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Dokumentenidentifikation DE60216523T2 04.10.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001552753
Titel HERSTELLUNG UND VERWENDUNG VON MIT VERZWEIGTEN AMINOSÄUREN ANGEREICHERTEN SOJAPROTEINHYDROLYSATEN
Anmelder Centro de Investigacion en Alimentacion y Desarrollo, A.C., Hermosillo, Sonora, MX
Erfinder CALDERON DE LA BARCA COTA, Ana Maria, Hermosillo, Sonora 83000, MX;
RODRIGUEZ HERNANDEZ, Maria Fátima, Hermosillo, Sonora 83000, MX
Vertreter Huber & Schüssler, 81825 München
DE-Aktenzeichen 60216523
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 19.06.2002
EP-Aktenzeichen 027415025
WO-Anmeldetag 19.06.2002
PCT-Aktenzeichen PCT/MX02/00053
WO-Veröffentlichungsnummer 2004000033
WO-Veröffentlichungsdatum 31.12.2003
EP-Offenlegungsdatum 13.07.2005
EP date of grant 29.11.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.10.2007
IPC-Hauptklasse A23J 3/16(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A23J 3/34(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
HINTERGRUND

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Sojaproteinhydrolysate welche mit verzweigten Aminosäureketten angereichert sind, sowie die Herstellung oder Zubereitung und der Gebrauch dieser Sojaproteinhydrolysate. Insbesondere, die Verwendung bei der Behandlung der zirrhotischen Lebererkrankung und von metabolisch belasteten Patienten.

Beschreibung der bekannten Technik

Eine Abnahme der Leberfunktion ist die Ursache von verschiedenen metabolischen, hormonalen und Ernährungserkrankungen, welche sich in dem Metabolismus der Aminosäure und der Proteine widerspiegeln. Bei den zirrhotischen Patienten beobachtet man, unabhängig von der Ethiologie, geringe plasmatische Konzentration von den verzweigten Aminosäuren (BCAA: Valin, Isoleucin und Leucin) sowie erhöhte Konzentration von den aromatischen Aminosäuren (AAA: Phenylalanin, Thyrosin und Tryptophan). In Anbetracht der Hauptfunktion der Leber bei dem Metabolismus aller Nahrungsstoffe, haben die Erkrankungen dieses Organs sehr negative Auswirkungen auf den Gesundheitszustand eines Patienten. Folglich, sind Erkrankungen wie Anorexia, ein erhöhter Energieverbrauch, sowie Probleme bei der Aufnahme und Verdauung, sehr häufige Erscheinungen bei zirrhotischen Patienten. Ausser diesem erhöhten Energiebedarf ist ein erhöhter Nahrungsmittelbedarf, über- normal, erforderlich bei der Zirrhose, um ein Stickstoffgleichgewicht wiederherzustellen. Mit diesem Ziel werden die BCAA bevorzugt.

Zur Behandlung von Erkrankungen wie die Leberzirrhose und die metabolische Belastung, benötigt man Aminosäuren mit verzweigten Ketten (BCAA) in einer hohen Konzentration. Dieses kann man damit erklären, dass die BCAA einen höheren energetischen Wirkungsgrad besitzen als der Wirkungsgrad der Glucose oder der Fettsäuren, Ferner ist es möglich, dass Zusatzmittel BCAA einzusetzen, um die erforderliche Stickstoffaufnahme ohne eine negative Auswirkung auf die geistige Situation zu gewährleisten, wobei sogar eine Besserung des Zustandes zu verzeichnen ist.

In Anbetracht der Tatsache, dass diese Art von Proteine nicht naturmässig existieren, werden Zusammensetzungen oder Formulierungen mit freien Aminosäuren oder Milchproteinen mit zusätzlich freien Aminosäuren mit einem Gehalt von 30% bis 50% BCAA im Handel hergestellt, z.B. als Produkte mit den Warenbezeichnungen Hepatamine®, Generaid®, Hepatic Aid II® und Travasorb® Diese Zusammensetzung, bzw. Formulierung, hat einige Nachteile, so zum Beispiel, einen hohen Osmolwert (>300mOsm), unzureichende Geschmacks- und funktionelle Eigenschaften, sowie hohe Herstellungskosten. Ferner, erscheint das Profil der Aminosäure eines Produktes, wie Hepatic Aid, nicht annehmbar in Zusammenhang mit einer längeren Behandlung. Ausserdem ist die Absorption von den freien Aminosäuren in einer Diät nicht effizient genug, hauptsächlich, bei metabolisch belasteten Patienten, bzw. Patienten die unter metabolischem Stress leiden.

