Hintergrund der Erfindung
Gebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung und ein
Verfahren zur Zuführung von Pulverbeschichtungsmaterial und insbesondere auf
eine Verbesserung beim Ansprechen einer tatsächlichen bzw. Ist-Zuführrate
auf eine vorgegebene Zuführrate.
Beschreibung des Standes der Technik
Wenn eine Pulverbeschichtung, wie z.B. eine Beschichtung einer Fahrzeugkarosserie,
durchgeführt wird, ist es, um die fertigbearbeitete Beschichtung gleichmäßig
zu gestalten und das Beschichtungsmaterial effektiv zu nutzen, notwendig, einem
Beschichtungsrohr immer eine konstante Menge an Pulverbeschichtungsmaterial zuzuführen.
Bei einer herkömmlichen Vorrichtung zur Zuführung von Pulverbeschichtungsmaterial
von diesem Typ wird ein Ende eines Trägerohrs in einen Behälter, in dem
Pulverbeschichtungsmaterial enthalten ist, eingeführt. Durch das Blasen von
Ansaugluft in eine Düse einer Einbringeinrichtung, die sich an dem anderen
Ende des Trägerrohrs befindet, wird das Pulverbeschichtungsmaterial in dem
Behälter in das Trägerrohr gesaugt, um dem Beschichtungsrohr zugeführt
zu werden. Eine Messvorrichtung zum Messen der Strömungsgeschwindigkeit bzw.
-rate des Pulverbeschichtungsmaterials ist an dem Trägerrohr befestigt. Auf
der Grundlage der Differenz zwischen der Ist-Zuführrate des Pulverbeschichtungsmaterials,
die durch die Messvorrichtung gemessen wird, und einer vorgegebenen Zuführrate,
die über ein Bedienungsfeld oder ähnliches eingegeben wird, wird der Druck
der Ansaugluft, die in die Düse der Einbringeinrichtung zu blasen ist, einer
PID-Steuerung unterworfen, so dass die Ist-Zuführrate gleich der vorgegebenen
Zuführrate ist. Hier ist die PID-Steuerung ein Steuersystem, das eine Kombination
eines Proportionalbetriebes für eine gleichmäßige Steuerung ohne
Schwingen, eines Integralbetriebes für die automatische Versatzkorrektur und
eines Differentialbetriebes für ein verbessertes Ansprechen auf Störungen
ist. Eine solche Vorrichtung zum Zuführen von Pulverbeschichtungsmaterial ermöglicht,
dass das Beschichtungsrohr immer mit der vorgegebenen Zuführrate an Pulverbeschichtungsmaterial
versorgt wird.
Da jedoch angestrebt wird, die vorgegebene Zuführrate an Pulverbeschichtungsmaterial
durch die PID-Steuerung des Drucks der Ansaugluft, die in die Düse der Einbringeinrichtung
zu blasen ist, auf der Grundlage der Differenz zwischen der Ist-Zuführrate
und der vorgegebenen Zuführrate zuzuführen, findet, wenn das Proportionalband
der PID-Steuerung schmal eingestellt ist, ein Überschwingen und Oszillieren
bei dem Ansprechen der Ist-Zuführrate auf die vorgegebene Zuführrate des
Pulverbeschichtungsmaterial statt, wie es in 7 durch
die Kurve C1 gezeigt ist. Andrerseits ist, wenn das Proportionalband breit eingestellt
ist, das Ansprechen der Ist-Zuführrate auf die vorgegebene Zuführrate
des Pulverbeschichtungsmaterials langsam, wie es in 7
durch Kurve C2 gezeigt ist. Daher wird, wie es in 8
gezeigt ist, Zeit benötigt, um einen gewünschten Ansaugluftdruck und eine
Ist-Zuführrate im Ansprechen auf die Änderung der vorgegebenen Zuführrate
zu erhalten.
