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Dokumentenidentifikation DE102007000169A1 18.10.2007
Titel Schaltung und Verfahren zur Unterdrückung von Interferenzkomponenten in einem empfangenen Signal
Anmelder Aisin Seiki Kabushiki Kaisha, Kariya, Aichi, JP
Erfinder Aouine, Tarik, Sophia Atipolis, FR;
Coutant, Frederic, Grasse, FR;
Gaeta, Michel, La vallete du var, FR;
Essebbar, Abderrahman, Sophia Antipolis, FR;
Haumonte, Luc, Sophia Antipolis, FR
Vertreter TBK-Patent, 80336 München
DE-Anmeldedatum 21.03.2007
DE-Aktenzeichen 102007000169
Offenlegungstag 18.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.10.2007
IPC-Hauptklasse H04L 25/03(2006.01)A, F, I, 20070713, B, H, DE
Zusammenfassung Es sind eine Schaltung (26) und ein Verfahren zum Unterdrücken von Interferenzkomponenten in einem empfangenen Signal bereitgestellt. Die Schaltung (26) enthält ein adaptives Filter (30) zum Verarbeiten einer ersten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit, wenn das adaptive Filter in einer ersten Betriebsart arbeitet, und einer zweiten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit, wenn es in einer zweiten Betriebsart arbeitet, wobei die erste Größe geringer als die zweite Größe ist. Das Verfahren umfasst eine Implementierung eines adaptiven Filters (30) zum Arbeiten in einer adaptiven Betriebsart und in einer zweiten Betriebsart mit einer verglichen mit der adaptiven Betriebsart verringerten Anpassfähigkeit, Betreiben des adaptiven Filters in der adaptiven Betriebsart zum Verarbeiten einer ersten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit und Betreiben des adaptiven Filters in der zweiten Betriebsart zum Verarbeiten einer zweiten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit, wobei die erste Größe geringer als die zweite Größe ist.

Beschreibung[de]
GEBIET DER ERFINDUNG

Erfindungsgemäße Vorrichtungen und Verfahren beziehen sich auf ein elektronisches adaptives Filter zur Verwendung bei der Verarbeitung eines Kommunikationssignals zum Unterdrücken von Interferenzeffekten, und insbesondere auf ein elektronisches angepasstes Filter zur Verwendung bei der Verarbeitung eines Frequenzumtast- (FSK-) und/oder Amplitudenumtast- (ASK-) Signals.

HINDERGRUND

Die veröffentlichten französischen Patentanmeldungen Nr. 2846814, 2846815, 2846825 und 2859336 beschreiben Versionen eines sehr vielseitigen Verarbeitungssystems zur robusten Demodulation eines empfangenen FSK-Signals, selbst wenn das empfangene FSK-Signal eine kohärente Interferenz erfährt, die eine Frequenz in der Nähe einer der FSK-Frequenzen sein kann. Eine frequenznahe kohärente Interferenz ist eine Art Interferenz, die die Fähigkeit eines Empfängers stark beeinflussen kann, ein gewünschtes FSK-Signal korrekt zu demodulieren, insbesondere dann, wenn die frequenznahe Interferenz eine größere Leistung als das empfangene FSK-Signal hat. Die kohärente Interferenz wird hier auch als "Störsender" bzw. "Störer" bezeichnet (das heißt, sie kann die Fähigkeit eines Demodulators stören, ein FSK-Signal korrekt zu demodulieren).

Ein Merkmal der in den französischen Patentanmeldungen Nr. 2846814, 2846815, 2846852 und 2859336 beschriebenen Systeme ist ein digitales Filter zum Beseitigen von Störersignalen. Das digitale Filter kann in adaptiven und nicht adaptiven Betriebsarten arbeiten, was davon abhängt, ob das Vorhandensein eines interessierenden Signals erfasst ist. Die adaptive Betriebsart wird ausgewählt, wenn kein erfasstes interessierendes Signal vorhanden ist. In der adaptiven Betriebsart werden die Filterkoeffizienten adaptiv neu berechnet, so dass sich das Filter zum Beseitigen aller in dem Signal erscheinenden kohärenten Komponenten anpasst. Die nicht adaptive Betriebsart wird im Ansprechen auf die Erfassung eines interessierenden Signals ausgewählt. In der nicht adaptiven Betriebsart sind die Werte der Filterkoeffizienten eingefroren, so dass sich das Filter nicht zum Beseitigen des interessierenden Signals anpasst. Somit ermöglicht die adaptive Betriebsart dem Filter, sich zum Beseitigen von Störern anzupassen, weil und wenn sie in der sich ändernden Betriebsumgebung des Empfängers auftreten, so dass beim Empfang eines interessierenden Signals das Filter bereits zum Beseitigen der vorhandenen Interferenz aber nicht des interessierenden Signals optimiert ist.

Als Ergebnis dieser Arbeitsweise ist die Rechenbelastung des digitalen Filters höher beim Fehlen eines interessierenden Signals, als wenn ein interessierendes Signal vorhanden ist. Beim Fehlen eines interessierenden Signals führt das Filter in seiner adaptiven Betriebsart sowohl eine Anpassung als auch Filterberechnungen durch, während beim Vorhandensein eines interessierenden Signals das Filter in seiner nicht adaptiven Betriebsart lediglich die Filterberechnungen durchführt.

Die Rechenbelastung des Filters stellt einen erheblichen Anteil an der Rechenbelastung des Empfängers da. Eine hohe Rechenbelastung erfordert erhebliche Empfänger- und Verarbeitungsressourcen, wie extensivere Schaltungen, die wertvollen Raum in einer integrierten Schaltung einnehmen, oder eine stärkere Prozessorbelegung eines digitalen Signalprozessors (DSP), oder eine höhere DSP-Prozessorgeschwindigkeit. In jedem Fall bedeutet eine hohe Rechenbelastung einen erhöhten Energieverbrauch der zugeführten Energie.

Aus der Entwurfsicht soll der Empfänger mit ausreichend Verarbeitungsressourcen zum Unterstützen der Rechenbelastung zum Empfangen und Demodulieren eines gewünschten interessierenden Signals versehen sein. Eine relativ höhere Rechenbelastung, wenn kein interessierendes Signal vorhanden ist, bedeutet, dass der Empfänger mit mehr Verarbeitungsressourcen versehen sein muss, als jenen, die zum Empfangen und Demodulieren eines interessierenden Signals verwendet werden. Bei einer typischen Anwendung des Empfängers, beispielsweise als Fernsteuerungsempfänger für ein Fahrzeug, verbringt der Empfänger außerdem einen erheblichen Anteil seiner Zeit ohne Empfang eines interessierenden Signals, was bedeutet, dass die höhere Rechenbelastung der adaptiven Betriebsart des Filters den Entwurf, den Energieverbrauch und die Leistung des gesamten Empfängers beeinträchtigt.

Zum Veranschaulichen der relativen Rechenbelastungen in der adaptiven und nicht adaptiven Betriebsart des Filters zeigt 1 ein Beispiel der Hauptrechenstufen einer endlichen Impulsantwort- ("Finite Impulse Response", FIR-) Implementierung eines Wiener-Filters gemäß einer verwandten Technik, und 2 zeigt die Rechenbelastung für jede Berechnungsstufe des Beispielfilters in 1, wobei ein Wert N eine Anzahl implementierter Filteranzapfungen bezeichnet. Gemäß 1 beinhalten die Berechnungsstufen eine FIR-Filterberechnungsstufe 10, die sowohl in der adaptiven als auch der nicht adaptiven Betriebsart verwendet wird, und eine adaptive Berechnungsstufe 12, die nur in der adaptiven Betriebsart verwendet wird. Die FIR-Filterberechnungsstufe 10 ist eine Hauptfilterstufe, bei der Filterkoeffizienten Ci* bei Zeitsignal-Abtastwerten S(t-i) angewendet werden, und das Ergebnis der Anwendung vom Eingangssignal durch einen Addierer 18 subtrahiert wird. Die adaptive Berechnungsstufe 12 enthält eine Leistungsberechnungsstufe 14 und eine Filterkoeffizientenberechnungsstufe 16. Die Filterkoeffizientenberechnungsstufe 16 ist eine Stufe zur adaptiven Aktualisierung der Filterkoeffizienten Ci* unter Verwendung eines normalisierten kleinste Quadrate-("normalised least minimum square", NLMS-) Algorithmus. Die Leistungsberechnungsstufe 14 berechnet einen Normalisierungsfaktor für die Filterkoeffizientenberechnungsstufe 16.

In der adaptiven Betriebsart (kein interessierendes Signal) werden alle Berechnungsstufen, das heißt, die FIR-Filterberechnungsstufe 10, die adaptive Berechnungsstufe 12 und die darin enthaltene Leistungsberechnungsstufe 14 und Filterkoeffizientenberechnungsstufe 16 durchgeführt. Für jeden in das Filter eingegebenen digitalen Abtastwert beträgt die Rechenbelastung ungefähr 2N + 1 Multiplikationen. In der nicht adaptiven Betriebsart (interessierendes Signal erfasst) wird lediglich die FIR-Filterberechnungsstufe 10 verwendet, und die Rechenbelastung beträgt ungefähr N Multiplikationen (siehe 2). Somit ist die Rechenbelastung in der adaptiven Betriebsart bei der Filterimplementierung in 1 grob doppelt so hoch wie in der nicht adaptiven Betriebsart.

KURZZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Ausführungsbeispiele der Erfindung überwinden die vorstehenden Nachteile und weitere vorstehend nicht beschriebene Nachteile. Die Erfindung muss nicht die vorstehend beschriebenen Nachteile überwinden, und ein Ausführungsbeispiel der Erfindung muss keines der vorstehend beschriebenen Probleme lösen.

Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung ist eine Verarbeitungsschaltung (26) zum Unterdrücken einer Interferenz in einem empfangenen Signal bereitgestellt, das als digitale Signalabtastwerte dargestellt ist. Die Verarbeitungsschaltung (26) umfasst ein adaptives Filter, das zur Verarbeitung einer ersten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit, wenn das adaptive Filter (30) in einer ersten Betriebsart arbeitet, und einer zweiten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit eingerichtet ist, wenn das adaptive Filter (30) in einer zweiten Betriebsart arbeitet, wobei die erste Größe kleiner als die zweite Größe ist.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist eine Verarbeitungsschaltung (26) zur Unterdrückung einer Interferenz in einem empfangenen Signal bereitgestellt, das als digitale Signalabtastwerte dargestellt ist. Die Verarbeitungsschaltung (26) umfasst ein adaptives Filter (30), das zum Arbeiten in einer adaptiven Betriebsart, in der das adaptive Filter (30) sich an Änderungen im empfangenen Signal anpasst, und in einer nicht adaptiven Betriebsart eingerichtet ist, in der das adaptive Filter (30) eine verglichen mit der adaptiven Betriebsart verringerte Anpassungsfähigkeit hat, wobei das adaptive Filter (30) eine erste Berechnungsschaltung (50a) und eine zweite Berechnungsschaltung (50b) umfasst, und wobei die Verarbeitungsschaltung (26) dazu eingerichtet ist, dass in der nicht adaptiven Betriebsart die erste Berechnungsschaltung (50a) und die zweite Berechnungsschaltung (50b) beide eine Filterberechnung zum Anwenden digitaler Filterkoeffizienten auf die digitalen Signalabtastwerte durchführen, und in der adaptiven Betriebsart die erste Berechnungsschaltung (50a) eine Filterberechnung und die zweite Berechnungsschaltung (50b) eine Koeffizientenaktualisierungsberechnung zum adaptiven Aktualisieren der digitalen Filterkoeffizienten durchführen.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist eine integrierte Schaltung bereitgestellt. Die integrierte Schaltung umfasst eine Verarbeitungsschaltung (26) zum Unterdrücken einer Interferenz in einem empfangenen Signal, das als digitale Signalabtastwerte dargestellt ist, wobei die Verarbeitungsschaltung ein adaptives Filter (30) umfasst, das zum Verarbeiten einer ersten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit, wenn das adaptive Filter (30) in einer ersten Betriebsart arbeitet, und einer zweiten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit eingerichtet ist, wenn das adaptive Filter (30) in einer zweiten Betriebsart arbeitet, wobei die erste Größe geringer als die zweite Größe ist.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist eine integrierte Schaltung bereitgestellt. Die integrierte Schaltung umfasst eine Verarbeitungsschaltung (26) zum Unterdrücken einer Interferenz in einem empfangenen Signal, das als digitale Signalabtastwerte dargestellt ist, wobei die Verarbeitungsschaltung (26) ein adaptives Filter (30) umfasst, das zum Arbeiten in einer adaptiven Betriebsart, in der das adaptive Filter (30) sich an Änderungen im empfangenen Signal anpasst, und in einer nicht adaptiven Betriebsart eingerichtet ist, in der das adaptive Filter (30) eine verglichen mit der adaptiven Betriebsart verringerte Anpassfähigkeit hat, wobei das adaptive Filter (30) eine erste Berechnungsschaltung (50a) und eine zweite Berechnungsschaltung (50b) umfasst, und wobei die Verarbeitungsschaltung (26) dazu eingerichtet ist, dass in der nicht adaptiven Betriebsart die erste Verarbeitungsschaltung (50a) und die zweite Verarbeitungsschaltung (50b) beide eine Filterberechnung zum Anwenden digitaler Filterkoeffizienten auf die digitalen Signalabtastwerte durchführen, und in der adaptiven Betriebsart die erste Berechnungsschaltung (50a) eine Filterberechnung und die zweite Berechnungsschaltung (50b) eine Koeffizientenaktualisierungsberechnung zum adaptiven Aktualisieren der digitalen Filterkoeffizienten durchführen.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist ein Empfänger (20) bereitgestellt. Der Empfänger (20) umfasst eine Verarbeitungsschaltung (26) zum Unterdrücken einer Interferenz in einem empfangenen Signal, das als digitale Signalabtastwerte dargestellt ist, wobei die Verarbeitungsschaltung ein adaptives Filter (30) umfasst, das zum Verarbeiten einer ersten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit, wenn das adaptive Filter 30 in einer ersten Betriebsart arbeitet, und einer zweiten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit eingerichtet ist, wenn das adaptive Filter (30) in einer zweiten Betriebsart arbeitet, wobei die erste Größe geringer als die zweite Größe ist.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist ein Empfänger (20) bereitgestellt. Der Empfänger (20) umfasst eine Verarbeitungsschaltung (26) zum Unterdrücken einer Interferenz in einem empfangenen Signal, das als digitale Signalabtastwerte dargestellt ist, wobei die Verarbeitungsschaltung (26) ein adaptives Filter (30) umfasst, das zum Arbeiten in einer adaptiven Betriebsart, in der das adaptive Filter (30) sich an Änderungen im empfangenen Signal anpasst, und in einer nicht adaptiven Betriebsart eingerichtet ist, in der das adaptive Filter (30) eine verglichen mit der adaptiven Betriebsart verringerte Anpassfähigkeit hat, wobei das adaptive Filter (30) eine erste Berechnungsschaltung (50a) und eine zweite Berechnungsschaltung (50b) umfasst, und wobei die Verarbeitungsschaltung dazu eingerichtet ist, dass in der nicht adaptiven Betriebsart die erste Berechnungsschaltung (50a) und die zweite Berechnungsschaltung (50b) beide eine Filterberechnung zum Anwenden digitaler Filterkoeffizienten auf die digitalen Signalabtastwerte durchführen, und in der adaptiven Betriebsart die erste Berechnungsschaltung (50a) ein Filterberechnung und die zweite Berechnungsschaltung (50b) eine Koeffizientenaktualisierungsberechnung zum adaptiven Aktualisieren der digitalen Filterkoeffizienten durchführen.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist ein Verfahren zur Verarbeitung eines empfangenen Signals zum Unterdrücken einer Interferenz im empfangenen Signal bereitgestellt. Das Verfahren umfasst eine Implementierung eines adaptiven Filters (30), das zum Arbeiten in einer adaptiven Betriebsart zum Anpassen an Änderungen im empfangenen Signal und in einer zweiten Betriebsart eingerichtet ist, die eine verglichen mit der adaptiven Betriebsart verringerte Anpassfähigkeit aufweist, Betreiben des adaptiven Filters (30) in der adaptiven Betriebsart zum Verarbeiten einer ersten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit und Betreiben des adaptiven Filters (30) in der zweiten Betriebsart zum Verarbeiten einer zweiten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit, wobei die erste Größe geringer als die zweite Größe ist.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist ein Verfahren zur Verarbeitung eines empfangenen Signals zum Unterdrücken einer Interferenz im empfangenen Signal bereitgestellt. Das Verfahren umfasst ein Betreiben des Filters (30) in der zweiten Betriebsart mit Konfigurieren zumindest einer Berechnungsschaltung, die zur Durchführung numerischer Berechnungen vorgesehen ist, zum Durchführen einer ersten Berechnung, die zumindest einen Teil einer Filterergebnisberechnung beruhend auf Filterkoeffizienten bildet, und Betreiben des Filters in der adaptiven Betriebsart mit Konfigurieren der zumindest einen Berechnungsschaltung zur Durchführung einer zweiten Berechnung, die zumindest Tei einer Berechnung zur Aktualisierung der Filterkoeffizienten bildet, zumindest einen Abschnitt einer Zeit, in der das Filter in der adaptiven Betriebsart arbeitet.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist ein Erfahren zur Verarbeitung eines empfangenen Signals zum Unterdrücken einer Interferenz im empfangenen Signal bereitgestellt. Das Verfahren umfasst eine adaptive Filterung des empfangenen Signals durch Verarbeitung einer ersten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit zum Erfassen eines interessierenden Signals, bei Erfassung des interessierenden Signals, Filtern des empfangenen Signals durch Verarbeiten einer zweiten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit, wobei die erste Größe geringer als die zweite Größe ist.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die vorstehenden und/oder weitere Ausgestaltungen der Erfindung werden aus der Beschreibung der Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen ersichtlich. Es zeigen:

1 eine schematische Darstellung einer Implementierung eines adaptiven digitalen FIR-Wiener-Filters gemäß einer verwandten Technik,

2 eine schematische Darstellung von Rechenbelastungen im Filter in 1,

3 eine schematische Darstellung eines Signalempfängers, der ein adaptives Filter gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung verwendet,

4 eine schematische Darstellung eines im Empfänger in 3 verwendeten digitalen Signalprozessors gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung zur Implementierung zumindest des adaptiven Filters,

5 eine schematische Darstellung einer durch das Filter in 3 in seinen verschiedenen adaptiven und nicht adaptiven Betriebsarten implementierten Funktionalität,

6A und 6B schematische Darstellungen einer Zuordnung einer Verarbeitung von Signalabtastwerten jeweils in der nicht adaptiven und der adaptiven Filterbetriebsart, und

7 eine schematische Darstellung einer Arbeitslast in den verschiedenen adaptiven und nicht adaptiven Filterbetriebsarten.

BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELE

In 3 ist ein Empfänger 20 zum Empfangen und Demodulieren eines drahtlosen Kommunikationssignals veranschaulicht. Das drahtlose Kommunikationssignal kann beispielsweise ein FSK- und/oder ASK-Signal sein. Der Empfänger 20 kann bei vielen verschiedenen Anwendungen verwendet werden, beispielsweise in einem Fahrzeug zum Empfangen eines Fernsteuersignals, das von einem Fernsteuerschlüssel oder einer Schlüsselkarte gesendet wird, oder einem Gebäudesicherheitssystem oder einem beliebigen Fernsteuersystem, das bei Verwendung eine Rauschinterferenz erfahren kann. Der Empfänger 20 umfasst eine analoge Funkfrequenz- ("Radio Frequency", RF-) Schaltung 22 an der Eingangsseite, die ein RF-Eingangssignal von einer Antenne 24 empfängt. Die eingangsseitige RF-Schaltung 22 kann das empfangene Signal teilweise filtern und das empfangene Signal in ein Zwischenfrequenz- ("Intermediate Frequency", IF-) Signal umsetzen, das zum Digitalisieren und für eine digitale Verarbeitung durch eine Verarbeitungsschaltung 26 geeignet ist.

Die Verarbeitungsschaltung 26 kann in einer oder mehreren integrierten Schaltungen implementiert sein. Die Verarbeitungsschaltung 26 kann beispielsweise auf einer anwendungsspezifischen integrierten Schaltung ("Application Specific Integrated Circuit", ASIC) implementiert sein. Die Verarbeitungsschaltung 26 umfasst einen Signaldigitalisierungs- und Konditionierungsabschnitt 28, ein adaptives Filter 30, eine Erfassungseinrichtung 32 zur Erfassung des Empfangs eines interessierenden Signals, einen Demodulator 34 zum Demodulieren des empfangenen Signals, wenn ein interessierendes Signal vorhanden ist, und einen Filtersteuerabschnitt 40 zur Steuerung der Betriebsart des adaptiven Filters 30 im Ansprechen auf Signale 36 und 38 jeweils von der Erfassungseinrichtung 32 und dem Demodulator 34. Der Signaldigitalisierungs- und Konditionierungsabschnitt 28, der adaptive Filterabschnitt 26, die Erfassungseinrichtung 32, der Demodulator 34 und der Filtersteuerabschnitt 40 können als jeweilige dedizierte Schaltungen, oder als wahlweise konfigurierbare Hardwareschaltungen, oder als Software (beispielsweise Verarbeitungsalgorithmen), die durch einen Prozessor ausgeführt wird (beispielsweise einen digitalen Signalprozessor (DSP)), oder als Kombination aus diesen Möglichkeiten implementiert sein. Im Fall der Implementierung mittels Software sollten die schematischen Darstellungen Verarbeitungsmodule und/oder einen Informationsfluss durch die Verarbeitungsstufen darstellen, jedoch ohne Einschränkungen hinsichtlich der Ausführungszeit.

Der Signaldigitalisierungs- und Konditionierungsabschnitt 28 kann einen Analog-Digital-Wandler (nicht gezeigt) zum Digitalisieren des analogen IF-Signals von der eingangsseitigen analogen RF-Schaltung 22 und einen oder mehrere Konditionierungsabschnitte (nicht gezeigt) zum Umsetzen des digitalisierten Signals in ein komplexes Basisband umfassen, wobei die Umsetzung auf einer Frequenz nahe der Trägerfrequenz der FSK- oder ASK-Modulation beruht.

Das adaptive Filter 30 beseitigt im Wesentlichen alle kohärenten (das heißt, stabilen) Signalkomponenten abgesehen von einem interessierenden Signal. Dazu arbeitet das adaptive Filter 30 wahlweise entweder in einer adaptiven Betriebsart, wenn das Vorhandensein keines interessierenden Signals erfasst wird, oder in einer nicht adaptiven Betriebsart, wenn das Vorhandensein eines interessierenden Signals erfasst. Der Ausdruck "interessierendes Signal" beinhaltet ein Signal, das möglicherweise ein zu empfangendes gewünschtes Signal sein kann, bevor die Authentizität des interessierenden Signals eventuell validiert ist. Der Filtersteuerabschnitt 40 ist zum Erzeugen eines Steuersignals 41 (das heißt, eines „Störerbefehls") zur Steuerung einer Betriebsart des adaptiven Filters 30 in Abhängigkeit davon eingerichtet, ob das Signal 36 von der Erfassungseinrichtung 32 ein interessierendes Signal angibt, und/oder ob das Signal 38 vom Demodulator 34 ein gültiges demoduliertes Signal ist (beispielsweise verhält sich das demodulierte Signal gut, befolgt beispielsweise Übergangszeiten, die im Modulationsschema eingestellt sind). Der Filtersteuerabschnitt 40 betreibt eine mehrstufige Steuerstrategie. Fehlt beispielsweise jegliches interessierende Signal, versetzt die Steuerschaltung 40 das Filter 30 in dessen adaptive Betriebsart (das heißt, das Störerbefehlssignal 41 wird gesetzt). Erfasst die Erfassungseinrichtung 32 ein neues interessierendes Signal, implementiert die Steuerschaltung 40 schnell eine erste Antwortstufe, um das adaptive Filter 30 in dessen nicht adaptive Betriebsart zu schalten (das heißt, das Störerbefehlssignal 41 wird rückgesetzt), und stellt somit sicher, dass das adaptive Filter 30 das interessierende Signal nicht herauslöscht. Danach wartet der Filtersteuerabschnitt 40 auf den Beginn der Ankunft des Signals 38 vom Demodulator 34, um die zweite Steuerstufe zu entscheiden, das heißt, ob das interessierende Signal gültig ist. Ist das interessierende Signal gültig, hält der Filtersteuerabschnitt 40 das Filter 30 in dessen nicht adaptiver Betriebsart, so dass das gewünschte Signal nicht herausgelöscht wird, und das adaptive Filter 30 durchlaufen darf, um seine Demodulation fortzusetzen. Ist das interessierende Signal allerdings nicht gültig (oder hat eine gültige Übertragung aufgehört), schaltet der Filtersteuerabschnitt 40 das adaptive Filter 30 zurück in dessen adaptive Betriebsart, um dem Filter die Beseitigung aller Signalkomponenten zu ermöglichen, und setzt die Verarbeitungsschaltung 26 somit in einen Zustand des Wartens auf ein neues interessierendes Signal zurück.

Das adaptive Filter 30 kann ein adaptives normalisiertes kleinste Quadrate- ("normalised Least Minimum Square", NLMS-) Festpunkt-Wiener-Filter mit Verlust implementieren. Der Wiener-Algorithmus wird durch die folgenden Gleichungen und Definitionen ausgedrückt:

Gleichung 1 Berechne Filterausgang:

Gleichung 2 Berechne momentane Leistung

  • P(t) = P(t – 1) – S(t – N)S*(t – N) + S(t)S*(t)

Gleichung 3 NLMS-Algorithmus

  • Ci(t + 1) = Ci(t) + &mgr;/P(t)e(t)S*(t – i) oder

Gleichung 4 NLMS-Algorithmus mit Verlust:

  • Ci(t + 1) = (1 – &lgr;&mgr;)Ci(t) + &mgr;/P(t)e(t)S*(t – i) wobei
  • S*(t) ein konjugiert komplexer Ausdruck eines Eingangssignals zum Zeitpunkt t ist.
  • N eine Filterlänge (Anzahl von Anzapfungen) bezeichnet.
  • P(t) eine Leistung des Eingangssignals zur Zeit t gemittelt über die Filterlänge bezeichnet.
  • Ci(t) eine Filteranzapfung des i-ten Elements zur Zeit t bezeichnet.
  • e(t) ein Fehlersignal zur Zeit t bezeichnet.
  • &mgr; eine kleinste Quadrate- ("least minimum square", LMS-) Schrittgröße bezeichnet.
  • (1 – &lgr;&mgr;) einen Verlustfaktor nahe 1 bezeichnet.

Normalisierte LMS

Die Filterstruktur ist FIR. Die Anzapfungsaktualisierung verwendet kleinste Quadrate-Kriterien: orthogonale Kriterien zweiter Ordnung.

Die Aktualisierungsgeschwindigkeit hängt auf Grund der Normalisierung auf der Anzapfungsaktualisierungsstufe (Term mit P(t)) nicht von der Signalgröße ab.

Adaptiv

Die FIR-Anzapfungen werden mit jedem neuen Abtastwert aktualisiert.

Die adaptive Aktualisierung wird angehalten, wenn ein ankommendes interessierendes Signal erfasst wird.

Verlust: Eine Verlustfunktion kann verwendet werden, um eine LMS-Stabilität bei einer Fixpunktimplementierung sicherzustellen. Das Prinzip einer Verlust-LMS besteht in der Einführung eines Bias, so dass beim Fehlen von Rauschen gilt:

der Bias verhindert eine Divergenz der Filterkoeffizienten,

vergangene gelernte Frequenzen werden progressiv vergessen. In der Praxis wird ein progressives Vergessen in der Vergangenheit gelernter Frequenzen durch Modifizieren der Koeffizientenaktualisierung durch Einführen eines Verlustfaktors (1 – &lgr;&mgr;) erreicht: alte Werte der Koeffizienten werden mit dem Verlustfaktor vor der Aktualisierung (siehe vorstehende Gleichungen) multipliziert. Der Verlustfaktor ist nahe 1 und dient als Vergessfaktor.

Gleichung 1 stellt eine Berechnung eines Filterausgangs unter Verwendung von Filterkoeffizienten Ci* dar. Gleichung 2 stellt eine Leistungsberechnung zur Berechnung eines Normalisierungsfaktors P(t) dar, der in den Gleichungen zur Berechnung der Filterkoeffizienten verwendet wird. Die Gleichungen 3 und 4 stellen alternative Filterkoeffizientenaktualisierungsberechnungen dar, und welche Gleichung (das heißt, Gleichung 3 oder Gleichung 4) ausgewählt wird, hängt von gewünschten Entwurfskriterien ab.

In der nicht adaptiven Betriebsart wird lediglich Gleichung 1 berechnet. Wie vorstehend beschrieben hängt die Rechenbelastung von den Multiplikationsoperationen ab, die am rechenintensivsten sind. Die Rechenbelastung für die nicht adaptive Betriebsart können durch N Multiplikationen pro Abtastwert genähert werden.

