett kontinuierlich oder diskontinuierlich.

Der desaktivierte Katalysator (d.h. wenigstens zum Teil desaktiviert) der adsorbiertes organisches Material (beispielsweise Kohlenwasserstoffe) enthält, wird zum Regenerator vermittels eines Lift-Strippers überführt.

Die Überführung findet statt unter der Wirkung wenigstens eines Gases, das nicht mit dem Katalysator unter den Bedingungen des Verfahrens reagiert, es kann sich um Stickstoff, Methan, Ethan beispielsweise handeln. Das verwendete Gas hat auch als Funktion, wenigstens einen Teil des adsorbierten organischen Materials zu strippen, derart, daß beim Regenerator ein Katalysator ankommt, der höchstens 10 Gew.-% organisches Material insgesamt (Gummis + Koks + adsorbiertes Material) enthält. Bevor er der Wirkung dieses Gases ausgesetzt ist, enthält der Katalysator wenigstens 10 Gew.-% organisches Material insgesamt. Das organische Material ist hauptsächlich organisches adsorbiertes Material, es gibt wenig oder keinen Koks und in sämtlichen Fällen weniger als 10 Gew.-% Koks und allgemeiner weniger als 8 Gew.-% Koks.

Bei der Metathese gibt es nur adsorbierte Kohlenwasserstoffe, Koks wird nicht gebildet. Die Erfindung ist somit insbesondere anwendbar auf die katalytischen Verfahren, die bei Temperaturen niedriger als die Koksbildungstemperatur auf dem Katalysator arbeiten.

Man hat fast festgestellt, daß beim Verfahren nach der Erfindung das Verhältnis organisches adsorbiertes Material/Katalysator am Eintritt in den Lift-Stripper bei 0-50 (Gew.-)% oder auch 1-50% oder auch 2-50% liegt, insbesondere bei 5-20 (Gew.-)% und beim Austritt beträgt der Wert 0-10 (Gew.-)% und bevorzugt 1-6 (Gew.-)%.

Die Geschwindigkeit des Feststoffes im Lift-Stripper liegt im allgemeinen bei 1-10 m/s, bevorzugt 2-5 m/s. Das Verhältnis Katalysator/Gas (in kg/m3) liegt im allgemeinen zwischen 1 und 20 und bevorzugt zwischen 5 und 12. Die Temperatur des Gases ist variabel: 0-400°C, allgemeiner jedoch 10-150°C für die Metathese beispielsweise. Der Druck des Gases kann bis 5,0 MPa, insbesondere 0,02-0,7 MPa für die Metathese gehen.

Ein bevorzugtes Metatheseverfahren ist in 1 dargestellt. Bei diesem Verfahren zirkuliert der Katalysator im beweglichen Bett in wenigstens einer Reaktionszone, wo die Metathese durchgeführt wird, dann wird der Katalysator von der Restflüssigkeit getrennt und entspannt, bevor er mit dem Strippen durch ein Gas gehoben wird, das Gas wird vom Katalysator getrennt, dieser wird (in gasförmiger Phase) regeneriert und durch Lift in wenigstens eine Zone gehoben, wo die Trennung des Gases vom Lift, die Druckentspannung und die Benetzung des Katalysators realisiert wird; dann wird der Katalysator wieder unter Flüssigkeit in die Reaktionszone eingeführt.

Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung oder Installation zur Realisierung eines Metatheseverfahrens, wobei die Vorrichtung umfaßt:

