BEZUGNAHME AUF ZUGEHÖRIGE ANMELDUNGEN
Die Anmeldung ist eine continuation-in-part-Anmeldung von der US-Anmeldung
mit der Seriennummer 11/449 358, eingereicht am 08. Juni 2006, nun anhängig.
US-Anmeldung Seriennummer 11/449,358 ist eine continuation-in-part-Anmeldung der
US-Anmeldung mit der Seriennummer 11/357,481, eingereicht am 16. Februar 2006, nun
aufgegeben.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung betrifft im Allgemeinen das Gebiet von Polierkissen
für chemisch-mechanisches Polieren. Insbesondere ist die vorliegende Erfindung
auf ein chemisch-mechanisches Polierkissen mit Polierstruktur, das zum chemisch-mechanischen
Polieren magnetischer, optischer und Halbleitersubstrate nützlich ist, gerichtet.
Bei der Herstellung von integrierten Schaltkreisen und anderen elektronischen
Bauteilen werden eine Vielzahl von Schichten leitender, halbleitender und dielektrischer
Materialien abgeschieden und von einer Fläche eines Halbleiterwafers entfernt.
Dünnschichten von leitenden, halbleitenden und dielektrischen Materialien können
unter Verwendung einer Vielzahl von Abscheidungstechniken abgeschieden werden. Übliche
Abscheidungstechniken bei moderner Waferverarbeitung schließen unter anderem
physikalische Dampfabscheidung (PVD), auch bekannt als Sputtering, chemische Dampfabscheidung
(CVD), Plasma-verstärkte chemische Dampfabscheidung (PECVD) und elektrochemisches
Plattieren ein. Übliche Entfernungstechniken schließen unter anderem isotropes
und anisotropes Nass- und Trocken-Ätzen ein.
Da Materialschichten nacheinander abgeschieden und entfernt werden,
wird die oberste Fläche des Wafers uneben. Da die anschließende Halbleiterverarbeitung
(beispielsweise Metallisierung) erfordert, dass der Wafer eine ebene Fläche
aufweist, muss der Wafer geebnet werden. Die Ebnung ist zur Entfernung unerwünschter
Flächentopographie und Flächenmängel nützlich, wie raue Flächen,
agglomerierte Materialien, Kristallgitterschäden, Kratzer und kontaminierte
Materialschichten.
Chemisch-mechanisches Ebnen oder chemisch-mechanisches Polieren (CMP)
ist eine übliche Technik, die zum Ebnen oder Polieren von Werkstücken,
wie Halbleiterwafer, eingesetzt wird. Bei üblichem CMP wird ein Waferträger
oder Polierkopf auf einer Trägeranordnung befestigt. Der Polierkopf hält
den Wafer und positioniert den Wafer in Kontakt mit der Polierschicht eines Polierkissens,
das auf einem Tisch oder einer Platte innerhalb einer CMP-Vorrichtung befestigt
ist. Die Trägeranordnung liefert einen kontrollierbaren Druck zwischen Wafer
und Polierkissen. Gleichzeitig wird eine Aufschlämmung oder ein anderes Poliermedium
auf das Polierkissen dosiert und wird in den Abstand zwischen Wafer und Polierschicht
gezogen. Um Polierung zu bewirken, rotieren das Polierkissen und der Wafer im Allgemeinen
relativ zueinander. Da das Polierkissen unterhalb des Wafers rotiert, streicht der
Wafer im Allgemeinen eine kreisförmige Polierspur heraus, oder einen Polierbereich,
worin die Fläche des Wafers direkt mit der Polierschicht konfrontiert ist.
Die Waferfläche wird poliert und durch chemische und mechanische Wirkung der
Polierschicht und eines Poliermediums auf der Fläche geebnet.
Die Wechselwirkung unter Polierschichten, Poliermedien und Waferflächen
während CMP wurde Gegenstand ausführlicher Untersuchung, Analyse und fortgeschrittener
numerischer Modellierung in den letzten zehn Jahren, um Polierkissenentwicklungen
optimieren zu können. Die meisten der Polierkissenentwicklungen beinhalten,
da der Einsatz von CMP als Halbleiterherstellungsverfahren empirischer Natur ist,
Versuche von zahlreichen verschiedenen porösen und nichtporösen Polymermaterialien.
Vieles bei der Konstruktion von Polierflächen oder -schichten fokussierte sich
auf das Versehen dieser Schichten mit verschiedenen Mikrostrukturen, oder Mustern
von Leerflächen und durchgängigen Flächen, und Makrostrukturen oder
Anordnungen von Flächenperforationen oder -vertiefungen, von denen vorgegeben
wird, dass sie die Polierrate erhöhen, Poliergleichförmigkeit verbessern
oder Poliermängel vermindern (Kratzer, Pits, delaminierte Bereiche und andere
Flächen- oder Subflächenschädigung). In den letzten Jahren wurden
einige verschiedene Mikrostrukturen und Makrostrukturen vorgeschlagen, um die CMP-Leistung
zu erhöhen.
Für übliche Polierkissen ist "Konditionieren" oder "Fertigbehandlung"
der Kissenfläche kritisch, um eine konsistente Polierfläche für stabile
Polierleistung aufrecht zu erhalten. Mit der Zeit verschleißt die Polierfläche
des Polierkissens, wobei sich die Mikrotextur der Polierfläche glättet
– ein Phänomen, das "Verglasen" genannt wird. Die Herkunft von Verglasen
ist plastisches Fließen des Polymermaterials aufgrund Reibungswärme und
Scherkraft an den Kontaktpunkten zwischen Kissen und Werkstück. Außerdem
kann Debris vom CMP-Verfahren die Flächenhohlräume verstopfen, sowie die
Mikrokanäle, durch die die Aufschlämmung über die Polierfläche
strömt. Wenn dies stattfindet, nimmt die Polierrate des CMP-Verfahrens ab,
und dies kann zu ungleichförmigem Polieren zwischen Wafern oder innerhalb eines
Wafers führen. Das Konditionieren erzeugt eine neue Textur auf der Polierfläche,
die zum Aufrechterhalten der gewünschten Polierrate und zur
Gleichförmigkeit bei dem CMP-Verfahren nützlich ist.
Übliches Polierkissenkonditionieren wird durch mechanisches Abschleifen
der Polierfläche mit einer Konditionierscheibe erzielt. Die Konditionierscheibe
hat eine raue Konditionierfläche, die im Allgemeinen eingebettete Diamantspitzen
aufweist. Die Konditionierungsscheibe wird mit der Polierfläche, entweder während
zeitweiliger Pausen in dem CMP-Verfahren, wenn das Polieren ausgesetzt wird ("ex
situ"), oder während das CMP-Verfahren im Gange ist ("in situ") in Kontakt
gebracht. Im Allgemeinen wird die Konditionierscheibe in eine Position gedreht,
die hinsichtlich der Rotationsachse des Polierkissens festgelegt ist, und streift
einen kreisförmigen Konditionierungsbereich aus, wenn das Polierkissen rotiert.
Der wie beschriebene Konditionierungsvorgang schneidet mikroskopische Furchen in
die Kissenfläche, wobei das Kissenmaterial sowohl abgerieben als auch zerfurcht
wird und die Poliertextur erneuert wird.