Demzufolge wird eine alternative Stickstoffquelle für klinische Formulierungen, mit Hilfe einer Ernährung bei Leberzirrhose oder bei metabolischer Belastung der Patienten, weitläufig benötigt. Diese Stickstoffquelle muss optimale funktionelle Eigenschaften besitzen, insbesondere, bezüglich des Lösungsverhaltens und soll mindestens 30% BCAA enthalten, mit einem hohen Potential an Darmabsorption oder Aufnahme im Darm.

Laut der zur Zeit vorhandenen Information über Nahrungsmittel-Technologie bei einer kontrollierten enzymatischen Hydrolyse, erhält man Peptide mit besseren funktionellen Eigenschaften als die Ursprungsquelle des Proteins. Ausserdem wurde es ausführlich dokumentiert, dass die Aminosäuren von Peptiden besser absorbiert werden als die freien Aminosäuren oder die Aminosäuren von ganzen oder vollständigen Proteinen. Ferner, ist es möglich, dass die Aminosäuren kovalent mit Peptiden verbunden sein können, mit dem Ziel ein Aminosäureprofil für jedes einzelne Nahrungsziel modellieren zu können. Jedoch, bis zum heutigen Tage wurde kein Hydrolysat, einzeln oder synthetischen Ursprungs, bekanntgegeben, welches als Nahrung für die Behandlung von Zirrhose oder für die metabolisch belasteten Patienten, geeignet ist.

Eine vorhergehende Studie von Calderón de la Barca und Mitarbeiter, J. Food Sei, 2000,65 82):2146-253, beschreibt ein Sojaproteinhydrolysat, welches mit Methionin kovalent verbunden ist. Diese frühere Studie empfiehlt solche Protein-Hydrolysate für Zusammensetzungen oder Formulierungen von Nahrungsmitteln für ältere Personen und Patienten, welche unter einer unzureichenden Verdauungsabsorption leiden, sowie für hypoalergenische Formulierungen. Diese Veröffentlichung, sowie andere Veröffentlichungen der bekannten Technik, beinhalten keine Information bezüglich der Bindung von BCAA mit Sojaproteinen für eine Nahrungsbehandlung bei Patienten die unter Zirrhose und/oder einer metabolischen Belastung leiden.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Ein Ziel der Erfindung ist, eine Stickstoffquelle mit einem therapeutischen Effekt zur Verfügung zu stellen, welche man in einer Nahrungsmittel-Formulierung anwenden kann und die für Patienten mit Zirrhose und/oder unter einer metabolischen Belastung leiden, geeignet ist.

Ein weiteres Objekt der Erfindung sind Proteinkompositionen, welche insbesondere den Bedarf an Aminosäure ergänzen sollen, als Nahrungsmittelunterstützung von Patienten die unter Zirrhose und/oder an einer metabolischen Belastung oder Stress leiden.

Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung eines Komponenten für Nahrungsmittel-Zusammensetzungen, welches geeignete funktionelle und sensorielle oder Geschmackseigenschaften besitzt und eine geringe Osmolalität zeigt, sowie konkurrenzfähige Herstellungskosten aufweist.

Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung eines Protein-Ingredienz für eine lösliche Formulierung eines Nährstoffes für die enterale oder parenterale Verabreichung.

Ein noch weiteres Objekt ist die Bereitstellung eines Proteiningredienz für eine Nahrungsmittel-Formulierung mit Aminosäuren, welches eine bessere Aufnahme im Darm als die freien Aminosäuren der Gesamtproteine zeigt.

Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung eines Proteiningredienz, welches für eine längere Nahrungsbehandlung für leberkranke Patienten geeignet ist.

Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung einer Methode zur Erhöhung des niedrigen BCAA Plasma-Niveaus bei zirrhotiatienten.

Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung einer Methode zur Erhöhung des niedrigen BCAA Plasma-Niveaus bei zirrhotischen Patienten.

Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung einer Methode zur Erstellung eines Sojaproteinhydrolysates welches mit BCAA angereichert ist.

Diese Zielsetzungen der vorliegenden Erfindung werden laut dem Inhalt der Ansprüche erreicht, mit der Bereitstellung von Proteinhydrolysaten welche mit BCAA angereichert sind. Solche Proteinhydrolysate, angereichert mit verzweigten Aminosäureketten (BCAA), werden durch enzymatische Hydrolyse von Sojaprotein und einer enzymatischen Anreicherung mit BCAA, hergestellt.

Ein weiteres Anwendungsgebiet der vorliegenden Erfindung ergibt sich aus der nachfolgenden Beschreibung.

BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Laut der Information der Nahrungsmittel-Technologie, welche zur Zeit vorhanden ist, erhält man in einer kontrollierten enzymatischen Hydrolyse, Peptide, welche bessere funktionelle Eigenschaften besitzen als diejenigen Proteine der ursprünglichen Quelle. Die enzymatische Synthese der Aminosäuren ist ein sehr bekanntes Verfahren, doch augenblicklich wird es seit längerer Zeit in der Nahrungsmittel-Industrie wenig gebraucht, insbesondere für Anwendungen in den Formulierungen welche für die klinische Ernährung bestimmt sind.

Das Produkt welches man nach den hier beschriebenen Bedingungen erhält, ist eine gute Stickstoffquelle mit positivem therapeutischen Effekt, sowie guten funktionellen Eigenschaften. Dieses Produkt findet Anwendung als Komponente von Ernährungsformulierungen die für zirrhotische und metabolisch belastete Patienten geeignet sind, welche eine geringe Osmolalität zeigen und mit niedrigen Kosten hergestellt werden kann.

Die vorliegende Erfindung stellt Proteinzusammensetzungen zur Verfügung, welche besonders geeignet sind den Bedarf an Aminosäure zur Unterstützung der Ernährung von zirrhotischen oder metabolisch belasteten Patienten zu gewährleisten. Das angegebene modifizierte Protein ist in flüssigen Formulierungen löslich, welche für eine enterale oder parenterale Ernährung bestimmt sind.

Ferner, da die Sojaproteine naturgemäss annähernd 17% BCAA beinhalten, ist es eine ideale Proteinquelle für eine Modifikation. Somit, war es unser Ziel, ein enzymatisch modifiziertes Sojaprotein herzustellen, mittels Bindung von verzweigten Aminosäureketten (BCAA), unter Anwendung von geeigneten Reaktionsbedingungen.

Die in der Erfindung beschriebenen enzymatisch modifizierten Sojaproteinhydrolysate sind besonders wertvoll, da die verzweigten Aminosäureketten, welche für die beschriebenen Pathologien oder Erkrankungen erforderlich sind, kovalent gebunden sind, im Gegensatz zu den Proteinquellen der kaufmännischen Formulierungen, welche zur Behandlung von Zirrhose und/oder metabolischer Belastung gehören, wobei die Hydrolysate, die nach unserem Verfahren hergestellt werden, die funktionellen Eigenschaften der Formulierungen verbessern. Die Aminosäuren der Hydrolysate werden im Darm besser absorbiert als die Formulierungen der handelsüblichen Produkte mit diesen freien Aminosäuren. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass das Aminosäure-Profil in unserer Formulierung nicht nur die erforderlichen Aminosäureketten (BCAA) für die Patienten, sondern auch alle diejenigen die für eine langanhaltende Behandlung erforderlich sind enthält, was ein begrenzender Faktor bei den zur Zeit existierenden handelsüblichen Formulierungen ist.

Die in dieser Erfindung entwickelte Proteinquelle ist in der Lage, die unzureichende Funktionalität der fertigen Formulierungen zu vermeiden, welche man auf eine unzureichende Löslichkeit zurückführen kann, wobei ein schlechtes Aroma und der bittere Geschmack vermieden werden, welches sooft in den handelsüblichen Formulierungen mit freien Aminosäuren und Peptiden zu beobachten sind. Ausserdem wird die Absorption der Aminosäuren erhöht, da das erfindungsmässige Protein vorverdaut – und für eine Absorption im Darm geeignet ist. Der hohe Gehalt an verzweigten Aminosäuren unserer modifizierten Proteine erlaubt eine hohe Konzentration dieser BCAA in den Formulierungen, mit dem Zweck den Energiebedarf für den muskulösen Katabolismus zu schaffen und den Bedarf an Stickstoff in den anderen Organen zu decken. Hiermit ist es möglich, das unzureichende Plasma-Niveau bei den zirrhotischen Patienten anzuheben, um eine ideale Konzentration erreichen zu können.

