Die vorliegende Erfindung betrifft ein Nachtsichtsystem, und betrifft
speziell ein farbkorrigiertes Laser-Beleuchtungssystem für Nachtsichtanwendungen.
In Kraftfahrzeuganwendungen benutzte, herkömmliche Beleuchtungssysteme,
wie etwa Scheinwerfer und Rücklichter, setzen eine Glühlampe mit einem
Reflektor ein. Das von der Glühlampe emittierte Licht wird im Allgemeinen von
dem Reflektor parallel gerichtet. Die Glühbirne wird benutzt um für Scheinwerfer-
und Rücklichtanwendungen Licht im sichtbaren Spektrum zu erzeugen. Aktive Nachtsichtsysteme
erfordern typischerweise eine Emission im nahen Infrarot, die mit Halbleiter-CCD-
oder -CMOS-Kameras kompatibel ist, um den Bereich vor dem Fahrzeug zu beleuchten.
Fortschritte bei den Festkörper-Lasern haben zu Dünnschicht-Beleuchtungssystemen
zur Verwendung in Rücklicht- und aktiven Nachtsichtsystemen Anlaß gegeben.
Die Dünnschichtsysteme erfordern weniger Raum als Lampen- und Reflektorsysteme.
Weiterhin sind Laserdioden energiesparender und zuverlässiger als Glühbirnen.
Eine Herausforderung bei Dünnschicht-Beleuchtungssystemen ist es das Laserlicht
ausreichend schnell über einen ausreichend großen Bereich zu verteilen,
um für gute Sicht Raumausleuchtungs-Erfordernissen – und gleichzeitig
Augenschutz-Anforderungen, wie unter solche Anwendungen regelnden Gesetzen verfügt
– nachzukommen.
U.S.-Patent Nr. 6,422,713, erteilt am 23. Juli 2003 und betitelt „Thin
Sheet Collimation Optics For Use in Night Vision And Exterior Lighting Applications"
beschreibt Dünnschicht-Kollimatoroptiken, welche benutzt werden können
um augensichere Scheinwerferlampen auf Basis von Diodenlasern für Nachtsichtanwendungen
zu erzeugen. Die Emissionsmuster von Optiken wie in der erwähnten Anwendung
offenbart sind jenen von „Aufblend"-Frontscheinwerfern darin ähnlich,
daß sie weit im voraus projizieren, um Objekte auf große Entfernung zu
beleuchten, und außerdem Abblendlicht zur Beleuchtung von Objekten auf geringe
Entfernung zu beiden Seiten des Fahrzeugs bereitstellen.
Für die meisten Nachtsichtanwendungen liegt die Laser-Emissionswellenlänge
typischerweise im nahen Infrarotbereich (800–900 nm), z.B. 810 nm, was außerhalb
jenes normalerweise als für das menschliche Auge sichtbar angesehenen Spektrums
(400–750 nm) liegt. Obwohl das menschliche Auge extrem unempfindlich für
nahes Infrarotlicht ist, kann es für einen Fahrer unter bestimmten Bedingungen
möglich sein einen Nahinfrarot-Laser-Frontscheinwerfer eines sich nähernden
Fahrzeugs als ein schwaches rotes Licht wahrzunehmen. Ein derartiges System, das
dieses Merkmal zeigt, ist EP-A-0 936-107. Gegenwärtige Regierungsrichtlinien
verbieten einem nicht dem Gesetzesvollzug oder Notfall dienenden Fahrzeug den Gebrauch
irgendeiner vorwärts gerichteten Beleuchtungsvorrichtung, die von anderen Fahrzeugführern
als „rot" wahrgenommen werden könnte.
Folglich besteht eine Notwendigkeit für „farbkorrigierte"
Laser-Frontscheinwerfer für Nachtsichtanwendungen, die von anderen Fahrzeugführern
nicht als rotes Licht wahrgenommen werden könnten.
Es ist ein Gegenstand dieser Erfindung ein verbessertes, farbkorrigiertes
Beleuchtungssystem für Nachtsichtzwecke bereitzustellen.
