TECHNISCHES GEBIET
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einfassmaschine, die einen
Einfassvorgang ausführt.
EINSCHLÄGIGER STAND DER TECHNIK
Eine Einfassmaschine ist eine Nähmaschine, die beispielsweise
zur Ausbildung einer Tasche geeignet ist, und zwar durch Aufnähen eines Einfassnähguts
auf ein Hauptnähgut von Kleidungsstücken und durch Ausbildung vorbestimmter
Schnitte an dem Hauptnähgut und dem Einfassnähgut.
Mehr im Einzelnen: bei einem Nähvorgang in der Einfassmaschine
werden das Hauptnähgut und das über dieses gelegte Einfassnähgut
an einer Oberseite einer Stichplatte angeordnet, und eine Einfassvorrichtung die
im Querschnitt die Gestalt eines umgekehrten T annimmt und einen Bodenplattenteil
und einen abstehenden Plattenteil einschließt, der sich senkrecht zu dessen
Oberseite erhebt, auf den Nähgütern angeordnet. Weiterhin werden die jeweiligen
Enden des Einfassfleckes in einen zurückgefalteten Zustand entlang jeder Seite
des abstehenden Plattenteils, ausgehend von einer oberen Seite des unteren Plattenteils
der Einfassvorrichtung gehalten, und die Nähgüter werden in einer vorbestimmten
Richtung mittels eines Vorschubmechanismus vorgeschoben. Zur selben Zeit wird durch
zwei Nadeln an jeweiligen Seiten des abstehenden Plattenteils der Einfassvorrichtung
ein Nähvorgang ausgeführt. Im Nähvorgang wird weiterhin ein Zentralmesser
synchron mit einer Vertikalbewegung der Nadel bewegt, um einen geradlinigen Mittelschnitt
auszubilden, um so eine Öffnung der Tasche zu bilden, und Eckmesser, die so
angeordnet sind, dass sie V-förmige Gestalt annehmen, werden dann, ausgehend
von einem Öffnungsteil, der auf einem Nähmaschinentisch ausgebildet ist,
vertikal bewegt, so dass V-förmige Eckeneinschnitte gebildet werden, die sich
kontinuierlich mit jeweiligen Enden des Mitteleinschnitts gabeln. Der Nähvorgang
wird auf diese Weise ausgeführt.
Nach dem Nähvorgang wird das Einfassnähgut einmal umgewendet,
so dass es durch den Mitteleinschnitt eingesetzt wird, wodurch die Tasche gebildet
wird.
Herkömmlicherweise ist eine Eckmesservorrichtung mit Eckmessern
unter einem Nähmaschinentisch vorgesehen, auf welchem ein Nähmaschinenkörper
angeordnet werden soll. Die Eckmesservorrichtung erfordert eine Wartung, beispielsweise
eine Regulierung der Messer, und, um die Regulierungsarbeit leicht ausführen
zu können, wird die Eckmesservorrichtung von unterhalb des Nähmaschinentisches
zu einer Außenseite des Nähmaschinentisches ausgezogen.
Mehr im Einzelnen: an der Eckmesservorrichtung ist eine Drehachse
vorgesehen, und wenn eine Wartungsarbeit ausgeführt wird, beispielsweise eine
Regulierung der Messer, wird die Eckmesservorrichtung um die Drehachse herumgedreht
und ausgehend von einer Position unter dem Nähmaschinentisch in eine Position
außerhalb des Nähmaschinentisches bewegt (siehe zum Beispiel JP-A-2000-107474).
Jedoch besteht bei der herkömmlichen Einfassmaschine, die in
JP-A-2000-107474 beschrieben ist, eine Möglichkeit, dass sich die Eckmesser
in anderen Positionen als der Arbeitsposition unter dem Nähmaschinentisch auf
und ab bewegen könnten. Infolgedessen bestand ein Problem darin, dass vordere
Enden der Eckmesser in Störung treten mit dem Maschinentisch, so dass die Eckmesser
zerbrochen werden.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Im Hinblick auf das obige ist es ein Ziel der Erfindung, eine Einfassmaschine
vorzusehen, bei welcher Eckmesser daran gehindert werden, in Positionen außer
der geeigneten Arbeitsposition aufwärts bewegt zu werden, wodurch sie daran
gehindert werden, zerbrochen zu werden.
Es ist ein anderes Ziel der Erfindung, eine einfache Konstruktion
zu erreichen, in welcher die Aufwärtsbewegung des Eckmessers in Positionen
außer der geeigneten Position blockiert ist.
Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung umfasst eine Einfassmaschine
(10):
eine Eckmesservorrichtung (90, 290, 390), die unter einem
Nähmaschinentisch (11a, 311a) angeordnet ist, wobei die Eckmesservorrichtung
(90, 290, 390) ein Eckmesser (91,
391) aufweist, das sich von einem Öffnungsteil (11c) der
am Nähmaschinentisch (11a, 311a) ausgebildet ist, aufwärts
bewegt, um an einem Nähgut (M, B) einen Eckeneinschnitt (V) auszubilden; und
einen Eckmesserbewegungsmechanismus (60, 260, 360), der
die Eckmesservorrichtung (90, 290, 390) zwischen einer
Arbeitsstellung unter dem Nähmaschinentisch (11a, 311a),
in welcher das Eckmesser (91, 391) befähigt ist, den Eckeneinschnitt
(V) am Nähgut (M, B) auszubilden, und einer Wartungsposition außerhalb
einer Kante des Nähmaschinentisches (11a, 311a) bewegt,
dadurch gekennzeichnet, dass die Einfassmaschine (10) weiterhin Aufwärtsbewegungsblockiermittel
(70, 170, 270, 370) umfasst zum Blockieren einer
Aufwärtsbewegung des Eckmessers (91, 391), wenn die Eckmesservorrichtung
(90, 290, 390) nicht in der Arbeitsstellung
platziert ist.
Gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung sind Aufwärtsbewegungsblockiermittel
vorgesehen zum Blockieren der Aufwärtsbewegung des Eckmessers, wenn die Eckmesservorrichtung
nicht in der Arbeitsstellung platziert ist. Daher kann die Aufwärtsbewegung
des Eckmessers nur ausgeführt werden, wenn die Eckmesservorrichtung in der
Arbeitsstellung positioniert ist, und die Aufwärtsbewegung des Eckmessers ist
in Positionen außer in der Arbeitsstellung blockiert. Infolgedessen ist es
möglich, das Eckmesser daran zu hindern, aufgrund eines Vorstehens des Eckmessers
in anderen Positionen als in der richtigen Position, zerbrochen zu werden.
Der Bereich "außerhalb einer Kante des Nähmaschinentisches"
ist ein Bereich, der außerhalb eines Bereichs unter dem Tisch liegt, und zwar
mit Blick Richtung senkrecht oberhalb einer Oberseite des Tisches.
Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung umfassen die Aufwärtsbewegungsblockiermittel
(70, 170, 270, 370):
ein ortsfestes Glied (75, 175, 375), das unter dem Nähmaschinentisch
(11a, 311a) angeordnet ist,
ein Anliegeglied (72, 172, 272, 372), das sich
in Verriegelung mit der Eckmesservorrichtung (90, 290,
390) derart bewegt, dass dann, wenn die Eckmesservorrichtung (90,
290, 390) in der Arbeitsstellung platziert ist, das Anliegeglied
(72, 172, 272, 372) in einer ersten Position
platziert ist, in welcher das Anliegeglied (72, 172,
272, 372) an dem ortsfesten Glied (75, 175,
375) anliegt, und dass dann, wenn die Eckmesservorrichtung (90,
290, 390) woanders als in der Arbeitsstellung platziert ist, das
Anliegeglied (72, 172, 272, 372) in einer zweiten
Position platziert ist, in welcher das Anliegeglied (72, 172,
272, 372) sich von dem ortsfestem Glied (75,
175, 375) trennt;
ein Kupplungsglied (71, 171, 271, 371), das
mit dem Eckmesser (91, 391) so verkuppelt ist, dass es sich zusammen
mit der Aufwärtsbewegung des Eckmessers (91, 391) bewegt,
wobei dann, wenn das Anliegeglied (72, 172, 272,
372) in der zweiten Position platziert ist, das Kupplungsglied (71,
171, 271, 371) am Anliegeglied (72,
172, 272, 372) anliegt, um die Aufwärtsbewegung
des Eckmessers (91, 391) zu blockieren, und dann, wenn das Anliegeglied
(72, 172, 272, 372) in der ersten Position platziert
ist, das Kupplungsglied (71, 171, 271, 371)
sich von dem Anliegeglied (72, 172, 272, 372)
trennt, um die Aufwärtsbewegung des Eckmessers (91, 391)
zu gestatten.
Gemäß dem zweiten Aspekt der Erfindung kann das Eckmesser
mit einer einfachen Konstruktion an einer Aufwärtsbewegung dann gehindert werden,
wenn die Eckmesservorrichtung nicht in der Arbeitsstellung platziert ist.
Gemäß der Erfindung ist es möglich, eine Einfassmaschine
vorzusehen, in welcher ein Eckmesser an einer Aufwärtsbewegung in andere Positionen
als in eine geeignete Arbeitsposition gehindert werden kann, so dass das Eckmesser
davor bewahrt werden kann, zerbrochen zu werden.
KURZE BEZEICHNUNG DER BESCHREIBUNGEN
1 ist eine schaubildlich Ansicht mit der Darstellung
eines schematischen Aufbaus einer Einfassmaschine gemäß einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
2 ist einer erläuternde Ansicht mit der Darstellung
einer Positionsbeziehung zwischen einem geradlinigen Einschnitt, der durch ein Zentralmesser
ausgebildet wird, einem Einschnitt, der durch ein Eckmesser ausgebildet wird, und
einer Naht, die von zwei Nadeln ausgebildet wird.
3 ist eine schaubildliche Ansicht mit der Darstellung
einer Eckmesservorrichtung, die in der in 1 dargestellten
Einfassmaschine vorgesehen ist.
4 ist eine schaubildlich Ansicht mit der Darstellung
eines Zustandes, in welchem die Eckmesservorrichtung, die in der in 1
dargestellten Einfassmaschine vorgesehen ist, von unterhalb eines Nähmaschinentisches
ausgezogen ist.
5 ist eine Draufsicht von 4.
6 ist eine vergrößerte schaubildliche Ansicht
mit der Darstellung eines Aufwärtsbewegungsblockiermechanismus für die
Eckmesservorrichtung, die in der in 1 gezeigten Einfassmaschine
vorgesehen ist.
7A ist eine Ansicht mit der Darstellung eines Zustandes,
in dem die Aufwärtsbewegung des Eckmessers durch den Aufwärtsbewegungsblockiermechanismus
blockiert ist.
7B ist eine Ansicht mit der Darstellung eines Zustandes,
in welchem die Blockierung der Aufwärtsbewegung des Eckmessers durch den Aufwärtsbewegungsblockiermechanismus
aufgehoben ist.
8A ist eine Ansicht mit der Darstellung eines Zustandes,
in welchem die Aufwärtsbewegung des Eckmessers durch einen Aufwärtsbewegungsblockiermechanismus
gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel blockiert ist.
8B ist eine Ansicht mit der Darstellung eines Zustandes,
in welchem die Blockierung der Aufwärtsbewegung des Eckmessers im Aufwärtsbewegungsblockiermechanismus
gemäß dem in 8A dargestellten
Ausführungsbeispiel freigegeben ist.
9 ist eine Ansicht mit der Darstellung eines Aufwärtsbewegungsblockiermechanismus
gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel.
10 ist eine Ansicht zur Erläuterung von Öffnungs-
und Schließvorrichtungen eines mechanischen Ventils.
11 ist eine Ansicht mit der Darstellung eines Dreh-Eckmesserbewegungsmechanismus
und eines in ihm vorgesehenen Aufwärtsbewegungsblockiermechanismus.
12A ist eine Ansicht mit der Darstellung eines Zustandes,
in welchem eine Aufwärtsbewegung eines Eckmessers durch einen Aufwärtsbewegungsblockiermechanismus
gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel blockiert wird.
12B ist eine Ansicht mit der Darstellung eines Zustandes,
in welchem die Blockierung der Aufwärtsbewegung des Eckmessers im Aufwärtsbewegungsblockiermechanismus
gemäß dem in 12A dargestellten Ausführungsbeispiel
freigegeben ist.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
Eine Einfassmaschine 10 gemäß einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung wird unten mit Bezug auf 1 bis
12B beschrieben. Der Schutzbereich der Erfindung ist
nicht auf die in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt.
1 ist eine schaubildliche Ansicht mit der Darstellung
eines schematischen Aufbaus der gesamten Einfassmaschine 10. Im Ausführungsbeispiel
sind jeweilige Richtungen basierend auf X-, Y- und Z-Achsen definiert, die in jeder
der Zeichnungen dargestellt sind, und eine Z-Achsrichtung fällt mit einer vertikalen
Bewegungsrichtung einer Nadel 41 (die später beschrieben werden wird),
zusammen, eine Ebene, über welche hinweg eine Näharbeit ausgeführt
werden soll, liegt senkrecht zur Z-Achsrichtung, eine Richtung, die parallel zur
Arbeitsebene ist und in welcher ein Nähgut vorgeschoben wird, wird als eine
X-Achsrichtung angenommen, und eine Richtung, die parallel zur Arbeitsebene und
senkrecht zur X-Achsrichtung ist, wird als Y-Achsrichtung angenommen.
Weiterhin wird die X-Achsrichtung als eine Vorwärts- und Rückwärtsrichtung,
die Y-Achsrichtung wird als eine Links-Rechts-Richtung angenommen, und die Z-Achsrichtung
wird als eine vertikale Richtung (eine Auf- und Abrichtung angenommen).