Die Produktion der Sojaproteinhydrolysate, angereichert mit verzweigten Aminosäureketten (BCAA), werden mit Hilfe von enzymatischer Hydrolyse von Sojaprotein und einer enzymatischen Anreicherung mit BCAA hergestellt, bzw. gewonnen. Das Herstellungsverfahren ist ausgelegt für die Produktion eines Proteiningredienz mit einem Mindestverhältnis von den vorzweigten Aminosäureketten (BCAA) zu den aromatischen Aminosäuren (AAA) von 3 zu 1, ein ideales Verhältnis des Valins zum Isoleucin zu Leucin von 1:1:2 bis zirka 1,5:1:2,5 und ein BCAA Anteil von 30 bis 50% der Gesamtaminosäuren zu erhalten.

Für die Sojaproteinhydrolyse ist die Proteinquelle die folgende: 4-6% (w/v) Sojamehl oder kommerzielles Sojabohnenölisolat, 4% (w/w) Enzymextrakt des schweineartigen Pankreas mit Trypsin und Chymotrypsinaktivität von 10-20 10-3 und 3-6 × 10-3 &mgr;g. p-Nitroanilid/min/mg Protein oder von einem Äquivalenten des kommerziellen oder handelsüblichen Trypsins und des Chymotrypsins Das Reaktionslösungsmittel ist destilliertes Wasser in einer Mischung, welche bei einem pH 8 und 50°C während 6 Stunden unter kontinuierlichem Rühren beibehalten wird und anschliessend durch Immersion in einem Wasserbad bei 85°C während 30 Min. inaktiviert wird. Nach Abkühlung, wird während 15 Min. bei 10°C und 1500 rpm zentrifugiert. Der Supernatant, bzw. die obere Schicht, wird bei einer Eintrittstemperatur von 200°C und einer Austrittstemperatur von 90°C sprühgetrocknet. Nach dem Trocknen wird die BCAA-Anreicherung, wie beschrieben, durchgeführt.

Die BCAA-Anreicherung des Sojaproteinhydrolysates wird durch Reaktion des Valin-Methyl-Ester, des Chymotrypsins, des Sojaproteinhydrolysates, des Glycerines und des destillierten Wassers durchgeführt. Das Enzyme Hydrolysat-Verhältnis ist: 1:100 (w/w) und 3M Glycerin, 0,205g Valin-Methyl-Ester und 0,09 g Leucin Methyl-Ester pro Gramm des Hydrolysates. Die Reaktion wird ununterbrochen während 3 St. bei 37°C und einem pH von 7 gerührt. Am Ende des Syntheseverfahrens wird das Enzym durch Immersion in ein Wasserbad bei 85° während 15 Min. inaktiviert.

Laut dem Verfahren der vorliegenden Erfindung werden die freien Aminosäuren und die Verbindungen mit einem niederen Molekulargewicht mittels Ultrafiltrierung oder Nanofiltrierung durch Spiral, bzw. flachen Filtermembranen bei einem Trenngewicht von 0,5 oder b1 kDa getrennt. Das Syntheseprodukt wird einer Ultrafiltrierung unterworfen, um die freien Aminosäuren und Peptide mit einer Grösse von unter 1 kDa zu entfernen. Die durchdringende Punktion wird beseitigt und das Resultat diafiltriert, unter Berücksichtigung des doppelten Volumens. Schliesslich wird das BCAA angereicherte Hydrolysat sprühgetrocknet oder eisgetrockne (lyophilisiert).

Die oben genannten Reaktionsbedingungen ergeben ein abschliessendes Produkt mit einem maximalen Hydrolyse-Grad von 30% und beinhalten 80% Polypeptide von 1 bis 12 kDa.

