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Dokumentenidentifikation DE10037172B4 04.10.2007
Titel Kammplatte für Personenbeförderer
Anmelder Otis Elevator Co., Farmington, Conn., US
Erfinder Schöps, Karl-Friedrich, 13507 Berlin, DE;
Mortiz, Andreas, 13057 Berlin, DE
Vertreter Klunker, Schmitt-Nilson, Hirsch, 80797 München
DE-Anmeldedatum 31.07.2000
DE-Aktenzeichen 10037172
Offenlegungstag 21.02.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 04.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.10.2007
IPC-Hauptklasse B66B 29/06(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kammplatte für Personenbeförderer mit Trittband, aufweisend eine Basisplatte und einseitig daran angebracht eine Mehrzahl von im wesentlichen parallel zueinander angeordneten Zähnen, die im Einsatz an einem Personenbeförderer in Rillen, die in dem Trittband vorgesehen sind, eingreifen, wobei die Kammplatten eine im Einsatz exponierte Oberseite und eine im Einsatz verborgene Unterseite aufweist.

Derartige Kammplatten werden beispielsweise bei Fahrtreppen oder Fahrsteigen eingesetzt. Sie verhindern an der Stelle des Personenbeförderers, an dem das Trittband beim Betrieb "verschwindet", daß Gegenstände, beispielsweise Kleidungsstücke, Schuhe oder gar Körperteile der Fahrgäste von dem Trittband mitgenommen und eingequetscht werden. Zu diesem Zweck sind an der Kammplatte Zähne oder Zinken vorgesehen, die in entsprechende Rillen des Trittbands eingreifen. Die Zähne sind so abgeschrägt, daß sie einen mit dem Trittband mitbewegten Gegenstand von dem Trittband wegbewegen und somit ein Einfangen oder Einquetschen verhindern.

Das Trittband ist der Personenbeförderungsbereich des Personenbeförderers. Auf dessen entlang des Fahrwegs exponierter Oberfläche werden die Fahrgäste gehend oder stehend mitbewegt. Bei einer Fahrtreppe wird das Trittband auch als Stufenband bezeichnet. Dieses Stufenband besteht aus mehreren aneinander angeschlossenen Trittstufen, auf deren Oberseite die Rillen vorgesehen sind. Bei Fahrsteigen, die Trittbänder aus einzelnen miteinander verbundenen Palettenkörpern aufweisen, wird das Trittband auch als Palettenband bezeichnet. Wieder weisen die Paletten an ihrer Oberseite die Rillen für den Eingriff mit den Zähnen der Kammplatte auf. Es sind auch Fahrsteige bekannt, bei denen das Trittband aus einem relativ elastischen Material besteht, beispielsweise einem verstärkten Kunststoffmaterial, und im wesentlichen entlang des Trittbandes durchgehend ist, d.h. bei derartigen Trittbändern gibt es keinerlei Spalte zwischen einzelnen Palettenkörpern oder Stufenkörpern.

Kammplatten bestehen beispielsweise aus Zinndruckguß oder Aluminiumdruckguß und haben jeweils ca. 80 Zähne, die etwa 2 mm breit und 4 cm lang sind. Die Zähne der Kammplatte sind relativ schmal und bruchanfällig. Gesetzliche Vorschriften, beispielsweise die Europäische Norm EN 115 für die genannten Personenbeförderer, fordern eine regelmäßige Überprüfung der Personenbeförderer beispielsweise wöchentlich oder täglich. So ist aus Sicherheitsgründen eine tägliche Überprüfung nach der EN 115 der Zähne der Kammplatte durch einen "Hauswärter" gefordert. Nach EN 115 darf ein Personenbeförderer nicht weiter betrieben werden, wenn zwei unmittelbar nebeneinander liegende Zähne abgebrochen sind. Diese regelmäßig erforderlichen Kontrollen verteuern den Betrieb von Personenbeförderern in einem hohen Maße. So ist es beispielsweise erforderlich, den Hauswärter auszubilden. Außerdem muß dieser für seine Tätigkeit auch entlohnt werden. Während die Funktionskontrolle bei den wesentlichen anderen elektrischen und mechanischen Bauteilen einer Fahrtreppe oder eines Fahrsteigs durch Fernüberwachung (REM – Remote Escalator Monitoring) vorgenommen werden kann, erfordert die Bruchkontrolle für die Zähne der Kammplatte bisher die physische Anwesenheit einer Kontrollperson.

