Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gewebe mit ersten und zweiten
Kettfäden und ersten und zweiten Schussfäden.
Es sind Gewebe bekannt, die zur Herstellung von Luftsäcken für
Personenrückhaltesysteme eingesetzt werden, und welche unbeschichtet eingebaut
werden. Ein mit einem derartigen Gewebe versehener Luftsack wird im Anwendungsfall
schlagartig mit einem Aufblasgas aufgeblasen, wobei das Gewebe durch den hierbei
entstehenden Druck im Luftsack auf Zug belastet wird mit der Folge, dass sich die
Gewebestruktur öffnet, das heißt dass sich durch auseinanderziehen der
Gewebestruktur die Luftdurchlässigkeit des Gewebes erhöht, und im entsprechenden
Einsatzfall Aufblasgas entströmen kann. Dadurch kann die Leistungsfähigkeit
des Luftsacks stark beeinträchtigt werden, beispielsweise durch eine langsamere
Entfaltung des Luftsacks, wegen ständig stattfindendem Luftverlust mit der
Folge, dass das Luftkissen erst später einsatzbereit ist und damit auch erst
später eine Schutzwirkung für einen Fahrgast entfalten kann. Daneben kann
der Fahrgast durch Austreten des Aufblasgas eventuell gesundheitliche Schädigungen
erfahren.
Man hat versucht dem höheren Aufblasgasverlust durch größere
Generatoren entgegenzuwirken. Dies hat jedoch erhöhte Kosten für das fertige
Modul zur Folge. Eine weitere Möglichkeit, die eben beschriebenen negativen
Folgen zu vermeiden besteht darin, dass die Gewebe für die Luftsäcke beschichtet
oder laminiert werden. Damit lässt sich tatsächlich ein wesentlich besseres
und betreffend die Luftdurchlässigkeit nahzu optimales Gewebe erzeugen. Die
Herstellungskosten für ein derartiges Gewebe steigen hierdurch jedoch immens.
Grundsätzlich wird auch durch den zusätzlichen Fertigungsschritt "Beschichtung
oder Laminierung" die Gesamtfertigung umfangreicher und damit zwangsläufig
kritischer.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde ein Gewebe vorzuschlagen,
bei dem die genannten und aus dem Stand der Technik bekannten Nachteile vermieden
oder zumindest stark verringert werden.
Die Aufgabe wird gelöst, zunächst durch ein Gewebe gemäß
Anspruch 1. Dieses Gewebe mit ersten und zweiten Kettfäden und ersten und zweiten
Schussfäden ist dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Kettfäden und
die ersten Schussfäden ein Grundgewebe bilden und die zweiten Kettfäden
mit den zweiten Schussfäden ein zum Grundgewebe benachbartes Dachgewebe bilden,
wobei die zweiten Kettfäden auch mit den ersten Schussfäden verwoben sind.
Mit dem erfindungsgemäßen Gewebe ergibt sich der Vorteil, dass, wenn das
Gewebe zur Bildung eines Luftsacks verwendet wird, derart dass die beiden Dachgewebe
zueinander zeigen, sich ein Luftkissen herstellen lässt, auf dessen jeweiliges
Dachgewebe im Explosionsfall sich zuerst die Beaufschlagung des Luftsacks mit Gas
durch den Generator ergibt. Die Konstruktion des erfindungsgemäßen Gewebes
führt dazu, dass sich bei Belastung beim Aufblasen des Luftsacks die ersten
Kettfäden sowie die ersten Schussfäden entsprechend der Belastung dehnen,
wobei die zweiten Kettfäden die zweiten Schussfäden in die zwischen den
ersten Schussfäden aufgrund der Dehnung des Grundgewebes entstehenden Zwischenräume
hineinziehen. Sie verschließen hierdurch bei zunehmendem Druck gleichsam simultan
zum Entstehen von "Lücken" oder "Löchern" im Gewebe dieselben durch "Zustopfen"
mittels der zweiten Schussfäden, welche man hier auch Dichtungsfäden nennen
könnte, wodurch sie eine Erhöhung der Luftdurchlässigkeit vermeiden
oder zumindest stark verzögern. Die Folge ist, dass aufgrund des sich unter
Belastung selbst abdichtenden bzw. dicht haltenden Gewebes ein Entströmen des
Aufblasgases eingeschränkt wird.
