Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein Messverfahren und Messsysteme.
Spezieller betrifft die vorliegende Erfindung Systeme und Verfahren zur Messung
des Gewichts eines Fahrzeugs und dessen Ladung unter Verwendung des Reifendrucküberwachungssystems
und der Niveauausgleichstechnologie, die bereits bei zahlreichen Fahrzeugen vorgesehen
sind.
Reifen sind sehr wichtig für Fahrzeuge, da sie das Fahrzeug beim
Überqueren von Unregelmäßigkeiten der Straßenoberfläche
abpuffern, eine ausreichende Traktion für das Fahren und das Bremsen zur Verfügung
stellen, und eine adäquate Lenkkontrolle und Richtungsstabilität zur Verfügung
stellen. Das wichtigste Merkmal von Reifen besteht jedoch darin, dass sie das Gewicht
des Fahrzeugs und dessen Ladung tragen. Die Überlastung eines Fahrzeugs kann
eine Instabilität hervorrufen sowie Unfälle, was von Bedeutung für
sämtliche Fahrzeuge ist, und insbesondere bei großen Nutzfahrzeugen. Die
Überlastung jedes Fahrzeugs setzt die Fahrzeugreifen einer massiven Belastung
aus, und macht es weniger stabil, schwierig zu lenken, und erhöht den Bremsweg.
Leider benötigen die meisten Wägesysteme den Einsatz externer Hardware
und von Datenakquisitionsgeräten.
So schlägt beispielsweise US
5 583 765 A ein System und Verfahren zur Überwachung der Ladung und
der Emissionen eines Zugmaschinenzuges ferngesteuert vor, während sich dieser
bewegt.
US 5 822 224 A schlägt ein Ladungsüberwachungssystem
zur Überwachung der Ladungen mehrerer Muldenkipper vor.
US 5 580 409 A schlägt einen
Fahrzeuggewichtssensor vor, der in einer Zapfenwelle eines Einzelpunkt-Zapfenaufhängungssystems
zum Einsatz bei Sattelaufliegern angebracht ist.
US 5 595 259 A schlägt ein System
und ein Verfahren zur Bestimmung des Gewichts und der Geschwindigkeit eins ahrzeugs
vor, während es zumindest zwei getrennte, beabstandete Wandler überquert,
die auf einer Straße angebracht sind.
US 5 998 741 A schlägt ein System
und ein Verfahren zur Bestimmung des Gewichts und der Geschwindigkeit eines Fahrzeugs
vor, wenn es zumindest zwei getrennte-, beabstandete Wandler überquert, die
auf einer Straße angebracht sind.
US 2003/0154798 A1, schlägt ein Verfahren zur Überwachung
des Gewichts eines Fahrzeugs unter Verwendung von Zusatzhardware vor, die zumindest
einen Gewichtssensor und zumindest eine Datenverarbeitungseinheit aufweist.
Die DE 197 38 475 A1
beschreibt ein Verfahren zur Messung und Anzeige der Ladelastverteilung von Lagerflächen
oder von Fahr- und Flugzeugen. Das Verfahren beruht lediglich darauf, an mehreren
Stellen Vorrichtungen zur Erfassung von Gewichten anzuordnen und aus deren Messwerten
anschließend eine Ladelastverteilung zu berechnen.
Ein Verfahren zum Ermitteln der Achslast eines Fahrzeugs geht aus
der DE 44 39 064 A1 hervor. Bei
dem vergleichsweise komplizierten Verfahren ist ein Hydrauliksystem vorgesehen,
durch das der Druck in den Reifen des Fahrzeugs zentral versteuert und verändert
werden kann. Um die Achslast zu messen, wird der gesamte Fahrzeugaufbau zunächst
über die Normalstellung hinaus angehoben und anschließend unter die Normalstellung
hinaus abgesenkt, bevor er wieder in die Ausgangsstellung gebracht wird. Währenddessen
wird die Verlagerung der Fahrzeugteile gemessen und so auf die Achslast zurückgeschlossen.
Für normale Fahrzeuge ist dieses Verfahren schon deshalb nicht durchführbar,
weil es an einer zentralen Druckluftversorgung für die Reifen fehlt.
