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Dokumentenidentifikation DE102007001870A1 04.10.2007
Titel Therapiesystem zur Determinierung und Abwicklung einer Reizsetzungssequenz
Anmelder Lenhart, Peter, Dr. med., 82319 Starnberg, DE
Erfinder Lenhart, Peter, Dr. med., 82319 Starnberg, DE
Vertreter Beck & Rössig - European Patent Attorneys, 81679 München
DE-Anmeldedatum 12.01.2007
DE-Aktenzeichen 102007001870
Offenlegungstag 04.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.10.2007
IPC-Hauptklasse A61H 39/04(2006.01)A, F, I, 20070112, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A61H 39/00(2006.01)A, L, I, 20070112, B, H, DE   A61M 21/00(2006.01)A, L, I, 20070112, B, H, DE   A61F 5/01(2006.01)A, L, I, 20070112, B, H, DE   G06F 19/00(2006.01)A, L, I, 20070112, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung richtet sich auf ein System zur Determinierung und Abwicklung einer Reizsetzungssequenz. Gegenwartstypische physische und psychische Belastungen eines Individuums, sowie auch der Einsatz zeitgemäßer medizinischer Behandlungsmethoden, führen zu Defiziten die insbesondere in der gesamtmotorischen Koordination des Individuums Ausprägung finden können. Diese Defizite können sich auch in einem für die Bewältigung jener Belastungen, oder auch für eine Rekonvaleszenzphase unvorteilhaften Resignationszustand niederschlagen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Lösungsweg aufzuzeigen, auf welchem eine allgemeine Verbesserung des Zustands des Individuums, oder eine in physischer und psychischer Hinsicht korrigierend wirkende Neuausrichtung des Individuums auf nicht-medikamentösem Wege erreicht werden kann. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein System zur Determinierung einer Reizsetzungssequenz, wobei die Determinierung mit dem Ziel erfolgt eine signifikant neuronal registrierte Reizwahrnehmung über Nervensysteme zu veranlassen die als solche Muskeln zugeordnet sind welche maßgeblich für Herbeiführung eines Öffnungs- oder Aufrichtungszustands sind. Hierdurch wird es auf überraschend wirkungsvolle Weise möglich, durch eine Sequenz markanter, schmerzartiger Reize eine die innere und äußere Aufrichtung unterstützende Stimulierung der neuronalen Anlagen des Individuums, und hierauf basierend auch einen typischerweise, physisch und psychisch ...

Beschreibung[de]

Die Erfindung richtet sich auf ein unter Einbindung einer elektronischen Datenverarbeitungseinrichtung aufgebautes Therapiesystem zur Determinierung und Abwicklung einer insbesondere im Rahmen einer orthopädischen Behandlung an einer Person vorzunehmenden Reizsetzungssequenz.

Gegenwartstypische physische und psychische Belastungen eines Individuums, sowie auch der Einsatz etablierter medizinischer Behandlungsmethoden, können in Beeinträchtigungen der motorischen Koordination des Individuums Ausprägung finden. Diese Beeinträchtigunngen können sich auch in einem für die Bewältigung jener Belastungen, oder auch für eine Rekonvaleszenzphase unvorteilhaften Resignationszustand niederschlagen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Lösungsweg aufzuzeigen, auf welchem durch technische Mittel eine allgemeine Verbesserung des Zustands des Individuums, oder eine in physischer und psychischer Hinsicht korrigierend wirkende Neuausrichtung des Individuums auf nicht-medikamentösem Wege erreicht, oder zumindest unterstützt werden kann.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein unter Einschluss einer elektronischen Datenverarbeitungseinrichtung aufgebautes Therapiesystem zur Determinierung einer Reizsetzungssequenz, wobei die Datenverarbeitungseinrichtung eine Benutzeroberfläche bildet über welche hinsichtlich des momentanen physiologischen Zustands einer Person indikative Informationen eingegeben werden können, und wobei auf Grundlage dieser Informationen ein Datenverarbeitungsprozess abgearbeitet wird durch welchen eine Reizsetzungssequenz angegeben wird, wobei dieser Datenverarbeitungsprozess derart gestaltet ist, dass die hierdurch vorgegebene Reizsetzungssequenz die Eigenschaft hat eine signifikant neuronal registrierte Reizwahrnehmung über Nervensysteme die als solche Muskeln zugeordnet sind welche maßgeblich für die Herbeiführung eines Öffnungs- oder Aufrichtungszustands sind, zu veranlassen.

