Die Erfindung betrifft eine Wachszusammensetzung aus wenigstens
drei Komponenten und deren Verwendung als Additiv in der Kunststoffverarbeitung,
als Mattierungsmittel, als Rheologiemittel, als Slipadditiv oder zur Herstellung
von Dispersionen. Die in der Wachszusammensetzung enthaltenen Komponenten sind ausgewählt
aus der Gruppe der Amidwachse.
Konventionelle Kunststoffe wie PVC oder Styrol, aber auch
technische Thermoplaste wie Polyamid, Polycarbonat, Polyalkylenterephthalat, Polyoxymethylen,
Polyphenylenoxid oder thermoplastisches Polyurethan, werden in großem Umfang
nach der Technik des Spritzgießens verarbeitet. Das ist der Grund, warum bei
der Prozessoptimierung das sog. Formtrennverhalten und das Fließverhalten der
betreffenden Kunststoffe eine besondere Rolle spielt. Zum Einstellen dieser Merkmale
werden den Kunststoffen in geringen Mengen externe Verarbeitungshilfsmittel zugesetzt.
Bei solchen Verarbeitungshilfsmitteln kommt es in aller Regel sowohl auf die Wirkung
nach Innen als auch auf die Wirkung nach Außen an.
Für die Wirkung nach Innen, wie das Steuern von Rheologieeigenschaften
der Schmelze, das Reduzieren der Friktion, das Dispergieren von Zusatzstoffen und
Farbmitteln, werden mit dem Polymer gut verträgliche Substanzen benötigt.
Für die Wirkung nach Außen, zum Beispiel als Gleit- und Trennmittel, werden
hingegen mit dem Polymer mehr oder weniger unverträgliche Substanzen benötigt.
Außerdem muss berücksichtigt werden, dass vor allem technische Thermoplaste
wegen ihrer chemischen Struktur gegen Hydrolyse empfindlich sind und dass deshalb
saure oder basische Zusatzstoffe bei diesen Thermoplasten zu unkontrollierten Nebenreaktionen
führen und schon allein aus diesem Grund als Verarbeitungshilfsmittel nicht
geeignet sind.
Diese vielfältigen, komplexen und oft gegensätzlichen
Anforderungen an optimale Verarbeitungshilfsmittel erfüllen nur eine ganz kleine
Gruppe von Substanzen. Dazu gehören Fettsäurederivate, Wachse, mit Einschränkungen
Metallseifen, Polyester oder Amide. Aber selbst bei diesen Substanzen treten immer
wieder von Fall zu Fall Nachteile auf, die in Abwesenheit einer besser brauchbaren
Alternative akzeptiert werden müssen.
Fettsäuren sind zwar hervorragende Verarbeitungshilfsmittel,
sie unterstützen aber den Polymerabbau und sind bei den oft hohen Verarbeitungstemperaturen
der Kunststoffe beim Spritzgießen flüchtig und rauchen ab. Seifen können
sich in Gegenwart saurer Bestandteile leicht zersetzen und verhalten sich dann genauso
wie Fettsäuren. Fettsäureester sind oft zu polar und zeigen in polaren
Kunststoffen nur Wirkung nach Innen, während in unpolaren Kunststoffen starke
Tendenz zur Migration beobachtet wird. Ähnlich wie die Fettsäureester
verhalten sich die Amide von Stearinsäure, Erucasäure oder Ölsäure.
Die Tendenz bei der Verbesserung von Rezepturen beim Spritzgießen
geht daher bevorzugt zu längerkettigen Verbindungen, wie sie z. B. auf der
Basis von Montanwachsäure und deren Derivaten zugänglich sind, oder zu
Umsetzungsprodukten von langkettigen Fettsäuren mit Diaminen. Stand der Technik
ist die Verwendung von Umsetzungsprodukten der Stearinsäure oder der Palmitinsäure
mit Ethylendiamin. Dabei ist es aber bisher noch nicht gelungen, die optimale Balance
zwischen der Wirkung nach Innen und der Wirkung nach Außen zu finden.