Obwohl Konstrukteure von Kissen verschiedene Mikrostrukturen und Konfigurationen
von Flächentextur durch sowohl Kissenmaterialherstellung als auch Flächenkonditionierung
erzeugt haben, sind vorliegende CMP-Kissenpoliertexturen in zwei wichtigen Aspekten
weniger als optimal. Zunächst ist die tatsächliche Kontaktfläche
zwischen einem üblichen CMP-Kissen und einem typischen Werkstück unter
angewandtem Druck, der bei CMP ausgeübt wird, gering – gewöhnlich
nur wenige Prozent der gesamten gegenüberliegenden Fläche. Dies ist eine
direkte Konsequenz der Unexaktheit üblicher Flächenkonditionierung, die
sich auf statistisches Reißen der durchgehenden Bereiche der Struktur in Fetzen,
unter Hinterlassen einer Population von Merkmalen oder Flächenerhebungen von
verschiedener Form und Höhe beläuft, von denen nur die höchsten tatsächlich
das Werkstück berühren. Zweitens nimmt der Raum, der verfügbar ist,
damit die Aufschlämmung strömt, um Polierdebris wegzutransportieren und
Wärme abzuführen, eine dünne Schicht auf der Polierfläche ein,
sodass Polierabfall in enger Nähe bei dem Werkstück bleibt, bis es vollständig
unter dem Werkstück herausgelangt. Ein Aufschlämmungsstrom zwischen dem
Kissen und dem Werkstück muss über die sehr unregelmäßige Fläche
und um beliebige Erhebungen gelangen, die die gesamte vertikale Distanz von dem
Kissen zu dem Werkstück überbrücken. Dies führt zu einer hohen
Wahrscheinlichkeit, dass das Werkstück wieder sowohl verbrauchten Chemikalien
als auch Material, das bereits entfernt wurde, ausgesetzt wird. Die üblichen
Kissenmikrostrukturen sind nicht optimal, da Kontaktmechanik und Fluidmechanik innerhalb
der Flächentextur gekuppelt sind: Die Höhenverteilung von Erhebungen begünstigt
weder guten Kontakt, noch wirksam Fluidströmung und -transport.
Mangelentstehung bei CMP hat seinen Ursprung in beiden Fehlern der
üblichen Kissenmikrostruktur. Beispielsweise offenbaren Reinhardt et al. in
US-Patent Nummer 5 578 362 die Verwendung von Polymerkugeln zur Einführung
in die Textur in einem Polyurethanpolierkissen. Da die genauen Mechanismen der Defektbildung
nicht vollständig verstanden werden, ist es im Allgemeinen klar, dass Vermindern
der Defektbildung ein Minimieren der Extrempunktbeanspruchung auf dem Werkstück
erfordert. Unter einer gegebenen angewendeten Last oder einem Polierdruck ist der
tatsächliche Kontaktpunktdruck invers proportional zu der realen Kontaktfläche.
Ein CMP-Verfahren, das bei 3 psi (20,7 kPa) Polierdruck und mit 2 % Realkontaktfläche
über alle herausragenden Spitzen ausgeführt wird, unterzieht das Werkstück
tatsächlich einer mechanischen Normalbeanspruchung von im Durchschnitt 150
psi (1 MPa). Beanspruchungen dieser Größenordnung reichen aus, um Flächen-
und Subflächenschädigung hervorzurufen. Wenn stumpf und unregelmäßig
in der Form, führen Unregelmäßigkeiten auf üblichen CMP-Kissen
auch zu ungünstigen Strömungs-mustern: Lokalisierte Drücke von Fluid,
die auf Unregelmäßigkeiten treffen, können wesentlich sein, und Bereiche
von stagnierender oder separierter Strömung können zur Ansammlung von
Polierdebris und Wärme führen oder eine Umgebung zur Teilchenagglomeration
schaffen.
Über das Bereitstellen von Quellen zur potentiellen Defektbildung
ist die Mikrotextur konventioneller Polierkissen nicht optimal, weil die Kissenflächenkonditionierung
im Allgemeinen nicht exakt reproduzierbar ist. Die Diamanten auf einer Konditionierscheibe
werden bei Verwendung matt bzw. stumpf, sodass der Konditionierer nach einem Zeitraum
ersetzt werden muss; während seiner Standzeit ändert sich somit die Wirksamkeit
des Konditionierers kontinuierlich. Konditionieren trägt auch größtenteils
zu der Verschleißrate eines CMP-Kissens bei. Es ist bekannt, dass etwa 95 %
des Verschleißes eines Kissens aus der Abreibung bzw. Abrasion des Diamant-Konditionierers
und nur etwa 5 % aus dem Kontakt mit Werkstücken resultiert. Somit könnte,
zusätzlich zur Defektverminderung, verbesserte Kissenmikrostruktur das Erfordernis
zum Konditionieren beseitigen und die Kissenlebensdauer verlängern.
Der wesentliche Punkt zur Beseitigung von Kissenkonditionierung ist
die Entwicklung einer Polierfläche, die selbsterneuernd ist; das heißt,
welche dieselbe wesentliche Geometrie und Konfiguration beibehält, wenn sie
verschleißt. Um selbsterneuernd zu sein, muss die Polierfläche somit dergestalt
sein, dass der Verschleiß im Wesentlichen nicht die durchgehenden Bereiche
wieder zurückformt. Dies erfordert seinerseits, dass die durchgehenden Bereiche
nicht kontinuierlicher Scherwirkung und Hitzewirkung, ausreichend, um wesentlichen
Grad von plastischem Fließen zu erzeugen, unterzogen werden,
oder dass die durchgehenden Bereiche so konfiguriert sind, dass sie Scherwirkung
oder Erhitzen in einer Weise begegnen, die die Scherwirkung und das Erhitzen auf
andere durchgehende Bereiche verteilt.
Zusätzlich zur geringen Defektbildung müssen CMP-Kissenpolierstrukturen
einen guten Ebnungsgrad erzielen. Übliche Kissenmaterialien erfordern einen
Kompromiss zwischen diesen zwei Leistungsparametern, weil geringe Defektanfälligkeit
erreicht wird, indem man das Material weicher und anschmiegsamer macht, dennoch
aber führen dieselben Eigenschaftsänderungen zur Einbuße an Ebnungswirkungsgrad.
Letztlich erfordert Ebnung ein steifes, ebenes Material, während geringe Defektbildung
ein weniger steifes, anschmiegsames Material erfordert. Es ist mithin schwierig,
den wesentlichen Kompromiss zwischen diesen Parametern mit einem einzigen Material
zu überwinden. Übliche Kissenstrukturen nähern sich diesem Problem
in einer Vielzahl von Wegen, einschließlich der Verwendung von Compositmaterialien
bzw. Verbundmaterialien, verbunden mit harten und weichen Schichten, die aneinander
gebunden sind. Während Verbundmaterialien Verbesserungen über eine Ein-Schicht-Struktur
bieten, wurde bislang noch kein Material entwickelt, das idealen Ebnungswirkungsgrad
und gleichzeitig null Defektbildung erzielt.
Folglich gibt es, obwohl Kissenmikrostruktur und Konditionierungsmaßnahmen
für moderne CMP-Anwendungen existieren, einen Bedarf hinsichtlich der Entwicklung
von CMP-Kissen, die eine höhere Realkontaktfläche mit dem Werkstück
und wirksamere Aufschlämmungsströmungsmuster zur Entfernung von Polierdebris
erzielen sowie das Erfordernis für Retexturierung vermindern oder eliminieren.
Zudem besteht Bedarf für CMP-Pad-Strukturen, die eine unnachgiebige, steife
Struktur, die für guten Ebnungswirkungsgrad erforderlich ist, mit einer weniger
steifen, anschmiegsamen Struktur, die für geringe Mangelbildung erforderlich
ist, kombinieren.
