Die vorliegende Erfindung betrifft eine Futtermittelzusammensetzung
zum Ersatz von Antibiotika und insbesondere eine Futtermittelzusammensetzung zum
Ersatz von Antibiotika, die in der Lage ist, „gesundes Fleisch" zu produzieren,
welches dazu dienen kann, verschiedenen Erwachsenen-Erkrankungen (Erkrankungen im
Erwachsenenalter) vorzubeugen.
Hintergrund der Erfindung
Aufgrund der sich aus der wirtschaftlichen Entwicklung ergebenden
gesellschaftlichen Tendenz zur Verwestlichung verzehren wir zunehmend Viehprodukte.
Indes haben wir negative Ansichten gegenüber Nahrungsmitteln aus der Viehzucht,
weil diese tierisches Fett enthalten. Die Einnahme tierischen Fettes ist dafür
bekannt, eine der Hauptursachen für Arteriosklerose zu sein, welche eine Erkrankung
des Kreislaufsystems darstellt. Insbesondere ist Cholesterol als eine Hauptursache
für Arteriosklerose bekannt.
Mit der Zunahme unseres Gesundheitsbewusstseins bzw. -interesses wurden
verschiedene Reformkostprodukte zum Zwecke der Vorbeugung von Erwachsenen-Erkrankungen,
wie zum Beispiel Fettleibigkeit, Arteriosklerose und andere, und zur Förderung
von gesunden Lebensweisen entwickelt und dem Handel zugänglich gemacht. Um
mit dieser Entwicklung Schritt zu halten, stellt die Viehzuchtindustrie „gesundes
Fleisch" dadurch her, dass verschiedene pflanzliche Heilmittel und Antibiotika dem
Futtermittel für Haus- bzw. Nutztiere zugesetzt werden.
Indes können die dem Futtermittel für Haus- bzw. Nutztiere
zugesetzten Antibiotika innerhalb eines Zeitraumes von wenigstens zwei bis drei
Monaten nach Einnahme weder vollständig verdaut noch aus den Körpern ausgeschieden
werden. Aus diesem Grunde können die in den Tieren zurückbleibenden Antibiotika
die Immunreaktionen eines das Fleisch der Tiere verzehrten Körpers abschwächen,
wenn die Haus- bzw. Nutztiere noch vor der Beseitigungszeitdauer des Wirkstoffs
geschlachtet und verzehrt werden. Außerdem können Plasmide, welche für
die Vermittlung von Antibiotikaresistenz in Mikroben verantwortliche genetische
Materialien darstellen, durch Konjugation auf andere Mikroben übertragen werden.
Auf diese Weise nimmt das Risiko, dass solche Mikroben menschliche Körper infizieren,
proportional mit der Anzahl der eine Resistenz auf Antibiotika aufweisenden Mikroben
zu.
Aus diesem Grund wurden in letzter Zeit Bedenken in Bezug auf antibiotikaresistente
Bakterien sowie in den Körpern der Tiere zurückbleibende Antibiotika geäußert,
und in Folge wurden viel Forschung und zahlreiche Studien durchgeführt. Insbesondere
werden Studien aktiv vorangetrieben, die in dem Tierkörper eine endogene Substanz
aufsuchen, welche die Immunfähigkeit des Körpers anstelle von Antibiotika
aktivieren kann.
In Korea wurden seit langer Zeit Silikat-Tonmineralien, wie zum Beispiel
Kaolinit, Zeolith, Bentonit, Vermiculit und andere, aufgrund ihrer charakteristischen
Eigenschaften in der Landwirtschafts- und der Fischereiindustrie und zur Sanierung
der Umwelt eingesetzt. Auf dem Gebiet der Viehzuchtindustrie werden solchen Mineralien
manchmal verwendet, um das Wachstum der Tiere zu verbessern, um die Verdauungs-
und Futtermitteleffizienz zu verbessern, um den Wassergehalt der Exkremente zu steuern
und deren Geruch zu verringern. Insbesondere wurde darüber berichtet, dass
der Zusatz von Zeolith zum Futtermittel eine günstige Wirkung auf die Merkmale
der Muskeln und Fette von Schwein und Huhn aufweist (siehe beispielsweise Pont et
al. (1988); Hagedorn et al. (1990); und Kovar et al. (1990)).
Besonders nach Durchsicht der Forschungs- und Studienergebnisse, welche
bislang in Bezug auf den Zusatz von Mineralien zu Viehzuchtfuttermittel durchgeführt
worden waren, berichteten zum Beispiel Son und Park (1997), dass die Wassergehalte
in Exkrementen verringert und die in dem Futtermittel enthaltenen Nährstoffe
wirksam verwertet werden, wenn heranwachsende Hühner mit 0,3% Elvan-Stein enthaltendem
Futtermittel gefüttert werden. Kwon (1999) berichtete, daß die Gewichtszunahmen
von Läuferschweinen (growing pigs) erhöht werden, wenn die Tiere mit Futtermittel
gefüttert werden, welches radioaktive Ferninfrarot-Materialien enthält.
Überdies berichtete Yang (1999), dass ein höherer Prozentsatz der Schweine
eine erstklassige Schweine-Bewertung (Klasse A) erhalten, wenn Läufer- und
Endmastschweine mit Schlacke, welche eine rotbraune Färbung aufweist, und gehärtetem
Lava, welches durch entströmende Gase hervorgebrachte Vesikel beinhaltet, gefüttert
werden.
Als Referenz: Biotit-Gneis ist im Aufbau porös mit schwarzen
Tupfern auf grauem Grund. Seine spezifischen Bestandteile schließen verschiedene
Oxide, einschließlich Siliziumdioxid (SiO2), Aluminiumoxid (Al2O3),
Eisenoxid (Fe2O3), Calciumoxid (CaO), Magnesiumoxid (MgO),
Titanoxid (TiO2), Phosphorpentoxid (P2O5), Kaliumoxid
(K2O), Natriumoxid (Na2O), Mangantrioxid (MnO3),
ein und es weist auch ein hohes Ferninfrarotstrahlen-Emissionsvermögen von
93% auf. Dieses Mineral kann auch Gerüche und Feuchtigkeit absorbieren und
durch Ionenaustausch Wasser reinigen. Insbesondere kann es durch Ionensteuerwirkung
schädliche Schwermetalle absorbieren und entfernen, wie zum Beispiel solche,
die für Körper schädlich sind, einschließlich Kadmium, Quecksilber,
Blei und andere, wodurch antidotische Wirkungen bereitgestellt werden.
Germanium ist ein silbrig-graues Metall, welches dazu in der Lage
ist, Ferninfrarotstrahlung abzustrahlen. Dieses Metall ist dafür bekannt, das
Immunsystem zu verbessern und durch die Stimulation der Interferonproduktion das
Wachstum von Tumorzellen zu hemmen. Außerdem ist es dafür bekannt, eine
deodorisierende Fähigkeit gegenüber für Mensch oder Tiere schädlichen
Gasen aufzuweisen. Daher nimmt man an, dass Germanium in Elementen für die
Gebäudekonstruktion und als ein Absorptionsmittel für Ammoniakgas in einem
Schweinestall verwendet werden kann.
