1. Technisches Gebiet
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schuhsohle, insbesondere für
einen Sportschuh.
2. Der Stand der Technik
Schuhsohlen müssen in erster Linie zwei Anforderungen erfüllen.
Zum einen sollen sie eine gute Haftung am Boden bereitstellen, zum anderen sollen
sie die in einem Schrittzyklus auftretenden Bodenreaktionskräfte ausreichend
dämpfen, um die Belastungen der Muskeln und des Knochengerüsts zu verringern.
Bei der traditionellen Schuhherstellung wird die erste Aufgabe von
der Außensohle übernommen, während zur Dämpfung oberhalb der
Außensohle eine Zwischensohle angeordnet wird. Bei Sportschuhen, aber auch
bei anderen Schuhen, die größeren mechanischen Belastungen unterworfen
sind, wird die Zwischensohle typischerweise aus durchgehend aufgeschäumten
EVA (Äthylenvinylacetat) hergestellt.
Die genauere Untersuchung der biomechanischen Vorgänge beim Laufen
hat jedoch zu der Erkenntnis geführt, dass eine homogen gestaltete Zwischensohle
den komplexen Vorgängen während eines Schrittzyklus nicht gerecht wird.
Der Bewegungsablauf vom Aufsetzen mit der Ferse bis zum Abstoßen mit dem Zehenbereich
ist ein dreidimensionaler Vorgang mit einer Vielzahl komplexer Drehbewegungen des
Fußes von der lateralen auf die mediale Seite und zurück.
Um diesen Bewegungsablauf gezielt zu beeinflussen, wurden daher in
der Vergangenheit in die aufgeschäumte Zwischensohle verschiedene Stützelemente
mit unterschiedlichen Materialeigenschaften eingefügt, die beispielsweise gezielt
eine Supination oder eine zu starke Pronation des Trägers des Schuhs verhindern
sollen. Dies gilt insbesondere für den Vorderfußbereich, der das Abroll-
und das Abstoßverhalten bestimmt, aber auch für den Fersenbereich der
Sohle, der das Verhalten des Schuhs in der Aufsetzphase beeinflusst.
Obwohl durch diese Entwicklungen gewisse Fortschritte bei der biomechanischen
Kontrolle des Schrittzyklus erzielt werden konnten, ergeben sich jedoch eine Reihe
von Nachteilen: So führt die Hinzufügung von besonderen Stützelementen
in die aufgeschäumte Zwischensohle zu einer erheblichen Gewichtszunahme des
Schuhs, die sich insbesondere bei Laufschuhen bemerkbar macht. Ferner erhöht
die Integration der Stützelemente in das umgebende Sohlenmaterial substantiell
die Fertigungskosten der Sohle, da bei der Herstellung eines Schuhs jedes dieser
Elemente sicher mit der sie umgebenden Zwischensohle durch Verkleben, Verschmelzen
etc. verbunden werden muss.
Schließlich erschwert der beschriebene Ansatz aus dem Stand der
Technik eine einfache und kostengünstige Anpassung der biomechanischen Eigenschaften
der Zwischensohle, da jede Veränderung der Stützelemente, sei es in Bezug
auf ihr Material oder ihre Form, eine vollständige Neukonstruktion der Zwischensohle
erfordert. Eine schnelle Anpassung eines Schuhmodells an neue Erkenntnisse aus der
biomechanischen Forschung oder an veränderte Anforderungen bei neuen Sportarten
ist damit nicht möglich.
Die US 5,367,791 offenbart
eine Schuhsohleneinlage mit Schaum-gefüllten Bereichen, die unabhängig
komprimierbar sind. Fünf Gruppen solcher Bereiche befinden sich unter den metatarsalen
Knochen (Mittelfußknochen) und proximalen Zehenknochen.
Die US 5,353,523 offenbart
eine Mittelsohle für einen Schuh einschließlich einer oder mehrerer Schaumsäulen,
die zwischen einer oberen und einer unteren Platte im Fersenbereich eines Schuhs
angeordnet sind.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher das Problem zugrunde, eine
Schuhsohle bereitzustellen, die die oben erläuterten Nachteile des Stands der
Technik überwindet.
3. Zusammenfassung der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schuhsohle, insbesondere für
einen Sportschuh, mit einer ersten Lastverteilungsplatte, die im Vorderfußbereich
der Schuhsohle angeordnet ist und mit zumindest einem lateralen und einem medialen
Verformungselement, wobei die erste Lastverteilungsplatte zumindest das laterale
und/oder das mediale Verformungselement vom hinteren Ende des Vorderfußbereichs
ausgehend zumindest teilweise umgreift.
Erfindungsgemäß wird somit eine Lastverteilungsplatte bereitgestellt,
die als ein Träger für die funktionalen Elemente der Schuhsohle dient.
