TECHNISCHES GEBIET
Die Erfindung betrifft ein Geländer, das in ihrem Fußbereich
eingespannte Glasscheiben enthält und bei dem daher auf Geländerpfosten
verzichtet werden kann.
STAND DER TECHNIK
Unter der Bezeichnung "GM Railing" ist ein Glasscheiben-Geländer
der eingangs genannten Art bekannt. Jede der vorhandenen Glasscheiben dieser Geländerkonstruktion
wird mit ihrem unteren Längsrandbereich in ein U-Profil eingeklebt. Glasscheibe
und U-Profil bilden ein fest zusammengefügtes Konstruktions- und Montagemodul,
welches in ein bauseitig angeordnetes Befestigungsprofil eingehängt werden
kann. Die Montage eines solchen Geländers ist nicht mit beliebigen Glasscheiben
sondern nur mit den die Scheiben bereits enthaltenden Modulen möglich. Da U-Profil
und Glasscheibe ein festes Bauteil darstellen, müssen U-Profil und Glasscheibe
eines jeweiligen Moduls immer gleich lang sein, was bei der Konstruktion (Montage)
und bei Reparatur- und Austauscharbeiten berücksichtigt werden muss. Außerdem
umfasst das bei der Montage zu berücksichtigende Modulgewicht nicht nur das
Gewicht der Glasscheibe sondern immer auch das Gewicht des U-Profils.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, ein montagefreundliches, wirtschaftlich günstiges und technisch einwandfreies
Glasscheiben-Geländer anzugeben.
Diese Erfindung ist durch die Merkmale der nebengeordneten Ansprüche
1 und 28 gegeben. Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand von weiteren Ansprüchen.
Die Erfindung ermöglicht es, bei der Montage eines Glasscheiben-Geländers
die Glasscheiben und die diese eingespannt haltenden U-Profile unabhängig voneinander
zu bewegen. Die jeweils zu bewegenden vergleichsweise geringen Lasten ermöglichen
dadurch eine problemlose manuelle Montage.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, die einzelne Glasscheibe,
die auch aus beispielsweise zwei fest miteinander verbundenen wie miteinander verklebten
Einzelscheiben bestehen kann, in das sie eingespannt haltende U-Profil lose einzusetzen,
und dann entweder das U-Profil mit einem fließ- oder pastenförmigen aushärtbaren
Füllmaterial auszufüllen oder die Glasscheibe mittels keilartiger Einsätze
kippsicher und dabei exakt ausgerichtet in dem betreffenden U-Profil anzuordnen.
Zwischen den keilartigen Einsätzen vorhandene Freiräume können mit
Füllmaterial ausgefüllt werden.
Vor dem Einsetzen einer Glasscheibe in ein U-Profil kann dieses U-Profil
bereits an einem bauseitig fest angeordneten Befestigungsprofil befestigt wie insbesondere
eingehängt befestigt worden sein. Die Befestigung kann auch mittels Schraub-
oder Schweißverbindungen hergestellt werden.
Bei der klemmenden Anordnung einer Glasscheibe in einem U-Profil kann
der Fußbereich der Glasscheibe mit einem leichten, beispielsweise aus Kunststoff
bestehenden U-förmigen Schutzprofil eingefasst werden. Die Keile drücken
dann nicht unmittelbar gegen die Glasoberfläche. Dadurch kann die Glasoberfläche
nicht verletzt werden, was ansonsten die Bruchgefahr der Scheibe wesentlich erhöhen
würde; die Keile können somit auch aus beliebig festem, auch metallischem
Material hergestellt werden.
Nach in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen können
die Keile zwischen U-Profil und Profilkörpern, die als U-förmiges Schutzprofil
ausgebildet sein können, platziert werden. Es ist auch möglich, einen
oder mehrere Keile in einen in einem seitlichen Profilkörper vorgesehenen Schlitz
einzuführen. Im letzteren Fall wird der jeweilige Profilkörper gegen den
einen oder die beiden Schenkel des U-Profils gedrückt.
Insbesondere die erfindungsgemäße Verkeilmethode erlaubt
es bei einem Bruch der Glasscheibe, lediglich die Glasscheibe zu erneuern; das U-Profil
braucht dabei nicht mit ausgetauscht zu werden.
In ein beliebig langes U-Profil können auch mehrere Scheiben
eingesetzt werden. Dabei kann eine Scheibe das U-Profil auch in dessen Längsrichtung
überragen. Der überragende Teil der Scheibe könnte in einem weiteren
U-Profil Platz finden.
