Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zusammensetzung auf der Basis
von Polyamid, die eine erhöhte Lichtstabilität aufweist. Sie betrifft
ganz besonders eine Zusammensetzung auf der Basis von Polyamid, die ein schwarzes
Pigment umfaßt.
Die Zusammensetzungen auf der Basis von thermoplastischem Material,
die verstärkende Füllstoffe umfassen oder auch nicht, werden bei der Herstellung
von verschiedenen Formgußteilen verwendet, wie von Teilen für elektrische
Verbindungen, Teilen von thermischen Motoren wie den Motoren von Kraftfahrzeugen,
verschiedenen Teilen, die an den Körpern von unterschiedlichen Apparaturen
fixiert sind oder einen Teil von diesen bilden. Als Beispiel kann man die Schalttafeln
der verschiedenen Haushaltsgeräte nennen oder Elemente, die im Fahrgastraum
eines Fahrzeuges oder an dessen Karosserie befestigt sind. So können die Schalen
von Rückspiegeln, die Handgriffe oder die Elemente des Armaturenbrettes durch
Formgießen einer Zusammensetzung auf der Basis von thermoplastischem Material
hergestellt werden.
Unter den thermoplastischen Materialien werden die Polyamide für
die Herstellung von Teilen verwendet, die gesteigerte mechanische Eigenschaften
und/oder eine höhere Temperaturbeständigkeit erfordern.
Es wird für die Teile, die ständig dem Licht und/oder der
Witterung ausgesetzt sind, eine Widerstandsfähigkeit gegenüber diesen
Elementen gefordert, das heißt, eine Beibehaltung der Eigenschaften des Materials
nach der Exposition gegenüber Licht und/oder Witterungseinflüssen.
Das Dokument DE 3705226 beschreibt
Zusammensetzungen auf der Basis von Polyamid, die ein schwarzes Pigment (Aktivkohle)
und ein Polyamid 6I umfassen, um insbesondere die Widerstandsfähigkeit gegenüber
der Witterung und dem Angriff durch Salze wie Calciumchlorid zu verbessern.
Unter den thermoplastischen Materialien besitzen die Polyamide eine
viel geringere Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Angriff von Licht und/oder
der Witterung als beispielsweise die thermoplastischen Polyester.
Einer der Gegenstände der vorliegenden Erfindung besteht darin,
eine Polyamid-Zusammensetzung vorzuschlagen, die eine verbesserte Stabilität
ihrer Eigenschaften unter der Einwirkung von Licht und/oder der Witterung aufweist,
die beispielsweise in der Nähe von denen des Polyesters liegen.
Zu diesem Zweck schlägt die Erfindung eine Zusammensetzung vor,
gebildet durch:
– eine thermoplastische Matrix, bestehend aus einem semikristallinen
Polyamid, ausgewählt unter Polyamid 6, Polyamid 6.6 oder Copolyamid 6.6/6,
– thermische Stabilisatoren,
– Pigmente, unter ihnen mindestens ein schwarzes Pigment, wobei das genannte
schwarze Pigment mindestens ein schwarzes Pigment mineralischen Ursprungs umfasst,
– mindestens eine Verbindung, welche die Einwirkung des Lichtes und/oder
von UV-Strahlen auf den Abbau des polymeren Materials, das die Matrix der Zusammensetzung
bildet, verringert,
– eine Verbindung, welche die Geschwindigkeit der Kristallisation der
thermoplastischen Matrix verringert, gewählt aus der Gruppe, die gebildet wird
durch Polyole und Produkte der Kondensation von Anilin mit Nitrobenzol,
– gegebenenfalls einen verstärkenden Füllstoff, gewählt
aus der Gruppe, die umfasst: Glasfasern, Kohlenstofffasern, Fasern aus thermostabilem
Polymer, Kaolin, Talk, Glimmer, und
– gegebenenfalls Zusatzstoffe, wie sie bei der Herstellung von Polyamid-Zusammensetzungen
verwendet werden, die dazu vorgesehen sind, gegossen zu werden, gewählt aus
der Gruppe, die gebildet wird durch Gleitmittel, Flammschutzmittel, Weichmacher,
Kernbildungsmittel und Mittel zur Verbesserung der Kerbschlagzähigkeit.