Schließlich beschreibt die WO 03/016115 A1 ein Verfahren zur
Bestimmung der Belastung eines Fahrzeugreifens, bei dem aus der Beobachtung des
Raddrehverhaltens auf dessen Belastung zurückgeschlossen werden soll. Nachteilig
daran ist, dass sich das Drehverhalten auch auf Grund des Straßenzustands ändern
kann, wodurch das Messergebnis mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet ist.
Daher ist immer noch ein Bedürfnis dahingehend vorhanden, ein
wirksames Verfahren zur Bestimmung einer Überlastung eines Fahrzeugs zur Verfügung
zu stellen, welches nicht den Einsatz externer Waagen benötigt. Dies gilt besonders
für Privatfahrzeuge, die selten, falls überhaupt, zu Nutzfahrzeugwaagen
bewegt werden, um festzustellen, ob ihre Ladung das Fahrzeug in
einen überlasteten Zustand versetzt.
Die Aufgabe, dieses Bedürfnis zu befriedigen, wird erfindungsgemäß
gelöst durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 bzw. durch ein
Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 11. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung
sind in den Unteransprüchen angegeben.
Die vorliegende Erfindung stellt Vorteile und Alternativen gegenüber
dem Stand der Technik dadurch zur Verfügung, dass ein Mittel zur Bestimmung
zur Verfügung gestellt wird, ob ein Fahrzeug überladen ist, ohne das Erfordernis
des Anbringens zusätzlicher Hardware und entsprechender Kosten.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren
zur Bestimmung eines Fahrzeuggewichtsüberlastungszustands unter Verwendung
des vorhandenen Reifendrucküberwachungssystems und des vorhandenen Niveauausgleichssystems
eines Fahrzeugs zur Verfügung gestellt, welches umfasst: Einsatz des Niveauausgleichssystems
zur Bestimmung des Gewichts des Fahrzeugs; und Einsatz des Reifendrucküberwachungssystems
zur Bestimmung eines Überlastungszustands des Fahrzeugs.
Gemäß noch einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung
wird ein Verfahren zur Bestimmung einer Fahrzeuggewichtsüberlastung zur Verfügung
gestellt, welches das vorhandene Reifendrucküberwachungssystem und das vorhandene
Niveauausgleichsaufhängungssystem des Fahrzeugs einsetzt, und folgende Schritte
umfasst: a) Ingangsetzen des Gewichtsüberlastungsüberwachungssystems;
b) Überprüfung der Bewegung des Fahrzeugs; c) falls sich das Fahrzeug
nicht im bewegungslosen Zustand befindet, Senden eines Warnsignals an den Fahrer
und Rückkehr zum Schritt b); d) wenn das Fahrzeug bewegungslos ist, Überprüfung
des Zustands des Reifendrucküberwachungssystems; e) wenn das Reifendrucküberwachungssystem
nicht normal reagiert, Feststellen, welche Abschnitte des Reifendrucküberwachungssystems
nicht normal reagieren, und Senden einer Warnung an den Fahrer; f) wenn das Reifendrucküberwachungssystem
nicht normal reagiert, Ingangsetzen des Niveauausgleichsaufhängungssystems;
g) Eingabe der Obergrenze und der Untergrenze von Vertikalpositionen der Aufhängungsfeder
in einen Speicher; h) Berechnung der Vertikalverschiebung der Aufhängungsfeder
für ein unbeladenes Fahrzeug und des Steifigkeitskoeffizienten der Aufhängungsfeder;
i) Berechnung der Vertikalverschiebung der Aufhängungsfeder für ein beladenes
Fahrzeug und des Steifigkeitskoeffizienten der Aufhängungsfeder; j) Bestimmung
der momentanen Vertikalverschiebung der Aufhängungsfeder; k) Bestimmung, ob
das Ergebnis des Schrittes j) größer ist als das Ergebnis des Schrittes
h); l) ist das Ergebnis des Schrittes k) gleich Nein, Senden einer Warnung an den
Fahrer, dass die Aufhängung nicht in Ordnung ist, und Rückkehr zum Schritt
f); m) wenn das Ergebnis des Schrittes k) gleich Ja ist, Bestimmung, ob das Ergebnis
des Schrittes j) größer ist als das Ergebnis des Schrittes i); n) ist
das Ergebnis des Schrittes m) gleich Nein, Senden einer Warnung an den Fahrer, dass
das Fahrzeug überladen ist, und Rückkehr zum Schritt f); o) ist das Ergebnis
des Schrittes m) gleich Ja, Ende.
