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Dokumentenidentifikation DE69934553T2 04.10.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0000982530
Titel Lagern und Abgeben eines flüssigen sauerstoffhaltigen Gemisches
Anmelder The Boc Group, Inc., Murray Hill, N.J., US
Erfinder Lee, Ron C., Bloomsbury, New Jersey 08804, US;
Grace, Mark Thomas, Bridgewater, New Jersey 08807, US
Vertreter Fleuchaus & Gallo, Patentanwalt Wolfgang Gallo, 86152 Augsburg
DE-Aktenzeichen 69934553
Vertragsstaaten BE, DE, FR, GB, IT, NL, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 26.07.1999
EP-Aktenzeichen 993059369
EP-Offenlegungsdatum 01.03.2000
EP date of grant 27.12.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.10.2007
IPC-Hauptklasse F17C 7/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse F17C 13/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Verfahren und Einrichtungen zum Speichern und Abgeben eines Sauerstoff enthaltenden Flüssigkeitsgemischs, beispielsweise eines Gemischs aus Sauerstoff und Stickstoff. Mehr im einzelnen bezieht sich die vorliegende Erfindung auf solche Verfahren und Einrichtungen, bei denen die Flüssigkeit in solcher Weise gespeichert und aus einem Behälter abgegeben wird, dass sichergestellt wird, dass die Flüssigkeit nicht mehr als eine vorgegebene Konzentration des Sauerstoffs enthält.

Die Speicherung und Abgabe von Flüssigkeitsgemischen, die Sauerstoff enthalten (beispielsweise synthetisierte Gemische von Sauerstoff und Stickstoff oder Flüssigluft), kann problematisch sein, weil der Stickstoff, die eine niedrigere Siedetemperatur hat, bevorzugt vor dem Sauerstoff aussiedet. Das Endresultat ist dann, dass die verbleibende Flüssigkeit immer mehr an Sauerstoff angereichert wird. Sauerstoff-angereicherte Gemische können besonders bei Anwesenheit von Kohlenwasserstoffen wegen der Explosionsgefahr gefährlich sein. Aus diesem Grund sind im Stand der Technik zahlreiche Druckentlastungsgeräte vorgeschlagen, bei welchen Flüssigkeit vom Boden des Behälters durch einen Wärmetauscher im Kopfraum des Behälters geleitet wird, um Stickstoff-angereicherten Dampf zurück in die Flüssigkeit zu kondensieren. Die Flüssigkeit wird dann verdampft und entlüftet. Beispiele hiervon finden sich in der US 5 571 231 oder der FR-A-2 406 782, wobei ein externes Kondensatorschlangensystem vorgesehen ist, um die Umwandlung eines Standardflüssiggasbehälters zur Verwendung bei der Speicherung von Gemischen aus flüssigem Sauerstoff und flüssigem Stickstoff zu ermöglichen.

Der Nachteil dieses herkömmlichen Verfahrens liegt darin, dass, während keine Nettoänderung der Massenkonzentration vorhanden ist, örtliche Konzentrationsschwankungen wahrscheinlich sind. Insofern besteht niemals eine Garantie, dass das tatsächlich abgegebene Gemisch die zulässige Sauerstoffkonzentration nicht überschreitet.

Gemäß der Erfindung ist ein Verfahren zum Speichern und Abgeben eines Sauerstoff enthaltenden Flüssigkeitsgemischs vorgesehen, das sicherstellt, dass die Flüssigkeit nicht mehr als eine vorgegebene Sauerstoffkonzentration hat, wobei das Verfahren umfasst: Einleiten der Flüssigkeit in einen Behälter, wobei die Flüssigkeit beim Einleiten eine bekannte anfängliche Sauerstoffkonzentration hat, Abgeben von Flüssigkeit von einem Bodenbereich des Behälters, wobei der Behälter ohne Entlüften von Kopfraumdampf aus dem Behälter auf einem Abgabedruck gehalten wird, der nicht größer als eine spezifischer Druck ist, und wobei verhindert wird, dass Flüssigkeit abgegeben wird, wenn das im Behälter verbleibende flüssige Flüssigkeitsvolumen im wesentlichen gleich einem berechneten Flüssigkeitsvolumen der Flüssigkeit im gesättigten Zustand ist, das bei einem spezifischen Druck so berechnet ist, dass es die vorgegebene Sauerstoffkonzentration hat, wobei das berechnete Flüssigkeitsvolumen dasjenige ist, das durch Expansion eines anfänglichen Volumens der Flüssigkeit in gesättigtem Zustand und mit der anfänglichen Konzentration in das Gesamtvolumen des genannten Behälters erhalten wird.

