GEBIET DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung betrifft eine in der Funktechnologie verwendete
Antennenvorrichtung, insbesondere eine Antennenvorrichtung mit einem Antennenelement
mit Resonanzkreis-Anpassung.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Es ist wohlbekannt, dass eine Antenne das Schlüsselelement zum
Senden/Empfangen (Transceive) von Mikrowellen in der Funktechnik bildet, wie bei
der Funkkommunikation und der drahtlosen Datenübertragung, wo die Antenne von
einem Sender generierte elektrische Ströme in Mikrowellen umwandelt und die
Mikrowellen in den freien Raum sendet. Die Antenne erfasst auch Mikrowellen und
wandelt sie in elektrische Ströme um, die dann von einem Empfänger verarbeitet
werden.
Elektromagnetische Impulse, die durch die Anwesenheit elektrischer
Ströme in einer Antenne erzeugt werden, strahlen vom Standort einer Antenne
mit Lichtgeschwindigkeit in den freien Raum. Die Anwesenheit der Antenne schafft
ein Medium für die Änderung des elektromagnetischen Feldes, während
die Länge der Antenne die spezifischen elektromagnetischen Impulse festlegt,
auf die die Antenne reagiert. Nur eine Antenne mit einer bestimmten Länge ist
deshalb fähig, auf ein spezifisches Funksignal mit einer bestimmten Frequenz
zu reagieren und damit das Senden/Empfangen (Transceiving) solcher Funksignale zu
ermöglichen.
Wir nehmen Bezug auf 1, eine perspektivische
Ansicht einer Antenne in herkömmlicher Nutzung, die in einem elektronischen
Gerät angeordnet ist. Wie in der Figur dargestellt, ist ein Gehäuse
1 eines elektronischen Geräts 100mit einem Antennenelement
2 und einer Antennensignalspeiseleitung 3 ausgestattet, die mit
einem Signalspeiseende 21 des Antennenelements 2 und dem (nicht
dargestellten) Antennen-Transceiving-Modul des elektronischen Geräts
100 elektrisch verbunden ist, um das vom Antennenelement 2 gesendete/empfangene
Funksignal einzuspeisen.
Wie in 2 dargestellt, bei der es sich
um eine Reaktionskurve der Antenne im herkömmlichen Gebrauch handelt, repräsentiert
die vertikale Achse die Stärke S des vom Antennenelement 2 gesendeten/empfangenen
Funksignals, und die horizontale Achse repräsentiert die Frequenz f des Funksignals,
auf das das Antennenelement 2 reagiert. Aus der Reaktionskurve A ist die
Reaktion des Antennenelements 2 mit einer bestimmten Länge auf ein
Funksignal mit der Frequenz f1 offensichtlich und leicht zu verstehen, und nur Antennen
mit der bestimmten Länge reagieren auf ein solches Funksignal mit der Frequenz
f1 und sind folglich zum Senden/Empfangen des Funksignals fähig.
Der Widerstand des Antennenelements 2 erreicht sein Minimum,
wenn das Antennenelement 2 auf das Funksignal mit der Frequenz f1 reagiert
und resoniert; folglich erreicht die Stärke des Funksignals ihr Maximum und
optimiert das Senden/Empfangen solcher Funksignale. Während das Antennenelement
2 zweifellos noch immer fähig ist, auf ein Funksignal mit der Frequenz
f2 zu reagieren und zu resonieren, wird der Widerstand des Antennenelements
2 jedoch größer. Daraus folgt, dass die Stärke des Funksignals
geringer ist als in der Figur dargestellt und damit die Fähigkeit des Antennenelements
2 zum Senden/Empfangen solcher Funksignale geschmälert wird.
Wir nehmen Bezug auf 3, in der das Verhältnis
zwischen der Länge der Antenne und ihrer Resonanzfrequenz dargestellt ist.