Das erfindungsgemäße System kann unter Verwendung üblicher Rechnersysteme bereitgestellt werden. Das zur Bereitstellung der Benutzeroberfläche vorgesehene Programm kann unmittelbar auf dem anwenderseitigen Rechner installiert sein. Es kann auch zumindest in Teilen über ein Netzwerk, insbesondere das Internet zur Verfügung gestellt sein. Es ist möglich, das System so aufzubauen, dass im anwenderseitigen Bereich eine komfortable, graphisch unterstützte Benutzeroberfläche bereitgestellt wird, und die Ermittlung der Reizsetzungssequenz entweder auf diesem Rechner, oder extern erfolgt. Die Ausgabe der rechnerbasiert vorgeschlagenen Reitzsetzungssequenz erfolgt vorzugsweise in Form eines Rechnerausdrucks in Papierform. Auf diesem Ausdruck kann der zunächst festgestellte Aufrichtungszustand graphisch dargestellt und ggf. mit verschiedenen Beurteilungsparametern beschrieben sein.

Hierdurch wird es auf überraschend wirkungsvolle Weise möglich, computerbasiert eine Sequenz markanter, ggf. akzeptabel schmerzartiger Reize vorzugeben durch welche eine Stimulierung der neuronalen Anlagen des Individuums und hierauf basierend einen typischerweise, physisch und psychisch aufgerichteten Zustand herbeigeführt werden kann. Die Durchführung der Reitzsetuzungssequenz kann nach Maßgabe der computerbasiert ermittelten Vorgabe auch von therapeutischem Fachpersonal durch geführt werden. Insbesondere ist es möglich, unter Zugrundelegung wiederholbar abarbeitbarer Auswertungskonzepte Reizsetzungssequenzen zu ermitteln durch welche eine positive Stimulierung der Muskulatur im Nackenbereich, insbesondere des Kapuzenmuskels zu erreicht werden kann.

Durch die ausgeprägte Wahrnehmung der computerbasiert hinsichtlich Art, Applikationsort und Reihenfolge vorgegebenen Reize aus den Bereichen der für die Herbeiführung eines aufgerichteten Zustands maßgeblichen Hauptmuskeln der Aufrichtungsmuskulatur, ergibt sich ein antidepressiv und vitalisierend wirkender Impuls. Dieser Impuls kann zu psychoaktiv positiven Prozessen, insbesondere Oxizitinausschüttung führen.

Vorzugsweise erfolgt die Reizsetzung in einer auf den Zustand der Person abgestimmten Reihenfolge im Bereich ausgewählter Zonen, insbesondere der Anbindungsbereiche der im folgenden noch näher spezifizierten Muskelsysteme. Bei diesen Muskelsystemen handelt es sich insbesondere um Muskelsysteme der Arm- und Handmuskulatur, der Bein- und Fußmuskulatur, sowie des Kapuzenmuskels. Die Reizsetzung wird erfindungsgemäß hinsichtlich Abfolge und Intensität der jeweiligen Reize abgestimmt.

Die Reize werden vorzugsweise als Wärme-/Kälte, Strom, Stich, und/oder Druckbelastungsreize generiert. Die Druckbelastungsreize können rein manuell, oder zur Erhöhung der punktuellen Druckbelastung und Unterstützung der Tiefenwirkung durch ein Druckinstrument, insbesondere Kugelkopfdruckinstrument generiert werden. Die Dauer der Reizsetzung bewegt sich typischerweise im Bereich von 10 bis 15 Sekunden. Die Dauer der Reizsetzung kann variabel, insbesondere auf einen Refelxauftritt abgestimmt sein.

Die Auswahl der Reitzsetzungszonen, die Festlegung der Reihenfolge, die Wahl der Reizsetzungskonzepte, sowie die Abstimmung der Intensität und Dauer, sowie des zeitlichen Abstands der Reize kann auf das Individuum individuell angestimmt werden. Diese Abstimmung erfolgt vorzugsweise nach einem bestimmten, empirisch optimierten System. Eine standardisierte Einhaltung dieses Systems kann unterstützt werden, indem dieses von einem Therapeuten in Verbindung mit einem Computer abgearbeitet wird.