Gemäß der Erfindung wird die Flüssigkeit in einen Behälter eingeleitet. Die Flüssigkeit hat bei der Einleitung eine bekannte anfängliche Sauerstoffkonzentration. Die Flüssigkeit wird dann von einem Bodenbereich des Behälters abgegeben, und der Behälter wird auf einem Abgabedruck gehalten, der nicht größer ist als ein spezifischer Druck, ohne Entlüften des Kopfraumdampfs aus dem Behälter. Das Abgeben von Flüssigkeit wird verhindert, wenn das Volumen der im Behälter verbleibenden Flüssigkeit etwa gleich einem berechneten Flüssigkeitsvolumen in gesättigtem Zustand ist, das bei dem spezifischen Druck berechnet ist, um eine vorgegebene Sauerstoffkonzentration zu haben. Dieses berechnete Flüssigkeitsvolumen ist dasjenige, das durch Expansion eines anfänglichen Volumens der Flüssigkeit in gesättigtem Zustand und mit der anfänglichen Konzentration in das Gesamtvolumen des Behälters erhalten wird. Diese Anordnung schafft ein Verfahren zum Speichern und Abgeben einer Flüssigkeit, die aus einem Sauerstoff enthaltenden Gemisch besteht, um zu verhindern, dass abgegebene Flüssigkeit eine Sauerstoffkonzentration oberhalb eines vorgegebenen zulässigen Werts hat.

Nach einem weiteren Aspekt beinhaltet die vorliegende Erfindung ein Gerät zum Speichern und Abgeben einer Flüssigkeit, das aus einem Sauerstoff enthaltenden Gemisch besteht, das sicherstellt, dass die abgegebene Flüssigkeit nicht mehr als eine vorgegebene Sauerstoffkonzentration enthält. Das Gerät weist einen zur Aufnahme der Flüssigkeit ausgebildeten Behälter auf. Die Flüssigkeit hat eine bekannte anfängliche Sauerstoffkonzentration. Der Behälter ist mit einem Bodenauslass zum Abgeben der Flüssigkeit aus einem Bodenbereich des Behälters ausgestattet. Ein Mittel ist vorgesehen, um den Behälter auf einem Abgabedruck zu halten, der nicht größer als ein spezifischer Druck ist, ohne Kopfraumdampf aus dem Behälter zu entlüften. Ein Pegeldetektor ist ebenfalls vorgesehen, um einen Flüssigkeitspegel zu erfassen, der in Beziehung zu dem Flüssigkeitsvolumen bringbar ist. Ein fernbetätigtes Ventil ist mit dem Bodenauslass verbunden. Das fernbetätigte Ventil hat eine Schließstellung, um die Flüssigkeitsströmung vom Bodenauslass abzusperren. Ein Regler, der auf den Pegeldetektor anspricht und mit den fernbetätigten Ventil verbunden ist, ist so konfiguriert, dass ihr das fernbetätigte Ventil in seiner Schließstellung stellt, wenn der Flüssigkeitspegel anzeigt, dass das Flüssigkeitsvolumen der im Behälter verbleibenden Flüssigkeit etwa gleich einem berechneten Volumen ist. Dieses berechnete Flüssigkeitsvolumen ist in gesättigtem Zustand auf dem spezifischen Druck berechnet, um die vorgegebene Sauerstoffkonzentration zu haben. Das berechnete Flüssigkeitsvolumen ist dasjenige, das man durch Expansion eines anfänglichen Volumens der Flüssigkeit in gesättigtem Zustand und mit der anfänglichen Konzentration in das Gesamtvolumen des Behälters erhält.

