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Dokumentenidentifikation DE102007014318A1 11.10.2007
Titel Antrieb für eine Rotationsdruckmaschine
Anmelder Heidelberger Druckmaschinen AG, 69115 Heidelberg, DE
Erfinder Angert, Roland, Dr., 64319 Pfungstadt, DE;
Friedrichs, Jens, 69151 Neckargemünd, DE;
Görbing, Christian, 69121 Heidelberg, DE;
Hauptmann, Gerald Erik, Dr., 69245 Bammental, DE;
Krüger, Michael, 68535 Edingen-Neckarhausen, DE;
Lorenz, Olaf, 67065 Ludwigshafen, DE;
Möhringer, Markus, 69469 Weinheim, DE;
Schaum, Frank, 69151 Neckargemünd, DE;
Schmidt, Thomas, 69214 Eppelheim, DE;
Seipel, Martin, 69198 Schriesheim, DE;
Weindel, Volker, 69493 Hirschberg, DE
DE-Anmeldedatum 26.03.2007
DE-Aktenzeichen 102007014318
Offenlegungstag 11.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.10.2007
IPC-Hauptklasse B41F 13/008(2006.01)A, F, I, 20070326, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Antrieb für eine Rotationsdruckmaschine. Aufgabe der Erfindung ist es, einen Antrieb zu entwickeln, der eine zuverlässige Übertragung hoher Drehmomente und mit geringem konstruktivem Aufwand eine Phaseneinstellung im Hauptantriebsräderzug ermöglicht. Die Erfindung besteht darin, dass bei einem Antrieb für eine Rotationsdruckmaschine, zwei benachbarte Übertragungstrommeln (31, 32) mit Wellenzapfen (82-85) in Seitenwänden (88,89) gelagert sind, wobei auf den Wellenzapfen (83, 85) ein Zahnrad (90, 91) des Zahnradgetriebes drehfest angeordnet ist und die Zahnräder (90, 91) nicht direkt miteinander in Eingriff stehen, dass die Zahnräder (90, 91) der benachbarten Übertragungstrommeln (31, 32) jeweils mit einem Zwischenrad (95, 97) dauernd in Eingriff stehen, dass die Zahnräder (90, 91) der benachbarten Übertragungstrommeln (31, 32) und der Zwischenräder (95, 97) jeweils mit einem Hebel (78, 79) und die Zwischenräder (95, 97) untereinander mit einer Koppel (76) auf Abstand gehalten sind, und dass die Koppel (76) trennbar und der Eingriff der Zähne der Zwischenräder (95, 96) aufhebbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Antrieb für eine Rotationsdruckmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Es sind Bogendruckmaschinen mit mehreren Druckwerken in Reihenbauweise bekannt, bei denen die Bogen fördernden Druckzylinder und -Trommeln mit einem Zahnradgetriebe angetrieben werden. Die Zylinder und Trommeln sind mit Wellenzapfen in Seitenwänden drehbar in Lagern gehalten. Auf den Wellenzapfen sind drehfest Zahnräder des Zahnrädergetriebes angeordnet. Die Zahnräder bilden einen Hauptantriebsräderzug, in den beim Drucken ein Drehmoment von einem Motor eingespeist wird. Die Zylinder und Trommeln besitzen beim Drucken eine definierte Drehphasenlage, so dass die in Greifern gehaltenen Bogen von einem Zylinder bzw. einer Trommel zu einer stromabwärts gelegenen benachbarten Trommel bzw. einem Zylinder registergenau übergeben werden können.