Daher stellt die vorliegende Erfindung in vorteilhafter Weise eine
Maßnahme zum Warnen des Fahrers eines Fahrzeugs zur Verfügung, wenn das
Fahrzeug überladen ist, und die Reifen einen zu hohen oder zu niedrigen Druck
aufweisen, ohne das Erfordernis, das Fahrzeug auf einer Nutzfahrzeugwaage wiegen
zu müssen, sowie ein Verfahren zur ständigen Überprüfung des
Aufhängungssystems des Fahrzeugs.
Die Erfindung wird nachstehend anhand zeichnerisch dargestellter Ausführungsbeispiele
näher erläutert, aus welchen weitere Vorteile und Merkmale hervorgehen.
Es zeigt:
1 eine Darstellung des Steuerprozeduralgorithmus zur
Bestimmung, ob das Reifendrucküberwachungssystem (TPMS) arbeitet oder nicht;
2 eine Darstellung des Steuerprozeduralgorithmus zum
Ingangsetzen der Steuerprozedur für das Niveauausgleichssystem, wenn sich bei
dem Reifendrucküberwachungssystem (TPMS) herausstellt, dass es nicht arbeitet;
3 eine Darstellung der ersten Hälfte des Steuerprozeduralgorithmus,
der es dem Reifendrucküberwachungssystem (TPMS) ermöglicht zu bestimmen,
ob das Fahrzeug überladen ist;
4 eine Darstellung der zweiten Hälfte des Steuerprozeduralgorithmus,
der es dem Reifendrucküberwachungssystem (TPMS) ermöglicht zu bestimmen,
ob das Fahrzeug überladen ist;
5 ein Funktionsblockschaltbild eines Fahrzeugreifendrucküberwachungssystems
(TPMS), wobei die grundlegenden Bauteile dargestellt sind; und
6 ein Funktionsblockschaltbild eines Fahrzeugniveauausgleichssystems,
wobei die grundlegenden Bauteile dargestellt sind.
Es wird nunmehr auf die Zeichnungen Bezug genommen, in welchen im
größtmöglichen Ausmaß gleiche Bezugszeichen dazu verwendet werden,
gleiche Bauteile in den verschiedenen Figuren zu bezeichnen. 1
zeigt einen Steuerprozeduralgorithmus, der dem Mikroprozessor an Bord hinzugefügt
wird, um zu bestimmen, ob das Reifendrucküberwachungssystem (TPMS) ordnungsgemäß
arbeitet, mit folgenden Schritten: Starten des Algorithmus 1, Überprüfung
der Bewegung des Fahrzeugs 2, Bestimmen, ob das Fahrzeug bewegungslos ist
(3), bei Nein (4) Rückkehr nach 2, bei Ja (5)
Übergang zur Überprüfung des Zustands des Reifendrucküberwachungssystems
(TPMS) (6), Abfrage, ob das Reifendrucküberwachungssystem (TPMS) normal
reagiert (7), falls Ja (8), Übergang zum Aufhängungsalgorithmus
(9), falls Nein (10) Feststellung, welches Reifendrucküberwachungssystem
(TPMS) nicht arbeitet, und Beginn des Aufhängungsalgorithmus (11).
In 2 ist der Steuerprozeduralgorithmus
gezeigt, der dem Mikroprozessor an Bord hinzugefügt ist, um das Niveauausgleichssystemverfahren
einzuleiten, um zu bestimmen, ob das Fahrzeug überladen ist, mit folgenden
Schritten: Starten des Aufhängungsalgorithmus (20), Einstellen der
Obergrenze und der Untergrenze des Herstellers für die Vertikalposition der
Aufhängungsfeder (21), Berechnung der Vertikalverschiebung der Aufhängungsfeder
für ein entladenes und für ein vollständig beladenes Fahrzeug und
des Steifigkeitskoeffizienten der Aufhängungsfeder (22), Bestimmung
(23), ob die momentane Vertikalverschiebung größer als jene ist,
die für das entladene Fahrzeug berechnet wurde, falls Nein, Senden einer Warnung,
dass die Aufhängung nicht in Ordnung ist (25), zurück (26)
zur Wiederholung des Schrittes (21), bei Ja (27) Bestimmung, ob
die Vertikalverschiebung größer ist als jene für ein beladenes Fahrzeug,
falls Nein (29) Ingangsetzen des TPMS (30), falls Ja (31),
Senden einer Warnung, dass das Fahrzeug überladen ist (32), und zurück
zum Start (33).