Wie in 2 dargestellt, näht die Einfassmaschine
10 ein Einfassnähgut B auf ein Hauptnähgut M auf, und zwar mit
zwei parallelen Nähten T, und bildet einen geradlinigen Mitteleinschnitt S
in einer Nähgutvorschubrichtung F der Nähgüter (in der X-Achsrichtung,
die in 1 eine linke, obere Richtung ist), sowie V-förmige
Eckeneinschnitte V an jeweiligen Enden des zentralen Einschnitts S aus.
Die Einfassmaschine 10 umfasst: ein Maschinengestell
11 mit einem Nähmaschinentisch 11a, der ein Näharbeitstisch
sein soll, und mit einer Mehrzahl von Beingliedern 11b zur Abstützung
des Nähmaschinentisches 11a, einen Nähmaschinenkörper
12 mit einer Nadelstange, welche an ihrem unteren Ende zwei Nadeln
41 hält, so dass sie vertikal beweglich sind, und der auf einer Oberseite
an einer Endseite des Nähmaschinentisch 11a angeordnet ist, eine Nähgutvorschubvorrichtung
20, die ein Nähgut (ein Werkstück) einschließlich dem Hauptnähgut
M und dem Einfassnähgut B, welche auf den Nähmaschinentisch
11a gelegt sind, in der Nähgutvorschubrichtung F vorschiebt, eine
Einfassvorrichtung 30 mit einem Bodenplattenteil 31, der eine
lang gestreckte Platte ist, und mit einem abstehenden Plattenteil 32, der
senkrecht von einer Oberseite des Bodenplattenteils 31 entlang dessen Längsrichtung
absteht und das Einfassnähgut B an einer Oberseite des Hauptnähguts M
von oben her presst und einen (nicht dargestellten) Nadelvertikalbewegungsmechanismus,
der eine Nadellokalisierung so durchführt, dass sich aufgrund von Vertikalbewegungen
der beiden Nadeln 41 zwei parallele Nähte T an jeweiligen Seiten des
abstehenden Plattenteils 32 der Einfassvorrichtung 30 ausbilden,
und zwar in Nähgutvorschubrichtung F auf einer Ablaufseite der Einfassvorrichtung
30.
Die Einfassmaschine 10 schließt weiterhin ein: einen
(nicht dargestellten) Zentralmessermechanismus, der am Nähmaschinenkörper
12 in der Nähe der Nadelstange gehalten ist und ein Zentralmesser
51 zwischen den Nadeln 41 auf- und abwärts bewegt, und zwar
in der Nähgutvorschubrichtung F auf einer Ablaufseite mit Bezug auf die Nadeln
41, wenn die Nähgüter B und M durch die Nähgutvorschubvorrichtung
20 vorgeschoben werden, und der einen geradlinigen Mitteleinschnitt
5 zwischen den Nähten T der Nähgüter B und M ausbildet,
eine Eckmesservorrichtung 90 mit Eckmessern 91, 91 und
Antriebsmitteln zum Bewegen (Vertikalbewegen) der Eckmesser 91,
91 aufwärts und abwärts, welcher in Nähgutvorschubrichtung
F an der Ablaufseite der Nähgutvorschubvorrichtung 20 und unter dem
Nähmaschinentisch 11a angeordnet ist, und welcher die Eckmesser
91, 91 aufwärts zu den Nähgütern hinbewegt, welche
durch den Nähgutvorschubmechanismus 20 vorgeschoben werden und oberhalb
der Eckmesser 91, 91 positioniert sind, so dass die Eckmesser
91, 91, von einem Öffnungsteil 11c, der am Nähmaschinentisch
11a vorgesehen ist, vorstehen und hierdurch kontinuierlich
V-förmige Eckeneinschnitte V an der Außenseite jeweiliger Enden des zentralen
Einschnitts S in dessen Längsrichtung ausbilden, und einen (nicht dargestellten)
Betriebssteuerteil, der eine Steuerung jedes der Teile ausführt.
Als nächstes erfolgt eine detaillierte Beschreibung der Eckmesservorrichtung
19, eines Eckmesserbewegungsmechanismus 60, der die Eckmesservorrichtung
90 zwischen einer Arbeitsstellung unter dem Nähmaschinentisch
11a und einer Wartungsposition auf der Außenseite einer Kante des
Nähmaschinentisches 11a bewegt, und eines Aufwärtsbewegungsblockiermechanismus
(Aufwärtsbewegungsblockiermittel) der eine Aufwärtsbewegung der Eckmesser
91, 91 blockiert, wenn die Eckmesservorrichtung 90 nicht
in der Arbeitsstellung platziert ist.
3 bis 5 sind Ansichten
mit der Darstellung der Eckmesservorrichtung 90, des Eckmesserbewegungsmechanismus
60 und des Aufwärtsbewegungsblockiermechanismus 70, und
6 und 7 sind vergrößerte
Ansichten mit der Darstellung des Aufwärtsbewegungsblockiermechanismus
70.
Wie in 1 gezeigt, ist die Eckmesservorrichtung
90 unter dem Nähmaschinentisch 11a innerhalb einer Bewegungsbahn
von Klemmfüßen 21, 21 der Nähgutvorschubvorrichtung
20 angeordnet und setzt die Eckmesser 91, 91 von unten
her in das Einfassnähgut B und das Hauptnähgut M ein, die von der Nähgutvorschubvorrichtung
20 zugeführt werden, wodurch V-förmige Eckeneinschnitte V in
Positionen an den jeweiligen Enden des zentralen Einschnitts S ausgebildet werden.
Mehr im Einzelnen: die Eckmesservorrichtung 90 schließt
zwei Eckmesser 91, 91, die entlang der Nähgutvorschubrichtung
F mit einem Zwischenraum zwischen sich angeordnet sind, sowie Zylinder
92, 92 ein, die als Antriebsmittel zum vertikalen Bewegen jedes
der Eckmesser 91, 91 durch einen vorbestimmten Kraftübertragungsmechanismus
dienen.
Jedes der Eckmesser 91, 91 wird gebildet von einem
Paar dreieckiger Messer, die so angeordnet sind, dass sie, von der Seite ihres oberen
Endes her gesehen, eine V-förmige Gestalt annehmen, und jedes Eckmesser ist,
mit seinem vorderen Endteil nach oben gerichtet, an eine Zylinderstange
94 des Zylinders 92 angekuppelt und dort gehalten.
Die beiden Eckmesser 91, 91 werden derart gehalten,
dass die Öffnungsteile der V-förmigen Eckeneinschnitte V, die durch sie
ausgebildet werden sollen, in einander gegenüberliegenden Richtungen eingestellt
sind. Der Zwischenraum zwischen den beiden Eckmessern 91, 91 ist
einstellbar.
Wenn die Nähgüter B und M, an welchen die beiden Nähte
T und der Zentraleinschnitt S ausgebildet werden, durch die Nähgutvorschubvorrichtung
20 in eine Position zugeführt werden, die genau oberhalb der Eckmesservorrichtung
90 platziert ist, bewegt die Eckmesservorrichtung 90 die beiden
Eckmesser 91, 91 an jeweiligen Enden des zentralen Einschnitts
5 vertikal, wodurch an den Nähgütern B und M die beiden V-förmigen
Eckeneinschnitte V ausgebildet werden.