Wie in der Figur gezeigt, repräsentiert die vertikale Achse die Länge
L des Antennenelements 2, und die horizontale Achse repräsentiert
die Frequenz f des Funksignals, auf das das Antennenelement 2 reagiert.
Es geht auch aus der Kurve B hervor, dass die Resonanzfrequenz fA
eines Antennenelements mit einer Länge LA größer ist als die Resonanzfrequenz
fB eines Antennenelements mit einer Länge LB, die größer ist als
die Länge LA, und auch größer als die Resonanzfrequenz fC eines Antennenelements
mit der Antennenlänge LC, die noch größer ist als die Länge
LB.
Kurz, je größer die Länge des Antennenelements, desto
kleiner die Resonanzfrequenz, auf die das Antennenelement reagiert. Deshalb muss
ein Antennenelement mit einer Länge verwendet werden, die einem Funksignal
mit einer bestimmten Frequenz entspricht, wenn ein elektronisches Gerät mit
dem Antennenelement das Funksignal mit einer solchen Frequenz senden/empfangen soll.
Allerdings beschränkt die Länge des elektronischen Geräts
auch die Länge des Antennenelements. Aufgrund der strengen Vorgaben von Länge
und Größe der heute benützten elektronischen Geräte besteht
nicht ausreichend Manövrierplatz für Antennenelemente mit größerer
Länge.
Da zudem das Antennenelement des elektronischen Geräts im herkömmlichen
Gebrauch mit fester Länge gebildet ist, kann das Antennenelement lediglich
das Funksignal mit der bestimmten Frequenz senden/empfangen. Wenn das elektronische
Gerät eine Mehrzahl von Funksignalen mit unterschiedlichen Frequenzen senden/empfangen
soll, ist die Anordnung einer Mehrzahl von Antennenelementen mit
Längen in Entsprechung zu den Frequenzen der Funksignale unvermeidlich.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Das Hauptziel der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung einer
Antennenvorrichtung mit einem Antennenelement, das von einem Resonanzkreis angepasst
wird, um die Länge des Antennenelements zu verkleinern. Ein weiteres Ziel der
vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung eines Antennenelements, das von einem
Resonanzkreis angepasst wird, um eine Mehrzahl von Funksignalen mit festgelegten
Frequenzen zu senden/empfangen.
Zur Realisierung der genannten Ziele installiert die vorliegende Erfindung
ein Antennenelement mit einer bestimmten Längenverkürzung, das ein Signalspeiseende,
einen Resonanzkreis mit einem mit dem Signalspeiseende des Antennenelements verbundenen
Antennenanschlussende und ein Anschlussende für die Antennensignalspeiseleitung
besitzt, mit einer bestimmten Resonanzfrequenz zur Anpassung der Längenverkürzung
des Antennenelements, um dieses reaktionsfähig auf das Senden/Empfangen eines
Funksignals mit einer bestimmten Frequenz zu machen; und eine Antennensignalspeiseleitung,
die zum Einspeisen des vom Antennenelement gesendeten/empfangenen Funksignals an
das Resonanzkreis-Anschlussende der Antennensignalspeiseleitung gekoppelt ist.
Im Vergleich zu den herkömmlichen Technologien ermöglicht
die vorliegende Erfindung eine Antennenvorrichtung mit einem Antennenelement, das
durch einen Resonanzkreis angepasst wird, um die Länge des Antennenelements
zu verringern. Auch ist die Anpassung des Antennenelements durch einen Resonanzkreis
zum Senden/Empfangen einer Mehrzahl von Funksignalen mit bestimmten Frequenzen möglich.
