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Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Energiegewinnung mit den Merkmalen des Anspruchs 1, außerdem eine Vorrichtung zur Energiegewinnung mit den Merkmalen des Anspruchs 6.

Im folgenden wird davon ausgegangen, dass die Gravitationskonstante G durch einen Gravitationskoeffizienten Gi* ersetzt wird, wobei für den Gravitationskoeffizienten die folgende Gleichung gilt: Gi* = &agr;&bgr;2/&egr;2(Nm2/kg2).

Dabei gilt für &agr; die folgende Gleichung: &agr; = e2/2&egr;0hc = 1/137,06 und &bgr; = v/c.

Auf der Erde gilt für den Faktor &egr;: &egr; = 1,046 wobei dieser Faktor von der Drehung der Erde und der Neigung der Erdachse gegenüber der Ekliptik bestimmt wird.

Es ergibt sich also anstelle der als universell gültig angenommenen Gravitationskonstanten G ein nur lokal gültiger, von der jeweiligen inertialen Geschwindigkeit abhängiger Gravitationskoeffizient Gi*. Dabei hängt &bgr; von der inertialen Geschwindigkeit ab. Es gilt hier: &bgr;i2 = vi2/c2.

Lässt man eine mit einer inertialen Geschwindigkeit vi bewegte Masse um eine Achse rotieren, so ist für die beiden Hälften dieser Masse zu jeden Zeitpunkt der Wert &bgr; unterschiedlich. Es tritt daher eine permanente Beschleunigung der rotierenden Masse ein, die zur inertialen Energiegewinnung genutzt wird.

Bei der Durchführung des Verfahrens und bei Verwendung der Vorrichtung zur Energiegewinnung auf der Erde erfolgt also eine gravitatorische Nutzung der Bahnbewegungsenergie der Erde, die mit einer Geschwindigkeit von rund 30 km/s und einer Masse von 5,98·1024 die Sonne einmal im Jahr umrundet.

Das Verfahren und die Vorrichtung erlauben es, auf der Erde rund um die Uhr eine dezentrale inertiale Energieversorgung ohne Umweltverschmutzung zu realisieren.

Bei dem Verfahren zur Nutzung des Gravitationskoeffizienten Gi* = &agr;&bgr;2/&egr;2 zur inertialen Energiegewinnung wird eine mit der inertialen Geschwindigkeit v1 bewegte Masse in Rotation versetzt, sodass sich ihre eine Hälfte im Mittel mit der Geschwindigkeit v1 + kv2 und ihre andere Hälfte mit der mittleren Geschwindigkeit v1 – kv2 bewegt. Dabei ist v2 die Umfangsgeschwindigkeit der Masse. v1 ist, sofern die Masse sich auf der Erde befindet, die Bahngeschwindigkeit der Erde k ist ein Faktor, auf den unten noch näher eingegangen wird. Aufgrund der sich aus der Rotation der Masse ergebenden unterschiedlichen Gravitationskoeffizienten wirken auf die Hälften der Masse verschieden große Kräfte, die die rotierende Masse mit einem permanenten Drehmoment beaufschlagen. Dieses wird zur Energiegewinnung genutzt. Auf der Erde erfolgt die Energiegewinnung aus der Bahnbewegungsenergie der Erde, deren Bahngeschwindigkeit v1 30 km/s beträgt.

Bevorzugt wird eine Ausführungsform des Verfahrens, bei dem eine möglichst große Masse möglichst schnell rotiert, weil sich auf diese Weise besonders effektiv Energie gewinnen lässt.

Weiterhin wird eine Ausführungsform des Verfahrens bevorzugt, bei dem die Masse so in Rotation versetzt wird, dass die Drehachse horizontal verläuft und senkrecht zur virtuellen Bahnlinie der Erde angeordnet ist. Besonders effektiv ist die Energiegewinnung dann realisierbar, wenn die Drehachse periodisch um jeweils 180° horizontal verschwenkt wird, sodass sich quasi die Drehrichtung der Masse umkehrt.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens ist vorgesehen, dass die horizontal angeordnete Drehachse der Masse immer so ausgerichtet wird, das sie parallel zur Bahn der Erde liegt.

