Die Erfindung betrifft eine Elektrohandwerkzeugmaschine mit mindestens
einem elektrischen Antrieb, mindestens einer elektrischen, für ihre Funktion
elektrische Energie benötigenden Einrichtung, einer Ausschaltverzögerungsvorrichtung
für den elektrischen Antrieb und/oder die elektrische Einrichtung und mit mindestens
einem Akkumulator für die elektrische Versorgung des Antriebs und der elektrischen
Einrichtung.
Stand der Technik
Eine derartige Elektrohandwerkzeugmaschine ist bekannt. Dabei wird
der Akkumulator bei einem Abschalten der Elektrohandwerkzeugmaschine – zum
Beispiel durch Loslassen eines entsprechenden Tasterdrückers – vollständig
von allen elektrischen Verbrauchern der Elektrohandwerkzeugmaschine getrennt. Dies
geschieht bei dem elektrischen Antrieb des Elektrohandwerkzeugs zumeist unverzüglich,
da ein Verlängern der Nachlaufzeit des vom elektrischen Antrieb angetriebenen
Werkzeugs nicht erwünscht ist. Bei anderen elektrischen Einrichtungen ist jedoch
eine verzögerte Abschaltung sinnvoll. Bei diesen elektrischen Einrichtungen
handelt es sich zum Beispiel um zusätzliche Mess- oder Prüfeinrichtungen
oder die Steuerelektronik der Elektrohandwerkzeugmaschine selbst. Während die
elektrischen Komponenten, die im Betrieb einen hohen Stromverbrauch aufweisen zumeist
unverzüglich abgeschaltet werden, ist bei elektrischen Einrichtungen, die kaum
Strom verbrauchen (wie zum Beispiel der Steuerelektronik) eine verzögerte Abschaltung
möglich und sinnvoll. Da die Steuerelektronik eine kurze Zeitspanne benötigt
um vollständig betriebsbereit zu sein, kommt es bei einem Wiederanschalten
der Elektrohandwerkzeugmaschine mit abgeschalteter Steuerelektronik zu einer kurzen
Totzeit, bis diese auf die Schaltanfrage durch den Bediener reagiert. Dies ist bedienerunfreundlich
und kann insbesondere bei handgeführten Elektrowerkzeugen zu Fehlfunktionen
führen, da der elektrische Antrieb zu einem späteren Zeitpunkt startet
als der Bediener erwartet. Durch die verzögerte Abschaltung der Steuerelektronik
kann bei Wiederinbetriebnahme innerhalb der Verzögerungszeit ein Auftreten
von Totzeiten vermieden werden. Da elektrische Einrichtungen für ihre Funktion
– wenn auch nur wenig – elektrische Energie benötigen, kann dies
bei akkumulatorbetriebenen Elektrohandwerkzeugmaschinen zu einer Entladung des Akkumulators
führen. Wird dadurch ein Tiefentladungsbereich des Akkumulators erreicht, so
kann dies den Akkumulator schädigen.
Technische Aufgabe
Trotz verzögerter Abschaltung mindestens einer elektrischen Einrichtung
soll eine Tiefentladung des Akkumulators verhindert werden.
Technische Lösung
Zur Lösung dieser Aufgabe ist vorgesehen, dass die Elektrohandwerkzeugmaschine
eine Tiefentladungsschutzvorrichtung aufweist, die in Abhängigkeit von dem
durch sie erfassten Ladezustand des Akkumulators die Verzögerungszeit der Ausschaltverzögerungsvorrichtung
vorgibt. Durch eine derartige Tiefentladungsschutzvorrichtung wird die Zeitspanne
einer elektrischen Energieentnahme aus dem Akkumulator durch den Ladezustand des
Akkumulators selbst begrenzt. Ein weiteres Entladen des Akkumulators durch die elektrische
Einrichtung ist somit nur noch in einer Größenordnung gestattet, die selbst
vom Ladezustand des Akkumulators abhängt.
Vorteilhafte Wirkungen
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Ausschaltverzögerungsvorrichtung
die Tiefentladungsschutzvorrichtung aufweist. Dies verringert die Anzahl der benötigten
Bauelemente.