In der adaptiven Betriebsart werden beide Gleichungen 1 und 2 und eine der Gleichungen 3 und 4 berechnet. Die Gleichungen 2 bis 4 führen eine adaptive Aktualisierung der Filterkoeffizienten durch, während Gleichung 1 die Filterkoeffizienten zur Erzeugung eines Filterausgangs anwendet. Die Rechenbelastung hängt wiederum von den Multiplikationsoperationen ab, und kann mit 2N + 1 Multiplikationen pro Abtastwert genähert werden, grob das Doppelte der Rechenbelastung pro Abtastwert in der nicht adaptiven Betriebsart. Der Wert N kann relativ hoch sein, mindestens 20 und typischerweise ein Wert von ungefähr 30 bis 32.

Bei den vorstehenden Berechnungen ist die nicht adaptive Betriebsart eine Betriebsart, in der keine adaptive Aktualisierung der Filterkoeffizienten stattfindet. Allerdings ist ersichtlich, dass die nicht adaptive Betriebsart einen verringerten Grad an Adaption verglichen mit der adaptiven Betriebsart hat, und dementsprechend eine kleinere Rechenbelastung pro Abtastwert als die adaptive Betriebsart. Das erfinderische Konzept kann bei jedem relativen Verhältnis von Rechenbelastungen pro Abtastwert angewendet werden.

Gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung wird die Anzahl der durch das adaptive Filter 30 verarbeiteten Abtastwerte derart gesteuert, dass in der adaptiven Betriebsart das adaptive Filter 30 weniger Abtastwerte pro Zeiteinheit als in der nicht adaptiven Betriebsart verarbeitet. Somit verarbeitet das adaptive Filter 30 in der nicht adaptiven Betriebsart alle Abtastwerte, während das adaptive Filter 30 in der adaptiven Betriebsart ungefähr die Hälfe der Abtastwerte verarbeitet. Durch Verarbeitung einer geringeren Anzahl an Abtastwerten wird die relativ hohe Rechenbelastung der adaptiven Berechnungen über eine längere Rechenzeit verteilt (das heißt, die mit zwei Abtastwerten verbundene Zeit), so dass die Rechenbelastung pro Zeiteinheit grob die gleiche sowohl in der adaptiven als auch der nicht adaptiven Betriebsart ist. Dieses Verfahren ist von Vorteil, da es die Durchführung der hohen Rechenbelastung der adaptiven Betriebsart unter Verwendung der mit der Rechenbelastung der nicht adaptiven Filterbetriebsart verbundenen Verarbeitungsressourcen ermöglicht, wobei die durchschnittlichen erforderlichen Ressourcen verringert werden. Demnach kann die durchschnittliche Rechenbelastung pro Zeiteinheit sowohl in der adaptiven als auch der nicht adaptiven Betriebsart des Filters ausgeglichen werden.

Beispielsweise unter Verwendung der Beispielrechenbelastungen in 2 kann die Rechenbelastung während der adaptiven Betriebsart (ungefähr 2N Multiplikationen) pro Abtastwert grob das Doppelte der nicht adaptiven Betriebsart (N Multiplikationen) sein. Durch Steuern der adaptiven Betriebsart des Filters zur Verarbeitung lediglich ungefähr der Hälfte der Anzahl der Abtastwerte pro Zeiteinheit wird die Nettorechenbelastung halbiert (das heißt, S × 2N = N Multiplikationen), so dass die zwei Betriebsarten grob die gleiche Rechenbelastung pro Zeiteinheit haben.

Das Verhältnis der pro Zeiteinheit in der adaptiven und der nicht adaptiven Betriebsart verarbeiteten Anzahl der Abtastwerte kann ungefähr gleich dem Verhältnis der Rechenbelastung pro Abtastwert jeweils in der nicht adaptiven und der adaptiven Betriebsart sein.

In der adaptiven Betriebsart können die Abtastwerte zur Verarbeitung in Gruppen benachkbarter Abtastwerte ausgewählt werden. Beispielsweise kann aus P Abtastwerten eine erste Gruppe von P/2 benachbarten Abtastwerten zur Verarbeitung ausgewählt werden, und die folgende Gruppe von P/2 benachbarten Abtastwerten kann fallen gelassen werden. Die Verarbeitung der Abtastwerte als benachbarte Gruppen ist für die Bereitstellung einer besseren Optimierung der Filterkoeffizienten von Vorteil. Die Größe der Gruppen (die vom Wert P abhängt) kann in Abhängigkeit von einer gewünschten Speichergröße und gewünschten Frequenz der Koeffizientenaktualisierungen ausgewählt werden. Je größer die Gruppe ist, desto genauer ist die Berechnung der Filterkoeffizienten. Allerdings braucht eine größere Gruppe mehr Speicher zur Speicherung der benachbarten Abtastwerte für die Verarbeitung und erzeugt auch eine längere Verzögerung zwischen Aktualisierungen. Die Verwendung einer größeren Gruppe kann auch die Aktualisierung des Ausgangssignals der Erfassungseinrichtung verzögern. Eine Gruppengröße, die die verschiedenen Eigenschaften ausgleichen kann, kann leicht in Abhängigkeit einer gewünschten Leistung des Filters gefunden werden.

Ist ein interessierendes Signal vorhanden und befindet sich das Filter in der nicht adaptiven Betriebsart, wird eine große Anzahl von Abtastwerten (beispielsweise alle verfügbaren eingegebenen Abtastwerte) durch das Filter pro Zeiteinheit verarbeitet, um ein Signal guter Qualität (hoher Kontinuität) für den Demodulator zu erzeugen. Demnach geschieht keine Verschlechterung des Signals für die Demodulation. Das resultierende Filtersignal kann in einem Speichermedium gespeichert oder direkt zum Demodulator zur Demodulation vor der Speicherung gesendet werde. Ist kein interessierendes Signal vorhanden, und wird das Filter in die adaptive Betriebsart geschaltet, kann die Verringerung der Anzahl der pro Zeiteinheit verarbeiteten Abtastwerte die Qualität des der Erfassungseinrichtung zugeführten Signals verringern. Allerdings ist die Erfassungseinrichtung gegenüber der Signalqualität viel weniger empfindlich als der Demodulator, da die Funktion der Erfassungseinrichtung lediglich in der Erfassung des Vorhandenseins eines beliebigen interessierenden Signals besteht. Demnach wird der Betrieb der Erfassungseinrichtung nicht erheblich beeinflusst, und die gewünschte Empfängerfunktionalität kann bei erheblich verringertem Leistungsverbrauch erreicht werden.

Zusätzlich zu einer Leistungsverbrauchverringerung ermöglicht das erfinderische Konzept die Implementierung eines Empfängers mit einer minimalen Rechenleistung, der die mit der Verarbeitung eines interessierenden Signals verbundene Rechenbelastung handhabt. Die Rechenbelastung (pro Zeiteinheit) des Filters beim Fehlen eines interessierenden Signals wird ungefähr gleich dem Fall gemacht, wenn ein interessierendes Signal vorhanden ist. Demnach muss der Empfänger nicht mit zusätzlichen Hardwareressourcen zum Bewältigen des Berechnungsüberschusses der adaptiven Filterbetriebsart versehen werden.

Die Verarbeitungsschaltung zum Implementieren des digitalen Filters kann beispielsweise zumindest eine Berechnungsschaltung zur Durchführung einer numerischen Berechnung umfassen. Während der nicht adaptiven Betriebsart kann die Berechnungsschaltung vom Filter zur Durchführung lediglich von Filterberechnungen und bei einer Rate verwendet werden, die mit der vollen Abtastrate mithält, die durch das Filter geht. Während der adaptiven Betriebsart kann die Berechnungsschaltung zumindest zeitweise zur Durchführung von Filteraktualisierungsberechnungen verwendet werden.

Die Berechnungsschaltung kann eine Multipliziererschaltung sein. Die Multiplikation ist eine rechenintensive Aufgabe, die bei den arithmetischen Berechnungen zur Aktualisierung der Filterkoeffizienten extensiv verwendet wird. Während Multipliziererschaltungen die Verarbeitungslast erleichtern können, kann jede Multipliziererschaltung relativ komplex sein und wertvolle Chipfläche belegen. Können die Multipliziererschaltungen von verschiedenen Aufgaben gemeinsam genutzt werden, in Abhängigkeit davon, ob das Filter sich in seiner adaptiven oder nicht adaptiven Betriebsart befindet, kann die Anzahl verwendeter einzelner Multipliziererschaltungen wünschenswert klein gehalten werden.

Alternativ dazu kann die Verarbeitungsschaltung eine erste und eine zweite Berechnungsschaltung vom gleichen Typ umfassen, beispielsweise beides Multiplizierer. Die Verwendung mehrerer Berechnungsschaltungen ermöglicht dem Prozessor die Durchführung paralleler Verarbeitungsaufgaben, wodurch ein größerer Verarbeitungsdurchsatz für eine gegebene Prozessortaktgeschwindigkeit erreicht wird. In der nicht adaptiven Filterbetriebsart können die erste und die zweite Berechnungsschaltung beide zur Durchführung von Filterberechnungsaufgaben verwendet werden. In der adaptiven Filterbetriebsart kann zumindest eine der Berechnungsschaltungen zumindest zeitweise zur Durchführung von Filteraktualisierungsberechnungsaufgaben verwendet werden. Beispielsweise kann die erste Berechnungsschaltung zur Durchführung von Filterberechnungsaufgaben verwendet werden, während die zweite Berechnungsschaltung zur Durchführung von Filteraktualisierungsberechnungsaufgaben verwendet werden kann.