Gemäß der Erfindung wird ein Beleuchtungssystem für
Nachtsichtanwendungen bereitgestellt; dadurch gekennzeichnet, daß das System
eine Nahinfrarot-Lichtquelle umfaßt; ein in einer Entfernung von der Nahinfrarot-Quelle
angeordnetes optisches Element, wobei das optische Element eine Eingangsfläche
besitzt, um Licht von der Nahinfrarot-Quelle zu empfangen; und eine Ausgangsfläche,
um das empfangene Licht in einem gewünschten Emissionsmuster zu emittieren;
und mindestens eine sichtbare, nicht rote Lichtquelle, die nahe einer Oberfläche
des optischen Elements derart angeordnet ist, daß die Ausgangsfläche des
optischen Elements das sichtbare Licht emittiert, um das emittierte nahe Infrarotlicht
zu maskieren; dadurch gekennzeichnet, daß die nicht rote Lichtquelle eine Platte
umfaßt, die eine Mehrzahl nicht roter, Licht emittierender Dioden darauf angeordnet
aufweist; und das optische Element ein im Wesentlichen planares optisches Dünnschicht-Element
umfaßt, und die Platte im Wesentlichen parallel zu einer Außenfläche
des optischen Elements angeordnet ist.
Die Nahinfrarot-Lichtquelle kann eine Laserdiode umfassen, die Licht
bei Wellenlängen zwischen ungefähr 800–900 nm emittiert; und die
sichtbare, nicht rote Lichtquelle kann eine Lichtquelle umfassen, die Licht bei
Wellenlängen zwischen ungefähr 400–600 nm emittiert.
Das System kann weiterhin eine Kamera umfassen, die adaptiert ist
um nahes Infrarotlicht von der Nahinfrarot-Lichtquelle zu empfangen, das von einem
Objekt innerhalb eines Kamerablickfeldes reflektiert wird.
Das System kann weiterhin eine Anzeige zur Abbildung von innerhalb
des Blickfeldes der Kamera detektierten Objekten umfassen.
Die sichtbare, nicht rote Lichtquelle kann eine Mehrzahl
nicht roter, Licht emittierender Dioden umfassen.
Jede nicht rote, Licht emittierende Diode kann ein jeweilige Kollimatorlinse
einschließen.
Die sichtbare, nicht rote Lichtquelle kann weiterhin eine Platte umfassen,
die eine Mehrzahl darauf angeordneter, nicht roter, Licht emittierender Dioden aufweist.
Die sichtbare, nicht rote Lichtquelle kann weiterhin eine Platte umfassen,
die eine Mehrzahl darauf angeordneter, nicht roter, Licht emittierender Dioden aufweist,
wobei das optische Element ein im Wesentlichen planares optisches Dünnschichtelement
umfassen kann und die Platte im Wesentlichen parallel zu einer Außenfläche
des optischen Elements angeordnet sein kann.
Die sichtbare, nicht rote Lichtquelle umfaßt eine Platte, die
darauf angeordnet eine Mehrzahl nicht roter, Licht emittierender Dioden aufweist,
und das optische Element umfaßt ein im Wesentlichen planares optisches Dünnschichtelement,
und die Platte ist nahe einer Oberfläche des optischen Elements angeordnet,
die zu der Eingangsfläche senkrecht liegt.
Die Ausgangsfläche des optischen Elements kann ungefähr
senkrecht zu der Eingangsfläche liegen, und das optische Element umfaßt
eine gestufte Oberfläche, die eine Mehrzahl reflektierender Facetten derart
angeordnet aufweist, daß das Licht beim Durchtritt von der Eingangsfläche
zu der Ausgangsfläche von der Mehrzahl reflektierender Facetten reflektiert
wird.
Das optische Element kann ein optisches Dünnschichtelement umfassen,
das eine asphärische Eingangsfläche aufweist, um durch die Eingangsfläche
tretendes Licht parallel zu richten; eine im Wesentlichen planare, zu einer Symmetrieachse
der Eingangsfläche allgemein senkrechte Ausgangsfläche; und eine der im
Wesentlichen planaren Ausgangsfläche gegenüberliegende gestufte Oberfläche,
die eine Mehrzahl von Stufen im Allgemeinen parallel zu der Ausgangsfläche
durch zugehörige, gewinkelte Facetten getrennt aufweist, die in einem Winkel
angeordnet sind, um das durch die Eingangsfläche ein- und durch die Ausgangsfläche
austretende Licht zu reflektieren.