Es bestand daher die Aufgabe, ein geeignetes Verarbeitungshilfsmittel
für Kunststoffe beim Spritzgießen zu finden, das einerseits ausreichende
Wirkung nach Innen bietet, das gleichzeitig aber auch gute Gleit- und Trennwirkung
an der Oberfläche des Kunststoffs zeigt, ohne dabei durch zu starke Migration
eine weitere Behandlung der Kunststoffoberfläche zu behindern oder unmöglich
zu machen.
Überraschend wurde gefunden, dass diese Aufgabe durch
die Verwendung einer speziellen Kombination von Amidwachsen als Komponenten einer
Wachszusammensetzung gelöst werden kann. Der Begriff "Amidwachse" soll definitionsgemäß
als Sammelbezeichnung für eine Produktgruppe zu verstehen sein, die das Ergebnis
der Umsetzung einer langkettigen Carbonsäure mit einem mono-oder mehrfach funktionellen
Amin oder mit Ammoniak ist.
Gelöst wird die Aufgabe erfindungsgemäß
durch eine Wachszusammensetzung der eingangs genannten Art, die eine Kombination
aus wenigstens drei Amidwachsen A, B und C enthält und deren Kennzeichenmerkmal
darin zu sehen ist, dass
- Amidwachs A das Umsetzungsprodukt von Alkylendiamin mit linearen Fettsäuren
oder mit Mischungen aus Fettsäuren darstellt,
- Amidwachs B das Umsetzungsprodukt von Alkylendiamin mit 12-Hydroxystearinsäure
und
- Amidwachs C das Umsetzungsprodukt von Alkylendiamin mit 12-Hydroxystearinsäure
und linearen Fettsäuren.
Technisch verfügbar sind Umsetzungsprodukte aus Ethylendiamin
und Stearinsäure oder Palmitinsäure, Ölamid, Erucaamid, Stearylamid.
Bei der erfindungsgemäßen Wachszusammensetzung
aus den Amidwachsen A, B und C, die sich überraschend als Verarbeitungshilfsmittel
beim Spritzgießen von Kunststoffen mit optimierter Wirkung nach Innen und nach
Außen eignen, werden dagegen drei unterschiedliche Komponenten A, B und C in
geeigneter Menge miteinander kombiniert.
Bei Amidwachs A handelt es sich um Umsetzungsprodukte von
Alkylendiamin, vorzugsweise von Ethylendiamin, mit linearen Fettsäuren oder
Mischungen von Fettsäuren wie vorzugsweise Talgfettsäure, Kokosfettsäure,
Stearinsäure, Palmitinsäure, Behensäure oder Erucasäure mit
der Struktur
CH3-(CH2)n-CO-NH-CH2CH2-NH-CO-(CH2)n-CH3
mit n = 6 bis 20.
Bei Amidwachs B handelt es sich um das Umsetzungsprodukt
von Alkylendiamin, vorzugsweise von Ethylendiamin, mit 12-Hydroxystearinsäure,
vorzugsweise mit folgender Zusammensetzung:
CH3-(CH2)5-CHOH-(CH2)10CO-NH-CH2CH2-NH-CO-(CH2)10-CHOH-(CH2)5-CH3
Bei Amidwachs C handelt es sich um das Umsetzungsprodukt
von Alkylendiamin, vorzugsweise von Ethylendiamin, mit 12-Hydroxystearinsäure
und linearen Fettsäuren, vorzugsweise der Struktur:
CH3-(CH2)5-CHOH-(CH2)10CO-NH-CH2CH2-NH-CO-(CH2)n-CH3
mit n = 6 bis 20.
Erfindungsgemäß enthält die Wachszusammensetzung
bevorzugt Amidwachs A in einer Menge im Bereich von 1 bis 85 Gew.-%, Amidwachs B
in einer Menge im Bereich von 1 bis 85 Gew.-% und Amidwachs C in einer Menge im
Bereich von 1 bis 50 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Wachszusammensetzung.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung enthält die Wachszusammensetzung Amidwachs A in einer Menge im Bereich
von 5 bis 75 Gew.-%, Amidwachs B in einer Menge im Bereich von 5 bis 75 Gew.-% und
Amidwachs C in einer Menge im Bereich von 1 bis 40 Gew.-%, jeweils wieder bezogen
auf das Gesamtgewicht der Wachszusammensetzung.
