Die Erfindung betrifft einen Greifer für eine Axminster-Webmaschine,
umfassend wenigstens zwei miteinander verbundene und bezüglich einander bewegbare
Klemmteile zum Klemmen und Freigeben eines Polfadens.
Schon seit langer Zeit ist die Verwendung von Greifern bei der Axminster-Greifer-Webmaschine
bekannt. Eine Greifer, wie in GB158745A
beschrieben, umfasst zwei Teile, welche schwenkbar miteinander verbunden sind, wobei
der Greifer zum Klemmen oder Freigeben eines Polfadens durch eine Relativbewegung
eines Teils zu dem anderen Teil geöffnet oder geschlossen wird.
Ein erster Nachteil solcher bekannten Greifer besteht darin, dass
das schwenkbare Gelenk Abnutzung unterliegt, was zu Wartungskosten führt.
Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, einen Greifer für
eine Axminster-Greifer-Webmaschine vorzusehen, bei welchem die Wartungskosten verringert
werden können.
Erfindungsgemäß wird dieses Ziel in wirksamer Weise erreicht,
indem ein Greifer für eine Axminster-Greifer-Webmaschine vorgesehen ist, der
wenigstens zwei miteinander verbundene und bezüglich einander bewegbare Klemmteile
zum Klemmen und Freigeben eines Polfadens umfasst, wobei die Klemmteile mittels
federartiger Zwischenelemente miteinander verbunden sind.
Ein zweiter Nachteil solcher bekannten Greifer besteht darin, dass
für jeden Greifer nur eine beschränkte Breite verfügbar ist, und
dass in der Praxis ein abgesenkter Bereich an den zwei Teilen vorgesehen sein muss,
beispielsweise durch Abfräsen oder mittels eines Formwerkzeuges in einem Stanzverfahren,
sodass die gemessene Gesamtdicke beschränkt bleibt und der Greifer dennoch
ziemlich starr bleibt. Solche Bearbeitungen können einen negativen Einfluss
auf die Geradheit der Teile haben, wodurch mehr Zeit für die Installation und
Einstellung erforderlich ist, wenn die Maschine gestartet wird.
Ein weiteres Ziel besteht darin, einen Greifer für eine Axminster-Greifer-Webmaschine
vorzusehen, der ein oder mehrere Merkmale dieser Erfindung aufweist, bei welchem
jedoch die Dicke des Greifers gleichermaßen verringert ist und bei welchem
mehr Greifer pro Längeneinheit in die Webmaschine eingebracht werden können.
Dieses Ziel wird erreicht, indem ein Greifer für eine Axminster-Greifer-Webmaschine
gemäß der vorliegenden Erfindung vorgesehen ist, wobei die Klemmteile
in der Ebene ihrer Bewegung übereinander angeordnet sind.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Greifers sind die federartigen Zwischenelemente schmale, federartige Streifen, sodass
sich bei Durchführung einer Relativbewegung der beiden Klemmteile bezüglich
einander die Enden der Klemmteile öffnen und schließen können, um
einen Polfaden zu klemmen oder freizugeben.
Vorzugsweise sind die schmalen, federartigen Streifen eines erfindungsgemäßen
Greifers aus dem gleichen Material hergestellt wie die Klemmteile.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Greifers sind die Klemmteile und die schmalen, federartigen Streifen einstückig
ausgebildet.
Vorzugsweise sind die Klemmteile dort, wo die Polfäden geklemmt
werden, mit einer Verzahnung versehen.
Auf diese Weise lösen sich die Fäden nicht von den Klemmteilen,
wenn der Greifer die Polfäden mitnimmt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Greifers ist jedes der Klemmteile mit einem oder mehreren Vorsprüngen versehen,
wobei die Vorsprünge an ihren jeweiligen Klemmteilen derart vorgesehen sind,
dass während des Klemmens des Polfadens der erste Vorsprung des ersten Klemmteils
wenigstens teilweise in ein zweites Klemmteil mit seinem zweiten Vorsprung passt.
Dies hat den Vorteil, dass, wenn der Greifer schließt, die Bewegung
nahe der Verzahnung der zwei Klemmteile geführt ist, und sich die Klemmteile
nebeneinander in der Nähe der Verzahnung bewegen und nicht ausreichend geklemmte
Polfäden vermieden werden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Greifers sind zwei Vorsprünge an jedem der Klemmteile vorgesehen, wobei jeder
der Vorsprünge eine Dicke aufweist, die näherungsweise der Hälfte
der Dicke seines jeweiligen Klemmteils entspricht.
Bei einer stärker bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Greifers nehmen die Vorsprünge pro Klemmteil eine unterschiedliche Hälfte
von deren jeweiligem Klemmteil ein.
Vorzugsweise sind die Vorsprünge nahe der Verzahnung angeordnet.
Die Erfindung wird jetzt auf der Grundlage der folgenden, detaillierten
Beschreibung eines bevorzugten Greifers für eine Axminster-Greifer-Webmaschine
gemäß der vorliegenden Erfindung weiter erläutert. Ziel dieser Beschreibung
ist es ausschließlich, ein erläuterndes Beispiel zu geben und weitere
Vorteile und Besonderheiten der vorliegenden Erfindung aufzuzeigen, und sie kann
daher in keiner Weise als eine Einschränkung des Anwendungsbereichs der Erfindung
oder des in den Ansprüchen beanspruchten Schutzes der Patentrechte verstanden
werden.