  • – wenigstens eine Reaktionszone 1, die in flüssiger Phase arbeitet und mit wenigstens einer Leitung 3 versehen ist, um die zu behandelnde Charge einzuführen, wenigstens einer Leitung 4 für den Austritt der Produkte, wenigstens eine Leitung 31 für den Eintritt des Katalysators und wenigstens eine Leitung 5 für dessen Abzug, wobei der Katalysator im beweglichen Bett zirkuliert,
  • – wenigstens einen Entspannungsbunker 6, der mit wenigstens einer Leitung 7 zum Abzug der Restflüssigkeit versehen ist,
  • – wenigstens einen Lift-Stripper 11, der den Katalysator über eine Leitung 9 aufnimmt und mit einer Leitung 10 für den Eintritt des Antriebsgases versehen ist,
  • – wenigstens einen Bunker 12 für die Trennung des Antriebsgases, der sich über die Leitung 13 entleert, wenigstens einen Regenerator 16 mit einer Leitung 32 zur Speisung mit Katalysator, wenigstens eine Leitung 17 für den Eintritt wenigstens eines Sauerstoff enthaltenden Gases und wenigstens eine Leitung 18 für den Austritt des gasförmigen Abstroms und wenigstens eine Leitung 25 für den Austritt des Katalysators, wobei der Katalysator im Regenerator im beweglichen Bett strömt,
  • – wenigstens einen Lift 27, versehen mit wenigstens einer Leitung 26 für den Eintritt des Antriebsgases,
  • – wenigstens einen Bunker 28 für die Trennung des Antriebsgases, das durch die Leitung 29 abgezogen ist, wobei die unter Drucksetzung durch ein Gas unter Druck über die Leitung 35 und die Benetzung des Katalysators mit einer Flüssigkeit stattfindet, welche über wenigstens eine Leitung 34 ankommt; der Katalysator wird dann über eine Leitung 31 zur Reaktionszone abgezogen.

Im allgemeinen verfügen der Lift-Stripper 11 und der Stripper 27 an ihrer Basis über einen Lifttopf (8 beziehungsweise 24) in den der zu hebende Katalysator und das Antriebsgas gelangen.

In einer bevorzugten Ausführungsform umfaßt die Installation oder Vorrichtung im übrigen:

  • – wenigstens einen Pufferbehälter 14, der zwischen dem Trichterbunker 12 und dem Regenerator 16 angeordnet ist
  • – wenigstens einen Inertisierungstrichter 21, der zwischen dem Regenerator 16 und dem Topf 24 sich befindet und mit wenigstens einer Leitung 23 versehen ist, um das inerte Gas einzuführen und bei welcher ein Trichterbehälter 28, der den Katalysator aus dem Lift 27 aufnimmt, mit wenigstens einer Leitung 29 für den Austritt des abgetrennten Antriebsgases versehen ist sowie wenigstens eine Leitung 33 für den Eintritt eines Elutrierungsgases, und in einen anderen Trichterbehälter 2, der zwischen dem Trichterbehälter 28 und der Reaktionszone 1 angeordnet und mit wenigstens einer Leitung 34 für den Eintritt einer Benetzungsflüssigkeit versehen ist und in welchem ein Druckaufbau vorzugsweise (falls notwendig) für das verwendete Verfahren ausgeübt werden kann.

Im übrigen werden in den Fällen, wo die Antriebsgase der Lifte identisch sind, die in den Leitungen 13 und 29 getrennten Gase von den Katalysatorfeinteilen befreit, rekomprimiert und über die Leitungen 33, 10, 26 jeweils gegen den Trichterbehälter 28, den Topf 8 und den Topf 24 recycliert.

Die Erfindung wird anhand von 1 für ein Metatheseverfahren spezifisch dargestellt, ist jedoch auch für jedes katalytische Verfahren anwendbar.

1 läßt die Zirkulation des Katalysators bei einem Metatheseverfahren mit beweglichem Bett erkennen.

Der Katalysator wurde in den Reaktor oder die Reaktionszone 1 (es kann hierin mehrere Reaktionszonen geben) aufgegeben. Eine oder mehrere Leitungen, die während des Arbeitens der Anlage frischen Katalysator zuführen, können in Höhe beispielsweise eines Aufgabetrichters (oder Ballons) zur Druckaufbringung 2vorgesehen sein, welche unmittelbar anströmseitig zum Reaktor 1 vorgesehen ist (in Strömungsrichtung des Katalysators gesehen).

In diesem Aufgabetrichter wird eine Druckaufbringung und eine Benetzung der Katalysatorpartikel vorgenommen.