Dieses Strukturelement überträgt und verteilt das Antwortverhalten der
einzelnen Verformungselemente auf externe Belastungen auf den vorderen Bereich des
Fußes. Durch die Anzahl, Anordnung und die spezifischen Materialeigenschaften
des lateralen und des medialen Verformungselements lässt sich der Bewegungsablauf
beispielsweise beim Abrollen und Abstoßen wesentlich gezielter als bisher beeinflussen,
beispielsweise im Hinblick auf die Verhinderung einer Supination oder einer zu starken
Pronation. Mit anderen Worten ermöglichen die unabhängigen
Verformungselemente eine genaue Anpassung an die in einem bestimmten Bereich benötigten
Deformationsanforderungen.
Da die Lastverteilungsplatte die Verformungselemente vom hinteren
Ende des Vorderfußbereiches ausgehend umgreift, wird einerseits im Bereich
des Fußgewölbes durch die dreidimensionale Gestaltung der Lastverteilungsplatte
eine stärkere Stützung erzielt und andererseits ein hohes Maß an
Flexibilität für den Vorderfußbereich ermöglicht, sei es zur
Dämpfung oder zur elastischen Energiespeicherung. Stellt sich heraus, dass
andere Verformungselemente besser geeignet sind, den bisherigen oder geänderten
Anforderungen an die Sohle zu entsprechen, können sie ohne weiteres an die
Stelle der bisher verwendeten treten, ohne dass irgendwelche Veränderungen
im sonstigen Fertigungsprozess der Sohle erforderlich sind.
Schließlich wird durch den erfindungsgemäßen Aufbau
des Vorderfußbereiches mit separat angeordneten Verformungselementen anstelle
eines durchgehend aufgeschäumten Materials das Gesamtgewicht der Sohle erheblich
reduziert.
Vorzugsweise sind das laterale und das mediale Verformungselement
mit einem Abstand voneinander unterhalb der ersten Lastverteilungsplatte angeordnet,
um sich bei Belastung der Schuhsohle unabhängig voneinander zu verformen. Die
separate Anordnung der einzelnen Verformungselemente ermöglicht anders als
bei einer Integration in einen umgebenden EVA-Schaum eine vollkommen unbeeinflusste
Deformation jedes Elements.
Die erste Lastverteilungsplatte weist die Form eines nach vorne geöffneten
U auf. Diese Gestaltung führt zu einer erhöhten strukturellen Stabilität
der Sohle, da die Verformungselemente von hinten und von unten von der ersten Lastverteilungsplatte
eingefasst werden.
Vorzugsweise weist die erste Lastverteilungsplatte eine laterale und
eine mediale Unterseite auf, die unabhängig voneinander ausgelenkt werden können
und dazu vorzugsweise durch einen Einschnittsbereich voneinander getrennt sind.
Dieser Einschnittsbereich spiegelt auf Seiten der Lastverteilungsplatte die separate
Bereitstellung eines lateralen und eines medialen Verformungselements wider. Das
Antwortverhalten der Sohle auf der medialen Seite kann somit unabhängig vom
Verhalten auf der lateralen Seite des Vorderfußbereiches eingestellt werden.
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel sind ein hinteres laterales,
ein vorderes laterales, ein hinteres mediales und ein vorderes mediales Verformungselement
mit einem Abstand voneinander unterhalb der ersten Lastverteilungsplatte angeordnet.
Ferner ist bevorzugt ein Zehen-Verformungselement im vordersten Bereich unter der
ersten Lastverteilungsplatte mit einem Abstand von den anderen Verformungselementen
vorgesehen. Die einzelnen Verformungselemente werden beim Abrollen und Abstoßen
mit dem Fuß nacheinander belastet. Ihre jeweiligen Materialeigenschaften, insbesondere
ihre Kompressibilität, ermöglich daher, jeden Abschnitt dieses Vorgangs
gezielt zu beeinflussen, sowohl auf der lateralen als auch auf der medialen Seite.
Das Zehen-Verformungselement überragt vorzugsweise die erste Lastverteilungsplatte
nach vorne und weist eine besondere Elastizität auf, die das Abstoßen
vom Boden erleichtert.
Gemäß einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel
ist zusätzlich eine zweite Lastverteilungsplatte im Fersenbereich der Schuhsohle
angeordnet mit zumindest einem unterhalb der zweiten Lastverteilungsplatte angeordneten
Dämpfungselement, das das Dämpfungsverhalten der Schuhsohle beim ersten
Bodenkontakt mit der Ferse bestimmt, und mit zumindest einem unterhalb der zweiten
Lastverteilungsplatte angeordneten Führungselement mit Materialeigenschaften,
die den Fuß nach dem ersten Bodenkontakt in eine neutrale Position bringen.
