Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Befestigen eines Geländers
an einer Bodenplatte eines Balkons, wobei Geländerelemente über eine Befestigungseinrichtung
mit der Bodenplatte verbunden sind.
Aus der DE 100 52 099 A1
ist eine Vorrichtung zum Befestigen eines Geländers an einer Bodenplatte eines
Balkons bekannt, bei der Geländerelemente mittels einer Befestigungseinrichtung
an einer Unterseite der Bodenplatte befestigt werden. Die Befestigungseinrichtung
umfasst eine an der Unterseite der Bodenplatte montierte Profilschiene, von der
ein senkrecht von dem Geländerelement abragendes Ansatzstück desselben
längsverschieblich und fixierbar aufgenommen ist. Nachteilig an der bekannten
Vorrichtung ist, dass mit Montieren der Profilschiene ein nachträgliches Ausrichten
der Geländerelemente auf die Bodenplatte bzw. auf andere Bauteile des Balkons
nicht mehr möglich ist.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Befestigen
eines Geländers an einer Bodenplatte eines Balkons derart weiterzubilden, dass
zum einen eine einfache Montage und zum anderen eine Ausrichtbarkeit der Geländerelemente
relativ zu einer Bezugskante der Bodenplatte gewährleistet sind.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Erfindung in Verbindung mit
dem Oberbegriff des Schutzanspruchs 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungseinrichtung
mindestens ein an der Bodenplatte befestigbares Adapterprofil aufweist, das eine
beabstandet zu einer Stirnfläche der Bodenplatte angeordnete Abschlussfläche
aufweist, dass die Befestigungseinrichtung mindestens eine Konsole aufweist mit
einer Vorderseite, an der das Geländerelement befestigbar ist, dass die Befestigungseinrichtung
Befestigungsmittel zur Befestigung der Konsole und/oder des Geländerelementes
an der Stirnfläche der Bodenplatte und Justiermittel zur Justierung des Geländerelementes
relativ zu dem Adapterprofil aufweist.
Die Erfindung ermöglicht vorteilhaft eine wesentliche Vereinfachung
der Montage eines Geländers, da Bauteile einer Befestigungseinrichtung, insbesondere
ein Adapterprofil, eine Konsole und Justiermittel, sowie Geländerelemente vormontiert
bereitgestellt werden können. Die so gebildete Baueinheit wird mittels Befestigungsmittel
vor Ort an der Bodenplatte befestigt, so dass nachfolgend lediglich eine Ausrichtung
der Geländerelemente relativ zu Bezugsflächen des Balkons vorgenommen
werden müssen. Vorteilhaft kann hierdurch eine passgenaue Vorfertigung einer
Geländerbaueinheit erfolgen. Vorteilhaft erfolgt mittels des Adapterprofils
eine Verkleidung der Bodenplatte an der Stirnfläche derselben, die ein einheitliches
und optisch ansprechendes Erscheinungsbild ermöglicht. Die Anordnung von Befestigungsmittel
an einer Unterseite der Bodenplatte kann vermieden werden.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind das
Adapterprofil, die Konsole, die Justiermittel und das Geländerelement als vormontierte
Geländerbaueinheit an der Bodenplatte befestigt. Vorteilhaft können somit
die Geländerelemente ortsfern von dem Balkon in eine definierte Justierlage
zu dem Adapterprofil gebracht werden, so dass nach dem Befestigen der so gebildeten
Geländerbaueinheit an der Balkonplatte lediglich gegebenenfalls eine Nachjustierung
durch die Justiermittel der Geländerbaueinheit erforderlich ist.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die
Geländerbaueinheit durch eine Mehrzahl von Geländersegmenten gebildet,
die jeweils ein Adapterprofil aufweisen, dem lediglich ein oder zwei Geländerelemente
bzw. Konsolen zugeordnet sind. Vorteilhaft kann das Geländer hierdurch nach
einem Baukastenprinzip nach und nach an der Bodenplatte befestigt werden, wobei
die Adapterprofile stirnseitig bündig aneinander liegen. Hierdurch kann die
Montage weiter vereinfacht werden.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung sind als Justiermittel vorzugsweise
zwei beabstandet zueinander angeordnete Justierelemente und ein in Dreheingriff
mit den Justierelementen stehendes Abstützelement vorgesehen. Die Justierelemente
sind fest mit dem Adapterprofil verbunden. Durch Verstellen der Justierelemente