Die KR-A 2000-36931 offenbart die Verwendung von Germaniumpulver als
Tierfuttermittel.
Folglich wurde die vorliegende Erfindung auf der Grundlage der oben
beschriebenen Gegebenheiten gemacht, und die Aufgabe der vorliegenden Erfindung
ist es, eine Futtermittelzusammensetzung zum Ersatz von Antibiotika bereitzustellen,
umfassend eine Grundnahrung, welche allgemein in der Viehzuchtindustrie verwendet
wird, und eine vordefinierten Menge an pulvrig gemahlenem Germanium-Biotit. Die
Futtermittelzusammensetzung kann „gesundes Fleisch" erzeugen, welches gut
zur Verhinderung von verschiedenen Erwachsenen-Erkrankungen ist, ohne Antibiotika
zu enthalten.
Offenbarung der Erfindung
Um die oben beschriebene Aufgabe zu erreichen, ist gemäß
einem Aspekt der vorliegenden Erfindung die Futtermittelzusammensetzung zum Ersatz
von Antibiotika dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Grundnahrung, einschließlich
Mais, Sojamehl, Melasse, Salz, Vitamin-Vormischung und Mineral-Vormischung, und
0,1 bis 3,0 Gew.-% Germanium-Biotit, einschließlich 36 ppm Germanium, und Biotit,
Muskovit, Feldspat, Turmalin, Zirkon, Granat, Apatit und undurchsichtige (opaque)
Mineralien umfasst, wobei sie 0,93% Emissionsvermögen und 4,31 × 102 W/m2
&mgr;m an radioaktiver Energie in einem Bereich von Ferninfrarotstrahlen zwischen
5 und 20 &mgr;m aufweist.
Gemäß einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung ist
die Futtermittelzusammensetzung dadurch gekennzeichnet, dass der Germanium-Biotit
pulverisiert ist, um eine Teilchengröße von 100 bis 350 Mesh aufzuweisen.
Das Verfüttern der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
an Haus- bzw. Nutztiere ermöglicht es den Haus- bzw. Nutztieren, anstelle von
Antibiotika Germanium-Biotit aufzunehmen, wodurch „sauberes Fleisch" bereitgestellt
wird und unsere gesunde Lebensweise gefördert wird.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Die oben beschriebenen Aufgaben und andere Aufgaben, Merkmale und
Vorteile der vorliegenden Erfindung werden durch die folgende detaillierte Beschreibung
deutlicher werden, wenn diese in Verbindung mit der beiliegenden Zeichnung betrachtet
werden, in welcher:
die 1 eine Graphik darstellt, die das Emissionsvermögen
an Ferninfrarotstrahlen und die radioaktive Energie des erfindungsgemäßen
Germanium-Biotits zeigt.
Beste Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung
Die vorliegende Erfindung wird nun im Detail beschrieben.
Gemäß der vorliegenden Erfindung umfasst die Futtermittelzusammensetzung
den Germanium-Biotit, enthaltend 36 ppm Germanium, in einem bestimmten Verhältnis
in Abhängigkeit vom Wachstumsstadium der Tiere anstelle von Antibiotikum. Aus
diesem Grund ist es möglich, einen Teil oder die gesamte Menge einer zugegebenen
Antibiotikummenge auszuschließen.
Der in der vorliegenden Erfindung verwendete Germanium-Biotit enthält
Germanium, Biotit, Muskovit, Quartz, Feldspat, Turmalin, Zirkon, Granat, Apatit
und opaque Mineralien. Dieses Mineral verbessert die Immunfähigkeit und hemmt
das Wachstum von Tumorzellen durch die Stimulation der Interferonproduktion durch
die Emission von Ferninfrarotstrahlung. Außerdem besitzt er antibiotische und
antifungale Eigenschaften und Funktionen, um schädliche Gase zu absorbieren
und abzubauen, wodurch der Schutz der Tiere vor giftigen Substanzen, Viren und anderem
ermöglicht wird.
Die 1 stellt eine graphische Darstellung dar, welche
das Ferninfrarot-Strahlungsemissionsvermögen und die radioaktive Energie des
erfindungsgemäßen Germanium-Biotits gemessen bei einer Temperatur von
50 °C zeigt. In der graphischen Darstellung zeigt der Germanium-Biotit (durchgezogene
Linie) 0,93% Emissionsvermögen und 4,31 × 102 W/m2 &mgr;m
an radioaktiver Energie in einem Bereich der Ferninfrarotstrahlen zwischen 5 und
20 &mgr;m. Verglichen mit (b) weist die radioaktive Energie (durchgezogene Linie)
des Germanium-Biotits eine Verteilung sehr ähnlich zu der eines lebenden Körpers
auf. Aus diesem Grund wird festgehalten, dass die von dem Germanium-Biotit ausgestrahlte
Ferninfrarot-Wellenlänge für die Tiere, wie beispielsweise Kühe,
Schweine, Hühner und andere, geeignet ist und von solchen Tieren leicht absorbiert
wird.
Gemäß der vorliegenden Erfindung ist der der Futtermittelzusammensetzung
zugesetzte Germanium-Biotit vorzugsweise in Pulverform mit einer Teilchengröße
zwischen 100 und 350 Mesh, insbesondere ungefähr 200 Mesh. Wenn die Teilchengröße
unterhalb von 100 Mesh liegt, dann kann das große Germanium-Biotit-Teilchen
nicht verdaut werden. Folglich ist die Absorption der Mineralien schlecht und die
Futtermitteleffizienz wird vermindert. Wenn die Teilchengröße über
350 Mesh liegt, dann steigen die Kosten zum Mahlen des Germanium-Biotits in feine
Teilchen. Ebenso verändert sich die molekulare Struktur und die Materialeigenschaften
des Germanium-Biotits per se, was zu einem Verlust an Mineralien führt. Folglich
gehen die Vorzüge des erfindungsgemäßen Germanium-Biotits verloren.
Anstelle des Germanium-Biotits kann Elvan-Stein verwendet werden.
Indes entspricht dessen Wirksamkeit nicht der des Germanium-Biotits, welcher 36
ppm Germanium enthält. Wie oben beschrieben kann der erfindungsgemäße
Germanium-Biotit eine große Menge Ferninfrarotstrahlen aussenden, welche für
die Haus- bzw. Nutztiere nützlich sind, und besitzt auch antibiotische und
antifungale Wirkungen sowie Funktionen, um schädliche Gase zu absorbieren und
abzubauen, wodurch der Schutz der Tiere vor giftigen Substanzen, Viren und anderem
ermöglicht wird. Ebenso kann das in dem Germanium-Biotit enthaltene Germanium
die schädlichen Gase neutralisieren und Anion freisetzen. Aus diesem Grund
kann die Gesundheit der mit dem Germanium-Biotit gefütterten Tiere ohne Verwendung
von Antibiotika erhalten und verbessert werden.