Die Umsetzung der Ausgangsstoffe mit Alkylendiamin, vorzugsweise
mit Ethylendiamin, zum Herstellen der Amidwachse erfolgt bei Temperaturen oberhalb
von 100°C. Insbesondere werden die Fettsäuremischungen in einen Reaktor
gegeben und dort unter Schutzgas aufgeschmolzen. In die so erhaltene Schmelze wird
bei Temperaturen um 140°C Ethylendiamin unter Rühren eindosiert. Nach
Dosierung der nach der Stöchiometrie vorgegebenen Menge an Ethylendiamin wird
die Temperatur weiter auf 190°C erhöht und unter Abdestillieren des Reaktionswassers
weiter gerührt, bis die Säurezahl SZ und die Alkalizahl AZ beide unter
den Wert von 6 abgesunken sind. Die Säurezahl SZ wird zur Kontrolle des Reaktionsverlaufs
gemäß DIN EN ISO 3682 bestimmt, die Alkalizahl AZ nach der DGF Methode
H III 2a (92).
Aus den Amidwachsen A, B und C der Herstellungsbeispiele
werden dann durch Mischen die erfindungsgemäßen Wachszusammensetzungen
hergestellt. Die genaue Zusammensetzung der Wachszusammensetzungen wird gaschromatographisch
analysiert.
Überraschend wurde gefunden, dass sich die erfindungsgemäße
Wachszusammensetzung enthaltend wenigstens die Amidwachse A, B und C als Verarbeitungshilfsmittel
zum Spritzgießen für konventionelle Kunststoffe wie PVC oder Styrol oder
für technische Thermoplaste wie Polyamid, Polycarbonat, Polyalkylenterephthalat,
Polyoxymethylen, Polyphenylenoxid oder für thermoplastisches Polyurethan in
besonderer Weise eignet. Die Wachszusammensetzung wird erfindungsgemäß
den Kunststoffen als Verarbeitungshilfsmittel in Mengen im Bereich von 0,1 bis 10
Gew.-%, vorzugsweise von 0,2 bis 5 Gew.-%, besonders bevorzugt von 0,2 bis 2 Gew.-%,
zugesetzt, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht aus Kunststoff plus Verarbeitungshilfsmittel.
Die erfindungsgemäßen Wachszusammensetzungen
können als reine Substanzen verwendet oder mit aus dem Stand der Technik bekannten
Mischungskomponenten wie Polyethylenwachsen, Polypropylenwachsen, Amidwachsen, Fischer-Tropsch
Wachsen gemischt und anschließend mikronisiert werden. Die Partikelgröße
wird dabei zweckmäßig im Bereich von 10 bis 20 µm eingestellt.
Die erfindungsgemäßen Wachszusammensetzungen
können weiter auch in Lösemitteln heiß gelöst und durch Abkühlen
gefällt werden. So hergestellte Pasten können in Druckanwendungen zur
Steuerung der Viskosität und des Gleit- und Slipverhaltens eingesetzt werden.
Die Erfindung soll durch die nachfolgenden Ausführungsbeispiele
für den Fachmann noch deutlicher erläutert werden. Alle Mengenangaben
in Mischungen sind dabei als Angaben in Gew.-% zu verstehen, falls nichts anderes
dazu angegeben ist. Dabei wurden zunächst folgende Amidwachse hergestellt:
- Herstellbeispiel 1 für Amidwachs C:
- 12-Hydroxystearinsäure 1,5 mol
- Talgfettsäure (35/65) 0,5 mol
- Ethylendiamin 1,0 mol
- AZ: 4,3 / SZ: 4,7
- Herstellbeispiel 2 für Amidwachs C:
- 12-Hydroxystearinsäure 1,0 mol
- Talgfettsäure (35/65) 1,0 mol
- Ethylendiamin 1,0 mol
- AZ: 4,9 / SZ: 4,9
- Herstellbeispiel 3 für Amidwachs C:
- 12-Hydroxystearinsäure 1,5 mol
- Talgfettsäure (45/55) 0,5 mol
- Ethylendiamin 1,0 mol
- AZ: 4,8 / SZ: 4,3
- Herstellbeispiel 4 für Amidwachs A:
- Stearinsäure 0,5 mol
- Talgfettsäure (30/70) 1,5 mol
- Ethylendiamin 1,0 mol
- AZ: 4,1 / SZ: 4,5
- Herstellbeispiel 5 für Amidwachs B:
- 12-Hydroxystearinsäure 2,0 mol
- Ethylendiamin 1,0 mol
- AZ: 4,3 /SZ: 4,7
- Vergleichsbeispiel nach dem Stand der Technik V1:
- Talgfettsäure (30/70) 2,0 mol
- Ethylendiamin 1,0 mol
- AZ: 5,1 /SZ: 4,8
- Vergleichsbeispiel nach dem Stand der Technik V2:
- Stearinsäure rein 2,0 mol
- Ethylendiamin 1,0 mol
- AZ: 5,3 / SZ: 4,9
Aus den Amidwachsen A, B und C der Herstellungsbeispiele
1 bis 5 werden dann die Wachszusammensetzungen hergestellt. Die genaue Zusammensetzung
der erfindungsgemäßen Wachszusammensetzungen wird mittels GC analysiert.