In einer Ausführungsform kann das Beleuchtungssystem für
Nachtsichtanwendungen eine Nahinfrarot-Lichtquelle umfassen; ein in einer Entfernung
von der Nahinfrarot-Lichtquelle angeordnetes optisches Dünnschichtelement,
wobei das optische Element eine Eingangsfläche aufweist, um Licht von der Nahinfrarot-Quelle
zu empfangen; und eine Ausgangsfläche, um das empfangene Licht in einem gewünschten
Emissionsmuster zu emittieren; wobei eine sichtbare, nicht rote Lichtquelle eine
Platte umfaßt, die eine Mehrzahl nicht roter, Licht emittierender Dioden darauf
angeordnet aufweist; und die Platte sich derart nahe einer Oberfläche des optischen
Elements befindet, daß die Ausgangsfläche des optischen Elements das sichtbare
Licht emittiert, um das emittierte nahe Infrarotlicht zu maskieren; eine Kamera,
die angepaßt ist um von einem Objekt innerhalb eines Kamera-Blickfeldes reflektiertes
nahes Infrarotlicht von der Nahinfrarot-Lichtquelle zu empfangen; und ein Display,
um innerhalb des Kamera-Blickfeldes detektierte Objekte abzubilden.
Die vorliegende Erfindung ist darin vorteilhaft, daß sie einen
Mechanismus bereitstellt um das von dem Nachsichtsystem emittierte nahe Infrarotlicht
derart maskiert, daß das Licht von anderen Fahrzeugführern nicht als rotes
Licht wahrgenommen werden kann. Ein anderer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist
es, daß sie ein optisch effizientes optisches Element bereitstellt, das in
der Lage ist ein wünscheswertes, breites Beleuchtungsmuster zu erzeugen.
Mit Bezug auf die Merkmale der Erfindung veranschaulichenden Zeichnungen
werden einem Fachmann auf das Lesen der folgenden, detaillierten Beschreibung anhand
eines Beispiels andere Vorteile und Merkmale der Erfindung offensichtlich werden.
Die Erfindung wird nun, anhand eines Beispiels, unter Bezug auf die
begleitenden Zeichnungen beschrieben werden, in denen:
ein schematisches Blockdiagramm einer in einem
aktiven Nachtsichtsystem eingesetzten Ausführungsform der Erfindung ist;
eine Seitenansicht einer ersten Ausführungsform
eines optischen Elements zum Gebrauch mit dem farbkorrigierten Beleuchtungssystem
ist;
eine Vorderansicht des optischen Elements
von ist;
eine Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform
eines optischen Elements zum Gebrauch mit dem farbkorrigierten Beleuchtungssystem
ist; und
eine Vorderansicht des optischen Elements
von ist.
Während die vorliegende Erfindung unter Bezug auf ein aktives
Nachtsichtsystem für ein Fahrzeug beschrieben wird, wird man erkennen daß
die vorliegende Erfindung für andere Anwendungen angepaßt
und eingesetzt werden könnte, bei denen eine Nahinfrarot-Lichtquelle eingesetzt
wird.
In der folgenden Beschreibung werden verschiedene Betriebsparameter
und Komponenten für zwei konstruierte Ausführungsformen beschrieben. Diese
speziellen Parameter und Komponenten sind als Beispiele eingeschlossen und nicht
einschränkend gedacht.
Unter Bezug auf die Zeichnungen, in denen ähnliche Bezugsnummern
verwendet werden um in den verschiedenen Ansichten identische Komponenten zu identifizieren,
veranschaulicht nun ein schematisches Blockdiagramm
der in einem aktiven Nachtsichtsystem verwendeten vorliegenden Erfindung. In diesem
Beispiel wird die farbkorrigierte Lichtquelle 10 benutzt um nahes Infrarotlicht
zu erzeugen. Ein optisches Element 104, wie etwa ein optisches Dünnschichtelement
104, empfängt das Licht durch eine Eingangsfläche 106.
Das Licht wird innerhalb des optischen Elements 104 reflektiert und durch
eine Ausgangsfläche 110 gesendet oder emittiert. Eine Linse, ein Diffusor,
eine holographische Platte, Kissenoptiken, Beugungsoptiken oder jegliche andere
optische Vorrichtung kann an die Ausgangsfläche 110 angrenzend oder
ihr benachbart positioniert werden, um das Laserlicht zu manipulieren, um ein gewünschtes
Beleuchtungsmuster vor dem Nachtsichtsystem zu schaffen. Alternativ kann das optische
Element 104 konstruiert sein um selber das gewünschte Beleuchtungsmuster
zu emittieren.
Von der Ausgangsfläche 110 der Optik 104 emittiertes
Licht beleuchtet Objekte wie Objekt 12 innerhalb des Blickfeldes des Nachtsichtsystems.
Objekt 12 reflektiert das Laserlicht zurück in Richtung auf das Nachtsichtsystem.
