Diese Erfindung betrifft geruchsabsorbierende Kleidersäcke und
Verfahren zum Entfernen oder Vermindern von Gerüchen von Bekleidung.
Während des alltäglichen Gebrauchs können unangenehme
oder unerwünschte Gerüche von der Kleidung absorbiert werden. Von Kleidung
absorbierte Gerüche von Schweiß und Rauch sind ein übliches Problem.
In vielen Fällen wird ein Kleidungsstück von einer Person getragen, wobei
während dieser Zeit Gerüche absorbiert werden und das Kleidungsstück
danach ohne dessen Waschen zur Geruchsentfernung aufbewahrt wird. Wird ein Kleidungsstück
zu einem zweiten oder weiteren Anlass getragen, können sehr häufig unangenehme
oder unerwünschte Gerüche von dem Träger oder anderen sich in seiner
Nähe befindenden Personen wahrgenommen werden. Im Allgemeinen werden Kleidungsstücke
eng nebeneinander aufbewahrt, wodurch ermöglicht wird, dass Gerüche von
einem Geruch aussendenden Kleidungsstück auf benachbarte Kleidungsstücke
(bei welchen es sich um saubere Kleidungsstücke handeln kann) übertragen
werden. Bekleidung, die häufig ohne Waschen zwischen dem Gebrauch aufbewahrt
wird und tendenziell Gerüche absorbiert, schließt Anzüge, Mäntel
und Strickwaren ein.
Es gibt auf dem Markt Produkte, wie Spray- und Aerosolzusammensetzungen,
die auf Kleidung gesprüht werden können, um unangenehme oder unerwünschte
Gerüche vor dem Aufbewahren der Kleidung zu überdecken. Derartige Zusammensetzungen
dienen nur zum Überdecken der Gerüche für eine beschränkte Zeitdauer
und können selbst verursachen, dass die Kleidung einen unerwünschten parfümierten
Geruch annimmt.
Für Fußbekleidung sind Produkte in Form von herausnehmbaren
Einlagen bekannt, die ein geruchsabsorbierendes Substrat einschließen. Werden
sie in die Fußbekleidung eingelegt, dienen derartige Einlagen zum Absorbieren
von Gerüchen, statt sie einfach zu überdecken.
Es gab Vorschläge, z.B. US 5 585
107, zum Bereitstellen von geruchsabsorbierenden Säcken für die
Aufnahme von Kleidung. Die eingeschlossene Konstruktion derartiger Säcke ist
für die Aufnahme von größeren Kleidungsstücken, wie Jacken und
Mänteln, nicht gut geeignet.
JP-A-10165288 offenbart einen geruchsabsorbierenden, luftdurchlässigen
Kleidersack, umfassend ein Vliesgewebe, das unter Bildung einer Hülle für
ein Kleidungsstück an drei Seiten zugenäht ist. Die untere Hüllenkante
ist offen, und die obere Kante umfasst eine Öffnung für einen Kleiderbügel.
US-A-5078668 offenbart einen ähnlichen Kleidersack, umfassend
einen länglichen Vorderschlitz, der durch eine Lasche verdeckt ist.
Es wäre für einen Benutzer vorteilhaft, unerwünschte
oder unangenehme Gerüche aus einem vorher vom Benutzer getragenen Kleidungsstück
in einer zweckmäßigen Weise zu beseitigen, ohne die Notwendigkeit, das
Kleidungsstück vor einem weiteren Gebrauch des Stücks zu waschen oder
chemisch zu reinigen.
Es ist deshalb ein Ziel von bevorzugten Ausführungsformen der
vorliegenden Erfindung, die Probleme des Stands der Technik zu bewältigen oder
abzuschwächen.
Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung ist ein geruchsabsorbierender
Kleidersack bereitgestellt, umfassend ein geruchsabsorbierendes Lagenmaterial, wobei
das Lagenmaterial eine Hülle definiert, die bei Gebrauch zum Aufnehmen eines
Kleidungsstücks vorgesehen ist, wobei die Hülle eine Vorder- und eine
Rückfläche umfasst, die entlang ihrer seitlichen und oberen peripheren
Kanten, aber nicht entlang ihrer untersten peripheren Kanten derart miteinander
verbunden oder gefaltet sind, dass bei Gebrauch ein Kleidungsstück, das in
die zwischen der Vorder- und der Rückfläche definierte Hülle eingelegt
wird, durch die dadurch bereitgestellte unterste periphere Öffnung herausragen
kann; wobei eine Öffnung in der Vorderfläche der Hülle ausgebildet
ist, wobei sich eine derartige Öffnung direkt von der untersten peripheren
Öffnung erstreckt, wodurch ein Laschenpaar in der Vorderfläche gebildet
wird, wobei die Laschen durch einen Benutzer zurückgezogen werden können,
um das Einlegen eines Kleidungsstücks in die Hülle zu unterstützen.