Das Dokument US 5473947 bezieht
sich auf eine Fluidisier-Pulverströmungsgeschwindigkeit-Messvorrichtung, in
der die Ist-Pulvermassen-Strömungsgeschwindigkeit, die auf der Grundlage von
Signalen von zwei Drucksensoren gemessen wird, von dem Computer ausgegeben und mit
einem Strömungsgeschwindigkeits-Sollwert verglichen wird. Im Ergebnis wird
die Luftzuführung über ein Ventil reguliert.
Das Dokument WO 97/08177 offenbart ein System zum Steuern der Strömung
von flüssigem Beschichtungsmaterial, bei dem eine Strömungsreguliereinrichtung
die Strömung von flüssigem Beschichtungsmaterial als ein offener oder
geschlossener Kreis reguliert.
Die Nutzer von Pulverbeschichtung, die die Ausgabemenge von Pulverbeschichtungsmaterial
häufig ändern müssen, wünschen die Entwicklung einer Vorrichtung
zur Zuführung von Pulverbeschichtungsmaterial, die Pulverbeschichtungsmaterial
einem Beschichtungsrohr mit guten Ansprechverhalten zuführen kann.
Zusammenfassung der Erfindung
Die vorliegende Erfindung wurde getätigt, um das vorstehende
Problem zu lösen. Eine Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung und ein
Verfahren zur Zuführung von Pulverbeschichtungsmaterial mit gutem Ansprechverhalten
einer Ist-Zuführrate auf eine vorgegebene Zuführrate vorzusehen.
Eine Vorrichtung zum Zuführen von Pulverbeschichtungsmaterial
entsprechend der vorliegenden Erfindung weist auf: einen Tank zur Aufnahme von Pulverbeschichtungsmaterial
in diesem, eine Einbringeinrichtung, die mit dem Tank verbunden ist und die eine
Hauptdüse aufweist, eine Quelle für komprimierte Luft zum Blasen von Saugluft
in die Hauptdüse der Einbringeinrichtung, um Pulverbeschichtungsmaterial vom
Tank zu saugen, eine Pulverströmungsraten-Messvorrichtung zum Messen einer
Strömungsrate des Pulverbeschichtungsmaterials, das durch die Einbringeinrichtung
angesaugt wurde und vom Tank zugeführt wurde, eine Eingabeeinrichtung
für die gegebene Zuführrate zum Eingeben einer gegebenen Zuführrate
des Pulverbeschichtungsmaterials, eine Saugluftdruck-Einstelleinrichtung zum Einstellen
eines Drucks der Saugluft, die in die Hauptdüse der Einbringeinrichtung von
der Quelle der komprimierten Luft geblasen wird, eine Speichereinrichtung und eine
Steuerschaltung zum Speichern von einem Wert des Saugluftdrucks bezüglich einer
gegebenen Zuführrate in der Vergangenheit als gelernte Daten in der Speichereinrichtung,
zum unverzüglichen Betreiben, wenn eine neue gegebene Zuführrate von der
Eingabeeinrichtung für die gegebene Zuführrate eingegeben wird, der Saugluftdruck-Einstelleinrichtung,
so dass der Saugluftdruck gleich einem Wert der gelernten Daten ist, der in der
Speichereinrichtung bezüglich der neuen gegebenen Zuführrate gespeichert
wurde, und zum anschließenden Einstellen der Saugluftdruck-Einstelleinrichtung,
so dass eine Strömungsrate des Pulverbeschichtungsmaterials, die durch die
Pulverströmungsrate-Messvorrichtung gemessen wurde, gleich der neuen gegebenen
Zuführrate ist, um eine PID-Steuerung des Saugluftdrucks auszuführen.