Die Zusatzstoffe, welche die Einwirkung von Strahlung auf den Abbau
der polymeren Matrix verringern, umfassen antioxidierende Verbindungen und/oder
sogenannte Anti-UV-Verbindungen, die Strahlung wie UV-Strahlen absorbieren.
Diese Zusatzstoffe sind beispielsweise in dem Werk mit dem Titel "Oxidation,
Inhibition in Organic Materials", herausgegeben von Jan Pospisil und Peter P. Klemchuk
(1990), oder in der Europäischen Patentanmeldung No. 0 610 155 beschrieben.
Beispielsweise kann man als für die Erfindung geeignete antioxidierende
Verbindungen die Monophenole, unsubstituiert oder substituiert durch Alkylgruppen
wie das 2,6-Di-tert.-butyl-4-methylphenol oder Analoge; die Hydrochinone, unsubstituiert
oder substituiert durch Alkylgruppen wie das 2,6-Di-tert.-butyl-4-methoxyphenol;
die hydroxylierten Thiophenylether wie das 2,2'-Thio-bis-(6-tert.-butyl-4-methylphenol);
die Bisphenole, unsubstituiert oder substituiert durch Alkylgruppen wie das 2,2'-Methylen-bis-(6-tert.-butyl-4-methylphenol);
die Verbindungen des Benzols wie das 1,3,5-Tri-(3,5-di-tert.-butyl-4-hydroxybenzyl)-2,4,6-trimethylbenzol;
die acylierten Aminophenole; die sterisch sperrigen Amine wie das N,N'-Di-isopropyl-p-phenylendiamin,
Phenothiazin, 1,4-Benzothiazin oder Analoge nennen.
Man kann ebenfalls sogenannte "sekundäre" Antioxidantien verwenden
wie die Phosphite, die aromatischen oder aliphatischen Phosphonite, die Alkalisalze
von Phenylphosphonsäure oder hypophosphoriger Säure.
Als lichtstabilisierende oder UV-Strahlen absorbierende Verbindungen
kann man beispielsweise die 2-(2'-Hydroxyphenyl)-benzotriazole wie das 2-(2'-Hydroxy-5'-methylphenyl)-benzotriazol
oder Analoge; die 2-Hydroxy-benzophenone wie das 3,3'-Methylen-bis-(2-hydroxy-4-methoxybenzophenon);
die substituierten oder unsubstituierten Ester von Benzoesäuren wie das Bis-(4-tert.-butyl-benzoyl)-resorcinol;
die Acrylate; die sterisch sperrigen Amine; die Diamide von Oxalsäure, die
Hydroxyphenyl-S-triazine und die Nickelverbindungen wie die Komplexe von Nickel
mit 2,2'-Thio-bis-4-(1,1,3,3-teramethylbutyl)-phenol nennen.
Wenn einer dieser Zusatzstoffe in der Zusammensetzung anwesend ist,
so liegt seine gewichtsmäßige Konzentration zwischen einschließlich
etwa 0,05 % und 5 %, bezogen auf die Gesamtzusammensetzung.
In dem Fall, wo diese zwei Kategorien von Verbindungen anwesend sind,
was eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung darstellt, beträgt die
gewichtsmäßige Gesamt-Konzentration an diesen Verbindungen zwischen einschließlich
etwa 0,10 % und 5 %, bezogen auf die Gesamtzusammensetzung.
Gemäß einem anderen Merkmal der Erfindung umfasst die Zusammensetzung
einen Zusatzstoff, der die Geschwindigkeit der Kristallisation des Polymers und
ganz besonders des Polyamids, das die Matrix bildet, verringert. Dieser Zusatzstoff
ermöglicht es, den Zustand der Oberfläche des gegossenen Teils und ebenfalls
das Aussehen der Oberfläche des Teils nach der Exposition gegenüber Strahlungseinflüssen
wie Licht und/oder Witterung zu verbessern.