Die Aufgabe wird zum anderen auch mit einem Gewebe gemäß
Anspruch 2 gelöst. Dieses Gewebe mit ersten und zweiten Kettfäden und
ersten und zweiten Schussfäden ist dadurch gekennzeichnet, dass der E-Modul
der ersten Kettfäden höher ist als der E-Modul der zweiten Kettfäden,
und dass die zweiten Kettfäden mit niedrigerer Kettspannung verwebt sind als
die ersten Kettfäden, und dass die ersten Schussfäden in einer Grundebene
liegen und die zweiten Schussfäden in einer zur Grundebene benachbarten Dachebene
liegen. Die Vorteile dieses erfindungsgemäßen Gewebes sind denen des Gewebes
gemäß Anspruch 1 gleich. Bei der zweiten Gewebelösung ergibt sich
im Einsatzfall des erfindungsgemäßen Gewebes in einem Luftsack jedoch
eine andere Verhaltensweise des Gewebes. Das Ergebnis ist jedoch im Prinzip das
selbe wie beim ersten Gewebe, nämlich dass sich die Luftdurchlässigkeit
des Gewebes während der Einsatzphase nicht erhöht und dementsprechend
das Entströmen des Aufblasgases während der Entfaltung und der für
einen Airbag erforderlichen Standzeit nicht bemerkenswert erhöht. Durch die
Konstruktion des erfindungsgemäßen Gewebes nach Anspruch 2 ergibt sich
eine wesentlich stärkere Ondulation der zweiten Kettfäden, da diese gegenüber
den ersten Kettfäden einen niedrigeren E-Modul haben und mit niedriger Kettspannung
verwebt sind. Wird nun im Einsatzfall des Gewebes in einem Luftsack Zug auf das
Gewebe ausgeübt, so werden die zweiten Kettfäden mit geringerem E-Modul
mehr gestreckt als die ersten Kettfäden mit höherem E-Modul, sodass der
zwischen den ersten Schussfäden wachsende Abstand bei Zugbelastung auf das
Gewebe dadurch kompensiert wird, dass sich die zuvor in der Dachebene liegenden
zweiten Schussfäden mehr oder weniger in den größer
werdenden Lücken zwischen den ersten Schussfäden anordnen, und dadurch
der absolute Abstand zwischen zwei benachbarten Schussfäden etwa gleich bleibt.
Damit ist es vorteilhafterweise möglich, den Zwischenraum und damit auch die
Luftdurchlässigkeit zwischen den Kett- und Schussfäden in etwa konstant
zu halten bzw. individuell über den Belastungsverlauf durch den im Luftsack
auftretenden Gasdruck zu steuern.
Das erfindungsgemäße Gewebe kann in beiden Lösungsvarianten
als Teilstück, zum Beispiel als Filterteil oder Gasausströmmechanismus
in einem Airbag, sowohl konfektioniert als auch in "One-Piece-Woven"-Luftsäcken
(OPW), vorgesehen werden. Der Airbag kann auch vollständig aus einem derartigen
Gewebe bestehen.
Zu betonen ist, dass in einem Gewebe in Kett- und/oder Schussrichtung
Fäden mit unterschiedlicher Konstruktion und/oder Materialdehnung erfindungsgemäß
einsetzbar sind. Dies ist nicht ausschließlich für den Einsatz in Fahrzeuginsassenschutzsystemen
vorgesehen, sondern kann in vielen Bereichen technischer Textilien Einsatz finden.
Es ist auch erfindungsgemäß möglich, in Schussrichtung
beispielsweise ein stark texturiertes Material für die ersten Schussfäden
(Bindefäden) einzusetzen und die ersten Kettfäden (Dichtungsfäden)
mit einer sehr hohen Kettspannung zu beaufschlagen, sodass die zweiten Kettfäden
(Dichtungsfäden) bei Fertigung aus dem Grundgewebeverbund, ermöglicht
durch das Streckvermögen des texturierten Materials, herausgehoben und somit
eher über dem Gewebe als in der Grundgewebeebene angeordnet werden.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Beispielen unter Zuhilfenahme
einer Zeichnung zum besseren Verständnis kurz beschrieben.