Bevorzugt wird eine Ausführungsform des Verfahrens, bei der zur Verstärkung eines Kippmoments eine Drehmasse vorgesehen wird. Diese ist vorzugsweise an einer Stelle der Drehachse der Masse angeordnet, welche die Achse in einem großen Verhältnis unterteilt und so zu einer entsprechenden Vergrößerung des Drehmoments führt.

Im Folgenden wird auf die auch als inertialer Energie-Wandler bezeichnete Vorrichtung zur Nutzung des geschwindigkeitsabhängigen Gravitationskoeffizienten zur inertialen Energiegewinnung näher eingegangen.

Ein erstes Ausführungsbeispiel der Vorrichtung ist in 1 dargestellt. Die Vorrichtung 1 weist eine Tragplatte 3 auf, die auf einem bewegten Untergrund, beispielsweise auf der sich mit einer intertialen Geschwindigkeit v bewegenden Erde ruht. Von der Tragplatte 3 geht eine Säule 5 aus, die senkrecht auf dieser angeordnet ist und eine sich um eine mit der Säule 5 zusammenfallende Drehachse rotierende Grundplatte 7 trägt. An dieser ist mindestens eine im Wesentlichen senkrecht zur Grundplatte 7 bewegliche Masse 9 angebracht. Vorzugsweise sind zwei gleichgroße Massen in gleichem Abstand zur Drehachse der Grundplatte 7 an dieser angebracht. Hier ist eine zweite Masse 9' ersichtlich. Die Massen 9, 9' sind über Gelenke 11, 11' mit der Grundplatte 7 gekoppelt.

Die Säule 5 kann auf der Tragplatte 3 drehfest montiert sein, wenn die Grundplatte 7 gegenüber der Säule 5 drehbeweglich ist.

Die Massen 9, 9' werden auf geeignete Weise gegenläufig angehoben und abgesenkt. In der Darstellung gemäß 1 ist erkennbar, dass in der hier dargestellten Position die linke Masse 9 gegenüber der Grundplatte 7 angehoben und die Masse 9' gegenüber der Grundplatte 7 abgesenkt ist.

Um die Auf- und Abbewegung der Massen 9, 9' zu realisieren, ist ein geeigneter Antrieb 13 vorgesehen. Dieser umfasst vorzugsweise eine auch als Drehmasse bezeichnete aktive Schwungmasse 15, die exzentrisch angebrachte Schubstangen 17 und 17' aufweist. Bei einer Drehbewegung der aktiven Masse 15 werden die Massen 9, 9' gegenüber der Grundplatte 7 gehoben und gesenkt.

Aus 1 ist ersichtlich, dass die Schubstangen 17, 17' aneinander diametral gegenüberliegenden Anlenkpunkten 19, 19' an der aktiven Masse 15 angebracht sind, sodass bei der Rotation der aktiven Masse 17 die gegenläufige Auf- und Abbewegung der Massen 9, 9' realisiert wird.

Die aktive Masse 15 kann auch getrennte Teilmassen umfassen, die den Massen 9, 9' zugeordnet und mit diesen über Schubstangen gekoppelt sind. Denkbar ist es aber auch, die Massen 9, 9' über getrennte Antriebe, beispielsweise Elektromotoren, auf und ab zu bewegen. Auf der Grundplatte 7 kann schließlich noch ein Antrieb vorgesehen werden, der die Rotation der Grundplatte 7 mit den Massen 9, 9' realisiert. Dabei kann die aktive Masse 15 über ein Getriebe auch von diesem Antrieb in Rotation versetzt werden.

Denkbar ist es darüber hinaus, den Antrieb der Grundplatte 7 und den über die Massen 9, 9' auch von der Grundplatte 7 getrennt auszubilden.

Aus der Prinzipskizze gemäß 2 sind verschiedene Funktionsstellungen der Massen 9, 9' erkennbar, wobei hier die Grundplatte 7, die Massen 9, 9' und die aktive Massen 15 lediglich angedeutet sind.

In 2 sind vier Funktionsstellungen der Massen 9, 9' übereinander angeordnet. Links in 2 ist ein Kreis angedeutet, der mit zwei Durchmesserlinien D1 und D2 versehen ist, sodass Sektoren I bis IV gebildet werden, wobei die Sektoren I und IV sowie II und III einander gegenüberliegen. Bei einer Drehung der Grundplatte 7 mit den Massen 9, 9' bleiben die Sektoren ortsfest.

