Die vorliegende Erfindung betrifft einen Wasserfilter entsprechend
des Oberbegriffs des Anspruchs 1 bzw. des Oberbegriffs des Anspruchs 2.
Stand der Technik:
Enthärtungs-/Entkarbonisierungs-/Entmineralisierungs-Systeme
auf Basis von Austausch-Filter-Kerzen, beinhalten zur Einstellung einer für
die jeweilige Anwendung vorbestimmten Wasserqualität eine Verschnitteinrichtung
zum Zwecke der abgestimmten Mischung von über die Filterstrecke aufbereitetem
Wasser mit nicht filtriertem oder über ein anderes Wasseraufbereitungsmedium
geleitetem Wasser.
Diese Systeme finden Anwendung bei der Trinkwasseraufbereitung in
privaten Haushalten und in der Gastronomie, als zentrale oder dezentrale Installation
für die Speisung von Entnahmestellen und im speziellen für die Speisung
von modernen Küchengeräten, z.B. Kaffeemaschinen, Wasser-Zapfstellen und
Eisbereiter (z.B. in modernen Kühlschränken), und darüber hinaus
im kommerziellen Bereich zur Speisung von Getränkeautomaten zur Bereitung von
Kalt- und Heissgetränken, von Geschirrspülmaschinen und Dampfgarern zum
Zwecke der Geschmacksoptimierung der damit aufbereiteten oder hergestellten Getränke
und Speisen und zum Schutz der Maschinen vor wasserbedingten technischen Problemen.
Nach dem Stand der Technik gibt es hierzu einfache Lösungen mit
festen Bohrungen im Kartuschenkopf. Bei diesen Lösungen bleibt das Verschnittwasser
unfiltriert und eine Adaption der Filterkartusche an spezifische Anforderungen ist
nicht möglich.
Eine weitere bekannte Möglichkeit der Ausführung ist die
Integration einer verstellbaren Verschneideeinrichtung im Kopf. Hier kann zwar die
Verscheidung individuell angepasst werden, aber eine Filtration des Verschnittwassers
– z.B. über Aktivkohle – ist nicht möglich, da es an der
Filterkartusche vorbeigeführt wird.
Es existieren auch bereits Konstruktionen mit Verschneidevorrichtung
im Filterkopf, die eine getrennte Führung vom Hauptwasserstrom und Verschnittwasserstrom
zur Filterkartusche vorsehen, wobei das Verschnittwasser zusätzlich über
andere Aufbereitungsmedien in der Kartusche geführt wird. Nachteilig bei diesen
Konstruktion ist der erhebliche Aufwand im Filterkopf durch das Verschneideventil
und die Trennung von 3 Volumenströmen: a) für die Aufbereitungsstrecke,
b) für die Verschnittwasserstrecke und c) für die Rückführung
des Gesamtfiltrats. Diese Konzepte werden z.B. in der DE
199 58 648 A1 und WO2004/007374 A1 beschrieben.
Eine weitere Möglichkeit stellt die Integration des Verschneideventils
in die Kartusche dar. Hierbei sind Konstruktionen bekannt, welche eine Filtration
des Verschnittwassers zulassen und solche, welche keine Filtration des Verschnittwassers
zulassen. Ein Konzept ohne Filtration des Verschnittwassers wird z.B. in der
US 6923.910 B2 beschrieben. Bei
diesen Ausführungen sind die Kopfkonstruktionen einfach, da diese kein Verschneideventil
enthalten und lediglich 2 Volumenströme geführt werden müssen.
Darüber hinaus sind auch Konstruktionen bekannt, die eine Einstellung
der Verschnittwassermenge in der Filterkartusche ermöglichen. Nachteilig bei
der in die Kartusche integrierten Verschneidetechnik ist die Notwendigkeit, dass
bei jedem Kartuschenwechsel das Verschnittverhältnis an der Filterkartusche
neu eingestellt werden muss, um die Wasserqualität an die Anwendung erneut
anzupassen. Bei einem Kartuschenwechsel werden beim Einstellen der Verschnittmenge
häufig Fehler gemacht, oder die Einstellung wird sogar vollkommen vergessen,
wodurch unerwünschte Effekte wie Verkalkung der Maschinen und Qualitätsprobleme
bei den zubereiteten Lebensmitteln entstehen.
Aufgabe und Lösung:
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde einen Wasserfilter
entsprechend der einleitend dargelegten Art zu verbessern.
Gelöst wird diese Aufgabe durch die Ansprüche 1 und 2. Durch
die Unteransprüche werden weitere vorteilhafte und zweckmäßige Ausführungsformen
angegeben.
Dementsprechend betrifft die vorliegende Erfindung in einer ersten
Ausführungsform einen Wasserfilter bestehend aus Filterkopf und Wechselkartusche,
welcher eine Einstellung des Verschnitts am Filterkopf erlaubt und somit eine zusätzliche
Manipulation der Verschnitteinstellung bei Kartuschenwechsel an der Kartusche unnötig
macht. Dieser Wasserfilter zeichnet sich dadurch aus, dass das Verschnitteinstellelement
der Filterkartusche während des Installationsvorgangs der auswechselbaren Filterkartusche
in den Filterkopf über einstellbare oder fixe Mitnehmer am Filterkopf positionierbar
ist.
Gleichzeitig soll der Filterkopf einfach und kostengünstig konzipiert
sein, dadurch ermöglicht, dass im Filterkopf nur zwei Flüssigkeitsströme
geführt werden müssen, a) der Zulaufstrom und b) der Ausgangs-Filtratstrom.
Darüber hinaus ist dies von besonderem Vorteil, wenn für diesen Filterkopf
auch Kartuschentypen vorgesehen sind, welche keine separate Einstellung
eines Verschnitts erfordern, beispielsweise reine Aktivkohlekerzen.
Darüber hinaus soll der Eingangskanal vom Kopf zur Filterkerze
und als weitere höherwertigere Variante der Ausgangskanal vom Kopf zum Verbraucher
von der Filterkerze automatisch unterbrochen werden, wenn die Filterkerze aus dem
Kopf entnommen wird. Ein weiteres Merkmal dieser Konstruktion ist eine integrierte
Entspannungsvorrichtung zum druckentspannten Entnehmen der Filterkerze über
ein automatisches Entspannungs- und Spülventil.
Als insbesondere vorteilhaft wird es hierbei angesehen, wenn ein Mitnehmer
zur Positionierung des Verschnitteinstellelementes in seiner relativen Position
bzw. Lage zum Kopf und/oder zur Filterkartusche einstellbar ausgebildet ist. Dadurch
ist es möglich, dass das Verschnitteinstellelement der Filterkartusche, welches
auch als Rohwasser-Verteilungselement bezeichnet werden kann, bei der Montage einer
neuen Filterkerze in dem Filterkopf so positioniert wird, dass ein zuvor über
ein entsprechendes Stellelement eingestelltes Verschneidverhältnis automatisch
übernommen wird.