DARLEGUNG DER ERFINDUNG
Ein Aspekt der Erfindung ist die Bereitstellung eines Polierkissens,
nützlich zum Polieren von zumindest einem magnetischen, optischen und Halbleitersubstrat
in Gegenwart- eines Poliermediums, wobei das Polierkissen umfasst: a) ein dreidimensionales
Netzwerk von miteinander verbundenen Einheitszellen, wobei die miteinander verbundenen
Einheitszellen netzförmig ausgebildet sind, damit Fluidstrom und Entfernung
von Polierdebris gestattet sind; b) eine Vielzahl von Polierelementen, die das dreidimensionale
Netzwerk von miteinander verbundenen Einheitszellen bilden, wobei die miteinander
verbundenen Einheitszellen eine Höhe von zumindest drei Einheitszellen aufweisen,
wobei die Polierelemente ein erstes Ende, verbunden an ein erstes benachbartes Polierelement
an einem ersten Verknüpfungspunkt, und ein zweites Ende, verbunden an ein zweites
benachbartes Polierelement an einem zweiten Verknüpfungspunkt, aufweisen und
mit einer Querschnittsfläche, die innerhalb 30 % zwischen den ersten und den
zweiten Verknüpfungspunkten verbleibt; und c) eine Polierfläche, gebildet
aus der Vielzahl von Polierelementen, wobei die Polierfläche einen Flächenbereich,
gemessen in einer Ebene, parallel zur Polierfläche, aufweist, der für
mehrere Poliervorgänge konsistent bleibt.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Polierkissen, nützlich
zum Polieren von zumindest einem von einem magnetischen, optischen und Halbleitersubstrat,
in Gegenwart eines Poliermediums, wobei das Polierkissen umfasst: a) ein dreidimensionales
Netzwerk von miteinander verbundenen Einheitszellen, wobei die miteinander verbundenen
Einheitszellen eine Höhe von zumindest zehn Einheitszellen aufweisen, wobei
die miteinander verbundenen Einheitszellen mit linearen Polierelementen ausgebildet
sind und die miteinander verbundenen Einheitszellen netzförmig ausgebildet
sind, damit Fluidstrom und Entfernung von Polierdebris gestattet sind; b) eine Vielzahl
von den linearen Polierelementen, die das dreidimensionale Netzwerk von miteinander
verbundenen Einheitszellen bilden, wobei die linearen Polierelemente ein erstes
Ende, verbunden an ein erstes benachbartes Polierelement an einem ersten Verknüpfungspunkt,
und ein zweites Ende, verbunden an ein zweites benachbartes Polierelement an einem
zweiten Verknüpfungspunkt, aufweisen und mit einer Querschnittsfläche,
die innerhalb 30 % zwischen den ersten und den zweiten Verknüpfungspunkten
verbleibt; und c) eine Polierfläche, gebildet aus der Vielzahl von Polierelementen,
wobei die Polierfläche einen Flächenbereich, gemessen in einer Ebene,
parallel zur Polierfläche, aufweist, der für eine Vielzahl von Poliervorgängen
konsistent bleibt.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung stellt ein Verfahren zum Polieren
zumindest einem von einem magnetischen, optischen und Halbleitersubstrats mit einem
Polierkissen in Gegenwart von einem Poliermedium bereit, umfassend die Schritte
von: Herstellung von dynamischem Kontakt zwischen dem Polierkissen und dem Substrat
zum Polieren des Substrats, wobei das Polierkissen umfasst: ein dreidimensionales
Netzwerk von miteinander verbundenen Einheitszellen, wobei die miteinander verbundenen
Einheitszellen netzförmig ausgebildet sind, damit Fluidstrom und Entfernung
von Polierdebris gestattet sind; eine Vielzahl von Polierelementen, die das dreidimensionale
Netzwerk von miteinander verbundenen Einheitszellen bilden, wobei die miteinander
verbundenen Einheitszellen eine Höhe von zumindest zehn Einheitszellen aufweisen,
wobei die Polierelemente ein erstes Ende, verbunden an ein erstes benachbartes
Polierelement an einem ersten Verknüpfungspunkt, und ein zweites Ende, verbunden
an ein zweites benachbartes Polierelement bei einem zweiten Verknüpfungspunkt,
aufweisen und mit einer Querschnittsfläche, die innerhalb 30 % zwischen den
ersten und den zweiten Verknüpfungspunkten verbleibt; eine Polierfläche,
gebildet aus einer Vielzahl von Polierelementen, wobei die Polierfläche einen
Flächenbereich, gemessen in einer Ebene, parallel zur Polierfläche, aufweist,
der für eine Vielzahl von Poliervorgängen konsistent bleibt; und Einfangen
von Polierdebris in den Polierelementen des dreidimensionalen Netzwerks.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
1 ist eine perspektivische Ansicht eines Teils von
einem Dual-Achsen-Polierer, geeignet zur Verwendung in der Erfindung.
2A ist ein stark vergrößerter, schematischer
Querschnitt des Polierkissens von 1 mit einer Polierstruktur
gemäß der vorliegenden Erfindung.
2B ist eine stark vergrößerte, schematische
Draufsicht des Polierkissens von 1 mit einer Polierstruktur
gemäß der vorliegenden Erfindung.
3 ist eine stark vergrößerte, schematische
Querschnittsansicht einer alternativen Polierkissenpolierstruktur der vorliegenden
Erfindung, und
4 ist eine stark vergrößerte, schematische
Querschnittsansicht einer weiteren alternativen Polierkissenpolierstruktur der vorliegenden
Erfindung.
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG IM EINZELNEN
Bezugnehmend auf die Zeichnungen, erläutert 1
im Allgemeinen die primären Merkmale eines Doppel-Achsen-Polierers
100 für chemisch-mechanisches Polieren (CMP), geeignet zur Verwendung
mit einem Polierkissen 104 der Erfindung. Polierkissen 104 enthält
im Allgemeinen eine Polierschicht 108 mit einer Polierfläche
110 zum Gegenüberanordnen eines Gegenstands, wie eines Halbleiterwafers
112 (verarbeitet oder unverarbeitet) oder eines anderen Werkstücks,
beispielsweise unter anderen Glas, Flachbildschirm oder Speicherdiskette für
magnetische Aufzeichnungen, sodass Polieren der polierten Fläche
116 des Werkstücks in Gegenwart eines Poliermediums 120 bewirkt
wird. Poliermedium 120 wandert durch gegebenenfalls spiralförmige
Vertiefung 124 mit einer Tiefe 128. Der Übereinkunft halber
wird der Begriff "Wafer" nachstehend, ohne auf die Verallgemeinerung zu verzichten,
verwendet. Außerdem umfasst der Begriff "Poliermedium", wie er in dieser Beschreibung,
einschließlich den Ansprüchen, verwendet wird, Partikel-enthaltende Polierlösungen
und Nicht-Partikel-enthaltende Lösungen, wie Abrasions-freie und reaktiv-flüssige
Polierlösungen.
Die vorliegende Erfindung umfasst Bereitstellen einer Polierschicht
108 mit einer Poliertextur 200 (2) mit einem
hohen Anteil an Leerraum oder Prozentsatz von offenem Volumen gegenüber dem
Vollvolumen, zur Bildung einer Polierschicht 108 aus einer Reihe von ähnlichen
oder identischen makroskopischen oder mikroskopischen schmalen Elementen, wobei
jedes Element von einem oder mehreren Enden beschränkt bzw. eingeengt ist,
sodass der gesamte Raum, der von den Elementen eingenommen wird, bezüglich
des gesamten verfügbaren Raums gering ist, die Beabstandung der einzelnen Elemente
relativ gering ist zu der Größe des Wafers, und die Elemente in drei Dimensionen
miteinander verbunden sind, um das Netzwerk hinsichtlich Scher- und Biegewirkung
zu versteifen. Vorzugsweise haben die Elemente mikroskopische Abmessungen, um eine
Mikrotextur zu schaffen. Es zeigt sich, dass diese Merkmale sowohl höheren
realen Kontaktbereich zwischen dem Kissen und dem Wafer und günstigere Aufschlämmungsströmungsmuster
zwischen dem Kissen und dem Wafer bereitstellen, als unter Verwendung üblicher
Polierkissen verwirklicht wird, sowie eine selbsterneuernde Struktur liefert, die
das Erfordernis zur Kissenkonditionierung beseitigt. Zudem zeigt sich, dass diese
Merkmale in einer Weise funktionieren, die dem Kissen in der Längsabmessung
Steifigkeit verleiht, welche für einen guten Ebnungswirkungsgrad erforderlich
ist, während Anschmiegevermögen bei den kürzeren Längenabmessungen
ermöglicht wird, was für eine geringe Defektbildung erforderlich ist.