kann eine Justierkraft auf das Adapterprofil ausgeübt werden, so dass nach
Montage der Geländersegmente an der Bodenplatte eine Feinjustierung der Geländerelemente
relativ zu dem Abdeckprofil ermöglicht wird.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung weist eine Konsole Bohrungen
für den Durchtritt der Justierelemente sowie eine mittlere Bohrung für
den Durchtritt eines Befestigungsmittels zum Befestigen der Konsole an der Bodenplatte
auf. Vorteilhaft wirken die Konsole sowie das an der Bodenplatte befestigte Adapterprofil
stabilisierend für die Geländerelemente.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist das Justierelement als
Justierschraube ausgebildet, der eine Kontermutter zugeordnet ist, so dass nach
dem Justiervorgang, bei dem das Adapterprofil relativ zu der Stirnfläche der
Bodenplatte, auf der sich das Abstützelement abstützt, bewegt wird, festgelegt
wird.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist das Geländerelement
über ein Befestigungsprofil zum einen an der Konsole und zum
anderen an dem Adapterprofil befestigt. Hierdurch wird eine sichere Befestigung
des Geländerelementes an dem Geländersegment geschaffen.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung weist die Konsole eine solche
Tiefe auf, dass zum einen eine Befestigung des Geländerpfostens an derselben
ermöglicht wird und zum anderen der Raum für eine Regenrinne zwischen
dem Adapterprofil und der Reihe von Geländerelementen geschaffen wird.
Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand
der Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
1 eine schematische Perspektivdarstellung einer Bodenplatte
eines Balkons, an der vormontierte Geländersegmente angebracht sind, wobei
mit Ausnahme eines Eckgeländersegmentes lediglich Adapterprofile der Geländersegmente
dargestellt sind,
2 eine vergrößerte perspektivische Darstellung
zweier Eckgeländersegmente, wobei für ein Eckgeländersegment die
Bauteile mit Ausnahme des Adapterprofils weggelassen worden sind,
3 eine perspektivische Seitenansicht eines an der Bodenplatte
angelegten Eckgeländersegmentes in Explosionsdarstellung,
4 eine Rückansicht eines Geländersegmentes,
wobei zur vereinfachten Darstellung ein Geländerelement an einer Konsole befestigt
ist und die Konsole neben dem Adapterprofil angeordnet ist,
5 eine Seitenansicht eines Geländersegmentes ohne
Darstellung des Adapterprofils,
6 eine Rückansicht des Geländersegmentes
ohne Darstellung des Adapterprofils,
7 einen Längsschnitt durch das an der Bodenplatte
montierte Geländersegment entlang einer Schnittlinie durch das mittlere Befestigungsmittel
der Konsole und
8 einen Vertikalschnitt durch das an der Bodenplatte
montierte Geländersegment entlang einer Schnittlinie durch ein Justierelement
der Konsole.
Eine Vorrichtung zum Befestigen eines Geländers an einer Bodenplatte
1 eines Balkons ist durch eine Befestigungseinrichtung gebildet, die im
Wesentlichen ortsfern von der Bodenplatte 1 vormontiert wird. Eine so gebildete
vormontierte Geländerbaueinheit 2 besteht aus einer Mehrzahl von Geländersegmenten
3, die jeweils ein Adapterprofil 4 aufweisen. Zur Befestigung
der Geländerbaueinheit 2 werden die Adapterprofile 4 der
Geländersegmente 3 unter stirnseitigen bündigen Abschluss zu
benachbarten Adapterprofilen 4 an einer Stirnfläche 5 der
Bodenplatte 1 befestigt.
In den 1 und 2
ist lediglich ein im Eckbereich der Bodenplatte 1 montiertes Geländersegment
3' vollständig dargestellt. Die anderen Geländersegmente
3 weisen den gleichen Aufbau auf, wobei an Befestigungsstellen
6 des Adapterprofils 4 eine Konsole 7 sowie ein Befestigungsprofil
8 eines Geländerelementes 9 montiert sind.
Der Aufbau der Geländersegmente 3, 3' bzw.
der Befestigungseinrichtung ist insbesondere in den 4
und 5näher dargestellt. Die Befestigungseinrichtung
bzw. die Geländersegmente 3, 3' weisen im Wesentlichen jeweils
das Adapterprofil 4, die Konsole 7, das Befestigungsprofil
8, das Geländerelement 9 sowie Befestigungsmittel
10 zur Befestigung der Konsole 7 und/oder des Geländerelementes
9 an der Stirnfläche 5 der Bodenplatte 1 sowie Justiermittel
11 zur Justierung des Geländerelementes 9 relativ zu dem
Adapterprofil 4 auf.
