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Dokumentenidentifikation DE102007011051A1 04.10.2007
Titel Anilox-Druckwerk
Anmelder Heidelberger Druckmaschinen AG, 69115 Heidelberg, DE
Erfinder Donath, Michael, 69181 Leimen, DE;
Greulich, Udo, 69231 Rauenberg, DE;
Huber, Dieter, 74889 Sinsheim, DE;
Michels, Jürgen, 69221 Dossenheim, DE;
Schaffrath, Dieter, 64653 Lorsch, DE;
Schönberger, Wolfgang, 69198 Schriesheim, DE;
Schwaab, Bernhard, 67434 Neustadt, DE;
Thielemann, Michael, 69118 Heidelberg, DE
DE-Anmeldedatum 07.03.2007
DE-Aktenzeichen 102007011051
Offenlegungstag 04.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.10.2007
IPC-Hauptklasse B41F 31/26(2006.01)A, F, I, 20070307, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B41F 7/02(2006.01)A, L, I, 20070307, B, H, DE   B41F 13/08(2006.01)A, L, I, 20070307, B, H, DE   
Zusammenfassung Ein Anilox-Druckwerk (24) umfasst als Elemente eine Rasterwalze (6), eine Farbauftragwalze (7), einen ersten Zylinder (2) und einen zweiten Zylinder (3).
Mindestens eines der Elemente ist ein balliges oder quasi-balliges Element (7).
Vorzugsweise ist die Farbauftragwalze (7) besagtes Element (7).

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Anilox-Druckwerk, welches als Elemente eine Rasterwalze, eine Farbauftragwalze, einen ersten Zylinder und einen zweiten Zylinder umfasst, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

In DE 199 47 223 A1 ist ein Anilox-Druckwerk beschrieben, welches eine Rasterwalze, eine Farbauftragwalze und einen Druckformzylinder umfasst. Der Druckformzylinder ist mit Schmitzringen ausgestattet, die mit Schmitzringen der Farbauftragwalze in Wirkverbindung stehen. Durch diese Anordnung soll erreicht werden, dass vom Druckformzylinder herrührende Reaktionskräfte sich nicht auf die Qualität der Einfärbung auswirken können. In Tests hat sich jedoch herausgestellt, dass diese Maßnahme nicht ausreicht, um eine hinreichende Qualität der Einfärbung zu erzielen.

In DE 102 57 746 B3 ist ein Formzylinder beschrieben, der ballig ist. Demzufolge ist der Durchmesser des Formzylinders in dessen Längsmitte am größten und an den Stirnseiten am kleinsten. Damit lassen sich zwar die Linienkraftdifferenzen zwischen Druckrand und Druckmitte erheblich verkleinern, jedoch bedingt diese den Formzylinder betreffende Maßnahme eine komplizierte Gestaltung der darauf aufgespannten Druckplatte.

Ferneren Stand der Technik bildet EP 0 729 832 B1, worin eine Feuchtauftragwalze mit Walzenenden beschrieben ist, die angeschrägt sind.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Anilox-Druckwerk zu schaffen, bei welchem eine hohe Qualität der Einfärbung gewährleistet ist.

Diese Aufgabe wird durch ein Anilox-Druckwerk mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Das erfindungsgemäße Anilox-Druckwerk, umfassend als Elemente eine Rasterwalze, eine Farbauftragwalze, einen ersten Zylinder und einen zweiten Zylinder, ist dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Elemente ein balliges Element oder ein quasi-balliges Element ist.

Durch diese Maßnahme wird eine gleichmäßige Farbführung und Farbdichte quer zur Druckrichtung erreicht. Dies ist gewährleistet, ohne dass Korrekturen durch den Bediener erforderlich sind. Da das Anilox-Druckwerk ein zonenloses Farbwerk umfasst, wären derartige Korrekturen durch den Bediener ohnehin nur in beschränkter Weise möglich. Durch die Balligkeit oder Quasi-Balligkeit des mindestens einen Elements erfolgt eine Kompensation des Farbtransports in der Druckmitte auf den Bedruckstoff welcher vorzugsweise ein Bedruckstoffbogen ist. Ohne die erfindungsgemäße Maßnahme wäre der Farbtransport in der Druckmitte gegenüber den Druckrändern verringert.