In den 3 und 4
ist die erste Hälfte einer Steuerprozedur für die Bestimmung einer Überlastung
des Reifendrucküberwachungssystems (TPMS) in 3
gezeigt, und die zweite Hälfte der Steuerprozedur für die Bestimmung einer
Überlastung des Reifendrucküberwachungssystems (TPMS) in 4.
3 zeigt den Start der Prozedur (40) des Reifendrucküberwachungssystems
(TPMS), die Bestimmung (41), ob das Fahrzeug bewegungslos ist, falls Nein
(42) Wiederholung von 41, falls Ja (43), Laden in einen
Speicher des idealen Fahrzeugdrucks für kalte Reifen (44), Bestimmung
(45), ob der Reifen kalt ist, bei Ja (49) Bestimmung des Reifendrucks
(55), bei Nein (46) erneute Berechnung des idealen Reifendrucks
für die Temperatur der Reifen (47) und Übergang zum Schritt
50, Bestimmung (51), ob der Reifendruck gleich dem idealen Reifendruck
ist, bei Nein (52) Senden einer Warnung, dass der Reifendruck eingestellt
werden muss (53), und dann Übergang (54) zum Schritt
56, bei Ja (55) Berechnung der Oberflächenaufstandsfläche
(56). 4 zeigt die Fortsetzung von
3, wobei bestimmt wird, ob die Oberflächenaufstandsfläche,
die im Schritt 56 ermittelt wurde, größer ist als die berechnete
Aufstandsfläche, bei Nein (58) Senden einer Warnung, dass der Reifen
einen zu hohen Druck aufweist, und Druck abgelassen werden muss, und Rückkehr
nach 57, bei Ja (61) Bestimmung der Aufstandsfläche des vollständig
beladenen Fahrzeugs (62), Bestimmung (63), ob der bei
62 ermittelte Wert kleiner ist als die berechnete Aufstandsfläche,
bei Nein (64) Senden einer Warnung, dass der Reifen einen zu hohen Druck
aufweist, und das Fahrzeug überladen ist (65), und Rückkehr (66)
zum Schritt 63, bei Ja (67) Senden von Information, welche den
Druck des Reifens angibt, der zur Erzielung einer sicheren Aufstandsfläche
benötigt wird (68), Bestimmung (69), ob der ermittelte Druck
gleich dem neuen idealen Druck ist, falls Nein (70) Senden einer Warninformation
(71) und Rückkehr (72) zum Schritt (69), falls Ja
Beendigung der Prozedur.
5 zeigt ein Blockschaltbild eines Fahrzeugs
100, das zwei Vorderreifen 101 aufweist, zwei Hinterreifen
102, und einen Reservereifen 106, wobei jeder Reifen eine Reifendrucküberwachungssystemvorrichtung
103 (TPMS-Vorrichtung) aufweist, die betriebsmäßig mit ihm verbunden
ist, und jede Reifendrucküberwachungssystemvorrichtung 103 (TPMS-Vorrichtung)
darüber hinaus an einem Prozessor 104 über eine Verbindungsvorrichtung
105 angeschlossen ist.
6 zeigt ein Blockschaltbild eines Fahrzeugs
200, das zwei Vorderreifen 201 aufweist, zwei Hinterreifen
202, und einen Reservereifen 206, wobei jeder Vorderreifen
201 eine Niveauausgleichssensorvorrichtung 203 aufweist, die betriebsmäßig
mit ihm verbunden ist, und darüber hinaus betriebsmäßig an einen
Prozessor 204 über eine Verbindungsvorrichtung 205 angeschlossen
ist.
Tatsächlich nutzt die vorliegende Erfindung die bekannte Beziehung
zwischen Druck und Gewicht. Die Formeln für den Zusammenhang von Druck und
Gewicht sind folgende:
Wenn der Druck konstant ist, ist die Aufstandsfläche desto größer,
je schwerer das Fahrzeug ist. Dies ergibt die Grenze für die Aufstandsfläche.