Das Befestigungsmittel 10 ist als eine Befestigungsschraube
ausgebildet, die durch eine mittlere Bohrung 12 der Konsole 7
sowie eine mittlere Bohrung 13 eines als Justiermittel 11 dienenden
und sich an der Stirnfläche 5 der Bodenplatte 1 abstützenden
Abstützelementes 14 greift, so dass die Konsole 7 bzw. das
Adapterprofil 4 von der Stirnseite der Bodenplatte 1 her an derselben
festgelegt ist. Der Kopf der Befestigungsschraube 10 ist versenkt zu einer
Vorderseite der Konsole 7 angeordnet, so dass das L-förmig ausgebildete
Befestigungsprofil 8 mit einem aufrechten Schenkel 15 an der Vorderseite
der Konsole 7 befestigbar ist. An dem aufrechten Schenkel 15 des
Befestigungsprofils 8 ist mittels zweier beabstandeter Schrauben
16 das als Geländerpfosten ausgebildete Geländerelement
9 an dem Befestigungsprofil 8 fixiert.
Das Befestigungsprofil 8 weist einen senkrecht zu dem aufrechten
Schenkel 15 verlaufenden zweiten Schenkel 17 auf, der über
eine parallel zu dem aufrechten Schenkel 15 verlaufende Abkantung
18 verfügt zur Schraubverbindung 19 mit einer Abschlussfläche
20 des Adapterprofils 4.
Das Adapterprofil 4 ist L-förmig ausgebildet und weist
neben der beabstandet und im Wesentlichen parallel zu der Stirnfläche
5 der Bodenplatte 1 verlaufende Abschlussfläche
20 eine rechtwinklig zu derselben verlaufende Befestigungsfläche
21 auf, die an Befestigungsstellen 22 durch Schrauben
mit einer Oberseite 23 der Bodenplatte 1 verbunden ist.
Die Konsole 7 weist eine solche Tiefe T bzw. der zweite Schenkel
17 des Befestigungsprofils 8 weist eine solche Breite B auf, dass
zwischen der Abschlussfläche 20 des Adapterprofils 4 und
dem aufrechten Schenkel 15 des Befestigungsprofils 8 eine nicht
dargestellte Regenrinne ansetzbar ist.
Die Justiermittel 11 sind zum einen durch das Abstützelement
14 und zum anderen durch Justierelemente 24, 24' gebildet,
die jeweils durch Bohrungen 25, 25' der Konsole 7 greifen
und mit einem freien Ende 26, 26' sich in Dreheingriff zu dem
Abstützelement 14 befinden. Zu diesem Zweck weist zum einen das Abstützelement
14 eine Dreheingriffsbohrung auf, in der ein lediglich auf einer dem Justierelement
24, 24' zugewandten Vorderseite 27 des Abstützelementes
14 angeordneter Schraubbolzen 28 abragt. Der Schraubbolzen
28 kann als Senkschraube ausgebildet sein, die kopfseitig bündig zu
einer Rückseite des Abstützelementes angeordnet ist. Zum anderen weist
das freie Ende 26, 26' des als Justierschraube ausgebildeten Justierelementes
24, 24' eine Zentralbohrung mit einem Innengewinde auf, so dass
der Schraubbolzen 28 drehbar in der Zentralbohrung gelagert ist.
In einem der Abschlussfläche 20 des Adapterprofils
4 nahen Bereich weist das Justierelement 24, 24' eine
fest angeordnete Mutter 29 sowie eine benachbarte Kontermutter
30auf. Die feste Mutter 29 sowie die benachbarte Kontermutter
30 sind drehbar mit einem Außengewinde 32 der Justierschrauben
24, 24' verbunden. Die fest angeordnete Mutter 29 ist
nach dem Verbinden der Konsole 7 mit dem Adapterprofil 4 unter
Durchgreifen der Justierschraube 24, 24' durch eine Bohrung
31 des Adapterprofils 4 an der Befestigungsstelle 6 desselben
durch Verschweißen an dem Rand der Bohrung 31 fest mit dem Adapterprofil
4 verbunden.