Die Löslichkeit des erhaltenden Produktes bei einem pH-Wert von 7 beträgt 80%. Das Produkt zeigt eine Bitterkeit mit einer Bewertung von leicht bis niedrig, entsprechend einem sensorischen Bewertungsausschuss mit einem Abstände-Test auf einer nicht strukturierten ununterbrochenen Skala. In diesem Test entsprach die extreme Bitterkeitskontrolle einer 1 Koffeinlösung, während die leichte Bitterkeit einem 0,03% glich.

Die Bekömmlichkeit des Produktes wurde mit Hilfe eines biologischen Drogentests mit zirrhotischen Ratten bestimmt, welche in metabolischen Käfigen gehalten wurden und zwei Formulierungen verabreicht bekamen. Eine Formulierung enthielt 9% des BCAA angereicherten Produktes, während die andere 9% eines ähnlichen Handelsproduktes enthielt. Die Bestimmung des Stickstoff-Ausgleichs, die Effizienz des Proteins und des Verhältnisses der posprandialen plasmatischen Aminosäuren waren bei der ersten Formulierung erheblich besser als bei der anderen, welche den Tieren verabreicht wurden.

Die Verwendung von verzweigten Aminosäureketten (BCAA) hat auch besondere Vorteile bei der Behandlung der enzephalopatischen Lebererkrankung, besonders in Verbindung mit anderen Therapien, bzw. Krankenbehandlungen. Die verzweigten Aminosäureketten sind in der Lage den katabolischen Stoffwechsel der Proteine, eine Erhöhung der Synthese von Muskel- und Leberproteine zu bewirken und stellen die Energie für das Muskelgewebe zur Verfügung. Ferner ist das diätetische BCAA in der Lage, das Gesamt-Ammonia herabzusetzen und den Stickstoffhaushalt zu verbessern, welcher ein Hauptfaktor bei den Lebererkrankungen und bei den metabolisch belasteten Patienten, ist.

Als Schlussfolgerung kann festgestellt werden, dass das Aminosäure-Profil der Sojaproteinhydrolysate modifiziert mit verzweigten Aminosäureketten, laut dieser Erfindung geeignet ist, den Bedarf an geeigneten Proteinen zu verleihen, um einen korrekten Stickstoff-Metabolismus (Stoffwechsel) bei zirrhotischen und metabolisch belasteten Patienten zu erlangen.

Die folgende Tabelle ist ein Beispiel eines Sojaproteinhydrolysates, welches durch verzweigte Aminosäureketten (BCAA), laut der vorliegenden Erfindung, modifiziert wurde.

  • BCAA = verzweigte Aminosäureketten
  • AAA = aromatische Aminosäuren

Auch als ein nicht beschränktes Beispiel werden in der folgenden Tabelle die Ergebnisse einer biologischen Drogenerprobung für den für das Stickstoffgleichgewicht und die Protein Effizienz, sowie post-prandiale Plasma-Aminosäuren von der Auswertung eines Tiermodells der Zirrhose mit Verabreichung eines modifizierten Sojaproteinhydrolysates aufgeführt. Die gegebenen Werte eines handelsmässigen Produktes (Hepatic Aid II und des Kaseins) werden im gleichen Experiment als die des modifizierten Proteins entnommen.

Der Durchschnitt mit verschiedenen Exponenten in der gleichen Zeile sind grundsätzlich verschieden (p < 0,05)

  • Der Durchschnitt mit verschiedenen Exponenten in der gleichen Zeile sind grundsätzlich verschieden (p < 0,05)
  • BCA = verzweigte Aminosaureketten
  • AAA = aromatische Aminosäuren

Es versteht sich, dass verschiedene Änderungen und Variationen der hier beschriebenen Formen der Erfindung möglich sind, wie es die Techniker auf diesem Gebiet erkennen können.


