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Dokumentenidentifikation DE202007009933U1 11.10.2007
Titel Stapelbarer Rollbehälter
Anmelder Gebhardt Transport- und Lagersysteme GmbH, 93413 Cham, DE
Vertreter Patentanwälte Eder & Schieschke, 80796 München
DE-Aktenzeichen 202007009933
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 11.10.2007
Registration date 06.09.2007
Application date from patent application 13.07.2007
IPC-Hauptklasse B62B 3/16(2006.01)A, F, I, 20070713, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen stapelbaren Rollbehälter, insbesondere für den Transport von Lebensmitteln, Kosmetikartikeln oder Gebrauchsgegenständen in Großgebinden, mit einem vorzugsweise rechteckigen Boden, an welchem unterseitig Transportrollen und zwei einander gegenüberstehende Aufsteckwände angeordnet sind.

Auch dreiseitige Lösungen sind Gegenstand der Erfindung, wobei eine dritte Wand als Rückwand vorgesehen sein kann. Auch allseitig geschlossene Behälter sind grundsätzlich denkbar (s.u.).

Für den Transport von Lebensmitteln, Kosmetikartikeln oder anderen Gebrauchsgegenständen werden von den Handelsketten überwiegend sogenannte Rollbehälter verwendet. Hierbei wird unterschieden zwischen sogenannten nicht „nestbaren" Rollbehältern, d.h. Rollbehälter, welche nicht ineinander gesteckt werden können und stapelbaren Rollbehältern. Nicht nestbare Rollbehälter erfordern erhebliche Lagerraumkosten und sind unpraktisch in der Handhabung. Auch der Zerlegeaufwand (bspw. für einen Rücktransport) ist erheblich, und die Beschädigungsquote an Rollen, Rahmen ist besonders bei kopfüber transportierten Behältern erheblich.

Nestbare Rollbehälter haben einen speziell ausgebildeten Bodenrahmen, beispielsweise in Trapezform der Bodenkonstruktion oder die Gestaltung eines „Z" bzw. eines „V", wobei diese bekannten Konstruktionen ein geradliniges oder seitliches Nesten ermöglichen.

Die unterschiedlichen Ausführungen der nestbaren Rollbehälter stellen teilweise gewichtsmäßig schwere Konstruktionen dar, besitzen eine laute Geräuschemission und sind nicht oder nur eingeschränkt geeignet für die moderne Fördertechnik.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es demgegenüber, einen stapelbaren Rollbehälter der eingangs genannten Art zu schaffen, welcher bei einfachem konstruktivem Aufbau kein Zerlegen erforderlich macht, eine platzsparende Aufbefahrung nicht benötigter Rollbehälter in der Filiale bzw. im Verteilerlager und im LKW ermöglicht und keine aufwändigen Werkzeugkosten zur Umrüstung erforderlich macht.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass jede der einander gegenüberstehenden Aufsteckwände eine gegenüber einer vertikalen Grundebene eingezogene hintere senkrechte Endstrebe und eine daran anschließende untere waagrechte Basisstrebe aufweist.

Durch diese besondere konstruktive Gestaltung wird ein nestbarer Rollbehälter geschaffen, welcher in der Lage ist, alle in der Praxis auftretenden Erfordernisse zu erfüllen und gleichzeitig auf einfache Weise hergestellt werden kann.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist jede Aufsteckwand in der Grundebene eine obere waagrechte Basisstrebe und daran anschließend eine vordere senkrechte Endstrebe auf. Die eingezogene hintere senkrechte Endstrebe und die waagrechte obere Basisstrebe einerseits und die untere waagrechte Basisstrebe sowie die vordere senkrechte Endstrebe andererseits sind jeweils über eingezogene Bereiche miteinander verbunden. Durch diese eingezogenen Bereiche wird auf einfache Weise ein Ineinanderstecken der Rollbehälter ermöglicht.

