Die Erfindung betrifft eine pneumatische Einzelkornsämaschine
gemäß des Oberbegriffes des Patentanspruches 1.
Eine derartige Einzelkornsämaschine ist in der DE
693 12 431 T2 beschrieben. Bei dieser Einzelkornsämaschine ist jeweils
einer Perforationsreihe eine von der Vereinzelungstrommel zu der Ablageeinrichtung
der Einzelkornsämaschine führende Ausbringleitung zugeordnet. Beim Ausbringen
mit höheren Fahrgeschwindigkeiten muss die Trommel mit relativ hohen Umlaufgeschwindigkeiten
angetrieben werden, um die gewünschte Ausbringmenge bzw. Anzahl von Körner
pro qm vereinzeln zu können. Hierbei kann die Umlaufgeschwindigkeit der Trommel
in Bereiche gelangen, in denen eine ausreichend gleichmäßige Vereinzelung
der Saatkörner nicht immer gewährleistet ist, weil die Zeit zum Anlagern
des Saatkornes an einer Perforation zu kurz, der auftretende Impuls beim Berühren
der Abstreifer zum abstreifen zusätzlich an den Perforation anhaftender Saatkörner
zu groß wird. Durch den Abstreifer bzw. durch den vom Abstreifer erzeugten
Impuls werden dann sämtliche Saatkörner und nicht nur die zusätzlich
anhaftenden Samenkörner von der Perforation abgestreift.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Vereinzeln
und somit eine gleichmäßige Saatablage der Saatkörner auch bei höheren
Fahrgeschwindigkeiten vorzuschlagen.
Diese Aufgabe wird erfindungemäß durch die kennzeichnenden
Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst. Infolge dieser Maßnahmen kann
bei gleicher Ausbringmenge die Drehzahl bzw. Umfanggeschwindigkeit der Trommel reduziert
werden. Hierdurch wird ein besseres Aufnahmeverhalten und anlagern der Saatkörner
an den mit einem Druckunterschied beaufschlagten Perforationen der Perforationsreihen
erreicht. Des Weiteren wird ein besseres Vereinzeln der Saatkörner und das
Abstreifen der überflüssigen Saatkörner durch die Abstreifer erreicht.
Dies ist insbesondere auf die Reduzierung des Impulses bzw. Stoßes, denen die
an den Perforationen anhaftenden bzw. überflüssigen anhaftenden Saatkörner
durch den Abstreifer erfahren, zurück zuführen. In einfacher Weise werden
die Saatkörner von zwei Perforationsreihen durch die Trichter oder Y-förmig
ausgebildeten Eingangsbereiche der Ausbringleitung in einer Ausbringleitung zusammengeführt.
Um zu erreichen, dass die Vereinzelungstrommel bei einer verringerten
Drehzahl die gewünschte Menge Saatkörner in gleichmäßiger Weise
in Ausbringleitung zuführen kann, ist vorgesehen, dass die Perforation der
benachbarten Perforationsreihen, die einer Ausbringleitung zugeordnet sind, versetzt
zueinander angeordnet sind.
Um die Saatkörner sicher nach dem Ablösen von den Perforationen
der einander benachbarten Seitenflächen der Vereinzelungsgürtel durch
die Eingangsbereiche der Leitungen vorteilhaft auffangen zu können, ist vorgesehen,
dass die trichterförmigen Eingangsbereiche als Eingangstrichter ausgebildet
sind. Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Eingangsbereiches der Ausbringleitungen
lässt sich dadurch erreichen, dass in dem Eingangsbereich der Eingangstrichter
ein die Eingangstrichter in ein Y-förmiges oder hosenartiges Leitungselement
aufteilendes Wandstück angeordnet ist, dass dieses Leitungsstück sich
zu einer gemeinsamen Leitung vereinigt und/oder in eine gemeinsame Leitung einmündet.
Infolge dieser Maßnahmen werden die beiden Eingangsbereiche der jeweils einer
Perforationsreihe zugeordneten Eingangsbereiche des Eingangstrichters vorteilhaft
mit einem kleinen Eingangsquerschnitt ausgestaltet, wobei eine hohe Strömungsgeschwindigkeit
auch bereits im Eingangsbereich, ohne dass es zu einem zu hohen Staudruck kommt,
erreicht wird.
Die Eingangsbereiche der Ausbringleitungen in die Ablöse- und
Abflugrichtung der sich von den Perforationen lösenden vereinzelten Körner
können so ausgerichtet sein, dass die Saatkörner ungehindert in die Eingangsöffnung,
ohne zumindest wesentlich an die Wandungen der Eingangsbereiche der Ausbringleitungen
anzustoßen, von dem in den Ausbringleitungen herrschenden Luftstrom mitgerissen
und zu den Ablageeinrichtungen der Einzelkornsämaschinen gefördert werden.