In einer vorbestimmten Position in der Nähe der Eckmesservorrichtung
90 ist der Eckmesserbewegungsmechanismus 60 vorgesehen, um die
Eckmesservorrichtung 90 aus der Arbeitsstellung unter dem Nähmaschinentisch
11a in eine Wartungsposition an einer Außenseite zu ziehen, wie in
4 dargestellt ist, wo die Arbeit leicht ausgeführt
werden kann, wenn eine Wartung, beispielsweise eine Wartung und Regulierung der
Messer, für die Eckmesservorrichtung 90 ausgeführt wird. Der
Eckmesserbewegungsmechanismus 60 schließt ein erstes Führungsglied
61, das am Maschinengestell 11 angeordnet ist, und ein zweites
Führungsglied 62 ein, das an der Eckmesservorrichtung 90
angeordnet ist, und das erste Führungsglied 61 ist an das zweite Führungsglied
62 angepasst, um als Eckmesserbewegungsmechanismus 60 zu funktionieren.
Das erste Führungsglied 61 ist ein langes, plattenförmiges
Glied und ist auf jeder Seite der X-Achsrichtung eines Rahmengliedes angeordnet,
das die Eckmesservorrichtung 90 unter dem Nähmaschinentisch
11a des Nähmaschinengestells 11 in der Weise hält, dass
eine Längsrichtung desselben im wesentlichen parallel mit der Rechts-Links-Richtung
(der X-Achsrichtung) des Nähmaschinentisches 11a verläuft. Wenigstens
zwei erste Führungsglieder 61 sind entlang der Vor- und Rückwärts-Richtung
(X-Achsrichtung) des Nähmaschinentisches 11a vorgesehen und in das
zweite Führungsglied 62 eingepasst, so dass die Eckmesservorrichtung
90 in der Rechts-Links-Richtung des Nähmaschinentisches
11a ausgezogen werden kann (in 4 zur nahe
gelegenen Seite oder einer unteren Seite in der Y-Achsrichtung).
Das zweite Führungsglied 62 ist ebenfalls ein langes,
plattenförmiges Glied ähnlich dem ersten Führungsglied
61, und es sind wenigstens zwei zweite Führungsglieder 62
vorgesehen, so dass sie der Anzahl der ersten Führungsglieder 61 an
jeweiligen Seitenflächen des Rahmengliedes der Eckmesservorrichtung
90 entsprechen, und sie erstrecken sich vertikal an jeweiligen Seitenflächen
der Eckmesservorrichtung 90. Jedes der Führungsglieder 62
ist an ein plattenförmiges Glied 93 angekuppelt, welches alle Bestandteile
der Eckmesservorrichtung 90 hält, und eine Längsrichtung desselben
ist im wesentlichen parallel mit der Rechts-Links-Richtung (Y-Achsrichtung)
des Nähmaschinentisches 11a. Die zweiten Führungsglieder
62 sind in die ersten Führungsglieder 61 eingepasst und so
angeordnet, dass sie linear bewegt werden.
Wie oben beschrieben, wird die Eckmesservorrichtung 90 am
Maschinengestell 11 über das erste Führungsglied 61
und das zweite Führungsglied 62 gehalten, die eingepasst sind, und
das zweite Führungsglied 62 wird in der Y-Achsrichtung mit Bezug auf
das erste Führungsglied 61 verschoben. Infolgedessen wird die Eckmesservorrichtung
90 über das erste Führungsglied 61 und das zweite Führungsglied
62 linear bewegt und kann in Rechts-Links-Richtung von unterhalb des Nähmaschinentisches
11a zu der Außenseite des Nähmaschinentisches 11a (in
4 in die nahe gelegene oder die Unterseite in der Y-Achsrichtung)
gezogen werden, bis wenigstens die Eckmesser 91, 91 die Außenseite
der Kante des Nähmaschinentisches 11a erreichen. Weiterhin ist an
der nahe gelegenen Seite der Eckmesservorrichtung 90 in Ziehrichtung (die
nahe gelegene Seite in der Y-Achsrichtung in 3 und
4) ein Griff 63 derart vorgesehen, dass die
Eckmesservorrichtung 90 leicht durch das erste Führungsglied
61 und das zweite Führungsglied 62 ausgezogen werden kann.
Die Eckmesservorrichtung 90 ist mit einem (nicht dargestellten)
Stopper versehen, der an einer Betriebsposition durch ein (nicht dargestelltes)
Verriegelungsglied fixiert ist, wenn die Eckmesservorrichtung 90 unter
dem Nähmaschinentisch 11a positioniert und in der Arbeitsstellung
platziert ist, in welcher ein V-förmiger Einschnitt am Einfassnähgut B
und am Hauptnähgut M ausgebildet werden kann. Wenn die Eckmesservorrichtung
90 durch das erste Führungsglied 61 und das zweite Führungsglied
62 linear bewegt wird, so dass die Eckmesser 91, 91 zur
Wartungsposition gezogen sind, die außerhalb des Nähmaschinentisches
11a (Außenseite der Kante des Nähmaschinentisches 11a)
platziert ist, blockiert der Stopper eine weitere Bewegung in Ziehrichtung, um so
zu verhindern, dass die Eckmesservorrichtung 90 weiter ausgezogen wird.
Eine Bedienungsperson kann die Eckmesservorrichtung 90 von der Arbeitsstellung
in die Wartungsposition ziehen, nachdem die Verriegelung des Verriegelungsgliedes
gelöst ist, wodurch die Eckmesservorrichtung 90 reguliert wird.
Als Konfiguration des Führungsgliedes 60 können
verschiedene Führungsstrukturen, die befähigt sind, gegenseitige Gleitvorgänge
auszuführen, in Betracht gezogen werden (zum Beispiel ein Aufbau, in welchem
eine Kugel oder eine Rolle zwischen dem ersten Führungsglied 61 und
dem zweiten Führungsglied 62 vorgesehen ist, oder ein Aufbau, in welchem
gegenseitige Gleitvorgänge ausgeführt werden können).
Die Eckmesservorrichtung 90 und der Eckmesserbewegungsmechanismus
60 gemäß dem Ausführungsbeispiel können zwischen der
Arbeitsstellung und der Wartungsposition nur bewegt werden, wenn die beiden Eckmesser
91, 91 an einer vorderen Frontseite in der Front-Rückwärts-Richtung
(X-Achsrichtung) des Nähmaschinentisches 11a, wie in 3
bis 5 gezeigt, positioniert sind. Mehr im Einzelnen:
es ist beispielsweise eine Rippe mit einer solchen Größe, dass die Eckmesser
91, 91 nicht vorbei laufen können an der Rückseite des
Nähmaschinentisches 11a zwischen der Arbeitsposition der Eckmesservorrichtung
90 und der Kante in der Rechts-Links-Richtung (Y-Achsrichtung) des Nähmaschinentisches
11a vorgesehen, und die Rippe ist nicht an der vorderen Frontseite in der
Front-Rückwärts-Richtung (X-Achsrichtung) am Nähmaschinentisch
11a vorgesehen.