Es sind Bogendruckmaschinen bekannt, die in der Betriebsart wahlweise zum Drucken auf nur einer Seite oder zum Drucken auf beiden Seiten der Bogen eingestellt werden können. Zum Einstellen des Druckens auf beiden Seiten wird im Förderweg der Bogen eine Wendevorrichtung in Betrieb gesetzt. Die Drehphasenlagen der Zylinder und Trommeln unterscheiden sich beim Drucken auf nur einer Seite und im Perfektorbetrieb. Aus der DE 42 23 189 A1 ist eine Vorrichtung bekannt, die es ermöglicht, den Hauptantriebsräderzug aufzutrennen und die Drehphase der Zylinder und Trommeln vor einer Wendevorrichtung zur Drehphasenlage der Zylinder und Trommeln nach der Wendevorrichtung auf die gewünschte Betriebsart einzustellen. Die Vorrichtung umfasst eine Kupplung, die ein Zahnrad vom Wellenzapfen einer Wendetrommel ausschalten kann. Die Kupplung ist als Reibkupplung ausgeführt, wobei beim Drucken Reibflächen des ausschaltbaren Zahnrades und eines drehfest mit dem Wellenzapfen verbundenen Zahnrades mittels eines Federpaketes aneinander gepresst werden. Das ausschaltbare Zahnrad und das drehfest mit dem Wellenzapfen verbundene Zahnrad stehen dauernd mit den Zahnrädern einer benachbarten Speichertrommel und eines Druckzylinders in Eingriff.

Die im Hauptantriebsräderzug übertragbaren Drehmomente sind durch die Konstruktion der Zahnräder, die Verbindung zu den Wellenzapfen und durch Kupplungen begrenzt. Insbesondere bei Maschinen mit einer Vielzahl von Druckwerken und großen zu druckenden Bogenformaten treten statische und dynamische Drehmomente auf, die zu einem Ausfall der Kupplung führen können. Bei Ausfall der Kupplung verändert sich die Drehphasenlage der Druckwerke, so dass Druckfehler entstehen oder im Extremfall Greifer mit Trommelkörpern kollidieren.

Aus der DE 102 02 385 A1 ist ein Druckwerk bekannt, bei dem zur Winkellageveränderung zwischen einem Druckformzylinder und einem Gummituchzylinder mit einer Koppel verbundene Zwischengetrieberäder vorgesehen sind, die miteinander und zu den Antriebszahnrädern des Druckformzylinders und des Gummituchzylinders in Eingriff stehen. Die Antriebszahnräder des Druckformzylinders und des Gummituchzylinders sind jeweils mit einer Koppel auf Abstand zum jeweiligen Zwischengetrieberad gehalten. Die Koppel zwischen den Zwischengetrieberädern ist zur Winkellageeinstellung mit einem Aktuator bewegbar. Der Bewegungsbereich der Koppel ist beschränkt, so dass nur geringe Winkellageveränderungen einstellbar sind.

Bei einer Druckmaschine nach DE 39 03 093 A1 sind für eine Wendung von Bogen eine Speichertrommel und eine Wendetrommel parallel zur Bogenführung beim Drucken auf nur einer Seite der Bogen angeordnet. Die Speichertrommel und die Wendetrommel sind mit einer Koppel verbunden. Die Speichertrommel und die Wendetrommel sind jeweils mit einer Schwinge mit einer Übertragungstrommel und einem Druckzylinder verbunden. Beim Drucken auf nur einer Seite der Bogen sind die Speichertrommel und die Wendetrommel abgestellt. Zum Einstellen auf verschiedene Bogenformate und zum Verstellen der Greiferöffnungskurven sind die Schwingen und die Koppel schwenkbar angeordnet. Durch die parallele Anordnung der Wendevorrichtung ist es nicht erforderlich, die der Wendevorrichtung nachgeordneten bogenführenden Zylinder zu entkoppeln und in der Drehlage zu verstellen.

Aufgabe der Erfindung ist es, einen Antrieb für eine Rotationsdruckmaschine zu entwickeln, der eine zuverlässige Übertragung hoher Drehmomente und mit geringem konstruktivem Aufwand eine Phaseneinstellung im Hauptantriebsräderzug ermöglicht.

Die Aufgabe wird mit einem Antrieb gelöst, welcher die Merkmale nach Anspruch 1 aufweist. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Gemäß der Erfindung stehen Zahnräder benachbarter Übertragungstrommeln nicht miteinander, aber mit Zwischenrädern dauernd in Eingriff. Die Zwischenräder stehen dauernd miteinander in Eingriff. Die Zahnräder der Übertragungstrommeln und die der Zwischenräder sind mit Hebeln auf Abstand gehalten. Die Zwischenräder sind mit einer Koppel auf Abstand gehalten. Die Koppel ist trennbar, so dass die Zähne der Zahnräder der Zwischenräder außer Eingriff gebracht werden können und die Drehwinkelstellung der Übertragungstrommeln zueinander einstellbar wird. Bei wirksamer Koppel zwischen den Zwischenrädern können die Hebel und die Koppel mit einer Positioniervorrichtung bewegt werden, so dass eine Feineinstellung der Drehphase zwischen den Übertragungstrommmeln möglich ist.