Optische Elemente 14 verarbeiten das von Objekt 12 reflektierte
Licht und übermitteln die gewünschten Lichtdaten zu einer Kamera
16. Die Kamera 16 verarbeitet die Lichtdaten und bietet sie einem
Display 18 derart an, daß die Objektinformation dem Systemnutzer bekannt
gemacht werden kann. Die Kamera 16 kann ein siliziumbasierte CCD- oder
CMOS-Kamera sein, die gefiltert ist um Licht mit der gleichen Wellenlänge wie
der NIR-Quelle – wie etwa bei 810 nm – wahrzunehmen. Die Optik
14 schließt typischerweise einen Schmalbandfilter ein, um die Kamera
16 von dem Licht außerhalb des Bereichs von Interesse, das heißt
nahe dem Infrarotbereich, abzuschirmen.
Unter Bezug auf wird nun ein
schematisches Diagramm der farbkorrigierten Lichtquelle 10 und des optischen
Bauteils 104 von gezeigt. Die farbkorrigierte
Lichtquelle schließt eine Nahinfrarot-Lichtquelle 20 und eine farbkorrigierende
Lichtquelle 22 ein. Die Nahinfrarot-Quelle 20 kann eine LED oder
einen Diodenlaser umfassen, welcher Licht in dem nahen Infrarotbereich von ungefähr
800 bis 900 nm – wie etwa 810 nm – emittiert. Die NIR-Quelle
20 ist die in dem Nachtsichtsystem zur Beleuchtung von Objekten in dem
Blickfeld des Nachtsichtsystems verwendete Primärlichtquelle.
Die farbkorrigierende sichtbare Lichtquelle 22 kann einen
Glühdraht, eine Halogenbirne, eine LED oder irgend eine ähnliche Lichtquelle
einschließen, die über mindestens einen Abschnitt des sichtbaren Spektrums
des Lichts hinweg Licht liefert. Vorzugsweise emittiert die Lichtquelle
22 Licht – anderes als rotes Licht – in einem Bereich des
sichtbaren Spektrums, obwohl die roten Wellenlängen in dem von Lichtquelle
22 emittierten Lichtspektrum eingeschlossen sein können. In einer
Ausführungsform schließt die Lichtquelle 22 eine Mehrzahl grüner,
weißer oder gelber Licht emittierender Dioden (LEDs) 23 mit einer
derart gewählten Emissionsintensität ein, daß, wenn sie mit der NIR-Quelle
20 kombiniert werden, von dem menschlichen Sehsystem ein weißes oder
anderes nicht rotes Bild wahrgenommen wird.
Die farbkorrigierenden LEDs 23 sind auf einer Platte
25 in einem Muster angeordnet, das im Wesentlichen die Emissionsfläche
der Dünnschichtoptik 104 bedeckt. die Platte 25 ist an die
emittierende Oberfläche der Optik 104 derart angrenzend positioniert,
daß sie die emittierende Öffnung mit anderem als IR-Licht füllt.
Die Platte 25 kann zum Beispiel metallisch oder Plastik sein. Somit empfängt
das optische Element 104 das von NIR-Quelle 20 und den farbkorrigierten
LEDs 23 gelieferte, kombinierte Licht und emittiert beides in dem gleichen
Strahlenmuster. Jede LED 23 kann ihre eigene Kollimatorlinse
27 einschließen, und jede kann in einer Richtung derart angeordnet
sein, daß das farbkorrigierte Licht auf Durchtritt durch die Optik
104 hin ungefähr parallel zu dem NIR-Licht parallel gerichtet wird.
Geeignete farbkorrigierte LEDs 23 sind Luxeon-Quellen von Firma LumiLeds,
Teilenummer LXHL-MW1D (weiß) und LXH1-ML1D (gelb). Ähnliche LEDs sind
auch von der Firma Osram verfügbar.
Abhängig von der speziellen Facettierung des optischen Elements
104 und der Lage der NIR-Quelle 20 kann die relative Position
der farbkorrigierenden Quelle 22 hinsichtlich des optischen Elements
104 variieren. Obwohl sie sich dem optischen Bauteil 104 nahe
oder an sie angrenzend befindet, muß klar sein daß die farbkorrigierende
Quelle sich nicht in der in den Beispielen der –
gezeigten Position befinden muß.
Im Betrieb wird die resultierende Beleuchtungsausgabe von sich in
der Gegenrichtung nähernden Fahrzeugführern oder von Fahrzeugführern
vor dem mit einem solchen Nachtsichtsystem ausgerüsteten Fahrzeug als weißes
Licht, oder zumindest nicht als rotes Licht, wahrgenommen werden, weil die farbkorrigierte
Lichtquelle 22 in dem gleichen Strahlenmuster emittiert
wird wie die NIR-Quelle 20.