In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Anilox-Druckwerks genannt.

Bei einer Weiterbildung ist das ballige oder quasi-ballige Element in seiner axialen Mitte um 0,05 Millimeter bis 0,30 Millimeter dicker als an seinen axialen Enden. Mit den axialen Enden sind selbstverständlich nicht die Lagerzapfen des Zylinders oder der Walze gemeint, sondern die Enden des Zylinder- oder Walzenballens.

Bei einer weiteren Weiterbildung weist das quasi-ballige Element konusförmige Enden auf, durch welche die Quasi-Balligkeit bewirkt wird, wobei das quasi-ballige Element eine axiale Gesamtlänge aufweist und die konusförmigen Enden jeweils eine axiale Abschnittslänge aufweisen, die mindestens 10 % der axialen Gesamtlänge und höchstens 30 % der axialen Gesamtlänge beträgt. Die konusförmigen Enden befinden sich selbstverständlich nicht an den Lagerzapfen des Zylinders oder der Walze, sondern an dem Zylinder- oder Walzenballen.

Bei einer weiteren Weiterbildung bildet das ballige oder quasi-ballige Element zusammen mit einem der Elemente unter Betriebslast einen konvexen Pressstreifen. Das ballige oder quasi-ballige Element und/oder das Element, mit welchem zusammen das ballige oder quasi-ballige Element den konvexen Pressstreifen bildet, hat eine gummielastische Umfangsoberfläche. Diese Umfangsoberfläche verformt sich unter Wirkung des Anpressdruckes in dem Zylinder- oder Walzenspalt, welchen die beiden Elemente zusammen bilden. Die daraus resultierende Abplattung der gummielastischen Umfangsoberfläche ist der konvexe Pressstreifen, welcher sich parallel zu den Rotationsachsen der beiden Elemente längserstreckt. Die Breite des Pressstreifens fällt von der Mitte seiner Längserstreckung zu den Enden des Pressstreifens hin stetig ab, so dass der Pressstreifen konvex ist.

Bei einer weiteren Weiterbildung bildet das ballige oder quasi-ballige Element zusammen mit einem weiteren der Elemente unter Betriebslast einen weiteren konvexen Pressstreifen.

Man könnte annehmen, dass es hinsichtlich der Qualität der Farbübertragung vorteilhaft wäre, Pressstreifen anzustreben, deren Breite über die Länge des Pressstreifens gesehen konstant ist, also Pressstreifen, die weder konkav noch konvex sind. Es hat sich jedoch in Tests überraschenderweise herausgestellt, dass die beste Farbübertragung durch eine konvexe Form des Pressstreifens oder der Pressstreifen erzielt wird. Um die konvexe Pressstreifen-Form zu erreichen, ist der konvexe oder quasi-konvexe Mantellinienverlauf des balligen bzw. quasi-balligen Elements unter Berücksichtigung weiterer Parameter, wie z. B. der wirkenden Kräfte, dementsprechend dimensioniert.

Gemäß einer weiteren Weiterbildung ist das ballige oder quasi-ballige Element das einzige. Demzufolge hat jedes der anderen drei der genannten Elemente einen über seine Axiallänge konstanten Außendurchmesser. Besonders vorteilhaft ist es, wenn ein zu diesen drei anderen Elementen gehörender Druckformzylinder des Anilox-Druckwerks keine Balligkeit oder Quasi-Balligkeit aufweist, so dass zum Aufspannen auf diesen Druckformzylinder Standard-Druckplatten verwendet werden können.

Bei einer weiteren Weiterbildung ist das ballige oder quasi-ballige Element die Farbauftragwalze. Hierbei kann die Farbauftragwalze zusammen mit der benachbarten Rasterwalze den einen konvexen Pressstreifen und zusammen mit dem benachbarten Druckformzylinder den anderen konvexen Pressstreifen bilden.