1 zeigt schematisch ein Gewebe aus dem Stand der Technik
im entlasteten Zustand.
2 zeigt schematisch das Gewebe nach 1
im Belastungszustand, wie er im Anwendungsfall eines Airbags stattfindet.
3 zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel des
erfindungsgemäßen Gewebes im entlasteten Zustand.
4 zeigt schematisch das Gewebe gemäß
3 im belasteten Zustand.
5 zeigt schematisch ein weiteres Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Gewebes im entlasteten Zustand.
6 zeigt schematisch das Gewebe nach 5
im belasteten Zustand.
1 zeigt stark vergrößert als Kreise dargestellte
Schussfäden 3, welche von Kettfäden 1 und
2 in üblicher Manier eines in Leinwandbindung L 1/1 gewebten Gewebes,
wobei der Abstand zweier Schussfäden mit dem Bezugszeichen 6 bezeichnet
ist. Die obere Darstellung von 1 zeigt den ersten Schusseintrag,
in dem sich ein erster Kettfaden 1 um Schussfäden 3 schlingt.
Die untere Darstellung eines Ausschnitts eines aus dem Stand der Technik
bekannten Gewebes in Leinwandbindung zeigt den zweiten Schusseintrag mit einem symbolisch
dargestellten Kettfaden 2. Der Abstand 6 zwischen den Schussfäden
3 (das Verhalten ist zwischen Kettfäden das gleiche) ergibt sich konstruktionsbedingt.
2 zeigt nun die Gewebeabschnitte gemäß
1 im belasteten Zustand, das heißt beispielsweise
im Einsatzfall des Gewebes in einem Airbag, während oder nachdem er aufgeblasen
worden ist. Die Beaufschlagung des (nicht gezeigten) Luftsackes mit Gas durch einen
(nicht gezeigten) Generator und/oder das Eintauchen eines Fahrgastes in das Luftsackkissen
führt zu einer Zugbelastung des Gewebes, wodurch sich der Abstand
6 zwischen den Schussfäden – in 2
sind die Bezugszeichen für den belasteten Zustand jeweils mit einem kleinen
a versehen – von einander entfernen. Der Abstand 6a ist größer
als der Abstand 6, und die Schussfäden in der Position 3a
haben entsprechend größere Abstände. Die eben genannte Vergrößerung
des Abstandes 6a zwischen den Schussfäden 3a bewirkt eine
Steigerung der Luftdurchlässigkeit durch das Gewebe. Es findet eine Konstruktions-
sowie eine Substanzdehnung statt. Im Laufe der Substanzdehnung werden die Fäden
(Kettfäden und Schussfäden) auch dünner.
3 zeigt nun eine Ausführungsform eines neuen Gewebes,
bei dem erste Schussfäden 13 und darüber liegende zweite Schussfäden
15 (sogenannte Dichtungsfäden) angeordnet sind. Analog zur Darstellung
gemäß 1 und 2
ist wieder im oberen Teil von 3 der Schusseintrag der
ersten 13 und zweiten 15 Schussfäden gezeigt. Wobei die ersten
Schussfäden 13 gleichsam ein Grundgewebe 17 bilden, über
dem ein eigentlich nicht "echtes" benachbartes Dachgewebe 19 angeordnet
ist. Die untere Darstellung von 3 zeigt die Schusseinträge
3 und 4. Wie aus 3 gut zu erkennen
ist ondulieren die ersten Kettfäden 11 und 12 nur um die
ersten Schussfäden 13, wogegen der zweite Kettfäden
14, hier gleichsam in Funktion eines Bindefadens, die zweiten Schussfäden
15 unter Bildung eines Dachgewebes 19 an das Grundgewebe
17 einbindet. Die zweiten Schussfäden 15, also die Dichtungsfäden sind
hierbei nicht im, sondern eher auf dem Grundgewebe 17 angeordnet und bilden
ein "Dachgewebe" 19. Tatsächlich ist das Dachgewebe 19 kein
eigenes Gewebe, sondern ein auf dem Grundgewebe 17 aufliegender Gewebebereich
19, dargestellt durch die Schussfäden 15 und die zweiten
Kettfäden (Bindefäden) 14. Während das Gewebe gemäß
3 im entlasteten Zustand dargestellt ist, zeigt
4 nun das Gewebe aus 3
im belasteten Zustand. Die ersten und zweiten Kettfäden 11,
12 haben sich unter der in 4 sich nach links
und rechts erstreckenden Belastung gedehnt. Der Abstand zwischen den Schussfäden
13a hat sich auf das Maß 16a vergrößert, und in
den Zwischenraum zwischen die Schussfäden 13a werden durch die Bindefäden
(zweiten Kettfäden 14a) die zweiten Schussfäden 15a
(Dichtungsfäden) in die Zwischenräume 16a gezogen. Hierdurch
ist es möglich, den Zwischenraum zwischen den Fäden konstant zu halten
und damit auch die Luftdurchlässigkeit durch das Gewebe auch im Belastungszustand
nahezu konstant zu halten.