Die gemeinsam gezüchteten Haus- bzw. Nutztiere sind gegenüber
verschiedenen Erkrankungen empfänglich. Zum Schutz der Tiere vor solchen Erkrankungen
werden im allgemeinen Impfstoffe verabreicht. Indes können die Impfstoffe das
Wachstum der Tiere hemmen, was zu wirtschaftlichen Verlusten bei den Viehzüchtern
führt.
Wenn auf der anderen Seite die Tiere mit einer Germanium-Biotit enthaltenden
erfindungsgemäßen Futtermittelzusammensetzung gefüttert werden, wird
die Erkrankungshäufigkeit letztendlich vermindert und die Produktivität
der Haus- bzw. Nutztiere verbessert, da die Immunsysteme der Tiere verbessert werden.
Mit anderen Worten kann der Germanium-Biotit das Gleichgewicht der Mikroorganismen
in den inneren Organen aufgrund dessen natürlicher antibiotischer Eigenschaft
aufrechterhalten, Schwermetalle absorbieren und giftige Substanzen entfernen. Aus
diesem Grund ist es möglich zu verhindern, dass die Tiere Krankheiten entwickeln,
selbst wenn künstliche Antibiotika oder Antiphlogistika in eine nur kleine
Menge geregelt werden. Überdies wird die Akkumulation von solchen schädlichen
Substanzen, wie Antibiotika und dergleichen, in Personen, welche das Fleisch der
Tiere verzehrt haben, verhindert. Folglich ist es möglich, die Produktivität
von Fleisch guter Qualität zu erhöhen.
Beispiel 1
Dieses Beispiel wurde durchgeführt, um die Wirkung des zu der
Futtermittelzusammensetzung zugesetzten Germanium-Biotits gemäß der vorliegenden
Erfindung auf Läuferschweine (growing pigs) zu zeigen. Als erstes wurden 54
Läuferschweine (Dreifachhybride von Duroc × Yorkshire × Landrace-Züchtungen)
für den Versuch verwendet. Sie wiesen jeweils am Versuchsbeginn ein Körpergewicht
von 32,47 ± 0,90 kg auf. Sie wurden in der Experimental-Zuchtfarm, welche der
Dankook-Universität angeschlossen ist, aufgezogen und mit der Grundnahrung,
umfassend hauptsächlich Mais-Sojamehl wie in der Tabelle 1 unten gezeigt, gefüttert.
Die Schweine wurden zufällig sechs Behandlungsgruppen zugewiesen. Den Gruppen
wurden jeweils keine Antibiotika (NC), Antibiotika (PC), 0,1 Gew.-% (WGB-0,1), 0,3
Gew.-% (WGB-0,3), 0,6 Gew.-% (WGB-0,6) bzw. 0,8 Gew.-% (WGB-0,8)
Germanium-Biotit zusätzlich zu der Grundnahrung verabreicht. Jeder Versuch
wurde dreimal mit drei Schweinen pro Assay durchgeführt.
Der Germanium-Biotit enthält 36 ppm Germanium. Die Experimente
wurden dreimal durchgeführt.
Tabelle 1
Von dem üblichen Futtermittel wurde Mais und Weizenmehl als eine
Energiequelle und Sojamehl als eine Proteinquelle bereitgestellt. Der Talg, welcher
aus Fett von Haus- bzw. Nutztieren mit Öl extrahiert wurde, stellte einen Bestandteil
zur Energieergänzung dar, und Calciumphosphat und Kalkstein wurden als Calcium-
und Phosphorquellen zum Knochenaufbau bereitgestellt. Die Vitamin- und Mineral-Vormischungen
enthielten eine geringe Menge Vitamin A, Vitamin D, Vitamin E, Riboflavin, Niacin,
Mangan, Eisen, Zink, Calcium, Kupfer, Kobalt, Selen und andere.
Weiter hatte die Grundnahrung 3,380 kcal ME/kg, 18,00% CP (Rohprotein),
0,96% Lysin, 0,70% Ca, 0,60% P auf der Grundlage des NRC(1998)-Zuchtstandards. Das
Versuchsfuttermittel wurde frei in der Form eines Pulvers und Wasser wurde frei
mittels einer Tränkstation bereitgestellt. Die Körpergewichte und die
Einnahmemengen des Futtermittels für die jeweiligen Tiere wurden täglich
geprüft, um die Gewichtszunahme pro Tag, die Futtermittel-Einnahmemenge pro
Tag und die Futtermitteleffizienz (Futtermittel/Zunahme) zu errechnen.
Zur Messung der Verdauungseffizienz wurden die Tiere beginnend sieben
Tage vor dem Versuchsende auch mit Futtermittel gefüttert, zu welchem 0,2%
Chromoxid als ein Indikator hinzugegeben wurde. Vier Tage nach Fütterung des
Chrom enthaltenden Futtermittels wurden die Exkremente gesammelt und zur Analyse
getrocknet. Die Komponentenelemente des Futtermittels und das als Indikator zugegebene
Cr wurden gemäß dem AOAC (1994) für chemische und statistische Analysen
analysiert. Die gesamten Daten wurden auf signifikante Unterschiede zwischen den
Durchschnitten unter Durchführung der Duncan'schen Vielfachbereichsanalyse
unter Verwendung des Allgemeinen Linearmodell-Verfahrens von SAS (1988) untersucht.
Als Ergebnisse sind in der Tabelle 2 unten die Gewichtszunahme pro
Tag, die Futtereinnahmemenge pro Tag und die Futtermitteleffizienz zusammengefasst.
Die NC (Negativkontrolle) bezieht sich auf die Gruppe, welche Futtermittel ohne
Antibiotika erhielt, die PC (Positivkontrolle) bezieht sich auf die Gruppe, welche
Futtermittel mit Antibiotika erhielt, und die WGB (Wangam-Germanium-Biotit) bezieht
sich auf die Behandlungsgruppe, welche Futtermittel mit zugesetztem Germanium-Biotit
erhielt. Tabelle 2
Nach der Aufzucht von 54 Läuferschweinen mit Körpergewichten
von 32,47 ± 0,90 kg über 35 Tage war das Körpergewicht in der PC-Gruppe
17% höher, in der WGB-0,3-Behandlungsgruppe 14% höher und in der WGB-0,6-Behandlungsgruppe
12% höher als das in der NC-Gruppe. Es lag kein signifikanter Unterschied zwischen
dem Anstieg des Körpergewichts in der PC-, der WGB-0,3- und der WGB-0,6-Behandlungsgruppe
vor. Indes zeigten die WGB-0,1- und die WGB-0,8-Behandlungsgruppe geringe Wachstumsgeschwindigkeiten
von 3% bzw. 7%.