Z.B. könnte der entsprechend positionierte Mitnehmer das Verschnitteinstellelement
bzw. das Rohwasser-Verteilungselement über einen entsprechenden Eingriff beim
einstecken der Filterpatrone in den Kopf erfassen und beim Verdrehen der Filterkartusche
aus einer gegebenenfalls vorgebbaren Grundposition heraus, z.B. vollkommen geschlossene
oder auch vollkommen geöffnete Durchlassstellung, bis zu einer vorgegebenen
Verschnittverhältniseinstellung mitnehmen. Dass heißt, die für den
Installationsvorgang der Filterkartusche erforderliche relative Verdrehung über
eine Filterlängsachse kann gleichzeitig zur entsprechenden Positionierung des
Verschnitteinstellelementes bis zum gewünschten, vorgegebenen Verschnittverhältnis
genutzt werden.
Bei erreichen dieser Position bzw. Lage zur Erzielung des gewünschten
Verschnitteinstellverhältnisses bleibt das Verschnitteinstellelement relativ
in seiner Lage zu einem komplementären, in bzw. an der Filterkartusche angeordneten
Teilstrom-Kanalführungselement stehen. Dieses Teilstrom-Kanalführungselement
kann beispielsweise aus einem ersten Einlass für den zu filternden Wasserstrom
und aus einem zweiten Einlass für die Verschnittstrecke bestehen. Zur Steuerung
des jeweiligen Durchflusses für die beiden Einlässe, Hauptstrom (Filterstrecke)
und Nebenstrom (Verschnittstrecke), beeinflusst das Verschnitteinstellelement den
jeweils wirksamen Durchflussquerschnitt dieser beiden Einlässe, insbesondere
bevorzugt in der Art, dass bei der Vergrößerung des einen wirksamen Querschnitts
gleichzeitig eine Verringerung des anderen wirksamen Querschnitts erfolgt, bzw.
umgekehrt.
Diese Vorgehensweise hat den Vorteil, dass bei einer Änderung
des Verschnittverhältnisses durch eine Änderung des wirksamen Querschnitts
eines Einlasses keine Druckänderung im Gesamtwasserfiltersystem im Inneren
der Filterkartusche verursacht wird. Durch ein im Wesentlichen gleichbleibendes
Innen-Druckverhältnis in der Filterkartusche bleiben auch deren physikalische
und chemische Filtereigenschaften im Wesentlichen über den gesamten Verschnittverhältnis-Einstellbereich
hinweg mehr oder weniger konstant.
In einer demgegenüber einfacheren Ausführungsform ist es
aber auch denkbar, dass nur eine der beiden Wasserstrecken (Filterstrecke oder Verschnittstrecke)
durch Verstellen des Verschnitteinstellelementes beeinflusst wird. Eine solche Vorgehensweise
könnte z.B. bei sehr einfach aufgebauten Filtern vorgesehen sein, bei denen
es beispielsweise nicht exakt auf ein bestimmtes Verschnittverhältnis ankommt.
Hierbei muss jedoch unter Umständen gegenüber der oben angeführten
Ausführungsform mit größeren Qualitätsschwankungen im aufbereiteten
Wasser gerechnet werden.
Um den Wasserfilter gegebenenfalls für die Kombination mit einer
bestimmten Filterkartusche vorbereiten zu können, kann es durchaus auch von
Vorteil sein, dass ein oder mehrere Mitnehmer zur Positionierung des Verschnitteinstellelementes
in seiner Form einstellbar ausgebildet ist. Hiermit könnte beispielsweise die
gleiche Mitnahmevorrichtung für eine entsprechende Beeinflussung verschiedener
Filterkartuschen bei verschiedenen Anwendungsfällen verwendet werden. Hiermit
könnte z.B. in Zusammenwirkung mit ein und demselben Typ eines Filterkopfes
ein System von Wasserfiltern aufgebaut werden, bei welchen lediglich die Filterkartuschen
für bestimmte Einsatzzwecke unterschiedlich aufzubauen wären, wobei die
Anschlusskombination dann jeweils beispielsweise über eine entsprechende Formgebung
des Mitnehmers erfolgen könnte. Grundsätzlich kann eine Einstellmöglichkeit
aber durchaus auch für die Lage bzw. für die Position des Mitnehmers vorgesehen
sein, beispielsweise in einer Schnittebene des Wasserfilters bzw. der Filterkartusche.
Auch unterschiedliche radiale Abstände zur Längsachse des Wasserfilters
bzw. der Filterkartusche in Kombination mit den vorgenannten Merkmalen sind durchaus
denkbar.
Durch eine arritierbare Verbindung zwischen dem Mitnehmer und dem
Verschnitteinstellelement kann das Verschnittverhältnis nach Montage der Filterkartusche
an dem Wasserfilter-Kopf auf jeden beliebig einstellbaren Verschnittverhältniswert
eingestellt werden, da das Verschnitteinstellelement aufgrund dieser festen Verbindung
sowohl Vorwärts als auch Rückwärts verstellbar ist.
Als besonders vorteilhaft wird es dabei angesehen, wenn der Mitnehmer
für ein bestimmtes Verschnittverhältnis voreinstellbar ausgebildet ist.
Hierdurch kann beispielsweise eine für bestimmte Anwendungen vorgesehene Wasserqualität
voreingestellt werden, z.B. für Getränkeaufbereitungsmaschinen, wie z.B.
Heißgetränkegeräte, aber auch für Kühlgeräte oder
Reinigungsgeräte deren Bedarf an Wasserqualität sich durchaus deutlich
unterscheiden kann.
Im weiteren betrifft die vorliegende Erfindung einen Wasserfilter,
bestehend aus einem Filterkopf, einer auswechselbaren Filterkartusche, einer Verschneidvorrichtung
und einer Einstellvorrichtung zum Einstellen eines Teilstromverhältnisses zwischen
mindestens zwei Strömungspfaden, wobei wenigstens ein Strömungspfad eine
Filterstrecke umfasst. Der zweite oder ein noch weiterer Strömungspfad kann
z.B. eine weitere Filterstrecke, eine Verschneidestrecke zur Vermengung des über
die Filterstrecke geführten Wasser mit einem vorzugsweise einstellbaren Anteil
von gegebenenfalls über ein Kohlefilter geführtem Rohwasser oder eine
andere Wasseraufbereitungsstrecke sein. Der Wasserfilter zeichnet sich dadurch aus,
dass die Einstellvorrichtung ein im bzw. am Filterkopf angeordnetes Rohwasser Verteilungselement
und ein dazu komplementäres, in bzw. an der Filterkartusche angeordnetes Teilstrom-Kanalführungselement
umfasst.