Die Verbindungen, welche die Kristallisation verringern, werden unter
den Produkten der Kondensation von Anilin mit Nitrobenzol oder Polyolen, wie Glycol
oder den Polyolen ausgewählt.
Gemäß einem bevorzugten Merkmal der Erfindung ist die Verbindung,
welche die Kristallisationsgeschwindigkeit verringert, ein Produkt der Kondensation
von Anilin mit Nitrobenzol und ganz besonders von Nigrosin oder seinen Derivaten
wie Nigrosin-Hydrochlorid.
Gemäß einem Merkmal der Erfindung beträgt die massenmäßige
Konzentration an schwarzem Pigment mineralischen Ursprungs mindestens gleich etwa
0,05 % der Gesamtzusammensetzung, vorzugsweise zwischen einschließlich etwa
0,1 % und 2 %.
Die thermischen Stabilisatoren sind solche, wie sie üblicherweise
auf dem Gebiet der Polyamide verwendet werden, wie die Assoziationen Metall/Halogen,
beispielsweise das System Kupferiodid, Kaliumiodid. Diese Verbindungen sind in einer
gewichtsmäßigen Konzentration zwischen 0,03 % und 1 % des Gesamtgewichtes
der Zusammensetzung anwesend.
Wenn der Zusatzstoff, der die Kristallisationsgeschwindigkeit verringert,
Nigrosin oder eines seiner Derivate ist, so beträgt die gewichtsmäßige
Gesamtkonzentration an Nigrosin und an schwarzem Pigment mineralischen Ursprungs
vorteilhafterweise mindestens gleich 0,10 % der Gesamtzusammensetzung, vorteilhafterweise
zwischen einschließlich etwa 0,15 und 0,5 %.
In den anderen Fällen ist der Zusatzstoff, der die Kristallisationsgeschwindigkeit
verringert, in einer gewichtsmäßigen Konzentration von mindestens gleich
0,5 % und vorteilhafterweise zwischen einschließlich 1 % und 10 % der Gesamtzusammensetzung
anwesend.
Die Zusammensetzungen der Erfindung können ebenfalls andere Pigmente
umfassen, um Zusammensetzungen mit verschiedenen Farben zu erhalten, insbesondere
weiße Pigmente für die Herstellung von Teilen mit grauer
Farbe.
Die Zusammensetzungen der Erfindung können einen verstärkenden
Füllstoff umfassen, bestehend aus mineralischen Fasern wie Glasfasern, Kohlenstofffasern
und/oder aus organischen Fasern wie Fasern aus thermostabilem Polymer, beispielsweise
Fasern aus Poly(p-phenylen-terephthalamid), oder mineralischen Teilchen wie Kaolin,
Talk oder Glimmer. Sie können ebenfalls deren Mischungen umfassen.
Die Zusammensetzung der Erfindung weist ein sehr gutes Aussehen der
Oberfläche auf, das heißt, daß die Füllstoffe und die Pigmente
nicht an der Oberfläche des Teiles erscheinen.
Die gewichtsmäßige Konzentration an verstärkendem Füllstoff
kann hoch sein und insbesondere über 10 Gew.-% betragen, bezogen auf das Gewicht
der Gesamtzusammensetzung.
Die Zusammensetzung kann ebenfalls andere Zusatzstoffe umfassen, wie
sie üblicherweise bei der Herstellung von Polyamid-Zusammensetzungen verwendet
werden, die für das Formgießen vorgesehen sind, gewählt aus der Gruppe,
die Gleitmittel, Flammschutzmittel, Weichmacher, Kernbildungsmittel und Mittel zur
Verbesserung der Kerbschlagzähigkeit umfasst.
Die Polyamide der Erfindung sind die Polyamide 6.6, die Polyamide
6 und die Copolyamide 66/6.
Die Zusammensetzungen der Erfindung werden durch klassische Verfahren
des Vermischens der verschiedenen Zusatzstoffe erhalten, entweder durch Vermischen
im geschmolzenen Medium in einem Mischer oder durch Passage in einem Extruder mit
Einzel- oder Doppelschnecke.