An einer vorbestimmten Position an der Eckmesservorrichtung
90 ist ein Aufwärtsbewegungsblockiermechanismus 70 (Aufwärtsbewegungsblockiermittel)
vorgesehen, welcher es den Eckmessern 91, 91 ermöglicht,
sich nur dann nur dann aufwärts (vertikal) zu bewegen, wenn die Eckmesservorrichtung
90 in der Arbeitsstellung platziert ist, und welcher die Aufwärtsbewegung
(die Vertikalbewegung) der Eckmesser 91, 91 blockiert, wenn die
Eckmesservorrichtung 90 in Positionen anderswo als in der Arbeitsposition
platziert ist, beispielsweise in der Wartungsposition. Im Ausführungsbeispiel
ist der Aufwärtsbewegungsblockiermechanismus 70 in der Nähe des
Eckmesserbewegungsmechanismus 60 vorgesehen, der an einer Vorderseite in
der Vorwärts-Rückwärts-Richtung (X-Achsrichtung) des Nähmaschinentisches
11a der Eckmesservorrichtung 90 angeordnet ist.
Der Aufwärtsbewegungsblockiermechanismus 70 gemäß
dem Ausführungsbeispiel schließt, wie in 6
und 7 dargestellt, Kupplungsglieder 71, 71 und
ein Anliegeglied 72 ein. Die Kupplungsglieder 71, 71
sind rechtwinklige massive Glieder, welche an die Zylingerstangen 94,
94 der Zylinder 92, 92 angekuppelt sind, so dass sie
sich zusammen mit der Aufwärtsbewegung der Eckmesser 91,
91 nach oben bewegen, und liegen am Anliegeglied 72 an, um die
Aufwärtsbewegung der Eckmesser 91, 91 zu blockieren, wenn
das Anliegeglied 72 (welches später beschrieben wird) in der Aufwärtsbewegungsblockierposition
platziert ist, und ermöglichen die Aufwärtsbewegung der Eckmesser
91, 91 durch Freigabe des Anliegens am Anliegeglied
72, wenn das Anliegeglied 72 in einer Freigabeposition platziert
ist. Im Ausführungsbeispiel ist eine durchgehende Öffnung mit einer solchen
Größe, dass jede der Zylinderstangen 94, 94 der Zylinder
92, 92 darin eingesetzt werden kann, an Mittelteilen der jeweiligen
Kupplungsglieder 71, 71 ausgebildet. Jede der Zylinderstangen
94 ,94 ist in die durchgehende Öffnung eingesetzt und mit
einer Schraube befestigt, so dass jedes der Kupplungsglieder
71, 71 an die jeweiligen Eckmesser 91, 91 angekuppelt
ist.
Das Anliegeglied 72 schließt ein stangenförmiges
Glied 72a ein, das sich im wesentlichen in einer horizontalen Richtung
erstreckt, und ein plattenförmiges, sich bewegende Glied 72b, welches
senkrecht mit einem Ende des stangenförmigen Gliedes 72a durch eine
Schraube verbunden ist. Anliegeteile 73, 73, von denen jedes die
Gestalt eines Vorsprungs einnimmt, sind an vorbestimmten Positionen des stangenförmigen
Gliedes 72a vorgesehen. Die Anliegeglieder 72, 72 können
in der Vorwärts-Rückwärts-Richtung (X-Achsrichtung) des Nähmaschinentisches
11a in einem vorbestimmten Ausmaß (was im Einzelnen später beschrieben
wird) bewegt werden, und es wird in Verriegelung mit der Bewegung der Eckmesservorrichtung
90 bewegt, so dass es in einer Freigabeposition (einer ersten Position),
die in 7B dargestellt ist, platziert ist, wenn die
Eckmesservorrichtung 90 in der Arbeitsstellung platziert ist, und in einer
Aufwärtsbewegungsblockierposition (einer zweiten Position), die in
7A dargestellt ist, platziert ist, wenn die Eckmesservorrichtung
90 sich außerhalb der Betriebsposition befindet.
Eine rechte Seite in der Y-Achsrichtung von 6
des sich bewegenden Gliedes 72b ist um ein vorbestimmtes Ausmaß nach
außen gebogen. Das sich bewegende Glied 72b des Anliegegliedes
72 ist an einem plattenförmigen Glied 93 der Eckmesservorrichtung
90 über ein Befestigungsglied 77 befestigt, beispielsweise
eine Schraube und ein Vorspannglied 78, zum Beispiel eine Feder, und wird
gewöhnlich in einen vorgespannten Zustand in Richtung zum plattenförmigen
Glied 93 hin vorgespannt. Weiterhin ist ein Drehverhinderungsglied
76 vorgesehen, das eine solche Struktur hat, dass es vom plattenförmigen
Glied 93 derart absteht, dass das sich bewegende Glied 72 nicht
um das Befestigungsglied 77 herum verdreht werden kann.
Weiterhin ist ein ortsfestes Glied 75 einer Metallplatte
an einem Teil befestigt, wo eine Bewegung durch einen Eckmesserbewegungsmechanismus
unter dem Nähmaschinentisch 11a nicht ausgeführt wird. Im Ausführungsbeispiel
findet ein Aufbau Anwendung, in welchem ein etwa L-förmiges Glied als das ortsfeste
Glied 75 an einer Rückseite des Nähmaschinentisches
11a befestigt ist, und ein vordere Endteil des ortsfesten Gliedes
75 kann an dem gebogenen Teil des sich bewegenden Gliedes 72b
durch die Bewegung der Eckmesservorrichtung 90 über den Eckmesserbewegungsmechanismus
60 anliegen.
Wenn die Eckmesservorrichtung 90 in der Arbeitsstellung platziert
ist, wird das Anliegeglied 72 in der Freigabeposition (in der ersten Position)
platziert, in welcher das ortsfeste Glied 75 an dem sich bewegenden Glied
72b des Anliegegliedes 72 anliegt, wie in 7B
gezeigt. Das sich bewegende Glied 72b, das zum plattenförmigen Glied
93 der Eckmesservorrichtung 90 hin mittels des Befestigungsgliedes
77 und des Vorspanngliedes 78 vorgespannt ist, wird in einer solcher
Richtung bewegt, das es sich von dem plattenförmigen Glied 93 durch
das Anliegen des ortsfesten Gliedes 75 abtrennt, so dass das stangenförmige
Glied 72a, das etwa senkrecht am sich bewegenden Glied 72bbefestigt
ist, in einen verschobenen Zustand in einem vorbestimmten Ausmaß in Vorwärtsrichtung
X1 in der Vorwärts-Rückwärts-Richtung (X-Achsrichtung) des Nähmaschinentisches
11a eingestellt wird. Daher werden die Anliegeteile 73,
73 des Anliegegliedes 72 von den oberen Teilen der Kupplungsglieder
71, 71 abgelöst und werden in den Freigabepositionen platziert,
so dass die Eckmesser 91 nach oben bewegt werden können.