Neben den bereits zur ersten, oben angegebenen Ausführungsform
weist diese Ausführungsform eines Wasserfilters zusätzlich den Vorteil
auf, dass die Verschnitteinstellung zwischen Filterstrecke und Bypassstrecke durch
zwei komplementäre, erst beim Einbau einer Filterkartusche in einen Filterkopf
zusammenfügbare und/oder gegeneinander positionierbare Verschnittverhältnis-Einstellelemente
erfolgt und damit eine gewollte oder ungewollte Manipulation und eine damit einhergehende,
gegebenenfalls unsachgemäß Verwendung der Filterkartusche weiter erschwert
bzw. verunmöglicht wird.
Insbesondere kann dieser Vorteil dadurch erreicht werden, dass das
Rohwasser-Verteilelement als Teil des Filterkopfes ausgebildet ist. Hierdurch kann
gegebenenfalls eine andernfalls erforderliche Ausrichtung des Verschnitteinstellelementes
in seiner relativen Position zum Filterkopf bis auf einen ersten, grundsätzlichen
Einstellvorgang des Verschnittverhältnisses entfallen. Eine Einstellung der
relativen Position der zwei zueinander komplementären Elemente beim Einsatz
einer neuen Filterkartusche ist damit nicht mehr erforderlich. Sie ergibt sich automatisch
durch die alte Verschnitteinstellung und die montagebedingte Betriebsposition der
Filterkartusche. Dennoch ist eine gegebenenfalls erforderliche Nachregelung des
Verschnittverhältnisses durch die Betätigung eines entsprechenden, auf
das Rohwasser-Verteilungselement wirkenden Verstellelementes möglich.
Wenn das Rohwasser-Verteilungselement als in den Filterkopf einsatzbares
Element ausgebildet ist, kann ein entsprechender Wasserfilter wiederum als Teil
eines Wasserfilter-Systems konzipiert werden, bei dem derselben Kopf für verschiedene
Anwendungsfälle mit verschiedenen Rohwasser-Verteilungselementen und in Folge
dessen auch mit verschiedenen Filterkartuschen kombiniert werden kann. Und umgekehrt
könnten bei gleichem Einstellelement mit verschiedenen Filterkerzen unterschiedliche
Kanalstromführungsgeometrien realisiert werden, das heißt mit gleichem
Kopf, Kerzen mit unterschiedlicher Störungscharakteristik bzw. umgekehrt. Hierzu
sind auch verschiedene Ausführungsformen in der Verbindung zwischen dem Rohwasser-Verteilungselement
und dem Filterkopf denkbar. Für Anwendungsfälle, bei denen es in erster
Linie darauf ankommt, dass Manipulationen zuverlässig unterbunden werden können,
empfiehlt sich die Verwendung einer unlösbaren Verbindung zwischen dem Rohwasser-Verteilungselement
und dem Filterkopf.
Bei Anwendungsfällen bei denen eher auf eine flexible Verwendung
unterschiedlicher Filterkartuschen Wert gelegt wird, wie z.B. beim Vorsehen einer
Anschlussmöglichkeit für unterschiedliche Geräte, wie Getränkeaufbereitungsmaschinen,
Kühlschränke oder Reinigungsgeräte, kann demgegenüber eine lösbare
Verbindung zwischen dem Rohwasser-Verteilungselement und dem Filterkopf als vorteilhaft
angesehen werden. Zur Erhöhung der Manipulationssicherheit kann hierbei beispielsweise
ein spezielles Werkzeug zum Wiederlösen eines bereits installierten Rohwasser-Verteilungselementes
vorgesehen sein. Ein solches Werkzeug ist insbesondere dann von Vorteil, wenn das
Rohwasser-Verteilungselement als Wechselelement ausgebildet ist.
Zur Bedienung bzw. zur Einstellung des Rohwasser-Verteilungselementes
kann weiterhin in vorteilhafter Weise ein Kontrollelement vorgesehen sein, welches
z.B. ein Stellorgan umfasst. In einer einfachen Ausführungsform kann dies beispielsweise
ein Stellrad mit einer entsprechenden Verbindung zum Rohwasser-Verteilungselement
sein. In einer gehobeneren Ausführungsform ist aber auch durchaus eine Verstellung
mittels eines Motors oder mit einem anderen, geeigneten Stellmittel denkbar, beispielsweise
wenn die geforderte Wasserqualität aufgrund der Betriebsdauer oder anderer
Ursachen nicht mehr der gewünschten Wasserqualität entspricht und demnach
eine Nachregelung erforderlich werden sollte.
Ein solches Kontrollelement kann somit grundsätzlich einen Regelkreis
umfassen, der unter Umständen auch die Güte bzw. Qualität des gefilterten
Wasser überprüft und bei Bedarf die Einstellung der Verschnittstrecke
z.B. mit einer entsprechenden Positioniereinheit nachregelt und in besonders vorteilhafterweise
auch arretiert.
Das Rohwasser-Verteilelement kann hierfür zumindest ein Durchlass-
und/oder Abdeckelement umfassen, welches z.B. blendenartig mit der ihr jeweils zugeordneten
Öffnung für die Filterstrecke bzw. für die Bypassstrecke zusammenwirkt.
Dementsprechend kann bei Verdrehen des Rohwasser-Verteilungselement eine Änderung
des aktiven Durchflussquerschnittes der einen oder der anderen Strecke erfolgen,
bzw. in einer besonders bevorzugten Ausführungsform eine komplementäre
Änderung der beiden Durchlassquerschnitte, so dass der insgesamt verbleibende
effektive Gesamtdurchlassquerschnitt zur Beibehaltung eines im Wesentlichen konstanten
Systeminnendrucks gleich bleibt. Dadurch kann für alle in einem Filterkopf
installierten Filterkartuschen auch für unterschiedliche Verschnitteinstellungen
eine vom Durchfluss im Wesentlichen unabhängige, gleichmäßige Filterwirkung
bewirkt werden.
Das Rohwasser-Verteilungselement kann verschiedene Formen aufweisen,
z.B. eine Ring- oder Scheibenform. Eine solche scheiben- oder ringförmige Ausführungsform
kann beispielsweise die oben beschriebene Blendenwirkung durch Überdecken bzw.
Freigeben der beiden oder gegebenenfalls auch mehrerer Zuläufe, Filterstrecke
bzw. Bypassstrecke mit zwei flach zueinander ausgerichteten Elementen realisieren.
Im Gegensatz zu einer Ring- oder Scheibenform, oder auch zusätzlich,
kann das Rohwasser-Verteilungselement aber auch eine Hülsenform aufweisen.
Dies ist beispielsweise dadurch realisierbar, dass zwei oder mehrere koaxial zueinander
ausgerichtete Rohre oder Hülsen entsprechend gegeneinander positionierbar angeordnet
sind, wobei wenigstens eine der beiden Hülsen wenigstens eine Durchgangsöffnung,
vorzugsweise jedoch mehrere aufweist, die durch die andere Hülse bei einer
relativen Verschiebebewegung der beiden Hülsen zueinander verdeckt bzw. freigegeben
wird bzw. werden. Diese relative Verschiebebewegung zwischen den beiden Hülsen
kann z.B. über ein entsprechend vorgesehenes und z.B. durch eines der oben
beschriebenen Stellmittel betätigbares Gewinde erfolgen. Denkbar sind aber
auch andere Verstellmechanismen, wie Zug- und/oder Druckmittel, vorzugsweise in
Kombination mit Arretierungsmittel.