Folglich sind die Laschen am Kleidersack nicht an seiner untersten
Peripherie angebracht Demzufolge können sie weggezogen werden, um eine breite
Öffnung bereitzustellen, durch welche große Kleidungsstücke, z.B.
Jacken und Mäntel, eingelegt werden können.
Die Öffnung erstreckt sich vorzugsweise zur obersten peripheren
Kante, so dass die Laschen vollständig voneinander getrennt sind. Alternativ
dazu kann die Öffnung aufhören, bevor sie die oberste periphere Kante
erreicht, wodurch eine Brücke oder ein Gewebe von Material zwischen den Laschen
verbleibt, die/das sich zwischen der obersten peripheren Kante und dem oberen Ende
der Öffnung erstreckt.
Geeigneterweise ist das Lagenmaterial ein Vlieslagenmaterial und vorzugsweise
ein Vliesfaserlagenmaterial.
Das Lagenmaterial ist vorzugsweise ein Fasergewebe
oder eine Fasermatte.
Das Lagenmaterial ist vorzugsweise ein luftdurchlässiges Lagenmaterial.
Geeignete Lagenmaterialien schließen z.B. Polyester, Polyamide,
Polyvinylalkohole, Cellulosen (z.B. Rayon, Viskose) und Nylon, oder Gemische davon
ein. Das Lagenmaterial kann alternativ Naturfasern, wie z.B. Baumwolle, Leinen,
Flachs und Wolle oder Gemische davon umfassen. Das Lagenmaterial kann ein Gemisch
aus Synthese- und Naturfasern umfassen.
Geeigneterweise ist das Lagenmaterial aus Synthesefasern zusammengesetzt,
die zu einem Gewebe, einer Matte oder einem ähnlichen, flexiblen lagenförmigen
Substrat gebildet sind. Das Lagenmaterial kann ein laminares Verbundmaterial von
Schichten aus Vliesfasern, Gewebefasern oder Gemischen davon sein, wobei die Schichten
die gleichen oder unterschiedliche Materialien umfassen können.
Bevorzugte Lagenmaterialien umfassen Fasern von Polyester oder Cellulose,
einschließlich Viskose und Rayon.
Geruchsabsorbierende Materialien können gemäß der beabsichtigten
Verwendung und den zu absorbierenden Gerüchen ausgewählt werden und schließen
Aktivkohle, Zeolithe, anorganische Verbindungen, wie Siliciumdioxid und Metalloxide,
z.B. von Titan (TiO2-), Zink (ZnO) und Aluminium und Gemische davon ein,
und können z.B. in kristalliner, mikrokristalliner, granulärer Form oder
anderer Teilchenform vorliegen.
Besonders bevorzugt als geruchsabsorbierendes Material ist Aktivkohle,
vorzugsweise in Teilchenform. Die Aktivkohle kann z.B. die Form von Kohle, Torf,
Kokosschalen, Lignit oder Holz annehmen, ist jedoch vorzugsweise Kohle.
Teilchengrößen können vom ausgewählten Material
abhängen, betragen jedoch typischerweise zwischen etwa 0,1 &mgr;m bis etwa
300 &mgr;m, vorzugsweise bis zu etwa 75 &mgr;m, und vorzugsweise nicht weniger
als 1 &mgr;m, stärker bevorzugt nicht weniger als 25 &mgr;m, wobei diese
Werte nominale (mittlere) Durchmesser sind.
Geeigneterweise liegt das geruchsabsorbierende Material im Lagenmaterial
in einer Menge von mindestens 5 Gew.-%, vorzugsweise mindestens 10 Gew.-%, stärker
bevorzugt mindestens 15 Gew.-%, noch stärker bevorzugt mindestens 20 Gew.-%,
noch stärker bevorzugt mindestens 25 Gew.-%, und besonders bevorzugt mindestens
30 Gew.-% des Gesamtgewichts des Lagenmaterials vor.
Geeigneterweise liegt das geruchsabsorbierende Material im Lagenmaterial
in einer Menge von nicht mehr als 60 Gew.-%, vorzugsweise nicht mehr als 50 Gew.-%,
stärker bevorzugt nicht mehr als 45 Gew.-% und besonders bevorzugt nicht mehr
als 40 Gew.-% des Gesamtgewichts des Lagenmaterials vor.
