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Dokumentenidentifikation DE102006005222A1 18.10.2007
Titel Energie aus der Erddrehung
Anmelder Linden, Alfred, 58540 Meinerzhagen, (verstorben), DE
Erfinder Linden, Alfred, 58540 Meinerzhagen, (verstorben), DE
DE-Anmeldedatum 06.02.2006
DE-Aktenzeichen 102006005222
Offenlegungstag 18.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.10.2007
IPC-Hauptklasse F03G 3/08(2006.01)A, F, I, 20060206, B, H, DE
Zusammenfassung Das Verfahren beschreibt eine Möglichkeit, aus der praktisch unerschöpflichen Kraft der Drehung der Erdkugel Energie dadurch zu gewinnen, dass rotierende Masse à la Foucaultschem Pendel seine absolute Rotationsrichtung gegen den Fixsternhimmer beibehält, während die Umgebung des Pendels in unsern Breiten um etwa 280° an einem Tag dreht. *)
Durch Positionierung der Drehachse der rotierenden Masse in/an einem horizontal drehbaren Fundament kann das sich zwischen diesem Fundament und der Umgebung ergebende Drehmoment nutzbar gemacht werden.
*) Am Nordpol würde diese Drehung exakt 360° betragen.

Beschreibung[de]

Es wird eine Möglichkeit vorgestellt, Energie aus einer nicht zu erschöpfenden Ressource zu gewinnen: Aus der Drehbewegung der Erdkugel und zwar ausgehend von dem Fakt, dass ein frei schwingendes Pendel die Ebene seines Pendel-Ausschlages in seiner Ausrichtung zum Sternenhimmel immer beibehält, während sich die – irdische – Umgebung des Pendels mit der sich drehenden Erdkugel bewegt.

Seit dem Jahr 1851 wird die Drehung der Erde mit dem Foucaultschen Pendel in Paris demonstriert nachdem dieser Effekt schon 200 Jahre bekannt war.

Bereits nach einer halben Stunde ist der Effekt mit dem Foucoultschen Pendel für jedermann erkennbar und einige wenige Betrachter glauben, Ursache und Wirkung begriffen zu haben.

Ein kleiner Gedankenschritt weiter ist der Kreiselkompass, der seine Achsrichtung immer beibehält.

Dieses Phänomen haben wir als Fahrrad-begeisterte Schüler regelmäßig neu probiert und bestaunt, wenn wir nach Ausbau des Vorderrades die Achse mit beiden Händen festhaltend, das Rad in Drehung versetzten und versuchten, die Achse zu schwenken.

Der dabei festgestellte Widerstand faszinierte immer wieder, ohne dass wir dafür eine plausible Erklärung fanden.

Mithin verhält sich eine vertikal drehende Schwungmasse physikalisch wie ein Pendel. Von dieser Tatsache ausgehend soll eine Schwungmasse D möglichst großen Durchmessers mit horizontal ausgerichteter Achse G so in Drehung versetzt werden, dass sich ein drehbares, die Achse G tragendes Fundament B mit Ständer C umgekehrt analog der Erdumdrehung dreht, weil die Schwungmasse D ihre [gegen den Sternenhimmel absolute] Lage unverändert beibehält, während sich Fundament B mit Ständer C relativ zu deren Umgebung drehen, und zwar an Punkten mit dem Breitengrad von Meinerzhagen (westliches Westfalen) täglich einmal um 281 °.

Das ergibt sich nach der Formel: (alpha) = x sin (phi), wobei (alpha) der Drehwinkel an einem Tag und (phi) der Breitengrad ist, eine Zeit von 30,75 Stunden für eine volle Umdrehung in Meinerzhagen, auf 51°02' (Breitengrad) gelegen.

Am Nordpol würde eine Drehung um 360° in 24 Stunden erfolgen, am Äquator entfiele sie ganz.

Wahrscheinlich wurde empirisch noch nicht ermittelt, welches die optimale Aufstellung der Schwungmasse D ist, ob die Dreh-Ebene parallel zum zugehörenden Meridian, d. h. die Achse G horizontal in Ost-West-Richtung weisend oder ob, vielleicht durch bisher unbekannte Einflüsse, eine exakt horizontal und/oder vertikal abweichende Stellung wirkungsvoller ist.