Der Katalysator zirkuliert in der Reaktionszone 1, wo er mit der zu behandelnden Charge kontaktiert wird, welche über eine Leitung 3 eingeführt wird. Die am Austritt aus der Reaktion erhaltenen Produkte treten über eine Leitung 4 aus. Dargestellt hier ist eine aufsteigende Strömung der Charge, die absteigende Strömung kann auch beim Verfahren nach der Erfindung in Betracht gezogen werden.

Der aus dem Reaktor 1 über die Leitung 5 austretende Katalysator geht in einen Trichterbehälter (oder Ballon) 6, in dem die Druckentspannung stattfindet, die Restflüssigkeit wird von den Feststoffpartikeln des Katalysators getrennt und über eine Leitung 7 abgezogen.

Der so drainierte Katalysator tritt in den Lifttopf 8 über eine Leitung 9 ein. Das zum Heben des Katalysators dienende Gas, das ihn auch strippt, wird in den Topf 8 über eine Leitung 10, gegebenenfalls nach einer Vorwärmung in einer Vorrichtung 37 eingeführt.

Der durch eine Leitung gebildete Lift-Stripper 11 ermöglicht es, den Katalysator in einen Trichterbehälter (oder Ballon) 12 zu überführen, wo das Gas vom Katalysator getrennt wird und tritt aus dem Trichterbehälter über eine Leitung 13 aus. Das Gas wird über die Leitung 13 entweder zum Brenner oder zur Fackel 38 abgezogen, wenn es Kohlenwasserstoffe enthält oder, wenn es inert ist, recycliert.

Der Katalysator wird dann vorzugsweise in einen Aufgabe-Pufferspeicher 14 über eine Leitung 15 überführt, um eine kontinuierliche Strömung des Katalysators quer durch den Regenerator 16sicherstellen zu können (der wenigstens eine regenerative Zone umfaßt, in welchem der Katalysator im beweglichen Bett zirkuliert) und zwar über eine Leitung 32.

Der Regenerator umfaßt ebenfalls wenigstens eine Leitung 17 für den Eintritt wenigstens eines Sauerstoff enthaltenden Gases und wenigstens eine Leitung 18 für den Austritt des gasförmigen aus der Regeneration stammenden Abstroms.

Bevorzugt umfaßt der Regenerator für die Metathese wenigstens eine (und bevorzugt eine) Verbrennungszone am Kopf des Regenerators, die mit einem Sauerstoff enthaltenden Gas über wenigstens eine Leitung 17 gespeist ist, wobei der aus der Verbrennung stammende Abstrom zum Teil über wenigstens eine Leitung 19 austritt. Bevorzugt läuft die Verbrennung mit einer radialen Strömung des Sauerstoff enthaltenden Gases ab.

Der aus der Verbrennungszone stammende Katalysator durchsetzt dann wenigstens eine Zone, welche für die Kalzinierung des Katalysators sorgt. Ein Sauerstoff enthaltendes Gas tritt über wenigstens eine Leitung 20 ein und der resultierende gasförmige Abstrom tritt über wenigstens eine Leitung 18 aus. Bevorzugt läuft die Kalzinierung mit wenigstens einer Radialströmung des Sauerstoff enthaltenden Gases und sehr vorzugsweise in einer einzigen Zone ab. Aus Gründen der Übersichtlichkeit der Figur sind diese Zonen nicht genauer dargestellt.

Der regenerierte Katalysator wird dann inertisiert, d.h., daß er einer Behandlung durch ein inertes Gas (bevorzugt Stickstoff) derart ausgesetzt wird, daß vom katalytischen Bett die Spuren oxidierenden Gases oder allgemeiner des gasförmigen im Regenerator herrschenden Gemisches entfernt werden. Bevorzugt wird die Inertisierung in einem Aufgabetrichter 21 (Ballon) vorgenommen, der mit Katalysator über die Leitung 22 und einem inerten Gas über eine (oder mehrere) Leitungen 23 gespeist wird. Ein erheblicher Teil der Gase geht zum Regenerator über die Leitung 22 nach oben und tritt mit dem gasförmigen Abstrom über die Leitung 18 aus. Die Inertisierung in einem besonderen Aufgabebehälter ist nicht eine absolute Notwendigkeit, wenn das Antriebsgas für den Lift Stickstoff ist, ist aber auf diese Weise sehr bevorzugt durchzuführen.