Bei Behältern mit senkrechten und waagrechten Gitterstäben der Aufsteckwände können die waagrechten Gitterstäbe der gegenüberliegenden Aufsteckwände jeweils im gegenüber der Grundebene eingezogenen Bereich mit der vorderen und der hinteren Endstrebe verbunden sein. Hierbei können die senkrechten Gitterstäbe im Bereich der Grundebene liegen und mit der jeweiligen oberen waagrechten Basisstrebe und über schräge Anschlüsse mit der jeweiligen unteren waagrechten Basisstrebe verbunden sein.

Jeder Boden kann in weiterer Ausgestaltung der Erfindung im Bereich der darüber liegenden Transportrolle des darüber gestapelten Rollbehälters mindestens eine Aussparung zur Arretierung aufweisen, wodurch eine sichere Stapelbarkeit der übereinander angeordneten Rollbehälter erreicht wird. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass in weiterer Ausgestaltung der Erfindung jeder Boden oberseitig mindestens eine Rille zur Führung mindestens einer der Transportrollen aufweist. Dabei ist vorzugsweise auf eine möglichst ruckfreie Führung der Rolle zu achten, so dass ein Behälter ohne Mühe leicht in den Bodenrahmen (bzw. die Laufrille) eines darunter befindlichen Behälters eingesetzt bzw. in diesen eingeschoben werden kann.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann quer zu den beiden einander gegenüberstehenden Aufsteckwänden zwischen diesen eine Abschlusssteckwand angeordnet sein, wobei die Abschlusssteckwand und die beiden Aufsteckwände miteinander und mit dem Boden befestigt sein können. Alle Seitenwände können hierbei über an sich bekannte Steckverbindungen in Aussparungen am Boden befestigt sein. Erfindungsgemäß lassen sich die Seitenwände im eingesetzten Zustand innerhalb gewollter Toleranzen seitlich auslenken, um das Nesten zu erleichtern. Anders als bei den starren Behältern aus dem Stand der Technik gestattet diese Beweglichkeit das leichte Auseinanderdrücken der Seitenwände, um die Behälter leichter ineinander schieben zu können.

Sofern eine dreiseitige Lösung mit Rückwand vorgesehen ist, kann diese Rückwand mit den Seitenwänden vorzugsweise über geeignete Scharniere verbunden sein. Die Scharniere erlauben dabei ebenfalls die vorgenannte Bewegung der Seitenwände innerhalb der gewünschten Toleranzen für ein erleichtertes Nesten. Vorzuggweise gestatten die Scharniere dabei ein Spiel von 30 mm–40 mm, etwa mittels eine Langlochkonstruktion oder über andere Verschiebeelemente des Scharniers.

Schließlich kann der erfindungsgemäße Behälter auch mit einer (vorzugsweise aushängbaren bzw. metallischen) Tür versehen sein, um ihn von vorn zu verschließen.

Alternativ kann auch eine andere geeignete Frontabdeckung (Plane etc.) zum Verschluss des Behälters Verwendung finden.

Vorzugsweise sind Zwischenböden vorgesehen, die zwischen den Seitenwänden einlegbar oder einhängbar sind und zur Lastaufteilung bzw. Stabilisierung des Behälters dienen. Sofern eine Rückwand als dritte Seitenwand vorgesehen ist, können die Zwischenböden auch zur stabilisierenden Verbindung der Wände untereinander beitragen, wenn sie mit jeder Wand in geeigneter Form mechanisch zusammenwirken (dreiseitig eingehängt; zweiseitig eingehängt mit Anschlag an dritter Wand etc.).

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher beschrieben. In der Zeichnung zeigen:

1 eine perspektivische Ansicht eines einzelnen stapelbaren Rollbehälters,

2, 3 und 4 drei verschiedene Ansichten mehrerer gestapelter Rollbehälter nach der Erfindung,

5 eine Seitenansicht der rechten Aufsteckwand des erfindungsgemäßen Rollbehälters,

6 eine perspektivische Ansicht der rechten Aufsteckwand,

7 eine Seitenansicht der rechten Aufsteckwand nach 5 und 6,

8 eine perspektivische Ansicht eines stapelbaren Rollbehälters mit drei Aufsteckwänden,

9, 10 und 11 drei Ansichten von gestapelten Rollbehältern der Bauform nach 8.