Weitere Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung sind den in den
Ansprüchen ferner ausgeführten Merkmalen sowie den nachfolgenden Ausführungsbeispielen
zu entnehmen.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
Die Erfindung wird im Folgenden anhand der in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiele näher beschrieben und erläutert. Es zeigen:
1 einen Schnitt durch eine erste Ausführungsform
der eine Glasscheibe eingespannt haltenden Konstruktion eines Glasscheiben-Geländers
nach der Erfindung,
2 eine teilweise perspektivische Darstellung der bei
dem Geländer gemäß 1 vorhandenen Bauteile,
3 eine Darstellung ähnlich der 1,
mit einer seitlich aus der Längsachse des U-Profils versetzt festgeklemmten
Glasscheibe,
4 einen Schnitt durch einen bei dem Geländer nach
3 zu verwendenden Keil,
5 einen Schnitt durch einen Abschnitt einer zweiten
Ausführungsform eines Keils,
6 einen Schnitt eines Geländers ähnlich der
3, in einem nicht Keile enthaltenden Längsabschnitt
des Geländers,
7 eine schematische Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen
Geländers, das an einer an der Stirnseite eines massiven Bauteils bauseits
befestigten Unterkonstruktion befestigt ist,
8 eine schematische Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen
Geländers, das an einer Unterkonstruktion bauseits befestigt ist, die an der
Oberseite und an der Stirnseite eines massiven Bauteils vorhanden ist,
9 eine schematische Schnittdarstellung eines an der
Oberseite eines massiven Bauteils befestigten erfindungsgemäßen Geländers,
10 einen Schnitt durch eine weitere Ausführungsform
der Erfindung,
11 und 12 Schnittdarstellungen
von unterschiedlichen kurzen Keilen für das Geländer nach 10,
13 und 14 Schnittdarstellungen
von unterschiedlichen langen Keilen für das Geländer nach 10,
15 einen Schnitt durch eine weitere Ausführungform
eines erfindungsgemäßen Geländers, bei dem die Glasscheibe nicht
durch U-förmige Profile und Keile sondern durch eine Vergussmasse in einem
U-Profil eingespannt gehalten ist,
16 eine Schnittdarstellung einer in einem kantigen
U-Profil ohne Darstellung ihrer Einspannung einsitzenden Glasscheibe, wobei das
U-Profil mittels einer Schweißverbindung seitlich an einer ortsfesten Unterkonstruktion
befestigt ist,
17 eine zur 16 ähnliche
Darstellung, bei der das kantige U-Profil stehend auf einer ortsfesten Unterkonstruktion
angeschweißt ist,
18 eine Darstellung ähnlich der 9,
mit einem kantigen, eine ebenfalls kantige Umbiegung aufweisenden U-Profil,
19 eine Darstellung ähnlich der 2,
mit einem mehrteiligen U-förmigen U-Profil,
20 eine Darstellung ähnlich der 10,
mit einem mehrteiligen U-förmigen U-Profil und mit unterschiedlich kurzen und
langen Keilen,
21 eine Darstellung ähnlich der 3,
mit einem kantigen U-Profil und mit einer weiteren Ausführungsform eines U-förmigen
Profils und von Keilen,
22 das U-förmige Profil und Keile gemäß
21,
23 eine Darstellung eines an einer nicht exakt ortsfest
ausgerichteten Unterkonstruktion ähnlich der 9,
angehängten und exakt ausgerichteten Glasscheiben-Geländers gemäß
22.
WEGE ZUM AUSFÜHREN DER ERFINDUNG
Ein Glasscheiben-Geländer 10 ist mit seinem Fußbereich
ausschnittsweise in 1 dargestellt. Die im vorliegenden
Beispielsfall aus zwei über eine Klebeschicht 13 fest miteinander
verklebten Scheiben 12, 14 bestehende Glasscheibe 16
sitzt mit ihrem Fußbereich 18 eingespannt gehalten in einem U-Profil
20. Der linke und rechte Schenkel 22, 24 des U-Profils
20 ist ebenflächig und ragt unter Bildung einer jeweiligen Ausrundung
26, 28 rechtwinklig von einem den Boden 30 des U-Profils
20 bildenden Steg in der Zeichnung nach oben aus. Am oberen Ende des rechten
Schenkels 24 ist eine 180-Grad-Umbiegung 32 vorhanden. Mit dieser
Umbiegung 32 kann das U-Profil 20 in ein Befestigungsprofil beispielsweise
von oben her eingehängt werden, wie es in den 7
bis 9 beispielhaft dargestellt ist.
Die beiden Schenkel 22, 24 des U-Profils
20 können unterschiedlich lang sein. So könnte bei einem an der
Stirnseite einer Boden- oder Deckenplatte montierten Glasscheiben-Geländer
der innere Schenkel 24 aus insbesondere optischen Gründen niedriger
als der äußere Schenkel 22 ausgebildet sein.