Die gewichtsmäßige Zusammensetzung der erfindungsgemäßen Wachszusammensetzungen
WZ1 bis WZ4 und der Vergleichsmischung V1 und V2 nach dem Stand der Technik sind
in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt. Diese wurden dann als Verarbeitungsmittel
in technischen Kunststoffen und in mikronisierter Form als Additive in Lack geprüft.
WZ1
WZ2
WZ3
WZ4
V1
V2
C16-EDA-C16
7
3
11,5
7
9
C16-EDA-C18
25
11,5
28
31
42
C16-EDA-C18-OH
13
17,5
17
C18-EDA-C18
24
10,5
17
37
49
100
C18-EDA-C18-OH
24
32,5
20,5
C18-OH-EDA-C18-OH
7
25
6
25
Summe
100
100
100
100
100
100
Thermoplastisches Polyurethan
Beim Herstellen von thermoplastischem Polyurethan (TPU)
wurden in die Esterdiolkomponente die Wachszusammensetzungen in einer Menge von
0,4 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der Mischung aus Esterdiol und Wachszusammensetzung,
eingesetzt.
Diese Mischung wurde mit Diisocyanaten zum Polyurethan
umgesetzt. Aus den so hergestellten Polymeren wurden dann Spritzgussteile hergestellt.
Bewertet wurden die Formtrennung und das Migrationsverhalten bei Raumtemperatur,
bei 60 und bei 80°C nach Schulnoten.
Geprüft wurden die erfindungsgemäßen Produkte,
die Wachszusammensetzungen WZ1 bis WZ4 enthalten, die Vergleichsmischung 1 und das
reine EBS V2, dazu noch ein marktübliches Derivat von Montanwachssäure.
Die Daten zeigten, dass mit den erfindungsgemäßen Produkten bei ausreichender
Entformungskraft das Migrationsverhalten signifikant verbessert werden kann.
Performance in thermoplastischem Polyurethan:
WZ1
WZ2
WZ3
WZ4
V1
V2
Montanwachsderivat
Entformung
1,6
1,9
1,5
1,8
1,5
2,9
3
Migration 23°C
2,5
1,5
2,5
3,5
3
1,5
Migration 60°C
3
1,5
2,5
3
2,5
3
1,5
Migration 80°C
3
4
3
3
6
6
1,5
Einsatz in Polystyrol
Geprüft wurde das Spritzgussverhalten von Polystyrol
in Kombination mit den erfindungsgemäßen Wachszusammensetzungen im Verhältnis
95/5, 90/10 und 85/15. Zum Vergleich wurden reines Polystyrol und die Kombinationen
mit den Substanzen nach dem Stand der Technik getestet. Gemessen wurde die Trennkraft
in Newton, die Fließstrecke in der Messspirale in cm, Farbe, Transparenz, Ausblühen
und Gleitwirkung wurden gegen Standard mit Schulnotenverfahren bewertet.
Als Vergleich wurden handelsübliche Produkte eingesetzt.