Insbesondere ist vorgesehen, dass die Tiefentladungsschutzvorrichtung
bei geringerem Ladezustand des Akkumulators eine geringere Verzögerungszeit
der Ausschaltverzögerungsvorrichtung vorgibt. Je geringer der Ladezustand ist,
desto weniger Energie darf dem Akkumulator entnommen werden um nicht in einen für
den Akkumulator schädlichen Tiefentladungsbereich zu gelangen.
Weiterhin ist vorgesehen, dass die Ausschaltverzögerungsvorrichtung
bei einem Ladezustand des Akkumulators unterhalb einer kritischen Ladungsschwelle
keine Ausschaltverzögerung vorsieht. Ist der Ladezustand des Akkumulators unter
eine kritischen Ladungsschwelle abgesunken, so wird auch die elektrische Einrichtung
ohne Zeitverzögerung abgeschaltet. Ein weiteres Entladen des Akkumulators wird
durch diese Maßnahme unterbunden.
Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Betrieb einer Elektrohandwerkzeugmaschine
mit mindestens einem elektrischen Antrieb, mindestens einer elektrischen, für
ihre Funktion elektrische Energie benötigenden Einrichtung, einer Ausschaltverzögerungsvorrichtung
für den elektrischen Antrieb und/oder die elektrische Einrichtung und mit mindestens
einem Akkumulator für die elektrische Versorgung des elektrischen Antriebs
und der elektrischen Einrichtung. Dabei ist vorgesehen, dass eine Tiefentladungsschutzvorrichtung
der Elektrohandwerkzeugmaschine den Ladezustand des Akkumulators erfasst und in
Abhängigkeit von diesem Ladezustand eine Verzögerungszeit vorgibt, mit
der die elektrische Einrichtung durch die Ausschaltverzögerungsvorrichtung
verzögert abgeschaltet wird. Durch ein derartiges Verfahren wird die Zeitspanne
einer elektrischen Energieentnahme aus dem Akkumulator durch den Ladezustand des
Akkumulators selbst begrenzt.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Tiefentladungsschutzvorrichtung
bei geringerem Ladezustand des Akkumulators eine geringere Verzögerungszeit
der Ausschaltverzögerungsvorrichtung vorgibt. Durch die geringere Verzögerungszeit
entnimmt die elektrische Einrichtung dem Akkumulator über einen kürzeren
Zeitraum elektrische Energie, sodass dieser weniger weit entladen wird.
Weiterhin ist vorgesehen, dass die Ausschaltverzögerungsvorrichtung
die elektrische Einrichtung bei einem Ladezustand des Akkumulators unterhalb einer
kritischen Ladungsschwelle ohne Ausschaltverzögerung abschaltet. Dabei kann
entweder die Tiefentladungsschutzvorrichtung eine Verzögerungszeit gleich Null
Sekunden vorgeben oder die Ausschaltverzögerungsvorrichtung selbst ohne Verzögerung
ausschalten.
Insbesondere ist vorgesehen, dass die Verzögerungszeit nur vorbestimmte
Werte annehmen kann. Diese Werte können zum Beispiel ganzzahlige Vielfache
von einem vorgegebenen Zeitintervall sein.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Tiefentladungsschutzvorrichtung
die Verzögerungszeit mit dem Ladezustand des Akkumulators bis zum Erreichen
der kritischen Ladungsschwelle kontinuierlich geändert vorgibt. Bei einer kontinuierlich
geänderten Vorgabe der Verzögerungszeit kann die Ausschaltverzögerungsvorrichtung
die Ausschaltverzögerung kontinuierlich an den Ladezustand anpassen.
Alternativ ist vorgesehen, dass die Tiefentladungsschutzvorrichtung
die Verzögerungszeit mit dem Ladezustand des Akkumulators schrittweise geändert
vorgibt.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Tiefentladungsschutzvorrichtung
den Ladezustand des Akkumulators durch Ermittlung der Akkumulatorspannung bestimmt.
Die Akkumulatorspannung ist eine Größe, die sich bei entladenem oder teilentladenem
Akkumulator deutlich mit dem Ladezustand ändert. Die Akkumulatorspannung lässt
in diesem Ladungsbereich eindeutige Rückschlüsse auf den Ladezustand des
Akkumulators zu. Basiert der Akkumulator auf Lithiumionen-Zellen, so fällt
die Akkumulatorspannung mit abnehmendem Ladezustand immer steiler ab. Bei einem
sehr weit entladenem Akkumulator dieser Art ist schon bei geringer Stromentnahme
– zum Beispiel durch die elektrische Einrichtung – ein extremes Absinken
der Akkumulatorspannung zu beobachten.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Akkumulatorspannung
zusammen mit einem entsprechenden Strom bei elektrischer Belastung gemessen wird.