Die Glasscheibe 16 wird von einem U-förmigen Profil
34 eng anliegend umschlossen. Dieses U-förmige Profil 34
besitzt einen Boden 36 mit einer seitlichen linken und rechten Eckabschrägung
38, 40. Im Bereich dieser Eckabschrägung 38 beziehungsweise
40 ragt eine linke Wand 42 beziehungsweise rechte Wand
44 in etwa rechtwinklig nach oben. Die Wandstärke 46 der
beiden Wände 42, 44 nimmt nach oben hin, weg vom Boden
36, kontinuierlich ab. Die lichte Breite 48 zwischen
den beiden Wänden 42, 44 ist konstant groß. Die Breite
48 könnte auch nach oben hin leicht abnehmen, so dass dann die beiden
Wände 42, 44 sich nach oben hin leicht zueinander neigen
würden. In jedem Fall ist die maximale lichte Breite 48 zwischen den
beiden Wänden 42, 44 im vorliegenden Beispielsfall geringfügig
kleiner als die Breite beziehungsweise Dicke 49 der Glasscheibe
16. Dadurch kann durch Auseinanderdrücken der beiden Wände
42, 44 des U-förmigen Profils 34 die Glasscheibe
16 mit ihrem Fußbereich 18 in das U-förmige Profil
34 eingesetzt und auf dem Boden 36 aufgesetzt werden. Das leichte
voneinander Wegdrücken der beiden Wände 42, 44 kann
durch eine jeweilige innere Ausrundung 50, 52 im Übergangsbereich
der Wand 42, 44 mit dem Boden 36 erleichtert werden.
Das geringfügige Vergrößern der lichten Breite 48 des U-förmigen
Profils 34 wird durch von innen und außen in den Boden 36
eingeformte Längsschlitze 54 beziehungsweise 56,
58 ermöglicht. Die Glasscheibe 16 kann also mit kappenförmig
stramm aufsitzendem U-förmigem Profil 34 in das U-Profil
20 von oben hinein gesetzt werden.
Das U-förmige Profil 34 besteht aus leichtem Kunststoffmaterial,
das eine ausreichende Druckfestigkeit besitzt. Das Gewicht der Glasscheibe
16 wird durch das auf sie aufgeschobene U-förmige Profil
34 nur unwesentlich größer.
Zum kippsicheren Halten der Glasscheibe 16 in dem U-Profil
20 werden Keile 60, 62 zwischen den linken Schenkel
22 und die linke Wand 42 beziehungsweise zwischen den rechten
Schenkel 24 und die rechte Wand 44 eingeschoben. Sofern die Glasscheibe
16 exakt mittig zwischen den beiden Schenkeln 22, 24
des U-Profils 20 platziert ist, sind die beiden Keile 60,
62 gleich. Bei einer nicht mittigen Anordnung der Glasscheibe
16 in dem U-Profil 20, was etwa bei nicht exakt ausgerichtetem
U-Profil 20 der Fall sein kann, sind die beiden Keile 60,
62 nicht querschnittsmäßig gleich. Die beiden Keile
60, 62 oder im Allgemeinen die zum Verkeilen der Glasscheibe
16 verwendeten Keile können vorzugsweise aus einem wesentlich längeren
Keil hergestellt werden, als sie in 2 dargestellt sind.
Durch unterschiedliches Abbrechen von Abschnitten eines solchen längeren Keils
können dann beliebig dicke Keile hergestellt werden. Zum erleichterten Auseinanderbrechen
der Keile besitzen diese Sollbruchstellen, die im vorliegenden Fall als Längsnute
70 auf der zu dem jeweiligen Schenkel 22, 24 des U-Profils
20 zeigenden Außenseite 72 im parallelen Abstand zueinander
vorhanden sind.
Die Keile 60 und 62 bestehen im vorliegenden Beispielsfall
aus Hart-Kunststoff mit einer Shore Härte von etwa 85. Sie können
auch aus metallischem Material bestehen.
Damit die Glasscheibe 16 mit anhängendem U-förmigem
Profil 34 leicht in das U-Profil 20 eingesetzt werden kann, ist
die maximale Breite 76 des U-förmigen Profils 34 kleiner
als die lichte Breite 78 zwischen den beiden Schenkeln 22,
24 des U-förmigen Profils 20.
In 3 ist die vorstehend erwähnte
nicht mittige Ausrichtung der Glasscheibe 16 in einem U-Profil
20 dargestellt. Diese außermittige Lage ist durchgezogen gezeichnet,
während die mittige Ausrichtung strichpunktiert angedeutet ist. Man erkennt
die unterschiedlich dicken Keile 60 beziehungsweise 62 auf den
beiden Außenseiten der Glasscheibe 16. Diese beiden Abschnitte
60, 62 können, wie es vorstehend ebenfalls bereits erwähnt
ist, aus einem langen Keil 61 (4) durch entsprechendes
Durchbrechen desselben erzeugt worden sein.