Der Katalysator wird dann zum Liftpot 24 über die Leitung 25 überführt und unter dem Einfluß des den Pot über die Leitung 26 speisenden Gases wird der Katalysator in den Lift 27 bis zu einem Aufgabebehälter 28 (oder Ballon) gehoben. Eine Elutrierung durch Gas, das über eine Leitung 33 zutritt, findet in diesem Aufgabebehälter derart statt, daß die zu feinen Katalysatorpartikel getrennt werden und sie über eine Leitung 29 mit dem abgetrennten aus dem Lift kommenden Gas extrahiert werden.

Dieses Gas wird behandelt, um die Feinteile zu trennen und wird bevorzugt nach Kompression (Kompressor 36) zur Elutrierung (Aufgabebehälter 28), den Lift-Stripper 11 und den Lift 27 recycliert. Man kann in diese Behandlung das über die Leitung 13 austretende Gas miteinschließen, das vom Lift-Stripper (wie die Figur gezeigt hat) verwendet worden ist.

Schließlich steigt der Katalysator über die Leitung 30 zum Aufgabebehälter 2 ab. Außer der unter Drucksetzung des Bettes wird bevorzugt eine Benetzung der Katalysatorpartikel durch eine Flüssigkeit vorgenommen, die über wenigstens eine Leitung 34 zugeführt wurde. Realisiert wird dies beispielsweise in 1 mit wenigstens einem Teil der Restflüssigkeit, die vom katalytischen Bett im Aufgabebehälter 6 abgetrennt wurde und in der Leitung 7 strömte. Offensichtlich ist jede Ausbildung um diese flüssige Schleife (Pufferballon ...) möglich.

Der so fertig bereitete Katalysator wird zum Reaktor 1 über die Leitung 31 überführt.

In der vorstehenden Beschreibung wurde eine Überführungsleitung für den Katalysator zwischen zwei Aufgabebehältern, Reaktor und dem Regenerator in Betracht gezogen, mehrere Leitungen sind jedoch möglich.

Besonders bevorzugt sind die Antriebsgase der Lifte identisch, unterschiedliche Antriebsgase können jedoch Verwendung finden.


Anspruch[de]
Katalytisches Verfahren, das einen Katalysator verwendet, der im beweglichen Bett in wenigstens einer Reaktionszone zirkuliert, welche in flüssiger Phase und in einem Reaktor arbeitet, mit einem Lift zur Überführung des desaktivierten aus der Reaktionszone stammenden Katalysators zum Regenerator, dadurch gekennzeichnet, daß die Überführung durch ein Gas, das nicht mit dem Katalysator reagiert und unter Strippen wenigstens eines Teils des am desaktivierten Katalysators adsorbierten organischen Materials realisiert wird. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, bei dem das Verhältnis organisches adsorbiertes Material zu Katalysator am Eintritt des Lift-Strippers bei 0-50 (Gew.-)% und am Austritt bei 0-10 (Gew.-)% liegt. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Geschwindigkeit des Feststoffes im Lift-Stripper bei 1-10 m/s, das Verhältnis Katalysator zu Gas bei 1-20 (kg/m3), die Temperatur des Gases bei 0-400°C liegt. Verfahren nach Anspruch 1 zur Metathese von Olefinen, die 2-40 Kohlenstoffatome haben. Verfahren nach Anspruch 4, angewendet auf die Metathese der C4 und/oder C5 und/oder C6 Fraktionen oder schwerere Fraktionen (C18-C30) untereinander oder mit Ethylen oder Propylen. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 oder 5, bei dem der Katalysator im beweglichen Bett in wenigstens einer Reaktionszone, wo die Metathese durchgeführt wird, zirkuliert, dann der Katalysator von der Restflüssigkeit abgetrennt und vom Druck entspannt wird, bevor er unter Strippen durch ein Gas gehoben wird, das Gas vom Katalysator getrennt wird, dieser regeneriert und durch einen Lift in wenigstens eine Zone überführt wird, wo die Trennung des Gases vom Lift, die unter Drucksetzung und die Benetzung des Katalysators vorgenommen wird und dann der Katalysator in die Reaktionszone wieder eingeführt wird. Vorrichtung zur Durchführung eines Metatheseverfahrens umfassend:

– wenigstens eine Reaktionszone (1), die in flüssiger Phase arbeitet und mit wenigstens einer Leitung oder einem Kanal (3) zum Einführen der zu behandelnden Charge versehen ist, wenigstens eine Leitung (4) für den Austritt der Produkte vorgesehen ist, mit wenigstens einer Leitung (31) für den Eintritt des Katalysators und wenigstens einer Leitung (5) für seinen Abzug, wobei der Katalysator im beweglichen Bett zirkuliert,

– wenigstens ein Aufgabetrichter oder -behälter (6) für die Entspannung vom Druck, versehen mit wenigstens einer Leitung (7) zum Abzug der restlichen Flüssigkeit,

– wenigstens ein Lift-Stripper (11), der den Katalysator über eine Leitung (9) empfängt und mit einer Leitung (10) für den Eintritt des Antriebsgases versehen ist

– wenigstens ein Aufgabetrichter (12) zur Trennung des Antriebsgases, das über die Leitung (13) abgezogen wird; wenigstens ein Regenerator (16) mit einer Leitung (32) zur Speisung mit Katalysator, wenigstens eine Leitung (17) für den Eintritt wenigstens eines Sauerstoff enthaltenden Gases und wenigstens eine Leitung (18) für den Austritt des gasförmigen Abstroms und wenigstens eine Leitung (25) für den Austritt des Katalysators, wobei der Katalysator im Regenerator im beweglichen Bett strömt,

– wenigstens ein Lift (27), der mit wenigstens einer Leitung (26) für den Eintritt des Antriebsgases versehen ist,

– und wenigstens ein Aufgabetrichter (28) für das Trennen des über die Leitung (29) abgezogenen Antriebsgases, eine Leitung (35) für Gas unter Druck für die erneute unter Drucksetzung und die Benetzung des Katalysators durch eine Flüssigkeit, die über wenigstens eine Leitung (34) zugeführt wird und der Katalysator über eine Leitung (31) zur Reaktionszone abgezogen wird.
Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß sie im übrigen umfaßt:

– wenigstens einen Pufferballon (14), der zwischen dem Aufgabetrichter (12) und dem Regenerator (16) angeordnet ist

– wenigstens einen Inertisierungsaufgabetrichter (21), der zwischen dem Regenerator (16) und dem Topf (24) angeordnet und mit wenigstens einer Leitung (23) zum Einführen von Inertgas versehen ist und in welcher ein Aufgabetrichter (28), der den Katalysator vom Lift (27) empfängt, mit wenigstens einer Leitung (29) für den Austritt des abgetrennten Austrittsgases und wenigstens einer Leitung (33) für den Eintritt eines Elutrierungsgases versehen ist und in einem anderen Aufgabebehälter (2), der zwischen dem Aufgabebehälter (28) und der Reaktionszone (1) vorgesehen ist, mit wenigstens einer Leitung (34) für den Eintritt einer Benetzungsflüssigkeit versehen ist und in welcher eine erneute unter Drucksetzung ebenfalls realisiert wird.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, in der die Antriebsgase der Lifte identisch sind, die abgetrennten Gase in den Leitungen (13) und (29) von den Feinteilen befreit, rekomprimiert und über die Leitungen (33), (10), (26) jeweils gegen den Aufgabetrichter (28), den Topf (8) und den Topf (24) recycliert werden.






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