Aus den Druckschriften DE 299 07 184 U1, DE 21 35 864 A1 und JP 07025575 A sind Kammplatten für Personenbeförderer bekannt, bei denen ein durchgehender, elektrischer Leiter durch die Zähne der Kammplatte verläuft. Bei einer Unterbrechung dieses Leiters aufgrund eines Bruchs eines beliebigen Zahns kann ein Warnsignal erzeugt werden. Es ist deshalb die Aufgabe der Erfindung, einen Personenbeförderer mit einer Kammplatte bzw. eine Kammplatte bereitzustellen, bei welcher die physische Anwesenheit einer Kontrollperson nicht erforderlich ist.

Diese Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale des Anspruches 1.

Vorzugsweise ist die Überwachungseinrichtung derart ausgebildet, daß sie bei Bruch von zwei benachbart angeordneten Zähnen ein Warnsignal erzeugt. Es ist günstig, wenn die Zahnbruch-Überwachungseinrichtung so ausgebildet ist, daß sie bei Bruch eines Zahnes ein erstes Warnsignal im Sinne eines Wartungssignals erzeugen kann und im Falle eines Bruchs von zwei benachbart angeordneten Zähnen ein zweites Warnsignal im Sinne eines Stoppsignals erzeugen kann, welches den Betrieb der Anlage unterbricht. Es kann auch bei Bruch von beispielsweise 3 oder mehr nicht nebeneinanderliegenden Zähnen ein drittes Warnsignal erzeugt werden, so daß die Kammplatte präventiv ausgetauscht wird.

Vorzugsweise weist die Überwachungseinrichtung mindestens eine erste Leiterbahn vorzugsweise auf der Unterseite der Kammplatte auf, die mindestens bei einem Zahn über dessen bruchgefährdeten Bereich geht. Die Leiterbahn kann beispielsweise auch in einer Ausnehmung oder einem Hohlraum in dem Kammplattenzahn vorgesehen sein oder in den Zahn eingegossen sein. Die Leiterbahn ist günstigerweise ein flaches leiterbahnähnliches Element, das eine geringe Eigenstabilität besitzt, und beispielsweise beim Bruch eines Zahnes leicht abbricht und somit den Stromfluß durch den Leiter unterbindet. Der Begriff Leiterbahn ist breit zu sehen. Zwar ist eine flache Leiterbahn aus herstellungstechnischen Gründen bevorzugt. Es kann sich jedoch auch um einen nicht flachen Leiter, beispielsweise einen Draht handeln, letzteres insbesondere dann, wenn dieser einen relativ dünnen Querschnitt aufweist. Es ist günstig, wenn die Leiterbahn im wesentlichen über die ganze Länge des Zahnes geht, um auch Bruchschäden am äußersten Ende des Zahnes zu erkennen. Typischerweise bricht ein Zahn nicht an seinem äußersten Ende sondern bevorzugt zwischen Zahngrund und dem äußersten Ende. Für eine zuverlässige Bruchüberwachung ist es erforderlich, daß die Leiterbahn über diesen bruchanfälligsten Bereich des Kammplattenzahns verläuft.

Vorzugsweise sind Leiterbahnen bei sämtlichen Zähnen der Kammplatte vorgesehen.

Vorzugsweise ist eine Auswerteschaltung vorgesehen, die mit der mindestens einen Leiterbahn verbunden ist. Zur Bruchüberwachung kann an die Leiterbahnen ein Signal, z. B. eine Spannung, angelegt werden, welches an die Auswerteschaltung gegeben wird, oder nicht, falls eine Leiterbahn bzw. ein Zahn beschädigt ist. Stellt diese Auswerteschaltung beispielsweise den Bruch eines Zahnes fest, oder dem Bruch von 3 oder mehr nicht nebeneinanderliegenden Zähnen, so erzeugt sie ein Warnsignal, welches beispielsweise an eine Fern-Überwachungszentrale bzw. Fern-Wartungszentrale übermittelt wird. Von dort aus kann dann das Auswechseln dieser beschädigten Kammplatte in die Wege geleitet werden, während der Personenbeförderer selbst seinen Dienst noch verrichten kann. Wird, bevor die Kammplatte ausgewechselt werden kann, der Bruch eines zweiten Zahnes festgestellt, der einem gebrochenen Zahn benachbart ist, wird ein Stoppsignal erzeugt, welches den Betrieb des Personenbeförderers stoppt. Zusätzlich wird, ggf. auch die Fern-Überwachungszentrale darüber in Kenntnis gesetzt, daß der Personenbeförderer abgeschaltet ist.