Zur Ausführung der Erfindung wird ein spezifisches berechnetes Volumen des Gemischs im gesättigten Zustand abgeleitet. Dieser gesättigte Zustand hat eine anfängliche Sauerstoffkonzentration, und sein spezifisches Volumen ist so berechnet, dass das Abgeben eines verbleibenden Volumens des Gemischs in einem unterkühlten Zustand im Behälter eine gesättigte Flüssigkeit zurücklassen würde, welche die vorgegebene Sauerstoffkonzentration bei dem vorgegebenen Druck hat. Die unterkühlte Flüssigkeit wird von einem Bodenbereich des Behälters abgegeben, so dass es die unterkühlte Flüssigkeit ist, die anfänglich abgegeben wird. Der Behälter wird auf einem Abgabedruck gehalten, der nicht größer als der vorgegebene Druck ist, ohne dass Kopfraumdampf entlüftet wird.

Die vorliegende Erfindung nimmt an, dass Flüssigkeit niemals mit einer Konzentration oberhalb der vorgegebenen oder zulässigen Sauerstoffkonzentration abgegeben wird. Das Verfahren nach der vorliegenden Erfindung wird nicht zum Berechnen des tatsächlichen physikalischen Zustands der abgegebenen Flüssigkeit oder von aktuellen Bedingungen innerhalb des Behälters benutzt, aus welchem die Flüssigkeit abgegeben wurde. Vielmehr beruht das erfindungsgemäße Verfahren auf einer Betrachtung des Szenarios des ungünstigsten Falls für die Sauerstoffanreicherung eines Gemischs von Stickstoff und Sauerstoff, das in einem nichtentlüfteten Behälter enthalten ist. Dieses Szenario des ungünstigsten Falls tritt in einer ungestörten gesättigten Schicht der Flüssigkeit auf, die eine unterkühlte Schicht überlagert. Eine ungestörte gesättigte Schicht tritt auf, wenn Flüssigkeit aus dem Tank mit einer Rate abgezogen wird, welche die natürliche Wärmeleckage ausgleicht, die anderenfalls einen Druckanstieg verursachen würde. In diesem Fall tritt weder eine Entlüftung noch ein Druckaufbau auf, der die obere gesättigte Schicht stören würde. Das Szenario des ungünstigsten Falls fährt mit der Annahme fort, dass die gesamte unterkühlte Flüssigkeit am Boden abgezogen wird. Während dieses Abziehens nimmt die Gasmasse im oberen Teil des Behälters zu. Die Masse dieses Gases wird ausschließlich von der oberen gesättigten Schicht bereitgestellt, die sich aufgrund der bevorzugten Verdampfung von Stickstoff an Sauerstoff anreichert. An der Stelle, an der sämtliche unterkühlte Bodenflüssigkeit abgezogen worden ist, ist die Menge der Sauerstoffanreicherung in der gesättigten Schicht eine eindeutige Funktion der anfänglichen Dicke der gesättigten Schicht. Eine extrem dicke gesättigte Schicht reichert sich nur schwach an wegen ihrer größeren Masse, während eine extrem dünne Schicht sich beträchtlich anreichert. Ein spezifisches berechnendes Volumen der gesättigten Flüssigkeitsschicht wird so berechnet, dass die Sauerstoffanreicherung, wenn die gesamte unterkühlte Flüssigkeit abgezogen ist, gleich der vorgegebenen maximalen Sauerstoffkonzentration ist. Andersherum gesagt, ein spezifisches Volumen gesättigter Flüssigkeit mit einer bekannten anfänglichen Sauerstoffkonzentration existiert, so dass, wenn es in das gesamte Volumen des Behälters expandiert wird, ein Volumen gesättigter Flüssigkeit verbleibt, welches die vorgegebene Sauerstoffkonzentration hat.