4 zeigt schematisch einen digitalen Signalprozessor ("Digital Signal Processor", DSP) 42 zur Ausführung einer Software zum Implementieren eines adaptiven Filters 30 der Verarbeitungsschaltung 26 gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung. Der DSP 42 umfasst einen Prozessor 44 zur Ausführung von Verarbeitungsaufgaben, einen Speicher 46 zur Speicherung von Verarbeitungsalgorithmen und Daten und eine dedizierte Berechnungsschaltung 48 zur Durchführung numerischer Berechnungen. Die dediziere Berechnungsschaltung 48 umfasst einen ersten Multiplizierer 50a und einen zweiten Multiplizierer 50b.

Gemäß den 5, 6 und 7 implementiert ein Ausführungsbeispiel der Erfindung die nicht adaptive und die adaptive Betriebsart des adaptiven Filters 30 als zwei verschiedene Filtermodule, ein erstes Filtermodul 52a und ein zweites Filtermodul 52b. Diese zwei Filtermodule sind nicht zusammen in der Schaltung implementiert, sondern das System ist derart aufgebaut, dass es so organisiert werden kann, dass das erste Filtermodul 52a zum Implementieren der nicht adaptiven Betriebsart (interessierendes Signal) und das zweite Filtermodul 52b zum Implementieren der adaptiven Betriebsart (kein interessierendes Signal) verwendet werden können.

In der nicht adaptiven Betriebsart ist das erste Filtermodul 52a als zwei endliche Antwortfilter ("Finite Response Filters", FIRs), ein erstes FIR 54a (das heißt FIR1) und ein zweites FIR 54b (das heißt FIR2) parallel zueinander implementiert. Ein erster Multiplizierer 50a ist dem ersten FIR 54a zur Durchführung der rechenintensiven Multiplikationen für das erste FIR 54a zugeordnet. Ein zweiter Multiplizierer 50b ist gleichermaßen dem zweiten FIR 54b zugeordnet. Die zwei parallelen FIRs können zum Ermöglichen eines hohen Durchsatzes gefilterter Daten trotz relativ langer Filterlängen (N ~ 30) und einer begrenzten Taktgeschwindigkeit des DSP implementiert sein. Die Durchführung der Filterberechnung (Gleichung 1) für einen Abtastwert kann tatsächlich bis zu zwei Abtastperioden dauern. Durch die Implementierung von zwei parallelen FIRs, das heißt, des ersten FIR 54a und des zweiten FIR 54b, jeweils mit einer eigenen dedizierten Multipliziererschaltung 50a, 50b, können die Abtastwerte bei voller Rate verarbeitet werden.

Gemäß den 6a und 7 werden ankommende Abtastwerte 60 in der nicht adaptiven Betriebsart beispielsweise in alternierende Gruppen 62a und 62b benachbarter Abtastwerte aufgespaltet. In 6a ist jeder Abtastwert 60 schematisch mit einem offenen Kreis „o" bezeichnet. Die erste Gruppe 62a (beispielsweise ungeradzahlige Gruppe) kann dem ersten FIR 54a zugeordnet sein, und die zweite Gruppe 62b (beispielsweise geradzahlige Gruppe) kann dem zweiten FIR 54b in zeitversetzter Weise zugeordnet sein. Obwohl das erste FIR 54a und das zweite FIR 54b jeweils bis zu zwei Gruppenperioden zur Durchführung ihrer jeweiligen Berechnung belegen können, empfangen das erste FIR 54a und das zweite FIR 54b jeweils die Abtastwerte 60 mit nur der halben Rate, und so kann die gesamte Abtastratenberechnung in der Zeit vollständig ausgeführt werde. Der Filterausgang 64 wird aus den zeitabgetasteten Ausgangssignalen sowohl des ersten FIR 54a als auch des zweiten FIR 54b wiederhergestellt.

In der nicht adaptiven Betriebsart können die Filterkoeffizienten eingefroren und in einem Speicherabschnitt 66 (beispielsweise einem Abschnitt des DSP-Speichers 46) gespeichert werden.

Im zweiten Filtermodul 52b für die adaptive Filterbetriebsart ist das erste FIR 54a (das heißt, FIR1) enthalten, jedoch ist das zweite FIR 54b nicht mehr implementiert. Stattdessen ist ein zweiter Multiplizierer 50b einem Filteraktualisierungsberechnungsmodul 68 zugeordnet. Das Filteraktualisierungsberechnungsmodul 68 verwendet somit einige der gleichen Verarbeitungsressourcen (das heißt, den zweiten Multiplizierer 50b) wie jene in der nicht adaptiven Betriebsart verwendete. Demnach müssen keine zusätzlichen Verarbeitungsressourcen für die adaptive Betriebsart vorgesehen werden, da die gesamte Rechenbelastung unter Verwendung der gleichen Verarbeitungsressourcen wie jenen durch die nicht adaptive Betriebsart verwendeten aufgefangen werden kann.

Wie vorstehend beschrieben verarbeitet das adaptive Filter 30 in der adaptiven Betriebsart lediglich die Hälfte der Anzahl der Abtastwerte pro Zeiteinheit. Das erste FIR 54a (das heißt, FIR1) kann die Hälfte der Abtastwerte mit der gewünschten Verarbeitungsrate verarbeiten (dies ist eine Funktion des ersten FIR 54a selbst in der nicht adaptiven Betriebsart). Gemäß den 6b und 7 werden die ankommenden Abtastwerte 60 im Fall der adaptiven Betriebsart wieder in zwei alternierende Gruppen 62a und 62b benachbarter Abtastwerte gruppiert. Die erste Gruppe 62a(beispielsweise ungeradzahlige Gruppe) wird parallel dem ersten FIR 54a zur Filterung und dem Filteraktualisierungsberechnungsmodul 68 zur Verarbeitung zugeordnet. Die zweite Gruppe 62b (beispielsweise geradzahlige Gruppe) wird nicht verarbeitet. Die Rechenbelastung des Filteraktualisierungsberechnungsmoduls 68 ist somit die gleiche wie die des ersten FIR 54a, das heißt, ungefähr N Multiplikationen pro Abtastwert. Die Verarbeitung jedes Abtastwerts der ersten Gruppe 62a dauert bis zu zwei Abtastperioden. Allerdings wird lediglich die Hälfte der Anzahl der Abtastwerte, die pro Zeiteinheit ankommen, in der adaptiven Betriebsart verarbeitet, und so kann die adaptive Filterverarbeitung in der verfügbaren Zeit durchgeführt werden, trotz der Tatsache, dass keine zusätzlichen Verarbeitungsressourcen verwendet werden.

Der Betrieb des adaptiven Filters gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung wie vorstehend beschrieben verschlechtert die Leistung des Demodulators 34 oder der Erfassungseinrichtung 32 im Empfänger nicht. Der Demodulator 34 wird lediglich dann verwendet, wenn ein interessierendes Signal vorhanden ist. Der Demodulator 34 wird beim Fehlen eines interessierenden Signals deaktiviert, da die die Demodulationsergebnisse nicht brauchbar sind. Die Betriebsart des adaptiven Filters 30 beim Vorhandensein eines interessierenden Signals ist die nicht adaptive Betriebsart, bei der alle Signalabtastwerte verarbeitet werden, und es gibt keine Verschlechterung der Qualität des durch das adaptive Filter 30 erzeugten gefilterten Signals. Wird das Filter beim Fehlen eines interessierenden Signals in die adaptive Betriebsart geschaltet, kann die Signalausgabe aus dem adaptiven Filter 30 von verringerter Qualität sein, da der Signalausgabe die Hälfte der Abtastwerte fehlt. Allerdings wird dieses Signal nur von der Erfassungseinrichtung 32 zur Erfassung des Vorhandenseins eines interessierenden Signals beruhend auf im Signal auftretenden großen Änderungen verwendet. Demnach ist die Erfassung zuverlässig, selbst wenn manche Abtastwerte des Signals fallen gelassen wurden. Somit ermöglicht der adaptive Filterbetrieb die volle Leistung des Demodulators 34 und der Erfassungseinrichtung 32.

Die Anzahl der Abtastwerte 60 in jeder Gruppe 62a und 62b kann entsprechend den Entwurfskriterien der Verarbeitungsschaltung 26 und des Empfängers ausgewählt werden. Die gewählte Anzahl der Abtastwerte 60 beruht im Allgemeinen auf dem Ausgleich verschiedener Faktoren. Eine große Anzahl von Abtastwerten 60 pro Gruppe 62a und 62b verbessert die Effektivität der durch das Filteraktualisierungsberechnungsmodul 68 durchgeführten Aktualisierungsberechnungen, da die Berechnungen dann auf einer größeren Anzahl repräsentativer Abtastwerte beruhen. Allerdings bedeutet eine Erhöhung der Anzahl der Abtastwerte 60 pro Gruppe 62a und 62b auch, dass mehr Speicher zur Speicherung der Abtastwerte verwendet wird, und die Aktualisierungsperiode (das heiß, die Periode, mit der die Filterkoeffizienten aktualisiert werden können) wird entsprechend länger. Gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung befindet sich die Anzahl der Abtastwerte 60 pro Gruppe 62a und 62b im Bereich von ungefähr 5 bis ungefähr 15, wobei ein Wert von ungefähr 9 typisch ist (das heißt, bezeichnet durch eine Folge von 9 offenen Kreisen „o" in den 6a und 6b).

Zum Erreichen der vorstehend beschriebenen Aufgabe ist gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung die Verarbeitungsschaltung (26) zum Unterdrücken einer Interferenz in einem empfangenen Signal vorgesehen, das als digitale Signalabtastwerte dargestellt ist. Die Verarbeitungsschaltung (26) umfasst ein adaptives Filter (30), das zum Verarbeiten einer ersten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit, wenn das adaptive Filter (30) in einer ersten Betriebsart arbeitet, und einer zweiten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit eingerichtet ist, wenn das adaptive Filter (30) in einer zweiten Betriebsart arbeitet, wobei die erste Größe kleiner als die zweite Größe ist.