Während das Dämpfungselement die Gelenke und Muskeln vor
den beim ersten Bodenkontakt auftretenden Bodenreaktionskräften schützt,
wird durch die Materialeigenschaften des Führungselements sichergestellt, dass
bereits unmittelbar nach dem Aufsetzen eine "Pronationskontrolle" erfolgt, durch
die der Fuß in die für dieses Stadium des Schrittzyklus korrekte, mittlere
Position gebracht wird.
Die zweite Lastverteilungsplatte im Fersenbereich stellt einerseits
eine gleichmäßige Kraftverteilung auf die Ferse sicher und sorgt andererseits
dafür, dass die Dämpfungs- und Führungswirkung der genannten Elemente
nicht auf einzelne Teilbereiche der Ferse begrenzt ist, sondern gleichmäßig
auf den gesamten Hinterfußbereich übertragen wird. Zusätzlich zu
der bekannten Dämpfungsfunktion wird somit der Fuß für die nachfolgende
Abrollphase über den erfindungsgemäßen Vorderfußbereich optimal
vorbereitet.
Vorzugsweise sind ein laterales und ein mediales Führungselement
unterhalb der zweiten Lastverteilungsplatte angeordnet. Das Zusammenspiel dieser
beiden Funktionseinheiten ermöglicht beim Aufsetzen der Schuhsohle den kontrollierten
Übergang des Schwerpunkts von der hinteren lateralen Seite in das Zentrum der
Ferse.
Weiterhin ist vorzugsweise zusätzlich ein Stabilitätselement
unterhalb der zweiten Lastverteilungsplatte angeordnet, das Materialeigenschaften
aufweist, mit denen eine zu starke Pronation beim Übergang in die Abrollphase
eines Schrittzyklus verhindert wird. Über die Funktion der Führungselemente
hinaus verhindert das zusätzliche Stabilitätselement eine zu starke Drehung
des Fußes auf die mediale Seite. Der Fachmann erkennt ebenso wie im Fall der
Führungselemente unmittelbar, dass die wesentliche Materialeigenschaft, die
zur Pronationskontrolle verwendet werden kann, die Kompressibilität der entsprechenden
Elemente unter den auftretenden Belastungen ist.
Vorzugsweise nehmen das Dämpfungselement, die beiden Führungselemente
und das Stabilitätselement jeweils einen im wesentlichen sektorförmigen
Bereich der Fläche unterhalb der zweiten Lastverteilungsplatte ein, wobei das
Dämpfungselement im wesentlichen den hinteren lateralen Bereich, das erste
Führungselement den vorderen lateralen Bereich, das zweite Führungselement
den hinteren medialen Bereich und das Stabilitätselement den vorderen medialen
Bereich des Fersenbereichs der Schuhsohle einnimmt.
Diese bevorzugte Anordnung der Funktionselemente ermöglicht in
vorteilhafter Weise die vollständige "Pronationskontrolle" vom ersten Bodenkontakt
bis zum Übergang in die Abrollphase: Nach der dämpfenden Kompression des
Dämpfungselements beim ersten Bodenkontakt wird durch die diagonal angeordneten
Führungselemente die Schwerpunktsbelastung in die Mitte der Ferse geführt.
Das im vorderen medialen Bereich angeordnete Stabilitätselement stellt sicher,
dass der Schwerpunkt nicht im Zuge einer weiteren Drehung des Fußes zu stark
auf die mediale Seite wandert.
Zu Erhöhung der Lebensdauer der erfindungsgemäßen Sohlenkonstruktion
umgreift die zweite Lastverteilungsplatte vorzugsweise ähnlich der ersten Lastverteilungsplatte
zumindest teilweise U-förmig das Dämpfungs- und/oder das/die Führungs-
und/oder das/die Stabilitätselement/e. Spiegelbildlich zur bevorzugten Ausbildung
der ersten Lastverteilungsplatte ist die U-förmige Umgreifung der zweiten Lastverteilungsplatte
vorzugsweise an ihrem dem Vorderfußbereich zugewandten Ende angeordnet, um
am rückwärtigen Ende die zur Dämpfung erforderliche größte
Flexibilität bereitzustellen. Gleichzeitig wird damit im mittleren Sohlenbereich
die erforderliche Unterstützung des Fußgewölbes gewährleistet.
Zusätzliche vorteilhafte Weiterentwicklungen der erfindungsgemäßen
Sohle bilden den Gegenstand weiterer abhängiger Patentansprüche.