Bei einer weiteren Weiterbildung weist die Farbauftragwalze einen Grundkörper und ein darauf aufgespanntes Gummituch auf. Hierbei kann der Grundkörper einen Zylinderkanal aufweisen, in dem eine Spanneinrichtung zum Aufspannen des Gummituchs angeordnet ist.

Es gibt verschiedene Varianten zur konstruktiven Realisierung der Balligkeit oder Quasi-Balligkeit der Farbauftragwalze.

Gemäß der einen Variante ist der Grundkörper ballig oder quasi-ballig. Der Vorteil dieser Variante liegt darin, dass das Gummituch ein Standard-Gummituch mit gleichmäßiger Dicke sein kann.

Gemäß einer weiteren Variante ist das Gummituch ballig oder quasi-ballig, d. h. die Dicke des Gummituches nimmt von den beiden Seitenrändern des Gummituches zu dessen Mitte hin zu.

Gemäß einer weiteren Variante ist zwischen dem Grundkörper und dem Gummituch eine ballige oder quasi-ballige Unterlage angeordnet. Bezogen auf die Druckbreite nimmt die Dicke der Unterlage von der Mitte zu den Seitenrändern hin ab. Auch bei dieser Variante kann vorteilhafterweise ein Gummituch mit über die Druckbreite konstanter Dicke verwendet werden.

Bei einer hinsichtlich der Ausbildung des Anilox-Druckwerks als Offsetdruckwerk vorteilhaften Weiterbildung ist der genannte erste Zylinder ein Druckformzylinder und der genannte zweite Zylinder ein Übertragungs- bzw. Gummituchzylinder.

Zur Erfindung gehört auch eine Druckmaschine, die mit mindestens einem Anilox-Druckwerk ausgestattet ist, das erfindungsgemäß oder einer der Weiterbildungen entsprechend ausgebildet ist. Diese Druckmaschine ist vorzugsweise eine Bogendruckmaschine.

Weitere konstruktiv und funktionell vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels und der dazugehörigen Zeichnung.

Darin zeigt:

1 eine Druckmaschine mit einem Anilox-Farbwerk,

2a-d verschiedene Ausführungsbeispiele einer balligen bzw. quasi-balligen Farbauftragwalze des Anilox-Farbwerks aus 1 und

3 eine schematische Darstellung verschiedener Pressstreifen des Anilox-Farbwerks aus 1.

1 zeigt, dass eine Druckmaschine 1 für den Offsetdruck ein Anilox-Druckwerk 24 mit einem Druckformzylinder 2, einem Gummituchzylinder 3, einem Anilox-Farbwerk 4 und einem Feuchtwerk 5 umfasst. Das Anilox-Farbwerk 4 umfasst eine Rasterwalze 6 und eine Farbauftragwalze 7, die mit dem Druckformzylinder 2 durchmessergleich sind. Außerdem umfasst das Anilox-Farbwerk 4 eine erste Walze 8, eine zweite Walze 9 und eine dritte Walze 10. Die erste Walze 8 und die zweite Walze 9 liegen an der Rasterwalze 6 an und die dritte Walze 10 liegt an der ersten Walze 8 und an der zweiten Walze 9 an. Die Farbauftragwalze 7 hat eine Spanneinrichtung 11 zum Aufspannen eines Gummituches 12, welche in einem Zylinderkanal 29 der Farbauftragwalze 7 sitzt. Der Zylinderkanal 29 ist in einen Grundkörper 14 der Farbauftragwalze 7 eingebracht. Weiterhin umfasst das Anilox-Farbwerk 4 eine Farbrakel 15, die an der Rasterwalze 6 anliegt und einen Druckfarbevorrat 16 aufnimmt. Das Feuchtwerk 5 umfasst eine Tauchwalze 17 in einem Feuchtkasten 18, eine Dosierwalze 19, eine Feuchtauftragwalze 20 und eine Feuchtreibwalze 21, die axial changiert. Die Dosierwalze 19 liegt als Übertragwalze an der Tauchwalze 17 und gleichzeitig an der Feuchtauftragwalze 20 an, wenn die Druckmaschine 1 in einem Druckbetriebsmodus (zeichnerisch nicht dargestellt) läuft. Eine Brückenwalze 22 ist in eine erste Position 22.1 und in eine zweite Position 22.2 wahlweise verstellbar gelagert.