Vorzugsweise ist die erste Betriebsart eine adaptive Betriebsart, in der das adaptive Filter sich an Änderungen im empfangenen Signal anpasst, und die zweite Betriebsart ist eine nicht adaptive Betriebsart mit einer verringerten Anpassfähigkeit verglichen mit der adaptiven Betriebsart.

Das adaptive Filter ist vorzugsweise zur Durchführung einer ersten Rechenbelastung pro Abtastwert, wenn das adaptive Filter in der adaptiven Betriebsart arbeitet, und einer zweiten Rechenbelastung pro Abtastwert eingerichtet, wenn das adaptive Filter in der nicht adaptiven Betriebsart arbeitet, wobei die zweite Rechenbelastung pro Abtastwert geringer als die erste Rechenbelastung pro Abtastwert ist.

Ein Verhältnis der ersten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit zur zweiten Größe digitaler Abtastwerte pro Zeiteinheit ist vorzugsweise ungefähr gleich einem Verhältnis der zweiten Rechenbelastung zur ersten Rechenbelastung.

Ein Verhältnis der ersten Größe digitaler Abtastwerte pro Zeiteinheit zur zweiten Größe digitaler Abtastwerte pro Zeiteinheit ist vorzugsweise ungefähr 1:2.

Vorzugsweise ist ein Verhältnis der ersten Rechenbelastung zur zweiten Rechenbelastung ungefähr 2:1.

Vorzugsweise umfasst die Verarbeitungsschaltung (26) zumindest eine Berechnungsschaltung, wobei die Verarbeitungsschaltung derart eingerichtet ist, dass die zumindest eine Berechnungsschaltung in der nicht adaptiven Betriebsart numerische Berechnungen für eine Filterberechnung zur Anwendung von Filterkoeffizienten bei den digitalen Signalabtastwerten durchführt, und die Berechnungsschaltung in der adaptiven Betriebsart zumindest zeitweise dann, wenn das adaptive Filter in der adaptiven Betriebsart ist, numerische Berechnungen zur Aktualisierung der Filterkoeffizienten durchführt.

Die zumindest eine Berechnungsschaltung ist vorzugsweise ein Multiplizierer.

Vorzugsweise umfasst zumindest eine Berechnungsschaltung eine erste Berechnungsschaltung, die für die Filterberechnung verwendet wird, wenn das adaptive Filter in der nicht adaptiven Betriebsart arbeitet, und eine zweite Berechnungsschaltung, die für Koeffizientenaktualisierungsberechnungen verwendet wird, wenn das adaptive Filter in der adaptiven Betriebsart arbeitet.

Die zumindest eine Berechnungsschaltung umfasst vorzugsweise zumindest eine erste Berechnungsschaltung und eine zweite Berechnungsschaltung, die zur Durchführung numerischer Berechnungen parallel zueinander für parallele Verarbeitungssignalwege arbeiten können. Arbeitet das adaptive Filter in der nicht adaptiven Betriebsart, führen die erste und zweite Berechnungsschaltung jeweils numerische Berechnungen für die Filterberechnung durch, und arbeitet das adaptive Filter in der adaptiven Betriebsart, führt die erste Berechnungsschaltung numerische Berechnungen für die Filterberechnung und die zweite Berechnungsschaltung numerische Berechnungen zur Aktualisierung der Filterkoeffizienten durch.

Das adaptive Filter ist vorzugsweise ein Wiener-Filter.

Arbeitet das adaptive Filter in der nicht adaptiven Betriebsart, hat das adaptive Filter vorzugsweise im Wesentlichen eine Anpassfähigkeit von Null.

Die Verarbeitungsschaltung umfasst ferner vorzugsweise eine Steuerschaltung, die zur Steuerung der Betriebsart des adaptiven Filters dementsprechend eingerichtet ist, ob ein interessierendes Signal erfasst ist.

Zur Lösung der vorstehend beschriebenen Aufgabe ist gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung die Verarbeitungsschaltung (26) zur Unterdrückung einer Interferenz in einem empfangenen Signal ausgestaltet, das als digitale Signalabtastwerte dargestellt ist. Die Verarbeitungsschaltung (26) umfasst ein adaptives Filter (30), das zum Arbeiten in einer adaptiven Betriebsart, wenn das adaptive Filter (30) sich an Änderungen im empfangenen Signal anpasst, und in einer nicht adaptiven Betriebsart eingerichtet ist, in der das adaptive Filter (30) eine verglichen mit der adaptiven Betriebsart verringerte Anpassfähigkeit aufweist, wobei das adaptive Filter (30) eine erste Berechnungsschaltung (50a) und eine zweite Berechnungsschaltung (50b) umfasst, und wobei die Verarbeitungsschaltung (26) derart eingerichtet ist, dass in der nicht adaptiven Betriebsart die erste Berechnungsschaltung (50a) und die zweite Berechnungsschaltung (50b) beide eine Filterberechnung zur Anwendung digitaler Filterkoeffizienten bei den digitalen Signalabtastwerten durchführen, und in der adaptiven Betriebsart die erste Berechnungsschaltung (50a) eine Filterberechnung durchführt und die zweite Berechnungsschaltung (50b) eine Koeffizientenaktualisierungsberechnung zur adaptiven Aktualisierung der digitalen Filterkoeffizienten durchführt.

Das adaptive Filter (30) ist vorzugsweise ein Wiener-Filter.

Das Filter (30) ist vorzugsweise ein adaptives Kleinste-Quadrate- (LMS-) Filter.

Das Filter (30) ist vorzugsweise ein adaptives LMS-Filter mit Verlust.

Arbeitet das adaptive Filter (30) in der nicht adaptiven Betriebsart, hat das adaptive Filter (30) vorzugsweise eine Anpassfähigkeit von im Wesentlichen Null.

Die Verarbeitungsschaltung (26) umfasst vorzugsweise ferner eine Steuerschaltung, die zur Steuerung der Betriebsart des adaptiven Filters dementsprechend eingerichtet ist, ob ein interessierendes Signal erfasst ist.

Zum Erzielen der vorstehend beschriebenen Aufgabe ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung eine integrierte Schaltung vorgesehen. Die integrierte Schaltung umfasst eine Verarbeitungsschaltung (26) zum Unterdrücken einer Interferenz in einem empfangenen Signal, das als digitale Signalabtastwerte dargestellt ist, wobei die Verarbeitungsschaltung ein adaptives Filter (30) umfasst, das zur Verarbeitung einer ersten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit, wenn das adaptive Filter (30) in einer ersten Betriebsart arbeitet, und einer zweiten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit eingerichtet ist, wenn das adaptive Filter (30) in einer zweiten Betriebsart arbeitet, wobei die erste Größe geringer als die zweite Größe ist.

Zum Erreichen der vorstehend beschriebenen Aufgabe ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung eine integrierte Schaltung vorgesehen. Die integrierte Schaltung umfasst eine Verarbeitungsschaltung (26) zum Unterdrücken einer Interferenz in einem empfangenen Signal, das als digitale Signalabtastwerte dargestellt ist, wobei die Verarbeitungsschaltung ein adaptives Filter (30) umfasst, das zum Arbeiten in einer adaptiven Betriebsart, in der das adaptive Filter (30) sich an Änderungen im empfangenen Signal anpasst, und in einer nicht adaptiven Betriebsart eingerichtet ist, in der das adaptive Filter (30) eine verglichen mit der adaptiven Betriebsart verringerte Anpassfähigkeit hat, wobei das adaptive Filter (30) eine erste Berechnungsschaltung (50a) und eine zweite Berechnungsschaltung (50b) umfasst, und wobei die Verarbeitungsschaltung (26) derart eingerichtet ist, dass in der nicht adaptiven Betriebsart die erste Berechnungsschaltung (50a) und die zweite Berechnungsschaltung (50b) beide eine Filterberechnung zum Anwenden digitaler Filterkoeffizienten bei den digitalen Signalabtastwerten durchführen, und in der adaptiven Betriebsart die erste Berechnungsschaltung (50a) eine Filterberechnung durchführt und die zweite Berechnungsschaltung (50b) eine Koeffizientenaktualisierungsberechnung zum adaptiven Aktualisieren der digitalen Filterkoeffizienten durchführt.

Zum Erzielen der vorstehend beschriebenen Aufgabe ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ein Empfänger (20) ausgestaltet. Der Empfänger (20) umfasst eine Verarbeitungsschaltung (26) zum Unterdrücken einer Interferenz in einem empfangenen Signal, das als digitale Signalabtastwerte dargestellt ist, wobei die Verarbeitungsschaltung ein adaptives Filter (30) umfasst, das zur Verarbeitung einer ersten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit, wenn das adaptive Filter (30) in einer ersten Betriebsart arbeitet, und einer zweiten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit eingerichtet ist, wenn das adaptive Filter in einer zweiten Betriebsart arbeitet, wobei die erste Größe geringer als die zweite Größe ist.

Zum Erzielen der vorstehend beschriebenen Aufgabe ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ein Empfänger (20) bereitgestellt. Der Empfänger (20) umfasst eine Verarbeitungsschaltung (26) zur Unterdrückung einer Interferenz in einem empfangenen Signal, das als digitale Signalabtastwerte dargestellt ist, wobei die Verarbeitungsschaltung (26) ein adaptives Filter (30) umfasst, das zum Arbeiten in einer adaptiven Betriebsart, in der das adaptive Filter (30) sich an Änderungen im empfangenen Signal anpasst, und in einer nicht adaptiven Betriebsart eingerichtet ist, in der das adaptive Filter (30) eine verglichen mit der adaptiven Betriebsart verringerte Anpassfähigkeit aufweist, wobei das adaptive Filter (30) eine erste Berechnungsschaltung (50a) und eine zweite Berechnungsschaltung (50b) umfasst, und wobei die Verarbeitungsschaltung derart eingerichtet ist, dass in der nicht adaptiven Betriebsart die erste Berechnungsschaltung (50a) und die zweite Berechnungsschaltung (50b) beide eine Filterberechnung zur Anwendung digitaler Filterkoeffizienten bei den digitalen Signalabtastwerten durchführen, und in der adaptiven Betriebsart die erste Berechnungsschaltung (50a) eine Filterberechnung und die zweite Berechnungsschaltung (50b) eine Koeffizientenaktualisierungsberechnung zur adaptiven Aktualisierung der digitalen Filterkoeffizienten durchführt.

