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Dokumentenidentifikation DE202007009141U1 11.10.2007
Titel Anlage zur Nutzung von Wärme aus einem Flächenkollektor an einem Gebäude
Anmelder Viebrockhaus AG, 21698 Harsefeld, DE
Vertreter Hauck Patent- und Rechtsanwälte, 20354 Hamburg
DE-Aktenzeichen 202007009141
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 11.10.2007
Registration date 06.09.2007
Application date from patent application 24.05.2007
File number of patent application claimed 10 2007 025 103.5
IPC-Hauptklasse F24J 2/40(2006.01)A, F, I, 20070629, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F24D 19/10(2006.01)A, L, I, 20070629, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Anlage zur Nutzung von Wärme, die durch einen Flächenkollektor an einer Fläche eines Gebäudes erzeugt wird nach Patentanspruch 1.

Bei der solarthermischen Nutzung von sogenannten Flächenkollektoren, die zumeist auf Dächern von Gebäuden angeordnet sind, wird ein flüssiges Wärmeübertragungsmedium verwendet, das mittels einer Pumpe einer Wärmenutzungsvorrichtung zugeführt wird. Die Wärmenutzungsvorrichtung kann im einfachsten Fall ein Wärmespeicher sein, beispielsweise ein mit Speicherflüssigkeit gefüllter wärmeisolierter Behälter, wobei die Speicherflüssigkeit von dem Wärmeübertragungsmedium durch einen Wärmetauscher getrennt ist. Auf der Seite des Wärmespeichers ist üblicherweise ebenfalls eine Pumpe vorgesehen.

Bei konventionellen solarthermischen Anlagen ist die Nutzung in der Regel auf Sommermonate oder sonnenreiche Wintermonate begrenzt. Die Nutzbarkeit hängt von der Differenz zwischen der Temperatur der Wärmeübertragungsflüssigkeit und der Temperatur im Wärmespeicher ab. Eine Erwärmung der Wärmeübertragungsflüssigkeit von zum Beispiel 20 bis 30°C, wie sie in den Wintermonaten stattfindet, ist nicht mehr nutzbar, weil die Warmwassertemperatur im Wärmespeicher aus Komfortgründen immer mehr als 30°C beträgt.

Der Wirkungsgrad von konventionellen Flachkollektoren ist zu gering, um bei diffusem Licht oder bei geringen Außentemperaturen und tiefem Sonnenstand für Warmwasserbereitung und zur Unterstützung der Heizung nutzbare Temperaturen zu erzielen. Für eine Unterstützung der Heizung eines Gebäudes auch in den Wintermonaten sind für Flächenkollektoren Vakuum-Röhren erforderlich, um auf Vorlauftemperaturen zu kommen, die für das Heizsystem nutzbar sind. Der apparative und sonstige Aufwand hierfür ist sehr hoch.

Ein typisches Wohngebäude steht normalerweise auf einer sogenannten Bodenplatte, das heißt einer aus Beton gegossenen Platte, die auf einem Planum des Untergrunds gelegt wird. Über eine solche Bodenplatte entsteht ein Transmissionswärmeverlust, der bei der Aufstellung einer energetischen Bilanz etwa eines Einfamilienhauses mit 10 bis 15% zu Buche schlägt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anlage zur Nutzung von Wärme durch einen Flächenkollektor an einer Fläche eines Gebäudes anzugeben, die auch in Wintermonaten eingesetzt werden kann und die Möglichkeit eröffnet, Transmissionswärmeverluste über die Bodenplatte des Gebäudes zu reduzieren.

Diese Aufgabe wird durch die Anlage nach Anspruch 1 gelöst.

Bei der Erfindung wird bei einem Gefälle der Temperatur vom Wärmeübertragungsmedium in der Vorlaufleitung und vom Erdreich unterhalb einer Bodenplatte eines Gebäudes das Erdreich mit dem Wärmeübertragungsmedium erwärmt.

