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Dokumentenidentifikation DE102007009880A1 04.10.2007
Titel Vorrichtung zur Greiferauflagenhöhenverstellung an einem Bogentransportzylinder
Anmelder Heidelberger Druckmaschinen AG, 69115 Heidelberg, DE
Erfinder Helmstädter, Karl-Heinz, 69115 Heidelberg, DE;
Lefken, Wilhelm, 69221 Dossenheim, DE;
Lorenz, Olaf, 67065 Ludwigshafen, DE;
Schmidt, Thomas, 69214 Eppelheim, DE
DE-Anmeldedatum 28.02.2007
DE-Aktenzeichen 102007009880
Offenlegungstag 04.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.10.2007
IPC-Hauptklasse B41F 21/10(2006.01)A, F, I, 20070228, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B65H 5/12(2006.01)A, L, I, 20070228, B, H, DE   B65H 5/14(2006.01)A, L, I, 20070228, B, H, DE   
Zusammenfassung Bei einer Vorrichtung zur Greiferauflagenhöhenverstellung auf dem Zylinder einer Bogen verarbeitenden Maschine, insbesondere einer Druckmaschine, ist es vorgesehen, dass eine Greiferauflage auf einem schwenkbar angeordneten Stellelement abgestützt ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Höheneinstellung einer Greiferauflage, damit diese an unterschiedliche Bogendicken angepasst werden kann.

Üblicherweise werden in Bogen verarbeitenden Maschinen Bogen unterschiedlicher Qualität und Dicke transportiert, gestanzt, bedruckt oder anderweitig verarbeitet. Zu diesem Zweck müssen die Greifersysteme der Bogen transportierenden Zylinder oder Trommeln auf die entsprechende Dicke eingestellt werden, damit die Bogen mit ausreichender Kraft präzise gehalten werden können.

Durch die DE 43 37 578 A1 und die DE 197 39 571 A1 sind bereits fernverstellbare Greiferauflagenhöheneinstellvorrichtungen bekannt, bei welchen die Höhe der Greiferauflagen durch axial verschiebbare Keilstangen einstellbar ist.

Die o. g. Höheneinstellvorrichtungen sind in ihrem Aufbau sehr komplex und erfordern ein hohes Maß an Fertigungs- und Einstellgenauigkeit. Die Greiferauflagen werden dabei auch durch aufwändige Mechanismen fixiert oder weisen spielbehaftete Führungen auf.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine alternative Greiferauflagenhöhenverstellung zu schaffen, die die o. g. Nachteile beseitigt.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

In besonders vorteilhafter Anordnung ist ein schwenkbar angeordnetes Stützelement vorgesehen, welches direkt oder indirekt am Zylinderkörper abgestützt ist und welches in direktem Kontakt mit den Greiferauflagen steht. Die Greiferauflagen werden federkraftbeaufschlagt an das Stützelement angedrückt, so dass kein Spiel zwischen Greiferauflage und Zylinderkörper auftreten kann. In vorteilhafter Ausgestaltung weist das Stützelement eine oder mehrere Abstützflächen auf, die bezüglich einer Schwenkachse des Abstützelementes unterschiedliche Abstände aufweisen, so dass die darauf abgestützte Greiferauflage durch Schwenken des Stützelementes auf unterschiedliche Höhen anhebbar ist. Vorteilhaft ist die Ausgestaltung des Stützelementes als zylinderförmigen Körper mit einer exzentrischen Lagerung zur stufenlosen Greiferauflagenhöhenverstellung. Vorzugsweise wird ein polygonaler Körper, z. B. ein Sechskant, zur stufenweisen Greiferhöhenverstellung vorgeschlagen. Ein vorgesehenes Federelement zum Andrücken der Greiferauflage gegen das Stellelement ist in Bogenzugrichtung sehr steif ausgebildet, damit die Greiferauflage in Bogenzugrichtung nicht verformt werden kann. Diese Maßnahme bewirkt eine präzise Bogenübergabe von einem Greifersystem zum nachfolgenden Greifersystem.

Zwei Ausführungsbeispiele werden in den Zeichnungen dargestellt und sind im Folgenden beschrieben.