Mit der besonderen Konstruktion des erfindungsgemäßen Gewebes
ist es nun möglich durch Voreinstellung der Lauflänge des zweiten Kettfadens
(Bindefadens 14) um die Schussfäden 13 und 15 den,
bei der unter Belastung auftretenden Verstreckung entstehenden, Zwischenraum
16 und damit auch die Luftdurchlässigkeit zwischen den Fäden
des Gewebes konstant zu halten, mit zunehmender Belastung zu reduzieren, oder den
Anforderungen entsprechend zu vergrößern, bzw. individuell über den
Belastungsverlauf zu steuern. So ist es beispielsweise möglich, den in den
3 und 4 jeweils engsten
Abstand zweier dichtender Schussfäden (in 3 Abstand
16 und in 4 Abstand 16b) einzustellen.
Bei dieser hier gezeigten beispielhaften Ausführung bleibt der Abstand in
3 zwischen zwei Schussfäden 13 (= Abstand
16) gleich dem Abstand 16b in 4 zwischen
zwei Schussfäden 13a und 15a. In diesem Fall geht man von
einer konstant gehaltenen Luftdurchlässigkeit aus. Wird die Lauflänge
des zweiten Kettfadens 14 (Bindefadens) größer gewählt,
als bei der in 3 dargestellten Variante, dann ergibt
sich bei Belastung des Gewebes analog zur Darstellung nach 4
ein Abstand 16b, der größer ist als der Abstand 16 nach
3. In der gewebten Konstruktion nach 3
wäre dann jeweils der Abstand zwischen den Gewebelagen 17 und
19 größer. Umgekehrt könnte man auch den Abstand zwischen
den Gewebelagen 17 und 19 kleiner machen, was dazu führen
würde, dass bei Belastung des Gewebes analog zur 4
der Abstand 16b kleiner als der Abstand 16 nach 3
würde und damit die Luftdurchlässigkeit bei zunehmender Belastung reduziert
würde.
Die beschriebene Gewebekonstruktion gemäß den
3 und 4 ist natürlich
auch umgekehrt, das heißt unter Vertauschung von Kett- und Schussfäden,
anwendbar. Hierbei könnte man in Schussrichtung beispielsweise ein stark texturiertes
Material für die Bindefäden einsetzen und den analogen Dichtungsfaden
mit einer sehr hohen Kettspannung beaufschlagen, sodass die Dichtungsfäden
bei Fertigung aus dem Grundgewebeverbund, ermöglicht durch das Streckvermögen
des texturierten Materials, herausgehoben und somit eher über dem Gewebe (Dachgewebe)
als im Gewebe angeordnet werden.
5 zeigt nun ein zweites Ausführungsbeispiel eines
erfindungsgemäßen Gewebes im entlasteten Zustand, mit ähnlichem Verhalten
wie beim ersten Ausführungsbeispiel, jedoch ohne separaten Binde- und Abdichtungsfaden.
Gemäß 5 werden zwei unterschiedliche Garnmaterialien
in der Kette eingesetzt, erste Kettfäden 21 mit einem höheren
E-Modul als der E-Modul der zweiten Kettfäden 24. Wie sich bereits
aus der Darstellung gemäß 5 ergibt, sind
die zweiten Kettfäden 24 mit niedrigerer Kettspannung verwebt als
die ersten Kettfäden 21. Es ergibt sich die Gewebelage derart, dass
die ersten Schussfäden 23 sich in einer Grundebene 27 befinden
und die zweiten Schussfäden 25 sich in einer Dachebene 29
befinden. Die ersten Kettfäden 21 mit einem höheren E-Modul gegenüber
den zweiten Kettfäden 24 werden mit einer Kettspannung zur Gewebefertigung
vorgelegt, und die zweiten Kettfäden 24 mit einem E-Modul, welcher
niedriger ist als der E-Modul der ersten Kettfäden 21 werden mit einer
im Vergleich zu den ersten Kettfäden 21 niedrigeren Kettspannung vorgelegt.