Jener Computer kann programmtechnisch derart konfiguriert sein, dass dieser eine Benutzeroberfläche bietet über welche der momentane Zustand des Individuums spezifiziert werden kann. Diese Spezifizierung erfolgt vorzugsweise durch Auswahl von Parametern.

Die zu spezifizierenden Parameter werden vorzugsweise programmtechnisch abgefragt, insbesondere durch eine Schiebeleiste festgelegt. Als Eingabeparameter können insbesondere Parameter zum aktuellen Beugungszustand des Individuums herangezogen werden. Diese Parameter können auf einen Bereich normiert sein. So ist es möglich, einen optimalen Aufrichtungszustand mit der Zahl „12" zu klassifizieren und einen ausgeprägt gebeugten Zustand mit der Zahl „1" zu bewerten.

Die Benutzeroberfläche kann so ausgebildet sein, dass diese anhand der spezifizierten Beugezustände die momentane Konstellation des Individuums visualisiert wird. Anhand dieser Visualisierung kann seitens eines Therapeuten eine Kontrolle der Parameterspezifikation erfolgen. Über die Benutzeroberfläche können weiterhin Zustandsbeurteilungen erfolgen. So kann beispielsweise differenziert werden zwischen postoperativem Aktionsbedarf, Cerimicotorsalen Beschwerden, Migräne-bezogenen Beschwerden und anderweitigen zentral bedingten Beschwerden wie z.B. Schlafstörungen und Tagesmüdigkeit.

Über die Spezifikation können weitere Individualangaben erfolgen, z.B. Bodymass-Index, Angaben zur Knochendichte und anderweitige den momentanen Zustand und das Entwicklungspotential betreffende Angaben. Anhand der Eingabe kann die Voruntersuchung dokumentiert und das Therapiepotential abgeschätzt werden.

Weiterhin kann die Therapieform derart spezifiziert werden, dass die Therapie an sich anweisungsgemäß, zeitversetzt und ggf. in einer anderen Umgebung, vorzugsweise durch Vorbereitung mit einer Massage und einer gymnastischen Übung von einer Fachkraft abgewickelt werden kann.

Die Abwicklung der Reizsetzung erfolgt vorzugsweise derart, dass die Reize neuronal markant aufgenommen werden. Vorzugsweise wird das zu behandelnde Individuum durch eine vorbereitende Massage und Ruhepause in einen mental offenen, entspannten Zustand verbracht.

Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Reizsetzungskonzeptes sind Gegenstand der Unteransprüche.

Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung. Es zeigt:

1 eine Handskelettdarstellung zur Veranschaulichung einer bevorzugten Reizsetzungszone für den im Handbereich zu applizierenden Reiz;

2a eine Armgelenkdarstellung zur Veranschaulichung einer bevorzugten Reizsetzungszone für den im Armbereich zu applizierenden Reiz;

2b eine weitere Armgelenkdarstellung zur vertieften Veranschaulichung der bevorzugten Reizsetzungszone für den im Armbereich zu applizierenden Reiz;

3 eine Darstellung der Beinmuskulatur zur Veranschaulichung einer bevorzugten Reizsetzungszone für den im Kniebereich zu applizierenden Reiz;

4 eine Darstellung der Unterschenkelknochen, sowie des Fußskeletts zur Illustration einer bevorzugten Reizsetzungszone für den im Sprunggelenkbereich zu applizierenden Reiz;

5 eine Fußskelettdarstellung zur Veranschaulichung einer bevorzugten Reizsetzungszone für den im Fußbereich zu applizierenden Reiz;

6 eine Skizze zur Veranschaulichung der markanten Reizsetzungspunkte nebst einer Tabelle mit verschiedenen, auf unterschiedlichen Befunden basierenden Reissetzungssequenzen.

Wie aus 1 ersichtlich erfolgt die Reizsetzung im Bereich der Handmuskulatur vorzugsweise an einem Reflexpunkt im Bereich Oscapitatum/Ossa metacarpi III, beispielsweise in Form eines Kapsel-Dehnreizes. Dieser Reiz wird vorzugsweise derart generiert, dass über die das die Kapsel überbrückende Nervensystem eine neuronale Reizwahrnehmung erfolgt. Die Reizsetzung erfolgt typischerweise an der rechten in Einzelfällen auch an der linken Handmuskulatur.