In der obersten Darstellung gemäß 2 befinden sich die Massen 9, 9' in den Sektoren II und III, wobei die Masse 9 oberhalb und die Masse 9' unterhalb der Grundplatte 7 angeordnet ist. Aus Gründen der Vereinfachung sind die Schubstangen 17, 17' hier nicht wiedergegeben.

Dreht sich die Grundplatte 7 um 90°, so befinden sich die Massen 9, 9' in den Sektoren IV und I. Sie sind in dieser Drehstellung der Grundplatte 7 auf gleicher Höhe mit dieser angeordnet. Dies ist aus der zweiten Darstellung von oben in 2 ersichtlich.

Dreht sich die Grundplatte 7 mit den Massen 9, 9' um 90° weiter, befinden sich die Massen 9, 9' in den Sektoren III und II, dabei ist die Masse 9 unterhalb der Grundplatte 7 und die Masse 9' oberhalb derselben angeordnet, was aus der dritten Darstellung von oben in 2 ersichtlich ist.

In der untersten Darstellung gemäß 2 wird deutlich, dass bei einer weiteren Drehung der Grundplatte 7 um 90° im Uhrzeigersinn die Massen 9, 9' in den Sektoren I und IV angeordnet sind und sich auf gleicher Höhe mit der Grundplatte 7 befinden.

Aus den Erläuterungen wird deutlich, dass die Massen im Sektor II von oben nach unten und Sektor III nach oben bewegt werden, sodass der Sektor II als Fallsektor und der Sektor III als Steigsektor für jede Masse bezeichnet wird. Die Sektoren I und IV werden als Übergangssektoren bezeichnet.

Durch Pfeile in der obersten und in der dritten Darstellung von oben in 2 wird angedeutet, welche der Massen 9, 9' sich gerade nach oben oder nach unten bewegt.

Es sei hier noch darauf hingewiesen, dass anstelle von zwei diametral gegenüberliegenden Massen 9, 9' auch paarweise gegenüberliegende weitere Massen vorgesehen werden können, die an der Grundplatte 7 angebracht und, wie oben erläutert, so angetrieben werden, dass sie nach oben und unten bewegt werden.

Darüber hinaus wird noch festgehalten, dass auch zwei in einem Abstand an der Säule 5 angebrachte gegenläufig rotierende Grundplatten vorgesehen werden können, um das auf die Tragplatte 3 wirkende Drehmoment zu neutralisieren.

Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Tragplatte 3 rotiert und zwar entgegen dem Drehsinn der Erde. Diese Drehung dient zur raumfesten Anordnung der Massen auf der Erde, um eine Positions-Änderung gegenüber der Erdbahn zu vermeiden.

Im Betrieb der Vorrichtung 1 ergibt sich Folgendes:

Bei einer vollen Umdrehung der Grundplatte 7 dreht sich die aktive Masse 15, die auch als Schwungmasse bezeichnet wird, um 360°. Sie führt also ebenfalls eine volle Umdrehung aus. Dies führt dazu, dass die beiden Massen 9, 9' jeweils entgegengesetzt auf- und abbewegt werden, wie dies anhand von 2 erläutert wurde: Während die eine Masse nach oben verlagert wird, bewegt sich die andere nach unten.

Wie bei einem Kreisel wird jeweils die Abwärtsbewegung der Massen 9, 9' in Vortrieb umgesetzt. Ohne Reibung und ohne Entnahme von Energie würde die Vorrichtung 1 ständig rotieren. Es gilt mv2/2 = m&ohgr;2r2/2 = mgH. Dabei wird mit g die Erdbeschleunigung, mit &ohgr; die Winkelgeschwindigkeit der Grundplatte 7 und mit h der vertikale Hub der Massen 9, 9' während einer Umdrehung der Grundplatte 7, also während eines Umlaufs, bezeichnet.

Entscheidend ist die der Vorrichtung 1 entnehmbare Leistung. Diese wird generell durch den Durchmesser der aktiven Masse 15, deren Winkelgeschwindigkeit und die Länge der Schubstangen 17, 17' bestimmt, welche die Größe des Hubs der beiden Massen 9, 9' festlegen. Aus diesen ergibt sich die Winkelgeschwindigkeit &ohgr;0. Entnimmt man nun Energie, rotiert die Vorrichtung 1 mit einer Winkelgeschwindigkeit, die kleiner ist als &ohgr;0, bei gleichbleibenden Hüben.