Bei der Erfindung wird ein Wärmestrom in das Erdreich unterhalb der Bodenplatte geleitet. Durch den vom Erdreich gebildeten Wärmespeicher entsteht eine transmissionshemmende Wirkung. Mit der Erfindung kann das Erdreich auf einen Wert von zum Beispiel 20°C erwärmt werden. Mit der Erfindung sind somit auch vergleichsweise geringe Temperaturen im Vorlauf des Flächenkollektors von zum Beispiel 30°C nutzbar. Wird ein Zielwert von 20°C unterhalb der Bodenplatte erreicht, besteht nahezu keine Temperaturdifferenz zwischen der Raumtemperatur im Gebäude von zum Beispiel 20°C und der Temperatur unterhalb der Bodenplatte. Ein Transmissionswärmeverlust über die Bodenplatte tritt aufgrund der nicht mehr vorhandenen Temperaturdifferenz dann nicht mehr ein. Wird der Zielwert von 20°C überschritten, herrscht ein negatives Temperaturgefälle gegenüber der Raumtemperatur, und das Heizungssystem des Gebäudes wird unterstützt. Wird der genannte Zielwert nicht erreicht, jedoch die normale Erdtemperatur von 10°C überschritten, wirkt die abgespeicherte Solarwärme im Erdreich unterhalb der Bodenplatte im Hinblick auf die Wärmetransmission verlustreduzierend.

Die Speicherung einer großen Menge Energie wird unter anderem dadurch möglich, daß im Außenbereich der Betonbodenplatte ringförmig eine vertikal in das Erdreich abgesenkte Wärmedämmung als Frostschürze angeordnet wird.

Diese Frostschürze verhindert das Abfließen der eingespeicherten Wärme nach außen, insbesondere wenn in kalten Jahreszeiten im Außenbereich des Gebäudes Minustemperaturen anliegen.

Bei der Erfindung ist in jedem Fall ein energetischer Gewinn aus der solarthermischen Nutzung ganzjährlich gewährleistet. Dieser Vorteil wird mit geringen technischen und wirtschaftlichen Mitteln sowie geringem bautechnischen Aufwand erreicht.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann ein vorhandener Wärmespeicher kleiner als üblich ausgelegt werden, da als zusätzliches Speichermedium das Erdreich zur Verfügung steht und ein wärmetechnischer Nutzungsbeitrag zur Gebäudebeheizung durch Minimierung der Transmissionswärmeverluste über die Bodenplatte im Gebäude geleistet wird. Somit muß nicht unnötig viel Speichermedium im Wärmespeicher bevorratet werden.

Sollte die Kapazität des Speichermediumvorrats erschöpft sein, kann die Vorlauftemperatur aus dem Solarkollektor nicht zur Warmwasserbereitung eingesetzt werden. Für diesen Fall muß eine zusätzliche Wärmeerzeugung eingesetzt werden, beispielsweise eine sogenannte Brennwerttherme, eine Abluftwärmepumpe, eine elektrische Heizvorrichtung oder dergleichen.

Bei üblichen solarthermischen Anlagen ist die Nutzung des Wärmeübertragungsmediums aus dem Flächenkollektor für die Warmwasserbereitung nicht mehr möglich, wenn die Vorlauftemperatur 30°C oder kleiner ist. In diesem Fall wird die Wärmeenergie des Flächenkollektors ausschließlich zur Erwärmung des Erdreichs eingesetzt. Besteht sowohl zwischen der Temperatur im Vorlauf des Flächenkollektors und des Erdreichs einerseits und der Temperatur im Verlauf und im Wärmespeicher der Wärmenutzungsvorrichtung andererseits ein Gefälle, ist auch denkbar, daß die Steuervorrichtung eine Aufteilung des vom Flächenkollektor kommenden Wärmestroms vornimmt, wodurch eine Erwärmung des Wärmespeichers und des Erdreichs gleichermaßen erzielt wird.

Nach einer Ausgestaltung der Erfindung kann bei der Erfindung auch das an die Außenseite des Gebäudes angrenzende Erdreich erwärmt werden. In diesem Fall bildet das erwärmte Erdreich einen wirksamen Frostschutz. Die Erwärmung erfolgt zweckmäßigerweise in der Form, daß zunächst das Erdreich unterhalb der Bodenplatte erwärmt und anschließend mit dem abgekühlten Wärmeübertragungsmedium das Erdreich außerhalb des Gebäudes erwärmt wird.