Der in 5 dargestellte Keil
63 unterscheidet sich von den Keilen 60 bis 62 dahingehend,
dass auf seiner Außenseite 73 eine Kunststoffbeschichtung
82 vorhanden ist. Diese Kunststoffbeschichtung ist auf dem im übrigen
aus metallischem Material bestehenden Keil 63 aufgebracht. Die Kunststoffbeschichtung
kann die Gleitreibung zwischen dem Keil und dem vorzugsweise aus metallischem Material
bestehenden U-Profil 20 vergrößern und damit günstig beeinflussen.
Andererseits ist zwischen einem aus Kunststoffmaterial bestehenden U-förmigen
Profil 34 und einem metallischen Keil 63 ebenfalls eine hohe Gleitreibung
vorhanden, die zusammen mit der sehr leicht geneigten Anlagefläche des Keils
63 an dem U-förmigen Profil 34 dafür sorgt, dass die
Keile sich nicht wieder selbständig nach oben aus dem U-Profil 20
herausarbeiten können.
Die Keile 60, 62 brauchen nicht durchgehend in Längsrichtung
(senkrecht zur Zeichenebene) des U-Profils 20 angeordnet zu werden. Wo
keine Keile vorhanden sind, kann der Hohlraum zwischen dem U-förmigen Profil
34 und dem U-Profil 20 durch eine Vergussmasse 84 ausgefüllt
werden (6). Diese Vergussmasse 84 kann im
flüssigen oder pastösen Zustand in das U-Profil 20 eingebracht
werden und dann dort in dem Profil 20 aushärten. Regelmäßig
kann es angebracht sein, den Innenraum des U-Profils 20 durch eine obere
dauerelastische Masse 86, 88 oder durch ein Abdeckprofil wetterfest
und UV-beständig zu verschließen. Mit solchen als linkes und rechtes Kappenprofil
ausgebildeten zwei Abdeckprofilen, die in der Zeichnung nicht dargestellt sind,
könnte das U-Profil auf den beiden Außenseiten der Glasscheibe
16 kappenförmig abgedeckt werden.
Bei den in 7 bis 9
dargestellten Befestigungsvariationen für das U-Profil 20 ist das
jeweilige U-Profil 20 an einem im vorliegenden Beispielsfall vertikal ausgerichteten
Schenkel 90 beziehungsweise 92 oder 94 angeschraubt befestigt.
Die obere Umbiegung 32 des U-Profils 20 umschließt
von oben das jeweilige Ende dieses Schenkels 90, 92,
94. Es wäre auch möglich, dass das U-Profil mit seiner Umbiegung
sich lastmäßig an dem jeweiligen Schenkel 90, 92,
94 anhängt.
Bei der Befestigungskonstruktion gemäß 7
ist an der Stirnseite 96 eines massiven Bauteils 98 eine Befestigungsplatte
100 befestigt, die die Oberseite 102 dieses massiven Bauteils
98 ein Stück weit überragt. Im Bereich der Stirnseite
96 ist an der Befestigungsplatte 100 ein L-Profil 104
befestigt. Die dafür erforderliche Befestigungsschraube 106 hält
im vorliegenden Beispielsfall auch die Befestigungsplatte 100 an dem massiven
Bauteil 98 fest. Der horizontale Schenkel 108 dieses L-Profils
104 ragt horizontal von dem massiven Bauteil 98 aus und trägt
das von oben auf ihm aufruhende U-Profil 20. Zum Befestigen des U-Profils
20 an dem horizontalen Schenkel 108 dient eine durch den horizontalen
Schenkel 108 des L-Profils 104 und den Boden 30 des U-Profils
20 hindurch gehende Befestigungschraube 110.
Zum Ausrichten des U-Profils 20 dienen zwei Abdrück-Gewindestifte
112, 114, die einmal durch die Umbiegung 32 (Gewindedurchbohrung
116) gegen die Befestigungsplatte 100 beziehungsweise durch die
Befestigungsplatte 100 hindurch gegen den rechten Schenkel 24
des U-Profils 20 einwirken können und dadurch das U-Profil
20 in seiner gekippten Ausrichtung relativ zur Befestigungsplatte
100 die lagefixieren können. Es könnte auch nur einer der Stifte
112, 114 verwendet werden. Die höhenmäßige Ausrichtung
des U-Profils 20 kann durch Unterlegscheiben zwischen dem horizontalen
Schenkel 108 und dem Boden 30 oder durch Unterfüttern der
Umbiegung 32 erfolgen. Es wäre auch möglich, die Befestigungsschraube
110 nicht durch den Boden 30 vollständig hindurch sondern
in eine im Boden 30 vorhandene nach unten offene Sacklochöffnung eintauchen
zu lassen. Das U-Profil 20 kann beliebig hoch aus der Stirnseite
96 und dann beispielsweise auch bündig zur Oberseite 102
angeordnet werden.