Anspruch[de]
Enzymatisch modifizierte Sojaproteinhydrolysate mit kovalent gebundenen, verzweigten Aminosäureketten. Enzymatisch modifizierte Sojaproteinhydrolysate mit kovalent gebundenen, verzweigten Aminosäureketten nach Anspruch 1, wobei die verzweigten Aminosäureketten aus Valinmethylester und Leucinmethylester gewonnen werden. Enzymatisch modifizierte Sojaproteinhydrolysate mit kovalent gebundenen, verzweigten Aminosäureketten nach Anspruch 2, wobei das Hydrolysat Valin, Isoleucin und Leucin im Verhältnis von 1:1:2 bis 1,5:1:2,5 umfasst. Enzymatisch modifizierte Sojaproteinhydrolysate mit kovalent gebundenen, verzweigten Aminosäureketten nach Anspruch 1, wobei das Hydrolysat verzweigte Aminosäureketten und aromatische Aminosäuren im Verhältnis von mindestens 3:1 umfasst. Enzymatisch modifizierte Sojaproteinhydrolysate mit kovalent gebundenen, verzweigten Aminosäureketten nach Anspruch 1, wobei das Hydrolysat 30% bis 50% verzweigte Aminosäureketten basierend auf dem Gesamtgehalt an Aminosäuren umfasst. Enzymatisch modifizierte Sojaproteinhydrolysate mit kovalent gebundenen, verzweigten Aminosäureketten nach Anspruch 1, wobei die Löslichkeit bei einem pH-Wert von 7 ca. 80% beträgt. Verfahren zur Herstellung von enzymatisch modifizierten Sojaproteinhydrolysaten mit kovalent gebundenen, verzweigten Aminosäureketten, welches umfasst: (a) die teilweise Hydrolyse von Sojaprotein mit Proteasen; (b) die Inaktivierung von Enzymen und Trocknung; (c) die Reaktion des Hydrolysats mit Methylestern der verzweigten Aminosäureketten in wässriger Phase und im Beisein eines Wasseraktivitätsinhibitors; (d) die katalytische Beeinflussung der Reaktion mit den Proteasen unter kinetisch gesteuerten Bedingungen; (e) das Beenden der Reaktion durch thermische Inaktivierung der Enzyme; (f) das Abziehen freier Aminosäuren und anderer Verbindungen mit niedrigem Molekulargewicht; und (g) Sprühtrockung. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Hydrolyse unter Verwendung von vom Schwein stammenden Pankreasproteasen durchgeführt wird. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Konzentration von vom Schwein stammenden Pankreasproteasen ca. 4% (w/v) beträgt. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die vom Schwein stammenden Pankreasproteasen eine Trypsin-Aktivität von 10 bis 20·10–3 &mgr;g p-Nitroanilid/min/mg Protein und eine Chymotrypsin-Aktivität von 3 bis 6·10–3 &mgr;g p Nitroanilid/min/mg Protein besitzen. Verfahren nach Anspruch 8, wobei die Sojaproteinhydrolyse bei einem pH Wert von 8 unter kontinuierlichem Rühren 6 Stunden lang bei 50°C durchgeführt wird. Verfahren nach Anspruch 8, wobei die Reaktion der Hydrolysate mit den Methylestern der verzweigten Aminosäureketten bei einem pH-Wert von 7 für 3 Stunden bei 37°C durchgeführt wird. Verwendung von enzymatisch modifizierten Sojaprotein Hydrolysaten mit kovalent gebundenen, verzweigten Aminosäureketten zur Herstellung einer Formulierung, die als Stickstoffquelle in enteralen und parenteralen Formulierungen zur Ernährungsunter- stützung enthalten sein soll. Verwendung von enzymatisch modifizierten Sojaprotein-Hydrolysaten mit kovalent gebundenen, verzweigten Aminosäureketten zur Herstellung einer Formulierung, die als Stickstoffquelle in enteralen und parenteralen Formulierungen zur Ernährungsuntertützung von zirrhotischen und metabolisch belasteten Patienten enthalten sein soll. Verwendung von enzymatisch modifizierten Sojaprotein Hydrolysaten mit kovalent gebundenen, verzweigten Aminosäureketten zur Herstellung einer Formulierung, die als Stickstoffquelle in enteralen und parenteralen Formulierungen zur Ernährungsuntertützung von Patienten mit hepatischer Enzephalopathie enthalten sein soll. Verwendung von enzymatisch modifizierten Sojaproteinhydrolysaten mit kovalent gebundenen, verzweigten Aminosäureketten zur Herstellung einer Formulierung zur Wiederherstellung eines Verhältnisses von BCAA:AAA im Plasma von 3:1.






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