Die Erfindung ist insbesondere bei Bogenrotationsdruckmaschinen anwendbar, wo eine Speichertrommel und eine Wendetrommel in einem Hauptantriebsräderzug angetrieben werden und zum Umstellen zwischen dem Drucken auf einer Seite auf Drucken auf beiden Seiten der Bogen der Hauptantriebsräderzug zeitweise für eine Phaseneinstellung aufgetrennt werden muss. Eine Drehmomentenübertragung über die Zwischenräder ist zuverlässig. Die Trennung des Hauptantriebsräderzuges zwischen den Zwischenrädern ist kostengünstig realisierbar und beansprucht einen geringen Bauraum.

Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden, es zeigen:

1: ein Schema einer Mehrfarben-Bogendruckmaschine mit einer Wendevorrichtung,

2: ein Getriebeschema zum Antreiben einer Speichertrommel und einer Wendetrommel,

35: Schemata zur Phaseneinstellung zwischen einer Speichertrommel und einer Wendetrommel,

6: ein Zahnradgetriebe zur Phasenfeineinstellung,

7: ein Kurvengetriebe zur Phasenfeineinstellung und

8: eine zweigeteilte Koppel zum Außereingriffbringen von Zwischenrädern.

1 zeigt eine Perfektordruckmaschine mit acht Druckwerken 18 und einem Lackwerk 9 zum Drucken auf Bogen 10. Zum Vereinzeln von Bogen 10 von einem Stapel 11 und zum Fördern zum ersten Druckwerk 1 sind ein Anleger 12 mit einem Saugkopf 13, einem Bändertisch 14 und Schwinggreifer 15 vorgesehen. Zum Fördern der Bogen 10 durch die Druckmaschine sind Übertragungstrommeln 1649 vorgesehen. Die Übertragungstrommeln 17, 21, 25, 29, 33, 37, 41, 45, 49 sind als Druckzylinder ausgebildet und wirken mit Übertragungszylindern 5057 zusammen. Die Übertragungszylinder 5057 arbeiten mit Formzylindern 5865 zusammen. Im Lackwerk arbeitet die Übertragungstrommel 49 direkt mit einem Formzylinder 66 zusammen. Beim Durchgang durch einen Druckspalt zwischen einem Übertragungszylinder 50 bis 57 und einem Druckzylinder 17, 21, 25, 29, 37, 41, 45, 49 werden die Bogen 10 mit einer Teilfarbe bedruckt. Die Teilfarbe eines Teilfarbenbildes wird vom jeweiligen Formzylinder 5865 auf einen Übertragungszylinder 5057 übertragen. Vom jeweiligen Übertragungszylinder 5057 wird das Teilfarbenbild auf eine Oberfläche eines Bogens 10 übertragen. Im Lackwerk erhalten die Bogen 10 jeweils einen abschließenden Lacküberzug auf der zuletzt gedruckten Seite eines Bogens 10. Alle Bogen 10 führenden Übertragungstrommeln 1649 besitzen Greiferanordnungen 67 zum Halten der Bogen 10 an der Vorderkante. Die Übertragungstrommel 31 besitzt zusätzliche Greiferanordnungen 68 zum Halten eines Bogens 10 an der Hinterkante. Die Übertragungstrommeln 1649, die Übertragungszylinder 5057 und die Formzylinder 5866 sind in einem Zahnrädergetriebe miteinander gekoppelt. Zum Antrieb der Druckmaschine ist ein Motor 69 vorgesehen, der über ein Getriebe 70 ein Drehmoment auf die Welle der Übertragungstrommel 38 einspeist. Die fertig bedruckten Bogen 10 werden in einem Ausleger 71 mit einem Kettengreifersystem 72 auf einen Stapel 73 gefördert.