Wenn die Eckmesservorrichtung 90 nicht in der Arbeitsstellung
platziert ist, ist das Anliegeglied 72 in der Aufwärtsbewegungsblockierposition
(der zweiten Position) platziert, in welcher das sich bewegende Glied
72b des Anliegegliedes 72 von dem ortsfesten Glied 75
abgetrennt und in einen Zustand derart eingestellt ist, dass es mittels des Befestigungsgliedes
77 und des Vorspanngliedes 78 zum plattenförmigen Glied
93 der Eckmesservorrichtung 90 hin vorgespannt ist. Infolgedessen
wird das stangenförmige Glied 72a, das etwa senkrecht an dem sich
bewegenden Teil 72b befestigt ist, in einen verschobenen Zustand verbracht,
und zwar um ein vorbestimmtes Ausmaß in Rückwärtsrichtung X2 in der
Vorwärts-Rückwärts-Richtung (der X-Achsrichtung) des Nähmaschinentisches
11a. Somit liegen die Anliegeteile 73, 73 des Anliegegliedes
72 an dem oberen Teil der Kupplungsglieder 71, 71 an
und werden in der Aufwärtsbewegungsblockierposition platziert, so dass das
Eckmesser 91 nicht aufwärts bewegt werden kann.
Der Aufwärtsbewegungsblockiermechanismus gemäß der
Erfindung ist nicht auf die Struktur des Aufwärtsbewegungsblockiermechanismus
70 gemäß dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel beschränkt,
sondern es können auch andere Konstruktionen Anwendung finden.
Beispielsweise kann der Anliegeteil des Anliegegliedes, wie in
8A und 8B dargestellt,
stangenförmig sein. Eine detaillierte Beschreibung erfolgt nachstehend.
Ein Aufwärtsbewegungsblockiermechanismus 170 schließt
ein Kupplungsglied 171 und ein Anliegeglied 172, wie in
8A und 8B gezeigt, ein.
Das Kupplungsglied 171 ist ein rechtwinkliges massives Glied, das mit einer
Zylinderstange 141 eines (nicht dargestellten) Zylinders eines Eckmessers gekuppelt
ist, so dass es zusammen mit der Aufwärtsbewegung des Eckmessers angehoben
wird und am Anliegeglied 172 anliegt, um die Aufwärtsbewegung des
Eckmessers zu blockieren, wenn das Anliegeglied 172 (das später beschrieben
wird) in der Aufwärtsbewegungsblockierposition platziert ist. Das Anliegen
am Anliegeglied 172 wird freigegeben, um die Aufwärtsbewegung des
Eckmessers zu ermöglichen, wenn das Anliegeglied 172 in die Freigabeposition
gebracht wird.
Das Anliegeglied 172 schließt ein stangenförmiges
Glied 172a ein, das sich im wesentlichen in einer horizontalen Richtung
erstreckt, und ein sich bewegendes Glied 172b, welches mit einer Schraube
senkrecht an das eine Ende des stangenförmigen Gliedes 172a angekuppelt
ist. Das stangenförmige Glied 172a des Anliegegliedes 172
kann in Rechts-Links-Richtung (Y-Achsrichtung) des Nähmaschinentisches in einem
vorbestimmten Ausmaß bewegt werden (was weiter unter im Einzelnen beschrieben
wird) und wird in Verriegelung mit der Bewegung der Eckmesservorrichtung bewegt,
um so in einer Freigabeposition (einer ersten Position) platziert zu werden, wie
in 8B gezeigt, wenn die Eckmesservorrichtung in der
Arbeitsstellung platziert ist, und um in einer Aufwärtsbewegungsblockierposition
platziert zu werden (einer zweiten Position), die in 8 dargestellt
ist, wenn die Eckmesservorrichtung sich außerhalb der Arbeitsstellung befindet.
Das stangenförmige Glied 172a des Anliegegliedes
172 ist senkrecht an dem beweglichen Glied 172 einer Metallplatte
befestigt, und zwar durch eine Anliegegliedeinsetzöffnung 176 hindurch,
die an einem plattenförmigen Glied 193 der Eckmesservorrichtung im
wesentlichen in einer bogenförmigen Gestalt ausgebildet ist. Das sich bewegende
Glied 172b ist so ausgebildet, dass es um eine Drehachse 179 herum
entlang der Anliegegliedeinsetzöffnung 176 drehbar ist, und wird gewöhnlich
mit Hilfe eines Vorspanngliedes 178, beispielsweise einer Feder, in der
Weise vorgespannt, dass ihre Längsrichtung so eingestellt wird, dass sie die
Z-Achsrichtung ist. Ein vorstehender Teil 177, der wie ein Flanch absteht,
ist an einem unteren Teil des sich bewegenden Gliedes 172 ausgebildet.
Ein ortsfestes Glied 175 einer Metallplatte ist an einem
Teil befestigt, der durch den Eckmesserbewegungsmechanismus unter dem Nähmaschinentisch
nicht bewegt wird. Im Ausführungsbeispiel ist ein etwa L-förmiges Glied
als das ortsfeste Glied 175 an einer Rückseite des Nähmaschinentisches
befestigt. Durch die Bewegung der Eckmesservorrichtung durch den Eckmesserbewegungsmechanismus
kann ein vorderer Endteil des ortsfesten Gliedes 175 sich an den vorstehenden
Teil 177 des sich bewegenden Gliedes 172 anlegen.
Wenn die Eckmesservorrichtung in der Arbeitsstellung platziert ist,
liegt das ortsfeste Glied 175 an dem vorstehenden Teil 177 des
sich bewegenden Gliedes 172b an, und das sich bewegende Glied
172b, das so vorgespannt ist, dass sich seine Längsrichtung entlang
der Z-Achsrichtung mit Hilfe der Drehachse 179 und des Vorspanngliedes
178 einstellt, wird so verdreht, dass sich das stangenförmige Glied
172a, das am sich bewegenden Glied 172b durch die Anliegegliedeinsetzöffnung
176 hindurch befestigt ist, in einer solchen Richtung verdreht, dass es
sich vom Kupplungsglied 171, wie 8B gezeigt,
trennt. Infolgedessen löst sich das stangenförmige Glied 172a
des Anliegegliedes 172 vom oberen Teil des Kupplungsgliedes 171
ab und wird in der Freigabeposition platziert, was in einem Zustand resultiert,
in welchem das Eckmesser aufwärts bewegt werden kann.