Das zum Rohwasser-Verteilungselement komplementäre Teilsstrom-Kanalführungselement
weist bevorzugt mindestens einen Filterstreckeneinlass und mindestens einen Verschnittstreckeneinlass
bzw. Filter- oder Wasseraufbereitungsstreckeneinlass auf. Je nach Anwendungsfall
kann der Filterstreckeneinlass und/oder der Verschnittstreckeneinlass bzw. der Filter-
oder Wasseraufbereitungsstreckeneinlass auch mehrere Einlassöffnungen aufweisen.
Hierdurch ist beispielsweise eine Einflussnahme auf das Strömungsverhältnis
in der Filterkartusche möglich, es können aber auch Gründe einer
groben Vorfilterung Anlass für einen derartigen Aufbau geben, so dass in der
Leitung angespülte größere Partikel gar nicht erst in den Filter
eindringen und in gegebenenfalls verstopfen können.
Je nach Anwendungsfall und/oder Ausführungsform der beiden das
Verschnittverhältnis einstellenden Elemente können die Einlassöffnungen
schlitzförmig und/oder auch überwiegend kreisförmig bis oval ausgebildet
sein.
Mit allen oben angebenden Ausführungsformen ist es grundsätzlich
möglich, dass der vom Rohwasser-Verteilungselement wirksam freigegebene, aus
der Summe der beiden Teilströme gebildete Gesamtquerschnitt des Teilstrom-Kanalführungselementes
im Wesentlichen in allen Verschnitteinstellungen gleichgroß ist, so dass ein
überwiegend gleichbleibendes Innendruckverhältnis im Inneren der Filterkartusche
gewährleistet ist.
Neben dieser besonders bevorzugten, ein im Wesentlichen konstantes
Innendruckverhältnis gewährleistenden Ausführungsform kann aber durchaus
auch eine unterschiedliche Variierung der jeweils einzelnen, wirksamen Teilströme
durch das Teilstrom-Kanalführungselement in Zusammenwirkung mit dem Rohwasser-Verteilungselement
vorgesehen sein. In einer besonders einfachen Ausführungsform könnte beispielsweise
lediglich einer der beiden Streckenzuläufe, Filterstrecke, bzw. Bypassstrecke
in seinem effektiv wirksamen Querschnitt beeinflusst werden.
Zur Erhöhung der Betriebssicherheit und zur Reduzierung einer
Manipulationsmöglichkeit wird im Weiteren vorgeschlagen, dass zwischen einem
dem Filterkopf zugeordneten Element und einem der Filterkartusche zugeordneten Element
eine Verschlüsselung ausgebildet ist. Eine solche Verschlüsselung weist
vorzugsweise sich axial erstreckende, komplementäre Elemente auf. Eine mögliche
Ausführungsform einer solchen Verschlüsselung könnte z.B. durch eine
Verzahnung realisiert sein. Diese Verzahnung kann einen oder mehrere Zähne
umfassen, welche in entsprechend komplementäre Ausnehmungen eingreift und in
besonders bevorzugter Weise eine Betätigung von im Kopf angeordneten, durch
eine Drehbewegung aktivierbaren bzw. deaktivierbaren Elementen bewirken. Ein derart
betätigbares Element kann beispielsweise ein Einlassventil ein Auslassventil
und/oder ein Entspannungsventil, ein Rohrwasser-Verteilungselement und/oder eine
Kombination einzelner oder mehrerer dieser Elemente sein.
Ein solches Verschlüsselungselement kann somit gleichzeitig auch
als Kontrollelement für eine bestückungsabhängige Positionierung
des Ein- und/oder Auslassventils eines Entspannungsventils oder dergleichen sein.
Dies ist jedoch nicht zwingend erforderlich, so dass ein entsprechendes Kontrollelement
durchaus auch als separat ausgebildetes Stellelement ausgebildet sein könnte,
z.B. in der Form eines Stellringes und/oder einer Stellhülse. Diese können
wiederum ein weiteres Betätigungselement wie z.B. eine Betätigungs- und/oder
Stellnocke, eine Führungs- und/oder Stellkante oder dergleichen mehr umfassen.
Ausführungsbeispiel:
Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand der beigefügten
Figuren und der darauf bezugnehmenden Beschreibung näher erläutert.
Es zeigen:
1 eine schematische Schnittdarstellung durch einen
Wasserfilter, bestehend aus einem Filterkopf und einer auswechselbaren Filterkartusche
in einem Längsschnitt und
1a die Filterkartusche aus 1
in Draufsicht,
2 eine gegenüber der Ausführungsform in der
1 abgewandelte Ausführung,
3 bis 5 schematische,
perspektivische Ansichten einer Filterkartusche in unterschiedlichen Bestückungsdarstellungen,
6 eine Unteransicht auf einen Filterkopf mit einem
schematisch darin dargestellten Rohwasser-Verteilungselement,
7 bis 9 ein Rohwasser-Verteilungselement
mit ihm zugeordneten Fixier- und Stellelement in unterschiedlich ausgerichteten,
schematischen Darstellungen und
10 einen Längsschnitt durch die in der
9 dargestellten Elemente.
Konstruktive Ausführung:
Das System des Wasserfilters 1 besteht aus einem Filterkopf
2, welcher fest installiert und an die Trinkwasserversorgung angeschlossen
ist, und einer Filterkerze 3, welche austauschbar ist: Der Austausch der
Filterkerze, die an anderer Stelle der Beschreibung mit der gleichen Bedeutung auch
als „Filterkartusche" bezeichnet ist, erfolgt nach Erschöpfung der Aufbereitungsmedien
oder nach Einsatzdauer (1).
Der Filterkopf 2 besteht im Wesentlichen aus einem Filterkopfgehäuse
4, welches durch zwei konzentrische Bohrungen 5, 6 mit
unterschiedlichem Durchmesser zur Aufnahme der Filterkartusche 3 besteht.
Ähnliche Kopf-Kerzen-Adaptionen sind bereits im Markt bekannt.
Die erfinderische Neuheit an dieser Konstruktion ist eine Verschnitteinstellhülse
17 mit einem oder mehr Mitnehmern 8, welche von außen drehbar
im Filterkopf 2 angeordnet ist. Der Verschnittanteil kann mittels Drehung
der Verschnitteinstellhülse 17 am Kopf 2 stufenlos oder in
abgestuften Werten (z.B. 0%, 10%, 20%, 30%, 40% etc.) rastend eingestellt werden.