Wie in 1 sowie 5 bis 7 dargestellt, betrifft die Erfindung einen stapelbaren Rollbehälter 1, welcher insbesondere für den Transport von Lebensmitteln, Kosmetikartikeln oder anderen Gebrauchsgegenständen in Großgebinden eingesetzt werden kann. Dieser Rollbehälter 1 weist einen vorzugsweise rechteckigen Boden 2 auf, an welchen unterseitig nach 1 Transportrollen 3 und zwei einander gegenüberstehende Aufsteckwände 4, 5 angeordnet sind. Diese Aufsteckwände 4, 5 lassen sich über Zapfen 40, 41 bzw. 42, 43 nach 1 bzw. 5 in entsprechende Aussparungen des Bodens 2 einstecken.

Erfindungsgemäß weist jede der einander gegenüberstehenden Aufsteckwände 4, 5 eine gegenüber einer vertikalen Grundebene E-E nach 7 eingezogene hintere senkrechte Endstrebe 7 bzw. 8 und eine daran über eine Schräge 50 bzw. 51 anschließende untere waagrechte Basisstrebe 10, 11 auf.

Darüber hinaus besitzt jede Aufsteckwand 4, 5 in der Grundebene E-E nach 1 und 6 eine obere waagrechte Basisstrebe 13, 14 und daran anschließend eine vordere senkrechte Endstrebe 17, 18.

Aus 1 geht hervor, dass die eingezogene hintere senkrechte Endstrebe 7, 8 und die waagrechte obere Basisstrebe 13, 14 jeder Aufsteckwand über einen eingezogenen Bereich 20, 21 miteinander verbunden sind. Ebenso stehen die waagrechten oberen Basisstreben 13, 14 und die vorderen senkrechten Endstreben 17, 18 jeweils über eingezogene Bereiche 23 und 24 nach 1 bzw. nach 5 und 6 miteinander in Verbindung.

Die aussteckbaren Seitenwände 4, 5 können mit waagrechten Gitterstreben 26 und 29 und mit senkrechten Gitterstreben 29 und 30 versehen sein. Erfindungsgemäß sind die waagrechten Gitterstäbe 26 und 29 der gegenüberliegenden Aufsteckwände 4, 5 jeweils im gegenüber der Grundebene E-E eingezogenen Bereich mit der vorderen und hinteren Endstrebe 7, 17 bzw. 8, 18 verbunden. Hierbei liegen die senkrechten Gitterstäbe 27 und 30 im Bereich der Grundebene E-E und sind mit der jeweils oberen waagrechten Basisstrebe 13, 14 und über schräge Anschlüsse 32 und 33 (siehe 6) mit der jeweiligen unteren waagrechten Basisstrebe 10, 11 verbunden.

Um die in 2, 3 und 4 gestapelt dargestellten erfindungsgemäßen Rollbehälter in ihrer eingeschobenen Position sicher zu halten, besteht erfindungsgemäß die Möglichkeit, dass jeder Boden 2 im Bereich der darüber liegenden Transportrolle 3 des darüber gestapelten Rollbehälters mindestens eine Aussparung 35 nach 1 zur Arretierung aufweist. Darüber hinaus kann jeder Boden 2 oberseitig mindestens eine nicht näher dargestellte Rille zur Führung mindestens einer der Transportrollen 3 des darüber gestapelten Rollbehälters 1 aufweisen.

Der Boden 2 besteht vorzugsweise aus Kunststoff und weist Aussparungen auf, so dass die aufsteckbaren Seitenwände 4 und 5 über nicht näher dargestellte Steckverbindungen am Boden befestigt werden können.

Bei der Ausführungsform nach 2 bis 4 weist der stapelbare Rollbehälter zwei einander gegenüberstehende Aufsteckwände 4, 5 auf, welche eine besondere konstruktive Gestaltung zur Nestbarkeit besitzen.

Erfindungsgemäß besteht nach 8 bis 11 auch die Möglichkeit, dass der Rollbehälter 1 zwischen den beiden einander gegenüberstehenden Aufsteckwänden 4 und 5 eine Abschlusssteckwand 37 aufweist, welche über an sich bekannte Verbindungen sowohl mit den jeweiligen Aufsteckwänden 4 und 5 als auch mit dem Boden 2 verbunden sind.