Geeigneterweise wird das geruchsabsorbierende Material vorzugsweise
unter Verwendung eines Fixiermittels im Lagenmaterial aufbewahrt oder darin imprägniert,
wodurch bei Gebrauch eine Ablösung des geruchsabsorbierenden Materials gehemmt,
vorzugsweise im Wesentlichen vermieden wird.
Geeigneterweise umfasst das Fixiermittel ein Bindemittel und vorzugsweise
ein filmbildendes Mittel. Geeignete Bindemittel schließen einen Latex, wie
einen Acryl- oder Styrolbutadien-Latex oder ein Bindemittel auf Naturkautschukbasis,
insbesondere enthaltend einen Filmbildner und/oder ein Antischäumungsmittel,
ein. Der Begriff Filmbildner bedeutet ein Material, das einen Film bilden kann,
wenn es bei Umgebungstemperatur und -druck trocken ist. Geeignete Filmbildner schließen
Polyvinylalkohol oder Polyvinylalkohol/Vinylacetat-Copolymere und quartäre
Ammoniumsalze von Polyvinylpyrrolidon/Vinylacetat-Copolymeren ein.
Geeigneterweise wird die Imprägnierung des Lagenmaterials mit
dem geruchsabsorbierenden Material unter Verwendung einer ein geruchsabsorbierendes
Material enthaltenden Flüssigkeit, die vorzugsweise auch ein Fixiermittel umfasst,
durch ein beliebiges oder mehrere beliebige der folgenden Verfahren durchgeführt:
Sättigung durch Durchtränken in einer zweckmäßigen Weise, z.B.
einfach durch Abgabe der geeigneten Chemikalienbehandlungslauge aus einem Schlauch
auf das Lagenmaterial;
Imprägnierung durch Eintauchen des Lagenmaterials in einem Bad der Behandlungslauge;
erzwungene Imprägnierung in das Lagenmaterial durch Aufbringen der Lauge unter
Druck;
Gießen der Behandlungslauge über das Lagenmaterial durch eine Vorhangstreichvorrichtung,
die über einem fortschreitenden Fördergewebe aus Lagenmaterial untergebracht
ist zum Durchnässen des Lagenmaterials;
Sprühen der Behandlungslauge auf das Fasermaterial;
oder eine gleichwertige Behandlung eines Gewebes oder einer Matte des Lagenmaterials.
Geeigneterweise umfasst das Fixiermittel mindestens 5 Gew.-% des Gesamtgewichts
des Lagenmaterials, vorzugsweise mindestens 10 Gew.-%, stärker bevorzugt mindestens
15 Gew.-%, noch stärker bevorzugt mindestens 20 Gew.-% und besonders bevorzugt
mindestens 25 Gew.-%.
Geeigneterweise umfasst das Fixiermittel bis zu 60 Gew.-% des Gesamtgewichts
des Lagenmaterials, vorzugsweise bis zu 50 Gew.-%, stärker bevorzugt bis zu
45 Gew.-% und besonders bevorzugt bis zu 40 Gew.-%.
Das Lagenmaterial und/oder das geruchsabsorbierende Mittel können
wie in WO 98/303026 beschrieben sein.
Geeigneterweise ist die Öffnung ausreichend groß, um ein
großes Kleidungsstück, wie eine Jacke, einzulegen, ohne es zu falten.
Vorzugsweise weist die Öffnung eine Länge von mindestens
40 cm, stärker bevorzugt mindestens 50 cm auf.
Die Öffnung in der Vorderfläche der Hülle kann einen
länglichen Schlitz umfassen.
Die Öffnung kann einen Abdeckteil umfassen, der bei Gebrauch
zum Verbergen der Öffnung angeordnet ist, jedoch einen Zugang zur Öffnung
ermöglicht.