Details des optischen Bauelements 104 werden nun unter Bezug
auf und beschrieben
werden. zeigt eine Seitenansicht einer ersten
Ausführungsform des optischen Bauteils für das farbkorrigierte Beleuchtungssystem.
ist eine Vorderansicht des optischen Bauteils
von . Das optische Bauteil 104 wird
benutzt um das Licht von der Nahinfrarot-Lichtquelle 20 und das Licht von
der Lichtquelle 22 im Wesentlichen in den gleichen Mustern zu übertragen.
Von der NIR-Quelle 20 emittiertes Licht besitzt einen zugehörigen
ersten und zweiten divergenten Emissionswinkel 202, 206. Der erste
divergente Emissionswinkel liegt typischerweise in der Größenordnung von
35°, während der zweite divergente Emissionswinkel typischerweise in der
Größenordnung von 10° liegt. Die ersten und zweiten divergenten Emissionswinkel
202, 206 können abhängig von der Art und Konstruktion
der jeweiligen Lichtquelle 20 größer oder kleiner sein. Das optische
Element 104 zieht aus diesen divergierenden Winkeln 202,
206 Vorteil, um die Emissionsmuster der Lichtquellen räumlich auszudehnen,
ohne eine in anderen Konstruktionen gewöhnlich zu findende, zusätzliche
Optik zu benötigen. Selbstverständlich können im Rahmen der vorliegenden
Erfindung andere Arten von Lichtquellen 20 benutzt werden, welche divergierendes
Licht bei anderen Wellenlängen emittieren.
Die NIR-Quelle 20 ist um eine vorherbestimmte Entfernung
von dem optischen Element 104 weg positioniert, wie durch Entfernung
300 angedeutet. Die vorherbestimmte Entfernung 300 ist so gewählt,
daß sich das Licht räumlich um einen gewünschten Betrag entlang einer
Richtung parallel zu einer Breite des optischen Elements 104 ausdehnt.
Die Breite des optischen Elements ist durch Dimension 302 angedeutet.
In dem gezeigten Beispiel füllt das Licht die Eingangsfläche
106 in Richtung der Breite 302 aus. Wenn in einem Nachtsichtsystem
benutzt, beträgt eine bevorzugte Breite 302 des optischen Elements
104 ungefähr 50 mm. Größere oder kleinere Breiten
302 können innerhalb des Rahmens der vorliegenden Erfindung wie von
der speziellen Anwendung gefordert benutzt werden.
Eingangsfläche 106 des optischen Elements
104 besitzt eine asphärische Krümmung, um das Licht parallel
zu richten während es in das optische Element 104 eintritt. Die Parallelrichtung
wird in einer Ebene parallel zu der Ausgangsfläche 110 und entlang
einer Richtung parallel zu einer Länge des optischen Elements 104
erzielt. Die Länge wird durch Dimension 304 angedeutet.
ist eine Vorderansicht der in
gezeigten NIR-Lichtquelle 20 und der weißen Lichtquelle
22 und des optischen Elements 104. Das von Lichtquelle
20 emittierte Licht dehnt sich räumlich über eine vorherbestimmte
Entfernung 300 entlang einer Richtung parallel zu einer Tiefe des optischen
Elements 104 aus. Die Tiefe des optischen Elements 104 ist durch
die in gezeigte Dimension 306 angedeutet.
In der bevorzugten Ausführungsform füllt das Licht die Eingangsfläche
106 in Richtung der Tiefe 306. Tiefe 306 des optischen
Elements 104 reicht allgemein von ungefähr 5 mm bis ungefähr
10 mm. Im Rahmen der vorliegenden Erfindungen können dickere und dünnere
Tiefen 306 verwendet werden. Zum Beispiel könnte die Tiefe
306 bis zu einem Millimeter dünn sein.
Eingangsfläche 106 des optischen Elements
104 kann entlang der Richtung von Tiefe 306 eine Krümmung
aufweisen, um das Licht in einer Ebene senkrecht zu der Ausgangsfläche parallel
zu richten. Parallelrichtung wird entlang einer Richtung parallel zu der Länge
304 des optischen Elements 104 in einer Ebene senkrecht zu der
Ausgangsfläche 110 erreicht.