Die Druckmaschine ist vom Drucken auf nur einer Seite der Bogen 10 auf beidseitiges Drucken umstellbar. Im Perfektorbetrieb dienen die Druckwerke 14 zum Drucken auf die Vorderseite und die Druckwerke 58 bzw. das Lackwerk 9 zum Drucken auf die Rückseite der Bogen 10. Zwischen den Druckwerken 4 und 5 sind die Übertragungstrommeln 31, 32 als Speichertrommnel und Wendetrommel ausgebildet. Beim beidseitigen Drucken sind die Phasenlagen der Greiferanordnungen 67, 68 so eingestellt, dass die in den Druckwerken 14 rücklaufende Kante ab dem Druckwerk 5 als Vorderkante weitergefördert wird.

Zwischen dem Antriebszahnrad der Speichertrommel 31 und der Wendetrommel 32 besteht keine direkte Antriebsverbindung, sondern über Zwischenräder 74, 75, welche mit einer Koppel 76 auf Abstand gehalten sind. Den Zwischenrädern 74, 75 ist eine Kupplungsanordnung 77 zugeordnet, die zum Einstellen der Phasenlage der Greiferanordnungen 67, 68 ein Trennen bzw. Schließen der Koppel 76 bewirkt und die Zwischenräder 74, 75 außer bzw. in Eingriff bringt. Das Zwischenrad 74 und das Zwischenrad 75 sind mittels Schwingen 78 und 79 auf Abstand zur Speichertrommel 31 und zur Wendetrommel 32 gehalten. Die fernbetätigte Kupplungsanordnung 77 ist mit einer Steuereinrichtung 80 verbunden. Die Phaseneinstellung wird mit dem Motor 69 oder einem zusätzlichen Stellmotor vorgenommen und mit einem Drehgeber 81 an der Welle der Übertragungstrommel 46 überwacht. Der Drehgeber 81 und der Motor 69 stehen ebenfalls mit der Steuereinrichtung 80 in Verbindung.

Im Druckbetrieb ist die Kupplungsanordnung 77 geschlossen, so dass, ausgehend vom Motor 69 über die Kupplungsanordnung 77, ein Drehmoment zu den in den Druckwerken 1 bis 4 anzutreibenden Elementen übertragen wird.

Anhand der 2 bis 6 soll nachstehend die Wirkungsweise der Zwischenräder 74, 75 und der Kupplungsanordnung 77 beschrieben werden. Wenn in der nachstehenden Beschreibung bereits eingeführt Bezugszeichen verwendet werden, handelt es sich um Elemente mit äquivalenter Funktion.

Wie in 2 in Draufsicht dargestellt, sind die Speichertrommel 31, die Wendetrommel 32 und der Druckzylinder 33 mit Wellenzapfen 82 bis 87 drehbar in Seitenwänden 88, 89 der Druckmaschine gelagert. Auf den Wellenzapfen 83, 85, 87 sind schräg verzahnte Zahnräder 90 bis 92 drehfest angeordnet. Die Zahnräder 90, 92 stehen mit weiteren Zahnrädern 93, 94 des Hauptantriebsräderzuges in Verbindung. Die Zahnräder 90, 91 liegen in verschiedenen Ebenen und stehen nicht miteinander in Eingriff. Das Zahnrad 90 steht mit einem Zwischenrad 95 in Eingriff, was durch eine gestrichelte Linie symbolisch dargestellt ist. Das Zwischenrad 95 besitzt den Durchmesser des Zwischenrades 91. Das Zwischenrad 95 ist auf einem Achsbolzen 96 gelagert. Der Wellenzapfen 83 und der Achsbolzen 96 sind mit der Schwinge 78 auf Abstand gehalten. Das Zahnrad 91 steht mit einem Zwischenrad 97 in Eingriff und ist auf einem Achsbolzen 98 gelagert. Der Wellenzapfen 85 und der Achsbolzen 98 sind mit der Schwinge 79 auf Abstand gehalten. Die Achsbolzen 96, 98 sind mit der Koppel 76 auf Abstand gehalten. Der Koppel 76 ist die Kupplungsanordnung 77 zugeordnet. Der Achsbolzen 98 ist mit einem hydraulischen Aktor 99 gekoppelt, der mit der Steuereinrichtung 80 verbunden ist.