Es zeigen:

1 eine Bogenrotationsdruckmaschine im Schnitt in schematischer Darstellung,

2 eine Seitenansicht der Greiferauflagenhöhenverstellung mit einzelnen Greiferauflagen,

3 eine 3D-Ansicht der Greiferauflagenhöhenverstellung mit einzelnen Greiferauflagen,

4 eine Allseitenansicht der Greiferauflagenhöhenverstellung mit in axialer Richtung federnd verbundenen Greiferauflagen und

5 eine 3D-Ansicht der Greiferauflagenhöhenverstellung mit in axialer Richtung federnd verbundenen Greiferauflagen.

Eine Bogen 7 verarbeitende Maschine, z. B. eine Druckmaschine 1, weist einen Anleger 2, mindestens ein Druckwerk 3 bzw. 4 und einen Ausleger 6 auf. Die Bogen 7 werden von einem Bogenstapel 8 entnommen und vereinzelt oder schuppenförmig über einen Zuführtisch 9 den Druckwerken 3 und 4 zugeführt. Diese enthalten in bekannter Weise jeweils einen Plattenzylinder 11, 12. Die Plattenzylinder 11 und 12 weisen jeweils eine Vorrichtung 13, 14 zum Befestigen flexibler Druckplatten auf. Darüber hinaus ist jedem Plattenzylinder 11, 12 eine Vorrichtung 16, 17 für den halb- oder vollautomatischem Druckplattenwechsel zugeordnet.

Der Bogenstapel 8 liegt auf einer gesteuert anhebbaren Stapelplatte 10 auf. Die Entnahme der Bogen 7 erfolgt von der Oberseite des Bogenstapels 8 mittels eines so genannten Saugkopfes 18, der unter anderem eine Anzahl von Hub- und Schleppsaugern 19, 21 für die Vereinzelung der Bogen 7 aufweist. Darüber hinaus sind die Blaseinrichtungen 22 zu Auflockerung der oberen Bogenanlagen und Testelemente 23 zur Stapelnachführung vorgesehen. Zur Ausrichtung des Bogenstapels 8, insbesondere der oberen Bogen 7 des Bogenstapels 8 sind eine Anzahl von seitlichen und hinteren Anschlägen 24 vorgesehen.

Eine Anzahl von Bogen führenden Zylindern 27 bis 33 sorgt für den Bogentransport vom Anlegetisch 9 durch die Druckwerke 3, 4 bis zum Kettenauslegersystem 34. Der Bogen transportierende Zylinder 32 ist als Wendetrommel mit mindestens einem Zangengreifersystem 36 ausgebildet. Dieses zeichnet sich dadurch aus, dass es kurvengesteuert sowohl eine Öffnungs- und Schließbewegung als auch eine Schwenkbewegung zur Wendung der Bogen ausführen kann. Das Zangengreifersystem 36 besteht aus einer Anzahl von über die axiale Länge der Wendetrommel 32 verteilt, nebeneinander angeordneten Ober- und Untergreifern 37, 38.

Diese werden von einer Greiferwelle 39 in einem diese koaxial umschließenden Greiferrohr 41 getragen, wobei die Untergreifer 38 auch als starre Greifer bezeichnet auf der Greiferwelle 39 und die Obergreifer 37 auf dem Greiferrohr 41 befestigt sind.

Im Schöndruckbetrieb arbeitet der Obergreifer 37 mit einer zylinderfesten Greiferauflage 42 zusammen. Die Greiferauflage 42 ist mittels eines federelastischen Stegs 43, z. B. einer Blattfeder, mit einer Halterung 44 verbunden, die an einem Klemmstück 46 des Zylinders 32 fest angeordnet ist. In ungefähr radialer Richtung des Zylinders 32 ist die Greiferauflage 42 auf einem Stützelement 47 abgestützt. Das Stützelement 47 ist als Stellwelle mit einem polygonalen Querschnitt, z. B. Sechskant, ausgebildet, welche eine Anzahl am Umfang verteilt angeordneter Abstützflächen 48 aufweist, die bezüglich einer Achse 45 unterschiedliche Abstände aufweist. Durch Schwenken der Stellwelle 47 sind dadurch unterschiedliche Abstände zwischen Achse 45 und den Abstützflächen 48 einstellbar. Eine Vergrößerung eines Abstandes führt somit zu einem Anheben der Greiferauflage 42 und damit zu einer Verkleinerung des Spaltes zwischen Obergreifer 37 und Greiferauflage 42, z. B. zum Transport von dünnem Papier oder dünnen Bogen.