Verwendet man beispielsweise für die Massen 9, 9' zwei Massen mit je 50 kg und realisiert einen Hub von h = 0,5 m, setzt man außerdem den Radius der Bewegungsbahn der Massen 9, 9' mit r = 1 m und &ohgr; = 100 Hz an, dann hat das System eine Leistung von 98.000 Ws, also 98 kWs. Rotiert die Vorrichtung 1 eine Stunde lang, liefert sie 98 kWh. Entnimmt man die Hälfte dieser Energie, so sinkt die Drehzahl von 100 Hz auf &ohgr;2 0/&ohgr;2 = 2, also auf &ohgr; = &ohgr;0/21/2, also auf etwa 0,7 &ohgr;0.

Die hier beschriebene Vorrichtung kann auch statt mindestens einer Masse 9, 9', die an einer rotierenden Grundplatte 7 angebracht ist, einen sich drehenden Zylinder aufweisen. 3 zeigt eine Prinzipskizze einer Vorrichtung 1 mit einer hier zylindrisch ausgebildeten, um eine Drehachse 21 rotierenden Masse 9a. Die Drehachse 21 verläuft im Wesentlichen horizontal zur Erdoberfläche 23.

Durch einen Pfeil ist der Vektor 25 der Bahngeschwindigkeit der Erde angedeutet. Es zeigt sich, dass die Drehachse 21 der rotierenden Masse 9a unter einem Winkel, hiervon etwa 45° gegenüber dem Vektor 25 angeordnet ist.

Die Masse 9a kann sich im Betrieb beispielsweise mit 50 Hz drehen. Sie hat damit die durch Pfeile 27 und 29 angedeuteten Umfangsgeschwindigkeiten im Schwerefeld der Erde, wobei die durch den Pfeil 27 dargestellte Umfangsgeschwindigkeit von der Erdoberfläche 23 weggerichtet ist und die auf der gegenüberliegenden Seite der Masse 9a durch den Pfeil 29 dargestellte Umgangsgeschwindigkeit auf die Erdoberfläche 23 gerichtet ist. Dies ergibt sich aus einer um 90° gedrehten Darstellung der Masse 9a in 3 rechts.

Die durch die Pfeile 27 und 29 angedeuteten Umfangsgeschwindigkeiten der Masse 9a addieren beziehungsweise subtrahieren sich vektoriell zur Bahngeschwindigkeit der Erde, die durch den Vektor 25 links in 3 angedeutet ist. Die Umfangsgeschwindigkeiten führen daher, aufgrund der Abhängigkeit des Gravitationskoeffizienten Gi* von der inertialen Geschwindigkeit eines Masseelements der Masse 9a zu einer Anziehungskraft der Erde auf die eine Hälfte der rotierenden Masse, die größer ist als die Anziehungskraft auf der gegenüberliegenden Hälfte der Masse 9a.

Bei dem in 3 dargestellten Ausführungsbeispiel, dort in der rechten Darstellung, zeigt sich, dass die Anziehungskraft auf der rechten Seite der Masse 9a, also auf der Seite des Pfeils 29, größer ist als auf der gegenüberliegenden Seite.

Daher dreht sich die Masse 9a, sofern sie einmal durch externe Energie auf eine Nenndrehzahl gebracht ist, ohne weitere Energiezufuhr weiter und erlaubt es, Nettoenergie zu entnehmen. Dabei reduziert sich zwar die Drehzahl der Masse. Bei entsprechender Auslegung der Vorrichtung 1 kommt die Masse 9a dabei aber nicht zum Stillstand.

4 zeigt eine Prinzipskizze der Vorrichtung 1, nämlich die auch hier vorzugsweise zylindrisch ausgebildete Masse 9a, die um ihre Drehachse 21 rotiert. Diese ist horizontal bezüglich der Erdoberfläche 23 angeordnet.

Auch in 4 ist der Vektor 25 der Bahngeschwindigkeit der Erde E wiedergegeben. 4 zeigt, dass eine horizontal gegenüber der Erdoberfläche 23 angeordnete Drehachse 21 mit dem Vektor 25 der Bahngeschwindigkeit der Erde E beliebige Winkel einschließen kann.