Beim Drucken führt der Drehmomentenfluss vom Zahnrad 90 der Speichertrommel 31 auf das Zwischenrad 95, vom Zwischenrad 95 auf das Zwischenrad 97 und vom Zwischenrad 97 auf das Zahnrad 91 der Wendetrommel 32. Das Zahnrad 91 ist das erste Zahnrad im Zahnräderzug des hinter der Wendevorrichtung liegenden Teils der Druckmaschine. Damit im Zahnräderzug das Drehmoment von der Ebene des Zahnrades 90 in die Ebene des Zahnrades 90 in die Ebene des Zahnrades 91 übertragen werden kann, hat eines der Zwischenräder 95, 97 die doppelte Breite. Während des Druckens ist die Koppel 76 an der Seitenwand 89 festgelegt. Die Verbindung der Koppel 76 mit der Seitenwand 89 kann für eine Phasenverstellung zwischen den Zahnrädern 90 und 91 gelöst werden.

In den 3 und 4 sind zwei verschiedene Positionen der Schwingen 78, 79 bzw. der Koppel 76 dargestellt. Die Phasenlagen der Zahnräder 90, 91 und der Zwischenräder 95, 97 sind jeweils mit einem Phasenpfeil 100 gekennzeichnet. In 3 sind die Phasenlagen in einer Ausgangsposition. Werden die Schwingen 78, 79 und die Koppel 76 mittels des Aktors 99 in die in 4 gezeigten Positionen verschwenkt bzw. verschoben, ändern sich die Phasenlagen des Zahnrades 91 und der Zwischenräder 95, 97 um einen Winkel &agr; gegenüber der Ausgangsposition. Die Einstellung der Phasenlage kann stufenlos auch während des Druckens erfolgen.

Bei einer Umstellung der Druckmaschine vom Drucken auf einer Seite auf Drucken auf beiden Seiten der Bogen, muss die Phasenlage der Zahnräder nach der Wendetrommel 32 gegen die Phasenlage der Zahnräder vor der Wendetrommel 32 um einen größeren Betrag verstellt werden. Dieser größere Betrag kann nicht allein durch Verschwenken der Schwingen 78, 79 bzw. durch Verschieben der Koppel 76 erreicht werden. An der Koppel 76 befindet sich ein Mechanismus, insbesondere eine Gewindespindel 101, mit der die Länge l der Koppel 76 vergrößert werden kann. Wird die Koppel 76, wie in 5 gezeigt, so weit verlängert, dass die Zwischenräder 95, 97 außer Eingriff sind, dann ist der Hauptantriebsräderzug aufgetrennt und die Phasenlage kann um den genannten größeren Betrag verstellt werden. Nach der Verstellung der Phasenlage wird die Länge l der Koppel 76 mit der Gewindespindel 101 wieder so weit verringert, dass die Zwischenräder 95, 97 wieder in Eingriff sind. Damit die Zwischenräder 95, 97 wieder in Eingriff gebracht werden können, wird die Verstellung der Phasenlage so vorgenommen, dass das verdrehte Zwischenrad 95 bzw. 97 nur um ein Vielfaches der Zahnteilung verdreht wird.

In den 6 und 7 sind Varianten dargestellt, wie eine Feineinstellung der Phasenlage der Zahnräder 90, 91 und der Zwischenräder 95, 97 vorgenommen werden kann.

Gemäß 6 ist ein Zahnradgetriebe, bestehend aus einem Zahnrad 102 und einer Zahnstange 103, vorgesehen. Die Zahnstange 103 steht mit dem Zahnrad 102 in Eingriff. Ein Ende der Zahnstange 103 ist gelenkig mit dem Achsbolzen 98 verbunden. Wird das Zahnrad 102 verdreht, verändern sich die Positionen der Schwingen 78, 79 und der Koppel 76.

Bei der in 7 gezeigten Variante wird ein Kurvengetriebe mit einer Kurve 104 und einer Kurvenrolle 105 verwendet. Die Kurvenrolle 105 ist an der Schwinge 98 gelagert. Wird die Kurve 104 um eine Achse 106 verdreht, dann folgt die Kurvenrolle 105 dem Verlauf der Kurve 104 und die Schwinge 79 wird ausgelenkt. Durch die Kopplung an den Achsbolzen 96, 98 werden die Koppel 76 und die Schwinge 78 mit bewegt, so dass sich eine Änderung der Drehphasenlage der Zwischenräder 95, 96 und der Zahnräder 90, 91 ergibt.