Polierer 100 kann ein Polierkissen 104 enthalten,
das auf einer Platte 130 befestigt ist. Platte 130 ist um eine
Rotationsachse 134 durch einen Plattenantrieb (nicht dargestellt) drehfähig.
Wafer 112 kann von einem Waferträger 138 getragen werden,
der um eine Rotationsachse 142, parallel zu und beabstandet von, Rotationsachse
134 von Platte 130 drehfähig ist. Waferträger
138 kann gekennzeichnet sein durch eine kardanisch aufgehängte Verbindung
(nicht dargestellt), die gestattet, dass Wafer 112 eine Lage, etwas nichtparallel
zur Polierfläche 108, annehmen kann, wobei in diesem Fall die Rotationsachsen
134, 142 ein wenig schief sein können. Wafer 112
umfasst polierte Fläche 116, die zu der Polierschicht 108
weist und während des Polierens geebnet wird. Der Waferträger
138 kann mit einer Trägerstützenanordnung (nicht dargestellt),
angepasst, um Wafer 112 zu drehen, getragen werden und liefert eine abwärts
weisende Kraft F, um die polierte Fläche 116 gegen die Polierschicht
108 zu drücken, sodass ein gewünschter Druck zwischen der polierten
Fläche und der Polierschicht während des Polierens vorliegt.
Polierer 100 kann auch einen Poliermediumeinlass 146 zur Zuführung
von Poliermedium 120 zu Polierschicht 108 enthalten.
Wie der Fachmann erkennen wird, kann Polierer 100 weitere
Komponenten einschließen (nicht gezeigt), wie einen Systemregler, einen Poliermediumspeicher
und ein Dosiersystem, Heizsystem, Spülsystem und verschiedene Steuerungen zum
Steuern verschiedener Aspekte des Poliervorgangs, unter anderem wie die Nachstehenden:
(1) Geschwindigkeitsregler und Selektoren für eine oder beide der Drehgeschwindigkeiten
von Wafer 112 und Polierkissen 104; (2) Regler und Selektoren
zur Änderung der Geschwindigkeit und des Orts der Abgabe von Poliermedium
120 zu dem Kissen; (3) Regler und Selektoren zur Steuerung der Größe
von Kraft F, die zwischen dem Wafer und dem Polierkissen angewendet wird, und (4)
Regler, Betätiger und Selektoren zur Steuerung der Lage der Rotationsachse
142 des Wafers, bezogen auf die Rotationsachse 134 des Kissens.
Der Fachmann wird verstehen, wie diese Komponenten so aufgebaut und implementiert
sind, dass eine genaue Erläuterung derselben für den Fachmann nicht erforderlich
ist, um die vorliegende Erfindung zu verstehen und auszuführen.
Während des Polierens werden Polierkissen 104 und Wafer
112 um ihre jeweilige Rotationsachse 134, 142 gedreht
und Poliermedium 120 wird aus dem Poliermediumeinlass 146 auf
das sich drehende Polierkissen dosiert bzw. abgegeben. Das Poliermedium
120 verteilt sich über die Polierschicht 108, einschließlich
des Zwischenraums unterhalb Wafer 112, und Polierkissen 104. Polierkissen
104 und Wafer 112 werden im Allgemeinen, jedoch nicht notwendigerweise,
bei ausgewählten Geschwindigkeiten von 0,1 U/min bis 150 U/min gedreht. Die
Kraft F wird im Allgemeinen, jedoch nicht notwendigerweise, in einer Höhe ausgewählt,
um einen gewünschten Druck von 0,1 psi bis 15 psi (6,9 bis 103 kPa) zwischen
Wafer 112 und Polierkissen 104 auszulösen. Wie der Fachmann
erkennen wird, ist es möglich, das Polierkissen im Flächengebildeformat
oder zu Polierkissen mit einem Durchmesser, weniger als der Durchmesser des zu polierenden
Substrats zu konfigurieren.
Bezugnehmend auf 2A–2B
werden nun Ausführungsformen von Polierkissen 104 von 1
genauer beschrieben, insbesondere in Bezug auf die Flächenpoliertextur
200. Im Gegensatz zu CMP-Kissen des Standes der Technik, bei denen eine
Flächentextur oder Unebenheiten der Rückstand von Materialentfernung oder
vom Zurückformungsvorgang (beispielsweise Konditionieren) sind, ist Poliertextur
200 als Reihe von identischen oder ähnlichen Polierelementen
204 und 208 mit genauer Geometrie aufgebaut. Für Erläuterungszwecke
wird gezeigt, dass Poliertextur 200 aus im Wesentlichen vertikalen Elementen
208 und im Wesentlichen horizontalen Elementen 204 besteht, jedoch
muss das nicht unbedingt der Fall sein. Poliertextur 200 ist gleichbedeutend
mit einer Vielzahl von solchen Polierelementen 204 und 208, jeweils
mit einer mittleren Breite 210 und mit einer mittleren Querschnittsfläche
222, wobei die Elemente mit einem mittleren Abstand 218 beabstandet
sind. Wie hier und durchweg verwendet, bedeutet der Begriff "mittlerer" das arithmetische
Mittel, genommen über das gesamte Volumen des Elements oder der Struktur. Zudem
hat das miteinander verbundene Netzwerk von Elementen 204, 208
eine mittlere Höhe 214 und eine mittlere Halbhöhe 215.
Die Poliertextur 200 ist beim Einsatz ein Satz von hexaedrischen Einheitszellen;
das heißt Raumeinheiten, in denen jede Fläche (von sechs) quadratisch
oder rechteckig ist und durchgehende Elemente, entlang der Kanten nur von der Raumeinheit
verlaufen, wobei die Mitte von jeder Fläche und von der Raumeinheit insgesamt
leer gelassen wird.
Das Verhältnis von mittlerer Höhe 214 zu mittlerer
Breite 210 von Elementen 208 ist zumindest 0,5. Vorzugsweise ist
das Verhältnis von mittlerer Höhe 214 zu mittlerer Breite
210 zumindest 0,75 und bevorzugter zumindest 1. Gegebenenfalls kann das
Verhältnis von mittlerer Höhe 214 zu mittlerer Breite
210 zumindest 5 oder zumindest 10 sein. Wenn die mittlere Höhe zunimmt,
nimmt die Zahl der miteinander verbindenden Elemente 204, die erforderlich
sind, um das Netzwerk von Polierelementen 208 zu versteifen, während
des Polierens zu. Im Allgemeinen sind nur die nichteingeschränkten Enden der
Elemente 208, die über die äußersten miteinander verbindenden
Elemente 204 hinausragen, frei von Biegen unter Scherkräften während
des Polierens. Die Höhe der Elemente 208 zwischen der Grundschicht
240 und dem obersten miteinander verbindenden Element 204 sind
stark eingeschränkt, und auf irgendein Element 208 angewendete Kräfte
werden von vielen benachbarten Elementen 204 und 208 wirksam getragen,
ähnlich einem Brückenträger oder einer äußeren Widerlagerstütze.
In dieser Weise ist die Poliertextur 200 über die Längen-skale,
die für gute Ebnung erforderlich ist, steif, ist allerdings örtlich bei
kürzeren Längenskalen anschmiegend, aufgrund der örtlichen Verformbarkeit
und Biegsamkeit der nichtgestützten Enden von Elementen 208.