Vorzugsweise ist eine Leiterbahn-Schiene vorgesehen, von der die mindestens eine Leiterbahn abzweigt, über den bruchgefährdeten Bereich eines Zahns geht und an eine Auswerteschaltung angeschlossen ist. Vorzugsweise zweigen von der Leiterbahn-Schiene so viele Leiterbahnen ab, wie Zähne an der Kammplatte vorhanden sind, verlaufen über den bruchgefährdeten Bereich jeweils eines Zahnes und sind an eine Auswerteschaltung angeschlossen.

Vorzugsweise sind die Leiterbahnen benachbarter Zähne für jedes Zahnpaar jeweils an eine ODER-Verknüpfung angeschlossen und die Ausgänge der ODER-Verknüpfungen an eine UND-Verknüpfung angeschlossen. Sind zwei benachbarte Zähne gebrochen, sind die beiden Leiterbahnen defekt und die an der Leiterbahn-Schiene anliegende Spannung reicht über keinen der benachbarten Zähne die ODER-Verknüpfung. Damit wird die ODER-Verknüpfung logisch "falsch". Die Ausgänge der ODER-Verknüpfungen sind über die UND-Verknüpfungen zusammengefaßt. Ist einer der Ausgänge der ODER-Verknüpfung logisch "falsch", so ist der Ausgang der UND-Verknüpfung auch logisch "falsch" und es wird ein Stopp-Signal erzeugt.

Alternativ können vorzugsweise mehrere Leiterbahnen an einen Signalgenerator angeschlossen sein, der für jede Leiterbahn ein charakteristisches Signal generieren kann, und die dem Signalgenerator entgegengesetzten Enden der Leiterbahnen sind an einen Eingang einer Auswerteschaltung angeschlossen. Das charakteristische Signal kann beispielsweise eine charakteristische Spannung sein, die für jeden Zahn festgelegt ist. Je nach Aufbau können die einzelnen Leiterbahnen mit einer gemeinsamen Leiterbahnschiene an den Eingang der Auswerteschaltung angeschlossen sein und dabei die charakteristischen Spannungen der einzelnen Zähne addieren. Alternativ kann die Addition der charakteristischen Spannungen auch in der Auswerteschaltung erfolgen. Ein Vergleich des gemessenen Wertes mit dem Sollwert der Summe aus den charakteristischen Spannungen zeigt, ob ein Zahn gebrochen ist oder nicht. Durch Bestimmen der Differenz zwischen Sollwert und Istwert kann ermittelt werden, welcher Zahn oder welche Zähne gebrochen sind.

Vorzugsweise ist der Signalgenerator so ausgebildet, daß er zu einem bestimmten Zeitpunkt jeweils nur ein Signal an eine der Leiterbahnen abgibt. Kommt an der Auswerteschaltung während der entsprechenden Signaldauer kein Signal an, so ist die entsprechende Leiterbahn unterbrochen und es kann von einem Bruch dieses speziellen Zahns ausgegangen werden.

Vorzugsweise erstreckt sich eine Leiterbahn im wesentlichen über die gesamte Länge eines Zahnes. Gegenüber der Erstreckung nur über den bruchgefährdeten Bereich hinaus hat dies den Vorteil, daß ein Bruch im wesentlichen über die gesamte Länge des Zahnes erfaßt werden kann. Das ist aus Gründen einer zuverlässigen Brucherfassung wünschenswert.