Wenn die Eckmesservorrichtung nicht in der Arbeitsstellung positioniert
ist, trennt sich das bewegliche Glied 172b des Anliegegliedes
172 von dem ortsfesten Glied 175 ab, wie in 8A
dargestellt. Infolgedessen wird das sich bewegende Glied 172b vorgespannt,
um seine Längsrichtung zu veranlassen, sich entlang Z-Achsrichtung einzustellen,
und zwar mittels der Drehachse 179 und des Vorspanngliedes 178,
und das stangenförmige Glied 172a, das durch die Anliegegliedeinsetzöffnung
176 am sich bewegenden Glied 172b hindurch befestigt ist, wird
oberhalb des oberen Teils des Kupplungsgliedes 171 positioniert. Damit
liegt das Anliegegliede 172 am oberen Teil des Kupplungsgliedes
171 an und ist in der Aufwärtsbewegungsblockierpositionen platziert,
was in einem Zustand resultiert, in welchem das Eckmesser nicht aufwärts bewegt
werden kann.
Gemäß dem Aufwärtsbewegungsblockiermechanismus
170 kann die Aufwärtsbewegungsblockierung und deren Freigabe unabhängig
von der Position des Kupplungsgliedes 171 ausgeführt werden, das heißt,
unabhängig von der Position des Eckmessers der Eckmesservorrichtung, und zwar
dadurch, dass das stangenförmige Glied 172a so eingestellt wird, das
es lang ist. Somit ist es möglich, sich an Eckmesservorrichtungen unterschiedlicher
Konstruktionen anzupassen.
Weiterhin kann der Aufwärtsbewegungsblockiermechanismus eine
Struktur haben, wie sie in 9 und 10
dargestellt ist. Hier schließt ein Aufwärtsbewegungsblockiermechanismus
270 ein Kupplungsglied 271 ein, das an eine Zylinderstange
294 des (nicht dargestellten) Zylinders des Eckmessers angekuppelt ist,
sowie ein Anliegeglied 272, welches in der Y-Achsrichtung mittels eines
Luftzylinders 273 bewegt werden kann, der an einem plattenförmigen
Glied 293 der Eckmesservorrichtung befestigt ist, wie in 9
gezeigt.
Wie in 10 dargestellt, ist ein mechanisches
Ventil 280 als Antriebsmittel für den Aufwärtsbewegungsblockiermechanismus
270 vorgesehen. Wenn eine Eckmesservorrichtung 290 von einer Wartungsposition
(einer in gebrochener Linie dargestellten Position) in einer Arbeitsstellung (eine
in ausgezogener Linie dargestellte Position) durch einen Eckmesserbewegungsmechanismus
260 bewegt wird, liegt das mechanische Ventil 280 an einer vorbestimmten
Wandfläche an, so dass Luft in das Ventil strömt. Infolgedessen wird der
Luftzylinder 273 betätigt, um das Anliegeglied 272 in eine
Freigabeposition zu bewegen, in welcher das Eckmesser aufwärts bewegt werden
kann (eine Position, die in 9 mit ausgezogenen Linien
dargestellt ist).
Wenn sich die Eckmesservorrichtung 290 von der Arbeitsstellung
(der in ausgezogenen Linien dargestellten Stellung) in die Warteposition (der mit
gebrochener Linie dargestellten Position) durch den Eckmesserbewegungsmechanismus
260 abtrennt, strömt die Luft nicht in das Ventil des mechanischen
Ventils 280, welches in Anlage an der vorbestimmten Wandfläche war,
so dass der Luftzylinder 273 betätigt wird, um das Anliegeglied
272 in die Aufwärtsbewegungsblockierposition zu bewegen, in der das
Eckmesser nicht aufwärts bewegt werden kann.
Gemäß den obigen Ausführungsbeispielen verschiebt der
Eckmesserbewegungsmechanismus die Eckmesservorrichtung linear und die Eckmesservorrichtung
ist mit dem Aufwärtsbewegungsblockiermechanismus versehen. Jedoch ist die vorliegende
Erfindung nicht auf solche Konstruktionen beschränkt. Wie beispielsweise in
11 und 12 dargestellt, kann eine Eckmesservorrichtung
390, die einen Dreh-Eckmesserbewegungsmechanismus 360 einschließt,
mit einem Aufwärtsbewegungsblockiermechanismus 370 versehen werden.
Ein detaillierte Beschreibung erfolgt weiter untern.
In einer vorbestimmten Position der Eckmesservorrichtung
390 ist ein Aufwärtsbewegungsblockiermechanismus 370 (Aufwärtsbewegungsblockiermittel)
vorgesehen, der eine Aufwärtsbewegung (eine vertikale Bewegung) der Eckmesser
391, 391 ermöglicht, wenn die Eckmesservorrichtung
390 in einer Arbeitsstellung platziert ist, und die Aufwärtsbewegung
(vertikale Bewegung) der Eckmesser 391, 391 blockiert, wenn die
Eckmesservorrichtung 389 in anderen Positionen als der Arbeitsstellung
positioniert ist, beispielsweise in einer Wartungsposition. In diesem Ausführungsbeispiel
ist der Aufwärtsbewegungsblockiermechanismus 370 an einer Vorderseite
in der Vorderseite-Rückseite-Richtung (X-Achsrichtung) eines Nähmaschinentisches
311a der Eckmesservorrichtung 390 vorgesehen.
Der Aufwärtsbewegungsblockiermechanismus 370 schließt,
wie in 11 und 12 dargestellt, Kupplungsglieder
371, 371 und ein Anliegeglied 372 ein. Die Kupplungsglieder
371, 371 sind rechtwinklige, massive Glieder, von denen jedes
an eine Zylinderstange 394 eines jeden (nicht dargestellten) Zylinders
angekuppelt ist, so dass sie sich zusammen mit der Aufwärtsbewegung der Eckmesser
391, 391 nach oben bewegen, und an dem Anliegeglied
372 anliegt, um die Aufwärtsbewegung der Eckmesser 391,
391 zu blockieren, wenn das Anliegeglied 372 (was später
beschrieben werden wird) in einer Aufwärtsbewegungsblockierposition platziert
ist. Das Anliegen am Anliegeglied 372 wird freigegeben, um die Aufwärtsbewegung
des Eckmessers 391 zu ermöglichen, wenn das Anliegeglied
372 in einer Freigabeposition platziert ist.
Das Anliegeglied 372 schließt ein stangenförmiges
Anliegeglied 372a ein, das sich im wesentlichen in einer horizontalen Richtung
erstreckt, und ein bewegliches Glied 372b, das senkrecht an einem Ende
des stangenförmigen Gliedes 372a mit einer Schraube gekuppelt ist.
Anliegeteile 373, 373, von denen jedes die Gestalt eines Vorsprunges
hat, sind an vorbestimmten Positionen am stangenförmigen Glied 372a
vorgesehen. Das stangenförmige Glied 372a kann in seiner Längsrichtung
um ein vorbestimmtes Ausmaß bewegt werden (was später beschrieben wird)
und wird in Verriegelung mit der Bewegung der Eckmesservorrichtung 390
so bewegt, so dass es in der Freigabeposition (einer ersten Position), die in
12B dargestellt ist, platziert wird, wenn die Eckmesservorrichtung
390 in der Arbeitsstellung platziert ist, und einer Aufwärtsbewegungsverschiebungsposition
platziert wird (einer zweiten Position), die in 12A
dargestellt ist, wenn sich die Eckmesservorrichtung 390 außerhalb
der Arbeitsstellung befindet.