Die miteinander verbundenen Elemente 204 und die Polierelemente
208 kombinieren zur Bildung einer Einheitszelle 225, wobei die
Einheitszelle eine mittlere Breite 227 und eine mittlere Länge
229 aufweist. Diese Einheitszellen haben eine netzförmige oder offenzellige
Struktur, die zur Bildung des dreidimensionalen Netzwerks kombinieren. Die miteinander
verbundenen Einheitszellen haben eine Höhe von zumindest drei Einheitszellen
und vorzugsweise zumindest 10 Einheitszellen. Im Allgemeinen erhöht die Zunahme
der Höhe des Polierkissens die Standzeit des Polierkissens sowie seine Massesteifigkeit, wobei
Letztere zur verbesserten Ebnung beiträgt. Gegebenenfalls ist die mittlere
Breite 227 der Einheitszelle nicht gleich ihrer mittleren Länge
229. Beispielsweise kann ein Verhältnis von mittlerer Breite zu mittlerer
Länge zumindest 2 oder zumindest 4 sein, um die Polierleistung für gewisse
Polieranwendungen weiter zu verbessern. Beispielsweise neigen Einheitszellen mit
einer verlängerten horizontalen Länge zur Bereitstellung steiferer Polierelemente
für verbesserte Ebnung; und Einheitszellen mit verlängerter vertikaler
Länge neigen zu biegsameren Polierelementen für verbesserte Defektbildungsleistung.
Ein Vorteil des Verhältnisses von hoher mittlerer Höhe zu
mittlerer Breite von Elementen 208 besteht darin, dass der gesamte Polierflächenbereich
von Querschnittsbereich 222 für einen längeren Zeitraum konstant
bleibt. Wie in 2A gezeigt, wird an jedem Punkt bei
der Gebrauchszeit der Polierschicht 202, während das Meiste von dem
Kontaktbereich von Poliertextur 200 von den Querschnitten 222
aus aufrechten Elementen 208 besteht, alles oder ein Teil von einigen miteinander
verbindenden Elemente 204 in dem Vorgang verschleißen, und diese werden
insbesondere als Kontaktelemente 206 bezeichnet. Vorzugsweise sind die
vertikalen Positionen von miteinander verbindenden Elementen 204 derart
gestaffelt, dass der parallel zu Grundschicht 240 auftretende Verschleiß
nur einem geringen Bruchteil von miteinander verbindenden Elementen 204
bei einem gegebenen Zeitpunkt erfasst, und diese Kontaktelemente 206 machen
einen kleinen Bruchteil des gesamten Kontaktbereichs aus. Dies gestattet Polieren
von verschiedenen Substraten mit ähnlichen Poliereigenschaften und vermindert
oder beseitigt das Erfordernis von periodischem Aufarbeiten oder Konditionieren
des Kissens. Diese Verminderung beim Konditionieren verlängert die Standzeit
des Kissens und senkt die Verarbeitungskosten. Außerdem können Perforationen
durch das Kissen, die Einführung von leitend ausgekleideten Nuten oder der
Einbau eines Leiters, wie leitfähige Fasern, leitfähiges Netzwerk, Metallgitter
oder Metalldraht, die Kissen in eCMP ("elektrochemisch mechanische Ebnung") Polierkissen
umwandeln. Die dreidimensionale Netzwerkstruktur dieser Kissen kann Fluidströmung
erleichtern und eine konsistente Flächenstruktur, die für eCMP-Anwendungen
erforderlich ist, beibehalten. Der erhöhte Fluidstrom verbessert die Entfernung
von verbrauchtem Elektrolyt aus dem eCMP-Verfahren, was die Gleichförmigkeit
des eCMP-Verfahrens verbessern kann.
Vorzugsweise existiert kein festes Material in Poliertextur
200, das nicht in Polierelementen 204 und 208 enthalten
ist. Gegebenenfalls ist es möglich, die abrasiven Teilchen oder Fasern an Polierelementen
204 und 208 zu befestigen. Folglich gibt es kein Leervolumen in
einem beliebigen jeweiligen Element 204 oder 208, alle Leervolumen
in Poliertextur 200 liegen vorzugsweise zwischen und beabstandet außerhalb
Polierelementen 204 und 208 vor. Gegebenenfalls können jedoch
Polierelemente 204 und 208 eine Hohl- oder poröse Struktur
aufweisen. Polierelemente 208 sind unnachgiebig an einem Ende der Grundschicht
240, die den Abstand 218 aufrecht erhält und die Polierelemente
208 in einer im Wesentlichen aufrechten Orientierung aufrecht erhält,
fixiert. Die Ausrichtung bzw. Orientierung von Elementen 208 wird weiterhin
durch miteinander verbindende Elemente 204 an den Verknüpfungspunkten
209, die benachbarte Polierelemente 204 und 208 verbinden,
aufrechterhalten. Die Verknüpfungspunkte 209 können einen Klebstoff
oder eine chemische Bindung zum Befestigen von Elementen 204 und
209 einschließen. Vorzugsweise geben Verknüpfungspunkte
209 eine Verbindung derselben Materialien miteinander und besonders bevorzugt
eine nahtlose Verbindung derselben Materialien miteinander wieder.
Es ist bevorzugt, dass Breite 210 und Abstand 218
der Polierelemente 208 gleichförmig oder nahezu gleichförmig
über alle Polierelemente 208 von Ende zu Ende zwischen den Verknüpfungspunkten
209 oder gleichförmig über die Untergruppen von Polierelementen
208 sind. Beispielsweise haben die Polierelemente 208 vorzugsweise
eine Breite 210 und ein Abstand 218, die innerhalb 50 % der mittleren
Breite bzw. Abstand verbleiben, in der Polierschicht 202 zwischen Kontaktelement
206 und halber Höhe 215. Insbesondere haben Polierelemente
208 eine Breite 210 und einen Abstand 218, die innerhalb
20 % der mittleren Breite bzw. Abstand verbleiben, in Polierschicht 202
zwischen Kontaktelement 206 und halber Höhe 215. Besonders
bevorzugt haben Polierelemente 208 eine Breite 210 und einen Abstand
218, die innerhalb 10 % der mittleren Breite bzw. Abstand verbleiben, in
der Polierschicht 202 zwischen Kontaktelement 206 und halber Höhe
215. Insbesondere erleichtert Aufrechterhalten einer Querschnittsfläche
von Polierelementen 204 und 208 zwischen benachbarten Verknüpfungspunkten
209 auf innerhalb 30 % konsistente Polierleistung. Vor allem hält
das Kissen eine Querschnittsfläche innerhalb 20 % und bevorzugter innerhalb
10 % zwischen benachbarten Verknüpfungspunkten 209 aufrecht. Außerdem
haben Polierelemente 204 bzw. 208 vorzugsweise eine lineare Form,
um konsistentes Polieren weiterhin zu erleichtern. Eine direkte Folge dieser Merkmale
besteht darin, dass die Querschnittsfläche 222 der Polierelemente
208 in der Vertikalrichtung nicht stark variiert. Somit werden Polierelemente
208 während des Polierens verschlissen und die Höhe
214 nimmt ab, während es eine geringe Änderung in der Fläche
222, die zu dem Wafer weist, gibt. Diese Konsistenz im Flächenbereich
222 liefert eine gleichförmige Poliertextur 200 und erlaubt
konsistentes Polieren für wiederholte Poliervorgänge. Beispielsweise erlaubt
die einheitliche Struktur Polieren von mehrfach bemusterten Wafern,
ohne Nachstellen der Werkzeugeinstellungen. Für die Zwecke dieser Beschreibung
gibt die Polierfläche oder die Textur 200 den Flächenbereich
von Polierelementen 204 und 208, gemessen in einer Ebene, parallel
zu der Polierfläche, wieder. Vorzugsweise bleibt der Gesamtquerschnittsbereich
222 von Polierelementen 208 innerhalb 25 Prozent zwischen der
anfänglichen Polierfläche oder Kontaktelementen 206 und der halben
Höhe 215 der vertikalen Säule von Einheitszellen 225.