Die in 8 dargestellte Befestigungskonstruktion
unterscheidet sich von der in 7 im Wesentlichen darin,
dass statt der Befestigungsplatte 100 ein T-förmiges Befestigungsprofil
120 an dem massiven Bauteil 98 fest angebracht ist. Das gegenüber
dem L-Profil 104 in 8 verwendete L-Profil
124 besitzt einen gegenüber dem L-Profil 104 verkürzten
vertikalen Schenkel 125, mit dem es an dem massiven Bauteil 98
festgeschraubt ist, so wie dies grundsätzlich auch mit dem L-Profil
104 der Fall ist.
Bei der in 9 dargestellten Befestigungskonstruktion
ist im Abstand zur vorderen Stirnseite 96 eines massiven Bauteils
98 auf dessen Oberseite 102 ein Befestigungswinkel 126
fest angebracht. Ein U-Profil 20 ist im vorliegenden Beispielsfall mittels
zweier Befestigungsschrauben 128, die durch den im vorliegenden Beispielsfall
vertikalen Schenkel 94 dieses Befestigungswinkels 126 von außen
hindurch greifen und in den rechten Schenkel 24 des U-Profils
20 hinein greifen beziehungsweise im vorliegenden Beispielsfall durch diesen
rechten Schenkel hindurch greifen, an diesem vertikalen Schenkel 94 befestigt.
Die dafür vorgesehenen Schraublöcher im vertikalen Schenkel
94 könnten auch Langlöcher sein. Dann könnte das U-Profil
20 mit seinem Boden 30 auf der Oberseite 102 des massiven
Bauteils 98 aufruhen. Die Befestigungsschrauben 128 würden
dann nur für eine horizontale Ausrichtung des U-Profils 20 an dem
Befestigungswinkel 126 sorgen. Schließlich sind im vorliegenden Beispielsfall
noch mehrere Abdrück-Gewindestifte 112, 114 vorhanden, mit
denen – in ähnlicher Weise wie es in der 7
der Fall ist – das U-Profil 20 an dem vertikalen Schenkel
94 ausgerichtet werden kann. In geeigneten Fällen könnte ein
Ausrichten des U-Profils 20 auch nur mit einem der Stifte 112,
114 durchgeführt werden. Das U-Profil 20 kann durch entsprechendes
Anordnen des Befestigungswinkels 126 auch die Stirnseite 96 überragen.
Bei der in 10 dargestellten Ausführungsvariante
der Erfindung ist im Unterschied zu den vorstehenden Ausführungsformen ein
denen gegenüber andersartiges U-förmiges Profil 130 vorhanden.
Bei diesem U-förmigen Profil 130 besitzen seine beiden seitlichen
Wände 132, 134 einen bis an den Boden 136 dieses
Profils 130 von oben nach unten durchgehenden Schlitz 138,
140. Die linke Wand 132 besitzt dadurch zwei Wandteile
132.1 und 132.2, die durch den Schlitz 138 voneinander
beabstandet sind. Vergleichbare zwei Wandteile 134.1 und 134.2
sind auch bei der spiegelbildlich anderen Wand 134 vorhanden. Zusammen
mit dem U-förmigen Profil 130, das in gleicher Weise wie das U-förmige
Profil 34 den Fußbereich 18 der Glasscheibe 16 umschließt,
ist die Glasscheibe 16 in das U-Profil 20 von oben eingesetzt.
Sofern die Glasscheibe 16 mittig in dem U-Profil 20 platziert
ist, ist zwischen dem unteren Bereich 133 des Wandteils 132.1
und dem linken Schenkel 22 des U-Profils 20 ein lichter Abstand
142 vorhanden. Dieser lichte Abstand 142 ist im vorliegenden Fall
kleiner als ein vergleichbarer Abstand 144 zwischen dem oberen Bereich
135 dieses Wandteils 132.1 und dem linken Schenkel 22.
Auf diese Weise wird sichergestellt, dass sich das U-förmige Profil
130 problemlos vollständig in das U-Profil 20 von oben hineinsetzen
lässt. Dazu ist ebenfalls die maximale Breite 76 dieses U-förmigen
Profils 130 kleiner als die maximale lichte Breite 78 des U-Profils
20. Der gegenseitige lichte Abstand zwischen den beiden Wandteilen
132.2 und 134.2 entspricht der lichten Breite 48 des
U-förmigen Profils 34.