Dadurch ergibt sich der in 5 gezeigte Zustand des Gewebes,
bei dem die zweiten Schussfäden 25 auf den ersten Schussfäden
23 gleichsam aufliegen und sich eine auf einer Grundebene 27 aufliegende
Dachebene 29 ergibt.
6 zeigt nun das Gewebe gemäß 5
im belasteten Zustand. Bei gleicher absoluter Belastung auf das Gewebe werden die
ersten Kettfäden 21a mit geringerem E-Modul mehr gestreckt als die
zweiten Kettfäden 24a mit einem höheren E-Modul, sodass der größer
werdende Abstand (26 wird zu 26a) zwischen den ersten Schussfäden
23a bei Zugbelastung auf das Gewebe dadurch kompensiert wird, dass sich
die zuvor darüber liegenden Schussfäden 25 je nach Belastung
mehr oder weniger in den größer werdenden Lücken 26a anordnen
und der absolute Abstand 28 zwischen zwei benachbarten Schussfäden
23a, 25a gleich bleibt. Somit ist es möglich, den Zwischenraum
26/28 und damit auch die Luftdurchlässigkeit zwischen den
Schussfäden konstant zu halten.
Der Abstand kann aber auch im Vergleich zum entlasteten Gewebe
5 vergrößert oder reduziert werden. Die erfindungsgemäße
Konstruktion erlaubt es, dass die Luftdurchlässigkeit überproportional
ansteigen kann, wenn man ein Gewebe ähnlich dem Gewebe nach
6 webt, das heißt mit der gleichen Ondulation
der Kettfäden 21 und 24, jetzt im unbelasteten Zustand. Jedoch
können die zweiten Schussfäden (Dichtungsfäden 25), bedingt
durch unterschiedliches Materialdehnungsvermögen (die Materialdehnung des zweiten
Kettfadens 24, 24a ist höher und die Materialdehnungsfähigkeit
des ersten Kettfadens 21, 21a ist niedriger) im belasteten Zustand
aus der Ebene der ersten Schussfäden 23 herausgehoben werden (analog
zur Darstellung gemäß 5, jedoch mit einem
noch größerem Abstand der Ebenen 27 und 29, jedoch im
belasteten Zustand).
Mit Gewebekonstruktionen aus den beschriebenen erfindungsgemäßen
Geweben lassen sich auch andere technische Parameter wie zum Beispiel der Verlauf
der Dehnungskurve individuell einstellen, was in der Folge auch zum Beispiel das
Entfaltungsverhalten der Luftsäcke durch sich mehr oder weniger oder individuell
dehnende Gewebeabschnitte beeinflusst. Somit können, in Zukunft durch diese
intelligenten Gewebe die heute konstruktionsbedingt voneinander abhängigen
Gewebeparameter unabhängig voneinander eingestellt werden.
- 1, 1a
- erster Kettfaden
- 2, 2a
- erster Kettfaden
- 3, 3a
- Schussfaden
- 6, 6a
- Abstand
- 11, 11a
- erster Kettfaden
- 12, 12a
- erster Kettfaden
- 13, 13a
- erster Schussfaden
- 14, 14a
- zweiter Kettfaden (Bindefaden)
- 15, 15a
- zweiter Schussfaden (Dichtungsfaden)
- 16, 16a
- Abstand
- 16b
- Abstand
- 17
- Grundgewebe
- 19
- Dachgewebe
- 21, 21a
- erster Kettfaden
- 23, 23a
- erster Schussfaden
- 24, 24a
- zweiter Kettfaden
- 25, 25a
- zweiter Schussfaden (Dichtungsfaden)
- 26, 26a
- Abstand
- 27
- Grundebene
- 28
- Abstand
- 29
- Dachebene