Insbesondere bleibt der Gesamtquerschnittsbereich 222 der Polierelemente
208 nahe 10 Prozent zwischen der anfänglichen Polierfläche und
der Halbhöhe 215 der vertikalen Säule von Einheitszellen
225. Wie bereits angeführt, ist es außerdem bevorzugt, dass die
vertikalen Positionen der miteinander verbindenden Elemente 204 gestaffelt
sind, um die Änderung im Gesamtquerschnittsbereich klein zu halten, wenn die
Elemente verschlissen werden.
Gegebenenfalls ist es möglich, Polierelemente 208 in
beabstandeten Gruppierungen von einigen Polierelementen 208 anzuordnen
– beispielsweise können die Polierelemente kreisförmige Gruppierungen
um eine Fläche, frei von Polierelementen, umfassen. Innerhalb jeder Gruppierung
ist es bevorzugt, dass die miteinander verbindenden Elemente 204 vorliegen,
um die Beabstandung und die wirksame Steifigkeit der Gruppierungen von Elementen
208 aufrecht zu halten. Außerdem ist es möglich, die Dichte von
den Polierelementen 204 oder 208 in verschiedenen Bereichen einzustellen,
um die Entfernungsraten und Polier- oder Wafergleichförmigkeit fein abzustimmen.
Es ist außerdem möglich, die Polierelemente in einer Weise anzuordnen,
dass sie offene Kanäle bilden, wie kreisförmige Kanäle, X-Y-Kanäle,
radiale Kanäle, gekrümmt-radiale Kanäle oder spiralförmige Kanäle.
Die Einführung von optionalen Kanälen erleichtert die Entfernung von großer
Debris und kann Polier- oder Wafergleichförmigkeit verbessern.
Es ist bevorzugt, dass die Höhe 214 von Polierelementen
208 über alle Elemente gleichförmig ist. Es ist bevorzugt, dass
die Höhe 214 innerhalb 20 % der mittleren Höhe, bevorzugter innerhalb
10 % der mittleren Höhe bleibt, und besonders bevorzugt innerhalb 1 % der mittleren
Höhe innerhalb Poliertextur 200 bleibt. Gegebenenfalls kann eine Schneidevorrichtung,
wie ein Messer, eine mit hoher Geschwindigkeit rotierende Klinge oder ein Laser,
periodisch die Polierelemente zu einer gleichförmigen Höhe schneiden.
Zudem können der Durchmesser und die Geschwindigkeit der Schneidklinge gegebenenfalls
die Polierelemente bei einem Winkel schneiden, um die Polierfläche zu ändern.
Beispielsweise erzeugen Schneid-Polier-Elemente mit kreisförmigem Querschnitt
bei einem Winkel eine Textur von Polierspitzen, die mit dem Substrat in Wechselwirkung
treten. Gleichförmigkeit in der Höhe gewährleistet, dass alle Polierelemente
208 von Poliertextur 200 sowie alle miteinander verbindenden Kontaktelemente
206 in der Verschleißebene das Potential zum Kontakt des Werkstücks
aufweisen. Weil industrielle CMP-Tools tatsächlich eine Maschinerie aufweisen,
um ungleichmäßigen Polierdruck bei unterschiedlichen Anordnungen auf den
Wafer anzuwenden, und weil der Fluiddruck, der unter dem Wafer erzeugt wird, ausreicht,
um den Wafer zu veranlassen, an einer Position, die präzise horizontal und
parallel zur mittleren Höhe des Kissens ist, abzuweichen, ist es möglich,
dass gewisse Polierelemente 208 den Wafer nicht kontaktieren. In Bereichen
des Polierkissens 104, in denen Kontakt stattfindet, ist es allerdings
erwünscht, dass möglichst viele Polierelemente 208 von ausreichender
Höhe Kontakt bereitstellen. Da außerdem die ungestützten Enden der
Polierelemente 208 sich im Allgemeinen bei der dynamischen Kontaktmechanik
des Polierens biegen, wird ein anfänglicher Polierflächenbereich im Allgemeinen
verschleißen, um sich dem Biegewinkel anzupassen. Eine anfänglich kreisförmige
obere Fläche wird beispielsweise verschleißen, unter Bildung einer winkligen
oberen Fläche und die Änderungen in der Richtung, die während des
Polierens erfahren werden, werden Mehrfachverschleißmuster schaffen.
Die Abmessungen und Beabstandungen von Polierelementen 204
und 208 werden gewählt, um sowohl hohen Kontaktbereich 222
zwischen dem Kissen und einem Wafer, als auch hinreichende offene Strömungsfläche
226 für Aufschlämmung, um Polierdebris zu entfernen, bereitzustellen.
Die Polierelemente 204 und 208 machen im Allgemeinen weniger als
80 Prozent des gemessenen Polierkissenvolumens oberhalb der Grundschicht
240 aus. Vorzugsweise machen die Polierelemente 204 und
208 weniger als 75 Prozent des Polierkissenvolumens, gemessen oberhalb
der Grundschicht 240, aus. Beispielsweise nehmen typische Elemente
204 und 208 5 bis 75 Prozent des Volumens vom Polierkissen, gemessen
über die Basisschicht 240, ein. Polierkissen, ausgelegt für eine
Kontaktfläche, nehmen typischerweise 40 bis 80 Prozent des Volumens vom Polierkissen,
gemessen über die Grundschicht 240, ein. Es gibt einen intrinsischen
Kompromiss zwischen diesen Zielen: Zugabe von stärker polierenden Elementen
204 und 208 in dem verfügbaren Raum von Poliertextur
200 verstärkt den Gesamtkontaktbereich 222, vermindert aber
den Fließbereich 226, der mehr Hürden für den Aufschlämmungsstrom
230 schafft, und die Entfernung von Polierdebris. Ein wesentliches Merkmal
der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass Polierelemente 204 und
208 ausreichend schmal sind und weit beabstandet sind, um günstige
Ausbalancierung von Kontaktfläche und Strömungsfläche zu gestatten.
Polierelemente 208 mit rechtwinkligen oder quadratischen Querschnitten
sind zum Erhöhen der Kontaktfläche vorteilhaft. Gemäß dieser
Ausbalancierung kann das Verhältnis von der Abstand
218 der Polierelemente 208 zu der Breite 210 der Polierelemente
208 gegebenenfalls zumindest 2 sein. Mit diesen Grenzen kann die Kontaktfläche
222 von Poliertextur 200 75 % (das heißt, das Quadrat von
eins minus der Breite/Abstandsverhältnis) oder größer erreichen,
und die Strömungsfläche 226 ist 50 % der verfügbaren Fläche
(das heißt, eins minus der Breite/dem Abstandsverhältnis) oder größer.
Typischerweise wirken Polierelemente 208 zum Sammeln oder Einfangen von
Polierdebris bei einem Ort unterhalb der Fläche des Kissens. Dieses Merkmal
erleichtert die Abnahme von Defektbildung durch Einfangen von schädlicher Debris
an einem Ort, der nicht kontaktiert wird, oder Zerkratzen der Fläche eines
Gegenstands während des Polierens. Es ist außerdem möglich, dass
das Verhältnis von der Höhe 214 zu der Breite 210 der
Polierelemente 208 gegebenenfalls zumindest vier, 4, sein kann, um die
Strömungsfläche 226 maximal zu gestalten, und um zu erlauben,
dass die Polierdebris horizontal unter den Polierelementen 204 und
208 transportiert wird, während noch vertikaler Abstand zwischen transportierter
Debris und dem Wafer erfolgt.