In dem Boden 136 des U-förmigen Profils 130
sind wie beim U-förmigen Profil 34 oben und unten Längsschlitze
54, 56, 58 und innere Ausrundungen
50, 52 vorhanden.
Bei der vorstehend erwähnten mittigen Ausrichtung der Glasscheibe
16 in dem Profil 20 sind zwischen dem Wandteil 134.1
der rechten Wand 134 vergleichbare lichte Abstände 142 im
unteren Bereich dieses Wandteils beziehungsweise 144 im oberen Abschnitt
dieses Wandteils 134.1 zum rechten Schenkel 24 des U-Profils
20 vorhanden. Dieses U-Profil 20 ist an einem Befestigungswinkel
146 angehängt gelagert, der etwa dem Befestigungswinkel
126 (9) entsprechen könnte.
In den rechten und linken Schlitz 138, 140 können
von oben kurze oder lange Stifte 150, 152 beziehungsweise kurze
oder lange Keile 154, 156 eingesetzt werden (11
bis 14). Die Stifte und Keile besitzen oben beispielsweise
rechtwinklig angeformte Nasen 158. Die Nasen verhindern, dass die Stifte
oder Keile vollständig versenkt in die Schlitze 138, 140
von oben hinein geschoben werden können. Durch die angeformten Nasen
158 können die Stifte beziehungsweise Keile wieder leicht nach oben
aus den Schlitzen 138, 140 herausgezogen werden. Letzteres ist
erforderlich, um die Scheibe 16 beispielsweise aus dem U-Profil
20 nach oben wieder herausheben zu können. Dies könnte im Falle
eines Scheibenbruches erforderlich werden.
Durch die Keile und gegebenenfalls Schlitze kann das linke Wandteil
132.1 in seinem unteren Bereich 133 und in seinem oberen Bereich
135 an der Innenseite des linken Schenkels 22 pressend angelegt
werden. Dadurch entsteht eine obere und untere Zwei-Punkt-Lagerung der linken Wand
132 an diesem linken Schenkel 22. Die Zwei-Punkt-Lagerung wird
durch eine konkave Einwölbung 159, die auch in dem rechten Wandteil
134.1 in vergleichbarer Weise vorhanden ist, sichergestellt. In einen Schlitz
138, 140 können auch mehrere der Stifte und Keile
150, 152, 154, 156 in Kombination zusammen eingefügt
werden. Die Art und die Anzahl der Stifte beziehungsweise der Keile richtet sich
nach den jeweils vorhandenen Abständen 142, 144 und der Breite
der Schlitze 138, 140. Mit den Stiften und Keilen kann nicht nur
die seitliche sondern auch eine planmäßig gekippte oder nicht gekippte
Ausrichtung der Scheibe 16 in dem Profil 20 ermöglicht werden.
In 15 ist eine Ausführungsvariante
der Erfindung dargestellt, bei der auf U-förmige Profile 34,
130 und auch Keile 60, 61, 62, 63 verzichtet
werden kann. Der Hohlraum zwischen der Glasscheibe 16 und den linken und
rechten Schenkeln 22, 24 sowie dem Boden 30 des jeweiligen
U-Profils 20 wird durch eine Vergussmasse 160 ausgefüllt.
Diese Vergussmasse 160 kann in flüssigem oder pastösen oder einem
anderen geeigneten Zustand in das Innere des U-Profils 20 eingefüllt
werden. Regelmäßig wird diese Scheibe 16 vorher mit ihrem Fußteil
18 in dieser Vergussmasse 160 platziert und dabei über eine
punktuelle oder durchgehende Verklotzung 162 auf dem Boden 30
des U-Profils 20 aufgelagert. Es wäre auch möglich, die Glasscheibe
16 in die vorhandene Vergussmasse 160 hinein zu setzen. Nach Aushärten
der Vergussmasse 160 ist dann die Glasscheibe 16 fest lagefixiert
im Inneren des U-Profils 20 gehalten. Das U-Profil 20 kann dann,
wie vorstehend beispielhaft dargestellt, in ortsfest vorhandene Konstruktionsteile
eingehängt oder sonstwie befestigt werden. Auch bei dieser Ausführungsvariante
kann es sinnvoll sein, was vom Material der Vergussmasse 160 abhängt,
diese Vergussmasse 160 von oben durch eine dauerelastische Masse
86, 88 oder durch Abdeckprofile schützend abzudecken.