Obwohl die anfängliche gesättigte Schicht von unbekannter anfänglicher Dicke ist, gibt es für eine gegebene zulässige Flüssigsauerstoffanreicherung nur eine einzige Schichtdicke für die anfängliche Schicht und eine einzige eindeutige Schichtdicke für eine finale Schicht. Für einen Behälter mit konstantem Querschnitt folgt daraus, dass, wenn die Flüssigkeit eine spezifische Flüssigkeitspegelhöhe erreicht, im ungünstigsten Fall diese Flüssigkeit die spezifische Anreicherung haben würde. Unter der Annahme einer Reihe anfänglicher Volumen gesättigter Schichten mit anfänglichen Sauerstoffkonzentrationen und finalen gesättigten Gemischen die Sauerstoff enthalten, liefern weitgehend bekannte Dampf-Flüssigkeits-Gleichgewichtsdaten die Sauerstoffkonzentration in der verbleibenden gesättigten Flüssigkeit, nachdem sämtliche unterkühlte Flüssigkeit abgegeben worden ist. Daher können Daten entwickelt werden, die für einen gegebenen konstanten Druck die Sauerstoffkonzentration auf einer Massenbasis in dem finalen gesättigten Gemisch mit anfänglichen Dicken gesättigter Schichten der spezifischen Sauerstoffkonzentration, beispielsweise 21 %, korrelieren.

Es sollte hervorgehoben werden, dass die aktuelle, anfänglich gesättigte Schichtdicke nicht wesentlich ist. Wenn eine solche Schicht dicker wäre, würde eine geringere Anreicherung in der gesättigten Flüssigkeit auftreten und es würde niemals Flüssigkeit mit unrichtigem Anreicherungsgrad abgezogen. Wenn eine solche Schicht dünner wäre, würde gesättigte Flüssigkeit niemals im ersten Fall abgezogen, weil das Abziehen auf die zulässige Flüssigkeitspegelhöhe begrenzt ist. Für eine extrem dünne gesättigte Schicht kann die Anreicherung ausreichend sein, damit die Dichte der oberen gesättigten Schicht die Dichte der unterkühlten Bodenschicht übersteigt. In diesem Fall tritt ein Wachsen oder ein Umwälzen der gesättigten Schicht auf, das effektiv die obere gesättigte Schicht mit mindestens einen Teil der unterkühlten Bodenschicht vermischt. Das Nettoergebnis dieses Wachstums oder Umwälzens ist eine Zunahme des Anreicherungsgrads.

Wenn bei dem vorstehenden Verfahren ein Flüssigkeitsvolumen abgegeben worden ist und das Flüssigkeitsvolumen der im Behälter verbleibenden Flüssigkeit die Sauerstoffanreicherung enthalten könnte, die für die vorgesehene Anwendung ungeeignet wäre, kann entweder die Abgabe sicher gestoppt oder der Behälter nachgefüllt werden.

Die Erfindung wird nunmehr beispielshalber unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen beschrieben, in welchen:

1 eine schematische Darstellung eines Behälters zur Ausführung eines Verfahrens nach der vorliegenden Erfindung zeigt, und

2 eine Reihe von Kurven zeigt, welche die Berechnung der Dicke der anfänglichen Schicht gesättigter Flüssigkeit darstellen.

Gemäß 1 ist ein Gerät 1 nach der vorliegenden Erfindung dargestellt. Das Gerät 1 besteht aus einem Behälter 10, der zum Speichern der abzugebenden Flüssigkeit bei im wesentlichen konstantem Druck ausgelegt ist. Zu diesem Zweck ist der Behälter 10 mit einem Druckaufbaukreis 12 ausgestattet, der einen Wärmetauscher 14 und eine Dampfleitung 16 zum Rückführen verdampfter Flüssigkeit in den Kopfraum 28 aufweist. Die Tätigkeit des Druckaufbaukreises 12 wird durch Abfühlen des Kopfraumdrucks mittels eines Druckfühlers 17 und entsprechendem Nachstellen der Strömungsrate darin durch ein Steuerventil 18 gesteuert. Zusätzlich ist eine Kondensatorschlange 19 in Verbindung mit einem Bodenbereich 20 des Behälters 10 über eine Leitung 21 mit einer Druckminderdrossel 22 vorgesehen, um zu ermöglichen, dass Kopfraumdampf in dem Behälter 10 durch die Flüssigkeit abgebaut wird. Ein Steuerventil 23 ist für die Kondensatorschlange 19 vorgesehen, das zusammen mit dem Steuerventil 18 die Steuerung des Drucks innerhalb des Behälters 10 ohne Entlüften von Kopfraumdampf übernimmt. Die Flüssigkeit wird vom Bodenbereich 20 des Behälters 10 durch eine Auslassleitung 25 abgegeben.