Auch bezüglich der Futtermittel-Einnahmemenge zeigte die PC-Gruppe
die höchste Menge, und die WGB-0,3- und die WGB-0,6-Gruppe zeigten Mengen,
welche der der PC-Gruppe entsprachen. Indes zeigten die WGB-0,1- und die WGB-0,8-Gruppe
Mengen, welche geringer als die der PC-Gruppe waren. In Bezug auf die Futtermitteleffizienz
lag kein signifikanter Unterschied unter den Versuchsgruppen vor.
Den oben genannten Ergebnissen kann deshalb entnommen werden, dass
sich die Immunsysteme der Schweine, welche das Futtermittel verdaut haben, durch
die aus dem WGB ausgestrahlte Ferninfrarotstrahlung verbessern, wenn das Futtermittel
0,3 bis 0,6 Gew.-% Wangam-Germanium-Biotit anstelle von Antibiotika enthält.
Folglich wird die Wachstumsgeschwindigkeit ebensogut wie in dem Falle der Zugabe
von Antibiotika verbessert.
Die Verdauungsgeschwindigkeiten des Trockenmaterials und des Stickstoffs
sind in der Tabelle 3 unten gezeigt.
Tabelle 3
In der oben stehenden Tabelle zeigen die PC-, die WGB-0,3- und die
WGB-0,6-Behandlungsgruppe Verdauungsgeschwindigkeiten des Trockenmaterials, welche
über denen anderer Gruppen lagen. Tierfuttermittel, welche mit einem WGB außerhalb
des Bereiches von 0,3 bis 0,6 Gew.-% formuliert worden waren, zeigten verhältnismäßig
schlechte Verdauungsgeschwindigkeiten des Trockenmaterials, jedoch bessere als die
NC-Gruppe. Folglich ist festzuhalten, dass es wünschenswert ist, 0,3 bis 0,6
Gew.-% WGB zu der Grundnahrung hinzuzufügen, um überragende Verdauungsgeschwindigkeiten
des Trockenmittels im Vergleich zu dem Fall der Zugabe von Antibiotika zu erzielen.
Auch hinsichtlich der Verdauungsgeschwindigkeiten des Stickstoffs
zeigten die PC-, die WGB-0,3- und die WGB-0,6-Gruppe überragende Geschwindigkeiten.
Die WGB-0,1- und die WGB-0,8-Behandlungsgruppe zeigten verhältnismäßig
schlechte Verdauungsgeschwindigkeiten des Stickstoffs verglichen mit der PC-Gruppe,
obgleich bessere als die NC-Gruppe. Folglich ist ersichtlich, dass bei Zusatz von
0,3 Gew.-% bis 0,6 Gew.-% WGB zu der Grundnahrung die Verdauungsgeschwindigkeit
des Stickstoffs verglichen mit der Gruppe mit zugesetzten Antibiotika verbessert
wird. Dementsprechend ist es möglich, die Ammoniakgaskonzentration in dem Schweinestall
zu verringern und dadurch sauberes Schweinefleisch herzustellen.
Im Hinblick auf die oben genannten Ergebnisse kann gesehen werden,
daß 0,3 bis 0,6 Gew.-% WGB in dem Futtermittel die Antibiotika
ersetzen kann.
Beispiel 2
In diesem Beispiel wird die Wirkung der praktischen Futtermittel,
welche so formuliert sind, dass sie den Germanium-Biotit enthalten, auf Endmastschweine
demonstriert.
80 Endmastschweine (Dreifachhybride von Duroc × Yorkshire ×
Landrace-Züchtungen) wurden für den Versuch verwendet. Die Schweine hatten
ein durchschnittliches Körpergewicht von 78,65 kg am Versuchsbeginn. Sie wurden
in der Experimental-Zuchtfarm, welche der Dankook-Universität angeschlossen
ist, für 50 Tage aufgezogen und mit der Grundnahrung, umfassend hauptsächlich
Mais-Sojamehl gemäß den Ernährungsanforderungen des NRC(1998)-Standards
wie in der Tabelle 4 unten gezeigt, gefüttert. 20 Schweine wurden zufällig
jeder der vier Behandlungsgruppen zugewiesen, welchen kein Additiv (Con), 0,1 Gew.-%
(WGB-0,1), 3,0 Gew.-% (WGB-3,0) bzw. 5,0 Gew.-% (WGB-5,0) Germanium-Biotit zusätzlich
zu der Grundnahrung verabreicht wurden. Jeder Versuch wurde viermal mit fünf
Schweinen pro Assay durchgeführt.
Tabelle 4
Die Grundnahrung wies 3.400 kcal ME/kg, 14,00% CP und 0,67% Lysin
auf. Die Versuchsfuttermittelzusammensetzung wurde frei in gepulverter Form gefüttert
und Wasser wurde frei bereitgestellt. Die Körpergewichte und die Einnahmemengen
des Futtermittels für die jeweiligen Tiere wurden am Ende des Experiments gemessen,
um die Gewichtszunahme pro Tag, die Futtermittel-Einnahmemenge pro Tag und die Futtermitteleffizienz
zu berechnen.
Ab sieben Tagen vor dem Versuchsende wurden die Tiere auch mit einem
Futtermittel gefüttert, zu welchem 0,2% Chromoxid als ein Indikator zugesetzt
wurde, um die Verdauungseffizienz zu messen. Für zwei Tage von dem dritten
Tage nach der Verfütterung des Chrom enthaltenden Futtermittels wurden die
Exkremente gesammelt und für die Analyse getrocknet. Die Nährstoffgehalte
in dem Futtermittel und die Exkremente wurden gemäß AOAC
(1994) analysiert.
Weiter wurden am Versuchsbeginn sowie unmittelbar nach dem Versuchsende
Blutproben aus dem Hals der Schweine entnommen. Die Blutproben wurden bei 4 °C
koaguliert und dann bei 2.000 Umdrehungen pro Minute für 30 Minuten bei der
gleichen Temperatur zentrifugiert. Die entsprechenden Überstände wurden
abgetrennt und für die Analyse verwendet.
Die Konzentration an Ammoniakgas wurde dreimal in 7-Tage-Intervallen
gemessen. Fünf Schweine mit ähnlichen Körpergewichten wurden für
jeden Versuch verwendet.
Um die Wirkung von WGB auf die Blutzusammensetzung zu untersuchen
wurde die Gesamtcholesterolkonzentration unter Verwendung des T. chol-Kits (Boehringer
Mannheim, Deutschland) gemessen und die Hochdichte-Lipoprotein-Cholesterolkonzentration
wurde unter Verwendung des HDL-C-Kits (Boehringer Mannheim, Deutschland) gemessen.
Die Konzentration des Erwachsenenerkrankungs-Vorbeugefaktors (Triglycerid) wurde
unter Verwendung eines Hitachi 747, einem automatisierten Biochemie-Analysegerätes,
hergestellt von Hitachi, Japan, durch Bestimmung des Triglyceridspiegels unter Verwendung
des T.G-Kits (Boehringer Mannheim, Deutschland) gemessen.
Die Dicke des Rückenfettes wurde unter Verwendung eines digitalen
Rückenfett-Indikators (Renco Lean-Meter, USA) gemessen.