Die auf diese Weise erhaltene Zusammensetzung, auch als Compound bezeichnet,
wird vorteilhafterweise in Form von Granulaten hergestellt, erhalten durch Zerschneiden
von einem oder mehreren Strängen, die am Ausgang des Extruders gebildet werden.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung wird mindestens
ein Teil der Pigmente und der Zusatzstoffe dem Polyamid in Form einer Meistermischung
zugesetzt, deren Matrix ein Polyamid von gleicher Beschaffenheit wie die der Zusammensetzung
oder auch von diesem Polyamid verschieden ist, und in dem die Pigmente und/oder
die Zusatzstoffe in einer hohen Konzentration vorliegen, die bis zu 50 Gew.-% reichen
kann. Dieses Verfahren ermöglicht eine bessere Dispersion der Zusatzstoffe
und Pigmente in der Zusammensetzung. Die gegossenen Teile werden durch Formgebung
des Compounds nach üblichen Techniken des Formgießens erhalten, wie Spritzgießen,
Blasspritzen, Gasspritzen, Druckspritzen, Mehrmaterialspritzen oder analoge Verfahren.
Die Eigenschaften der Zusammensetzungen werden nach den folgenden
Methoden bestimmt:
– Viskositätsindex: dieser Index wird an einer Lösung des Polymers,
die 0,5 g Polymer enthält, gelöst in 100 ml eines Lösungsmittels
Ameisensäure/Wasser (90/10), und bei einer Temperatur von 25 °C gemessen,
gemäß der Norm ISO 307/1984/015.
– Temperatur der Kristallisation bei Abkühlung: Bestimmung durch
die Methode D.S.C gemäß der Norm ISO 1218, während der Abkühlung
des zuvor geschmolzenen Polymers.
– Kerbschlagzähigkeit: Bestimmung durch die Messung der Schlagfestigkeit
Charpy "lisses" gemäß der Norm ISO 179/1eU.
– Aussehen der Oberfläche der gegossenen Teile: dieses Aussehen
wird durch visuelles Einschätzen und Vergleich mit einem Kontrollkörper
mit guter Oberfläche bewertet, der als Referenz dient. Für diese Bewertung
stellt man ein Teil mit einem Aussehen vom Typ "Kasten" ("carter") durch langsame
Injektion her.
– Stabilität gegenüber der Exposition in UV-Strahlung (Xenotest):
diese Stabilität wird durch Verwendung von Apparaturen zur künstlichen
Sonneneinstrahlung gemessen: XENOTEST oder WEATHER-O-METER ATLAS CI35. Die Widerstandsfähigkeit
der Farbe wird mit Bezug auf die Graustufenskala bewertet, in Übereinstimmung
mit der französischen Norm NF G07-011. Die Dauer des Versuches wird im Verhältnis
zu einer Blauskala definiert, die mehrere Probestücke umfaßt, in Übereinstimmung
mit der französischen Norm NF G07-012.
Während jedes Zyklus wird die Probe 3 Minuten lang mit Wasser
besprüht, und zwar alle 20 Minuten lang, wobei die Sprühdauer bis 23 Minuten
reicht, alle 6 Stunden lang. Die Probe wird 21 Stunden lang beleuchtet und anschließend
während 3 Stunden dem Licht nicht ausgesetzt. Diese Verfahrensweise wird mit
dem WEATHER-O-METER angewendet.
Die nachstehenden, nur als Hinweis angegebenen Beispiele werden die
Erfindung und ihre Vorteile veranschaulichen.
In den nachstehenden Beispielen sind, außer bei gegenteiliger
Erwähnung, die Konzentrationen in Gewichtsprozent an Verbindung ausgedrückt,
bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung. Die Zusammensetzungen werden
durch Einspeisung eines Polyamides in Form von Granulaten und der verschiedenen
Zusatzstoffe, die die herzustellende Zusammensetzung bilden, in einen Extruder mit
Doppelschnecke erhalten. Die Bedingungen des Vermischens sind so, wie sie üblicherweise
bei der Herstellung von Compounds auf der Basis von Polyamid angewendet werden.