Durch Drehung der Justierschrauben 24, 24' nach
Befestigung des Geländersegmentes 3, 3' an der Bodenplatte
1 kann eine Justierung der Konsole 7 bzw. des Geländerpfostens
9 relativ zu der Abschlussfläche 20 des Adapterprofils
4 erfolgen. Hierzu können die Justierschrauben 24,
24' nacheinander mittels der über eine Unterlegscheibe 34
an einer Vorderseite der Konsole 7 angeordneten Einstellmutter
33, die in Dreheingriff mit der Justierschraube 24,
24' ist, in Justierrichtung J relativ zu der Abstützplatte
14 bzw. der Stirnfläche 5 der Bodenplatte 1 unter
Mitnahme der Abschlussfläche 20 verstellt werden, so dass eine Feinjustierung
des Geländerpfostens 9 in eine Horizontalebene erfolgen kann. Nachdem
der Geländerpfosten 9 in die vorgesehene Position verbracht worden
ist, wird mittels der Kontermutter 30 die Justierlage durch Festziehen
derselben an der festen Mutter 29 gesichert. Zu diesem Zweck weist das
Adapterprofil 4 lediglich eine solche kurze Abkantung 35 auf,
dass die Justierschraube 24 bzw. die Kontermutter 30 im montierten
Zustand des Geländersegmentes 3, 3' von unten mittels eines
Hilfswerkzeuges zugänglich ist.
Vorzugsweise sind der Konsole 7 lediglich zwei Justierschrauben
24, 24' zugeordnet, die durch bzw. in zueinander fluchtende Bohrungen
der Konsole 7 bzw. der Abstützplatte 14 greifen. In der beschriebenen
Ausführungsform sind die Justierschrauben 24, 24' in einem
Abstand und in einer gemeinsamen horizontalen Ebene angeordnet.
Nach einer nicht dargestellten alternativen Ausführungsform kann
die Konsole 7 auch so ausgebildet sein, dass mindestens ein Paar von Justierelementen
24, 24' in einer vertikalen Ebene angeordnet sind. Hierdurch kann
eine Justierung des Geländerpfostens 9 auch nicht nur in einer horizontalen
Ebene, sondern auch in einer vertikalen Ebene erfolgen.
Die Geländersegmente 3, 3' der Geländerbaueinheit
2 werden vormontiert, wobei zuerst die Konsole 7 und das Adapterprofil
4 angesetzt werden. Die Befestigungsschraube 10 sowie die Justierschrauben
11 werden durch die zueinander fluchtenden Bohrungen der Konsole
7 und des Adapterprofils 4 gesteckt. Nachfolgend werden die Muttern
29, 30 auf die Justierschrauben 24, 24' geschraubt,
bis die erste Mutter 29 an einer Rückseite der Abschlussfläche
20 des Adapterprofils 4 zur Anlage kommt. Nachfolgend wird die
erste Mutter 29 durch Verschweißen mit der Rückseite der Abschlussfläche
20 verbunden. Anschließend wird die Abstützplatte 14
vermittels der Senkschrauben an den freien Enden 26, 26' der Justierschrauben
24, 24' befestigt. Nachfolgend wird das bereits mit dem Geländerpfosten
9 verbundene Befestigungsprofil 8 an den entsprechenden Befestigungsstellen
der Konsole 7 und den Adapterprofil 4 verbunden.
Die vormontierten Geländersegmente 3, 3' werden
dann an den Montageort des Geländers angeliefert. Zur Montage der Geländersegmente
3, 3' an der Bodenplatte 1 werden zuerst die Adapterprofile
4 an der Oberseite 23 der Bodenplatte 1befestigt. Nachfolgend
kann die Feinjustierung der Geländerpfosten 9 mittels der Justiermittel
11 erfolgen. Abschließend wird ein Abschlussprofil 36 untenseitig
an der Abschlussfläche 20 des Adapterprofils 4 befestigt,
so dass das Adapterprofil 4 eine vollständige Abdeckung der Stirnfläche
5 der Bodenplatte 1 bewirkt.
Ferner wird ein Gehäuse 37 von unten auf das Befestigungsprofil
8 aufgesteckt.
Vorzugsweise bildet die Konsole 7 ein Dachrinnenauflageprofil,
so dass die Montage der Dachrinne erleichtert wird.
Alternativ kann die erfindungsgemäße Vorrichtung auch zur
Befestigung eines Geländers an einer Terrasse oder dergleichen eingesetzt werden.