Wie aus den 2a und 2b ersichtlich, erfolgt die Reizsetzung im Bereich der Armmuskulatur vorzugsweise im Bereich des Ellenbogengelenks an der Arminnenseite, beispielsweise in Form eines Druckreizes. Dieser Reiz wird vorzugsweise derart generiert, dass über das für die Koordination des Biceps Brachii, Tendo Muskels maßgebliche Nervensystem eine neuronale Reizwahrnehmung erfolgt. Die Reizsetzung erfolgt vorzugsweise ebenfalls an der rechten Armmuskulatur.

Wie aus 3 ersichtlich erfolgt Reizsetzung im Bereich der Beinmuskulatur vorzugsweise im Bereich des Kniegelenks im Bereich der Knieinnenseite, beispielsweise in Form eines Druckreizes. Dieser Reiz wird vorzugsweise derart generiert, dass über das für die Koordination des Biceps Femoris, Tendo Muskels maßgebliche Nervensystem eine neuronale Reizwahrnehmung erfolgt. Die Reizsetzung erfolgt vorzugsweise für die rechte und seltener für die linke Beinmuskulatur im Bereich der Ansatzstelle Bizeps-Femoris Sehne.

Wie aus 4 ersichtlich erfolgt Reizsetzung im Bereich der Fußmuskulatur vorzugsweise im Sprunggelenkbereich an der Ferseninnenseite, beispielsweise in Form eines Druckreizes. Dieser Reiz wird vorzugsweise derart generiert, dass über das den Gelenkspalt facies articularis malleoli medialis überbrückende Nervensystem eine neuronale Reizwahrnehmung erfolgt. Die Reizsetzung erfolgt vorzugsweise für die rechte Fußmuskulatur.

Wie aus 5 ersichtlich kann weiterhin auch eine Reizsetzung im Bereich der tieferen Fußmuskulatur erfolgen, insbesondere im Bereich Os cuneiforme laterale/Ossa metartarsi III. Die Reitzsetzung kann auch hier analog zur Reizsetzung im Handbereich in Form eines Kapsel-Dehnreizes erfolgen.

Dieser Reiz wird vorzugsweise derart generiert, dass über das den Artikulationsbereich articulationes tatsometatarsales III erfassende Nervensysteme eine neuronale Reizwahrnehmung erfolgt. Die Reizsetzung erfolgt vorzugsweise zeitlich abfolgend für die linke und die rechte Fußmuskulatur.

6 zeigt eine Skizze zur Veranschaulichung der markanten Reizsetzungspunkte nebst einer Tabelle mit verschiedenen, auf unterschiedlichen Befunden basierenden Reissetzungssequenzen. Die hier verwendeten Bezugszeichen entsprechen den Nummern der vorangehend näher abgehandelten, und die jeweiligen Reizsetzungspunkte näher veranschaulichenden Zeichnungen. Das Bezugszeichen K kennzeichnet den verinfacht angedeuteten Kapuzenmuskel. Eine insbesondere in einer Streichung von oben nach unten liegende Reflexreizung dieses Muskels kann auch Bestandteil der erfindungsgemäßen Abstimmung orthopädischer Reizsetzungen bilden.

Die Auswahl der Reitzsetzungszonen, die Festlegung der Reihenfolge, die Wahl der Reizsetzungskonzepte, sowie die Abstimmung der Intensität und Dauer, sowie des zeitlichen Abstands der Reize kann auf das Individuum individuell angestimmt werden. Diese Abstimmung erfolgt vorzugsweise nach einem bestimmten System. Eine standardisierte Einhaltung dieses Systems kann unterstützt werden, indem dieses in Verbindung mit einem Computer abgearbeitet wird.

Jener Computer kann programmtechnisch derart konfiguriert sein, dass dieser eine Benutzeroberfläche bietet über welche der momentane Zustand des Individuums spezifiziert werden kann. Diese Spezifizierung erfolgt vorzugsweise durch Auswahl von Parametern.