Es ist daher wichtig, die Drehachse an einem beliebiger Standort auf der sich drehenden Erde E ständig so auszurichten, dass der Winkel zwischen der Drehachse 21 der Masse 9a und dem Bahnvektor 25 ein Optimum bildet. Der oben angesprochene Faktor k hängt von diesem Winkel ab.

5 zeigt, wie die optimale Orientierung zwischen Drehachse 21 der Masse 9a und dem Vektor 25 der Bahngeschwindigkeit der Erde E eingestellt wird. Der Vektor 25 schließt mit einer Achslinie 31 der Masse 9a einen Winkel &agr; ein. Die Vektoren der Umfangsgeschwindigkeit der sich drehenden Masse, die durch die Pfeile 27 und 29 angedeutet wird, ergeben durch vektorielle Addition zum Vektor 25 der Bahngeschwindigkeit die resultierenden Vektoren 33 und 35, die dazu führen, dass auf die beiden Hälften der Masse 9a unterschiedliche Gravitationskräfte wirken. Dieser Unterschied der Kräfte führt zu einem auf die Masse 9a wirkenden Drehmoment, sodass diese ständig weiterrotiert und Nettoenergie entnommen werden kann.

Bevorzugt wird, wie anhand der Erläuterung zu den 3 und 4 bereits festgehalten, als rotierende Masse 9a ein Körper mit zylindrischer Ausgestaltung gewählt. Besonders bevorzugt werden Hohlzylinder, damit die aktiven Massen bei der Rotation eine möglichst große Umfangsgeschwindigkeit erreichen. Daher wird im Folgenden, bei der Erläuterung zu den 6 und 7, davon ausgegangen, dass die dort verwendeten rotierenden Massen zylinderförmig ausgebildet sind, vorzugsweise als Hohlzylinder.

Es hat sich gezeigt, dass vorzugsweise nicht nur eine einzige rotierende Masse eingesetzt wird, sondern, ähnlich wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß 1, zwei in einem Abstand zueinander angeordnete Massen. Oben wurde bereits festegehalten, dass anstelle zweier diametral gegenüberliegender Massen auch vier oder sechs derartiger Massen verwendet werden können.

6 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung 1 von oben mit vier horizontal angeordneten Massen, die paarweise einander gegenüberliegend und senkrecht zueinander angeordnet sind. Ein erstes Massenpaar umfasst die Massen 9a/1, 9a/3 und ein zweites Paar die Massen 9a/2 und 9a/4.

Bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Massen 9a unmittelbar mit jeweils einem eigenen Antrieb 37 versehen, also mit den Antrieben 37/1 bis 37/4. Besonders bevorzugt werden Antriebsmotoren, die auch als Generatoren betrieben werden können. Vorzugsweise werden als Antrieb 37 Elektromotoren oder Turbinen, insbesondere Hochdruckturbinen, verwendet, die von schnell strömenden Gasen oder Flüssigkeiten durchströmt werden.

7 zeigt die in 6 in Draufsicht dargestellte Vorrichtung 1 in Seitenansicht. Es ist hier eine Stirnseitenansicht der Masse 9a/4 zu erkennen. Ersichtlich wird auch, dass diese vorzugsweise als Hohlzylinder ausgebildet ist.

8 zeigt eine Prinzipskizze, aus der ersichtlich ist, wie eine Vorrichtung 1 auf der Erde betrieben werden soll. Die Darstellung zeigt hier die Vorrichtung in vier Positionen.

8 zeigt eine inertiale Darstellung. Die als Kreuz angeordneten Massen 9a/1 bis 9a/4 der Vorrichtung sind durch ein Kreuz angedeutet. Es ist jeweils die Masse 9a/1 markiert. Die anderen Massen 9a/2 bis 9a/4 sind, wie in 6 dargestellt, angeordnet.

Während der Rotation der Erde E wird die Vorrichtung 1 gegenüber dem Vektor 25 der Bahngeschwindigkeit der Erde E immer gleich ausgerichtet. Dieser Gesichtspunkt wurde in Zusammenhang mit der Tragplatte 3, die in 1 dargestellt ist, erläutert.

Betrachtet man die während einer Erdumdrehung gegebenen Positionen A, B, C und D der Vorrichtung 1, so zeigt sich, dass diese stets die gleiche inertiale Ausrichtung aufweist, obwohl sich die räumlichen Winkel ändern. Der in 8 dargestellte Kreis symbolisiert einen Breitenkreis auf der Erde E. Man erkennt, dass die Masse 9a/2 in der Position B unterhalb des Standorts-Breitenkreises liegt und in der Position D dagegen oberhalb des Standorts-Breitenkreises. Dies gilt entsprechend für die anderen Massen der Vorrichtung 1.

