Die Erfindung betrifft eine pneumatische Einzelkornsämaschine
gemäß des Oberbegriffes des Patentanspruches 1.
Eine derartige Einzelkornsämaschine ist beispielsweise aus der
EP 03 56 771 A2 bekannt. Diese Einzelkornsämaschine
weist eine Vereinzelungsscheibe auf, in deren äußeren Bereich einer Seitenfläche
Perforationen angebracht sind, die mit einer Druckdifferenz beaufschlagt werden.
Wenn diese mit einer Druckdifferenz beaufschlagten Perforationen durch einen Saatgutvorrat
geführt werden, lagern sich an den Perforationen Saatkörner an. Um die
Saatkörner in der Säfurche ablegen zu können, müssen die Saatkörner
von den Perforationen abfallen. Hierzu ist eine die Saatkörner von den Perforationen
ablösende Einrichtung vorhanden, die hier die an den Perforationen anliegende
Druckdifferenz unterbricht, damit die Saatkörner von den Perforationen abfallen
und in die Säfurche gelangen. Zwischen der die Saatkörner von den Perforationen
ablösenden Einrichtungen und dem Saatgutvorrat ist eine die Perforationen reinigende
Vorrichtung angeordnet, die hier als in die Perforation eingreifende federbelastete
Kugel ausgebildet ist. Diese federbelastete Kugel schleift über das Vereinzelungsorgan
und sorgt somit für einen gewissen Verschleiß an dem Vereinzelungsorgan.
Darüber hinaus bremst diese ablösende Vorrichtung das Vereinzelungsorgan
durch das Schleifen bzw. Reiben auf dem Vereinzelungsorgan ab. Hierdurch ist eine
erhöhte Antriebsleistung, um das Vereinzelungsorgan in Drehung zu versetzen,
erforderlich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine unter Vermeidung der
vorstehend geschilderten Nachteile verbesserte die Perforationen reinigende Vorrichtung
zu schaffen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das kennzeichnende
Merkmal des Anspruches 1 gelöst. Infolge dieser Maßnahmen rollt das drehbar
angeordnete scheiben- oder rollenähnliche Element, welches die die Perforation
reinigende Vorrichtung bildet, auf der Oberfläche des Vereinzelungsorgans ab
und drückt so die evtl. in den Perforationen sitzenden Verunreinigungen und
Saatkörner oder Reste davon aus den Öffnungen der Perforationen heraus.
Besonders wirkungsvoll reinigen die scheiben- oder rollenähnlichen
Elemente die Perforationen dadurch, dass die scheiben- oder rollenähnlichen
Elemente mit zumindest einer ihrer umlaufenden äußeren Ringkante im Bereich
der Perforationen angeordnet sind.
Eine weitere Verbesserung der Reinigung wird dadurch erreicht, dass
die scheiben- oder rollenähnlichen Elemente zumindest im äußeren
Umfangsbereich aus einem elastischen Material bestehen und derart angeordnet sind,
dass sich äußere Bereiche der Elemente in die Perforationen hineindrücken.
Infolge dieser Maßnahmen drücken sich Teile der scheiben- oder rollenähnlichen
Elemente in die Perforationen hinein und sorgen so für eine sehr sichere Reinigung
der Perforationen.
Eine Verbesserung der Reinigung der Perforationen lässt sich
auch dadurch erreichen, dass die Vereinzelungstrommel oder -scheibe in dem Bereich
der Perforationen aus einem elastischen Material bestehen, so dass durch die scheiben-
oder rollenähnlichen Elemente die Trommel oder Scheibe im Bereich der Perforationen
verformbar ist. Infolge dieser Maßnahmen verformen sich die Perforationen selber
bzw. das Vereinzelungsorgan, so dass hierdurch eine Reinigung der Perforationen
und ein Herausdrücken bzw. Herausfallen von in den Perforationen sich festgesetzten
Verunreinigungen erreicht wird. Damit die scheiben- oder rollenähnlichen Elemente
die Perforationen gut reinigen können, ist vorgesehen, dass die scheiben- oder
rollenähnlichen Elemente auf ihrer Umfangsfläche dachförmig oder
keilförmig ausgebildet sind.
Bei einer Einzelkornsämaschine, bei welcher die Vereinzelungstrommel
gegenüber der Trommeloberfläche im Bereich der Perforationsreihen erhöht
ringförmig umlaufende, in bevorzugter Weise dachförmig oder keilförmig
ausgebildete Vereinzelungsgürtel aufweisen, ist vorgesehen, dass die scheiben-
oder rollenähnlichen Elemente mit ihrer einen umlaufenden äußeren
Ringkante im Bereich der Perforationen angeordnet sind. Infolge dieser Maßnahmen
wird bei einer derartig ausgestalteten Vereinzelungstrommel eine vorteilhafte Reinigung
der Perforationen erreicht.