Die zu spezifizierenden Parameter werden vorzugsweise programmtechnisch abgefragt. Als Eingabeparameter können insbesondere Parameter zum aktuellen Beugungszustand des Individuums herangezogen werden. Diese Parameter können auf einen Bereich normiert sein. So ist es möglich, einen optimalen Aufrichtungszustand mit der Zahl „12" zu klassifizieren und einen ausgeprägt gebeugten Zustand mit der Zahl „1" zu bewerten.

Die Benutzeroberfläche kann so ausgebildet sein, dass diese anhand der spezifizierten Beugezustände die momentane Konstellation des Individuums visualisiert wird. Anhand dieser Visualisierung kann seitens eines Therapeuten eine Kontrolle der Parameterspezifikation erfolgen.

Über die Spezifikation können weitere Individualangaben erfolgen, z.B. Bodymass-Index, Angaben zur Knochendichte und anderweitige den momentanen Zustand und das Entwicklungspotential betreffende Angaben. Anhand der Eingabe kann die Voruntersuchung dokumentiert und das Therapiepotential abgeschätzt werden.

Weiterhin kann die Therapieform derart spezifiziert werden, dass die Therapie an sich anweisungsgemäß abgewickelt werden kann.

Die Abwicklung der Reizsetzung erfolgt vorzugsweise derart, dass die Reize neuronal markant aufgenommen werden. Vorzugsweise wird das zu behandelnde Individuum durch eine vorbereitende Massage und Ruhepause in einen mental offenen, entspannten Zustand verbracht.


Anspruch[de]
System zur Determinierung einer Reizsetzungssequenz, mit:

– einer elektronischen Datenverarbeitungseinrichtung,

– einer Displayeinrichtung zur Bereitstellung einer Benutzeroberfläche, und

– einer Eingabeeinrichtung, zur Bewerkstelligung der Eingabe von hinsichtlich des physiologischen Zustands, insbesondere des Aufrichtungszustands einer Person indikativen Daten,