Zur Betätigung der Verschnitteinstellhülse 17 ist ein Stellrad
23 z.B. in der Form einer Kappe vorgesehen, welches über einen entsprechenden
Mitnehmer mit der Verschnitteinstellhülse 17 eine Drehbewegung übertragend
verbunden ist. Der Verstellwiderstand dieser Kappe zur Verdrehung der damit verbundenen
Verschnitteinstellhülse 17 kann z.B. über den Reibwiderstand
der Dichtung 25 gegenüber dem Gehäuse 4 und/oder weiteren
Berührungsflächen zwischen der Verschnitteinstellhülse
17 und dem Gehäuse 4 beeinflusst werden. Je nach Anwendungsfall
oder Ausführungsform kann zusätzlich eine Rastung 24 vorgesehen
sein, wie z.B. hier durch Vorspannung der äußeren Kappenränder gegenüber
der ihr zugewandten Außenseite des Gehäuses 4. Die Rastungen
können hierfür z.B. durch eine gegenseitig eingreifende Verzahnung oder
dergleichen ausgebildet sein. Als Fixiermittel der Kappe 23 an der Verschnitteinstellhülse
17 kann beispielsweise eine Schraube 26 dienen. Denkbar sind aber
auch Schnappverschlüsse oder andere geeignete Verbindungen.
Um den durch den Filterausgang 29 aus der Filterkartusche
3 ausströmenden, filtrierten Wasserstrom über den Auslass
30 aus dem Filterkopf ausströmen lassen zu können, weist die
Verschnitteinstellhülse 17 eine entsprechend angeordnete und ausgebildete
Öffnung 27 für den Durchlass des Filtratstroms auf. Eine zweite
Öffnung 28 ist hier gegenüberliegend in der Verschnitteinstellhülse
17 für den Zugang zu einem Entspannungs- und/oder Spülventil
19 vorgesehen. Somit kann der durch den Einlass 31 in den Filterkopf
einströmende Wasserstrom erfindungsgemäß auf eine Filterstrecke
12 und eine Bypassstrecke 13 verteilt die Filtervorrichtung durchfliesen
und durch den Auslass 30 mit der gewünschten bzw. eingestellten Wasserqualität
wieder verlassen.
Die Filterkartusche 3 hat zwei Dichtelemente 9,
10, welche die Kartusche nach außen abdichten: Eine Dichtung
10 zur Abtrennung des Gesamtfiltrats und eine zur Abdichtung
9 des Rohwasserzulaufes.
In den Rohwasserzulauf 11 der Kartusche ist erfindungsgemäß
ein Verschnitteinstellring 7 integriert, welcher das Rohwasser
im Zulauf der Kerze 3 aufteilt und den getrennten Aufbereitungsstrecken
für z.B. Enthärtung 12 und Verschnitt 13 zuführt.
Die Aufteilung des Rohwassers erfolgt über einen drehbaren Ring 7,
welcher zusammen mit den Durchlässen 14, 15 des Filterkartuschendeckels
eine Blende bildet, welche je nach Winkelstellung des Ringes 7 zu den Durchlässen
14, 15 die Durchlässe 14, 15 für den
Verschnitt- 13 und Hauptaufbereitungskanal 12 abdichtet bzw. freigibt.
Hierbei ist es besonders günstig, wenn bei Verkleinerung des Durchgangs
13 zur Verschnittstrecke gleichzeitig der Querschnitt des Durchgangs zur
Aufbereitungsstrecke 12 vergrößert wird und umgekehrt.
In der hier beschriebenen Konstruktion befindet sich der Einlass
12 für das aufzubereitende Wasser um circa 180° versetzt zum
Einlass 13 für das Verschnittwasser. Die genaue Position der Einlässe
für den Aufbereitungskanal und den Verschnittwasserkanal in der Kerze
3 kann individuell mit dem Verschnitteinstellring 7 abgestimmt
werden, um die gewünschte Verschnitteinstellung und die korrespondierenden
Strömungswiderstände in Abhängigkeit des Verdrehwinkels des Verschnitteinstellrings
7 zu erhalten.
Die Verdrehung des Rings 7 wird in einer ersten Ausführungsform,
bei der der Verschnitteinstellring 7 an der Filterkartusche 3
angeordnet ist, während der Installation der Filterkartusche 3 in
den Filterkopf 2 automatisch (zwangsweise) durchgeführt. Hierzu ist
es erforderlich, dass die Verbindung zwischen Filterkopf und Filterkartusche durch
beispielsweise ein Bajonett 16 mit mindestens zwei Laschen hergestellt
wird. Es kann dann eine Drehbewegung von ca. 90° durchgeführt werden.
Sind die Bajonettlaschen kleiner als die Durchbrüche, so sind auch Verdrehwinkel
größer 90° prinzipiell möglich. Bevorzugt ist jedoch ein Verdrehwinkel
von ca. 90° bei einer Ausführung mit 2 Bajonettlaschen.
Damit eine Voreinstellung des Verschnitts am Filterkopf möglich
ist, muss der drehbare Ring 7 genau wie die Verschnitteinstellhülse
17 mindestens einen Mitnehmerhaken, bevorzugt zwei Mitnehmerhaken besitzen.
Wird nun die Kartusche 3 installiert (das Bajonett geschlossen), so treffen
sich die Mitnehmerhaken von Verschnitteinstellhülse 17 und drehbarem
Ring 7 ab einer gewissen Winkelstellung bei der Installation. Wird nun
die Installation bzw. Drehbewegung bis zur Verschlussstellung des Bajonetts weitergeführt,
so wird der drehbare Ring durch den Mitnehmerhaken des Kopfes festgehalten und die
Kartusche dreht sich unter dem (relativ zum Kopf) stehenden Ring 7 weiter
und verstellt damit die Verschnitteinstellung der Filterkartusche 3.
Um die erfindungsgemäße Einstellung des Verschnitts am Ring
7 der Filterkartusche 3 zu gewährleisten, ist es vorteilhaft,
wenn sich der Ring 7 vor der Installation in einer Ausgangsposition befindet.
Für die Ausgangsposition kommen je nach Auslegung der Konstruktion die beiden
Extrempositionen für die Einstellung des Rings in Frage. Dies sind die Positionen
des Rings, welche einen vollständigen Verschluss des Verschnitts oder eine
maximale Öffnung des Verschnitts erlauben. Im ersten Fall kann je nach Position
der Mitnehmerhaken der Verschnitteinstellhülse der Verschnitt der Filterkerze
mehr oder weniger gegenüber der Ausgangsposition geöffnet werden, im zweiten
Fall kann der Verschnitt je nach Position der Mitnehmerhaken der Verschnitteinstellhülse
mehr oder weniger gegenüber der Ausgangsposition beim Hereindrehen der Filterkartusche
in den Kopf geschlossen werden.