Ein Verfahren zum Zuführen von Pulverbeschichtungsmaterial weist
die Schritte auf: Eingeben einer gegebenen Zuführrate, Saugen von Pulverbeschichtungsmaterial
von einem Tank durch das Blasen von Saugluft in eine Hauptdüse einer Einbringeinrichtung,
die mit dem Tank verbunden ist, Messen einer Strömungsrate des Pulverbeschichtungsmaterials,
Einstellen des Drucks der Saugluft, die in die Einbringeinrichtung geblasen wurde,
in einer solchen Weise, dass die gemessene Strömungsrate des Pulverbeschichtungsmaterials
gleich der eingegebenen gegebenen Zuführrate ist, Speichern von einem Wert
des Saugluftdrucks bezüglich einer gegebenen Zuführrate in der Vergangenheit
als gelernte Daten und unverzügliches Einstellen, wenn eine neue gegebene Zuführrate
eingegeben wird, des Saugluftdrucks, so dass dieser gleich dem Wert der gelernten
Daten ist, der bezüglich der neuen gegebenen Zuführrate gespeichert wurde,
und anschließend PID-Steuern des Saugluftdrucks, so dass die gemessene Strömungsrate
des Pulverbeschichtungsmaterials gleich der neuen gegebenen Zuführrate ist.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
1 ist ein Blockdiagramm einer Vorrichtung zur Zuführung
von Pulverbeschichtungsmaterial entsprechend dem Ausführungsbeispiel 1 der
vorliegenden Erfindung,
2 ist ein Fließbild, das den Betrieb des Ausführungsbeispiels
1 veranschaulicht,
3 ist eine graphische Darstellung des Ansprechens der
Ist-Zuführrate in Ausführungsbeispiel 1,
4 ist ein Zeitdarstellung, die die Beziehung zwischen
der vorgegebenen Zuführrate, dem Saugluftdruck und der Ist-Zuführrate
in Ausführungsbeispiel 1 veranschaulicht,
5 ist ein Fließbild, das den Betrieb des Ausführungsbeispiels
2 veranschaulicht,
6 ist eine graphische Darstellung, die das Ergebnis
der Ausbildung einer Kalibrierungskurve in Ausführungsbeispiel 2 veranschaulicht,
7 ist eine graphische Darstellung, die das Ansprechen
der Ist-Zuführrate in einer herkömmlichen Vorrichtung zur Zuführung
von Pulverbeschichtungsmaterial veranschaulicht, und
8 ist eine Zeitdarstellung, die die Beziehung zwischen
der vorgegebenen Zuführrate, dem Saugluftdruck und der Ist-Zuführrate
in der herkömmlichen Vorrichtung zur Zuführung von Pulverbeschichtungsmaterial
veranschaulicht.
Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele
Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden nun unter
Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben.
Ausführungsbeispiel 1:
1 stellt eine Struktur einer Vorrichtung zur Zuführung
von Pulverbeschichtungsmaterial entsprechend dem Ausführungsbeispiel 1 der
vorliegenden Erfindung dar. Ein Behälter 1, in dem Pulverbeschichtungsmaterial
F enthalten ist, wird als ein sogenannter Wirbelbetttank bezeichnet, der mit einer
perforierten Platte 2 versehen ist. Fluidisierluft wird eingeblasen, um
das Pulverbeschichtungsmaterial F in einem fluidisierten Zustand im Tank
1 zu halten. Ein Ende eines Trägerohrs 3 wird in den Tank
1 eingeführt, während das andere Ende des Trägerrohrs
3 mit einer Einspritz- bzw. Einbringeinrichtung 4 verbunden wird,
die mit einem Beschichtungsrohr 5 verbunden ist. Eine Pulverströmungsraten-Messvorrichtung
6 ist zum Messen der Strömungsrate des Pulverbeschichtungsmaterials
F auf der Grundlage der Änderung der Kapazität im Trägerrohr
3 an dem Trägerrohr 3 befestigt. Die Pulverströmungsraten-Messvorrichtung
6 ist mit einer Verstärkerschaltung 7 verbunden, die wiederum
mit einer Ausgleichschaltung 8 verbunden ist. Es ist festzuhalten, dass
die Pulverströmungsraten-Messvorrichtung 6 die Strömungsrate
des Pulverbeschichtungsmaterials F auf der Grundlage der Dichte im Trägerrohr
3, die als eine Änderung der Kapazität gemessen wird, und einer
Strömungsrate QF von Luft zum Messen, die in das Trägerrohr
3 eingeführt wird, misst. Ein Ausgangssignal von der Ausgleichschaltung
8 wird in eine Steuerungsreinrichtung 9 eingegeben, die die Saugluft
und die Verdünnungsluft zu einer Hauptdüse 4a bzw. einer Nebendüse
4 der Einbringeinrichtung 4 führt.