Das in 16 dargestellte U-Profil
20.2 besitzt einen linken und rechten Schenkel 22.2,
24.2 und einen Boden 30.2. Zwischen den beiden Schenkeln
22.2, 24.2 und dem Boden 30.2 ist keine Ausrundung
26 beziehungsweise 28 vorhanden, so wie es bei dem U-Profil
20 der Fall ist. Das U-Profil 20.2 ist kantig ausgebildet. Im
Unterschied zu dem vorstehend beschriebenen U-Profil 20 ist an dem rechten
Schenkel 24.2 des U-Profils 20.2 auch keine 180-Grad-Umbiegung
vorhanden. Auch das U-Profil 20 könnte ohne eine solche 180-Grad-Umbiegung
32 ausgebildet sein.
Das U-Profil 20.2, in dem eine Glasscheibe 16 in
gleicher Weise wie in dem U-Profil 20 eingespannt gehalten werden kann,
ist mit seinem rechten Schenkel 24.2 über eine obere und untere Schweißnaht
170, 172 an einer als Platte 174 ausgebildeten ortsfesten
Befestigungskonstruktion angeschweißt. Eine Befestigungskonstruktion mittels
Schweißverbindungen könnte auch bei dem vorstehenden U-Profil
20 vorgenommen werden.
Das in 17 dargestellte U-Profil
20.2 ist über zwei Schweißnähte 170,
172 auf einer ortsfest vorhandenen Bodenplatte 176 festgeschweißt.
Das U-Profil 20.2 kann also hängend oder stehend auf einer ortsfesten
Befestigungskonstruktion angeordnet werden. Darüber hinaus kann das U-Profil
20.2 auch mit einer 180-Grad-Umbiegung am oberen Rand seines beispielsweise
rechten Schenkels 24.2 ausgestattet sein, die in 17
als nicht ausgerundete, kantige 180-Grad-Umbiegung 32.2 strichpunktiert
angedeutet ist. Über eine solche Umbiegung 32.2 könnte das U-Profil
20.2 auch auf einer ortsfesten Befestigungskonstruktion angehängt
werden.
In 18 ist eine solche aufgehängte
Konstruktion dargestellt. Das dort gezeigte U-Profil 20.3 entspricht dem
U-Profil 20.2 mit dem Unterschied, dass es mit einer kantigen 180-Grad-Umbiegung
32.2 ausgestattet ist. Dieses U-Profil 20.3 stützt sich mit
seiner 180-Grad-Umbiegung 32.2 über mehrere Unterlegscheiben
178 von oben auf dem senkrechten Schenkel 94
eines an einem massiven Bauteil 98 befestigten Befestigungswinkels
126 auf. In dem Schenkel 94 ist ein Langloch 180, das
von einer Befestigungsschraube 128 von außen her durchdrungen wird.
Die Befestigungsschraube greift in ein in dem rechten Schenkel 24.2 vorhandenes
Sackloch 182 ein. Mittels mehrerer Abdrückstifte 112,
114 kann der rechte Schenkel 24.2 und damit das gesamte U-Profil
20.3 relativ zum Befestigungswinkel 126 ausgerichtet werden. Gegebenenfalls
könnte auf einen der beiden Abdrück-Gewindestifte 114 auch verzichtet
werden.
In 19 ist das U-Profil 20.3
mit eingespannt in ihm einsitzender Scheibe 16 dargestellt. Außerdem
sind noch einmal zusätzlich die dabei verwendeten Klemmeinrichtungen einzeln
dargestellt. Das U-förmige Profil 34.2 unterscheidet sich von dem
U-förmigen Profil 34 im Wesentlichen dahingehend, dass es nicht einteilig
sondern mehrteilig, aus drei Profilkörpern besteht. Diese drei Profilkörper
bilden den Boden 36.3 und die linke und rechte Wand 42.3,
44.3 des U-förmigen Profils 34.2. Die drei Profilkörper
entsprechen formmäßig den entsprechenden Teilen des U-förmigen Profils
34 mit dem Unterschied, dass im vorliegenden Fall der Boden 36.3
keine linke und rechte Eckabschrägung 38, 40 und auch keine
oberen beziehungsweise unteren Längsschlitze 54, 56,
58 aufweisen. Auch die inneren Ausrundungen 50, 52 des
U-förmigen Profils 34 sind bei diesem U-förmigen Profil
34.2 aufgrund der mehrteiligen Ausbildung desselben nicht erforderlich
und damit auch nicht vorhanden. Zum Verkeilen des U-förmigen Profils
34.2 in dem U-Profil 20.3 sind wiederum Keile 60,
62 wie bei der Ausbildung gemäß 2,
vorhanden.