2a zeigt, dass die Tonnenform bzw. Balligkeit der Farbauftragwalze 7 gemäß einer ersten Variante dadurch erzielt werden kann, dass die Dicke des darauf aufgespannten Gummituchs 12 von dessen Seitenrändern her zur Mitte stetig zunimmt. Bezogen auf das in 2a sichtbare Profil des Gummituchs 12 verläuft die innere Konturlinie linear und die äußere Konturlinie konvex, z. B. kreisbogen- oder parabelförmig. Dadurch wird eine fertigungstechnisch vorteilhafte ideal-zylindrische Gestalt des Grundkörpers 14 ermöglich, d. h., der Außendurchmesser des Grundkörpers 14 ändert sich über dessen Länge nicht. Die Differenz zwischen einem in der axialen Mitte zu messenden größeren Außendurchmesser D und einem an dem jeweiligen Seitenrand zu messenden kleineren Außendurchmesser d der Farbauftragwalze 7 wird somit allein durch die dementsprechende Profilierung des Gummituchs 12 bewirkt. Deshalb ist diese Variante besonders gut zur Nachrüstung von Druckmaschinen geeignet, welche eine Farbauftragwalze mit üblicherweise idealzylindrischem Grundkörper aufweisen.

2b zeigt eine zweite Variante zur Erzielung der Balligkeit, wobei im Gegensatz zur ersten Variante (2a) der Grundkörper 14 selbst ballig oder tonnenförmig ist. Die Mantellinie des Grundkörpers 14 kann hierbei die Form eines Kreisbogens oder einer Parabel aufweisen. Dies ist bezüglich der Herstellung des Gummituchs 12 vorteilhaft, welches hierbei von gleich bleibender Dicke sein kann, bezogen auf die Format- bzw. Druckbreite. In 2b ist zu sehen, dass eine äußere und eine innere Konturlinie des Profils des Gummituchs 12 über die Druckbreite hinweg zueinander äquidistant bzw. parallel verlaufen. Demzufolge bewirkt allein die Tonnenform des Grundkörpers 14, dass der zentrale Außendurchmesser D größer als die seitlichen Außendurchmesser d sind. Ein Vorteil dieser Variante ist darin zu sehen, dass das Gummituch 12 ein preiswertes handelsübliches Gummituch sein kann.

2c zeigt eine dritte Variante, bei welcher die Balligkeit durch eine Unterlage 23 bewirkt wird, welche zwischen dem Grundkörper 14 und dem Gummituch 12 eingefügt ist. Wie in 2c zu sehen, hat die Unterlage 23 ein Profil, welches im Prinzip dem bereits beschriebenen Profil des Gummituchs in 2a entspricht. Außerdem ist in 2c zu sehen, dass das Gummituch 12 ein Profil hat, welches im Wesentlichen dem Profil des Gummituches in 2b entspricht. Da somit der Grundkörper 14 und das Gummituch 12 nicht-ballig sind und nur die Unterlage 23 sozusagen ballig ist, bewirkt auch nur letztere, dass der proximale Außendurchmesser D der Farbauftragwalze 7 um einen bestimmten Betrag größer als die distalen Außendurchmesser d ist. Dieser Betrag kann in dem Bereich von 0,05 Millimeter bis 0,30 Millimeter liegen, wenn die Druckbreite ca. 500 Millimeter beträgt, wobei diese Durchmesserdifferenz auch für die in den 2a und 2b gezeigten Varianten zutrifft. Auch die in 2c dargestellte Variante ist für Nachrüstzwecke gut geeignet. Ein weiterer Vorteil der in den 2a und 2c Varianten ist in der bei ihnen gegebenen Möglichkeit zur Variation der Balligkeit zu sehen. Um die Balligkeit zu verstärken oder zu verringern braucht nur das Gummituch 12 oder die Unterlage 23 durch ein Gummituch bzw. eine Unterlage mit dementsprechend mehr oder weniger konvexem Dickenprofil ausgewechselt zu werden.