Die Steuerungseinrichtung 9 ist versehen mit einem Ventil
10, das mit einer Druckluftquelle (nicht gezeigt) verbunden ist, und das
auf der Grundlage eines Betätigungssignals des Beschichtungsrohrs
5 geöffnet und geschlossen wird, und mit einer Druckreguliereinrichtung
11 für Ansaugluft und einer Druckreguliereinrichtung 12 für
Verdünnungsluft, die jeweils durch einen Knoten A mit dem Ventil
10 verbunden sind. Die Reguliereinrichtungen 11 und
12 bilden einen Saugluftdruck-Einstelleinrichtung bzw. eine Verdünnungsluftdruck-Einstellungseinrichtung
in der vorliegenden Verbindung und sind mit der Hauptdüse 4a bzw.
der Nebendüse 4b der Einbringeinrichtung 4 verbunden. Ferner
hat die Steuereinrichtung 9 eine Steuerschaltung 13, die mit den
Reguliereinrichtungen 11 und 12 und mit der Ausgleichschaltung
8 verbunden ist. Die Steuereinrichtung 9 hat ebenfalls eine Bedienungstafel
14 und einen Speicher 15, wobei beide mit der Steuerschaltung
13 verbunden sind. Es ist festzuhalten, dass die Steuertafel
14 eine Eingabeeinrichtung für die vorgegebene Zuführrate und
eine Eingabeeinrichtung für die Trägerluft-Strömungsrate in der vorliegenden
Erfindung bildet. Der Speicher 15 speichert als gelernte Daten einen Wert
des Ansaugluftdrucks bezüglich einer vorgegebenen Zuführrate des Pulverbeschichtungsmaterials
F in der Vergangenheit und bildet eine Speichereinrichtung in der vorliegenden Erfindung.
Als Nächstes wird der grundlegende Betrieb der Vorrichtung zur
Zuführung von Pulverbeschichtungsmaterial beschrieben. Als Erstes wird Fluidisierluft
in den Tank 1geblasen, um das Pulverbeschichtungsmaterial F in einem fluidisierten
Zustand im Tank 1 zu halten. Wenn das Beschichtungsrohr 5 betätigt
wird, wird das Ventil 10 in der Steuereinrichtung 9 auf der Grundlage
des Betätigungssignals geöffnet. Komprimierte Luft von der Quelle für
komprimierte Luft (nicht gezeigt) geht durch das Schlauchventil 10 und
zweigt dann am Knoten A ab. Die Ansaugluft wird durch die Druckreguliereinrichtung
11 für Ansaugluft in die Hauptdüse 4a der Einbringeinrichtung
4 geblasen, während Verdünnungsluft durch die Druckreguliereinrichtung
12 für Verdünnungsluft in die Nebendüse 4b der
Einbringeinrichtung geblasen wird. Ansaugluft, die in die Hauptdüse
4a geblasen wird, saugt das Pulverbeschichtungsmaterial F vom Tank
1 in das Trägerohr 3. Ferner führen die Ansaugluft und
die Verdünnungsluft das Pulverbeschichtungsmaterial F in das Beschichtungsrohr
5, um zu einem zu beschichtendem Objekt ausgestoßen zu werden.