Die gestufte Oberfläche 108 wird in dem optischen Element
104 allgemein in einem Winkel zwischen Eingangsfläche 106
und Ausgangsfläche 110 gebildet. Wie in
gezeigt, erstreckt sich die gestufte Oberfläche 108 von der Unterseite
von Eingangsfläche 106 zu der entfernten Seite von Ausgangsfläche
110.
Die gestufte Oberfläche 108 wird mit mehreren in treppenartiger
Konfiguration angeordneten Facetten 122a–e gebildet. Facette
122a ist die niedrigste Facette 122 der Treppe und die zu Eingangsfläche
106 nächste Facette 122. Facette 122e ist die höchste
Facette 122 der Treppe und die von Eingangsfläche 106 am
weitesten entfernte Facette 122. Die Facetten 122 sind voneinander
durch flache Bereiche 124 getrennt. Die flachen Bereiche 124 sind
ausgerichtet, um parallel zu der Ausgangsfläche 110 zu liegen.
Jede Facette 122 wird hinsichtlich der Ausgangsfläche
110 in einem Winkel gebildet. In einer Ausführungsform sind alle der
Facetten 122 in einem Winkel von 45° angesetzt, um das Licht zu Ausgangsfläche
110 hin entlang einer Richtung senkrecht zu der Ausgangsfläche
110 zu reflektieren. Es können andere Winkel benutzt werden, einschließlich
verschiedener Winkel für verschiedene Facetten 122, um Variationen
des Beleuchtungsmusters zu erzeugen.
Alle der Facetten 122 sind konstruiert, um das
parallel gerichtete Licht unter Verwendung innerer Reflektion zu reflektieren. Innere
Totalreflektion von Licht tritt in einem optischen Medium dort auf, wo ein Einfallswinkel
&thgr; von Licht auf eine Oberfläche einen von Gleichung 1 gegebenen Grenzwinkel
&thgr;C überschreitet:
&thgr;C = sin–1(n1/n2)(1)
wobei n1 der Brechungsindex eines umgebenden Mediums ist, und n2
der Brechungsindex des optischen Mediums ist.
In einer Ausführungsform ist das optische Element 104
aus einem Polycarbonat gefertigt, das einen Brechungsindex von ungefähr n2
= 1,489 besitzt. Weiterhin ist das umgebende Medium Luft mit einem Brechungsindex
von Eins (n1 = 1). Dies erzeugt einen Grenzwinkel von ungefähr &thgr;C
= 42°. Mit den Facetten 122 in einem Winkel von 45° hinsichtlich
des einfallenden Lichts angeordnet, wird das Licht dann durch den Prozeß der
inneren Totalreflektion von den Facetten reflektiert.
Manche Anwendungen innerhalb des Rahmens der vorliegenden Erfindung
können es erfordern daß die Facetten 122 in weniger als dem Grenzwinkel
angeordnet sind. In diesen Fällen kann eine Schicht an reflektierendem Material,
wie etwa Metall, auf der Außenseite der gestuften Oberfläche
108 abgelagert werden. Alternativ können andere transparente optische
Materialien benutzt werden, die andere Brechungsindizes besitzen; einschließlich
Acryl, Plastik und Glas, aber nicht darauf beschränkt.
Die Anzahl von Facetten 122 und die Größe jeder
Facette 122 ist anwendungsspezifisch. Im Allgemeinen sollten es drei oder
mehr Facetten 122 sein. Die Anzahl an Facetten 122 zu erhöhen,
erhöht die Einheitlichkeit des durch die Ausgangsfläche 110 emittierten
Beleuchtungsmusters auf Kosten eines dickeren optischen Elements 104. Die
Einheitlichkeit des Beleuchtungsmusters kann dadurch verbessert werden, die Facetten
122 in einer oder mehreren Richtungen leicht zu biegen, so daß sie
eine Leichte Streuung des Lichts verursachen während sie das Licht reflektieren.
Der Effekt des optischen Elements 104 ist es, die von den
Lichtquellen 20, 22 emittierte optische Energie über einen
großen Bereich zu streuen. Unter Verwendung der bevorzugten Abmessungen von
50 mm für die Breite 302, 125 mm für die Länge
304 und 5 mm für die Tiefe 306 besitzt das optische Element
104 einen Eingangsflächen-Bereich, um ein Ausgangsflächen-Verhältnis
von 4% zu schaffen. Unter Vernachlässigung optischer Verluste setzt sich dies
in jene die Ausgangsfläche 110 verlassende Strahlungsstärke um,
die im Durchschnitt fünfundzwanzig mal kleiner ist als das, was in die Eingangsfläche
106 eintritt. Dieses Verhältnis kann verändert werden, indem
man die Abmessungen 302, 304 und 306 des optischen Elements
verändert. Zum Beispiel verändert es das Verhältnis auf 10%, die
Tiefe auf 12,5 mm zu ändern. Die Tiefe auf 1,25 mm zu senken senkt das Verhältnis
auf 1%. Dieses Verhältnis kann angepaßt werden, um eine gewünschte
optische Strahlungsstärke an der Ausgangsfläche 110 zu liefern.