In 8 ist eine Variante dargestellt, wie die Koppel 76 verlängert bzw. verkürzt werden kann. Die Koppel 76 besteht aus einer ersten Koppelstange 76.1 und einer kürzeren zweiten Koppelstange 76.2, die mit einem Gelenk 107 verbunden sind. Jeweils das vom Gelenk 107 abgewandte Ende einer Koppelstange 76.1, 76.2 ist gelenkig mit den Achsbolzen 98, 96 verbunden. Zum Verändern der Koppellänge 1 wird die Koppelstange 76.2 um den Achsbolzen 96 verdreht. Beträgt der Winkel &bgr; zwischen den Koppelstangen 76.1, 76.2 180°, ergibt sich eine maximale Koppellänge lmax, bei der die Zwischenräder 95, 97 sicher außer Eingriff stehen.

1–8
Druckwerk
9
Lackwerk
10
Bogen
11
Stapel
12
Anleger
13
Saugkopf
14
Bändertisch
15
Schwinggreifer
16–49
Übertragungstrommeln
59–57
Übertragungszylinder
58–65
Formzylinder
67, 68
Greiferanordnung
69
Motor
70
Getriebe
71
Ausleger
72
Kettengreifersystem
73
Stapel
74, 75
Zwischenrad
76
Koppel
77
Kupplungsanordnung
78, 79
Schwinge
80
Steuereinrichtung
81
Drehgeber
82–87
Wellenzapfen
88, 89
Seitenwand
90–94
Zahnrad
95
Zwischenrad
96
Achsbolzen
97
Zwischenrad
98
Achsbolzen
99
Aktor
100
Phasenpfeil
101
Gewindespindel
102
Zahnrad
103
Zahnstange
104
Kurve
105
Kurvenrolle
106
Achse
107
Gelenk


Anspruch[de]
Antrieb für eine Rotationsdruckmaschine,

mit einem Zahnradgetriebe zum Übertragen einer Drehbewegung von Übertragungstrommeln beim Fördern eines Bedruckstoffes,

mit einer Kupplung im Zahnradgetriebe zum Herstellen und Unterbrechen einer Drehmomentenübertragung,

und mit mindestens einem Motor zum Einspeisen eines Drehmomentes in das Zahnradgetriebe,

dadurch gekennzeichnet,

dass zwei benachbarte Übertragungstrommeln (31, 32) mit Wellenzapfen (8285) in Seitenwänden (88, 89) gelagert sind, wobei auf den Wellenzapfen (83, 85) ein Zahnrad (90, 91) des Zahnradgetriebes drehfest angeordnet ist und die Zahnräder (90, 91) nicht direkt miteinander in Eingriff stehen,

dass die Zahnräder (90, 91) der benachbarten Übertragungstrommeln (31, 32) jeweils mit einem Zwischenrad (95, 97) dauernd in Eingriff stehen,

dass die Zahnräder (90, 91) der benachbarten Übertragungstrommeln (31, 32) und der Zwischenräder (95, 97) jeweils mit einem Hebel (78, 79) und die Zwischenräder (95, 97) untereinander mit einer Koppel (76) auf Abstand gehalten sind,

dass die Koppel (76) trennbar und der Eingriff der Zähne der Zwischenräder (95, 96) aufhebbar ist.
Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei miteinander im Eingriff stehenden Zwischenrädern (95, 96) die Koppel (76) und die Hebel (78, 79) um die Achsen der Wellenzapfen (83, 85) schwenkbar sind. Antrieb nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass an die kinematische Kette aus den Hebeln (78, 79) und der Koppel (76) eine Positioniervorrichtung (99, 102, 103, 104, 105) angreift. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Druckbetrieb der Maschine die Zwischenräder (95, 96) in Eingriff stehen und die kinematische Kette aus den Hebeln (78, 79) und der Koppel (76) an einer Seitenwand (89) der Druckmaschine festgelegt ist.






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