Die Erfindung betrifft eine pneumatische Einzelkornsämaschine
gemäß des Oberbegriffes des Patentanspruches 1.
Eine derartige Einzelkornsämaschine ist in der nicht vorveröffentlichten
deutschen Patentanmeldung 10 2005 038 155.3 beschrieben. Bei dieser Einzelkornsämaschine
ist jeweils den Perforationsreihen eines Vereinzelungsgürtels eine von der
Vereinzelungstrommel der Ablageeinrichtung der Einzelkornsämaschine führende
Ausbringleitung zugeordnet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Auffangen
und Einleiten der Saatkörner in die Ausbringleitung vorzuschlagen.
Diese Aufgabe wird erfindungemäß durch die kennzeichnenden
Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst. Infolge dieser Maßnahmen sind
die Eingangsbereiche der Ausbringleitungen in die Ablöse- und Abflugrichtung
der sich von den Perforationen lösenden vereinzelten Körner ausgerichtet,
so dass die Saatkörner ungehindert in die Eingangsöffnung, ohne zumindest
wesentlich an die Wandungen der Eingangsbereiche der Ausbringleitungen anzustoßen,
von dem in den Ausbringleitungen herrschenden Luftstrom mitgerissen und zu den Ablageeinrichtungen
der Einzelkornsämaschinen gefördert werden. Durch diese erfindungsgemäße
Ausgestaltung der Eingangsbereiche der Ausbringleitungen ergibt sich im Eingangsbereich
eine hohe Strömungsgeschwindigkeit, so dass die Saatkörner sicher vom
Luftstrom in der Leitung mitgerissen werden.
Um die Saatkörner sicher nach dem Ablösen von den Perforationen
der einander benachbarten Seitenflächen der Vereinzelungsgürtel, durch
die Eingangsbereiche der Leitungen vorteilhaft aufgefangen werden können, ist
vorgesehen, dass die trichterförmigen Eingangsbereiche als Eingangstrichter
ausgebildet sind. Eine Vorteilhafte Ausgestaltung des Eingangsbereiches der Ausbringleitungen
lässt sich dadurch erreichen, dass in dem Eingangsbereich der Eingangstrichter
ein die Eingangstrichter in ein Y-förmiges oder hosenartiges Leitungselement
aufteilendes Wandstück angeordnet ist, dass dieses Leitungsstück sich
zu einer gemeinsamen Leitung vereinigt und/oder in eine gemeinsame Leitung einmündet.
Infolge dieser Maßnahmen werden die beiden Eingangsbereiche der jeweils einer
Perforationsreihe zugeordneten Eingangsbereiche des Eingangstrichters vorteilhaft
mit einem kleinen Eingangsquerschnitt ausgestaltet, wobei eine hohe Strömungsgeschwindigkeit
auch bereits im Eingangsbereich, ohne dass es zu einem zu hohen Staudruck kommt,
erreicht wird.
Ein sicheres Auffangen der sich von den Perforationen der Vereinzelungsgürtel
lösenden Samenkörner lässt sich dadurch verbessern, dass die Eingangstrichter
der Ausbringleitungen zumindest annähernd bis an die Seitenflächen der
Vereinzelungsgürtel heranreichen.
Eine vorteilhafte Ausrichtung der Wände des Eingangstrichters
lässt sich dadurch erreichen, dass die Ausrichtung der Wände der Eingangstrichter
an die Abflugrichtung der Samenkörner von den Perforationen in Richtung der
Ausbringleitungen angepasst ist.
Eine vorteilhafte Montage des Eingangsbereiches der Ausbringleitung
an die eigentliche Ausbringleitung wird dadurch erreicht, dass an dem eingangstrichter-,
hosen- und/oder Y-artigen Leitungsstück die Ausbringleitung angeschlossen ist.
Um ein gleichmäßiges Einleiten der vereinzelten Saatkörner
in die jeweilige Ausbringleitung und eine gleichmäßige Ablage des Saatgutes
im Boden zu erreichen ist vorgesehen, dass die einander gegenüberliegenden
Seitenflächen benachbarter Vereinzelungsgürtel angeordneten Perforationslöcher
versetzt zueinander angeordnet sind.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der Beispielsbeschreibung
und den Zeichnungen zu entnehmen. Hierbei zeigen
1 die Vereinzelungsvorrichtung der Einzelkornsämaschine
in vereinfachter ausschnittsweiser Darstellung in Seitenansicht,
2 die Vereinzelungsvorrichtung in der Draufsicht,
3 die Zuordnung der Ausbringleitung zu der Vereinzelungstrommel
in Draufsicht, ausschnittsweise und vergrößerter Darstellung,
4 der Eingangsbereich der Ausbringleitung in perspektivischer
Darstellung,
5 der Eingangsbereich der Ausbringleitung in der Ansicht
V-V,
6 der Eingangsbereich der Ausbringleitung in Seitenansicht,
7 die Vereinzelungsvorrichtung in der Draufsicht mit
anders angeordneten Ausbringleitungen und
8 die Anordnung des Eingangsbereichs der Ausbringleitung
gemäß 7.