Vorzugsweise ist eine Leiterbahn auf die Kammplatte geklebt. Dabei ist es besonders günstig, die Leiterbahn mit einer flexiblen Folie, beispielsweise einer PCB-Folie auf die Kammplatte zu kleben. So ist es möglich, mittels bekannter Verfahren, beispielsweise photolithographischer Verfahren, die Leiterbahnen auf einer Folie herzustellen und die Folie entsprechend der Form der Kammplatte vorab zu schneiden. Die Folie kann dann auf die Kammplatte aufgeklebt werden, und die Kammplatte ist nach dem Anschluß der Auswerteschaltung bereit für den Einbau. Günstigerweise dient die Folie dabei auch als Isoliermaterial für die Leiterbahnen gegen das leitende Material der Kammplatte.

Vorzugsweise ist auch die Auswerteschaltung auf der Folie mit vorgesehen. Sie kann beispielsweise ebenfalls mit einem photolithographischen Verfahren auf der Folie aufgebracht sein. Alternativ können die Auswerteschaltung, d.h. die entsprechenden elektronischen Bauteile an die Leiterbahnen auf der Folie angeschlossen sein und an der Folie befestigt sein und mit dieser aufgeklebt werden. Es ist besonders günstig, so genannte SMD (Surface Mounted Device)-Bauteile zu verwenden und diese auf der Folie zu befestigen.

Die Erfindung betrifft ferner einen Personenbeförderer mit Trittband, der dadurch gekennzeichnet ist, daß er eine erfindungsgemäße Kammplatte aufweist. Es soll darauf hingewiesen werden, daß sich die vorliegende Erfindung ganz besonders auch dadurch auszeichnet, daß es sehr leicht ist, bereits bestehende Anlagen durch einen nachträglichen Umbau mit dieser Überwachungseinrichtung auszurüsten. So besteht zum einen die Möglichkeit, die existierenden Kammplatten gegen solche Kammplatten mit Überwachungseinrichtung auszutauschen. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, die bereits verwendeten Kammplatten durch das Aufkleben einer entsprechenden Folie mit Überwachungseinrichtung nachträglich umzurüsten, was die Kosten für die Umrüstung sehr niedrig hält.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispiels noch näher erläutert. Es zeigen:

1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Kammplatte mit Zahnbruch-Überwachungseinrichtung;

2 das Blockschaltbild des Testablaufs bei der Zahnbruch-Überwachungseinrichtung von 1;

3 schematisch eine erfindungsgemäße Kammplatte mit einer alternativen Ausführungsform einer Zahnbruch-Überwachungseinrichtung; und

4a4d die Herstellungsschritte für eine erfindungsgemäße Kammplatte.

In 1 ist schematisch ein Teil einer Kammplatte 2 mit Zähnen 4 gezeigt, insbesondere die Unterseite der Kammplatte 2. Man erkennt eine elektrische Zahnbruch-Überwachungseinrichtung 6 mit an der Unterseite der Kammplatte 2 vorgesehenen Leiterbahnen 8 und einer Auswerteschaltung 10. Die Leiterbahnen 8 verlaufen im wesentlichen entlang der gesamten Länge der Zähne 4 vom Zahngrund 12 bis kurz vor deren vorderes Ende 14. Die Leiterbahnen 8 selbst sind aus einem relativ wenig eigenstabilen Material, so daß bei einem Bruch eines der Zähne 4 die Leiterbahn 8 unterbrochen wird. So sind beispielsweise dünne Metalldrähte oder Metallfolien, die beispielsweise auf eine Unterlage aufgedampft sein können, oder auch leitende Kunststoffmaterialien als Material für die Leiterbahnen 8 vorstellbar.

Eine Kontrolle hinsichtlich des Bruchs eines einzelnen Zahns 4 kann beispielsweise erfolgen, indem eine Prüfspannung einseitig an eine Leiterbahn 8 angelegt wird. Kann die Prüfspannung am anderen Ende der Leiterbahn 8 gemessen werden, so ist die Leiterbahn 8 unbeschädigt und man kann davon ausgehen, daß der Zahn 4 nicht gebrochen ist.

Zur Feststellung, ob zwei einander benachbarte Zähne 4 gebrochen sind, ist eine Auswerteschaltung 10 erforderlich, die beispielsweise an der Kammplatte 2 vorgesehen sein kann. Alternativ können Leitungen auch nach außen geführt werden und außerhalb der Kammplatte 2, beispielsweise direkt an die Steuerung des Personenbeförderers angeschlossen und von dieser ausgewertet werden.