Hier ist der Betrieb des vorliegenden Ausführungsbeispiels weiter
im Detail unter Bezugnahme auf das Fließbild von 2
beschrieben. Als Erstes werden in Schritt S1 eine vorgegebene Zuführrate Qm
des Pulverbeschichtungsmaterials und eine Trägerluftzuführrate Qt für
das Befördern von Pulverbeschichtungsmaterial F zum Beschichtungsrohr
5 über die Bedienungstafel 13 eingegeben. In Schritt S2 bestimmt
die Steuerschaltung 13, ob die gelernten Daten eines Ansaugluftdrucks Pfm
bezüglich der eingegebenen vorgegebenen Zuführrate Qm im Speicher
15 gespeichert sind oder nicht. Wenn die Daten im Speicher 15
gespeichert sind, liest die Steuerschaltung 13 in Schritt S3 die gelernten
Daten des Ansaugluftdrucks Pfm und wird dann in Schritt S4 unverzüglich die
Druckreguliereinrichtung 11 betätigt, damit Ansaugluft eingestellt
wird, so dass diese den Wert der gelesenen, gelernten Daten hat.
Nach dem Betrieb für eine vorbestimmte Zeitdauer, wobei der Ansaugluftdruck
Pfm auf den Wert der gelesenen gelernten Daten eingestellt wird, bewegt sich in
Schritt S5 das System zur PID-Steuerung, wobei die vorgegebene Zuführrate Qm
der Sollwert ist. Genauer gesagt wird die Druckreguliereinrichtung 11 für
die Ansaugluft durch die Steuerschaltung 13 eingestellt, so dass die Strömungsrate
des Pulverbeschichtungsmaterials F, die durch die Strömungsraten-Messvorrichtung
6 gemessen wird, die in Schritt S1 eingegebene, vorgegebene Zuführrate
Qm ist.
Es ist festzuhalten, dass die Pulverströmungsraten-Messvorrichtung
6 die Strömungsrate des Pulverbeschichtungsmaterials F auf der Grundlage
der Dichte im Trägerrohr 3, die als die Änderung der Kapazität
gemessen wird, und auf der Grundlage der Strömungsrate Qf der Luft zum Messen,
die in das Trägerrohr 3 eingeführt wird, misst. Ein Ausgangssignal
von der Pulverströmungsraten-Messvorrichtung 6 wird durch die Verstärkerschaltung
7 verstärkt, beispielsweise durch die Ausgleichschaltung
8 einem Nullpunkt-Ausgleich unterzogen und dann in die Steuerschaltung
13 der Steuereinrichtung 9 als ein Signal eingegeben, das eine
Zuführung Qp des Pulverbeschichtungsmaterials F darstellt. Hierbei verringert
der Nullpunktausgleich den Einfluss des Pulvers, der an der Innenwand des Trägerohrs
3 haftet, während das Pulverbeschichtungsmaterial in einem Ausmaß
zugeführt wird, in dem praktisch keine nachteilige Wirkung vorliegt. Der Nullpunktausgleich
gleicht die Messwerte während des Betriebes aus, wobei ein Referenzwert des
Ausgleichs ein Messwert nach dem Anhalten der Vorrichtung zur Zuführung von
Pulverbeschichtungsmaterial (ein Messwert, der der Menge an Pulver, die am Trägrohr
3 haftet, entspricht) ist.
Wenn das die Zuführung Qp darstellende Signal von der Ausgleichschaltung
8 in die Steuerschaltung 13 eingegeben wird, vergleicht die Steuerschaltung
13 die Zuführung Qp, die durch das Signal dargestellt wird, mit der
vorgegeben Zuführrate Qm des Pulverbeschichtungsmaterials F, das im Voraus
über die Bedientafel 14 eingegeben wurde, und steuert den Druck Pfm
der Ansaugluft, die in die Hauptdüse 4a der Einbringeinrichtung
4 geblasen wird, indem die Druckreguliereinrichtung 11 für
die Ansaugluft entsprechend der Menge, die über oder unter der vorgegebenen
Zuführrate Qm liegt, eingestellt wird. Dadurch wird die vorgegeben Zuführrate
Qm des Pulverbeschichtungsmaterials F immer dem Beschichtungsrohr 5 zugeführt.