Die Daten aus den vorgenannten Messungen wurden auf signifikante Unterschiede
zwischen den Durchschnitten unter Durchführung der Duncan'schen Vielfachbereichsanalyse
(1955) unter Verwendung des Allgemeinen Linearmodell-Verfahrens von SAS (1988) untersucht.
Die Gewichtszunahme pro Tag, die Futtereinnahmemenge pro Tag und die
Effizienz des Futtermittels sind in der Tabelle 5 unten zusammengefasst.
Tabelle 5
In der Tabelle zeigte die WGB-1,0-Behandlungsgruppe einen signifikanten
Unterschied im Vergleich zur Kontrollgruppe. Die Futtermittel-Einnahmemenge war
in der Kontrollgruppe mit 3.108 g/Tag am höchsten, während die WGB-1,0-,
die WGB-3,0- und die WGB-5,0-Behandlungsgruppe 2.789 g/Tag, 2.620 g/Tag bzw. 2.631
g/Tag zeigten. Dies ist ein ähnliches Ergebnis, wie das des Berichtes von Yang
(1999), welcher beschreibt, dass in Experimenten, bei denen Läufer- und Endmastschweine
mit 3% Schlacke bzw. Zeolith gefüttert wurden, signifikante Unterschiede hinsichtlich
der Gewichtszunahme pro Tag beobachtet wurden. Aus dem oben genannten Ergebnis wird
festgehalten, dass optimale Ergebnisse erhalten werden können, wenn der Germanium-Biotit
in einer Konzentration von 3 Gew.-% zugesetzt wird.
In Bezug auf die Futtermitteleffizienz zeigten die WGB-1,0- und die
WGB-3,0-Behandlungsgruppe 0,271 bzw. 0,273, wobei beide im Vergleich zur Kontrollgruppe
mit 0,231 verbessert wurden. Dies stimmt mit dem Ergebnis aus dem Experiment von
Komodo et al. (1968) überein, in welchem der Zusatz von 5% Zeolith zu Futtermittel
für Endmastschweine die Futtermitteleffizienz um ungefähr 6% verbesserte.
Die Verdauungsgeschwindigkeiten des Trockenmaterials (TM) und des
Stickstoffs (N) sind in der Tabelle 6 unten gezeigt. Tabelle 6
In den Experimenten zeigten die Kontrollgruppe, die WGB-1,0-, die
WGB-3,0- und die WGB-5,0-Behandlungsgruppe Verdauungsgeschwindigkeiten des Trockenmaterials
von 70,99; 71,26; 70,53 bzw. 70,37. Es lag kein signifikanter Unterschied zwischen
den Geschwindigkeiten vor. Dies entspricht den Berichten von Ballard und Edwards
(1988) und Daly (1990), welche beschreiben, dass die Bereitstellung von Zeolith
den Koeffizienten der Nährstoffverwertung nicht beeinflußt. Indes waren
die WGB-1,0- und die WGB-3,0-Behandlungsgruppe für die Verdauungsgeschwindigkeiten
des Stickstoffs in der oben aufgeführten Tabelle etwas höher als die der
Kontrollgruppe. Es wird erachtet, dass sich dies aus dem 1,0 Gew.-% bis 3,0 Gew.-%
WGB, welcher in das Futtermittel eingebaut wurde, ergibt, was zu einer Erhöhung
der Verwertung von Stickstoff führt, und dadurch wird die Konzentration an
Ammoniakgas in dem Schweinestall erheblich verringert.
Die entsprechenden Dicken des Rückenfettes sind in der Tabelle
7 gezeigt.
Tabelle 7
Für die Dicke des Rückenfettes zeigte die WGB-1,0- und die
WGB-3,0-Behandlungsgruppe 25,71 mm bzw. 22,81 mm. Die oben genannten Werte sind
signifikant von 27,19 mm der Kontrollgruppe verschieden. Dies ist ein ähnliches
Ergebnis wie das des von Pond et al. (1988) und Kovar et al. (1990) durchgeführten
Experimentes, in welchem gezeigt wurde, dass die Zufütterung von Silikatmineralien
eine vorteilhafte Wirkung auf die Merkmale der Muskeln und Fette von Schwein und
Huhn zeigte.
Die Konzentrationen an Ammoniakgas in den Exkrementen von Tieren,
welche den Germanium-Biotit einnehmen, sind in der Tabelle 8 gezeigt.
Tabelle 8
Wie in der Tabelle zu sehen ist zeigten die WGB-1,0- und die WGB-3,0-Behandlungsgruppe
eine Ammoniakgaskonzentration von 6,1 mg/kg bzw. 6,5 mg/kg, während die Kontrollgruppe
17 mg/kg zeigte. Das heißt, dass kein signifikanter Unterschied zwischen den
WGB-Behandlungsgruppen und der Kontrollgruppe hinsichtlich der Ammoniakkonzentration
in den Exkrementen vorliegt. Aus diesem Grund wird festgehalten, dass die Konzentration
an Ammoniak in den Exkrementen durch Zugabe von 1,0 bis 3,0 Gew.-% Germanium-Biotit
zu dem Futtermittel von Endmastschweinen verringert werden kann.
Die Gehalte an Gesamtcholesterol, Triglycerid, HDL-Cholesterol und
LDL-Cholesterol beim Beginn (d0) und am Ende (d50) der Experimente sind in der Tabelle
9 unten gezeigt. Tabelle 9
Wie aus der Tabelle zu sehen ist war der Gesamtcholesterolgehalt in
dem Serum in der Kontrollgruppe erhöht, jedoch in den Germanium-Biotit-Behandlungsgruppen
erniedrigt. Insbesondere zeigten die WGB-1,0- und die WGB-3,0-Behandlungsgruppe
beträchtlich erniedrigte Werte. Es wurde beobachtet, dass der HDL-Cholesterolgehalt
in den WGB-Behandlungsgruppen im Vergleich zur Kontrollgruppe viel höher war.
Es wurde beobachtet, dass die Gehalte an Triglycerid, einem Erwachsenenerkrankungs-Verhütungsfaktor,
in den Seren in den WGB-Behandlungsgruppen im Vergleich zur Kontrollgruppe weniger
erniedrigt waren. Dies deutet darauf hin, dass der rückständige Erwachsenenerkrankungs-Verhütungsfaktor
in den WGB-Behandlungsgruppen verglichen mit der Kontrollgruppe höher ist.
Es wurde beobachtet, dass die Gehalte an LDL-Cholesterol in den Seren in der Kontrollgruppe
erhöht waren, jedoch in den WGB-Behandlungsgruppen erniedrigt waren.