Das zwischen drehendem Fundament B, C und ortsfester Fundament-Umgebung A aufkommende Drehmoment soll genutzt werden durch ein Seil, eine Kette, einen Zahnriemen, die beispielsweise um das Fundament B geschlungen von diesem aufgewickelt oder bewegt werden und deren Zugkraft umgesetzt wird in andere Antriebe oder Energienutzung.

Selbstverständlich ist auch ein kraft- oder formschlüssig angeschlossener Energie-Verbraucher oder -Erzeuger denkbar, wenngleich die Nutzung der sehr niedrigen Drehzahl nicht jede Nutzungsform zulässt. Dieser ist in der Zeichnung nur mit der Welle K angedeutet.

Erstrebenswerte bzw. erforderliche Voraussetzungen sind

  • – eine möglichst reibungsarme Lagerung der Schwungmasse D, (Luft-Lagerung, Magnet-Lagerung oder ähnliche),
  • – eine möglichst reibungsarme Lagerung H des drehbaren Fundaments B,
  • – eine möglichst hohe Schwungmasse -Drehzahl mit großer Fliehkraft, möglichst im luftleeren Raum,
  • – das drehbar gelagerte Fundament B mit Ständer C; Antrieb M der Schwungmasse D, drehen gemeinsam [scheinbar],
  • – eine kraft- oder formschlüssige Kraftübertragung F des Fundament-Drehgestells B zu einem Kraft-Abnehmer K, z. B. einem Energie-Verbraucher oder -Erzeuger,
  • – entweder ein großer Durchmesser des drehbaren Fundaments B, entsprechende Übersetzung oder beides;
  • – eine Doppel- oder Mehrfachscheibe, wenn eine Schwungmasse D großen Durchmessers nicht möglich ist.,
  • – Schwungmasse D im Vakuum-Gehäuse, Übertragung der Antriebskraft für Scheibe D z. B. durch Induktion oder magnetische Feldlinien; dabei Energieversorgung durch die Gehäusewand hindurch;
  • – evtl. Antrieb durch Elektromotor oder Brennstoffzelle (im selben Gehäuse) oder
  • – Stirling-Motor im Gehäuse mit Wärmezufuhr durch Wärme-/Lichtstrahlung durch die Gehäusewand – zum Aufrechterhalten eines Vakuums.

In der Annahme, dass das Aufrechterhalten der Schwungmassen-Drehung nur wenig Energie erfordert, lässt sich sicher leicht ermitteln, wann die für den Antrieb M der Schwungmasse D erforderliche Leistung geringer ist, als die am Fundament-Drehgestell B freiwerdende Leistung bzw. ab welcher Größenordnung bzw. Parameter-Einstellung die Gesamt-Energie-Bilanz ein Positiv-Saldo erwarten lässt.

Selbstverständlich lässt der Ausführungsgedanke auch eine hängende Anordnung zu, z. B. in Schächten oder Kellern.

Zu prüfen ist auch die Möglichkeit der Verwendung einer Schwungmasse D mit daran befestigten Fliehkörpern bzw. Gewichten, zur Erhöhung des GD2.

M. W. noch nicht ermittelt ist

  • • ob die Wahl des Scheiben-Materials, z.B. elektrisch leitend, ferromagnetisch oder mit anderen denkbaren Eigenschaften Ergebnis-relevant ist,
  • • oder der Einsatz von Keramik oder Kunststoff;
  • • ob jede Horizontalstellung der Achse G (also von Ost-West bis Nord-Süd) gleiche Wirkung erzielt;
  • • ob eine geringe Neigung der Achse G gegen die Horizontale eine Wirkung hat;
  • • ob eine Veränderung der Richtung der Achse G gegen die als optimal angesehene Ost-West-Richtung eine Wirkung hat und/oder
  • • eine zweite Schwungmasse im rechten Winkel zu einer ersten drehenden Schwungmasse D sinnvoll ist.
  • • Denkbar sind auch zwei Scheiben auf einer Doppelwelle eines Elektromotors, die gewissermaßen eine breitere Wirk-Basis ergeben,
  • • alternativ dazu sind zwei in zwei Ebenen übereinander angeordnete zwei Antriebe, – auch mit je einer Doppelwelle – auf denen dann je zwei Scheiben beispielsweise in Ost-West-Richtung und in Nord-Süd-Richtung drehen.