Der zentrale Gedanke dieser Konstruktion ist die Nutzung der Drehbewegung
bei der Installation der Filterkerze 3 in den Filterkopf 2 über
die Bajonettverbindung 16 zur Einstellung des Verschnittverhältnisses.
Wie bereits oben beschrieben, wird die Drehbewegung zur Einstellung
des Verschnitts während der Installation genutzt. Man kann diese Drehbewegung
noch zur Betätigung eines Zulaufventils 18 und/oder Entspannungs-/Spülventils
19 nutzen. So ist solch eine Nutzung der Drehbewegung bei der Installation
der Filterkerze in den Kopf z.B. vom Patent US
6949.189. B2 bekannt. Hier wird ein Verschlussventil im Filterkopf durch
zwei ineinander gesteckte Hülsen mit geeignet angeordneten Löchern und
Dichtelementen gebildet, wobei die Betätigung des rotierenden Ventils durch
Mitnehmer an der Kartusche erfolgt. Diese Konstruktion lässt sich nicht mit
der oben erwähnten Verschnitteinstellung kombinieren. Es wird daher eine neuartige
Ventilbetätigungsmechanik über Nocken 20 und Ventilstößel
21 vorgeschlagen. Konstruktionen dieser Art sind sonst nur im Bereich der
Wasserhahnfilter („faucet mount – Wasserfilter") bekannt, wobei hier
die Betätigung der Ventilelemente über eine separate Betätigungswelle
mit Bedienhebel erfolgt.
Hier ist die Betätigungswelle die Symmetrieachse des Filterkartuschendeckels.
Entsprechend ist an dem Kartuschendeckel gemäß Zeichnung zumindest ein
Nocken 20 angebracht (aus Symmetriegründen bevorzugt zwei), welcher
den Ventilstößel 21 bei geschlossener Bajonettverbindung zurückstößt,
wodurch der Rohwasserzulauf freigegeben wird. Wird die Filterkartusche aus dem Filterkopf
entnommen, so ist das Zulaufventil 18 geschlossen. Der Betätigungsnocken
20 kann bevorzugt oberhalb des äußeren Dichtelements
9 angeordnet werden. Zur Öffnung des Rohwasserventils 18
(Zulauf zur Kartusche) genügt ein Drehwinkel von 5 bis 50° bevorzugt 10°.
Zur Entspannung der Filterkerze vor der Entnahme
der Kartusche wird ein Mitnehmer 22 oberhalb des zweiten Dichtelements
10 des Filterkartuschendeckels vorgesehen, welcher ein zweites Ventil
19 (z.B. Tellerventil) im Filterkopf betätigt, siehe Zeichnung. Dieses
Ventil 19 ist geschlossen, wenn die Filterkartusche entnommen ist. Das
zweite Ventil 19 ist ebenso geschlossen, wenn die Filterkartusche im Filterkopf
installiert bzw. das Bajonett vollständig geschlossen ist. Die Betätigung
d.h. Öffnung des Ventils 19 erfolgt durch den Mitnehmer
22 (aus Symmetriegründen bevorzugt zwei Mitnehmer), welcher als Haken
ausgeführt ist und dadurch das zweite Ventil 19 aufzieht. Das Aufziehen
des Ventils geschieht in einem Winkelbereich des Bajonetts, wo das Rohwasserventil
18 geschlossen ist und die Filterkartusche im ungefähr halbgeschlossenen
Bajonett verankert ist.
Es ist nun möglich, das zweite Ventil 19 mit einem zusätzlichen
von außen zu betätigenden Ziehmechanismus auszustatten. Dies kann über
eine Schraubenkonstruktion oder ähnliches erfolgen. Damit kann dann dieses
Ventil 19 auch in Installationsposition manuell betätigt werden, wodurch
dieses Ventil dann als Spülventil für die Inbetriebnahme der Filterkartusche
zusätzlich genutzt werden kann.
Um die automatische Funktion als Entspannungsventil aufrechtzuerhalten,
muss der manuelle Betätigungsmechanismus mit ausreichendem Spiel vorgesehen
werden. (Bei manuell betätigtem Ventil darf der Betätigungshaken der Kartusche
nicht mit dem Ventil kollidieren. Umgekehrt darf der manuelle Betätigungsmechanismus
in geschlossener Position eine automatische Öffnung über den Haken nicht
behindern.)
Die 1a zeigt eine Draufsicht auf die
Kartusche 3 des Wasserfilters 1 aus der 1.
Zentral in der Mitte ist der Filterausgang 29 dargestellt, durch den der
filtrierte Wasserstrom die Kartusche 3 verlässt. Darüber und
darunter sind die beiden an der Stirnseite der Außenwandung 35 des
Filterausgangs 29 angeordneten Mitnehmer 22 zur Betätigung
des Entspannungs- und/oder Spülventils 19 zu erkennen.
Der Verschnitteinstellring 7 umrandet die Außenwandung
35 und weist zwei Segmente mit mehreren Öffnungen 32 für
den Zugang zur Filterstrecke und mehreren Öffnungen 33 für den
Zugang zur Verschnittstrecke oder Bypassstrecke auf. Entsprechend der beiden Verstellpositionen
oder Winkelstellungen 36 und 37 ist beispielhaft eine Verstellmöglichkeit
für das Verschnittverhältnis zwischen 0% und 60% dargestellt, abhängig
von der diesbezüglichen Winkelverstellung des Verschnitteinstellringes
7 in relativer Position zur so positionierten Filterkartusche
3 bzw. zu deren Einlässen 14 für den Hauptstrom oder
Filterstrom bzw. 15 für die Beipass- bzw. Verschnittstrecke.
Die entsprechende Einstellung dieses Verschnitteinstellrings
7 erfolgt durch Verdrehung der Kappe 23 und einer entsprechenden
Übertragung dieser Drehbewegung durch die Verschnitteinstellhülse
17 und die zwischen der Verschnitteinstellhülse 17 und dem
Verschnitteinstellring 7 angeordnetem Mitnehmer 8. In dieser Ausführungsform
nach der 1a sind zwei Anschläge 34 für
die Mitnehmer 8 vorgesehen, die beim Einschrauben der Kartusche gegen die
Mitnehmer 8 gedrückt werden und den Verschnitteinstellring
7 so relativ zum Kopf festsetzen und damit eine relative Verstellbewegung
gegenüber der Kartusche zur Einstellung des Verschnittverhältnisses entsprechend
der Positionierung der Kappe 23 bewirken.
Um eine Veränderung des so automatisch eingestellten Verschnittverhältnisses
zu ermöglichen, ist im weiteren eine Fixierung zwischen den Mitnehmern
8 und dem Verschnitteinstellring 7 vorgesehen, vorzugsweise in
einer Rastanordnung, z.B. durch einen federnden Eingriff der Stifte in entsprechend
vorgesehene Vertiefungen. Dadurch kann der Verschnitteinstellring 7 mittels
der Kappe 23 sowohl vorwärts als auch rückwärts gedreht
werden um eine Erhöhung bzw. eine Reduzierung der Verschnittverhältnisses
auch bei diesem automatischen Verschnitteinstellvorgang zu ermöglichen.