Bei der in 20 dargestellten Ausführungsform
der Erfindung ist in dem U-Profil 20.3 ein U-förmiges Profil
130.3 vorhanden, das dem U-förmigen Profil 130 (10)
entspricht mit dem Unterschied, dass es wieder aus drei Profilkörpern zusammengesetzt
ist, so wie es in vergleichbarer Weise auch bei dem in 19
dargestellten U-förmigen Profil 34.2 der Fall ist. So stehen die linke
Wand 132.3 und die rechte Wand 134.3 lose und senkrecht auf dem
einen rechteckigen Querschnitt besitzenden Boden 136.3 auf. Über kurze
oder längere Stifte 150, 152 oder kürzere oder längere
Keile 154, 156 können die beiden jeweiligen Wandteile der
beiden Wände 132.3, 134.3 auseinander gedrückt und von
innen gegen die beiden Schenkel des U-Profils 20.3 pressend gedrückt
werden und dadurch die Scheibe 16 eingespannt in dem U-Profil
20.3 gehalten werden. Das U-Profil 20.3 kann dann wiederum, so
wie in 10 beispielhaft dargestellt, an einer Unterkonstruktion
wie beispielsweise an einem Befestigungswinkel 146 angehängt oder
an demselben angeschweißt oder angeschraubt befestigt werden.
Bei dem in 21 dargestellten kantigen
U-Profil 20.3 ist ein dem U-förmigen Profil 34 vergleichbares
U-förmiges Profil 34.4 vorhanden, das sich vom U-förmigen Profil
34 dahin gehend unterscheidet, dass im oberen Bereich seiner linken und
rechten Wand 42.4, 44.4 eine strukturierte, raube Oberfläche
190 vorhanden ist. Im vorliegenden Beispielsfall ist diese Oberfläche
190 gezackt ausgebildet. Sie könnte auch beispielsweise leicht gewellt
ausgebildet sein.
Eine vergleichbare strukturierte, raube Oberfläche
192 ist auch an der Außenseite von einem rechten und linken Keil
60.4, 62.4 so vorhanden, so dass zwei raube Oberflächen
190, 192 aneinander liegen und für eine gegenseitige große
Reibung sorgen können. Im vorliegenden Beispielsfall ist zwischen dem rechten
Keil 62.4 und dem U-Profil 20.3 noch ein weiterer Keil
62.5 vorhanden, der beispielsweise dem Keil 154 oder
156 (20) entsprechen könnte. Mit verschieden
langen und verschieden ausgebildeten Keilen kann dann eine Scheibe 16 in
einem U-Profil 20.3 nicht nur in seitlicher, sondern auch in vertikaler
Ausrichtung exakt ausgerichtet und eingespannt in einem entsprechenden Profil
20, 20.3 ausgerichtet werden.
In 22 ist das U-förmige Profil
34.4 in einem in Querrichtung als langgestrecktes Stranggussprofil hergestellten
Zustand dargestellt. In diesem Zustand kann eine Glasscheibe 16 auf sein
Mittelteil (Boden) gestellt werden und seine beiden Außenseiten (Wände
42,4, 44.4) nach oben um ca. 90 Grad gegen die beiden
Außenseiten der Glasscheibe 16 geschwenkt werden. Die in
22 ersichtliche Länge des Mittelteils ist geringfügig
kürzer als die Dicke 49 der Glasscheibe 16. Die im Mittelteil
(Boden) vorhandenen Längsnute ermöglichen ein Ausdehnen des Mittelteils
und damit einen strammen Sitz des U-förmigen Profils um den Fußbereich
der Glasscheibe 16 herum.
In 23 ist eine zur 18
vergleichbare Konstellation dargestellt. Bei dieser Ausbildung ist der Befestigungswinkel
126 nicht rechtwinklig sondern schief auf dem massiven Bauteil
98 ortsfest vorhanden. Mittels der Gewindestifte 112 und des einen
oder der beiden durch den vertikalen Schenkel 94 des Befestigungswinkels
126 hindurchgreifenden weiteren Befestigungsstifte 114 kann das
U-Profil 20.3 exakt senkrecht ausgerichtet werden. Sollte die Ausrichtung
des U-Profils 20.3 nicht exakt vorhanden sein, könnte durch entsprechende
Anordnung von Keilen dafür gesorgt werden, dass die Scheibe 16 in
ihrer exakten vertikalen Ausrichtung vorhanden ist. Die Scheibe 16 könnte
auch mit einer planmäßigen Schiefstellung, sollte eine solche gewünscht
sein, in dem U-Profil eingespannt gehalten werden.
In dem U-Profil 20.3 ist ein U-förmiges Profil
34.5 vorhanden, das dem U-förmigen Profil 34.4
(21) entspricht mit dem Unterschied,
dass es wieder aus drei Profilkörpern zusammengesetzt ist, so wie das in vergleichbarer
Weise auch bei dem in 20 dargestellten Profil
130.3 der Fall ist.