Die in 1 gezeigte Auswerteschaltung 10 weist einen Signalgenerator 14 mit Ausgängen Y0, Y1, ... Yn auf, an die jeweils eine über einen Zahn gehende Leiterbahn 8 angeschlossen ist. Insgesamt sind an der Kammplatte 2n Zähne vorhanden. Die dem Signalgenerator 14 entgegengesetzten Enden der Leiterbahnen 8 sind über eine gemeinsame Leitung 16 zusammengefaßt und an den Eingang 18 der Auswerteschaltung 10 angeschlossen. Bei dem Signalgenerator 14 kann es sich um einen "1 aus n Decoder" handeln, der von einem Mikrokontroller 18 über eine Datenleitung 20 angesteuert wird. Der Mikrokontroller 18 kann beispielsweise vom Typ "8051" sein, der in einem vorgegebenen zeitlichen Abstand von beispielsweise 0,25 Sekunden einen Zählerstand zwischen 0 und n an den 1 aus n Decoder 14 abgibt. Entsprechend dem Zählerstand x (x ist ein Wert zwischen 0 und n) schaltet der 1 aus n Decoder 14 den Ausgang Yx auf logisch "high", während die verbleibenden Ausgänge auf "low" sind. Ist dann der Eingang 17 des Mikrokontrollers 18 auf den Wert logisch "high", so ist die entsprechende Leiterbahn 8 unbeschädigt, und ein Zahnbruch wird nicht angenommen. Ist hingegen zu diesem Zeitpunkt der Wert am Eingang 17 zum Mikrokontroller 18 "low", so kann davon ausgegangen werden, daß die Leiterbahn 8 und damit der entsprechende Zahn 4 beschädigt ist. Der Mikrokontroller 18 ist in der Lage, sich beschädigte Zähne 4 zu speichern und die gespeicherten Werte miteinander zu vergleichen. Wird auf diese Weise festgestellt, daß beispielsweise 3 oder mehr nicht benachbarte Zähne beschädigt sind, so wird ein Wartungssignal zum Austausch der Kammplatte 2 abgegeben. Wird der Bruch zweier benachbarter Zähne 4 festgestellt, so wird beispielsweise über eine serielle Schnittstelle 22 ein STOP-Signal an die Steuerung des Personenbeförderers generiert.

Anhand des Blockschaltbilds der 2 wird beispielhaft ein möglicher Testablauf bei der Zahnbruch-Überwachungseinrichtung von 1 dargestellt. Beim Start 24 des Testablaufs ist der Zählerstand 26 gleich null. Der Zählerstand wird bei 28 an den Port 0 und die Datenleitung 20 ausgegeben. Anschließend wird bei 30 der Port 1, d. h. der Eingang 17 zu dem Mikrokontroller 18 eingelesen und bei 32 der Wert am Eingang 17 geprüft. Ist dieser gleich eins, so wird der Zählerstand bei 34 um eins erhöht und bei 36 geprüft, ob der Zähler gleich n ist. Ist der Zählerstand noch nicht gleich n, so wird der jetzt um eins erhöhte Zählerstand bei 28 an den Port 0 ausgegeben und der Vorgang wiederholt. Wird bei 32 festgestellt, daß der am Eingang 17 des Mikrokontrollers angelegte Wert ungleich eins, d. h. "low", ist, wird der entsprechende Zählerstand bei 38 gespeichert. Bei 40 wird geprüft, ob der Wert am Eingang 17 des Mikrokontrollers beim vorangegegangenen Zählerstand null war, d. h., ob der vorherige Zahn gebrochen war. Falls dem so ist, wurde festgestellt, daß zwei benachbarte Zähne gebrochen sind und bei 42 eine Meldung an die Steuerung des Personenbeförderers abgegeben. War der vorherige Zahn nicht gebrochen, so wird im Schritt 34 der Zählerstand um eins erhöht und im Schritt 36 wieder geprüft, ob der Zählerstand bereits gleich n ist. Ist im Schritt 36 der Zählerstand gleich n, so werden die gespeicherten Zählerwerte, d. h. die Zählerstandwerte, bei denen der Zahn gebrochen ist, an die Steuerung im Schritt 44 gesendet und nachfolgend im Schritt 46 der Zählerstand auf Null gesetzt, worauf erneut die einzelnen Werte 0 bis n beginnend mit dem Schritt 26 durchlaufen werden.