In dieser detaillierten Beschreibung wird mittels Bezugszeichen auf
die beiliegenden Zeichnungen Bezug genommen, für die gilt:
1 ist eine Vorderansicht eines Greifers für eine
Axminster-Greifer-Webmaschine nach dem Stand der Technik;
2 ist eine Vorderansicht einer ersten Ausführungsform
eines Greifers für eine Axminster-Greifer-Webmaschine gemäß der Erfindung;
3 ist eine Vorderansicht einer zweiten Ausführungsform
eines Greifers für eine Axminster-Greifer-Webmaschine gemäß der Erfindung;
4 ist eine perspektivische Ansicht des Details X wie
in 4 gezeigt.
Ein Greifer (10) für eine Axminster-Greifer-Webmaschine
gemäß dem Stand der Technik, wie in 1 gezeigt,
umfasst zwei schwenkbare Klemmteile (11, 12), welche miteinander
mittels eines Gelenkpunktes (13) verbunden sind. Da für jeden Greifer
in der Axminster-Greifer-Webmaschine nur eine beschränkte Breite verfügbar
ist, ist das erste schwenkbare Klemmteil (1) mit einem abgesenkten Bereich
(14) versehen, der beispielsweise durch Abfräsen oder mittels eines
Formwerkzeuges in einem Stanzverfahren vorgesehen ist, sodass die gemessene Gesamtdicke
beschränkt bleibt und der Greifer (10) dennoch ziemlich starr bleibt,
was einen negativen Einfluss auf die Geradheit der Teile haben kann, wodurch mehr
Zeit für die Installation und Einstellung erforderlich ist, wenn die Axminster-Greifer-Webmaschine
gestartet wird.
Bei einer ersten und einer zweiten Ausführungsform eines Greifers
(1) für eine Axminster-Greifer-Webmaschine gemäß der Erfindung,
wie in den 2 und 3 dargestellt,
umfasst der Greifer zwei Klemmteile (2, 3), die miteinander durch
schmale, federartige Zwischenelemente verbunden sind, insbesondere durch schmale,
federartige Streifen (4a, 4b, 4c) derart, dass sich aufgrund
der elastischen Eigenschaften der federartigen Streifen (4a,
4b, 4c) die zwei Klemmteile (2, 3) des Greifers
bewegen können, sodass sich bei Durchführung einer Relativbewegung des
ersten Klemmteils (2) bezüglich des zweiten Klemmteils (3)
die Enden (5, 6) öffnen oder schließen können,
um einen Polfaden zu klemmen oder freizugeben.
Vorzugsweise sind die federartigen Streifen (4a,
4b, 4c) aus dem gleichen Material hergestellt wie die zwei Klemmteile
(2, 3). Vorzugsweise ist der Greifer (1) einstückig
gebildet.
Dort wo der Polfaden geklemmt wird, ist eine Verzahnung (9)
vorgesehen, wie auch in 4 dargestellt ist.
Bei der zweiten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Greifers (1), wie in 3 dargestellt ist, sind
für jedes Klemmteil (2, 3) zwei Vorsprünge (7a,
7b; 8a, 8b) nahe der Verzahnung vorgesehen (wie in
4 dargestellt), wobei die Vorsprünge (7a,
7b; 8a, 8b) an ihrem jeweiligen Klemmteil (2,
3) derart vorgesehen sind, dass während des Klemmens des Polfadens
der erste Vorsprung (7a, 7b) des ersten Klemmteils (2)
wenigstens teilweise in ein zweites Klemmteil (3) mit seinem zweiten Vorsprung
(8a, 8b) passt. Vorzugsweise weisen diese Vorsprünge (7a,
7b; 8a, 8b) eine Dicke auf, welche näherungsweise
der Hälfte der Dicke des jeweiligen Klemmteils (2, 3) entspricht.
Vorzugsweise nehmen die zwei Vorsprünge (7a, 7b;
8a, 8b) eine unterschiedliche Hälfte von deren jeweiligem
Klemmteil (2, 3) ein. So passen die zwei Klemmteile (2,
3) folglich in der Position, in der der Polfaden geklemmt wird, mit ihren
jeweiligen Vorsprüngen (7a, 8a) und (7b,
8b) nebeneinander, da die ersten Vorsprünge (7a,
7b) an dem ersten Klemmteil (2) teilweise (vorzugsweise vollständig)
in die zweiten Vorsprünge (8a, 8b) an dem zweiten Klemmteil
(3) passen, da die ersten Vorsprünge (7a, 7b) eine
Hälfte der Dicke des ersten Klemmteils (2) einnehmen und die zweiten
Vorsprünge (8a, 8b) die andere Hälfte der Dicke des
zweiten Klemmteils (3) einnehmen.
Auf diese Weise wird verhindert, dass sich die zwei Klemmteile (2,
3) nebeneinander bewegen, wenn sich der Greifer (1) nahe der Verzahnung
(9) der zwei Klemmteile (2, 3) schließt.
Bei solchen Ausführungsformen eines Greifers (1) für
eine Axminster-Greifer-Webmaschine gemäß der Erfindung ist die Gelenkverbindung,
welche Abnutzung ausgesetzt ist und welche Wartungskosten verursacht, vermieden
und sie kann einfacher und genauer hergestellt werden und ermöglicht gleichzeitig,
dass die Dicke der Greifer verringert wird und daher mehr Greifer pro Längeneinheit
in der Axminster-Webmaschine angebracht werden können.