4. Kurze Beschreibung der Zeichnung
In der folgenden detaillierten Beschreibung werden derzeit bevorzugte
Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben,
in der zeigt:
1: eine Seitenansicht eines Schuhs mit einer Sohle
gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
2: eine Ansicht der Sohle aus 1
von unten;
3: eine Detailansicht des Vorderfußbereichs der
Sohle aus 1;
4–6: Aufsicht,
Seitenansicht und Ansicht von unten eines Ausführungsbeispiels der ersten Lastverteilungsplatte;
7: Explosionsdarstellung des Vorderfußbereiches
gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung;
8: Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels
der vorliegenden Erfindung mit einer zweiten Lastverteilungsplatte im Fersenbereich;
9: eine Ansicht des Schuhs aus 8
von hinten;
10: eine Ansicht des Schuhs aus 8
von unten;
11: eine Detailansicht des Fersenbereichs von unten;
12: eine perspektivische Darstellung einer bevorzugten
Ausführungsform des Fersenbereichs;
13a–d: Schematische Darstellung der Führung
der Kraftbelastungslinie vom Aufsetzen bis zum Abstoßen mit der in den
8–12 gezeigten
bevorzugten Ausführungsform;
14: einen Schuh mit einer alternativen Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Sohle; und
15: eine Ansicht der Ausführungsform aus
14 von unten.
5. Detaillierte Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen
Im Folgenden werden bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen
Sohle anhand eines Sportschuhs beschrieben. Es versteht sich jedoch,
dass die vorliegende Erfindung auch in anderen Typen von Schuhen Verwendung finden
kann.
1 zeigt eine schematisch vereinfachte Seitenansicht
eines Sportschuhs 1, dessen Sohle das Grundprinzip der vorliegenden Erfindung
realisiert. Unterhalb eines konventionellen Schuhoberteils 2 ist eine Schuhsohle
mit einem erfindungsgemäßen Vorderfußbereich angeordnet. Im Vorderfußbereich,
unter dem im Folgenden die vordere Fußhälfte verstanden wird, sind unterhalb
einer U-förmig gebogenen Lastverteilungsplatte 100 mehrere Verformungselemente
angeordnet. Die U-förmige Umgreifung führt zum einen zu einer größeren
strukturellen Stabilität der erfindungsgemäßen Sohle, indem zwei
der im folgenden erläuterten Verformungselemente zumindest teilweise auf mehreren
ihrer Seiten umfasst werden, zum anderen zu einer größeren Steifigkeit
im hinteren Vorderfußbereich, der unterhalb des Fußgewölbes liegt,
und daher zu dessen Unterstützung für den Mittelfuß dient.
2 zeigt in einer Ansicht von unten die bevorzugte Verteilung
der einzelnen Verformungselemente unterhalb der Lastverteilungsplatte
100. Von der Mitte der Sohle ausgehend ist zunächst ein hinteres laterales
Verformungselement 110 neben einem hinteren medialen Verformungselement
111 angeordnet, gefolgt von einem vorderen lateralen Verformungselement
112 und einem vorderen medialen Verformungselement 113. Ein Zehen-Verformungselement
114 befindet sich im Zehenbereich am vordersten Ende der Schuhsohle. Wie
in 2 gut zu erkennen, sind die Verformungselemente
110, 111, 112, 113, 114 jeweils mit
einem Abstand 120 voneinander von unten an der Lastverteilungsplatte
100 befestigt. Dies ermöglicht eine vollkommen unabhängige Verformung
jedes einzelnen Elements. Die Verformungselemente 110 und 111
haben dabei in erster Linie eine Führungsfunktion, d. h. sie halten den Fuß
beim Übergang in die Abrollphase in einer neutralen Position zwischen Supination
und Pronation. Die Verformungselemente 112 und 113 und insbesondere
das Zehen-Verformungselement 114 sind zunehmend elastisch ausgebildet (siehe
unten).
Die Abstände 120 sind vorzugsweise auf sternförmig
angeordnet. Möglich sind jedoch auch andere Verteilungen der lateralen und
medialen Verformungselemente, beispielsweise mit geradlinigen, von der medialen
zur lateralen Seite verlaufenden Abständen. In Einzelfällen ist es auch
denkbar, dass sich die Kanten der Verformungselemente berühren. Dies ist jedoch
solange bedeutungslos, solange eine im Wesentlichen unabhängige Deformation
jedes einzelnen Verformungselements gewährleistet ist. Das Zehen-Verformungselement
114 kann auch zweiteilig ausgebildet sein, wie durch die gestrichelte Linie
in 2 angedeutet. Denkbar sind auch Formen, bei denen
zwischen dem lateralen und dem medialen Bereich des Zehen-Verformungselements
114 nur eine rillenartige Vertiefung angeordnet ist, um getrennte laterale
und mediale Abstoßbereiche für den Vorderfußbereich bereitzustellen.