In der 3 ist eine Kammplatte 2 mit Zähnen 4 gezeigt. Man erkennt ferner die Auswerteschaltung 10. Die Kammplatte 2 weist 2 eine Leiterbahn-Schiene 48 auf, von der einzelne Leiterbahnen 8 abzweigen und über jeweils einen Zahn 4 zu der Auswerteschaltung 10 geführt sind. Die gezeigte Auswerteschaltung besteht aus ODER-Verknüpfungen 50 und einer UND-Verknüpfung 52. Die Leiterbahnen 8 von zwei benachbarten Zähnen sind jeweils einer ODER-Verknüpfung 50 zugeführt. Die Ausgänge der einzelnen ODER-Verknüpfungen sind einer UND-Verknüpfung 52 zugeführt.

An die Leiterbahn-Schiene 48 wird eine Prüfspannung angelegt. Der Ausgang einer ODER-Verknüpfung 50 ist logisch "richtig" sofern die Prüfspannung an einem der beiden Eingänge 54, 56 der ODER-Verknüpfung 50 anliegt. Das heißt, falls bei einem benachbarten Zahnpaar einer der beiden Zähne 4 gebrochen ist, ist das Ausgabesignal der entsprechenden ODER-Verknüpfung 50 dennoch logisch "richtig". Nur in dem Fall, in dem zwei benachbarte Zähne gebrochen sind, liegt an beiden Eingängen 54, 56 die Prüfspannung nicht an und der Ausgang der ODER-Verknüpfung wird logisch "falsch". Die einzelnen Ausgänge der ODER-Verknüpfungen 50 sind an Eingänge der UND-Verknüpfung 52 angelegt. Falls nur einer der Eingänge der UND-Verknüpfung 52 logisch "falsch" ist, wird der Ausgang der UND-Verknüpfung 52 logisch "falsch". Ist der Ausgang der UND-Verknüpfung 52 logisch "falsch", bedeutet dies den Bruch zweier benachbarter Zähne 4 und entsprechend wird ein Stopp-Signal an die Anlage gegeben.

Um festzustellen, ob ein einzelner Zahn 4 der Kammplatte 2 gebrochen ist, kann man beispielsweise Zweigleitungen 58 der Leiterbahnen 8 einer UND-Verknüpfung 60 zuführen. Wird deren Ausgang logisch "falsch", so ist das ein Signal für einen gebrochenen Zahn 4. Die Ausgänge der UND-Verknüpfung 52, 60 können beispielsweise der Steuerung des Personenbeförderers zugeführt werden.

Die Leiterbahnen 8, 58 können beispielsweise auf einer Tragefolie 62 vorgesehen sein. Bei der Tragefolie 62 kann es sich beispielsweise um eine PCB-Folie handeln, die einseitig eine Klebebeschichtung aufweist. Die Folie 62 kann damit gleichzeitig als Trägerklebemittel und Isolator für die Leiterbahnen dienen. Die Leiterbahnen können entweder separat auf die Folie 62 aufgeklebt sein. Alternativ können die Leiterbahnen beispielsweise durch photolithographische Verfahren oder andere drucktechnische Verfahren auf der Folie aufgebracht sein. Ebenso kann die Auswerteschaltung 10 bereits auf der Folie 62 vorgesehen sein. Beispielsweise können einzelne Bauteile der Auswerteschaltung 10 in der Art von SMD-Bauteilen auf der Folie 62 befestigt sein und mit den Leiterbahnen verbunden sein.

In der 4 ist ein Verfahren gezeigt, wie die Zahnbruch-Überwachungseinrichtung 6 auf einer Kammplatte 2 in einem Personenbeförderer aufgebracht werden kann. In der obersten Darstellung der 4a ist die Kammplatte 2 gezeigt. Man sieht insbesondere ihre Unterseite. Die Kammplatte 2 hat Zähne 4. Man erkennt ferner eine Rolle 64, mit der Klebstoff auf den relevanten Bereichen der Kammplatte 2 aufgebracht werden kann. In der 4b ist der Vorgang des Aufbringens des Klebestoffs mit der Kleberolle 64 beendet. In der 4c wird die Folie 42 mit der Zahnbruch-Überwachungseinrichtung über der Unterseite der Kammplatte 2 positioniert. Dabei sind aus Lithographieverfahren übliche Positioniertechniken günstig einsetzbar. In der 4d ist die Folie 62 auf der Kammplatte 2 aufgeklebt und es wird der Verschnitt 66 der Folie entfernt.