Ist die Öffnung ein länglicher Schlitz, kann der Abdeckteil
eine Lasche aus Lagenmaterial umfassen, die mit einer Seite des Schlitzes verbunden
ist und sich über den Schlitz herausragt. Das Abdeckelement weist vorzugsweise
im Wesentlichen die gleiche Länge wie der Schlitz auf. Das Abdeckelement kann
einen lösbaren Verschluss zum Verschließen des Abdeckelements über
der Öffnung bis zu einem Zeitpunkt des Gebrauchs, wenn es erwünscht ist,
Zugang zur Öffnung zu erhalten, umfassen. Der Verschluss kann Druckknöpfe,
Knöpfe, Mikrohaken/-augen (z.B. Marke VELCRO) oder Klebemittel (einschließlich
Klebemittel mit geringer Haftung und einschließlich Einzel- oder Doppelschicht-,
d.h. ein Klebstoff-an-Lagenmaterial oder Klebstoff-an-Klebstoff) umfassen. Andere
Verschlüsse können eingesetzt werden. Ist die Öffnung ein länglicher
Schlitz, überlappt geeigneterweise eine Kante des Schlitzes die andere Kante
des Schlitzes, um ein integrales Abdeckelement über dem Schlitz zu bilden.
Der Verschluss liegt dann geeigneterweise unterhalb des Abdeckelements.
Alternativ dazu kann die Öffnung einen Schiebeverschluss, z.B.
einen Verzahnungs-(Reiß-)verschluss, umfassen.
Die Vorder- und die Rückfläche können aus dem gleichen
Lagermaterial integral gebildet sein, um eine Faltlinie oder Faltlinien gefaltet
sein, um die Oberflächen zu bilden, und nach Bedarf zum Bilden einer Hülle
miteinander verbunden sein. In einer zweckmäßigen Anordnung mit einem
sich vom oberen zum unteren Teil der Vorderfläche erstreckenden Schlitz und
wobei die Vorderfläche in zwei Bahnen oder Aufschläge geteilt ist, kann
eine einzelne Lage geschnitten und können die Bahnen und Aufschläge durch
deren Falten gegen die Rückfläche gebildet werden.
Alternativ dazu sind die Vorder- und die Rückfläche getrennte
Flächen, die unter Bildung der Hülle miteinander verbunden sind.
Vorzugsweise definieren die Vorder- und die Rückseite miteinander
eine schmale Hülle, in welcher die Vorder- und die Rückfläche an
einem Kleidungsstück in der Hülle anliegen.
Sind die Vorder- und die Rückfläche miteinander verbunden
(anders als miteinander geformt), können sie z.B. wärmeversiegelt, vernäht,
geheftet, geklebt, verstiftet oder miteinander verwebt sein.
Die Vorder- und die Rückfläche können miteinander verbunden
oder entlang eines Teils an jeder der seitlichen und oberen peripheren Kanten oder
entlang der gesamten Länge derartiger Kanten gefaltet sein.
Vorzugsweise ist eine oberste periphere Öffnung bereitgestellt,
die derart bemessen ist, dass es ermöglicht wird, dass bei Gebrauch der Haken
eines Kleiderbügels durch diese periphere Öffnung hindurchgeführt
werden kann. Während die periphere Öffnung derart bemessen ist, dass es
ermöglicht wird, dass bei Gebrauch ein großer Haken hindurchgeführt
werden kann, ist sie vorzugsweise kleiner als kopfgroß. Folglich weist die
Hülle geeigneterweise kein verwendbares Kopfloch auf.
Geeigneterweise weisen die Vorder- und die Rückfläche eine
periphere Gestalt auf, die im Allgemeinen der Kontur eines durch den Kleidersack
bedeckenden Kleidungsstücks entspricht. Vorzugsweise entsprechen die Vorder-
und die Rückfläche im Allgemeinen in der Gestalt der peripheren Gestalt
einer Jacke, eines Mantels, eines Hemds oder eines Pullovers. Vorzugsweise jedoch
schließen die Vorder- und die Rückfläche keine ärmelförmigen
Teile ein.
Vorzugsweise weist der Sack eine ähnliche Größe wie
eine Jacke oder ein Pullover auf oder ist vorzugsweise etwas größer. Geeigneterweise
ist er mindestens 40 cm, vorzugsweise mindestens 50 cm und besonders bevorzugt mindestens
60 cm breit (an seinem Maximum). Geeigneterweise ist er mindestens 40 cm, vorzugsweise
mindestens 60 cm, stärker bevorzugt mindestens 70 cm und besonders bevorzugt
mindestens 80 cm lang (an seinem Maximum).
Vorzugsweise ist der Sack selbst kein Gewand oder kein Kleidungsstück.
Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren
zum Entfernen von Geruch aus einem Kleidungsstück bereitgestellt, wobei das
Verfahren umfasst:
- (a) Bereitstellen eines geruchsabsorbierenden Kleidersacks nach einem ersten
Aspekt der Erfindung; und
- (b) Einlegen eines Kleidungsstücks durch die Öffnung des Lagenmaterials
in die Hülle.
Liegt eine periphere Öffnung vor, die für einen Haken geeignet
ist, kann das Verfahren das Aufhängen des Kleidungsstücks auf einem Kleiderbügel
vor Schritt (b) und das Hindurchführen des Hakens des Kleiderbügels durch
die oberste periphere Öffnung, falls vorliegend, derart, dass er aus dem Sack
herausragt, umfassen.
Folglich kann der das Kleidungsstück umhüllende Sack dann
auf einem geeigneten Gegenstand, wie einer Garderobenstange, aufgehängt werden.
Vor oder nach dem Gebrauch kann der Sack in einem Außenverpackungssack
aufbewahrt werden. Der Außenverpackungssack kann z.B. aus einem wieder verschließbaren
Kunststoffmaterial konstruiert sein und derart konstruiert sein, dass verhindert
wird, dass vor oder zwischen dessen Gebrauchs Gerüche, Feuchtigkeit oder Staub
in der Luft durch das geruchsabsorbierende Material des Kleidersacks absorbiert
wird.
Zum besseren Verständnis der verschiedenen Aspekte der Erfindung
und zum Aufzeigen dessen, wie Ausführungsformen derselben umgesetzt werden
können, wird die Erfindung nun beispielhaft in Bezug auf die begleitenden Zeichnungen
beschrieben, in welchen:
1 eine Vorderansicht einer ersten Ausführungsform
eines geruchsabsorbierenden Kleidersacks der Erfindung ist;
2 eine Rückansicht der in 1
dargestellten Ausführungsform ist;
3 eine Ansicht, entsprechend derjenigen von
1, ist, wobei die Öffnung darin teilweise freigelegt
ist;
4 eine Ansicht der in 1
dargestellten ersten Ausführungsform ist, in welcher eine Jacke durch eine
Öffnung in der Vorderfläche des Sacks teilweise in die Hülle eingelegt
ist; und
5 eine Ansicht, entsprechend derjenigen von
4, ist, wobei die Jacke jedoch vollständig in
die Hülle eingelegt ist.
Ein geruchsabsorbierender Kleidersack 2 umfasst ein Lagenmaterial
4, das aus einer verbundenen Vorderfläche 6 und Rückfläche
8 gebildet ist. Die Vorderfläche 6 und die Rückfläche
8 werden durch Falten einer einzelnen Lage um zwei Faltlinien hergestellt,
die letztendlich die peripheren Seitenkanten des Sacks bilden Die peripheren Kanten
sind nur an den Schultern zusammengenäht. Das Ergebnis ist eine schmale Hülle,
in welche ein Kleidungsstück eingelegt werden kann. Eine Öffnung
10 ist in der Vorderfläche 4 in Form eines länglichen
Schlitzes gebildet, der sich vom oberen Teil der Vorderfläche hinab zur untersten
peripheren Kante davon erstreckt und die Vorderfläche unterteilt. Die Öffnung
ist von einer Decklasche 12 überlappt. Unterhalb der Decklasche
12 liegt ein einzelner Haken- und Ösenverschluss (VELCRO Marke) (nicht
dargestellt) auf etwa halbem Weg der Decklasche vor.
Der Sack weist eine oberste, kurze periphere Öffnung
14, die aus der Verbindung zwischen der Vorderfläche 6 und
der Rückfläche 8 an der oberen Kante des Lagenmaterials
4 geschnitten ist, und eine unterste, lange periphere Öffnung
16 auf. Die unterste Kante 20 der Vorderfläche ist mit der
untersten Kante 21 der Rückfläche nicht verbunden. Demzufolge
erstreckt sich die unterste Öffnung 16 über die gesamte Breite
des Sacks.
Die Öffnung 10 unterteilt die oberste Öffnung
14 und unterteilt auch die unterste Öffnung 16. Folglich
bildet die Öffnung 10 ein vorhangartiges Paar von Laschen
18 und 20 in der Vorderfläche 6, die auseinander
gezogen werden können (siehe 3 und 4).