Im allgemeinen werden die Pigmente in Form von einer oder mehreren
Masterbatches eingespeist, das heißt, von einer Zusammensetzung auf der Basis
von Polyamid, die eine erhöhte Konzentration an Pigment umfaßt. Diese
Art des Eintragens der Pigmente ist nur eine bevorzugte Form.
Diese Masterbatches können außerdem andere Zusatzstoffe
enthalten wie Wärmestabilisatoren, Gleitmittel oder Analoge.
Die verschiedenen, in den nachstehenden Versuchen verwendeten Bestandteile
sind:
– Copolyamid 66/6 in einem Verhältnis von 90/10
– Glasfasern
– KI
– CuI
– mineralisches Schwarz:
• Schwarz Monarch, gehandelt von der Firma CABOTT
– Kristallisationsverzögerer:
• PA 6 (Beispiel 10)
• Oisol black N (Nigrosin BASE), gehandelt von der Firma BAYER (Beispiele
7 und 9)
• Noir Spirit BB (Nigrosin-Hydrochlorid), gehandelt von der Firma SIMPSON
(andere Beispiele)
– Antioxidans
• Irganox 1098 (gehandelt von der Firma CIBA-GEIGY) (Beispiele 1, 2,
3, 5, 10)
• Irgafox 168 (gehandelt von der Firma CIBA-GEIGY) (Beispiel 6)
– Lichtstabilisator
• TINUVIN 770 (gehandelt von der Firma CIBA-GEIGY) (Beispiele 1, 2, 3,
4)
• TINUVIN 1577 (gehandelt von der Firma CIBA-GEIGY) (Beispiel 10, in
Mischung mit TINUVIN 770 in einem Verhältnis 1577/770 von 1/2)
– gemischte Stabilisatoren
• Tinuvin B 1166 FF (gehandelt von der Firma CIBA-GEIGY) (Beispiele 7,
8, 9)
Die Granulate von jeder Zusammensetzung wurden gegossen, um einerseits
Probekörper herzustellen, an denen die mechanischen Eigenschaften und die Widerstandsfähigkeit
gegenüber UV-Strahlen gemessen werden, und andererseits um Teile zur Bewertung
des Zustandes der Oberfläche zu erhalten.
Die Zusammensetzungen in Übereinstimmung mit der Erfindung und
ihre Eigenschaften sind in der nachstehenden Tabelle 1 zusammengefaßt.
Das Beispiel 10 umfaßt ebenfalls ein weißes Pigment, zusammengesetzt
aus TiO2 mit einer Konzentration von 0,095 Gew.-%. Die Zusammensetzung
besitzt eine graue Farbe.
Es wurden im Hinblick auf das UV-Alterungsverhalten Versuche mit den
kommerziellen Zusammensetzungen auf der Basis einer Matrix von Butylenglycol-polyterephthalat
durchgeführt.
So besitzt die Zusammensetzung, gehandelt von der Firma AKZO unter
dem Namen "ARNITE TV 4460 K" in grauer Farbe, die Benotung 4/5 nach 6 Alterungszyklen.
In gleicher Weise besitzt die Zusammensetzung T 29000 V 30, gehandelt
von der Firma Rhône-Poulenc Chimie, die Benotung 4/5 nach 6 Alterungszyklen.
Diese Versuche zeigen, daß die Zusammensetzungen in Übereinstimmung
mit der Erfindung, die als thermoplastische Matrix ein Polyamid umfassen, eine Widerstandsfähigkeit
gegenüber der Exposition an Licht in der gleichen Größenordnung besitzen
wie sie die Zusammensetzungen mit einer Matrix aus Polyester aufweisen und sogar
mit diesen äquivalent sind.