Gleichzeitig berechnet die Steuerschaltung 13 die Differenz Qt-Qfm zwischen
der Trägerluft-Strömungsrate Qt, die über die Bedienungstafel
14 eingegeben wird, und der Strömungsrate Qfm der Ansaugluft, und
stellt diese die Druckreguliereinrichtung 12 zum Verdünnen von Luft
ein, so dass eine Strömungsrate Qfs der Verdünnungsluft der Differenz
gleicht.
Auf diese Weise kann, da sich das System zur PI-Steuerung bewegt,
nachdem die Druckreguliereinrichtung 11 für die Ansaugluft auf der
Grundlage der gelernten Daten in der Vergangenheit des Ansaugluftdrucks Pfm bezüglich
der vorgegebenen Zuführrate Qm des Pulverbeschichtungsmaterials F unverzüglich
betätigt wurde, die tatsächliche Zuführrate gleich der vorgegebenen
Zuführrate Qm in einer kurzen Zeit, wie es in 3
gezeigt ist, gestaltet werden.
In Schritt S6 wird der Wert des Ansaugluftdrucks Pfm, wenn die tatsächliche
Zuführrate der vorgegebenen Zuführrate Qm gleicht, im Speicher
15 als gelernte Daten durch die Steuerschaltung 13 gespeichert.
Ferner wird in Schritt S7 bestimmt, ob eine Änderung der vorgegebenen
Zuführrate Qm des Pulverbeschichtungsmaterials F vorliegt oder nicht. Wenn
keine Änderung vorliegt, kehrt der Ablauf zu Schritt 5 zurück, um die
PID-Steuerung fortzusetzen. Wenn eine Änderung vorliegt, wird die neue vorgegebene
Zuführrate Qm in Schritt S8 eingegeben, und geht der Ablauf zu Schritt S2 zurück,
um zu bestimmen, ob die gelernten Daten des Ansaugluftdrucks Pfm bezüglich
der neuen vorgegebenen Zuführrate im Speicher 15 gespeichert sind
oder nicht.
Es ist festzuhalten, dass in Schritt S2, wenn die Daten des Ansaugluftdrucks
Pfm bezüglich der neu eingegebenen Zuführrate Qm nicht im Speicher
15 gespeichert sind, eine Entscheidung getroffen wird, dass in der Vergangenheit
keine gelernten Daten vorliegen. Dann geht der Ablauf zu Schritt S5, um die PID-Steuerung
auszuführen, wobei die vorgegebenen Zuführrate Qm der Sollwert ist.
Gemäß Vorbeschreibung ist durch die Kombination zwischen
dem unverzüglichen Betrieb der Druckreguliereinrichtung 11 für
Ansaugluft auf der Grundlage der gelernten Daten in der Vergangenheit und der anschließenden
PID-Steuerung das Ansprechen der tatsächlichen Zuführrate auf die vorgegebene
Zuführrate Qm ziemlich gut, selbst wenn sich die vorgegebenen Zuführrate
Qm ändert, wie es in 4 gezeigt ist. Daher kann
eine Beschichtung mit einer stabilen Filmdickeverteilung ausgebildet werden.
Es ist festzuhalten, dass, obwohl die Druckreguliereinrichtungen als
die Ansaugluft-Druckreguliereinrichtung bzw. die Verdünnungsluft-Druckreguliereinrichtung
verwendet werden, die vorliegende Erfindung nicht darauf beschränkt ist. Beispielsweise
können die Steuerventile verwendet werden.