Wird die Akkumulatorspannung während des Betriebs kontinuierlich oder in zeitlichen
Abständen ermittelt, so wird sie durch elektrische Verbraucher wie zum Beispiel
dem elektrischen Antrieb belastet. Um Rückschlüsse auf den Ladezustand
des Akkumulators zu gewinnen, muss die Akkumulatorspannung zusammen mit dem entsprechenden
Strom gemessen werden. Diese Messung lässt bei Kenntnis der Kennlinie des Akkumulators
Rückschlüsse auf die Akkumulatorleerlaufspannung beziehungsweise den Ladezustand
zu.
Alternativ oder zusätzlich ist vorgesehen, dass die Akkumulatorspannung
quasi-stromfrei gemessen wird. Wird die Akkumulatorspannung zum Beispiel nach dem
Abschalten des elektrischen Antriebs und aller anderen Bauteile mit hoher Leistungsaufnahme
gemessen, so ergibt sich eine quasi-stromfreie Messung der Akkumulatorleerlaufspannung.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Tiefentladungsschutzvorrichtung
ein Einschalten des elektrischen Antriebs nur bei einem Ladezustand des Akkumulators
oberhalb einer Antriebs-Einschaltladungsschwelle ermöglicht. Dazu ist die Antriebs-Einschaltladungsschwelle
so gewählt, dass der Ladezustand des Akkumulators den Betrieb der Elektrohandwerkzeugmaschine
über einen gewissen, der Anwendung des Elektrohandwerkzeugs entsprechenden
Zeitraum gewährleisten kann.
Zusätzlich ist vorgesehen, dass die Tiefentladungsschutzvorrichtung
ein Einschalten der elektrischen Einrichtung nur bei einem Ladezustand des Akkumulators
oberhalb einer Einrichtungs-Einschaltladungsschwelle ermöglicht. Diese Maßnahme
verhindert ein weiteres Entladen des Akkumulators durch Wiedereinschalten der elektrischen
Einrichtung. Die Einrichtungs-Einschaltladungsschwelle ist insbesondere deutlich
geringer als die Antriebs-Einschaltladungsschwelle, da der elektrische Verbrauch
der elektrischen Einrichtung geringer ist als der des elektrischen Antriebs.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Die Zeichnungen veranschaulichen die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels,
und zwar zeigt:
1 eine schematische Darstellung einer Elektrohandwerkzeugmaschine
mit Ausschaltverzögerungsvorrichtung und
2 ein Diagramm mit möglichen Abhängigkeiten
der Verzögerungszeit von der Akkumulatorspannung.
In 1 ist der prinzipielle Aufbau einer
akkumulatorbetriebenen Elektrohandwerkzeugmaschine 1 gezeigt. Die Darstellung
ist dabei auf wesentliche Komponenten zum An- und Abschalten der Elektrohandwerkzeugmaschine
1 reduziert. Ein Bedienelement 2 ist mit einer Ausschaltverzögerungsvorrichtung
3 wirkverbunden, die über Schalteinrichtungen 4,
5 auf einen elektrischen Antrieb 6 und eine elektrische Einrichtung
7 der Elektrohandwerkzeugmaschine 1 wirken. Die elektrische Schalteinrichtung
4 ist dem elektrischen Antrieb 6 zugeordnet und die Schalteinrichtung
5 ist der elektrische Einrichtung 7 zugeordnet. Die Elektrohandwerkzeugmaschine
1 weist weiterhin eine Tiefentladungsschutzvorrichtung 8 auf,
die in diesem Ausführungsbeispiel Teil der Ausschaltverzögerungsvorrichtung
3 ist. Die elektrischen Komponenten der Elektrohandwerkzeugmaschine
1, insbesondere die elektrische Einrichtung 7 und der elektrische
Antrieb 6, werden von einem Akkumulator 9 elektrisch versorgt.