Auch bei dieser erfindungsgemäßen Konstruktion weisen die Aufsteckwände 4 und 5 die erfindungsgemäße Konfiguration auf, wie sie insbesondere in den 1 sowie 5 bis 7 im Einzelnen für eine rechte Aufsteckwand dargestellt sind. Die Abschlusssteckwand 38 ist hiervon nicht berührt, so dass die Möglichkeit besteht, nach 9 bis 11 auch diese Bauform des aufsteckbaren Rollbehälters in stapelbarer Form in platzsparender Weise zu transportieren.


Anspruch[de]
Stapelbarer Rollbehälter (1), insbesondere für den Transport von Lebensmitteln, Kosmetikartikeln oder Gebrauchsgegenständen in Großgebinden,

mit einem vorzugsweise rechteckigen Boden (2), an welchem unterseitig Transportrollen (3) und zwei einander gegenüberstehende Aufsteckwände (4, 5) angeordnet sind,

dadurch gekennzeichnet,

dass jede der einander gegenüberstehenden Aufsteckwände (4, 5) eine gegenüber einer vertikalen Grundebene (E-E) eingezogene hintere senkrechte Endstrebe (7, 8) und eine daran anschließende untere waagrechte Basisstrebe (10, 11) aufweist.
Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Aufsteckwand (4, 5) in der Grundebene (E-E) eine obere waagerechte Basisstrebe (13, 14) und daran anschließend eine vordere senkrechte Endstrebe (17, 18) aufweist. Behälter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die eingezogene hintere senkrechte Endstrebe (7, 8) und die waagerechte obere Basisstrebe (13, 14) einerseits und die untere waagrechte Basisstrebe (10, 11) sowie die vordere senkrechte Endstrebe (17, 18) andererseits jeweils über eingezogene Bereiche (20, 21; 23, 24) miteinander verbunden sind. Behälter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, mit senkrechten und waagrechten Gitterstäben (26, 27; 29, 30), dadurch gekennzeichnet, dass die waagrechten Gitterstäbe (26, 29) der gegenüber liegenden Aufsteckwände (4, 5) jeweils im gegenüber der Grundebene (E-E) eingezogenen Bereich mit der vorderen und der hinteren Endstrebe (7, 17; 8, 18) verbunden sind. Behälter nach Anspruch 4 und einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die senkrechten Gitterstäbe (27, 30) im Bereich der Grundebene (E-E) liegen und jeweils mit der oberen waagrechten Basisstrebe (13, 14) und über schräge Anschlüsse (32, 33) mit der jeweiligen unteren waagrechten Basisstrebe (10, 11) verbunden sind. Behälter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Boden (2) im Bereich der darüber liegenden Transportrolle (3) des darüber gestapelten Behälters mindestens eine Aussparung (35) zur Arretierung aufweist. Behälter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Boden (2) oberseitig mindestens eine Rille zur vorzugsweise ruckfreien Führung mindestens einer der Transportrollen (3) aufweist. Behälter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (2) aus Kunststoff besteht. Behälter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass quer zu den beiden einander gegenüberstehenden Aufsteckwänden (4, 5) zwischen diesen eine Abschlusssteckwand (37) angeordnet ist. Behälter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschlusssteckwand (37) an den beiden benachbarten Aufsteckwänden (4, 5) und am Boden (2) befestigt ist. Behälter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass alle Aufsteckwände (4, 5; 37) über Steckverbindungen in Aussparungen am Boden (2) befestigt sind. Behälter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass gegenüberliegende Aufsteckwände (4, 5) im befestigten Zustand innerhalb gewollter Toleranzen seitlich auslenkbar sind, um das Nesten zu erleichtern. Behälter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine zwischen zwei gegenüberliegenden Aufsteckwänden (4, 5) angeordnete Rückwand (38) mit den Seitenwänden (4, 5) über Befestigungsmittel, insbesondere Scharniere, verbunden ist, wobei die Befestigungsmittel eine seitliche Auslenkung der Seitenwände relativ zur Rückwand (38) innerhalb vorgebbarer Toleranzen ermöglichen.






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