Unter Bezug auf und
wird nun eine alternative Ausführungsform für
das optische Element 104 gezeigt. In den Beispielen der
und ist wieder ein einzelnes optisches Element gezeigt,
um das Licht von der NIR-Quelle 20 und der weißen Lichtquelle
22 zu übermitteln. Abhängig von den divergierenden Winkeln des
emittierten Lichts von der NIR-Quelle 20 kann auch ein Diffusor benötigt
werden, um die Eingangsfläche 106 mit Licht von der Lichtquelle
20 zu füllen.
Das optische Element 104' besitzt eine allgemein keilförmige
Ausgangsfläche 110'. Die Facetten 122' folgen um eine zu
der Ausgangsfläche 110' senkrechten Mittelachse 126 herum
Bogen mit mit verschiedenen Radien. Ähnlich folgt Eingangsfläche
106' einem Bogen um die Mittelachse 126.
In dieser Ausführungsform ist die NIR-Quelle 20 mit
ihrem Ausgang an der Mittelachse 126 positioniert. Während sich das
Licht von der Lichtquelle 20 in dem ersten divergierenden Winkel
202 ausbreitet, tritt es senkrecht zu der Eingangsfläche
106' in das optische Element 104' ein, wie in der Ebene parallel
zur Ausgangsfläche 110' gemessen. Eingangsfläche 106'
erlaubt es dem Licht sich innerhalb des optischen Elements 104' weiter
mit dem ersten divergierenden Emissionswinkel 202 auszubreiten. Es besteht
keine Notwendigkeit das Licht in der Ebene parallel zu der Ausgangsfläche
110' parallel zu richten.
Vorzugsweise entspricht der durch die Keilform gebildete Winkel dem
ersten divergierenden Emissionswinkel oder übersteigt ihn. Dies geschieht so,
daß die Eingangsfläche 106' alles oder das meiste des einfallenden
Lichts sammelt.
Ähnlich dieser ersten Ausführungsform kann die Eingangsfläche
106' gebogen sein, um das Licht in einer Ebene senkrecht zu der Ausgangsfläche
110' parallel zu richten. Die Tiefe des optischen Elements 306'
wird hier erneut so gewählt, daß die Eingangsfläche 106'
alles oder das meiste des Lichtes entlang des zweiten divergierenden Emissionswinkels
206 sammelt.
Es kann in manchen Anwendungen unpraktisch sein die Lichtquelle
10 in der vorherbestimmten Entfernung 300 von der Eingangsfläche
zu montieren. In diesen Fällen können Faseroptiken benutzt werden,
um die NIR-Lichtquelle 10 entfernt zu montieren. Eine von der Faseroptik
verursachte optische Divergenz ist die, daß der erste Divergenzwinkel
202 und der zweite Divergenzwinkel 206 gewöhnlich die gleichen
sind und somit einen gemeinsamen Divergenzwinkel erzeugen. Dieser gemeinsame Divergenzwinkel
reicht allgemein von 10° bis 40° voller Breite bei halber Maximalintensität.
Folglich sollte die Tiefe 306 des optischen Elements 104 der Breite
302 entsprechen.
In einer anderen Ausführungsform kann eine Linse, eine holographische
Platte, eine Beugungsoptik oder ein anderes geeignetes optisches Element zwischen
der Faseroptik und der Eingangsfläche 106 des optischen Elements
104 angeordnet sei, um den ersten divergierenden Emissionswinkel
202 und zweiten divergierenden Emissionswinkel 206 – oder
jegliche andere divergierende Emissionswinkel – zu reproduzieren.
In einem anderen Beispiel kann der Winkel jeder der einzelnen Facetten
122 geringfügig anders gemacht werden, um eine Divergenz in dem Beleuchtungsmuster
zu verursachen. Die Ausgangsfläche 110 kann als Mikrolinsen-Array
geformt sein, und ein das Licht formender holographischer Diffusor kann an der Ausgangsfläche
110 angebracht sein. Ähnliche Änderungen können an der Eingangsfläche
106, den Facetten 122 und der Ausgansfläche 110
vorgenommen werden, um entlang der Richtung von Breite 302 eine Divergenz
in dem Beleuchtungsmuster zu verursachen.