Anspruch[de]
Zusammensetzung, gebildet durch:
– eine thermoplastische Matrix, bestehend aus einem semikristallinen Polyamid,
ausgewählt unter Polyamid 6, Polyamid 6.6 oder Copolyamid 6.6/6,
– thermische Stabilisatoren,
– Pigmente, unter ihnen mindestens ein schwarzes Pigment, wobei das genannte
schwarze Pigment mindestens ein schwarzes Pigment mineralischen Ursprungs umfasst,
– mindestens eine Verbindung, welche die Einwirkung des Lichtes und/oder
von UV-Strahlen auf den Abbau des polymeren Materials, das die Matrix der Zusammensetzung
bildet, verringert,
– eine Verbindung, welche die Geschwindigkeit der Kristallisation der thermoplastischen
Matrix verringert, gewählt aus der Gruppe, die gebildet wird durch Polyole
und Produkte der Kondensation von Anilin mit Nitrobenzol,
– gegebenenfalls einen verstärkenden Füllstoff, gewählt aus
der Gruppe, die umfasst: Glasfasern, Kohlenstofffasern, Fasern aus thermostabilem
Polymer, Kaolin, Talk, Glimmer, und
– gegebenenfalls Zusatzstoffe, wie sie bei der Herstellung von Polyamid-Zusammensetzungen
verwendet werden, die dazu vorgesehen sind, gegossen zu werden, gewählt aus
der Gruppe, die gebildet wird durch Gleitmittel, Flammschutzmittel, Weichmacher,
Kernbildungsmittel und Mittel zur Verbesserung der Kerbschlagzähigkeit.Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung,
welche die Einwirkung des Lichtes und/oder von UV-Strahlen verringert, aus der Gruppe
gewählt wird, die Antioxidantien-Verbindungen, Verbindungen zur Absorption
von Licht und/oder UV-Strahlen und ihre Assoziationen umfaßt.Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Konzentration an schwarzem Pigment mineralischen Ursprungs mindestens gleich
0,05 Gew.-% der Gesamtzusammensetzung, vorzugsweise zwischen einschließlich
0,1 Gew.-% und 2 Gew.-% beträgt.Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Konzentration an der Verbindung, welche die Einwirkung des Lichtes und/oder
von UV-Strahlen verringert, zwischen einschließlich 0,05 Gew.-% und 5 Gew.-%
der Gesamtzusammensetzung beträgt.Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Konzentration an der Verbindung, welche die Einwirkung des Lichtes und/oder
von UV-Strahlen verringert, wenn sie aus einer Assoziation von mindestens einer
Antioxidantien-Verbindung und mindestens einer Verbindung zur Absorption besteht,
zwischen einschließlich 0,10 Gew.-% und 5 Gew.-% der Gesamtzusammensetzung
beträgt.Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die Antioxidantien-Verbindungen aus der Gruppe gewählt werden, die sterisch
sperrige phenolische Verbindungen, aromatische Amine, Phosphitverbindungen und Alkylphosphonite
umfaßt.Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
dass die Verbindungen, die Licht und/oder UV-Strahlen absorbieren, aus der Gruppe
gewählt werden, die Verbindungen von Benzotriazol, 2-Hydroxy-benzophenonen,
Acrylaten, substituierten oder unsubstituierten Estern von Benzoesäure, sterisch
sperrigen Amine, Komplexe von Nickel und Diamide von Oxalsäure umfaßt.Zusammensetzung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Produkte
der Kondensation von Anilin mit Nitrobenzol Nigrosin oder seine Derivate sind wie
Nigrosin-Hydrochlorid.Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
dass die gewichtsmäßige Konzentration an der Verbindung, welche die Geschwindigkeit
der Kristallisation herabsetzt, wenn sie aus einem Produkt der Kondensation von
Anilin mit Nitrobenzol besteht, mindestens gleich 0,10 % der Gesamtzusammensetzung,
vorzugsweise zwischen einschließlich 0,15 % und 0,50 % beträgt.Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
dass die gewichtsmäßige Konzentration an der Verbindung, welche die Geschwindigkeit
der Kristallisation herabsetzt, wenn sie nicht aus einem Produkt der Kondensation
von Anilin mit Nitrobenzol besteht, mindestens gleich 0,5 % der Gesamtzusammensetzung,
vorzugsweise zwischen 1 % und 10 % beträgt.Artikel, erhalten durch Formgießen einer Zusammensetzung nach einem
der vorstehenden Ansprüche.