Ein höherer Wirkungsgrad, d. h. ein größeres nutzbares Drehmoment ist zu erwarten, wenn der Drehpunkt des Fundaments B nicht senkrecht unter dem Schwerpunkt der Schwungmasse D (auf der Achse G) liegt, sondern wenn zwei oder mehrere Schwungmassen, kreisförmig verteilt auf einer Scheibenfläche angeordnet sind, oder wenn z. B. auf einer großen horizontal drehbaren Scheibe eine Vielzahl von vertikal drehenden Scheiben angeordnet ist, deren Achsen zunächst nicht zum Verschwenken oder Drehen vorgesehen sind, die aber – sollte empirisch ein Vorteil ermittelt werden – schwenkbar oder drehbar gemacht werden.

Die Vertikalachse einer solchen (scheinbar) horizontal drehenden Scheibe ist kraftschlüssig verbunden mit einem Energie-Verbraucher oder -Erzeuger. Analog zur Kraftübertragung des Fundamentes B wird auch ihre (scheinbare) Drehbewegung gegen ihre (scheinbar) feststehende Umgebung ausgeführt.

A
Fundament, ortsfest
B
Fundament, auf A drehbar
C
Ständer, fest verbunden mit B
D
Schwungmasse
E
von B angetriebenes Rad
F
Riemen als Kraftübertragung
G
Achse von D
H
Lagerung von B
I
Lagerung von E
K
Welle (eines Kraft-Abnehmers bzw. Kraft-Verbrauchers)
M
Antrieb von G bzw. D
Fig. 1
Seitenansicht
Fig. 2
Draufsicht


Anspruch[de]
Verfahren zur Energiegewinnung aus der Erddrehung dadurch gekennzeichnet,

– dass eine permanent angetriebene vertikal drehende Schwungmasse (D) auf einem horizontal drehbaren Fundament (B) befestigt ist und

– und dass das Fundament (B) drehbar ist und mit einem ortsfesten Energieverbraucher (K) kraft- oder formschlüssig (F) verbunden ist. Beispiel in ⇨ 1
Vorrichtung zur Energiegewinnung aus der Erddrehung, dadurch gekennzeichnet, dass auf, in oder an einem horizontal drehbar gelagerten Fundament (B) eine vertikal drehende, permanent angetriebene Schwungmasse positioniert ist, und das Fundament (B) so form- der kraftschlüssig mit einem ortsfesten Energie-Verbraucher (K) oder -Erzeuger verbunden ist, dass das bei der scheinbaren Drehung des Fundamentes (B) aufkommende Drehmoment der Energienutzung dient. 1 zeigt beispielhaft eine Anordnung. Vorrichtung zur Energiegewinnung aus der Erddrehung gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2, jedoch dadurch gekennzeichnet, dass zwei Schwungmassen (D) auf einer Achse (G) drehen. Die Drehrichtung der Schwungmassen kann gegenläufig sein. Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwungmasse (D) in Nord-Südrichtung dreht. Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse (G) mit darauf befestigten Schwungmassen (D) in der Horizontalen und/oder in der Vertikalen schwenkbar ist und/oder dass die Achse (G) jede Richtung zwischen Nord-West bzw. Nord-Ost einnehmen kann. Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, jedoch dadurch gekennzeichnet, dass die Schwungmasse(n) (D) an einem stehenden oder an einem hängenden Fundament befestigt ist/sind. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl der Schwungmasse(n) (D) regelbar ist und an das bei der Drehung des Fundamentes (B) abgenommene, erwartete oder zu erzielende Drehmoment angepasst werden kann. Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwungmasse(n) (D) in einem Vakuum-Gehäuse drehen. Vorrichtung gemäß dem Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb oder die Energieversorgung zum Inganghalten der Drehung der Schwungmasse durch eine Gehäusescheibe hindurch erfolgt durch Induktion, magnetische Feldlinien oder Kabel. Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerung der Schwungmasse (D) bzw. der Achse (G) und/oder des Fundamentes (B) reibungsarm erfolgt, z.B. durch Luft, Öl, Magnetismus oder dergl. Möglichkeiten.






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