In beiden Ausführungsformen der –
füllt die farbkorrigierte Quelle 23, 23' jedoch ähnlich
das optische Element 104, 104', um das emittierte NIR-Licht zu
„maskieren".
Zusammengefaßt stellt die vorliegende Erfindung daher ein farbkorrigiertes
Beleuchtungssystem für Nachtsichtanwendungen bereit. Ein farbkorrigiertes Laser-Beleuchtungssystem
gemäß einer Ausführungsform der Erfindung schließt eine Nahinfrarot-Lichtquelle
und ein optisches Dünnschichtelement ein, das in einer Entfernung von der Nahinfrarot-Quelle
angeordnet ist. Das optische Element schließt eine Eingangsfläche zum
Empfang von Licht von der Nahinfrarot-Quelle und eine Ausgangsfläche zur Emission
des empfangenen Lichts in einem gewünschten Emissionsmuster ein. Das System
schließt außerdem eine sichtbare, nicht rote Lichtquelle in der Form einer
Platte ein, die eine Mehrzahl nicht roter LEDs darauf angeordnet aufweist. Die Platte
befindet sich nahe einer Oberfläche des optischen Elements; derart, daß
die Ausgangsfläche des optischen Elements das sichtbare Licht emittiert, um
das emittierte nahe Infrarotlicht zu maskieren. Eine Kamera ist angepaßt um
das nahe Infrarotlicht von der Nahinfrarot-Lichtquelle zu empfangen, das von einem
Objekt innerhalb eines Kamerablickfelds reflektiert wird; und ein Display wird benutzt
um Bilder von innerhalb des Kamerablickfeldes detektierten Objekten zu zeigen.
In einer Ausführungsform schließt das farbkorrigierte Laser-Beleuchtungssystem
ein optisches Dünnschichtelement ein, um ein Beleuchtungsmuster ähnlich
dem zum Gebrauch in einem Nachtsichtsystem bereitzustellen. Hinsichtlich des optischen
Elements tritt Licht durch eine Eingangsfläche in das optische Element ein
und verläßt das optische Element durch eine Ausgangsfläche, welche
im Wesentlichen senkrecht zu der Eingangsfläche ist. Eine gestufte Oberfläche
des optischen Elements ist in einem Winkel zwischen der Eingangsfläche und
der Ausgangsfläche angeordnet, um das Licht zu schneiden. In der gestuften
Oberfläche sind mehrere Facetten gebildet, um das Licht zu der Ausgangsfläche
hin zu reflektieren. Die Facetten, die Eingangsfläche und die Ausgangsfläche
sind derart angeordnet, daß Licht beim Durchtritt von der Eingangsfläche
zu der Ausgangsfläche nur an den Facetten reflektiert. Das Ergebnis ist, daß
das divergierende Emissionsmuster des von der Quelle emittierten Lichts in ein von
der Ausgangsfläche emittiertes, breiteres Beleuchtungsmuster verschoben wird.
In einer Ausführungsform sind die Facetten in einem streifenförmigen Muster
angeordnet, das eine schmale Abmessung einer rechteckigen Form parallel richtet.
In einem solchen Fall weist die Eingangsfläche eine krummlinige Gestalt auf,
um das Licht in einer ersten Ebene parallel zu der Ausgangsfläche parallel
zu richten. In einer anderen Ausführungsform sind die Facetten entlang von
Bögen um eine zu der Ausgangsfläche senkrechten Achse angeordnet.
Aus dem Vorstehenden ist zu erkennen, daß der Technik ein neuer
und farbkorrigierter Laser-Frontscheinwerfer für aktive Nachtsichtgeräte
bereitgestellt wurde. Während die Erfindung in Verbindung mit einer oder mehreren
Ausführungsformen beschrieben wurde, sollte klar sein daß die Erfindung
nicht auf diese Ausführungsformen beschränkt ist, und daß verschiedene
Alternativen, Modifikationen und Äquivalente konstruiert werden können,
ohne sich vom Bereich der Erfindung zu entfernen.
Zum Beispiel kann die farbkorrigierte Laserquelle mit zahlreichen
alternativen optischen Elementen benutzt werden, um jegliches gewünschte Beleuchtungsmuster
zur Beleuchtung von Objekten zu erzielen.