Durch verschiedene Materialeigenschaften, aber auch unterschiedliche
Größen und Geometrien kann das Kompressionsverhalten der Verformungselemente
110, 111, 112, 113, 114 bestimmt werden,
um gezielt Einfluss auf das Abrollverhalten des Schuhs zu nehmen: So wird beispielsweise
ein vorderes mediales Verformungselement 113 und/oder ein hinteres mediales
Verformungselement 111, das im Vergleich zu den anderen Verformungselementen
eine größere Härte aufweist, einer Pronation entgegenwirken. Neigt
ein Sportler eher zur Supination, könnte umgekehrt durch ein vorderes laterales
Verformungselement 112 und/oder ein hinteres laterales Verformungselement
110 größerer Härte diesem Fehlstand entgegengewirkt werden.
In ähnlicher Weise können auch Unterschiede zwischen den vorderen und
den hinteren Verformungselementen der lateralen und/oder der medialen Seite vorgesehen
werden. Im Allgemeinen werden für die Verformungselemente auf einer Gummimischung
basierende EVA-Elemente verwendet, die Härten von beispielsweise 57 Shore C
aufweisen. Denkbar ist darüber hinaus auch, ein Verformungselement mit einem
Härtegradienten zu versehen, d. h. einer sich über seine Länge und/oder
Breite hinweg ändernden Härte, anstelle einer konstanten Härte.
Auch die Formgebung kann das Deformationsverhalten beeinflussen. So
führt beispielsweise eine konkave Einbuchtung oder Rille auf der Außenseite
eines Verformungselements zu einer anderen Charakteristik (weicher) als eine konvexe
Ausbuchtung (härter).
Für das Zehen-Verformungselement 114 bietet sich die
Verwendung von hochelastischen Materialien an, die sich weitgehend ohne Energieverlust
deformieren und dadurch das Abstoßen vom Boden erleichtern. Beim Beginn der
Abrollphase wird dieses Element durch die zunehmende Belastung zunächst "aufgeladen",
d. h. es wird potentielle Energie durch die elastische Verformung in dem Element
gespeichert. Beim Abschluss der Abrollphase, d. h. unmittelbar beim Abstoßen,
wird die gespeicherte Energie wieder frei, um in Form von kinetischer Energie auf
den Fuß des Trägers übertragen zu werden und dadurch den Bewegungsablauf
zu unterstützen.
Insgesamt erkennt der Fachmann, dass die vorliegende Erfindung gleichsam
einen Baukasten zur Erzielung unterschiedlichster Sohleneigenschaften bereitstellt,
ohne dass eine Veränderung dieser Eigenschaften eine Veränderung des Fertigungsprozesses
für die erfindungsgemäße Sohle erfordert.
Die 4 bis 6
zeigen Detailansichten einer bevorzugten Ausführungsform der Lastverteilungsplatte
100. Die Seitenansicht in 5 lässt dabei
deutlich die kleinen Haltestege 101 erkennen, die die Flächen zur
Aufnahme der Verformungselemente 110, 111, 112,
113, 114 begrenzen. Durch diese Haltestege 101 wird ein
seitliches Verrutschen auch der nicht von der U-förmigen Umgreifung erfassten
Verformungselemente 112, 113, 114 verhindert, ohne dass
sie sich gegenseitig abstützen müssen. Das Zehen-Verformungselement
114 weist eine Kante 115 auf, mit der es von vorne zusätzlich
am Oberteil 109 der Lastverteilungsplatte 100 Halt findet. Den
Zusammenbau der Verformungselemente 110, 111, 112,
113, 114 und der Lastverteilungsplatte 100 sowie die
eben erläuterten konstruktiven Details werden besonders deutlich in der Explosionszeichnung
der 7.
Der untere Schenkel 105, 106, d. h. die Unterseite
der U-förmigen Umgreifung der Lastverteilungsplatte 100 ist kürzer
ausgebildet als ihre Oberseite 109 (vgl. 5,
7). Zudem ist der untere Schenkel zweiteilig ausgebildet,
mit einer lateralen Unterseite 105 und einer medialen Unterseite
106, die durch einen Einschnittsbereich 107 voneinander getrennt
sind. Dies ermöglicht eine getrennte Auslenkung der medialen und der lateralen
Unterseiten der Lastverteilungsplatte 100, gegebenenfalls mit einer unterschiedlichen
Rückstellkraft. Dies spiegelt einmal mehr die Möglichkeiten wider, wie
mit der vorliegenden Erfindung das Verhalten der Sohle auf der medialen und auf
der lateralen Seite des Vorderfußbereiches unabhängig voneinander eingestellt
werden kann.