Eine vorteilhafte Reinigung der Perforationen bei einer Vereinzelungstrommel,
wie vor beschrieben, ergibt, sich dadurch, dass das scheibenförmige Element
auf seiner Umfangsfläche keilförmig ausgebildet ist, und dass die Drehachse
des scheibenförmigen Elementes parallel zur erhöhten Fläche des Bereiches
der Trommel, in welchem die Perforationsreihen angeordnet sind, verläuft. Infolge
dieser Maßnahmen können die scheibenförmigen Elemente die Perforationen
sicher reinigen.
Eine weitere einfache Ausgestaltung eines die Perforationen reinigenden
Elementes einer vorbeschriebenen Trommel lässt sich dadurch erreichen, dass
die scheiben- oder rollenähnlichen Elemente als eine Walze mit nutenförmigen
Einschnittsbereichen zur Schaffung von äußeren umlaufenden Ringkanten
ausgebildet sind.
Um einseitig auf die Vereinzelungstrommel einwirkende Kräfte
zu vermeiden, ist insbesondere bei einer Einzelkornsämaschine,
bei welcher auf beiden Seiten des keilförmigen oder dachförmig ausgebildeten
Vereinzelungsgürtels Perforationen angebracht sind, vorgesehen, dass zwei scheiben-
oder rollenähnliche Elemente gegenüberliegend den ringförmigen Erhöhungen,
in denen die Perforationen angeordnet sind, zueinander angeordnet sind.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind den übrigen Unteransprüchen,
der Beispielsbeschreibung und den Zeichnungen zu entnehmen. Hierbei zeigen
1 die Vereinzelungsvorrichtung der Einzelkornsämaschine
in vereinfachter ausschnittsweiser Darstellung in Seitenansicht,
2 die als Vereinzelungstrommel ausgebildete Vereinzelungsvorrichtung
mit der die Perforation reinigende Vorrichtung in der Ansicht II – II,
3 die Anordnung der die Perforationen reinigende Vorrichtung
in vergrößerter Darstellung und
4 eine weitere die Perforation reinigende Vorrichtung
in der Darstellung gemäß 3.
Die Sämaschine weist den Vorratsbehälter 1 und
die unterhalb des Vorratsbehälters 1 in einem Gehäuse
2 drehbar angeordneten und rotierend angetriebene Vereinzelungstrommel
3 auf. Auf der Umfangsfläche der Vereinzelungstrommel 3 sind
kreisförmig angeordnete Vereinzelungsgürtel 4 mit in den dachförmigen
Seitenflächen 5 der Vereinzelungsgürtel in Perforationsreihen
angeordneten Perforationen 6 angeordnet. Der Vorratsbehälter
1 und das Gehäuse 2 oberhalb der Trommel 3 sind
zumindest annähernd druckdicht mittels eines nicht dargestellten Deckels verschlossen.
Wie bereits erwähnt, sind die Vereinzelungsgürtel 4 der Vereinzelungstrommel
3 im Querschnitt dachförmig ausgebildet und in den Seitendachflächen
5 sind jeweils die Perforationslöcher 6 der Perforationsreihen
angeordnet. Über den Luftanschlusskasten 7 ist der Vorratsbehälter
1 und das Gehäuse 2 oberhalb der Trommel 3 durch
das an den Anschlusskasten 7 angeschlossene und nicht dargestellte Druckluftgebläse
mit Druckluft beaufschlagbar, so dass die Perforationsreihen 6 mit einer
Druckdifferenz zwischen dem Innenraum 8 der Vereinzelungstrommel
3 und dem Außenbereich 9 der Vereinzelungstrommel
3 beaufschlagt werden. Aufgrund dieser Druckdifferenz lagern sich an den
Perforationen 6 der Perforationsreihen der Vereinzelungstrommel
3, wenn diese durch den Saatgutvorrat 10, der sich aufgrund der
Führung des Saatgutschaftes bis unterhalb der Drehachse 11 der Trommel
3 erstreckt, Samenkörner an. Der Saatgutvorratsbehälter
1 bzw. das Gehäuse 2 unterhalb des Saatgutvorratsbehälters
1, in dem die Vereinzelungstrommel 3 drehend und abdichtend gelagert
ist, weist die einander beabstandeten Seitenwände 12 auf, die sich
parallel zur Bewegungsrichtung 13 der Trommel 3 erstrecken und
mit der Trommel 3 zumindest annähernd abdichtend zusammenwirken.