Dementsprechend wird festgehalten, dass die Serumkonzentrationen des
Gesamtcholesterols und des LDL-Cholesterols, Hauptsubstanzen, welche zur Hyperlipidämie
beitragen, welche eine Hauptursache für Erkrankungen des kardiovaskulären
Systems ist, vermindert werden können, wenn Endmastschweine mit Futtermittel
gefüttert werden, die zugesetztes Germanium-Biotit gemäß der vorliegenden
Erfindung enthalten. Dies bedeutet, dass eine Verminderung von solchen Verbindungen
in Fleisch von Schweinen, die mit Futtermittel der vorliegenden Erfindung gefüttert
wurden, erreicht werden kann. Folglich wird festgehalten, daß der Zusatz von
Germanium-Biotit in einer Menge von 1 bis 3 Gew.-% zu Futtermittel Schweinefleisch
mit niedrigem Cholesterol erzeugt.
In Bezug auf die Gehalte an Immunozyt-Förderfaktor (IgG: Immunoglobulin
G) in den Seren zeigten die WGB-1,0-, die WGB-3,0- und die WGB-5,0-Behandlungsgruppe
im Vergleich zu der Kontrollgruppe Erhöhungen von 444 %,
419% bzw. 326%. Aus diesem Grund ist bewiesen worden, dass der Germanium-Biotit
die Immunfähigkeit verbessern kann, wodurch es als eine natürliche Antibiotikumsubstanz
verwendet wird.
In der Tabelle 10 unten sind die Gehalte an Cholsterol in dem Fleisch
und dem Fett um das Rückenmark gezeigt.
Tabelle 10
Hinsichtlich der Gehalte an Cholesterol in dem Fleisch und dem Fett
um das Rückenmark waren die WGB-1,0-, die WGB-3,0- und die WGB-5,0-Behandlungsgruppe
niedriger als die Kontrollgruppe. Insbesondere wurde gezeigt, dass die WGB-1,0-
und die WGB-3,0-Behandlungsgruppe wesentlich geringere Cholsterolgehalte aufweisen.
Auf diese Weise wurde bewiesen, dass der Zusatz des Germanium-Biotits in einer Menge
von 1 bis 3 Gew.-% zu dem Futtermittel Schweinefleisch mit niedrigem Cholsterol
erzeugt.
Aus den Ergebnissen dieses Beispiels wird festgehalten, dass Schweinefleisch
mit niedrigem Cholsterol erhalten werden kann und die Immunfähigkeit der Schweine
durch die antibiotische Wirkung des Germanium-Biotits verbessert wird, wenn Endmastschweine
mit Futtermittel gefüttert werden, welches den Germanium-Biotit in einer Menge
von 1 bis 3 Gew.-% enthält.
Beispiel 3
In diesem Beispiel wird die Wirkung der praktischen Futtermittel,
welche so formuliert sind, dass sie Germanium-Biotit enthalten, auf Absetzferkel
(starter pigs) demonstriert werden.
60 Absetzferkel (Dreifachhybride von Duroc × Yorkshire ×
Landrace-Züchtungen) wurden für den Versuch verwendet. Die Schweine hatten
ein durchschnittliches Körpergewicht von 15,09 ± 0,18 kg am Versuchsbegin.
Sie wurden in der Experimental-Zuchtfarm, welche der Dankook-Universität angeschlossen
ist, für 28 Tage aufgezogen. Das Versuchsprotokoll schloss die Grundnahrung,
umfassend hauptsächlich Mais-Sojamehl, wie in der Tabelle 11 unten gezeigt
ein. 12 Schweine wurden zufällig jeder der fünf Behandlungsgruppen zugewiesen,
welchen kein Germanium-Biotit (Con), 0,1 Gew.-% (WGB-0,1), 0,3 Gew.-% (WGB-0,3),
0,6 Gew.-% (WGB-0,6) bzw. 1,0 Gew.-% (WGB-1,0) Germanium-Biotit zusätzlich
zu der Grundnahrung verabreicht wurden. Jeder Versuch wurde viermal mit drei Schweinen
pro Assay durchgeführt. Tabelle 11
Die Grundnahrung, umfassend hauptsächlich Mais und Sojamehl,
wies 3.380 kcal ME/kg, 19,00% CP, 1,00% Lysin, 0,80% Ca und 0,70% P auf der Grundlage
des NRC(1998)-Zuchtstandards auf. Das Versuchsfuttermittel wurde frei in gepulverter
Form gefüttert und Wasser wurde frei mittels einer Tränkstation bereitgestellt.
Die Körpergewichte und die Einnahmemengen des Futtermittels für die jeweiligen
Tiere wurde bei Versuchsbeginn, am 14ten Tag des Versuchs und am Versuchsende gemessen,
um die Gewichtszunahme, die Futtermittel-Einnahmemenge und die Futtermitteleffizienz
zu berechnen.
Ab sieben Tagen vor dem Versuchsende wurden die Tiere auch mit einem
Futtermittel gefüttert, zu welchem 0,2% Chromoxid als ein Indikator zugesetzt
wurde, um die Verdauungseffizienz zu messen. Vier Tagen nach der Verfütterung
des Chrom enthaltenden Futtermittels wurden die Exkremente gesammelt und für
die Analyse getrocknet.
Weiterhin wurden am Versuchsbeginn und am 14ten Tag des Versuchs Blutproben
vom Hals der Schweine entnommen. Die Blutproben wurden bei 4 °C koaguliert
und dann bei 3.000 Umdrehungen pro Minute für 30 Minuten bei der gleichen Temperatur
zentrifugiert. Die entsprechenden Überstände wurden abgetrennt und für
die Analyse verwendet.
Die Gesamtcholesterolkonzentration wurde unter Verwendung des T.-chol-Kits
(Boehringer Mannheim, Deutschland) gemessen und die Hochdichte-Lipoprotein-Cholesterolkonzentration
wurde unter Verwendung des HDL-C-Kits (Boehringer Mannheim, Deutschland) gemessen.
Die Konzentration des Erwachsenenerkrankungs-Verhütungsfaktors (Triglycerid)
wurde unter Verwendung eines Hitachi 747, einem automatisierten Biochemie-Analysegerätes,
hergestellt von Hitachi, Japan, durch Bestimmung der Triglyceridspiegel unter Verwendung
eines T.G-Kits (Boehringer Mannheim, Deutschland) gemessen. Die Konzentration an
Immunozyt-Förderfaktor (Immunoglobulin G) wurde unter Verwendung eines Nephelometers
(Boehringer Mannheim, Deutschland) durch Bestimmung des Immunoglobulin G unter Verwendung
eines IgG-Kits (Boehringer, Deutschland) gemessen. Die Konzentration an Cortisol
wurde unter Verwendung eines &ggr;-Zählers (Cobra 5010II, USA) durch Bestimmung
des Cortisols unter Verwendung eines Coat-A-Count-Cortisol-Kits (Diagnostic Products
Corporation) gemessen.
Die Komponentenelemente des Futtermittels und das als Indikator zugesetzte
Cr wurden gemäß AOAC (1994) analysiert. Die Daten aus den oben genannten
Messungen wurden auf signifikante Unterschiede zwischen den Durchschnittswerten
unter Durchführung einer Duncan'schen Vielfachbereichsanalyse unter Verwendung
des Allgemeinen Linearmodell-Verfahrens von SAS (1988) untersucht.