Zur Beheizung von Gebäuden ist auch bekannt, sogenannte Erdwärme-Wärmepumpen einzusetzen, welche die Erdwärme nutzen. Hierfür wird in mehr oder weniger großer Tiefe ein von einer Sole durchströmter Erdwärmekollektor in das Erdreich eingelassen, vorzugsweise außerhalb der Bodenplatte. Wird bei der Erfindung auch das Erdreich angrenzend an die Bodenplatte erwärmt, erfolgt eine Wärmezufuhr zum Wärmeübertragungsmedium im Erdwärmekollektor. Die Temperatur im Vorlauf des Erdwärmekollektors und damit die Temperatur am Eingang der Erdwärmepumpe wird dadurch angehoben. Dadurch ist der Wirkungsgrad der Erdwärmepumpe erhöht, wodurch ein zusätzlicher Wärmeerzeuger in Fortfall kommen kann. Die im Erdreich gespeicherte Wärme dient somit einerseits als Sperrwärme zur Verminderung von Transmissionswärmeverlusten über die Bodenplatte, als Frostschutzmaßnahme im Außenbereich des Gebäudes und erhöht andererseits die Eintrittstemperatur des Übertragungsmediums aus dem Erdwärmekollektor und erhöht damit das Nutzungsvermögen der Erdwärmepumpe.

Bei der Erfindung kann auf Tiefensonden verzichtet und damit deren Nachteile vermieden werden.

Eine Solarthermieanlage nach der Erfindung weist einen Wärmeverteiler unterhalb einer Bodenplatte des Gebäudes auf sowie eine Ventilanordnung, die von einer Steuer- oder Regelvorrichtung gesteuert ist und die den vom Flächekollektor kommenden Wärmestrom zur Wärmenutzungsvorrichtung und/oder zum Wärmeverteiler im Erdreich hin verteilt. Wie schon erwähnt, wird die Ventilanordnung von der Steuervorrichtung über die Differenzen gesteuert, die zwischen der Vorlauftemperatur einerseits und den Temperaturen im Wärmespeicher der Wärmenutzungsvorrichtung und dem Erdreich andererseits bestehen. Zwischen der Vorlauftemperatur und der Erdreichtemperatur, welche normalerweise etwa 10°C beträgt, wird normalerweise immer ein Gefälle herrschen. Ist jedoch die Temperatur im Vorlauf ausreichend hoch, damit auch eine Temperaturdifferenz zum Wärmespeicher besteht, wird zweckmäßigerweise über ein Programm der Steuervorrichtung vorrangig der Wärmespeicher bedient. Ist jedoch zum Beispiel der Wärmespeicher auf eine Zieltemperatur erwärmt, so daß dieses Temperaturgefälle klein wird oder gegen Null geht, kann der Wärmestrom vom Flächenkollektor in das Erdreich geleitet werden. Im einzelnen hängt es von der Programmierung in der Steuervorrichtung ab, wie die Aufteilung des vom Kollektor kommenden Wärmestroms zur Wärmenutzungsvorrichtung und zum Wärmekollektor im Erdreich vorgenommen wird.

Es ist auch denkbar, die Wärmeenergie eines Sonnenkollektors ausschließlich für die Bodenerwärmung unter der Bodenplatte eines Gebäudes zu nutzen. Die Nutzung erfolgt dann vorwiegend zu Zeiten, in denen eine Beheizung des Gebäudes stattfindet.

Die Erfindung ermöglicht auch einen Schutz bei Übertemperaturen im Kollektor, die für die Wärmenutzungsvorrichtung nicht eingesetzt werden können. In diesem Fall wird das Übertragungsmedium in den Wärmeverteiler geleitet und vom Erdreich gekühlt. Ein separater Übertemperaturschutz ist nicht erforderlich.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand einer Zeichnung erläutert.

Die einzige Figur zeigt schematisch einen Schnitt durch ein Wohngebäude mit einer Solarthermieanlage nach der Erfindung.