Es ist zu beachten, dass die Steuerventile 18 und 23 in bekannter Weise durch einen Regler 24 gesteuert werden, der ein programmierbares Digitalgerät sein kann, wie es auf dem Fachgebiet bekannt ist. Wie noch erörtert wird, hat der Regler 24 Eingänge zur Steuerung der Abgabe in Abhängigkeit vom abgefühlten Flüssigkeitspegel in dem Behälter 10. Ein weiterer Punkt ist, dass, obwohl das Verfahren nach der vorliegenden Erfindung bei dem Behälter 10 unterhalb des vorgegebenen Drucks arbeiten kann, ein solches Verfahren nicht funktioniert, wenn der Druck im Behälter 10 sehr viel über diesen Druck ansteigen kann. In dieser Hinsicht wird der Druck im Behälter vorzugsweise gesteuert, so dass er im wesentlichen gleich dem vorgegebenen Druck ist, der typischerweise plus oder minus 0,5 bar vom vorgegebenen Druck abweicht.

Der Behälter 10 wird typischerweise aus einer Niederdruckquelle mit Hilfe einer Pumpe gefüllt. Das Pumpen erzeugt ein Unterkühlen innerhalb der Flüssigkeit, die durch eine Kombination aus oberem und unterem Füllen besteht, um den Druck zu halten. Angenommen, der Tank ist nahezu gefüllt, existiert eine unterkühlte Schicht 26 unterhalb einer gesättigten Schicht 27. Wenn unterkühlte Flüssigkeit abgezogen wird, bildet sich ein Kopfraumbereich 28, in welchen Flüssigkeit aus der gesättigten Schicht verdampft, was eine Anreicherung der verbleibenden Flüssigkeit innerhalb der gesättigten Schicht bewirkt.

Mit der vorstehenden Gegebenheit können sowohl ein spezifischer Druck als auch eine spezifische Zielkonzentration, ein berechnetes Volumen gesättigter Flüssigkeit, berechnet werden das bei dem spezifischen Druck und der Zielkonzentration zurückbleiben würde, wenn sämtliche unterkühlte Flüssigkeit abgezogen würde. Dieses berechnete Volumen gesättigter Flüssigkeit impliziert eine eindeutige zulässige Flüssigkeitspegelhöhe. Für einen Behälter 10 mit vertikaler zylindrischer Konfiguration wird der zulässige Flüssigkeitspegel einfach aus der Kenntnis des berechneten Volumens der gesättigten Flüssigkeit abgeleitet. Wie man verstehen wird, erfordern komplexere Tankkonfigurationen entsprechend komplexere Berechnungen, um die zulässige Flüssigkeitspegelhöhe mit dem berechneten Volumen der gesättigten Flüssigkeit zu korrelieren. In dieser Hinsicht, obwohl nicht dargestellt, wäre die vorliegende Erfindung auch bei anderen Arten von Tanks anwendbar, beispielsweise einem zylindrischem Tank in horizontaler Orientierung.

Da der Druck des Behälters 10 durch eine Kombination des Steuerventils 18 und des Steuerventils 23 gesteuert wird, verbleibt nur das Überwachen des Flüssigkeitspegels im Tank 10 unter Verwendung des Pegelfühlers 30. Wenn der Flüssigkeitspegel unter den zulässigen Flüssigkeitspegel abfällt, ist der Regler 24 auch konfiguriert, ein Ventil 34 auszulösen, damit dieses eine Schließposition einnimmt. Zu beachten ist, dass der Regler 24 Druck- und Pegeleingänge über elektrische Verbindungen 36 bzw. 38 erhält und die Ventile 18, 23 und 34 über elektrische Verbindungen 40, 42 bzw. 44 steuert.