Bei einem ersten Ausführungsbeispiel gemäß der 2 und 3 ist es vorgesehen, den als Feder ausgebildeten Steg 43 in Bogenzugrichtung bzw. Bogentransportrichtung anzuordnen.

Bei einem alternativen Ausführungsbeispiel gemäß der 4 und 5 ist vorgesehen, die axial nebeneinander angeordneten Greiferauflagen 42 durch einen als Blattfeder ausgebildeten Steg 49 miteinander zu verbinden. Der Steg 49 ist jeweils zwischen zwei Greiferauflagen 42, 42 an einem Lagerbock 51 des Bogentransportzylinders 32 festgeschraubt.

Bei beiden Ausführungsbeispielen ist das als Blattfeder ausgebildete Federelement in Richtung des Stützelementes flexibel und in Richtung des Bogentransports steif angeordnet.

Die Stellwelle 47 ist in den bevorzugten Ausführungsbeispielen als Stützelement mit polygonalem Querschnitt ausgebildet. Natürlich ist es alternativ auch möglich, zur Erzielung einer stufenlosen Einstellung eine exzentrisch gelagerte Welle einzusetzen.

1
Druckmaschine
2
Anleger
3
Druckwerk
4
Druckwerk
5
6
Ausleger
7
Bogen
7a
nächster Bogen
8
Bogenstapel
9
Zuführtisch
10
Stapelplatte
11
Plattenzylinder
12
Plattenzylinder
13
Druckplattenbefestigungseinrichtung
14
Druckplattenbefestigungseinrichtung
15
16
Druckplattenwechsler
17
Druckplattenwechsler
18
Saugkopf
19
Hubsauger
20
21
Schleppsauger
22
Blaseinrichtung
23
Tastelement
24
Anschlag
25
26
27
Bogen führender Zylinder
28
Bogen führender Zylinder
29
Bogen führender Zylinder
30
Bogen führender Zylinder
31
Bogen führender Zylinder
32
Bogen führender Zylinder
33
Bogen führender Zylinder
34
Kettenauslegersystem
35
36
Zangengreifersystem
37
Obergreifer
38
Untergreifer
39
Greiferwelle
40
41
Greiferrohr
42
Greiferauflage
43
Steg (42 bis 44)
44
Halterung
45
Achse (47)
46
Klemmstück
47
Stützelement/Stellelement
48
Abstützfläche (47)
49
Steg (42–42)
50
51
Lagerbock


Anspruch[de]
Vorrichtung zur Greiferauflagenhöhenverstellung mit mindestens einer Greiferauflage, die auf einem Stellelement abgestützt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellelement (47) um seine Achse (45) schwenkbar gelagert ist. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Greiferauflage (42) mittels eines Federelementes (43; 49) derart gegen das Stellelement (47) gedrückt angeordnet ist, dass das Federelement (43; 49) in Bogenzugrichtung eine hohe Steifigkeit aufweist. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (43) in Bogentransportrichtung ausgerichtet ist. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (49) quer zur Bogentransportrichtung ausgerichtet ist. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellelement (47) einen polygonalen Querschnitt aufweist. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellelement (47) an seinem Umfang verteilt eine Anzahl von Abstützflächen (48) aufweist. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützflächen (48) unterschiedliche Abstände zu einer gemeinsamen Schwenkachse (45) des Stellelementes (47) aufweisen. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellelement (47) eine exzentrisch gelagerte Stellwelle ist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Greiferauflage (42) mit einem Greifer (37) eines Zangengreifersystems einer Wendetrommel (32) zusammenwirkt. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche in einer Bogenrotationsdruckmaschine.






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