Die einzige Figur zeigt ein Wohngebäude mit einem Satteldach 30, das auf einer Dachfläche einen Sonnenkollektor 24 aufweist. Nachfolgend sollen nur ein paar Einzelheiten des Gebäudes erläutert werden, das ansonsten keine unmittelbare Beziehung zur nachfolgend beschriebenen Solarthermieanlage aufweist.

Das erwähnte Gebäude weist eine Bodenplatte 32 aus Beton auf, auf der über eine Trittschalldämmung 34 eine Estrichschicht 36 aufgebracht ist, die den Boden der unteren Räume bildet. Die Betonplatte ist über eine untere Dämmschicht 38 auf einem Planum des Erdreichs 40 verlegt. Angrenzend an die Bodenplatte 32 ist eine Frostschürze 42 aus Wärmedämmstoff annähernd senkrecht in den Boden eingelassen.

Innerhalb des Gebäudes ist eine Abluftwärmepumpe 14 mit innen liegendem Warmwasserspeicher angeordnet. Als Zusatzmodul ist ein Sole-Wasser-Wärmepumpenmodul 16 vorgesehen. Letzteres ist über zwei Leitungen 44 mit einem Erdwärmekollektor 28 verbunden. Der Erdwärmekollektor 28 umgibt das Gebäude außerhalb der Frostschutzschürze 42. Die Sole-Wasser-Wärmepumpe arbeitet in bekannter Art und Weise. Die Abluftwärmepumpe 14 ist einerseits mit einem Anschluß 18 für ein nicht weiter gezeigtes Lüftungssystem des Gebäudes und andererseits mit einem Fortluftrohr 12 für die Beheizung des Gebäudes verbunden. Über Leitungen 46 ist die Wärmepumpe 14 mit einem Wärmetauscher 22 verbunden, wobei in der Rücklaufleitung eine Pumpe 48 angeordnet ist. Der Wärmetauscher 22 ist außerdem mit einer Vorlaufleitung 50 und einer Rücklaufleitung 52 für den Flächenkollektor 24 verbunden, wobei in die Rücklaufleitung 52 eine Pumpe 54 geschaltet ist. Über eine Ventilanordnung 56 sind Vor- und Rücklaufleitung 50, 52 mit dem Wärmetauscher 22 verbunden. Ein anderer Ausgang der Ventilanordnung 56 geht zu einer Vorlaufleitung 58 bzw. eine Rücklaufleitung 60, welche mit einem Wärmeteiler 26 verbunden sind. Der Wärmeteiler besteht aus einer Anzahl von Leitungsstrecken in Form eines Gitters, eines Netzes oder dergleichen, welche in einer Ebene unterhalb der Bodenplatte 32 im Erdreich 40 verlegt ist. Der Rücklauf aus dem Wärmeverteiler 26 liegt außerhalb der Frostschutzschürze 42. Diese zusätzliche mit dem Wärmeverteiler 26 verbundene Leitung umgibt das Gebäude im Erdreich 40 außerhalb der Frostschürze 42 in der Nähe des Erdwärmekollektors 28.

Nicht gezeigte Temperaturfühler messen die Temperatur in der Vorlaufleitung 50, im Wärmespeicher der Wärmepumpe 14 und gegebenenfalls im Erdreich 40. Sie sind mit einer Steuer- bzw. Regelvorrichtung 20 verbunden, welche die Pumpen 48, 54 ansteuert sowie die Ventilanordnung 56.