Die Lastverteilungsplatte 100 wird vorzugsweise aus einem
belastbaren Kunststoff gefertigt, der zum einen eine ausreichende Biegesteifigkeit
aufweist, um die von den einzelnen Verformungselementen übertragenen Belastungen
großflächig zu verteilen und zum anderen hinreichend zäh ist, um
über einen langen Zeitraum den ständigen Beanspruchungen standhalten zu
können. Vorzugsweise wird die Lastverteilungsplatte aus einem thermoplastischen
Polyäther-Blockamid wie etwa der Marke Pebax® 7233 hergestellt,
wie es von der Firma Atochem angeboten wird. Ein anderes für die Lastverteilungsplatte
100 bevorzugtes Kunststoffmaterial ist ein thermoplastisches Polyäther-Elastomer,
wie etwa das, das von Dupont unter dem Warenzeichen Hytrel® verkauft
wird. Denkbar ist aber auch die Verwendung von Kohlefasern, Glasfasern, Para-Aramidfasern
wie etwa der Marke Kevlar®, die von Dupont verkauft werden, geeigneten
Kompositmaterialien oder auch Metallblechen mit entsprechenden Materialeigenschaften.
Die 3 zeigt in einer Ausführungsform,
wie die erfindungsgemäßen Konstruktionselemente in eine vollständige
Sohle integriert werden können. Neben den bereits erläuterten Verformungselementen
und der Lastverteilungsplatte erkennt man eine vordere Außensohle
200, die die Sohle im Vorderfußbereich nach unten hin abschließt.
Je nach Einsatzzweck des Schuhs wird das Profil der Außensohle unterschiedlich
gestaltet werden.
Um eine separate Deformation der Verformungselemente nicht zu behindern,
werden die Abstände 120 durch balgartige Verbindungen 201
der Außensohle 200 überdeckt. Wird beispielsweise das Verformungselement
113 zu einer gegebenen Situation stärker deformiert als das Verformungselement
111, wird der von der Außensohle zu überdeckende Abstand
120 größer. Diese Veränderung kann jedoch durch die balgartige
Verbindung 201 der Außensohle 200 leicht ausgeglichen werden,
so dass die beiden Verformungselemente 111 und 113 weiterhin im
Wesentlichen unabhängig voneinander auf auftretende Belastungen reagieren können.
Die Verbindungen 201 verhindern somit, dass Staub oder Feuchtigkeit in
die Abstände 120 eindringen, ohne jedoch das dynamische Verhalten
der Verformungselemente zu behindern.
8 zeigt eine Seitenansicht eines Schuhs 1
mit einer Schuhsohle gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung. Zusätzlich zur oben beschriebenen Sohlenkonstruktion
im Vorderfußbereich erstreckt sich im Fersenbereich der Sohle eine zweite Lastverteilungsplatte
10, von der in 8 nur die Seitenkante zu erkennen
ist. Unterhalb der Lastverteilungsplatte 10 und damit ebenfalls im Fersenbereich
der Sohle sind mehrere funktionale Elemente angeordnet. Die Seitenansicht zeigt
ein am lateralen Ende der Sohle vorgesehenes Dämpfungselement 20 und
ein Führungselement 21, das im vorderen Teil des Fersenbereichs auf
der lateralen Seite angeordnet ist.
Eine genaue Wiedergabe der bevorzugten Anordnung sämtlicher Funktionselemente
des Fersenbereichs dieser Ausführungsform ist in 11
gezeigt (die in der Seitenansicht zu erkennende Außensohlenschicht
30 wurde dabei der Klarheit wegen weggelassen). Wie man erkennt, sind vier
Funktionselemente 20, 21, 22, 23 auf Sektoren
der näherungsweise kreisförmigen Fläche unter der Lastverteilungsplatte
10 verteilt. Das Dämpfungselement 20 nimmt im Wesentlichen
den hinteren lateralen Sektor ein. Das erste Führungselement 21 befindet
sich im vorderen lateralen Bereich, während ein zweites Führungselement
22 am hinteren medialen Teil angeordnet ist. Am weitesten in Richtung Vorderfußbereich
der Sohle erstreckt sich ein im vorderen medialen Sektor angeordnetes zusätzliches
Stabilitätselement 23. Das Stabilitätselement 23 kann
sich, wie in 11 angedeutet, auch auf der medialen Seite
über den Rand der Lastverteilungsplatte 10 hinaus erstrecken,
um die unten in Detail erläuterte Funktion, eine zu starke Pronation zu verhindern,
besser erfüllen zu können.