Der Regler 24 und das Ventil 34 können daher verriegelt arbeiten. Beim Erreichen des minimal zulässigen Flüssigkeitspegels könnte der Behälter 10 automatisch nachgefüllt werden. Wie man sieht, könnte der Regler 24 zusätzlich oder alternativ so eingestellt werden, dass er einen Alarm auslöst, um Personal zum Nachfüllen des Behälters 10 zu alarmieren. Dieser Alarm kann auch vor dem Auslösen des Ventils 34 ausgelöst werden, damit Personal in geeigneter Weise reagieren kann. Des weiteren, obwohl nicht dargestellt, würde eine zum Abgeben der Sauerstoff enthaltenden Flüssigkeit nach dem Absperren mit Stickstoff gespült werden, um zu verhindern, dass darin verbleibende Flüssigkeit in gefährlicher Weise mit dem Sauerstoff angereichert wird.

Mit Bezug auf 2 wurden als Beispiele die relative Dicke der gesättigten Schicht, die das gesättigte Schichtvolumen im Vergleich zum unterkühlten Schichtvolumen darstellt, zur Vereinfachung der Berechnungen in einem flüssigen Sauerstoff/Stickstoff-Gemisch verwendet. Diese Berechnungen wurden bei spezifischen Drücken von 10 bar absolut (bara), 5 bara und 2 bara und auf einer Massenbasis durchgeführt. Wie bei der Durchführung dieser Berechnung benutzten Annahmen waren die, dass die Sauerstoffkonzentration des den Sauerstoff und Stickstoff enthaltenden Gemischs beim Eintritt in den Behälter 21% betrug und die maximal zulässige Konzentration etwa 22% betrug. Unter diesen Umständen, wenn die Flüssigkeit mit 2 bara abgegeben werden sollte, hätte die anfängliche gesättigte Schicht (mit der anfänglichen Konzentration von 21%) eine relative Dicke von 12%. Für eine Abgabe bei 5 bara hätte die anfängliche gesättigte Schicht eine relative Dicke von etwa 25%. Bei einem Abgabedruck von 10 bara hätte die anfängliche gesättigte Schicht eine relative Dicke von etwa 37%. Es verbleibt nur noch, die Dicke der gesättigten Schicht zu berechnen, die existieren würde, wenn diese anfänglichen gesättigten Schichten in das Gesamtvolumen des Behälters hineinexpandiert würden. Dies kann auf der Basis von Dampf-Flüssigkeits-Gleichgewichtsdaten gemacht werden, und das Ergebnis ist für die Abgabe bei 2 bara, dass die relative finale Dicke etwa 11 % sein würde, für die Abgabe bei 5 bara etwa 23% wäre, und für die Abgabe bei 10 bara etwa 33% wäre. Diese finale Berechnung stellt daher ein berechnetes Volumen (auf einer relativen Höhenbasis) gesättigter Flüssigkeit mit der anfänglich eingebrachten Konzentration dar, dass in das Volumen des Behälters expandiert ist und daher die abschließende maximal zulässige Konzentration hat, die für die jeweilige Anwendung der Flüssigkeit geeignet ist.

Daher würde bei einer Abgabe bei 5 bar, nachdem die Flüssigkeitshöhe auf einer etwa 23% der Höhe des Behälters 10 entsprechende Höhe abgefallen ist, das Steuerventil 32 in die Schließposition gestellt. Wie für den Fachmann klar ist, ist die Höhe bzw. das Volumen, bei welcher bzw. welchem das Steuerventil 32 reagiert, nur im wesentlichen gleich dem berechneten Volumen (oder genauer der Höhe) innerhalb der Grenzen des verwendeten Pegelsensors, was normalerweise bei etwa 10% liegt. Daher könnte das Steuerventil 32 bei einem geringfügig höheren Flüssigkeitspegel als dem exakt dem berechneten Volumen der Flüssigkeit mit der finalen maximal zulässigen Konzentration entsprechenden ausgelöst werden. Im Beispiel würde der Behälter 10 auf 5 bara während der Abgabe durch die Tätigkeit der Steuerventile 18 und 23 gehalten.