9 ist eine geozentrische Darstellung der Vorrichtung 1. Es wird deutlich, dass die durch ein Kreuz angedeutete Anordnung der Massen 9a/1 bis 9a/4 sich während der Erdrotation ändert: Wichtig ist, dass die Position des Kreuzes sich inertial möglichst wenig ändert. Dies wird dadurch erreicht, dass das die vier Massen tragende Kreuz langsam gedreht wird, bei der hier gewählten Darstellung, die durch einen Pfeil 39 angedeutet, im Uhrzeigersinn. Das Kreuz wird innerhalb von 24 Stunden um 360° gedreht, also pro Minute um 0,25° und pro Sekunde um 0,00417°. Diese langsame Drehung des die Massen 9a/1 bis 9a/4 tragenden Kreuzes wirkt sich auf die schnell rotierenden Massen kaum aus und kann kräftemäßig gut beherrscht werden.

Um diese Drehung dieses Kreuzes zu ermöglichen, muss entweder das Kreuz auf einer festen tragenden Säule montiert werden, die oben ein angetriebenen Drehlager aufweist, mit dem das Massenkreuz verschraubt ist. Oder es wird, wie oben anhand von 1 erläutert, eine drehbar angetriebene Tragplatte vorgesehen, auf der die tragende vertikale Säule montiert ist. In diesem Fall dreht sich dann die Säule mit.

Aus den 8 und 9 ist ersichtlich, dass die Drehung des die Massen tragenden Kreuzes die Tagesdrehung der Erde kompensiert, sodass die einmal gewählte inertiale Ausrichtung des Kreuzes entsprechend 8 trotz der Erddrehung erhalten bleibt.

10 zeigt eine Prinzipskizze zur Erläuterung der vektoriellen Addition der Geschwindigkeitsvektoren. Links in 10 ist die Erde E zu erkennen. Der der Bahngeschwindigkeit vi zugeordnete Vektor 25 ist rechts oberhalb der Erde angedeutet.

Durch eine Linie L ist die gegenüber der Ekliptik geneigte Erdachse angedeutet.

Die in Richtung der Erdoberfläche 23 und entgegengesetzt gerichteten Geschwindigkeitsanteile einer rotierenden Masse, die in 3mit den Pfeilen 27 und 29 angedeutet wurden, sind hier durch Doppelpfeile wiedergegeben. Ein erster Doppelpfeil P1 dient dazu, eine erste Position eines hier nicht wiedergegebenen horizontalen rotierenden Zylinders mit den entgegengesetzt gerichteten vertikalen Umfangsgeschwindigkeiten anzudeuten.

Rechts in 10 ist mit der Ziffer 1 die vektorielle Addition der vertikalen Umfangsgeschwindigkeiten des Zylinders mit dem Vektor 25 angedeutet.

Durch einen Doppelpfeil P2 ist eine zweite Position eines hier nicht dargestellten horizontalen Zylinders mit den beiden vertikalen Umfangsgeschwindigkeiten angedeutet, die durch die Pfeile 27 und 29 in den 3 und 5 angedeutet wurden.

Rechts in 10 ist neben der Ziffer 2 die an der Position 2 gegebene vektorielle Addition der hier gegebenen vertikalen Umfangsgeschwindigkeiten mit dem Geschwindigkeitsvektor 25 der Erde E wiedergegeben.

Schließlich ist durch einen Doppelpfeil P3 eine dritte Position eines hier nicht dargestellten horizontalen Zylinders mit den beiden vertikalen Umfangsgeschwindigkeiten angedeutet. Rechts in 3 ist die der Position 3 zugeordnete vektorielle Addition der vertikalen Umfangsgeschwindigkeiten des Zylinders mit der Bahngeschwindigkeit der Erde wiedergegeben, die durch den Vektor 25 angedeutet ist.

Aus 10 wird deutlich, dass die erzielbare Leistung eines Verfahrens zur Energiegewinnung beziehungsweise einer Vorrichtung zur Energiegewinnung der hier angesprochenen Art variiert. Sie hängt bei gegebener horizontaler Orientierung auf der Erde E von dem Breitenkreis des jeweiligen Standortes und von der Tageszeit ab.