2d zeigt eine vierte Variante, bei welcher die Quasi-Balligkeit durch konusförmige Enden 32 gegeben ist. Die konusförmigen Enden 32 sind die des Grundkörpers 14, so dass das Gummituch 12 von konstanter Dicke sein kann. Der Grundkörper 14 hat eine in Richtung der Rotationsachse der Farbauftragwalze 7 zu messende Gesamtlänge L, die auch als Walzenballen-Länge bezeichnet werden kann. Außerhalb dieser Gesamtlänge L befinden sich Achszapfen der Farbauftragwalze 7. Jedes konusförmige Ende 32 hat eine axiale Abschnittslänge l, die zwischen 10 % und 30 % der Gesamtlänge L beträgt. Die axialen Abschnittslängen l betragen vorzugsweise jeweils ca. 20 % der Gesamtlänge L. Ein Kegelwinkel &agr; der konusförmigen Enden 32 beträgt mindestens 0,04° und höchstens 0,20° und vorzugsweise 0,06°.

Selbstverständlich sind auch Kombinationen der in den 2a bis 2c gezeigten Varianten miteinander möglich.

3 ist ein Schema, welches die Wirkungen der gemäß der 2a bis 2c gestalteten Walzenballigkeit verdeutlicht. In diesem Zusammenhang ist mit der Balligkeit auch die Quasi-Balligkeit gemeint. Die Rasterwalze 6 liefert ein über die gesamte Format- bzw. Druckbreite konstantes Farbangebot 30, wie dies in 3 schematisch dargestellt ist. Mit dem Bezugszeichen 25 ist ein Pressstreifen bezeichnet, welchen die ballige Farbauftragwalze 7 zusammen mit der Rasterwalze 6 bildet. Einen weiteren Pressstreifen 26 bildet die Farbauftragwalze 7 zusammen mit dem Druckformzylinder 2, wenn sie an letzteren angestellt ist. Die Rasterwalze 6 und der Druckformzylinder 2 drücken sich in die weiche Umfangsoberfläche, die durch das Gummituch 12 gebildet wird, der Farbauftragwalze 7 hinein, so dass in der Umfangsoberfläche reversible Abdrücke in Form der Pressstreifen 25, 26 entstehen.

Ohne die Walzenballigkeit wären die Pressstreifen 25, 26 konkav bzw. eingeschnürt, d. h. auf der Antriebsseite AS und der Bedienseite BS der Druckmaschine 1 am breitesten und in der Mitte der Streifenlänge am schmalsten. Bei zu geringer Walzenballigkeit wären die Pressstreifen 25, 26 über ihre gesamte Länge von konstanter Breite, d. h. rechteckförmig. In beiden Fällen, der Einschnürung und der Breitenkonstanz, würde eine im Druckbild messbare Farbdichte von der Antriebsseite AS und der Bedienseite BS zur Mitte der Druckbreite hin in unerwünschter Weise abfallen.

Dieser negative Effekt trifft bei der erfindungsgemäßen Balligkeit nicht auf. In 3 ist ersichtlich, dass sich die Pressstreifen 25, 26 von ihrer Mitte zu den Streifenenden hin verjüngen, und dass die Farbdichte 31 infolgedessen über die gesamte Druckbreite mit Konstanz verläuft. Dies wird durch ein hinreichendes Maß der Balligkeit, also durch eine entsprechend große Differenz zwischen dem randseitigen kleineren Außendurchmesser d und dem mittigen größeren Außendurchmesser D bzw. durch den entsprechenden Kegelwinkel &agr;, erreicht. Die erforderliche Größe dieser Durchmesserdifferenz bzw. des Kegelwinkels &agr; kann von Anwendungsfall zu Anwendungsfall verschieden sein und hängt von vielen Faktoren ab, wie z. B. den auf die Farbauftragwalze 7 wirkenden Kräften, der Formatbreite und dem Material des Gummituches 12.