Eine obere Seite des sich bewegenden Gliedes 372b in der
Y-Achsrichtung von 12B ist um ein vorbestimmtes Ausmaß
nach außen gebogen. Das sich bewegende Glied 372b ist an einem plattenförmigen
Glied 393 der Eckmesservorrichtung 390 über ein Befestigungsglied,
beispielsweise eine Schraube, und ein Vorspannglied 378, beispielsweise
eine Feder, befestigt, und wird gewöhnlich so gehalten, das es zum plattenförmigen
Glied 393 hin vorgespannt ist.
Ein ortsfestes Glied 375 einer Metallplatte ist an einem
Teil befestigt, der durch den Eckmesserbewegungsmechanismus nicht bewegt wird (beispielsweise
an den Nähmaschinentisch 311a). Im Ausführungsbeispiel ist ein
L-förmiges Glied als ortsfestes Glied 375 befestigt. Entsprechend
der Drehbewegung der Eckmesservorrichtung 390 über den Eckmesserbewegungsmechanismus
360 kann ein vorderer Endteil des ortsfesten Gliedes 375 an dem
gebogen Teil des sich bewegenden Gliedes 372b anliegen.
Wenn die Eckmesservorrichtung 390 in der Arbeitsstellung
positioniert ist, liegt das ortsfeste Glied 375 an dem sich bewegenden
Glied 372b an, und das sich bewegende Glied 372, das durch das
Befestigungsglied 377 und das Vorspannglied 378 zum plattenförmigen
Glied 393 der Eckmesservorrichtung 390 hin vorgespannt ist, wird
in einer solchen Richtung bewegt, dass es sich vom plattenförmigen Glied
392 durch das Anliegen des ortsfesten Gliedes 375, wie in
12B gezeigt, trennt. Infolgedessen wird das stangenförmige
Glied 372a, das etwa senkrecht am sich bewegenden Glied 372b befestigt
ist, in einer Vorwärtsrichtung X3 in der Vorderseite-Rückseite-Richtung
(der X-Achsrichtung) des Nähmaschinentisches 311a um ein vorbestimmtes
Ausmaß verschoben. Somit lösen sich die Anliegeteile 373,
373 des stangenförmigen Gliedes 372a von den oberen Teile
des Kupplungsgliedes 371, 371 ab und werden in Freigabepositionen
platziert, so dass das Eckmesser 391 aufwärts bewegt werden kann.
Wenn die Eckmesservorrichtung 390 nicht in der Arbeitsstellung
platziert ist, trennt sich das sich bewegende Glied 372b des Anliegegliedes
372 vom ortsfesten Glied 375 ab, wie in 12A
dargestellt. Infolgedessen wird das sich bewegende Glied 372b zum plattenförmigen
Glied 393 der Eckmesservorrichtung 390 mittels des Befestigungsgliedes
377 und des Vorspanngliedes 378 vorgespannt. Somit wird das stangenförmige
Glied 372a, das etwa senkrecht an dem sich bewegenden Glied 372b
befestigt ist, in eine etwas nach links gerichteten Richtung X4 in 12A
um ein vorbestimmtes Ausmaß verschoben. Infolgedessen liegen die anliegenden
Teile 373, 373 des stangenförmigen Gliedes 372a
an den oberen Teilen der Kupplungsglieder 371, 371 an und werden
somit in der Aufwärtsbewegungsblockierpositionen platziert, so dass das Eckmesser
391 nicht nach oben bewegt werden kann.
Somit kann der Aufwärtsbewegungsblockiermechanismus vorgesehen
werden und funktioniert auch in dem Dreh-Eckmesserbewegungsmechanismus.
Wie oben beschrieben ist gemäß der Einfassmaschine des Ausführungsbeispiels
das Aufwärtsbewegungsblockiermittel vorgesehen, um die Aufwärtsbewegung
des Eckmesser lediglich dann zu ermöglich, wenn die Eckmesservorrichtung in
der Arbeitsstellung positioniert ist, und um die Aufwärtsbewegung des Eckmessers
zu blockieren, wenn die Eckmesservorrichtung nicht in der Arbeitsstellung platziert
ist. Infolgedessen ist die Aufwärtsbewegung des Eckmessers in anderen Positionen
als in der Arbeitsposition blockiert. Infolgedessen ist es möglich, das Eckmesser
und die anderen Komponenten der Nähmaschine daran zu hindern, aufgrund des
Vorstehens des Eckmessers in anderen Positionen als in der passenden Position zerbrochen
zu werden.
Im Ausführungsbeispiel schließen darüber hinaus die
Aufwärtsbewegungsblockiermittel das Anliegeglied ein, welches sich in Verkupplung
mit der Bewegung der Eckmesservorrichtung bewegt, so dass es in der ersten Position
platziert wird, wenn die Eckmesservorrichtung in der Arbeitsstellung positioniert
wird, und in der zweiten Position platziert wird, wenn die Eckmesservorrichtung
sich außerhalb der Arbeitsstellung befindet, und schließt das Kupplungsglied
ein, das mit dem Eckmesser gekuppelt ist, um zusammen mit der Aufwärtsbewegung
des Eckmessers aufwärts bewegt zu werden, und liegt am Anliegeglied an, um
die Aufwärtsbewegung des Eckmessers zu blockieren, wenn das Anliegeglied in
der zweiten Position platziert ist, um das Anliegen am Anliegeglied freizugeben,
um so die Aufwärtsbewegung des Eckmessers zu ermöglichen, wenn das Anliegeglied
in der ersten Position platziert ist. Deshalb ist es mit Hilfe eines einfachen Aufbaus
möglich, die Aufwärtsbewegung des Eckmessers zu blockieren, wenn die Eckmesservorrichtung
nicht in der Arbeitsstellung positioniert ist.
Im Ausführungsbeispiel wird weiterhin das Anliegeglied zwischen
den ersten und zweiten Positionen durch die Antriebsmittel zum Ausführen eines
Antriebsvorgangs bewegt, basierend auf dem mechanischem Ventil, das geöffnet
oder geschlossen werden soll, je nachdem ob die Eckmesservorrichtung in der Arbeitsstellung
positioniert ist. Deshalb ist es mit Hilfe des einfachen Aufbaus möglich, zuverlässig
das Anliegeglied in Verriegelung mit der Bewegung der Eckmesservorrichtung zu bewegen.
Es versteht sich von selbst, dass die Erfindung nicht auf das Ausführungsbeispiel
beschränkt ist, sondern geeigneter Weise abgeändert werden kann.
Beispielsweise können Detektormittel vorgesehen werden zum Feststellen
der Arbeitsstellung und der Wartungsposition des Eckmesserbewegungsmechanismus,
um eine solche Steuerung auszuführen, die den Zylinder zum Bewegen des Eckmessers
nach aufwärts und abwärts nicht betätigt, wenn die Wartungsposition
durch ein Ausgangssignal der Detektormittel festgestellt ist.