Radial außenliegend vom Verschnitteinstellring 7 sind
in etwa in der Winkelstellung 90° bzw. 270° die beiden Nocken
20 für die Betätigung des Einlassventils 18 dargestellt.
Die Anzahl solcher Nocken 20 entspricht in besonders vorteilhafterweise
der Anzahl der in der Draufsicht radial nach außen gesehen angeordneten Befestigungselemente
16 der Filterkartusche 3, hier in der Form von Bajonettverschlüssen,
so dass die Patrone unabhängig von ihrer jeweiligen Winkelausrichtung zum Filterkopf
in diesen eingesteckt und fehlerfrei betriebsbereit mit diesen verbunden werden
kann. Eine Fehlbedienung ist dadurch ausgeschlossen.
Die 2 zeigt nun einen gegenüber
der 1 bzw. 1a dahingehend
abgewandelte Ausführungsform eines Wasserfilters, dass die Verschnitteinstellung
hier nicht über einen radial relativ zu den beiden Einlassöffnungen
14 für die Filterhauptstrecke und 15 für die Bypassstrecke
verstellbaren Einstellring 7 erfolgt, sondern über zwei axial gegeneinander
verschiebbare, koaxial angeordnete hülsenförmige Elemente. Die erste Hülse
38 ist ebenfalls mit dem Stellrad bzw. der Kappe 23 zur Übertragung
einer Drehbewegung geeignet verbunden. Abweichend von der oben beschriebenen radialen
Verschnittverstellung ist sie jedoch zu Ihrer Positionierung in Längsrichtung
entsprechend des Pfeils 40 verstellbar, z.B. mittels einer Gewindeverbindung
41 zwischen der Kappe 23 und einem Ansatz 42 der Hülse
38.
Die komplementäre, koaxiale Hülse 39 ist als Hals
der Kartusche 3 ausgebildet und weist mehrere Öffnungen
44 für den Eintritt des durch das Zulaufventil 18 zuströmenden
Wassers in die Filterstrecke über den Kanal 12 bzw. in die Verschnittstrecke
über den Kanal 13 auf. Der Zulauf des Wassers ist durch die einzelnen
Pfeile dargestellt, die in der Kammer 11 die Hülse 39 rundum
umströmend gezeigt sind und so sowohl von links als auch recht in dieser Schnittdarstellung
durch die jeweiligen Öffnungen 44 eintreten. Der Austritt des filtrierten
Wassers erfolgt wiederum entsprechend durch den Filterausgang 29 und hier
zusätzlich über die Passage eines Auslassventils 45. Dieses wird
über einen Ventilstößel 46 durch den betreffenden Nocken
47 gesteuert.
Rein schematisch ist ergänzend noch ein Nocken 22 für
die Steuerung des Spül- bzw. des Entspannungsventils 19 dargestellt.
Das Auslassventil soll immer dann geöffnet sein, wenn die Patrone bzw. Kartusche
fest eingeschraubt ist, das Spül- bzw. Entlastungsventil soll nur kurz während
des Einschraubvorgangs bzw. kurz während des Ausschraubvorgangs geöffnet
werden um beim Einschrauben einer neuen Filterkartusche diese kurz spülen zu
können bzw. beim Ausschrauben eine Druckentlastung des Filters 1 über
eine dafür vorgesehene Ablassleitung zu ermöglichen.
Die Ansteuerung des Verschnittverhältnisses erfolgt bei dieser
Ausführungsform durch die Verstellung des Stellrades 23, wobei durch
die Drehbewegung des Stellrades eine axiale Verschiebung der Hülse
38 erfolgt, die die Hülse 39 der Filterkartusche koaxial
überdeckt und, je nach entsprechender Positionierung, eine oder mehrere der
Öffnungen 44 für den Rohwassereintritt in den Filter verschließt
bzw. bei Rückläufiger Bewegung wieder freigibt. In dieser Ausführungsform
ist rein beispielhaft schematisch eine gleichmäßige Verschließung
des Hauptfilterstroms und des Bypassstroms als einfache Ausführungsform vorgesehen.
In einer besonderst bevorzugten Ausführungsführungsform wäre jedoch
ein gegenläufiges Verschlussverhältnis zwischen dem wirksamen Querschnitt
des Hauptstroms also des Filterstroms und dem wirksamen Querschnitt der Verschnittstrecke
also des Bypassstroms, vorzusehen, so dass das Innendruckverhältnis im Filter
1 im Wesentlichen für alle Verschnitteinstellungen gleich bleibt und
somit eine im Wesentlichen über die gesamte Verschnitteinstellung gleichbleibende
Wirkung des Filter bewirkt werden kann.
Die beiden Filterstrecken 12, 13 sind durch die
Hülse 40 gegenüber dem den Filter verlassenden Filtratstrom über
den Filterausgang 29 leitungstechnisch abgegrenzt.
Die 3 zeigt eine perspektivische Draufsicht
auf eine Filterkartusche 3 mit dem stirnseitig sichtbaren Filterausgang
29 und den beiden Einlässen 12 zur Filterstrecke und
13 zur Bypassstrecke. Der Einlass zur Filterstrecke 12 und der
Einlass zur Filterstrecke 13 ist jeweils durch eine Abdeckung mit länglichen
Schlitzen aufweisenden Öffnungen 14 bzw. 15 dargestellt.
Diese können beispielsweise als Grobfilter für im Rohwasser zugeführte,
größere Partikeln dienen. Zusätzlich sind noch zwei radial ausgerichtete
Schlüsselelemente 48 dargestellt, die z.B. sicherstellen können,
dass nur jeweils für den betreffenden Filterkopf vorgesehene Filterkartuschen
Anwendung finden können. Vorzugsweise greifen Sie in entsprechend komplementäre
Ausnehmungen an einem Element des Filterkopfes ein und können in besonders
bevorzugter Weise auch für die Betätigung weiterer Elemente im Kopf dienen,
z.B. zur Betätigung von Ventilen oder dergleichen.
Die 4 zeigt entsprechend der Darstellung
der 3 wiederum eine Filterkartusche 3, hier
ergänzt durch ein Verschnitteinstellelement 49, welches in dieser
Ausführungsform beispielsweise der Kartusche zugeordnet sein kann. In einer
demgegenüber abgewandelten Ausführungsform kann das Verschnitteinstellelement
jedoch auch dem Filterkopf zugeordnet sein, so dass sich eine zweigeteilte Verschnitteinstellvorrichtung
ergibt, die eine zusätzliche Sicherheit vor beabsichtigter und/oder unbeabsichtigter
Manipulation bewirkt.
Das Verschnitteinstellelement 49, das auch als Rohwasser-Verteilungselement
bezeichnet wird, ist in etwa segmentartig in zwei Durchlässe 50 und
zwei Abdeckungen 51 aufgeteilt. Ihre Funktionsweise wird durch Gegenüberstellung
der beiden 3 und 4 deutlich.