Diese Ausführungsform ist für relativ lange Kleidungsstücke, wie
Mäntel, Kleider und Jacken, nützlich, die in die Öffnung
10 durch Zurückziehen der Laschen 18 und 20 und
Hineinschieben des Kleidungsstücks in die Hülle durch die Öffnung
10 eingelegt werden können. Das unterste Ende des Gegenstands kann
durch die unterste Öffnung 16 herausragen, wodurch verhindert wird,
dass der Gegenstand, während er sich in dem Sack 2 befindet, zerknittert
oder verknautscht wird.
Der Kleidersack ist 85 cm lang und 65 cm breit (maximale Länge
und Breite).
Die oberste periphere Öffnung 14 ist ausreichend groß,
um den Haken eines Kleiderbügels aufzunehmen, jedoch nicht so groß, dass
der Sack die Schultern eines geeigneten Kleidungsstücks – z.B. einer
Jacke, eines Pullovers oder Hemds in der Hülle nicht bedeckt. Typischerweise
ist sie etwa 8–15 cm breit.
Das Lagenmaterial wird aus Polyesterfasern mit einer Länge von
30–50 mm, geformt zu einem ein Fasergewebe umfassendes Lagenmaterial,
unter Verwendung des Kardierverfahrens von GB-A-2151667 konstruiert und mit einem
geruchsabsorbierenden Material auf Kohlenstoffbasis, wie Kohle, imprägniert.
Das Lagenmaterial wird mit Aktivkohle durch ein Verfahren des Eintauchens
der Lage in ein Bad aus Behandlungslauge, in welcher Aktivkohle vorliegt, imprägniert.
Die Behandlungslauge umfasst auf der Basis des Trockengewichts unter Umgebungstemperatur
und -druck 25 Gew.-% eines Acrylbutadienbindemittels, 2 Gew.-% eines Polyvinylalkoholfilmbildners,
zusammen bildend ein Fixiermittel, und ein Antischäumungsmittel in einem geeigneten
organischen Trägermedium. Die Masse der Lauge besteht aus der teilchenförmigen
Kohle. Während des Eintauchens der Lage wird die Kohle im Fasergewebe aufgenommen
und durch das Fixiermittel an Ort und Stelle gehalten, um eine zukünftige Ablösung
zu verhindern. Die Lage wird dann in entsprechend geformte Lagen geschnitten, um
Hüllen zu bilden. Aktivkohle bildet 35 Gew.-% des fertigen Lagenmaterials.
Das Fixiermittel bildet etwa 35 Gew.-% des fertigen Lagenmaterials.
Bei Gebrauch wird ein Kleidungsstück, z.B. in Form einer Jacke
22 in die durch die verbundene Vorderfläche 6 und Rückfläche
8 gebildete Hülle eingelegt, indem die Decklasche 12 der
Öffnung 10 angehoben und die Jacke in die Hülle durch die Öffnung
10 eingelegt wird. Ist die Jacke auf einem Kleiderbügel
24 angebracht, wie in 4 dargestellt, wird
auch der Kleiderbügel durch die Öffnung 10 eingelegt und der
Haken 26 des Kleiderbügels durch die oberste periphere Öffnung
14 geschoben. Folglich ragt, wenn die Jacke 22 vollständig
in den Sack 2 eingelegt ist, der Haken 26 aus der obersten peripheren
Öffnung 14 heraus, und der Sack 2 und die Jacke
22 können z.B. auf eine Kleiderstange gehängt werden. Es ist
klar, dass die Jacke in dieser Ausführungsform unter der untersten Kante der
Hülle bei 28 hängt, wobei diese Kante ungenäht bleibt, um
die Öffnung 16 frei zu lassen.
In alternativen Ausführungsformen kann der Sack 2 einen
separaten Außenverpackungssack (nicht dargestellt), z.B. hergestellt aus einem
undurchlässigen Kunststoffmaterial, und mit einer wieder verschließbaren
Öffnung, einschließen. Der Verpackungssack kann den Sack 2 und
umhüllte Gegenstände vor Feuchtigkeit, Gerüchen oder Staub in der
Atmosphäre zum Zeitpunkt des Erwerbs und/oder zwischen dem Gebrauch schützen.
Dies kann die Wirkung des Verlängerns der Haltbarkeit des geruchsabsorbierenden
Materials im Sack 2 durch Verhindern einer unnötigen Geruchsabsorption
oder einer anderen Absorption aus der Atmosphäre, die sonst das geruchsabsorbierende
Material vorzeitig sättigen könnte, haben.