Zum Erzielen der vorstehend beschriebenen Aufgabe ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ein Verfahren zur Verarbeitung eines empfangenen Signals zum Unterdrücken einer Interferenz im empfangenen Signal bereitgestellt. Das Verfahren umfasst eine Implementierung eines adaptiven Filters (3Q), das zum Arbeiten in einer adaptiven Betriebsart zum Anpassen an Änderungen im empfangenen Signal und in einer zweiten Betriebsart mit einer verglichen mit der adaptiven Betriebsart verringerten Anpassfähigkeit eingerichtet ist, und ein Betreiben des adaptiven Filters (30) in der adaptiven Betriebsart zu Verarbeitung einer ersten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit und Betreiben des adaptiven Filters (30) in der zweiten Betriebsart zur Verarbeitung einer zweiten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit, wobei die erste Größe geringer als die zweite Größe ist.

Das Betreiben des adaptiven Filters (30) in der adaptiven Betriebsart umfasst vorzugsweise die Durchführung von Berechnungen mit einer ersten Rechenbelastung pro Abtastwert, und das Betreiben des adaptiven Filters in der zweiten Betriebsart umfasst vorzugsweise die Durchführung von Berechnungen mit einer zweiten Rechenbelastung pro Abtastwert, wobei die zweite Rechenbelastung pro Abtastwert geringer als die erste Rechenbelastung pro Abtastwert ist.

Das Betreiben des adaptiven Filters (30) in der adaptiven Betriebsart umfasst vorzugsweise die Durchführung von Berechnungen mit einer ersten Rechenbelastung pro Abtastwert, und das Betreiben des adaptiven Filters in der zweiten Betriebsart umfasst vorzugsweise die Durchführung von Berechnungen mit einer zweiten Rechenbelastung pro Abtastwert, wobei die zweite Rechenbelastung pro Abtastwert geringer als die erste Rechenbelastung pro Abtastwert ist.

Vorzugsweise ist ein Verhältnis der ersten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit zur zweiten Größe digitaler Abtastwerte pro Zeiteinheit ungefähr gleich einem Verhältnis der zweiten Rechenbelastung pro Abtastwert zur ersten Rechenbelastung pro Abtastwert.

Vorzugsweise ist ein Verhältnis der ersten Größe digitaler Abtastwerte pro Zeiteinheit zur zweiten Größe digitaler Abtastwerte pro Zeiteinheit ungefähr 1:2.

Vorzugsweise ist das Verhältnis der zweiten Rechenbelastung pro Abtastwert zur ersten Rechenbelastung pro Abtastwert ungefähr 1:2.

Vorzugsweise umfasst das Betreiben des Filters (30) in der zweiten Betriebsart ein Konfigurieren zumindest einer Berechnungsschaltung, die zur Durchführung numerischer Berechnungen vorgesehen ist, zur Durchführung einer ersten Berechnung, die zumindest einen Teil einer Filterergebnisberechnung beruhend auf Filterkoeffizienten bildet, und das Betreiben des Filters (30) in der adaptiven Betriebsart umfasst vorzugsweise ein Konfigurieren zumindest einer Berechnungsschaltung zur Durchführung zumindest einen Teil einer Zeit, die das adaptive Filter (30) in der adaptiven Betriebsart arbeitet, einer zweiten Berechnung, die zumindest einen Teil einer Berechnung zur Aktualisierung der Filterkoeffizienten bildet.

Die Berechnungsschaltung ist vorzugsweise ein Multiplizierer.

Das Betreiben des Filters (30) in der zweiten Betriebsart umfasst vorzugsweise ein Konfigurieren einer ersten Berechnungsschaltung (50a) und einer zweiten Berechnungsschaltung (50b) jeweils zur Durchführung der ersten Berechnung, und das Betreiben des Filters (30) in der adaptiven Betriebsart umfasst vorzugsweise ein Konfigurieren der ersten Berechnungsschaltung (50a) zur Durchführung der ersten Berechnung und ein Konfigurieren der zweiten Berechnungsschaltung (50b) zur Durchführung der zweiten Berechnung.

Das Verfahren umfasst vorzugsweise ein Speichern des gefilterten Signals in einem Speichermedium.

Zum Erzielen der vorstehend beschriebenen Aufgabe ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ein Verfahren zur Verarbeitung eines empfangenen Signals zum Unterdrücken einer Interferenz im empfangenen Signal ausgestaltet. Das Verfahren umfasst ein Betreiben des Filters (30) in der zweiten Betriebsart mit einem Konfigurieren zumindest einer Berechnungsschaltung, die zur Durchführung numerischer Berechnungen vorgesehen ist, zur Durchführung einer ersten Berechnung, die zumindest einen Teil einer Filterergebnisberechnung beruhend auf Filterkoeffizienten bildet, und ein Betreiben des Filters (30) in der adaptiven Betriebsart mit einem Konfigurieren der zumindest einen Berechnungsschaltung zur Durchführung zumindest einen Teil einer Zeit, die das adaptive Filter (30) in der adaptiven Betriebsart arbeitet, einer zweiten Berechnung, die zumindest einen Teil einer Berechnung zur Aktualisierung der Filterkoeffizienten bildet.

Das Verfahren umfasst vorzugsweise eine Speicherung des gefilterten Signals in einem Speichermedium.

Zum Erzielen der vorstehend beschriebenen Aufgabe ist ein computerlesbares Speichermedium ausgestaltet, das ausführbare Anweisungen speichert, die beim Ausführen auf einem Prozessor den Prozessor zum Implementieren eines Verfahrens steuern. Das Verfahren der Verarbeitung eines empfangenen Signals zum Unterdrücken einer Interferenz im empfangenen Signal ist bereitgestellt. Das Verfahren umfasst ein Implementieren eines adaptiven Filters (30), das zum Arbeiten in einer adaptiven Betriebsart zum Anpassen an Änderungen im empfangenen Signal und in einer zweiten Betriebsart mit einer verglichen mit der adaptiven Betriebsart verringerten Anpassfähigkeit eingerichtet ist, Betreiben des adaptiven Filters (30) in der adaptiven Betriebsart zum Verarbeiten einer ersten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit und Betreiben des adaptiven Filters (30) in der zweiten Betriebsart zum Verarbeiten einer zweiten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit, wobei die erste Größe geringer als die zweite Größe ist.

Zum Erzielen der vorstehend beschriebenen Aufgabe speichert ein computerlesbares Speichermedium ausführbare Anweisungen, die bei der Ausführung auf einem Prozessor den Prozessor zum Implementieren des Verfahrens steuern. Das Verfahren der Verarbeitung eines empfangenen Signals zum Unterdrücken einer Interferenz im empfangenen Signal ist bereitgestellt. Das Verfahren umfasst ein Betreiben des Filters in der zweiten Betriebsart mit Konfigurieren zumindest einer Berechnungsschaltung, die zur Durchführung numerischer Berechnungen vorgesehen ist, zum Durchführen einer ersten Berechnung, die zumindest einen Teil einer Filterergebnisberechung beruhend auf Filterkoeffizienten bildet, und Betreiben des Filters in der adaptiven Betriebsart mit einem Konfigurieren der zumindest einen Berechnungsschaltung zur Durchführung einer zweiten Berechnung, die zumindest einen Teil einer Berechnung zur Aktualisierung der Filterkoeffizienten bildet, zumindest einen Teil einer Zeit lang, die das adaptive Filter in der adaptiven Betriebsart arbeitet.

Zum Erzielen der vorstehend beschriebenen Aufgabe ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ein Verfahren zum Verarbeiten eines empfangenen Signals zum Unterdrücken einer Interferenz im empfangenen Signal bereitgestellt. Das Verfahren umfasst eine adaptive Filterung des empfangenen Signals durch Verarbeiten einer ersten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit zur Erfassung eines interessierenden Signals, beim Erfassen des interessierenden Signals, Filtern des empfangenen Signals durch Verarbeiten einer zweiten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit, wobei die erste Größe geringer als die zweite Größe ist.

Weitere Ausgestaltungen und Merkmale der Erfindung sind aus der Beschreibung ersichtlich. Der Anmelder beansprucht Schutz für jedes hier beschriebene neue Merkmal oder neue Idee, ob es gegenwärtig hervorgehoben ist oder nicht.

Die Ausführungsbeispiele der Erfindung ermöglichen eine Implementierung der rechenintensiven adaptiven Betriebsart des Filters ohne Erhöhung der Verarbeitungsressourcen über die Ressourcen hinaus, die für die weniger rechenintensive nicht adaptive Betriebsart verwendet werde, und ohne Verschlechterung der Empfängerleistung. Die Schaltungskomplexität und der Energieverbrauch werden verglichen mit einer herkömmlichen Implementierung des adaptiven Filters auch verringert.

Die vorstehende Beschreibung soll Ausführungsbeispiele der Erfindung lediglich veranschaulichen. Der Fachmann erkennt verschiedene Modifikationen, Entwicklungen und Äquivalente, ohne vom Schutzbereich der Erfindung abzuweichen, wie er in den beiliegenden Patentansprüchen definiert ist.