Aus 10 ist ersichtlich, dass sich bei einer Breite von 22,5° morgens um 06:00 Uhr prinzipiell ein Leistungsmaximum ergibt, weil da die beiden Geschwindigkeitsvektoren einer rotierenden Masse, hier des rotierenden Zylinders, sich voll zu der durch den Vektor 25 angedeuteten Bahngeschwindigkeit addieren beziehungsweise davon subtrahieren, da sie in der Ekliptik liegen.

Es gibt auch Standorte und Tageszeiten, bei denen einer Vorrichtung der hier angesprochenen Art keine Leistung entnommen werden kann, weil die beiden resultierenden Geschwindigkeitsvektoren gleich sind, also keine Kräftedifferenz an der rotierenden Masse, hier also an einem rotierenden Zylinder auftreten kann. Dies ergibt sich an der durch den Doppelpfeil P2 angedeuteten Position und der durch die Ziffer 2 wiedergegebenen vektoriellen Addition. In solchen Fällen kann eine Änderung der inertialen aus Richtung der rotierenden Masse, hier also der rotierenden Zylinder, Abhilfe schaffen.


Anspruch[de]
Verfahren zur Nutzung des Gravitationskoeffizienten Gi* = &agr;&bgr;2/&egr;2 zur inertialen Energiegewinnung, dadurch gekennzeichnet, dass unter Berücksichtigung des Faktors &bgr;2 = v2/c2 eine Masse möglichst schnell so bewegt wird, dass sich ihre eine Hälfte im Mittel mit der Geschwindigkeit v1 + kv2 und ihre andere Hälfte mit der mittleren inertialen Geschwindigkeit v1 – kv2 bewegen und dass wegen der daher unterschiedlichen Gravitationskoeffizienten auf die Hälften unterschiedliche Kräfte wirken, welche die Rotation der Masse ihrerseits aufrecht erhalten, aus der die gewünschte Energie gewonnen wird. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass um eine Welle möglichst große Massen möglichst schnell so rotieren, dass sich die eine Massenhälfte mit der inertialen Geschwindigkeit v1 + kv2 bewegt, während sich die gegenüberliegende Hälfte mit der inertialen Geschwindigkeit v1 – kv2 bewegt. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die horizontale Drehachse immer senkrecht zur virtuellen Bahnlinie der Erde steht und periodisch so um 180° horizontal geschwenkt wird, sodass sich die Drehrichtung dadurch umkehrt. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die horizontale Drehachse immer so ausgerichtet wird, dass sie parallel zur Bahn der Erde liegt. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kippmomente verstärkt werden durch Anbringung einer Drehmasse an einer Stelle der Drehachse, welche diese in einem großen Verhältnis unterteilt und so zu einer entsprechenden Vergrößerung des Drehmomentes führt. Vorrichtung zur Nutzung des Gravitationskoeffizienten Gi* = &agr;&bgr;2/&egr;2 zur Inertialen Energiegewinnung mit mindestens einer um eine Drehachse rotierenden Masse, die so angeordnet ist, dass sich ihre eine Hälfte im Mittel mit der inertialen Geschwindigkeit v1 + kv2 und ihre andere Hälfte mit der mittleren inertialen Geschwindigkeit v1 – kv2 bewegt und dass wegen der daraus resultierenden unterschiedlichen Gravitationskoeffizienten auf die Hälften unterschiedliche Kräfte wirken, welche die rotierende Masse mit einem Antriebsdrehmoment beaufschlagen, woraus die gewünschte Energie gewonnen wird. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine rotierende Masse zylindrisch ausgebildet ist. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine zylindrische Masse als Hohlzylinder ausgebildet ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwei diametral gegenüberliegende rotierende Massen vorgesehen sind. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass vier jeweils paarweise gegenüberliegende Massen vorgesehen sind. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Masse tragende Vorrichtung in Rotation versetzbar ist, die mit der Erddrehung synchronisiert ist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehung entgegengesetzt zur Erddrehung gerichtet ist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse der mindestens einen Masse horizontal gegenüber der Erdoberfläche angeordnet ist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse senkrecht zur Bahnlinie der Erde angeordnet ist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die horizontale Drehachse immer so ausgerichtet ist, dass sie parallel zur Bahn der Erde liegt.






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