Anspruch[de]
Verfahren zum Speichern und Abgeben eines Sauerstoff enthaltenden Flüssigkeitsgemischs unter Sicherstellung, dass die Flüssigkeit nicht mehr als eine vorgegebene Sauerstoffkonzentration hat, wobei das Verfahren umfasst: Einleiten der Flüssigkeit in einen Behälter (10), wobei die Flüssigkeit beim Einleiten eine bekannte anfängliche Sauerstoffkonzentration hat; Abgeben von Flüssigkeit von einem Bodenbereich des Behälters (10), wobei der Behälter (10) ohne Entlüften von Kopfraumdampf aus dem Behälter (10) auf einem Abgabedruck gehalten wird, der nicht größer als ein spezifischer Druck ist, und wobei verhindert wird, dass Flüssigkeit abgegeben wird, wenn das im Behälter (10) verbleibende flüssige Flüssigkeitsvolumen im wesentlichen gleich einem berechneten Flüssigkeitsvolumen der Flüssigkeit im gesättigten Zustand ist, das bei einem spezifischen Druck so berechnet ist, dass es die vorgegebene Sauerstoffkonzentration hat, wobei das berechnete Flüssigkeitsvolumen dasjenige ist, das durch Expansion eines anfänglichen Volumen der Flüssigkeit in gesättigtem Zustand und mit der anfänglichen Konzentration in das Gesamtvolumen des genannten Behälters (10) erhalten wird. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Druck ohne Entlüftung von Kopfraumdampf durch Druckaufbau durch Verdampfen von Flüssigkeit aus dem Bodenbereich des Behälters (10) in Verbindung mit Kondensieren von Kopfraumdampf mit der verdampften Flüssigkeit vom Bodenbereich des Behälters aufrecht erhalten wird. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Behälter (10) einen konstanten Querschnitt hat, wobei die Höhe der Flüssigkeit im Behälter erfasst wird, und wobei das Abgeben von Flüssigkeit beendet wird, wenn die erfasste Flüssigkeitshöhe einen Wert entsprechend dem genannten verbleibenden Volumen erreicht. Gerät zum Speichern und Abgeben eines Flüssigkeitsgemischs, das ein sauerstoffhaltiges Gemisch enthält, unter Sicherstellung, dass die abgegebene Flüssigkeit nicht mehr als eine vorgegebene Sauerstoffkonzentration hat, wobei das Gerät einen Behälter (10) aufweist, der zur Aufnahme der Flüssigkeit ausgelegt ist, wobei die Flüssigkeit eine bekannte anfängliche Sauerstoffkonzentration hat, wobei weiter der Behälter (10) einen Auslaß (25) zum Abgeben von Flüssigkeit aus einem Bodenbereich des Behälters (10), Mittel (12) zum Halten des Behälters (10) auf einem Abgabedruck, der nicht größer als ein spezifischer Druck ohne Entlüften von Kopfraumdampf vom Behälter (10) ist, einen Pegeldetektor (30) zum Erfassen eines Flüssigkeitspegels, der sich auf das Flüssigkeitsvolumen bezieht, ein fernbetätigtes Ventil (34), das mit dem Auslaß (25) verbunden ist und eine Fließposition hat, um die Flüssigkeitsströmung aus dem Auslaß (25) abzusperren, und einen Regler (24) aufweist, der auf den Pegeldetektor (30) anspricht und mit dem fernbetätigten Ventil (34) verbunden ist, wobei der Regler so konfiguriert ist, dass er das fernbetätigte Ventil (34) in seine Schließstellung stellt, wenn der Flüssigkeitspegel anzeigt, dass das flüssige Flüssigkeitsvolumen, das im Behälter verbleibt, im wesentlichen gleich einem berechneten flüssigen Flüssigkeitsvolumen in gesättigtem Zustand ist, das bei dem spezifischen Druck mit der vorgegebenen Sauerstoffkonzentration berechnet ist, und wobei das berechnete Flüssigkeitsvolumen dasjenige ist, das durch Expansion eines anfänglichen Flüssigkeitsvolumens in einem gesättigten Zustand und mit der anfänglichen Konzentration in das Gesamtvolumen des Behälters erhalten wird.






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