Je nach relativer Position des Verschnitteinstellelemente 49 in Bezug auf
die Öffnung 14, 15 der Filterstrecke 12 bzw. auf
die Bypassstrecke 13 wird eine Veränderung des jeweiligen wirksamen
Durchflussquerschnittes bewirkt, und zwar in besonders vorteilhafterweise dahingehend,
dass für alle Verschnittverhältnisseinstellungen ein im Wesentlichen gleichbleibender
gesamtwirksamer Durchflussquerschnitt aufrecht erhalten bleibt, und somit ein im
Wesentlichen gleichbleibender Filterinnendruck. Bei einer Verdrehung im Uhrzeigersinn
wird eine Erhöhung des wirksamen Durchflussquerschnitts für die Filterstrecke
12 und eine Erniedrigung des wirksamen Durchflussquerschnitts für
die Bypassstrecke 13 bewirkt. Bei einer Drehung in entgegengesetzt des
Uhrzeigersinns wird eine dementsprechend entgegengerichtete Wirkung erzielt.
Die beiden Mitnehmer 8 weisen jeweils ein Fixierelement
52 auf, hier z.B. dargestellt in der Form eines federelastischen Klammerelementes.
Dieses federelastische Klammerelement kann bei einer Bestückung des Filterkopfes
2 mit einer entsprechenden Filterkartusche 3 auf ein entsprechendes
Gegenstück aufgeschoben und über die Klammerwirkung an
diesem befestigt werden. Diese Befestigung kann je nach Ausführungsform als
unlösbare oder auch als lösbare Befestigung ausgebildet sein. Die wiederlösbare
Ausführungsform kann beispielsweise durch Überwindung eines entsprechenden
Festhaltewiderstands wieder entnehmbar sein.
Die 5 zeigt eine weitere schematische
Darstellung in explosionsartiger Anordnung einzelner Elemente des Wasserfilters
1. Die 6 zeigt eine Unteransicht auf ein Gehäuse
4 des Filters 1 mit schematisch darin dargestelltem Verschnitteinstellelement
bzw. Rohwasser-Verteilungselement als komplementäres Teil zum Teilstrom-Kanalführungselement,
die beide gemeinsam die Verschnitteinstellvorrichtung entsprechend der
4 ausbilden. Die Zuordnung des Verschnitteinstellelementes
49 kann, wie oben dargelegt, je nach Ausführungsform zum Kopf gehörig
sein bzw. zur Filterkartusche 3. Die drei Anschlüsse des Filterkopfes
2 sind der Einlass 31 für den Zulauf des Rohwassers, der
Auslass 30 für den Ablauf des Filtratstroms und der Entspannungs-
und Spülauslass 54 für eine geführte Entsorgung des über
das Entspannungs- bzw. Spülventil abgelassenen Wassers.
Die 7 bis 9
zeigen weitere Ansichten einzelner Elemente des Wasserfilters 1. Die
7 zeigt die Einstellkappe 23, die daran anschließende
und die Drehbewegung übertragende Verschnitteinstellhülse 17
mit der darin ausgebildeten Öffnung 27 für Austritt des Filtratstroms
in Richtung zum Auslass 31. An die Verschnitteinstellhülse
17 schließt sich über die Mitnehmer 8 angekoppelt das
Verschnitteinstellelement 49 an. Eine weitere entsprechende Darstellung
ist in der 8 zu sehen, die gegenüber der
7 durch den zusätzlichen dargestellten Ventilkörper
56 ergänzt ist.
Dieser Ventilkörper 56 weist eine Ventilöffnung
57 als Einlassventil auf, dass z.B. durch das zum Verschlüsselungselement
48 komplementäre Verschlüsselungselement 55 hinsichtlich
einer Öffnungsstellung bzw. einer Verschlussstellung durch Verdrehen beim Ein-
bzw. Ausschrauben der Filterkartusche betätigbar ist. Entsprechendes gilt für
die Darstellung in der 9, bei dem im Ventilkörper
56 eine zusätzliche Öffnung 58 dargestellt ist. Durch
diese zusätzliche Ventilöffnung 58 kann dieser Ventilkörper
56 in verschiedenen Ausführungsformen von Filterköpfen mit zum
Teil unterschiedlichen Filterfunktionen eingesetzt bzw. verwendet werden. Es handelt
sich somit um einen multifunktionalen Ventilkörper 56.
Die 10 zeigt abschließend eine Schnittdarstellung
durch die Elemente des Wasserfilters 1 wie sie z.B. in der 9
dargestellt sind. Der Schnitt verläuft durch den Mitnehmer 8 und das
darin angeordnete Federelement 53, welches dafür sorgt, dass das Verschnitteinstellelement
49 im in den Filterkopf 2 eingebauten Zustand der Filterkartusche
federelastisch gegen die Stirnseite der Filterkartusche gepresst wird, um so eine
einwandfreie Aufteilung des Rohwasserstroms auf die Filterstrecke 12 bzw.
auf die Bypassstrecke 13 zu ermöglichen.
- 1
- Wasserfilter
- 2
- Filterkopf
- 3
- Filterkartusche
- 4
- Gehäuse
- 5
- Bohrung
- 6
- Bohrung
- 7
- Verschnitteinstellring
- 8
- Mitnehmer
- 9
- Dichtung
- 10
- Dichtung
- 11
- Rohwasserzulauf
- 12
- Aufbereitungsstrecke
- 13
- Aufbereitungsstrecke
- 14
- Durchlass
- 15
- Durchlass
- 16
- Bajonett
- 17
- Verschnitteinstellhülse
- 18
- Ventil
- 19
- Ventil
- 20
- Nocken
- 21
- Ventilsstößel
- 22
- Mitnehmer
- 23
- Kappe
- 24
- Rastung
- 25
- Dichtung
- 26
- Schraube
- 27
- Öffnung
- 28
- Öffnung
- 29
- Filterausgang
- 30
- Auslass
- 31
- Einlass
- 32
- Öffnung
- 33
- Öffnung
- 34
- Anschlag
- 35
- Außenwandung
- 36
- Verstellposition
- 37
- Verstellposition
- 38
- Hülse
- 39
- Hülse
- 40
- Hülse
- 41
- Gewindeverbindung
- 42
- Ansatz
- 43
- Pfeil
- 44
- Öffnung
- 45
- Auslassventil
- 46
- Stößel
- 47
- Nocken
- 48
- Schlüsselelement
- 49
- Verschnitteinstellelement
- 50
- Durchlass
- 51
- Abdeckung
- 52
- Fixierelement
- 53
- Federelement
- 54
- Entspannungs- und Spülauslass
- 55
- Verschlüsselungselement
- 56
- Ventilkörper
- 57
- Öffnung
- 58
- Öffnung