Die Wirkungsweise der gezeigten Anlage ist wie folgt. Besteht ein Wärmebedarf im Speicher der Wärmepumpe 14 und außerdem ein Gefälle zwischen der Temperatur in der Vorlaufleitung 50 und der Temperatur im Wärmespeicher, steuert die Steuervorrichtung 20 die Ventilanordnung 56 so an, daß der Wärmespeicher der Wärmepumpe 14 mit der Wärmeenergie des Kollektors 24 versorgt wird, und zwar über den Wärmetauscher 22. Die Pumpen 48 und 54 sind in Betrieb. Besteht zwischen der Vorlauftemperatur und der Temperatur im Erdreich 40 ebenfalls ein Gefälle, wird je nach der Anforderung seitens der Wärmepumpe 14 ein Teil des Wärmestroms über die Leitung 58 zum Wärmeverteiler 26 geführt. Die Wärmepumpe 14 wird vorzugsweise vorrangig versorgt, unter Umständen bei Bedarf auch ausschließlich. Dies ist eine Frage der Programmierung der Steuervorrichtung 20. Ist jedoch das Temperaturgefälle zwischen dem Vorlauf und dem Wärmespeicher der Wärmepumpe 14 gering oder geht gegen Null, kann die Ventilanordnung 56 den Wärmestrom ausschließlich zum Wärmeverteiler 26leiten. Dies ist auch der Fall, wenn die Vorlauftemperatur so niedrig ist, daß eine sinnvolle Verwendung der Wärmeenergie aus dem Kollektor 24 über die Wärmepumpe 14 nicht mehr möglich ist, zum Beispiel bei einer Vorlauftemperatur von 30°C oder weniger. In diesem Fall wird über die Steuervorrichtung 20 die Ventilanordnung 56 so geschaltet, daß ausschließlich der Wärmeverteiler 26 mit dem Wärmeübertragungsmedium vom Kollektor 24 versorgt wird, während die Zuleitung zum Wärmetauscher 22 gesperrt ist. Die Pumpe 48 ist in diesem Falle ausgeschaltet.

Bei der beschriebenen Energieversorgung des Wärmeverteilers 26 wird das Erdreich unterhalb der Bodenplatte 32 erwärmt, möglichst auf einen Wert von etwa 20°C. In diesem Fall besteht keine Differenz zwischen der Raumtemperatur im Gebäude und der Temperatur des Erdreichs 40. Damit entfällt jeglicher Transmissionswärmeverlust über die Bodenplatte 32, der erfahrungsgemäß zwischen 10 und 15% beträgt, wenn keine entsprechenden Gegenmaßnahmen getroffen sind. Wird im Erdreich eine Temperatur von mehr als 20°C erzielt, unterstützt diese das Heizungssystem des Gebäudes. Wird ein Zielwert von 20°C nicht erreicht, jedoch die übliche Erdtemperatur von 10°C überschritten, wirkt die im Erdreich abgespeicherte Solarwärme transmissionsverlustreduzierend.

Dadurch, daß eine zusätzliche Leitung im Rücklauf des Wärmeverteilers 26 im Erdreich das Gebäude mehr oder weniger umgibt, erfolgt auch eine Erwärmung dieses Bodenbereiches, wodurch ein zusätzlicher Frostschutz erzielt wird. Befindet sich, wie in der Figur gezeigt, ein Erdwärmekollektor 42 im Bereich dieser Zusatzleitung, wird die Wärme aus dem erwärmten Erdreich auf den Erdwärmekollektor übertragen, wodurch sich die Zulauftemperatur für die Sole zum Sole-Wasser-Wärmepumpenmodul 16 und damit der Wirkungsgrad erhöht. Dadurch kann unter Umständen der Einsatz eines zusätzlichen Wärmeerzeugers in Fortfall kommen.

Wird ein konventioneller Wärmeerzeuger eingesetzt, wie zum Beispiel eine Brennwerttherme und fällt die Temperatur des Warmwassers im Wärmespeicher unter einen gewünschten Sollwert, entfällt eine Einspeisung über das Solarmodul 24. In diesem Fall muß die Warmwasserbereitung vom Wärmeerzeuger erfolgen. Ist als Wärmeerzeuger eine Abluftwärmepumpe mit modularer Sole-Wasser- Wärmepumpe vorgesehen, wie in der Figur dargestellt, wird die Warmwasserbereitung durch die Abluftwärmepumpe 14 generiert. Sollte der Energiegehalt aus dem Abluftsystem 18 des Gebäudes nicht ausreichen, wird automatisch das Sole-Wasser-Wärmepumpenmodul 16 aktiviert, und der Solekreislauf aus dem Erdwärmekollektor 28 nimmt die abgespeicherte thermische Energie aus dem Erdreich auf. Auf eine zusätzliche Heizvorrichtung kann unter Umständen vollständig verzichtet werden.