Es sind eine Schaltung (26) und ein Verfahren zum Unterdrücken von Interferenzkomponenten in einem empfangenen Signal bereitgestellt. Die Schaltung (26) enthält ein adaptives Filter (30) zum Verarbeiten einer ersten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit, wenn das adaptive Filter in einer ersten Betriebsart arbeitet, und einer zweiten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit, wenn es in einer zweiten Betriebsart arbeitet, wobei die erste Größe geringer als die zweite Größe ist. Das Verfahren umfasst eine Implementierung eines adaptiven Filters (30) zum Arbeiten in einer adaptiven Betriebsart und in einer zweiten Betriebsart mit einer verglichen mit der adaptiven Betriebsart verringerten Anpassfähigkeit, Betreiben des adaptiven Filters in der adaptiven Betriebsart zum Verarbeiten einer ersten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit und Betreiben des adaptiven Filters in der zweiten Betriebsart zum Verarbeiten einer zweiten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit, wobei die erste Größe geringer als die zweite Größe ist.


Anspruch[de]
Verarbeitungsschaltung (26) zur Unterdrückung einer Interferenz in einem empfangenen Signal, das als digitale Signalabtastwerte dargestellt ist,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Verarbeitungsschaltung (26) umfasst

ein adaptives Filter (30), das zur Verarbeitung einer ersten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit, wenn das adaptive Filter (30) in einer ersten Betriebsart arbeitet, und einer zweiten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit eingerichtet ist, wenn das adaptive Filter in einer zweiten Betriebsart arbeitet,

wobei die erste Größe geringer als die zweite Größe ist.
Verarbeitungsschaltung (26) nach Anspruch 1, wobei die erste Betriebsart eine adaptive Betriebsart ist, in der das adaptive Filter (30) sich an Änderungen im empfangenen Signal anpasst, und die zweite Betriebsart eine nicht adaptive Betriebsart ist, die verglichen mit der adaptiven Betriebsart eine verringerte Anpassfähigkeit aufweist. Verarbeitungsschaltung (26) nach Anspruch 2, wobei das adaptive Filter (30) zur Durchführung einer ersten Rechenbelastung pro Abtastwert, wenn das adaptive Filter (30) in der adaptiven Betriebsart arbeitet, und einer zweiten Rechenbelastung pro Abtastwert eingerichtet ist, wenn das adaptive Filter (30) in der nicht adaptiven Betriebsart arbeitet, wobei die zweite Rechenbelastung pro Abtastwert geringer als die erste Rechenbelastung pro Abtastwert ist. Verarbeitungsschaltung (26) nach Anspruch 3, wobei ein Verhältnis der ersten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit zur zweiten Größe digitaler Abtastwerte pro Zeiteinheit ungefähr gleich einem Verhältnis der zweiten Rechenbelastung zur ersten Rechenbelastung ist. Verarbeitungsschaltung (26) nach Anspruch 1, wobei ein Verhältnis der ersten Größe digitaler Abtastwerte pro Zeiteinheit zur zweiten Größe digitaler Abtastwerte pro Zeiteinheit ungefähr 1:2 ist. Verarbeitungsschaltung (26) nach Anspruch 3, wobei ein Verhältnis der ersten Rechenbelastung zur zweiten Rechenbelastung ungefähr 2:1 ist. Verarbeitungsschaltung (26) nach Anspruch 2, ferner mit zumindest einer Berechnungsschaltung, wobei die Verarbeitungsschaltung (26) derart eingerichtet ist, dass in der nicht adaptiven Betriebsart die zumindest eine Berechnungsschaltung numerische Berechnungen für eine Filterberechnung zur Anwendung von Filterkoeffizienten bei den digitalen Signalabtastwerten durchführt, und die Berechnungsschaltung in der adaptiven Betriebsart für zumindest einen Teil einer Zeit, wenn das adaptive Filter sich in der adaptiven Betriebsart befindet, numerische Berechnungen zur Aktualisierung der Filterkoeffizienten durchführt. Verarbeitungsschaltung (26) nach Anspruch 7, wobei die zumindest eine Berechnungsschaltung ein Multiplizierer ist. Verarbeitungsschaltung (26) nach Anspruch 7, wobei die zumindest eine Berechnungsschaltung eine erste Berechnungsschaltung (50a), die für die Filterberechnung verwendet wird, wenn das adaptive Filter (30) in der nicht adaptiven Betriebsart arbeitet, und eine zweite Berechnungsschaltung (50b) umfasst, die für Koeffizientenaktualisierungsberechnungen verwendet wird, wenn das adaptive Filter (30) in der adaptiven Betriebsart arbeitet. Verarbeitungsschaltung (26) nach Anspruch 7, wobei die zumindest eine Berechnungseinschaltung zumindest eine erste Berechnungsschaltung (50a) und eine zweite Berechnungsschaltung (50b) umfasst, die zur Durchführung numerischer Berechnungen parallel zueinander für parallele Verarbeitungssignalwege eingerichtet sind, und wobei die erste und die zweite Berechnungsschaltung (50a), (50b) jeweils numerische Berechnungen für die Filterberechnung durchführen, wenn das adaptive Filter (30) in der nicht adaptiven Betriebsart arbeitet, und wobei die erste Berechnungsschaltung (50a) numerische Berechnungen für die Filterberechnung durchführt und die zweite Berechnungsschaltung (50b) numerische Berechnungen zur Aktualisierung der Filterkoeffizienten durchführt, wenn das adaptive Filter (30) in der adaptiven Betriebsart arbeitet. Verarbeitungsschaltung (26) nach Anspruch 1, wobei das adaptive Filter (30) ein Wiener-Filter ist. Verarbeitungsschaltung (26) nach Anspruch 2, wobei das adaptive Filter (30) eine Anpassfähigkeit von im Wesentlichen null aufweist, wenn das adaptive Filter (30) in der nicht adaptiven Betriebsart arbeitet. Verarbeitungsschaltung (26) nach Anspruch 1, ferner mit einer Steuerschaltung, die zur Steuerung der Betriebsart des adaptiven Filters (30) dementsprechend eingerichtet ist, ob ein interessierendes Signal erfasst ist. Integrierte Schaltung mit der Verarbeitungsschaltung nach Anspruch 1. Empfänger (20) mit der Verarbeitungsschaltung nach Anspruch 1. Verfahren zur Verarbeitung eines empfangenen Signals zur Unterdrückung einer Interferenz im empfangenen Signal, dadurch gekennzeichnet, dass

das Verfahren umfasst

Implementieren eines adaptiven Filters (30), das zum Arbeiten in einer adaptiven Betriebsart zum Anpassen an Änderungen im empfangenen Signal und in einer zweiten Betriebsart mit einer verglichen mit der adaptiven Betriebsart verringerten Anpassfähigkeit eingerichtet ist,

Betreiben des adaptiven Filters (30) in der adaptiven Betriebsart zur Verarbeitung einer ersten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit und

Betreiben des adaptiven Filters (30) in der zweiten Betriebsart zur Verarbeitung einer zweiten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit,

wobei die erste Größe geringer als die zweite Größe ist.
Verfahren nach Anspruch 16, wobei das Betreiben des adaptiven Filters (30) in der adaptiven Betriebsart eine Durchführung von Berechnungen mit einer ersten Rechenbelastung pro Abtastwert umfasst, und das Betreiben des adaptiven Filters (30) in der zweiten Betriebsart die Durchführung von Berechnungen mit einer zweiten Rechenbelastung pro Abtastwert umfasst, wobei die zweite Rechenbelastung pro Abtastwert geringer als die erste Rechenbelastung pro Abtastwert ist. Verfahren nach Anspruch 17, wobei ein Verhältnis der ersten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit zur zweiten Größe digitaler Signalabtastwerte pro Zeiteinheit ungefähr gleich einem Verhältnis der zweiten Rechenbelastung pro Abtastwert zur ersten Rechenbelastung pro Abtastwert ist. Verfahren nach Anspruch 16, wobei ein Verhältnis der ersten Größe digitaler Abtastwerte pro Zeiteinheit zur zweiten Größe digitaler Abtastwerte pro Zeiteinheit ungefähr 1:2 ist. Verfahren nach Anspruch 17, wobei das Verhältnis der zweiten Rechenbelastung pro Abtastwert zur ersten Rechenbelastung pro Abtastwert ungefähr 1:2 ist. Verfahren nach Anspruch 16, wobei

das Betreiben des Filters in der zweiten Betriebsart ein Konfigurieren zumindest einer Berechnungsschaltung umfasst, die zur Durchführung numerischer Berechnungen vorgesehen ist, zur Durchführung einer ersten Berechnung, die zumindest einen Teil einer Filterergebnisberechnung beruhend auf Filterkoeffizienten bildet, und

das Betreiben des Filters (30) in der adaptiven Betriebsart ein Konfigurieren der zumindest einen Berechnungsschaltung zur Durchführung einer zweiten Berechnung, die zumindest einen Teil einer Berechnung zur Aktualisierung der Filterkoeffizienten bildet, für zumindest einen Teil einer Zeit umfasst, die das adaptive Filter (30) in der adaptiven Betriebsart arbeitet.
Verfahren nach Anspruch 21, wobei die Berechnungsschaltung ein Multiplizierer ist. Verfahren nach Anspruch 21, wobei

das Betreiben des Filters (30) in der zweiten Betriebsart ein Konfigurieren einer ersten Berechnungsschaltung (50a) und einer zweiten Berechnungsschaltung (50b) jeweils zur Durchführung der ersten Berechnung umfasst, und

das Betreiben des Filters (30) in der adaptiven Betriebsart ein Konfigurieren der ersten Berechnungsschaltung (50a) zur Durchführung der ersten Berechnung und ein Konfigurieren der zweiten Berechnungsschaltung (50b) zur Durchführung der zweiten Berechnung umfasst.
Verfahren nach Anspruch 16, ferner mit einer Speicherung des gefilterten Signals in einem Speichermedium. Computerlesbares Speichermedium, das ausführbare Anweisungen speichert, die bei der Ausführung auf einer Verarbeitungseinrichtung die Verarbeitungseinrichtung zum Implementieren des Verfahrens nach Anspruch 16 steuern.






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