Durch diese erfindungsgemäße Ausgestaltung der Eingangsbereiche der Ausbringleitungen
ergibt sich im Eingangsbereich eine hohe Strömungsgeschwindigkeit, so dass
die Saatkörner sicher vom Luftstrom in der Leitung mitgerissen werden.
Eine vorteilhafte Ausrichtung der Wände des Eingangstrichters
lässt sich dadurch erreichen, dass die Ausrichtung der Wände der Eingangstrichter
an die Abflugrichtung der Samenkörner von den Perforationen in Richtung der
Ausbringleitungen angepasst ist.
Eine vorteilhafte Montage des Eingangsbereiches der Ausbringleitung
an die eigentliche Ausbringleitung wird dadurch erreicht, dass an dem eingangstrichter-,
hosen- und/oder Y-artigen Leitungsstück die Ausbringleitung angeschlossen ist.
Um günstige Strömungsverhältnisse zur Einleitung der
sich von den Perforation der Vereinzelungstrommel lösenden und in den Einmündungsbereichen
der Ausbringleitung hinein strömenden Saatkörner zu erreichen, ist vorgesehen,
dass die der Drehrichtung der Vereinzelungstrommel zugewandte Stirnseite
der Eingangselemente, in deren die Eingangsbereiche der Ausbringleitungen angeordnet
sind, zumindest im Einmündungsbereich trichterartig aufeinander zulaufende
Stirnflächen aufweisen.
Dies wird noch dadurch unterstützt, wenn die Stirnflächen
einen kreisförmigen Abschnitt aufweisen.
Hierbei kann vorgesehen sein, dass die Querschnittsausdehnung der
Einzugs- und/oder Eingangsbereiche der Ausbringleitungen im stirnseitigen Bereich
in dem der Vereinzelungstrommel benachbarten Bereich im Vergleich zu einem kreisförmigen
Querschnitt aufgeweitet ausgebildet ist.
Eine besonders gute Übergabe der Saatkörner von der Trommel
in den Eingangsbereich oder Einordnungsbereich der Ausbringleitung wird dadurch
erreicht, dass der Eingangsbereich und/oder Einordnungsbereich im Bereich der Perforationsreihe
unmittelbar an der Trommeloberfläche angeordnet ist.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der Beispielsbeschreibung
und den Zeichnungen zu entnehmen. Hierbei zeigen
1 die Vereinzelungsvorrichtung der Einzelkornsämaschine
in vereinfachter ausschnittsweiser Darstellung in Seitenansicht,
2 die Vereinzelungsvorrichtung in der Draufsicht,
3 die Zuordnung der Ausbringleitung zu der Vereinzelungstrommel
in Draufsicht, ausschnittsweise und vergrößerter Darstellung,
4 die Vereinzelungsvorrichtung in der Draufsicht mit
anders angeordneten Ausbringleitungen und
5 die Anordnung des Eingangsbereichs der Ausbringleitung
gemäß 4.
Die Sämaschine weist den Vorratsbehälter 1 und
die unterhalb des Vorratsbehälters 1 in einem Gehäuse
2 drehbar angeordnete und rotierend angetriebene Vereinzelungstrommel
3 auf. In der Umfangsfläche der Vereinzelungstrommel 3 sind
in kreisförmig umlaufenden Perforationsreihen 4 die Perforationen
5 angeordnet. Der Vorratsbehälter 1 und das Gehäuse
2 oberhalb der Trommel 3 sind zumindest annähernd druckdicht
mittels eines nicht dargestellten Deckels verschlossen. Über den Luftanschlusskasten
6 ist der Vorratsbehälter 1 und das Gehäuse
2 oberhalb der Trommel 3 durch das an den Anschlusskasten
6 angeschlossene und nicht dargestellte Druckluftgebläse mit Druckluft
beaufschlagbar, so dass die Perforationsreihen 4 mit einer Druckdifferenz
zwischen dem Innenraum 7 der Vereinzelungstrommel 3 und dem Außenbereich
8 der Vereinzelungstrommel 3 beaufschlagt werden. Aufgrund dieser
Druckdifferenz lagern sich an den Perforationen 5 der Perforationsreihen
4 der Vereinzelungstrommel 3, wenn diese durch den Saatgutvorrat
9, der sich aufgrund der Führung des Saatgutschachtes 10
bis unterhalb der Drehachse 11 der Trommel 3 erstreckt, Samenkörner
an. Der Saatgutvorratsbehälter 1 bzw. das Gehäuse 2
unterhalb des Saatgutvorratsbehälters 1, in dem die Vereinzelungstrommel
3 drehend und abdichtend gelagert ist, weist die voneinander beabstandeten
Seitenwände 12 auf, die sich parallel zur Bewegungsrichtung
13 der Trommel 3 erstrecken und mit der Trommel 3 zumindest
annähernd abdichtend zusammenwirken.