V1 ist Hostalub FA 1 und V3 ist Hostalub FA 5. Die Versuche zeigten, dass bei gleich
bleibender Entformungskraft das Fließverhalten und das Migrationsverhalten
durch die erfindungsgemäßen Wachszusammensetzungen verbessert wurden.
Auch bei höheren Dosierungen verblieben die erfindungsgemäßen Produkte
in der Matrix und schwitzten nicht aus.
Anwendungsprüfung in Polystyrol, 95/05
Styrol
V1
V3
WZ1
WZ2
Einheit
Ausblühen
-
3
3
2
2
-
Farbe
1
2
4
2
2
-
Fließverhalten
63
63
63
64
64
cm
Gleitwirkung
-
2
2
2
2
-
Mischung 85/15
3
4
2
2
Mischung 90/15
3
3
2
2
Mischung 95/05
2
2
2
2
Transparenz
1
2
3
2-3
2-3
-
Trennwirkung
1772
1585
1605
1557
1592
N
Einsatz in PVC
Die erfindungsgemäßen Mischungen wurden auch
in PVC gegen Standardamidwachse und Montanwachsderivate geprüft.
Als Prüfrezeptur wurde folgende Mischung eingesetzt:
Vinnolit S 3160, PVC der Vinnolit, 100 Teile, Mark 17 MOK
1,5 Teile, Kane ABE-58A 5 Teile, Paraloid K 120 N 1 Teil, Loxiol G 16 0,3 Teile,
Testprodukt oder Vergleichsprodukt 0,4 Teile.
V1 = Amidwachs Hostalub FA1, V3 = Amidwachs Hostalub FA 5
Bei Trenn- und Gleitwirkung verhielten sich die erfindungsgemäßen
Produkte wie der Standard, bei der Farbe waren sie schlechter, im Ausblühverhalten
waren sie besser als die Produkte nach dem Stand der Technik.
Anwendungsprüfung in PVC
V1
V3
WZ1
WZ2
Trennwirkung
3
3
3
3
Farbe
1
2
4
3
Transparenz
90,0 %
90,0 %
90,0 %
90,0 %
Ausblühen
3
3
2
2
Gleitwirkung
3
3
3
3
Einsatz in Polcarbonat
Geprüft wurde die Wirkung in einer Prüfrezeptur
aus Makrolon 3108, 100 Teile, Wachszusammensetzung/Vergleichsprodukt 0,5 Teile.
Geprüft wurden die Mischungen WZ1 und WZ2 gegen Licolub FA1 und Licolub FA
5. Untersucht wurden Farbe, Transparenz, Trennwirkung und Schmelzindex.
Versuchsergebnisse Polycarbonat:
Ergebnisse Wachszusammensetzungen aus Amidwachsen in Polycarbonat
Polycarbonat
Makrolon M 3108
VN
Wachs
Menge [Gew.-%]
Entformungskraft [N]
MVR 275°C/5 kg [cm3/10 min]
Yellowness- Index
Transparenz [%]
91463
-
1800
12,5
2,33
88,8
91464
Licolub FA 1
1
1700
17,4
2,15
88,9
91465
Licolub FA 5
1
1700
13
2,45
88,9
91466
FHG 514
1
1600
16,3
2,47
88,9
91467
FHG 515
1
1600
15
2,46
88,9
91468
Licolub FA 1
1,5
1300
24,6
1,92
89,3
91469
Licolub FA 5
1,5
1500
15,1
2,38
88,9
91470
FHG 514
1,5
1600
23,4
2,08
89,2
91471
FHG 515
1,5
1600
20,6
1,76
89,4
FA 5 = Umsetzungsprodukt aus
Hydroxystearinsäure und Talgamin,
FA 1 = Umsetzungsprodukt aus Stearinsäure und Ethylendiamin,
FHG 515 = Mischung 2 (= WZ2) der Beispiele
FHG 514 = Mischung 1 (= WZ1) der Beispiele
Die Tabelle zeigt, dass die erfindungsgemäßen
Wachszusammensetzungen mit Polycarbonat gut verträglich sind und auch bei höheren
Dosierungen in der Matrix verbleiben. In der äußerlichen Wirkung, Entformungskraft,
tritt keine Zunahme auf.