Ausführungsbeispiel 2:
Eine Vorrichtung zur Zuführung von Pulverbeschichtungsmaterial
entsprechend Ausführungsbeispiel 2 hat eine ähnliche Struktur wie die
in 1 gezeigte Vorrichtung mit der Ausnahme, dass vor
dem Betrieb der Vorrichtung eine Kalibrierungskurve zum Zuführen von Pulverbeschichtungsmaterial
im Voraus durch Zuführen einer beliebigen Zuführung an Pulverbeschichtungsmaterial
geformt wird und dass auf der Grundlage der Werte der tatsächlichen Zuführrate
und des Ansaugluftdrucks bei der Formung der Kalibrierungskurve angenommene Daten
der Ansaugluftdrücke bezüglich der jeweiligen eingestellten Zuführungen
vorbereitet und gespeichert werden.
Der Betrieb des Ausführungsbeispiels 2 wird nun unter Bezugnahme
auf ein Fließbild aus 5 beschrieben. Als erstes
wird in Schritt 11 eine Kalibrierungskurve ausgebildet. Hier wird, wie es in
6 gezeigt ist, eine beliebige Zuführung zum Zuführen
von Pulverbeschichtungsmaterial spezifiziert und es wird ein Wert eines Ansaugluftdrucks
P1 bezüglich einer tatsächlichen Zuführrate Q1 erhalten. In ähnlicher
Weise werden Werte für die Ansaugluftdrücke P2 und P3 bezüglich den
jeweiligen tatsächlichen Zuführungen Q2 und Q3 durch das Formen der Kalibrierungskurve
erhalten. Eine Interpolation wird durch das aufeinanderfolgende Verbinden von Ursprung
und Messpunkten M1 bis M3 mit geraden Linien vorgenommen. In Schritt 12 werden die
Daten im Speicher 15 als angenommene Daten gespeichert. Es ist festzuhalten,
dass bezüglich eines Bereiches, in dem die Zuführung größer
als Q3 ist, die die Messpunkte M2 und M3 verbindende, gerade Linie verlängert
wird, um als die angenommenen Daten verwendet zu werden.
Die nachfolgenden Schritte 1 bis 3 sind ähnlich denen in Ausführungsbeispiel
1. Genauer gesagt werden in Schritt S1 eine gegebene Zuführrate Qm des Pulverbeschichtungsmaterials
F und eine Trägerluft-Strömungsrate Qt eingegeben. In Schritt S2 bestimmt
die Steuerschaltung 13, ob die gelernten Daten eines Ansaugluftdrucks
Pfm bezüglich der eingegebenen vorgegebenen Zuführrate Qm im Speicher
15 gespeichert ist oder nicht. Wenn die Daten im Speicher 15 gespeichert
sind, werden in Schritt S3 die Daten des Ansaugluftdrucks Pfm gelesen.
Wenn die gelernten Daten des Ansaugluftdrucks Pfm bezüglich der
eingegebenen vorgegebenen Zuführrate Qm im Speicher 15 in Schritt
S2 nicht gespeichert sind, geht der Ablauf zu Schritt S13, um aus dem Speicher
15 die angenommenen Daten des Ansaugluftdrucks Pfm, die der eingegebenen
vorgegebenen Zuführrate Qm entsprechen, zu lesen.