Letztere muss in folgendem Bereich liegen:
Aufstandsflächevollständig beladen > AufstandsflächeFahrzeug
> Aufstandsflächeunbeladen
Wenn die Aufstandsfläche bei voller Beladung größer
ist als die Aufstandsfläche, wenn das Fahrzeug entladen ist, ist das Fahrzeug
überladen, und muss ein Warnsignal erzeugt werden, sowohl zur Information,
dass das Fahrzeug überladen ist, als auch zur Information, dass der Reifen
mehr Druck benötigt, um eine sichere Aufstandsfläche zur Verfügung
zu stellen.
Wenn die Aufstandsfläche bei voller Beladung kleiner ist als
die Aufstandsfläche, wenn das Fahrzeug entladen ist, weist der Reifen einen
zu hohen Druck auf, und muss der Reifendruck abgesenkt werden.
Weiterhin stellt das Reifendrucküberwachungssystem (TPMS) einen
Reifendruck in Abhängigkeit von der Temperatur zur Verfügung, und stellt
der Hersteller Druckgrenzen auf Grundlage eines unbelasteten Reifens bei 25 °C
zur Verfügung, so dass die Druckänderung infolge einer Temperaturänderung
nach folgender Formel berechnet werden muss:
Hierbei bezeichnet n die Anzahl an Luftmolekülen in dem Reifen,
und R die Boltzman-Konstante, und da n und R konstant sind, tritt die einzige Möglichkeit
für eine Druckänderung infolge einer Temperaturänderung auf, da auch
das Reifenvolumen konstant bleibt.
Da der Druck des Reifens bei einer bestimmten Temperatur gleich bleibt,
unabhängig von der Ladung, wird jedoch ein Verfahren zur Bestimmung des Fahrzeuggewichts
benötigt. Dieses kann bei Fahrzeugen durch die Niveauausgleichstechnologie
bestimmt werden, die als Mittel zur Bestimmung des Fahrzeuggewichts zum Einsatz
durch das Reifendrucküberwachungssystem (TPMS) verwendet werden kann.
Das Niveauausgleichssystem kann die bekannte Beziehung zwischen Gewicht
und der Verschiebung einer klassischen Feder verwenden. Von der Aufhängung
kann angenommen werden, dass sie annähernd den gleichen Gleichungen unterliegt
wie eine klassische Feder.
Kraft = K × x = Mg
Hierbei ist K der Steifigkeitskoeffizient einer Feder, und x die Verschiebung
der Feder. Im Zustand ohne Ladung gilt daher:
Daher ist die Verschiebung der Feder direkt proportional zum Gewicht
des Fahrzeugs.
In Bezug auf die Reifendrucküberwachungssystemtechnologie (TPMS-Technologie)
geben eine obere und eine untere Gewichtsgrenze den Bereich für die zulässige
Vertikalposition vor. Die Messung erfolgt, während das Fahrzeug bewegungslos
ist. Liegt das Gewicht des Fahrzeugs jenseits der Grenze, werden die Federn über
die Einstellgrenze zusammengedrückt, und ist die Verschiebung zu hoch. Wenn
dies geschieht, wird ein Warnsignal erzeugt, um dem Fahrer den gefährlichen
Zustand mitzuteilen. Bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung gibt das Warnsignal auch den ordnungsgemäßen Reifendruck für
jeden Reifen an, sowohl für Zustände mit zu hohem als auch zu niedrigem
Reifendruck.
Damit das Niveauausgleichstechnologie-Überlastungssystem ordnungsgemäß
arbeiten kann, muss die Aufhängung in regelmäßigen Abständen
erneut kalibriert werden, um Änderungen des Federsteifigkeitskoeffizienten
infolge des Alterns der Feder zu kompensieren.