Poliertextur 200 ist außerdem zur Auswahl der Querschnittsform
von Polierelementen 204 und 208 optimiert, damit sie hinsichtlich
des Aufschlämmungsstroms 230, der vorwiegend in horizontaler Richtung
auftritt, stromlinienförmig sind. Stromlinienförmig-Machen von Körpern,
um minimalen Fluidnachzug zu erzielen, ist ein bekanntes Fach der Ingenieurtechnik
und bildet einen Teil der Wissenschaft, die routinemäßig bei der Entwicklung
von Flugzeugen, Wasserfahrzeugen, Automobilen, Projektilen und anderen Gegenständen,
die sich in oder in Bezug auf Gas oder Flüssigkeit bewegen, angewendet wird.
Die Gleichungen für Fluidströmung, die letztere Human-Skale-Objects beherrschen,
werden identisch für den Maßstab von CMP-Kissenmakrostruktur oder -mikrostruktur
angewendet. Im Wesentlichen besteht Stromlinienförmig-Machen in der Auswahl
eines allmählich gekrümmten Querschnitts, der frei von scharfen Übergängen
ist, sodass ein äußerer Fluidstrom um den Querschnitt geleitet werden
kann, ohne sich von der Fläche abzulösen und sich entgegengesetzt kreisförmig
bewegende Wirbel zu erzeugen, die Fluidenergie verbrauchen. Aufgrund dieser Betrachtung
ist ein kreisförmiger Querschnitt 222 gegenüber einem quadratischen
oder rechtwinkligen Querschnitt für Polierelemente 204 und
208 bevorzugt. Ein weiteres Stromlinienförmig-Machen der Formen von
Polier-elementen 208 erfordert Kenntnis der örtlichen Richtung des
Aufschlämmungs-stroms 230. Da sowohl sich das Kissen als auch der
Wafer drehen, kann sich der Aufschlämmungsstrom 230 den Polierelementen
204 und 208 aus einer Vielzahl von Winkeln nähern und das
korrekte Stromlinienförmig-Machen für einen Annäherungswinkel wird
suboptimal für andere Annäherungswinkel sein. Die einzige Form, die für
alle Richtungen von Fluidannäherung stromlinienförmig gemacht ist, ist
ein kreisförmiger Querschnitt, der im allgemeinen Fall bevorzugt ist. Wenn
die vorwiegende Strömungsrichtung ermittelt werden kann, wie im Fall eines
CMP-Verfahrens mit einem sehr hohen Verhältnis von Plattengeschwindigkeit zu
Trägergeschwindigkeit, ist es bevorzugter, den Querschnitt der Polierelemente
204und 208 hinsichtlich jener Richtung stromlinienförmig
zu gestalten.
Wie in 2A gezeigt, schließt Polierkissen
104 Polierschicht 202 ein und kann zusätzlich ein Unterkissen
250 einschließen. Es ist anzumerken, dass Unterkissen 250
nicht erforderlich ist und Polierschicht 202 kann direkt über Grundschicht
240 an die Platte eines Polierers, beispielsweise Platte 130 von
1, befestigt sein. Polierschicht 202 kann
über Grundschicht 240 auf Unterkissen 250 in einer beliebigen
geeigneten Weise, wie durch Klebstoffbindung, beispielsweise unter Verwendung einer
Haftklebstoffschicht 245, oder eines Heißschmelzklebstoffs, Heißkleben,
chemisches Binden, Ultraschallkleben usw., befestigt sein. Die Grundschicht
240 oder Unterlage 250 kann als Poliergrundlage zum Anhaften der
Polierelemente 208 dienen. Vorzugsweise erstreckt sich ein Grundteil von
Polierelementen 208 in die Grundschicht 240.
Verschiedene Verfahren zur Herstellung für Poliertextur
200 sind möglich. Für Netzwerke größerer Skale bzw.
Abmessung schließen diese Micromachining, Laser- oder Fluidstrahlätzen,
und andere Verfahren zur Materialentfernung aus einer festen Ausgangsmasse, und
Polymerisation-fokussierten Laser, vorzugsweise optisches Härten, biologisches
Wachsen, und andere Verfahren zur Materialkonstruktion innerhalb eines vorgegebenen
Hohlvolumens ein. Für Netzwerke kleinerer Abmessung können Kristallisation,
Keimpolymerisation, Lithographie oder andere Techniken zur bevorzugten Materialabscheidung
verwendet werden, wie Elektrophorese, Phasenkernbildung oder andere Verfahren zur
Herstellung einer Schablone für anschließende Materialselbstanordnung.
Die Polierelemente 204 und 208 und Grundschicht
240 von Mikrostruktur 200 können aus einem beliebigen geeigneten
Material hergestellt werden, wie Polycarbonate, Polysulfone, Nylons, Polyether,
Polyester, Polystyrole, Acrylpolymere, Polymethylmethacrylate, Polyvinylchloride,
Polyvinylfluoride, Polyethylene, Polypropylene, Polybutadiene, Polyethylenimine,
Polyurethane, Polyethersulfone, Polyamide, Polyetherimide, Polyketone, Epoxide,
Silikone, Copolymere davon (wie Polyether-Poly-ester-Copolymere) und Gemische davon.
Polierelemente 204 und 208 und Grundschicht
240 können ebenfalls aus einem nichtpolymeren Material, wie Keramik,
Glas, Metall, Stein, Holz oder der Festphase eines einfachen Materials,
wie Eis, gefertigt sein. Polierelemente 204 und 208 und Grundschicht
240 können ebenfalls aus einem Verbund von einem Polymer mit einem
oder mehreren nichtpolymeren Material/Materialien gefertigt sein.
Im Allgemeinen ist die Wahl des Materials für Polierelemente
204 und 208 und Grundschicht 240 durch ihre Eignung zum
Polieren eines Gegenstands, hergestellt aus einem bestimmten Material in gewünschter
Weise, begrenzt. In ähnlicher Weise kann Subkissen 250 aus einem beliebigen
geeigneten Material, wie Materialien, die vorstehend für Polierelemente
204 und 208 und Grundschicht 240 genannt wurden, hergestellt
werden. Polierkissen 104 kann gegebenenfalls einen Befestiger zum Befestigen
des Kissens an einer Platte, beispielsweise Platte 130 in 1,
ein Polierer, einschließen. Das Befestigungselement kann beispielsweise eine
Klebstoffschicht, wie eine Haftklebstoffschicht 245, Heißschmelzklebstoff,
eine mechanische Befestigungsvorrichtung, wie ein Haken oder eine Schlaufe, Teil
einer Haken- und Schlaufenbefestigung, sein. Es ist auch innerhalb des Umfangs der
Erfindung, eine oder mehrere faseroptische Endpunktvorrichtung(en) 270
oder ähnliche Transmissionsvorrichtungen einzubauen, die einen Leerraum oder
mehrere Leerräume von Poliertextur 200 einnehmen.