Als Ergebnisse sind die Gewichtszunahme pro Tag, die Futtermittel-Einnahmemenge
pro Tag und die Effizienz des Futtermittels in der Tabelle 12 unten zusammengefaßt.
Tabelle 12
In der Tabelle zeigte die WGB-0,3-Behandlungsgruppe, welche mit dem
Futtermittel mit 0,3% zugesetztem Germanium-Biotit gefüttert wurde, am 14ten
Tag des Experimentes die größte Gewichtszunahme. In Bezug auf die Einnahmemenge
an Futtermittel zeigte die WGB-0,6-Behandlungsgruppe das höchste Ergebnis unter
den anderen Behandlungsgruppen und der Kontrollgruppe. In Bezug auf die Futtermitteleffizienz
zeigte die WGB-0,3-Behandlungsgruppe das höchste Ergebnis unter den anderen
Behandlungsgruppen und der Kontrollgruppe.
Während der Zeitdauer von 14 bis 28 Tagen des Experimentes zeigte
die WGB-0,6-Behandlungsgruppe die höchste Gewichtszunahme, jedoch verdaute
sie verglichen mit den anderen Behandlungsgruppen und der Kontrollgruppe die größte
Menge an Futtermittel. In Bezug auf die Futtermitteleffizient zeigte die WGB-0,3-Behandlungsgruppe
das höchste Ergebnis unter den anderen Behandlungsgruppen und der Kontrollgruppe.
Während der Zeitdauer der Experimente zeigte die WGB-0,3-Behandlungsgruppe,
welche mit dem Futtermittel mit 0,3 Gew.-% zugesetztem Germanium-Biotit gefüttert
wurde, eine Gewichtszunahme von 6,7% (491 g gegenüber 524 g) über der
der Kontrollgruppe. Die WGB-0,6-Behandlungsgruppe zeigte eine Gewichtszunahme von
9,4% (491 g gegenüber 537 g) über der der Kontrollgruppe. Aus diesem Grund
ist ersichtlich, dass die Gewichtszunahme der Absetzferkel verbessert werden kann,
wenn das Futtermittel 0,3 bis 0,6 Gew.-% Germanium-Biotit enthält.
In Bezug auf die Futtermittel-Einnahmemenge war die WGB-0,6-Behandlungsgruppe
ein wenig höher als die der anderen Behandlungsgruppen und der Kontrollgruppe.
Indes wurden keine signifikanten Unterschiede zwischen den Ergebnissen der entsprechenden
Gruppen beobachtet.
In Bezug auf die Futtermitteleffizienz zeigte die WGB-0,3-Behandlungsgruppe
verglichen mit den anderen Behandlungsgruppen und der Kontrollgruppe das höchste
Ergebnis. Insbesondere zeigte die WGB-0,3-Behandlungsgruppe eine Verbesserung von
8% (0,443 gegenüber 0,479) verglichen mit der Kontrollgruppe.
Folglich ist ersichtlich, dass die benötigte Menge Futtermittel verringert
wird, wenn Absetzferkel mit 0,3 Gew.-% Germanium-Biotit enthaltendem Futtermittel
gefüttert werden, wodurch eine Reduktion der Futtermittelkosten bewirkt wird,
welche einen großen Teil der Produktionskosten ausmachen.
Für die Absetzferkel wurden die Verdauungsgeschwindigkeiten des
Trockenmaterials (TM) und des Stickstoffs (N) untersucht und die Ergebnisse sind
in der Tabelle 13 unten gezeigt.
Tabelle 13
Wie aus der Tabelle zu sehen ist war die Verdauungsgeschwindigkeit
des Trockenmaterials in der WGB-0,1- und der WGB-0,3-Behandlungsgruppe verglichen
mit der Kontrollgruppe höher. Indes wird festgehalten, dass die Verdauungsgeschwindigkeit
des Trockenmaterials vermindert wurde, wenn der Gehalt des Germanium-Biotits in
dem Futtermittel 0,6 Gew.-% übersteigt. In Bezug auf die Verdauungsgeschwindigkeit
des Stickstoffs zeigte die WGB-0,3-Behandlungsgruppe einen höheren Wert als
die anderen WGB-Behandlungsgruppen und die Kontrollgruppe. Insbesondere wurde die
Geschwindigkeit im Vergleich zu der Kontrollgruppe um 3,6% verbessert. Ähnlich
zu dem Fall von Trockenmaterial wird auch festgehalten, dass die Verdauungsgeschwindigkeit
des Stickstoffs vermindert wurde, wenn der Gehalt des Germanium-Biotits in dem Futtermittel
0,6 Gew.-% übersteigt, in Anbetracht der Tatsache, dass die WGB-0,6-Behandlungsgruppe
eine Verdauungsgeschwindigkeit des Stickstoffs von 14,6% unter der der Kontrollgruppe
zeigte.
Die Absetzferkel, welche mit dem Versuchsfuttermittel gefüttert
wurden, wurden auf Veränderungen des Gesamtcholesterols, des Triglycerids,
des HDL-Cholesterols, des LDL-Cholesterols, des Immunozyt-Förderfaktors (IgG)
und des Cortisols untersucht und die Ergebnisse sind in der Tabelle 14 unten gezeigt. Tabelle 14
Am Tag 14 wurde beobachtet, dass der Gesamtcholesterolgehalt in dem
Serum der Kontrollgruppe anstieg, jedoch in den Germanium-Biotit-Behandlungsgruppen
abnahm. Insbesondere zeigten die WGB-Behandlungsgruppen verminderte Gesamtcholesterolspiegel,
mit der Ausnahme, dass die WGB-0,1-Behandlungsgruppe ein leicht erhöhtes Cholesterol
zeigte. Insbesondere war das Gesamtcholesterol der WGB-0,3-Behandlungsgruppe im
Vergleich zur Kontrollgruppe um 158% (12,00 ml/dl gegenüber –7,00 ml/dl)
geringer.
Es wurde beobachtet, dass der HDL-Cholesterolgehalt in dem Serum in
den WGB-Behandlungsgruppen im Vergleich zu der Kontrollgruppe viel höher war.
Insbesondere war der Wert der WGB-0,3-Behandlungsgruppe um 132% (9,50 ml/dl gegenüber
22,00 ml/dl) im Vergleich zur Kontrollgruppe erhöht.
Es wurde beobachtet, dass der Gehalt an Triglycerid in dem Serum nur
in der WGB-0,6-Behandlungsgruppe erniedrigt war.
In Bezug auf LDL-Cholesterol in dem Serum wurde beobachtet, dass der
Gehalt der WGB-0,3-Behandlungsgruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe um 182% (12,40
ml/dl gegenüber 4,40 ml/dl) erniedrigt war.