– wobei die Datenverarbeitungseinrichtung derart konfiguriert ist, dass durch diese eine Determinierung einer Reizsetzungssequenz erfolgt, wobei der Determinierung der Reitzsetzungssequenz mehrere Bestimmungsansätze zugrundegelegt sind, wobei diese Bestimmungsansätze so gestaltet sind, dass über die hieraus hergeleitete Reizsetzungssequenz eine signifikant neuronal registrierte Reizwahrnehmung über Nervensysteme veranlasst werden kann die als solche Muskeln zugeordnet sind welche maßgeblich für die Herbeiführung eines gegenüber dem vorherrschenden Aufrichtungszustand verbesserten Aufrichtungszustands eines Individuums sind.
System nach Anspruch 1, wobei nach Maßgabe jener Determinierung eine Reizsetzung am Individuum erfolgt. System nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Reizsetzung im Bereich ausgewählter Zonen, insbesondere der Anbindungsbereiche der im folgenden noch näher spezifizierten Muskelsysteme erfolgt. System nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei diesen Muskelsystemen um Muskelsysteme der Arm- und Handmuskulatur, der Bein und Fußmuskulatur handelt. System nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei diesen Muskelsystemen das Kapuzenmuskelsystem handelt. System nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Reizsetzung hinsichtlich Abfolge und Intensität der jeweiligen Reize abgestimmt wird. System nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Reize als Wärme-/Kältereize generiert werden. System nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Reize als Stromreize generiert werden. System nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Reize als Stichreize generiert werden. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Reize als Druckbelastungsreize generiert werden. System nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Dauer der Reizsetzung sich typischerweise im Bereich von 10 bis 15 Sekunden bewegt. System nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine Reizsetzung im Bereich der Handmuskulatur erfolgt. System nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Reiz im Bereich Oscapitatum/Ossa metacarpi III, beispielsweise in Form eines Kapsel-Dehnreizes aufgebracht wird. System nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Reiz derart generiert wird, dass über die für die Koordination des Aufrichtungs-Muskels maßgeblichen Nervensysteme eine neuronale Reizwahrnehmung erfolgt. System nach wenigstens einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Reiz Reizsetzung erfolgt vorzugsweise zeitlich abfolgend für die linke und die rechte Handmuskulatur. System nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Dauer der Reizsetzung variabel, insbesondere bis zur Reflexwahrnehmung abgestimmt wird. System nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass eine Reizsetzung im Bereich der Armmuskulatur erfolgt. System nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Reizsetzung im Bereich des Ellenbogengelenks an der Arminnenseite erfolgt. System nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Reizsetzung in Form eines Druckreizes erfolgt, wobei dieser Reiz derart generiert wird, dass über das für die Koordination des Biceps Brachii, Tendo Muskels maßgebliche Nervensystem eine neuronale Reizwahrnehmung erfolgt. System nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Reizsetzung zeitlich abfolgend für die linke und die rechte Armmuskulatur erfolgt. System nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass eine Reizsetzung im Bereich der Beinmuskulatur erfolgt. System nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Reizsetzung im Bereich des Kniegelenks im Bereich der Knieinnenseite, beispielsweise in Form eines Druckreizes erfolgt. System nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Reiz derart generiert wird, dass über das für die Koordination des Biceps Femoris, Tendo Muskels maßgebliche Nervensystem eine neuronale Reizwahrnehmung erfolgt. System nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Reizsetzung zeitlich abfolgend für die linke und die rechte Beinmuskulatur erfolgt. System nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass eine Reizsetzung im Bereich der Fußmuskulatur erfolgt. System nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Reizsetzung im Sprunggelenkbereich an der Ferseninnenseite, beispielsweise in Form eines Druckreizes erfolgt. System nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Reizsetzung derart erfolgt, dass über das für die den Gelenkbereich facies articularis malleoli medialis erfassende Nervensystem eine neuronale Reizwahrnehmung erfolgt. System nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass eine Reizsetzung im Bereich der tieferen Fußmuskulatur erfolgt. System nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass die Reizsetzung im Bereich Os cuneiforme laterale/Ossa metartarsi III erfolgt. Verfahren nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, dass die Reizsetzung erfolgt, dass dieser Reiz derart generiert wird, dass über das die Kapsel der Gelenkstelle tarsometatarsales III erfassende Nervensysteme eine neuronale Reizwahrnehmung erfolgt. System nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswahl der Reitzsetzungszonen, die Festlegung der Reihenfolge, die Wahl der Reizsetzungskonzepte, sowie die Abstimmung der Intensität und Dauer, sowie des zeitlichen Abstands der Reize kann auf das Individuum individuell angestimmt wird. System nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstimmung nach einem bestimmten System erfolgt. System nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, dass eine standardisierte Einhaltung dieses Systems unterstützt wird, indem dieses in Verbindung mit einem Computer abgearbeitet wird. System nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, dass die jener Computer programmtechnisch derart konfiguriert ist, dass dieser eine Benutzeroberfläche bietet über welche der momentane Zustand des Individuums spezifiziert werden kann. System nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, dass diese Spezifizierung durch Auswahl von Parametern erfolgt. System nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, dass die zu spezifizierenden Parameter programmtechnisch abgefragt werden. System nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, dass als Eingabeparameter Parameter zum aktuellen Beugungszustand des Individuums herangezogen werden. System nach Anspruch 37, dadurch gekennzeichnet, dass diese Parameter auf einen Bereich normiert sind. System nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet, dass die Benutzeroberfläche so ausgebildet ist, dass diese anhand der spezifizierten Beugezustände die momentane Konstellation des Individuums visualisiert wird, so dass anhand dieser Visualisierung seitens eines Therapeuten eine Kontrolle der Parameterspezifikation erfolgen kann. System nach wenigstens einem der Ansprüche 33 bis 39, dadurch gekennzeichnet, dass über die Spezifikation weitere Individualangaben erfolgen können, z.B. eine Eingabe des Bodymass-Indexes, Angaben zur Knochendichte und anderweitige den momentanen Zustand und das Entwicklungspotential betreffende Angaben. System nach wenigstens einem der Ansprüche 33 bis 40, dadurch gekennzeichnet, dass anhand dieser Eingaben die Voruntersuchung dokumentiert und das Therapiepotential abgeschätzt wird. System nach wenigstens einem der Ansprüche 33 bis 41, dadurch gekennzeichnet, dass die Therapieform derart spezifiziert wird, dass die Therapie an sich anweisungsgemäß abgewickelt werden kann.






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