Entsprechende Versorgungsleitungen sind nicht dargestellt. Bei der elektrischen
Einrichtung 7 handelt es sich zum Beispiel um eine Steuerelektronik
10 der Elektrohandwerkzeugmaschine 1. Das Bedienelement
2 kann zum Beispiel als Tasterdrücker 11 eines Tast-/Rastschalters
ausgebildet sein. Die Schalteinrichtungen 4, 5 können auch
Teil der Ausschaltverzögerungsvorrichtung 3 sein. Alternativ kann
eine der Schalteinrichtungen 4, 5 auch direkt mit dem Bedienelement
wirkverbunden sein. Dies ist häufig bei der dem elektrischen Antrieb
6 zugeordnete Schalteinrichtungen 4 der Fall, damit sichergestellt
ist, dass der Antrieb (und damit das Werkzeug) möglichst unverzüglich
stoppt.
Es ergibt sich folgende Funktion der Elektrohandwerkzeugmaschine
1 mit Ausschaltverzögerungsvorrichtung 3: Betätigt ein
Bediener das Bedienelement 2, um im Betrieb die Elektrohandwerkzeugmaschine
1 abzuschalten, so gibt das Bedienelement 2 der Ausschaltverzögerungsvorrichtung
3 einen Ausschaltzeitpunkt t0 zum Ausschalten der Elektrohandwerkzeugmaschine
1 vor. Durch eine nicht dargestellte Ermittlungsvorrichtung wird der Ladezustand
des Akkumulators 9 bestimmt und der Tiefentladungsschutzvorrichtung
8 ein entsprechendes Signal zugeführt. Die Tiefentladungsschutzvorrichtung
8 gibt in Abhängigkeit von dem Ladezustand des Akkumulators
9 der Ausschaltverzögerungsvorrichtung 3 eine Verzögerungszeit
&Dgr;t für ein verzögertes Abschalten der elektrischen Einrichtung
7 vor. Für das Abschalten des elektrischen Antriebs 6 ist
in diesem Ausführungsbeispiel keine Verzögerungszeit &Dgr;t vorgesehen,
sodass die Ausschaltverzögerungsvorrichtung 3 den elektrischen Antrieb
6 zum Zeitpunkt t0 abschaltet. Abschalten bedeutet in diesem
Zusammenhang ein vollständiges Abtrennen des elektrischen Verbrauchers (hier
des elektrischen Antriebs 6) vom Akkumulator 9. Zum Abschalten
der elektrischen Einrichtung 7 berücksichtigt die Ausschaltverzögerungsvorrichtung
3 die von der Tiefentladungsschutzvorrichtung 8 vorgegebene Verzögerungszeit
&Dgr;t, wobei sie die elektrische Einrichtung 7 zum Zeitpunkt t0
+ &Dgr;t abschaltet. Es ergibt sich nach Betätigen des Bedienelements
2 eine unverzügliche Abschaltung des elektrischen Antriebs
6 sowie eine um die Verzögerungszeit &Dgr;t verzögerte Abschaltung
der elektrischen Einrichtung 7. Die Erfassung des Ladezustands des Akkumulators
9 erfolgt dazu in diesem Beispiel durch Ermittlung der Akkumulatorspannung
U, die zum Beispiel gleichzeitig als Eingangswert der Tiefentladungsschutzvorrichtung
8 dienen kann.