Mit Bezug auf 3 wird eine zweite Ausführungsform
des Polierkissens 204 in 1 gemäß
der vorliegenden Erfindung im Hinblick auf eine alternative Flächenpoliertextur
300 beschrieben – eine Seitenquerschnittsansicht von 3
würde dasselbe asymmetrische Muster von miteinander verbundenen, netzförmig
ausgelegten Einheitszellen innerhalb der Polierschicht 302 aufweisen. Ähnlich
zu Kissen von 2A, befestigt Klebschicht 345
Basisschicht 340 an ein optionales Unterkissen 350 und schließt
gegebenenfalls eine Endpunktvorrichtung 370 ein. Poliertextur
300 unterscheidet sich von Poliertextur 200 von 2A
in drei Aspekten. Erstens, die Elemente 308 der Poliertextur
300 sind nicht streng vertikal, sondern sind in einer Vielzahl von Winkeln
zwischen 45 und 90 Grad, hinsichtlich der Grundschicht 340, und der horizontalen
Ebene angeordnet, und einige der Elemente 308 sind gekrümmt, anstatt
geradlinig. Auch sind die miteinander verbindenden Elemente 304 nicht alle
horizontal, sondern einige sind mit Winkeln von 0 bis 45 Grad, hinsichtlich der
Grundschicht 340 und der horizontalen Ebene, angeordnet. Als solches besteht
Poliertextur 300 aus Einheitszellen, aber die Zellen variieren in Form
und Anzahl von Flächen. Diese Merkmale, Höhe 314 von Elementen
308, variieren gleichwohl nicht wesentlich innerhalb Poliertextur
300 zwischen der Polierschicht oder dem Polier-element 306 und
der halben Höhe 315 von Poliertextur 300. Zweitens gibt es
mehr Änderung in der Breite 310, Abstand 318 und Querschnittsfläche
322 unter Elementen 304 und 308, als in den entsprechenden
Eigenschaftsmerkmalen von Polier-elementen 208. Drittens, der Aufschlämmungsstrom
330 durch und unter Elementen 304 und 308 strömt
in unregelmäßigeren Wegen als die Strömung 230 durch Polier-elemente
208. Trotzdem bildet Poliertextur 300 die wesentlichen Eigenschaften
der vorliegenden Erfindung aus, wenn Elemente 306 die Polierfläche
bilden. Insbesondere die Elemente 304 und 308 verbinden sich miteinander
bei Verknüpfungen 309 zur Bildung eines Netzwerks, das in drei Dimensionen
untereinander verknüpft ist, zu einem zufrieden stellenden Grad, um insgesamt
Steifigkeit der Poliertextur zu verleihen, während die ungestützten Enden
von Elementen 308 lokale Flexibilität bereitstellen, um sich dem Werkstück
anzupassen. Außerdem sind die Elemente 304 und 308 noch ausreichend
schmal und breit beabstandet, um ein günstiges Ausbalancieren von Kontaktfläche
und Strömungsfläche zu erlauben; das Verhältnis von mittlerem Pitch
318 von Elementen 308 zu mittlerer Breite 310 von Elementen
308 ist zumindest 2 und das Verhältnis von Höhe 314
zu mittlerer Breite 310 der Elemente 308 ist zumindest 4. Als
solches kann Kontaktfläche 322 von Poliertextur 300 25 %
oder größer erreichen, und der Strömungsbereich 326, obwohl
unregelmäßiger als der Strömungsbereich 326 von Poliertextur
300, ist groß genug, um zu gestatten, dass Polierdebris horizontal
unter den Elementen 304 und 308 transportiert wird, während
noch vertikaler Abstand zwischen dieser transportierten Debris und dem Wafer bereitgestellt
wird.
Die Poliertextur 300 von 3 veranschaulicht,
dass die vorliegende Erfindung offene, miteinander verbundene Netzwerke umfasst,
worin einzelne Elemente bei allen Winkeln, von vollständig horizontal bis vollständig
vertikal, angeordnet sind. Des Weiteren umfasst die Erfindung vollständig willkürliche
Anordnungen von miteinander verbundenen, schmalen Elementen, worin es keine deutlich
wiederholende Größe oder Form zu den Leerräumen gibt, oder wo Elemente
stark gekrümmt, verzweigt oder miteinander verwirrt sind. Übliche Abbildungen,
die, wie Polierkissenmikrostrukturen, in den Umfang der Erfindung fallen würden,
sind Brückenabstützungen, Stiftmodelle von Makromolekülen und miteinander
verbundene menschliche Nervenzellen. In jedem Fall muss die Struktur dieselben kritischen
Merkmale besitzen, nämlich, dass ausreichend miteinander stattfindende Verbindung
in drei Dimensionen vorliegt, um das Gesamtnetzwerk zu versteifen, dass ein Verschleiß
des Netzwerks in einer horizontalen Ebene von der oberen Fläche schlanke Elemente
erzeugt, mit örtlich ungestützten Enden, die ein Anschmiegen mit einem
Werkstück über einen kurzen Längenabstand bereitstellen, und dass
der offene Leerraum und das Verhältnis von Länge zu Breite der Elemente
mit den vorstehend angegebenen geometrischen Grenzen übereinstimmt.
Eine zusätzliche Ausführungsform der Erfindung wird in
4 gezeigt und besteht aus Polierschicht 402
mit einem regelmäßig-beabstandeten miteinander verbundenen tetraedrischen
Gitter. Alle Elemente 404 und 408, die bei Verknüpfungen
409 zusammengefügt sind, sind identisch in Länge und Breite dargestellt,
obwohl dies nicht unbedingt sein muss. Wie in der Ausführungsform gezeigt,
ist die Einheitszelle ein regelmäßiges Tetraeder, worin jede (von vier)
Fläche ein gleichseitiges Dreieck ist, die Seite davon ist der Abstand
418 von dem Netzwerk, und durchgehende Elemente mit einer Breite
410 laufen entlang nur der vier Kanten der Raumeinheit, wobei sie die Mitte
von jeder dreieckigen Fläche und von der Raumeinheit als völlig leer hinterlassen.
Aufgrund der Symmetrie des tetraedrischen Gitters würde eine Seitenquerschnitts-
und Draufsicht von 4 dasselbe netzförmige Muster
bilden. Diese Poliertextur liefert die höchstmögliche Steifigkeit, weil
dreieckig facettierte Polyeder nichtverformbar sind. Wenn die Struktur verschleißt,
werden freie Enden an Elementen 408 gebildet, die lokale Verformbarkeit
und Anschmiegung an das Werkstück bereitstellen. In der in 4
dargestellten Ausführungsform ist das tetraedrische Netzwerk als eine etwas
keilförmig geformte Grundschicht 440 aufgebaut, sodass keine Ebenen
des Netzwerks exakt parallel zu der Kontaktebene mit dem Wafer angeordnet sind.
Bei einem gegebenen Zeitpunkt werden nur eine Untermenge von Elementen
406 zusammen mit ihren längsten Abmessungen verschlissen, während
das Meiste der Kontaktfläche durch die kleineren Querschnittsflächen
422 von Elementen, die über ihre kürzeren Abmessungen verschlissen
werden, bereitgestellt wird. Dies liefert das Merkmal, dass die Kontaktfläche
im Wesentlichen unveränderlich über der Höhe 414 zwischen
der Polierschicht oder dem Polierelement 406 und der halben Höhe
415 von der Poliertextur 400 verbleibt. Über die keilförmige
Grundschicht 440 variiert die mittlere Fläche 426 für
Aufschlämmungsstrom 430 etwas. Um diese Variation klein zu halten,
wird in der Praxis die Grundschicht 440 so abgestuft, dass eine sich wiederholende
Reihe von keilförmigen Abschnitten das Netzwerk trägt. Die in
4 dargestellte Struktur ist etwa eine wiederholende
Einheit. Ähnlich zu dem Kissen von 2A befestigt
Klebstoffschicht 445 Grundschicht 440 an dem Unterkissen
450 und schließt gegebenenfalls Endpunktvorrichtung 470 ein.
Die Erfindung liefert den Vorteil der Entkupplung von Kontaktmechanik
von Fluidmechanik. Insbesondere erlaubt sie wirksam Fluidstrom innerhalb des Kissens,
um Polierdebris einfach zu entfernen. Außerdem erlaubt sie Einstellen der Steifigkeit
von Polierelementen, Höhe und Abstand zu Kontrollkontaktmechanik mit einem
Substrat. Außerdem erlaubt die Form der Polierelemente Verminderung oder Beseitigung
von Konditionierung für eine erhöhte Standzeit des Polierkissens. Schließlich
erlaubt eine gleichförmige Querschnittsfläche Polieren von mehreren Substraten,
wie gemusterte Wafer, mit ähnlichen Poliereigenschaften.