In Drehrichtung 13 gesehen ist oberhalb des Saatgutvorrates
die die Abstreiferelemente 14, aufweisende Abstreifervorrichtung
15 angeordnet. Jeder Perforationsreihe 6 ist ein Abstreiferelement
14 zugeordnet. Im oberen Bereich der Vereinzelungstrommel 3 ist
auf der Innenseite 8 ein die Druckdifferenz, die an den Perforationen
5 der Perforationsreihen 4 anliegt, unterbrechendes Element
16 angeordnet. Hieran anschließend sind auf der Außenseite
8 der Trommel 3 den Perforationsreihen 4 zugeordnete
Ausbringleitungen 17 der Saatgutleitungen 18 zugeordnet, über
welche die sich von den Perforationen 5 lösenden vereinzelten Saatkörner
auffangen und durch den in den Leitungen 17 herrschenden Luftstrom zu den
als Säscharen ausgebildeten und nicht dargestellten Ausbringelementen geführt
werden.
Die Eingangsbereiche 19 der Ausbringleitungen 17
sind trichterförmig und Y-förmig ausgebildet. Die trichterförmigen
Eingangsbereiche 19 sind jeweils zwei benachbarten Perforationsreihen
4 zugeordnet und zwar derart, dass sie jeweils die sich von den Perforationen
5 zweier benachbarter Perforationsreihen 4 lösenden vereinzelten
Samenkörner auffangen und in eine gemeinsame Ausbringleitung 18 übergeben.
In dem Eingangsbereich 19 der Eingangstrichter 20 ist ein die
Eingangstrichter in ein Y- oder hosenartiges Leitungselement 21 aufteilendes
Wandstück 22 angeordnet, wie insbesondere 3
zeigt. Dieses Leitungsstück 21 vereinigt sich zu einer gemeinsamen
Leitung 23 und mündet in eine gemeinsame Leitung 18. Die
Eingangstrichter 20 der Ausbringleitung 17 reichen zumindest über
die Perforationen 5 der Perforationsreihen 4 hinaus, wie insbesondere
3 zeigt. Die Ausrichtung der Wände der Eingangstrichter
20 ist an die Flugrichtung der Samenkörner aufgrund der Luftströmung
von der Perforation 5 in Richtung der Ausbringleitung 17 angepasst.
Wie bereits erwähnt ist an den Eingangstrichter 20, hosen- und Y-artigen
Leitungsstück 21 die Saatgutleitung 18 angeschlossen.
Die der Drehrichtung 13 der Vereinzelungstrommel
3 zugewandte Stirnseite 24 der Eingangselemente 25, in
denen die Eingangsbereiche 19 der Ausbringleitungen 17 angeordnet
sind, weisen in ihrem Einmündungsbereich die trichterartig aufeinander zulaufenden
Stirnflächen 24 auf. Die Stirnflächen 24 weisen kreisförmige
Abschnitte auf, wie die 3 zeigt. Die Querschnittsausdehnung
der Einzugs- oder Eingangsbereiche 19 der Ausbringleitungen 17
kann im stirnseitigen Bereich in dem der Vereinzelungstrommel 3 benachbarten
Bereich im Vergleich zu einem kreisförmigen Querschnitt der Ausbringleitung
17 aufgeweitet ausgebildet sein. Der jeweilige Eingangsbereich
19 oder Einordnungsbereich, in dem die an die Perforationen 5
anhaftenden Samenkörner zu den Saatleitungen 17 gelangen, ist im Eingangsbereich
19 im Bereich der Perforationsreihen unmittelbar bis an die Trommeloberfläche
heranreichend angeordnet, damit die anhaftenden Saatkörner optimal aufgefangen
und in die Ausbringleitungen 17 und zu den Saatleitungen 18 eingeleitet
werden können.
Die in den einander benachbarten Perforationsreihen 4 angeordneten
Perforationslöcher 5 sind versetzt zueinander angeordnet, wie der
2 und 3 zu entnehmen ist.
Hierdurch wird eine gleichmäßige Abgabe und Förderung der Saatkörner
in den Saatleitungen 17 und 18 erreicht.
Die Ausgestaltung des Eingangsbereiches 23 gemäß
dem Ausführungsbeispiel nach den 4 und
5 unterscheidet sich von den vorhergehenden Ausführungsbeispiel
dadurch, dass jeder Eingangsbereich 23 des Eingangstrichters
26 jeweils einer Ausbringleitung 25 und einer Saatgutleitung
18 zugeordnet ist.