Die Sämaschine weist den Vorratsbehälter 1 und
die unterhalb des Vorratsbehälters 1 in einem Gehäuse
2 drehbar angeordnete und rotierend angetriebene Vereinzelungstrommel
3 auf. Auf der Umfangsfläche der Vereinzelungstrommel 3 sind
kreisförmig angeordnete Vereinzelungsgürtel 4 mit in den dachförmigen
Seitenflächen 5 der Vereinzelungsgürtel in Perforationsreihen
angeordneten Perforationen 6 angeordnet. Die Vereinzelungsgürtel
4 der Vereinzelungstrommel 3 sind im Querschnitt dachförmig
ausgebildet und in den Seitendachflächen 5 sind jeweils die Perforationslöcher
6 der Perforationsreihen angeordnet. Der Vorratsbehälter
1 und das Gehäuse 2 oberhalb der Trommel 3 sind
zumindest annähernd druckdicht mittels eines nicht dargestellten Deckels verschlossen.
Über den Luftanschlusskasten 7 ist der Vorratsbehälter
1 und das Gehäuse 2 oberhalb der Trommel 3 durch
das an den Anschlusskasten 7 angeschlossene und nicht dargestellte Druckluftgebläse
mit Druckluft beaufschlagbar, so dass die Perforationsreihen 6 mit einer
Druckdifferenz zwischen dem Innenraum 8 der Vereinzelungstrommel
3 und dem Außenbereich 9 der Vereinzelungstrommel
3 beaufschlagt werden. Aufgrund dieser Druckdifferenz lagern sich an den
Perforationen 6 der Perforationsreihen der Vereinzelungstrommel
3, wenn diese durch den Saatgutvorrat 10, der sich aufgrund der
Führung des Saatgutschaftes bis unterhalb der Drehachse 11 der Trommel
3 erstreckt, Samenkörner an. Der Saatgutvorratsbehälter
1 bzw. das Gehäuse 2 unterhalb des Saatgutvorratsbehälters
1, in dem die Vereinzelungstrommel 3 drehend und abdichtend gelagert
ist, weist die einander beabstandeten Seitenwände 12 auf, die sich
parallel zur Bewegungsrichtung 13 der Trommel 3 erstrecken und
mit der Trommel 3 zumindest annähernd abdichtend zusammenwirken.
In Drehrichtung 13 gesehen ist oberhalb des Saatgutvorrates
die die Abstreiferelemente 14, aufweisende Abstreifervorrichtung
15 angeordnet. Jeder Perforationsreihe 6 ist ein Abstreiferelement
14 zugeordnet. Im oberen Bereich der Vereinzelungstrommel 3 ist
auf der Innenseite 8 ein die Druckdifferenz, an den die Perforationen der
Perforationsreihen 6 anliegt, unterbrechendes Element 16 angeordnet.
Hieran anschließend sind auf der Außenseite 9 der Trommel
3 den Perforationsreihen 6 zugeordnete Ausbringleitungen
17 der Saatgutleitungen 18 zugeordnet, über welche die sich
von den Perforationen 6 lösenden vereinzelten Saatkörner auffangen
und durch den in den Leitungen 17 herrschenden Luftstrom zu den als Säscharen
ausgebildeten und nicht dargestellten Ausbringelementen geführt werden.
Die Eingangsbereiche 19 der Ausbringleitung 17 sind
trichterförmig und Y-förmig ausgebildet. Die trichterförmigen Eingangsbereiche
19 sind zwischen den einzelnen Vereinzelungsgürteln 4 angeordnet
und zwar derart, dass sie jeweils die sich von den Perforation 6 einander
gegenüberliegenden Seitenflächen 5 benachbarter Vereinzelungsgürtel
4 lösenden vereinzelten Samenkörner auffangen und in eine gemeinsame
Ausbringleitung 18 übergeben. In dem Eingangsbereich 19 der
Eingangstrichter 20 ist ein die Eingangstrichter in ein Y- oder hosenartiges
Leitungselement 21 aufteilendes Wandstück 22 angeordnet,
wie insbesondere 4 und 5
zeigen. Dieses Leitungsstück 21 vereinigt sich zu einer gemeinsamen
Leitung 23 und mündet in eine gemeinsame Leitung 18. Die
Eingangstrichter 20 der Ausbringleitung 17 reichen zumindest annähernd
bis an die Seitenflächen 5 der Vereinzelungsgürtel
4 heran, wie insbesondere 3 zeigt. Die Ausrichtung
der Wände der Einganstrichter 20 ist an die Abflugrichtung der Samenkörner
von der Perforation 6 in Richtung der Ausbringleitung 17 angepasst.
Wie bereits erwähnt ist an den Eingangstrichter 20, hosen- und Y-artigen
Leitungsstück 21 die Saatgutleitung 18 angeschlossen.
Die in den einander gegenüberliegenden Seitenflächen
5 benachbarter Vereinzelungsgürtel 4 angeordneter Perforationslöcher
6 sind versetzt zueinander angeordnet, wie der 2
und 3 zu entnehmen ist.
Die Ausgestaltung des Eingangsbereiches 23 gemäß
dem Ausführungsbeispiel auf den 7 und
8 unterscheidet sich von den vorhergehenden Ausführungsbeispielen
dadurch, dass jeder Eingangsbereich 23 des Eingangstrichters
24 jeweils einer Ausbringleitung 25 und einer Saatgutleitung
18 zugeordnet ist.