Auf diese Weise wird festgestellt, dass die Serumgehalte des Gesamtcholesterols
und des LDL-Cholsterols, Hauptsubstanzen, welche zur Hyperlipidämie beitragen,
welche eine Hauptursache für eine Erkrankung des kardiovaskulären Systems
darstellt, vermindert werden kann, wenn Absetzferkel mit Futtermittel gefüttert
werden, welche zugesetztes Germanium-Biotit in einer Menge von 0,1 bis 0,3 Gew.-%
gemäß der vorliegenden Erfindung enthält. Dies bedeutet, dass eine
Verminderung von solchen Substanzen in Fleisch erreicht werden kann, welches aus
einem Schwein erhalten wird, welches mit dem Futtermittel gemäß der vorliegenden
Erfindung gefüttert wurde. Auf diese Weise wurde bewiesen, dass der Zusatz
des Germanium-Biotits in einer bestimmten Menge zu Futtermittel Schweinefleisch
mit niedrigem Cholesterol erzeugt.
In Bezug auf die Gehalte an Immunozyt-Förderfaktor (IgG: Immunoglobulin
G) in dem Serum zeigten die WGB-0,1-, die WGB-0,3-, die WGB-0,6 und die WGB-1,0-Behandlungsgruppe
verglichen mit der Kontrollgruppe Anstiege um 86,6%; 8,2%; 67,8% bzw. 12,1%. Aus
diesem Grund wurde bewiesen, dass der Germanium-Biotit die Immunfähigkeit verbessern
kann, wodurch es als eine natürliche Antibiotikumsubstanz verwendet wird.
In Bezug auf die Gehalte an Cortisol zeigten die WGB-Behandlungsgruppen
verglichen mit der Kontrollgruppe einen geringeren Anstieg, mit der Ausnahme der
WGB-0,6-Behandlungsgruppe. Es lag kein signifikanter Unterschied zwischen den Ergebnissen
vor.
Die Konzentration an Cortisol wurde gemessen, um den Stressgrad zu
bestimmen, welcher einem Schwein beim Transport und bei der Abgewöhnung (correction)
auferlegt wurde (Benjamins et al., (1992)). Baybutt und Holsbocr (1990) berichteten,
dass ein Anstieg an Cortisol bewirkt, dass die Produktion von Antikörpern durch
B-Zellen und die Funktion von Phagozyten vermindert werden. Im Lichte des Ergebnisses
aus dem Experiment unter Verwendung von Absetzferkel kann bei einem Germanium-Biotitgehalt
von bis zu 0,3% die Konzentration an Cortisol verglichen mit der Kontrollgruppe
vermindert werden. Indes gab es keinen signifikanten Unterschied.
Auf der Grundlage der Ergebnisse aus diesem Beispiel ist festzuhalten,
dass Schweinefleisch mit niedrigem Cholesterol erhalten werden kann und die Immunfähigkeit
der Schweine durch die antibiotische Wirkung des Germanium-Biotits verbessert werden
kann, wenn Absetzferkel mit Futtermittel gefüttert werden, welche den Germanium-Biotit
in einer Menge von 0,3 Gew.-% anstelle von Antibiotikum enthält.
In Anbetracht der Tatsache, dass Absetzferkel in ihrer Immunfähigkeit
den Läuferschweinen oder Endmastschweinen unterlegen sind, wäre es wünschenswert,
eine geringe Menge Antibiotikum neben dem Germanium-Biotit zu verwenden, wie in
der Formulierung dieses Beispiels gezeigt.
Industrielle Anwendbarkeit
Durch Zusatz von Germanium-Biotit anstelle von Antibiotikum zu allgemein
in der Viehzuchtindustrie verwendeten gemischten Futtermitteln ist es, wie oben
beschrieben, erfindungsgemäß möglich, Haus- bzw. Nutztiere herzustellen,
welche eine so gute Wachstumsgeschwindigkeit und Immunfähigkeit aufweisen,
wie bei Zusatz einer großen Menge Antibiotikum zu dem Futtermittel. Aus diesem
Grund kann bei der Herstellung von Futtermittel die Verwendung von für Tiere
und das Fleisch der Tiere verzehrenden Menschen schädliches Antibiotikum teilweise
oder vollständig vermieden werden, wodurch die Herstellung von "gesundem Fleisch"
ermöglicht wird.
Anspruch[de]
Futtermittelzusammensetzung zum Ersatz von Antibiotika, umfassend eine
Grundnahrung, einschließlich Mais, Sojamehl, Melasse, Salz, Vitamin-Vormischung
und Mineral-Vormischung, und 0,1 bis 3,0% Germanium-Biotit, einschließlich
36 ppm Germanium, und Biotit, Muskovit, Feldspat, Turmalin, Zirkon, Granat, Apatit
und opaque Mineralien, wobei sie 0,93% Emissionsvermögen und 4,31 × 102
W/m2 &mgr;m an radioaktiver Energie in einem Bereich von Ferninfrarotstrahlen
zwischen 5 und 20 &mgr;m aufweist.Zusammensetzung nach Anspruch 1, worin die Grundnahrung für Läuferschweine
ist und 66,23 Gew.-% Mais, 26,07 Gew.-% Sojamehl, 3% Talg, 0,52 Gew.-% Kalkstein,
1,16 Gew.-% Calciumphosphat, 2,5 Gew.-% Melasse, 0,25 Gew.-% Salz, 0,12 Gew.-% Vitamin-Vormischung,
0,10 Gew.-% Mineral-Vormischung und 0,05 Gew.-% Antioxidationsmittel
enthält und der Germanium-Biotit in einer Menge von 0,3 bis 0,6 Gew.-% zugesetzt
ist.Zusammensetzung nach Anspruch 1, worin die Grundnahrung für Endmastschweine
ist und 76,74 Gew.-% Mais, 15,82 Gew.-% Sojamehl, 3 Gew.-% Talg, 2,5 Gew.-% Melasse,
0,83 Gew.-% TCP, 0,61 Gew.-% Kalkstein, 0,20 Gew.-% Salz, 0,12 Gew.-% Vitamin-Vormischung,
0,10 Gew.-% Mineral-Vormischung, 0,05 Gew.-% Antioxidationsmittel und 0,03 Gew.-%
Lysin enthält und der Germanium-Biotit in einer Menge von 1,0 bis 3,0 Gew.-%
zugesetzt ist.Zusammensetzung nach Anspruch 1, worin die Grundnahrung für Absetzferkel
ist und 64,36 Gew.-% Mais, 28,09 Gew.-% Sojamehl, 3 Gew.-% Talg, 0,12 Gew.-% Kalkstein,
1,86 Gew.-% Calciumphosphat, 2 Gew.-% Melasse, 0,20 Gew.-% Salz, 0,12 Gew.-% Vitamin-Vormischung,
0,10 Gew.-% Mineral-Vormischung, 0,05 Gew.-% Antioxidationsmittel und 0,10 Gew.-%
Antibiotika enthält und der Germanium-Biotit in einer Menge von 0,3 Gew.-%
zugesetzt ist.Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, worin der Germanium-Biotit
auf eine Teilchengröße von 100 bis 350 Mesh pulverisiert ist.