Die gewonnene im Erdreich gespeicherte Wärme dient einerseits als Wärmepuffer, andererseits erhöht sie die Soleeintrittstemperatur in die Sole-Wasser-Wärmepumpe und erhöht damit deren Wirkungsgrad.


Anspruch[de]
Solarthermieanlage für ein Gebäude, mit mindestens einem Flächenkollektor auf einer Fläche des Gebäude, bei der über eine Vorlaufleitung und eine Rücklaufleitung eine Pumpe mit einer Wärmenutzvorrichtung im Gebäude verbunden ist und mit einer Ventilanordnung für die Vor- und Rücklaufleitung, die von einer Steuervorrichtung betätigbar ist, die ihrerseits über Temperaturfühler die Temperatur in einem Wärmespeicher der Wärmenutzvorrichtung und in der Vorlaufleitung mißt, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb einer Bodenplatte (32) des Gebäudes ein Wärmeverteiler (26) angeordnet ist, der über die Ventilanordnung (56) mit der Vorlauf- und Rücklaufleitung (50, 52) des Flächenkollektors (24) verbindbar ist und die Steuervorrichtung (20) eine Verbindung zum Wärmeverteiler (26) herstellt wenn zwischen der Temperatur in der Vorlaufleitung (50) und dem Erdreich (40) ein Gefälle besteht. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuervorrichtung (20) über die Ventilanordnung (56) eine Verbindung zum Wärmeverteiler (26) herstellt, wenn die Vorlauftemperatur gleich oder kleiner 30°C ist. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Wärmeverteiler (26) ein Leitungsnetz oder dergleichen aufweist, das in einer Ebene unterhalb der Bodenplatte (32) angeordnet ist. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaß des Wärmeverteilers (26) nach außen außerhalb der Bodenplatte (32) geführt und mit einer das Gebäude zumindest teilweise umgebenden Zusatzleitung innerhalb des Erdreichs (40) verbunden ist. Anlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Gebäude zumindest teilweise von einem Erdwärmekollektor (28) umgeben ist und die Zusatzleitung im Bereich des Erdwärmekollektors (28) verlegt ist. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine in das Erdreich eingelassene wärmedämmende Schürze (42) das Gebäude umgibt, wobei der Wärmeverteiler (26) innerhalb des Bereiches der Schürze (42) liegt und die Zusatzleitung und der Erdwärmekollektor außerhalb der Schürze (42). Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorlaufleitung (50) und einem Wärmespeicher einer Wärmenutzvorrichtung (14) jeweils ein Temperaturfühler zugeordnet ist, welche mit der Steuervorrichtung (20) verbunden sind und die Steuervorrichtung (20) die Ventilanordnung (56) nach Maßgabe eines Programms ansteuert derart, daß vorrangig die Wärmenutzvorrichtung (14) Wärmeenergie aus dem Wärmeübertragungsmedium vom Kollektor (24) zugeführt wird, wenn zwischen der Vorlauftemperatur und der Temperatur im Speicher der Wärmenutzvorrichtung ein erstes Gefälle besteht und der Wärmeverteiler (26) Wärmeübertragungsmedium empfängt, wenn das erste Gefälle einen vorgegebenen Wert unterschreitet und zwischen der Vorlauftemperatur und der Temperatur im Erdreich (40) ein zweites Gefälle besteht. Anlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein dritter Fühler im Erdreich unterhalb der Bodenplatte (32) angeordnet ist. Anlage zur Nutzung von Wärme, die in einem Sonnenkollektor auf einer Fläche eines Gebäudes erzeugt wird, wobei ein flüssiges Wärmeübertragungsmittel vom Kollektor mittels einer Pumpe zu einer Wärmenutzvorrichtung hin- und von dieser zum Kollektor zurückgefördert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmenutzvorrichtung von einem Wärmeverteiler unterhalb einer Bodenplatte des Gebäudes gebildet ist.






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