3 zeigt des Weiteren, dass ein von dem Druckformzylinder 2 zusammen mit dem Gummituchzylinder 3 gebildeter Pressstreifen 27 und ein im Druckspalt gebildeter Pressstreifen 28 durchaus konkav bzw. eingeschnürt verlaufen können, ohne dass dies die vorteilhafte Wirkung der Balligkeit der Farbauftragwalze 7 wesentlich beeinträchtigt. Den erwähnten Druckspalt bildet der Gummituchzylinder 3 zusammen mit einem zeichnerisch nicht dargestellten Gegendruckzylinder, der den bogenförmigen Bedruckstoff transportiert.

1
Druckmaschine
2
Druckformzylinder
3
Gummituchzylinder
4
Anilox-Farbwerk
5
Feuchtwerk
6
Rasterwalze
7
Farbauftragwalze
8
erste Walze
9
zweite Walze
10
dritte Walze
11
Spanneinrichtung
12
Gummituch
13
./.
14
Grundkörper
15
Farbrakel
16
Druckfarbevorrat
17
Tauchwalze
18
Feuchtkasten
19
Dosierwalze
20
Feuchtauftragwalze
21
Feuchtreibwalze
22
Brückenwalze
22.1
erste Position
22.2
zweite Position
23
Unterlage
24
Anilox-Druckwerk
25
Pressstreifen
26
Pressstreifen
27
Pressstreifen
28
Pressstreifen
29
Zylinderkanal
30
Farbangebot
31
Farbdichte
32
konusförmiges Ende
D
Außendurchmesser
d
Außendurchmesser
AS
Antriebsseite
BS
Bedienseite
L
Gesamtlänge
l
Abschnittslänge
&agr;
Kegelwinkel


Anspruch[de]
Anilox-Druckwerk (24), umfassend als Elemente eine Rasterwalze (6), eine Farbauftragwalze (7), einen ersten Zylinder (2) und einen zweiten Zylinder (3), dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Elemente ein balliges Element (7) oder ein quasi-balliges Element (7) ist. Anilox-Druckwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das ballige oder quasi-ballige Element in seiner axialen Mitte um 0,05 Millimeter bis 0,30 Millimeter dicker als an seinen axialen Enden ist. Anilox-Druckwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das quasi-ballige Element (7) konusförmige Enden (32) aufweist, durch welche die Quasi-Balligkeit bewirkt wird, wobei das quasi-ballige Element (7) eine axiale Gesamtlänge (L) aufweist und die konusförmigen Enden (32) jeweils eine axiale Abschnittslänge (l) aufweisen, die mindestens 10 % und höchstens 30 % der axialen Gesamtlänge (L) beträgt. Anilox-Druckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das ballige Element zusammen mit einem (6) der Elemente unter Betriebslast einen konvexen Pressstreifen (25) bildet. Anilox-Druckwerk nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das ballige oder quasi-ballige Element (7) zusammen mit einem weiteren (2) der Elemente unter Betriebslast einen weiteren konvexen Pressstreifen (26) bildet. Anilox-Druckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das ballige oder quasi-ballige Element (7) das einzige ist. Anilox-Druckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das ballige oder quasi-ballige Element (7) die Farbauftragwalze (7) ist. Anilox-Druckwerk nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbauftragwalze (7) einen Grundkörper (14) und ein darauf aufgespanntes Gummituch (12) aufweist. Anilox-Druckwerk nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (14) einen Zylinderkanal (29) aufweist, in dem eine Spanneinrichtung (11) zum Aufspannen des Gummituches (12) angeordnet ist. Anilox-Druckwerk nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (14) ballig oder quasi-ballig ist. Anilox-Druckwerk nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Gummituch (12) ballig oder quasi-ballig ist. Anilox-Druckwerk nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Grundkörper (14) und dem Gummituch (12) eine ballige oder quasi-ballige Unterlage (23) angeordnet ist. Anilox-Druckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Zylinder (2) ein Druckformzylinder (2) und der zweite Zylinder (3) ein Gummituchzylinder (3) ist. Druckmaschine (1), mit mindestens einem Anilox-Druckwerk (24) nach einem der Ansprüche 1 bis 13.






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