Wie aus der perspektivischen Ansicht in 12
und der Seitenansicht in 8 zu erkennen, ist die bevorzugte
zweite Lastverteilungsplatte 10 im vorderen Bereich ähnlich zur ersten
Lastverteilungsplatte 100 U-förmig gebogen und umgreift das Stabilitätselement
23 und das erste Führungselement 21. Damit bildet die zweite
Lastverteilungsplatte 10 ein gehäuseartiges Strukturelement, in dessen
Innerem die genannten Funktionselemente eingesetzt sind. Dadurch erhält der
gesamte Fersenbereich die für eine lange Lebensdauer erforderliche Stabilität.
Zwischen dem Dämpfungselement 20 und den Führungselementen
21, 22 befinden sich im wesentlichen sektorartige Abstände
27, in die zusätzliche Verstärkungselemente (nicht dargestellt)
eingefügt werden können, wenn der Schuh besonders hohen Belastungen unterworfen
ist. In der kreisförmigen Aussparung 25 im Zentrum der Lastverteilungsplatte
10 kann bei Bedarf ein weiteres hochviskoses Dämpfungselement (nicht
dargestellt) angeordnet werden, um direkt unter dem Calcaneus-Knochen des Fußes
eine besonders gute Dämpfung bereitzustellen.
Wie zu erkennen, ist die zweite Lastverteilungsplatte 10
(bis auf eine vorzugsweise sternförmige Öffnung 11) durchgehend
ausgebildet, um eine gleichmäßige Druckverteilung auf die Ferse des Sportlers
zu gewährleisten. Die sternförmige Öffnung 11 – auch
andere Formen sind möglich – dient der Atmungsaktivität und erleichtert
die Verankerung der Funktionselemente 20, 21, 22,
23 unterhalb der zweiten Lastverteilungsplatte 10. Denkbar ist
aber auch hier die Verwendung von Haltestegen 101 ähnlich zu denen
an der ersten Lastverteilungsplatte 100, um ein seitliches Verrutschen
zu verhindern.
Die durch die Kombination der ersten und zweiten Lastverteilungsplatten
100 bzw. 10 mit den genannten Funktionselementen 20,
21, 22, 23, 110, 111, 112,
113, 114 erreichte Wirkungsweise des Fersenbereichs sowie des
erfindungsgemäßen Vorderfußbereiches gemäß der bevorzugten
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sohle wird im folgenden anhand
der 13a–13d erläutert.
Dabei spiegeln die Pfeile die Kraftverlaufslinien während der verschiedenen
Stadien des Schrittzyklus wider.
13a zeigt den Moment des ersten Bodenkontakts, der
bei der Mehrzahl der Sportler mit der hinteren lateralen Seite der Sohle erfolgt.
Das an dieser Stelle angeordnete Dämpfungselement 20 dissipiert die
beim Aufsetzen auf den Fuß übertragene Energie und schützt damit
die Fuß- und Kniegelenke vor übermäßiger Belastung.
13b zeigt den nächsten Schritt. Die erfindungsgemäß
vorgesehenen Führungselemente 21, 22 werden jetzt belastet
(vgl. die entsprechenden Pfeile) und richten durch ihre aufeinander abgestimmten
Materialeigenschaften den Fuß aus, d. h. sie bringen ihn in eine zum Untergrund
im wesentlichen parallele Orientierung einer zwischen Supination und Pronation neutralen
Lage. Das Belastungszentrum wandert dadurch von seiner ursprünglich auf der
lateralen hinteren Seite befindlichen Position in das Zentrum des Fersenbereichs.
Erreicht wird diese Funktion der Führungselemente 21, 22
durch geeignete Materialeigenschaften, insbesondere die Kompressibilität der
Elemente 21 und 22.
13c zeigt das Stadium der Aufsetzphase unmittelbar
vor dem Übergang zum Abrollen mit dem erfindungsgemäßen Vorderfußbereich.
Durch das zusätzliche Stabilitätselement 23 wird die Verlagerung
der Schwerpunktslage von der lateralen auf die mediale Seite gestoppt und somit
eine zu starke Pronation verhindert. Die 13c spiegelt
dies wider, indem die Kraftverlaufslinie in die Längsachse der Sohle umgelenkt
wird und sich somit die Gesamtbelastung gleichmäßig sowohl auf die mediale
als auch auf die laterale Seite des Schuhs verteilt.
13d, schließlich, zeigt die Kraftverlaufslinie
beim Abrollen und während des Abstoßens. Zunächst wird die geradlinige
Bewegung des Schwerpunkts parallel zur Längsachse des Schuhs fortgesetzt und
die Belastung gleichmäßig auf die mediale und die laterale Seite des Vorderfußbereiches
verteilt. Dadurch bleibt der Fuß weiterhin in der neutralen Position. Im vordersten
Bereich der Schuhsohle knickt die Kraftverlaufslinie leicht auf die mediale Seite
in Richtung des großen Zehs ab, auf dem beim Abstoßen die größte
Last liegt.