Die fertige Kammplatte 2 gemäß 4d kann in dem Personenbeförderer montiert werden. Den elektrischen Kontakt zwischen den Leiterbahnen auf der Kammplatte 2 bzw. der Auswerteschaltung auf der Kammplatte 2 und beispielsweise der Steuerung des Personenbeförderers kann entweder über eine Kabel-Steckverbindung oder beispielsweise auch über Kontaktflächen hergestellt werden, gegen die entsprechende Kontaktelemente an dem Personenbeförderer gedrückt werden.


Anspruch[de]
Kammplatte (2) für Personenbeförderer mit Trittband, aufweisend eine Basisplatte und einseitig daran angebracht eine Mehrzahl von im wesentlichen parallel zueinander angeordneten Zähnen (4), die im Einsatz an einem Personenbeförderer in Rillen, die in dem Trittband vorgesehen sind, eingreifen, wobei die Kammplatte (6) eine im Einsatz exponierte Oberseite und eine im Einsatz verborgene Unterseite aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß eine eine Leiterbahn aufweisende elektrische Zahnbruch-Überwachungseinrichtung (6) vorgesehen ist, die derart ausgebildet ist, dass sie bei Bruch von zwei benachbart angeordneten Zähnen (4) ein Warnsignal erzeugt, welches nicht erzeugt wird, wenn nur einer der Zähne gebrochen ist. Kammplatte (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Überwachungseinrichtung (6) mindestens eine Leiterbahn (8) auf der Unterseite der Kammplatte (2) aufweist, die mindestens bei einem Zahn (4) über dessen bruchgefährdeten Bereich geht. Kammplatte (2) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Leiterbahnen (8) bei sämtlichen Zähnen (4) der Kammplatte (2) vorgesehen sind. Kammplatte (2) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Auswerteschaltung (10) vorgesehen ist, die mit der mindestens einen Leiterbahn (8) verbunden ist. Kammplatte (2) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Leiterbahn-Schiene (48) vorgesehen ist, von der die mindestens eine Leiterbahn (8) abzweigt, über den bruchgefährdeten Bereich eines Zahns (4) geht und an eine Auswerteschaltung (10) angeschlossen ist. Kammplatte (2) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß Leiterbahnen (8) benachbarter Zähne (4) für jedes Zahnpaar jeweils an eine ODER-Verknüpfung (50) angeschlossen sind und die Ausgänge der ODER-Verknüpfungen (50) an eine UND-Verknüpfung (52) angeschlossen sind. Kammplatte (2) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mehere Leiterbahnen (8) an einem Signalgenerator (14) angeschlosse sind, der für jede Leiterbahn (8) ein charakteristisches Signal generieren kann, und daß die entgegengesetzten Enden der Leiterbahnen (8) an einen Eingang einer Auswerteschaltung (10) angeschlossen sind. Kammplatte (2) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Signalgenerator (14) so ausgebildet ist, daß er jeweils nur ein Signal an eine der Leiterbahnen (8) abgibt. Kammplatte (2) nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß sich eine Leiterbahn (8) im wesentlichen über die gesamte Länge eines Zahns (4) erstreckt. Kammplatte (2) nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß eine Leiterbahn (8) auf die Kammplatte (2) geklebt ist. Kammplatte (2) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Leiterbahn (8) mit einer flexiblen Folie (62) auf die Kammplatte (2) geklebt ist. Kammplatte (2) nach Anspruch 11 dadurch gekennzeichnet, daß die Folie (62) eine PCB-Folie ist. Kammplatte (2) nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronischen Bauteile der Auswerteschaltung (10) mit der Folie (62) auf die Kammplatte (2) geklebt sind. Personenbeförderer mit Trittband, dadurch gekennzeichnet, daß er eine Kammplatte (2) gemäß einem der vorangehenden Ansprüche aufweist.






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