Die 2 zeigt ein Diagramm, bei dem die
Verzögerungszeit &Dgr;t als Ordinate über der relativen Akkumulatorspannung
U/Umax als Abszisse aufgetragen ist. Der Wert 100% Umax entspricht
der maximale Akkumulatorspannung bei voll aufgeladenem Akkumulator 9. Die
Akkumulatorspannung U ist dabei ein Maß für den Ladezustand des Akkumulators
9. Mehrere mögliche von der Tiefentladungsschutzvorrichtung
8 gebildete Zusammenhänge zwischen der Akkumulatorspannung U und der
Verzögerungszeit &Dgr;t für verschiedene Anwendungen sind beispielhaft
in dem Diagramm der 2 dargestellt. In dieser Darstellung
sind die qualitativen Verläufe 12, 13, 14,
15, 16 (Kurvenverläufe) des von der Tiefentladungsschutzvorrichtung
8 vorgegebenen Zusammenhangs zwischen der Verzögerungszeit &Dgr;t
und der Spannung U gezeigt. Die jeweiligen Spannungsschwellen US entsprechen
kritischen Ladungsschwellen, bei denen die Verzögerungszeit &Dgr;t auf Null
abgesunken ist und sind in einem Bereich von etwa 15 bis 50% von Umax
beispielhaft gezeigt. Die Spannungsschwellen US sind in 2
derart niedrig und unterschiedlich gewählt, damit die qualitative Kurvenformen
in den Bereichen oberhalb der Spannungsschwellen US möglichst klar
erkennbar sind. Derzeit verwendete Spannungsschwellen US liegen bei höheren
Werten als in 2 dargestellt. Die Höhe der Schnittpunkte
&Dgr;tm der Verläufe 12, 13, 14,
15, 16 mit der Geraden Umax gibt die maximale Verzögerungszeit
bei entsprechendem Verlauf 12, 13, 14, 15,
16 an. Für Werte der Akkumulatorspannung U, die geringer als die jeweilige
Spannungsschwelle US ist, weist jeder der Verläufe 12,
13, 14, 15, 16 eine konstante Verzögerungszeit
von &Dgr;t = 0 auf. Die elektrische Einrichtung 7 wird bei allen Zusammenhängen
bei einer Akkumulatorspannung U unterhalb der entsprechenden Spannungsschwelle US
verzögerungsfrei abgeschaltet. Daher werden im Folgenden nur die Bereiche der
Verläufe 12, 13, 14, 15, 16 betrachtet,
bei denen die Akkumulatorspannungen U oberhalb der jeweiligen Spannungsschwelle
US liegt.
Der stufenförmige Verlauf 12 zeigt eine sprunghafte
Änderung der Verzögerungszeit &Dgr;t bei Änderung der Akkumulatorspannung
U, wobei einzelnen Spannungsbereichen fest vorbestimmte Verzögerungszeitwerte
zugeordnet sind. Der Verlauf 13 zeigt eine kontinuierliche Änderung
der Verzögerungszeit &Dgr;t über der relativen Akkumulatorspannung U/Umax.
Der Verlauf 14 zeigt in einem Bereich von 100% bis 65% der maximalen Akkumulatorspannung
Umax eine konstant gewählte Verzögerungszeit &Dgr;t, die
der maximalen Verzögerungszeit &Dgr;tm entspricht. In einem Spannungsbereich
von 65% bis 20% der maximalen Akkumulatorspannung Umax sinkt der Verlauf
14 mit der Akkumulatorspannung U linear bis &Dgr;t = 0 im Punkt US.
Der Verlauf 15 ist gestrichelt dargestellt und zeigt in einem Spannungsbereich
von 100% bis 50% eine konstante Verzögerungszeit &Dgr;t, die bei 50% sprunghaft
auf eine Verzögerungszeit von &Dgr;t = 0 absinkt. Der Kurvenverlauf
16 zeigt in einem Spannungsbereich von 100% bis 65% eine konstante Verzögerungszeit
&Dgr;t, die der maximalen Verzögerungszeit &Dgr;tm entspricht.
In einem Akkumulatorspannungsbereich von 65 bis 40% sinkt der Verlauf
16 mit der Akkumulatorspannung U linear um bei 40% der maximalen Akkumulatorspannung
sprunghaft auf eine Verzögerungszeit &Dgr;t gleich Null zu sinken.
Zusätzlich zur Vorgabe der Verzögerungszeit &Dgr;t für
die Ausschaltverzögerungsvorrichtung 3 kann die Tiefentladungsschutzvorrichtung
auch Einschaltladungsschwellen zum Wiedereinschalten einzelner Komponenten der Elektrohandwerkzeugmaschine
1, wie zum Beispiel dem elektrischen Antrieb 6 und der elektrischen
Einrichtung 7 vorgeben. Dabei sind die beschriebenen Ladungsschwellen (kritische
Ladungsschwelle und Einschaltladungsschwellen, beziehungsweise deren entsprechende
Spannungsschwellen) nicht notwendigerweise fest, sondern können in Abhängigkeit
von mindestens einer Randbedingung – wie zum Beispiel einer Temperaturmessung
in unmittelbarer Umgebung des Akkumulators – beeinflusst werden.