Anspruch[de]
Verfahren zur Bestimmung eines Kraftfahrzeug-Gewichtsüberlastungszustands
unter Verwendung eines vorhandenen Reifendrucküberwachungssystems und eines
vorhandenen Niveauausgleichssystems eines Fahrzeugs, mit folgenden Schritten:
Ingangsetzen des Niveauausgleichssystems zum Bestimmen des Gewichts des Fahrzeugs
durch Messen einer Vertikalverschiebung einer Aufhängungsfeder,
Vergleichen des gemessenen Wertes der Vertikalverschiebung der Aufhängungsfeder
mit vorgegebenen Werten der Vertikalverschiebung der Aufhängungsfeder für
den entladenen und für den vollständig beladenen Zustand des Fahrzeugs,
Ingangsetzen des Reifendrucküberwachungssystems zur Bestimmung eines Überlastungszustands
des Fahrzeugs, wenn der gemessene Wert der Vertikalverschiebung der Aufhängungsfeder
zwischen den vorgegebenen Werten der Vertikalverschiebung der Aufhängungsfeder
für den unbeladenen und den vollständig beladenen Zustand des Fahrzeuges
liegt.Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nach Bestimmung
eines Fahrzeugüberlastungszustands ein Warnsignal dem Benutzer des Fahrzeugs
zugeschickt wird.Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Warnsignal
darüber hinaus die Größe des Drucks angibt, die in jedem Reifen benötigt
wird, um den Überlastungszustand zu überwinden.Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nach Bestimmung
eines Fahrzeugs, welches Reifen mit zu hohem Druck aufweist, ein Warnsignal an den
Fahrzeugbenutzer geschickt wird.Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Warnsignal
darüber hinaus die Größe des Drucks angibt, die benötigt wird,
um jeden Reifen auf den ordnungsgemäßen Betriebsdruck zu bringen.Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Reifendrücküberwachungssystem
und das Niveauausgleichssystem die beiden Vorderreifen und/oder die beiden Hinterreifen
überwachen.Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Reifendrucküberwachungssystem
die beiden Vorderreifen überwacht, die beiden Hinterreifen, und den Ersatzreifen.Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ausfall
des Reifendrucküberwachungssystems dazu führt, dass ein Warnsignal in
Bezug auf den Ausfall an den Fahrzeugbenutzer geschickt wird.Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausfall
des Reifendrucküberwachungssystems dazu führt, dass der Gewichtsbestimmungsalgorithmus
des Niveauausgleichssystems aktiviert wird.Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Oberflächenaufstandsfläche eines Reifens berechnet wird.Verfahren zur Bestimmung einer Gewichtsüberlastung eines Kraftfahrzeugs
unter Verwendung eines vorhandenen Reifendrucküberwachungssystems und eines
vorhandenen Niveauausgleichsaufhängungssystems des Kraftfahrzeugs mit folgenden
Schritten:
a) Ingangsetzen des Gewichtsüberlastungsüberwachungssystems;
b) Überprüfung der Bewegung des Fahrzeugs;
c) wenn das Fahrzeug nicht bewegungslos ist, Senden eines Warnsignals an den Fahrer
und Rückkehr zum Schritt b);
d) wenn das Fahrzeug bewegungslos ist, Überprüfung des Zustands des Reifendrucküberwachungssystems;
e) wenn das Reifendrucküberwachungssystem nicht normal reagiert, Feststellung,
welche Abschnitte des Reifendrucküberwachungssystems nicht normal reagieren,
und Senden einer Warnung an den Fahrer;
f) wenn das Reifendrucküberwachungssystem nicht normal reagiert, Ingangsetzen
des Niveauausgleichsaufhängungssystems;
g) Eingeben der Obergrenze und der Untergrenze von Vertikalpositionen einer Aufhängungsfeder
in einen Speicher;
h) Berechnung der Vertikalverschiebung der Aufhängungsfeder für ein unbeladenes
Fahrzeug und des Steifigkeitskoeffizienten der Aufhängungsfeder;
i) Berechnung der Vertikalverschiebung der Aufhängungsfeder für ein beladenes
Fahrzeug und des Steifigkeitskoeffizienten der Aufhängungsfeder; j) Bestimmung der tatsächlichen Vertikalverschiebung der Aufhängungsfeder;
k) Bestimmung, ob das Ergebnis des Schrittes j) größer ist als das Ergebnis
des Schrittes h);
l) wenn das Ergebnis des Schrittes k) gleich Nein ist, Senden einer Warnung an den
Fahrer, dass die Aufhängung nicht in Ordnung ist, und Rückkehr zum Schritt
f);
m) wenn das Ergebnis des Schrittes k) gleich Ja ist, Bestimmung, ob das Ergebnis
des Schrittes j) größer ist als das Ergebnis des Schrittes i);
n) wenn das Ergebnis des Schrittes m) gleich Nein ist, Senden einer Warnung an den
Fahrer, dass das Fahrzeug überladen ist, und Rückkehr zum Schritt f);
o) wenn das Ergebnis des Schrittes m) gleich Ja ist, Ende.