Der in den 13a–13d
schematisch angedeutete zeitliche Ablauf mit der erfindungsgemäßen Sohle
stellt somit sicher, dass bereits nach Abschluss der Aufsetzphase mit der Ferse
der Fuß für einen korrekten Bewegungsablauf ausgerichtet ist. Durch die
zweite Lastverteilungsplatte 10 wird die Dämpfungs-, Führungs-
und Stabilitätsfunktion der Elemente 20, 21, 22
bzw. 23 auf die gesamte Fersenfläche übertragen und damit die
beabsichtigte Einwirkung auf die Orientierung des Fußes gewährleistet.
Mit der ersten Lastverteilungsplatte 100 und den unter ihr angeordneten
Verformungselementen 110, 111, 112, 113 wird
die gezielte Steuerung des Bewegungsablaufs fortgesetzt, bis schließlich das
Zehen-Verformungselement durch seine besondere Elastizität das Abstoßen
unterstützt.
Die Funktionselemente 20, 21, 22,
23 werden ebenso wie die Verformungselemente 110, 111,
112, 113, 114 des Vorderfußbereichs vorzugsweise
aus aufgeschäumten Elementen hergestellt. Während im
Fersenbereich die Verwendung eines PU-Schaums, der auf einem Polyäther basiert,
besonders vorteilhaft ist, werden im Vorderfußbereich vorzugsweise auf Gummi
basierende EVA-Schäume verwendet, da diese Materialien eine höhere Elastizität
aufweisen. Wie bereits erwähnt, wird die gewünschte Dämpfungs- bzw.
Führungs- bzw. Stabilisierungsfunktion durch unterschiedliche Kompressibilitäten
der Funktionselemente erzielt. Im Allgemeinen liegt die bevorzugte Härte für
die Elemente im Bereich von 55–70 Shore Asker C (ASTM 790), wobei die relativen
Unterschiede zwischen Dämpfungs-, Führungs- und Stabilitätselementen
vom Einsatzzweck des Schuhs, der Größe und dem Gewicht des Sportlers abhängen.
Erzielen lassen sich die unterschiedlichen Kompressibilitäten beispielsweise
durch unterschiedliche Dichten der genannten PU-Schäume. Gemäß einer
besonders bevorzugten Ausführungsform ist dabei die Dichte innerhalb des ersten
21 und/oder des zweiten 22 Führungselements sowie des Stabilitätselements
13 nicht konstant, sondern nimmt von hinten nach vorne zu, wodurch die
Kompressibilität in dieser Richtung abnimmt.
Während der in 8 gezeigte Schuh
eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sohle für einen Laufschuh
beinhaltet, ist in 14 eine weitere Ausführungsform
für einen Basketballschuh dargestellt. Dabei kann, wie in 14
zu sehen, der untere Teil der U-förmigen Umgreifung der zweiten Lastverteilungsplatte
10 weiter nach hinten gezogen werden, um eine noch größere Stabilität
des Fersenbereichs zu erzielen. Ferner weist die zweite Lastverteilungsplatte
10 in der Ausführungsform aus 14 einen
geringeren Krümmungsradius in ihrem U-förmigen Abschnitt auf, um eine
ausgeprägtere Unterstützung des Fußgewölbes im sich anschließenden
Vorderfußbereich zu ermöglichen.
Die Gestaltung der unterhalb der Funktionselemente angeordneten Außensohle
des Fersenbereichs folgt dem in 10 gezeigten Ausführungsbeispiel
und der Anordnung der funktionalen Elemente. So entspricht der separate Teilabschnitt
31 dem Dämpfungselement 20, das sich somit beim Aufsetzen
ungehindert deformieren kann. Die schematische Darstellung aus 15
hingegen zeigt die vorzugsweise in Schuhen mit hohen Belastungsspitzen, wie beispielsweise
dem Basketballschuh aus 14, verwendete Variante einer
durchgehenden Außensohle 30 im Fersenbereich. Alternativ kann die
Außensohle im Fersenbereich ähnlich gestaltet sein wie die oben in Bezug
auf den Vorderfußbereich erläuterte Außensohle 200, d. h.
auch in diesem Bereich kann die Außensohle Abstände zwischen den einzelnen
Funktionselementen durch balgartige Verbindungen überbrücken, um eine
unabhängige Deformation zu gewährleisten und gleichzeitig das Eindringen
von Verunreinigungen oder Feuchtigkeit zu verhindern.
Für eine maximale strukturelle Stabilität ist es eine weitere
Möglichkeit (nicht dargestellt), die erste und die zweite Lastverteilungsplatte
miteinander zu verbinden, um dadurch ein Basisgerüst für die gesamte Sohlenfläche
zu kombinieren.