In Drehrichtung 13 gesehen ist oberhalb des Saatgutvorrates
die die Abstreiferelemente 14 aufweisende Abstreifervorrichtung
15 angeordnet. Jeder Perforationsreihe 6 ist eine Abstreifervorrichtung
15, zugeordnet. Im oberen Bereich der Vereinzelungstrommel 3 ist
auf der Innenseite 8 ein die Druckdifferenz, an den die Perforationen der
Perforationsreihen 6 anliegt, unterbrechendes Element 16angeordnet.
Hieran anschließend ist auf der Außenseite 9 der Trommel
3 jeweils jeder Perforationsreihe 6 eine Saatgutleitung
17 zugeordnet, über welche die sich von den Perforationen
6 lösenden vereinzelten Saatkörner auffangen und durch den in
den Leitungen 17 herrschenden Luftstrom zu den als Säscharen ausgebildeten
und nicht dargestellten Ausbringelementen geführt werden.
In Drehrichtung 13 der Trommel 3 gesehen, ist in
dem Bereich zwischen dem Element 16 und dem Saatgutvorrat 10 die
die Perforationen 6 reinigende Vorrichtung 17 angeordnet. Diese
Vorrichtung 17 weist drehbar angeordnete scheiben- oder rollenähnliche
Elemente 18 auf. Diese scheiben- und rollenähnliche Elemente
18 weisen eine umlaufend äußere Ringkante 18 auf, die
im Bereich der Perforationen 6 angeordnet ist. Das Element 16
besteht zumindest im äußeren Umfangsbereich aus einem elastischen Material
und ist derart angeordnet, dass sich die äußeren Bereiche der Elemente
16, die von den Ringkanten 19 gebildet werden, sich in die Perforationen
hineindrücken können, um die evtl. in die Perforationen 6 festsitzenden
Saatkörner und sonstige Verschmutzungen herausdrücken zu können.
Die Elemente 18 sind um eine Drehachse 20 drehbar, die parallel
zur Drehachse 11 der Trommel 3 verläuft. Die Vorrichtung
17 ist als Walze mit nutförmigen Einschnittsbereichen 21
zur Schaffung der äußeren umlaufenden Ringkanten 19 der Elemente
18 ausgebildet, wie die 2 und 3
zeigen. Um zu vermeiden, dass die Trommel 3 oder die Vereinzelungsgürtel
4 einseitig belastet ist, sind die scheiben- oder rollenähnlichen
Elemente 18 gegenüberliegend den ringförmigen Erhöhungen
4, in denen die Perforationen 6 angeordnet sind, zueinander angeordnet.
Die ringförmigen Erhöhungen 4 können ebenfalls
aus einem elastischen Material, wie beispielsweise Gummi oder Kunststoff bestehen
sein. Hierbei ist es dann möglich, die Elemente 18 aus einem festen
Material auszubilden, so dass die Elemente zur Reinigung der Perforation die Erhöhungen
4 auch im Bereich der Perforationen 6 verformen und so die Perforationen
6 von in diesen festsitzenden Samenkörnern und sonstigen Verunreinigen
reinigen können. Auch ist es möglich, das sowohl die
Erhöhungen, in denen die Perforationen 6 angeordnet sind, wie auch
die die Perforationen reinigenden Elemente 18 jeweils aus einem entsprechend
zueinander abgestimmten elastischen Material bestehen.
Die Ausgestaltung der die Perforationen 6 reinigenden Elemente
22 gemäß 4 unterscheidet sich von
den Elementen 22 gemäß den 2 und
3 dadurch, dass die Drehachse 23 der die Perforationen
reinigende Elemente 22 parallel zu den Dachflächen 5 der
Erhebungen 4 verläuft. Weiterhin sind die scheiben- oder rollenähnlichen
Elemente, die die Perforationen reinigen, scheibenähnlich und auf ihrer Umfangsfläche
24 dach- oder keilförmig ausgebildet, wie 4
zeigt. die umlaufenden Firstfläche 25 der dach- oder keilförmigen
die Perforationen 6 reinigenden Elemente 22 ist im Bereich der
Perforationen 6 angeordnet, so dass sie die Perforationen 6 von
in diesen festsitzenden Saatkörnern und sonstigen Verunreinigen reinigen können.
Die Elemente 22 können ebenfalls zumindest in ihrem äußeren
Bereich aus einem elastischen Material bestehen, so dass sie sich in die Perforationen
6 hineindrücken können.