Die Schritte S4 bis S8 sind anschließend ähnlich denen in
Ausführungsbeispiel 1. Genauer gesagt wird in Schritt S4 die Druckreguliereinrichtung
11 für die Ansaugluft unverzüglich betrieben, um eingestellt
zu werden, damit diese den Wert der vorstehend beschriebenen gelernten Daten, die
in Schritt 3 gelesen wurden, oder den Wert der angenommenen Daten, der in Schritt
13 gelesen wurde, hat. Nach dem Betrieb für einen vorbestimmte Zeitdauer in
diesen Zustand bewegt sich das System in Schritt S5 zur PID-Steuerung, wobei die
vorgegebene Ansaugrate Qm der Sollwert ist. In Schritt S6 wird der Wert des Ansaugluftdrucks
PFM, wenn die tatsächliche Zuführrate gleich der vorgegebenen Zuführrate
Qm ist, im Speicher 15 als gelernte Daten gespeichert. Ferner wird in Schritt
S7 bestimmt, ob eine Änderung der vorgegeben Zuführrate Qm des Pulverbeschichtungsmaterials
F vorliegt oder nicht. Wenn keine Änderung vorliegt, geht der Ablauf zu Schritt
5 zurück, um die PID-Steuerung fortzusetzen. Wenn eine Änderung vorliegt,
wird eine neue vorgegebene Zuführrate Qm in Schritt S8 eingegeben und geht
der Ablauf zu Schritt S2 zurück.
Gemäß Vorbeschreibung ist beim zweiten Ausführungsbeispiel,
da die angenommenen Daten der Ansaugluftdrücke bezüglich der jeweiligen
eingestellten Zuführungen vorbereitet und gespeichert werden, indem die Kalibrierungskurve
mit beliebigen Zuführungen geformt wird, wenn keine gelernten Daten bezüglich
einer neuen eingegebenen vorgegebenen Zuführrate vorliegen, durch das unverzügliche
Einstellen des Ansaugluftdrucks auf den Wert der angenommenen Daten, der bezüglich
der vorgegebenen Zuführrate gespeichert ist, das Ansprechen der tatsächlichen
Zuführungsrate, wenn die Vorrichtung gestartet wird und wenn sich die vorgegebenen
Zuführrate ändert, gut.
Es ist festzuhalten, dass, obwohl die Kalibrierungskurve in
6 unter Verwendung von drei Messpunkten geformt wird,
eine Kalibrierungskurve unter Verwendung von zumindest einem Messpunkt geformt werden
kann. Wenn nur ein Messpunkt verwendet wird, können die angenommenen Daten
durch das Verbinden des Messpunkts und des Ursprungs mit einer geraden Linie vorbereitet
werden.
Ferner können die angenommenen Daten in Form einer linearen Gleichung
gespeichert werden oder in Form eines Datenverzeichnisses der Ansaugluftdrücke
bezüglich der jeweiligen eingestellten Zuführungen.
Darüber hinaus ist, obwohl in 6
der Ursprung und die drei Messpunkte aufeinanderfolgend mit unterschiedlichen geraden
Linien verbunden sind, die vorliegende Erfindung nicht darauf beschränkt. Es
ist möglich, von einem Ursprung und einer Vielzahl an Messpunkten eine annähernd
gerade Linie oder Kurve zu finden, die dem Ursprung und den Messpunkten am nächsten
ist, und diese als die angenommenen Daten zu verwenden.
Gemäß Vorbeschreibung wird entsprechend der vorliegenden
Erfindung, da die Werte des Ansaugluftdrucks bezüglich der eingestellten Zuführungen
in der Vergangenheit als gelernte Daten gespeichert werden, die Ansaugluftdruck,
wenn eine neue vorgegebene Zuführrate eingegeben wird, unverzüglich eingestellt,
um einen Wert in den gelernten Daten, der bezüglich der vorgegebenen Zuführungsrate
gespeichert ist, zu haben und anschließend der Ansaugluftdruck einer PID-Steuerung
unterzogen, so dass die Strömungsrate des Pulverbeschichtungsmaterials, die
durch die Pulverströmungsraten-Messvorrichtung gemessen wird, die neue vorgegebene
Zuführungsrate ist, wobei das Ansprechen der tatsächlichen Zuführungsrate,
wenn die Vorrichtung gestartet wird und wenn die vorgegeben Zuführungsrate
geändert wird, gut ist, und somit kann die Pulverbeschichtung in einer kurzen
Zeit mit guter Steuerbarkeit ausgeführt werden.