Diese und andere Ziele, Funktionsmerkmale und Vorteile der Erfindung
werden einschlägig bewanderten Fachleuten aus der Lektüre der nachstehenden
kurzen Beschreibung der Zeichnungen, der detaillierten Beschreibung des bevorzugten
Ausführungsbeispiels und der angehängten Patentansprüche ersichtlich.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Die von der vorliegenden Erfindung benutzte Struktur und die technischen
Mittel zum Erreichen der oben genannten und anderer Ziele lassen sich am besten
durch Bezugnahme auf die nachstehende detaillierte Beschreibung der bevorzugten
Ausführungsbeispiele und der begleitenden Zeichnungen verstehen:
1 ist eine perspektivische Ansicht einer Antenne in
herkömmlicher Verwendung, die innerhalb eines elektronischen Geräts angeordnet
ist;
2 ist eine Reaktionskurve der Antenne in herkömmlicher
Verwendung;
3 zeigt das Verhältnis zwischen der Länge
der Antenne und ihrer Resonanzfrequenz;
4 ist eine perspektivische Ansicht einer Antennenvorrichtung
mit einem Resonanzkreis zur Anpassung der Länge eines Antennenelements gemäß
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
5 zeigt die Antennenvorrichtung mit dem Resonanzkreis
zur Anpassung der Länge des Antennenelements gemäß dem bevorzugten
Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
6 zeigt einen äquivalenten Resonanzkreis; und
7 ist eine Reaktionskurve der Antennenvorrichtung mit
dem Resonanzkreis zur Anpassung der Länge des Antennenelements gemäß
dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
Wir nehmen Bezug auf die Zeichnungen, insbesondere auf 4,
die eine perspektivische Ansicht einer Antennenvorrichtung mit einem Resonanzkreis
zur Anpassung der Länge eines Antennenelements gemäß einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung darstellt. Ein Gehäuse
1a eines elektronischen Geräts 100a ist mit einem eines Kondensators
44. Die Resonanzfrequenz des Resonanzkreises 4 ist der Kehrwert
der mit 2&pgr; multiplizierten Wurzel des Produkts der Induktanz der Induktors
43 und der Kapazität des Kondensators 44.
Wir nehmen Bezug auf 7, bei der es sich
um eine Reaktionskurve der Antennenvorrichtung mit dem Resonanzkreis zur Anpassung
der Länge des Antennenelements in Entsprechung zum bevorzugten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung handelt. Wie in der Figur dargestellt, repräsentiert
die vertikale Achse die Stärke S des vom Antennenelement 2a gesendeten/empfangenen
Funksignals, und die horizontale Achse repräsentiert die Frequenz f des Funksignals,
auf das das Antennenelement 2a reagiert. Die Reaktionskurven C, D und E
repräsentieren jeweils die Reaktionskurve des Antennenelements 2a
im Ausgangszustand und die Reaktionskurven des Antennenelements 2a nach
Anpassung des Resonanzkreises 4.
Wie aus der Reaktionskurve C deutlich hervorgeht, reagiert das Antennenelement
2a auf das Funksignal mit der Frequenz f3; so erreicht die Stärke
des vom Antennenelement 2a gesendeten/empfangenen Funksignals das Maximum.
Aus der Reaktionskurve D geht ebenso deutlich hervor, dass das Antennenelement
2a auf das Funksignal mit der Frequenz f4 nach Anpassung des Resonanzkreises
4 ohne Änderung der Länge des Antennenelements 2a (also
Verlängerung) reagiert und das Senden/Empfangen des Funksignals mit der Frequenz
f4 ermöglicht wird.
Der Reaktionskurve E, welche die Reaktionskurve nach Anpassung des
Antennenelements 2a durch einen weiteren Resonanzkreis mit einer bestimmten
Resonanzfrequenz darstellt, ist zu entnehmen, dass das Antennenelement
2a auf das Funksignal mit der Frequenz f5 ohne Änderung der Länge
des Antennenelements 2a reagiert (also in diesem Fall Verkürzung);
damit ist das Senden/Empfangen des Funksignals mit der Frequenz f5 möglich.
Zwar wurde die Erfindung im Zusammenhang mit den derzeit als die am
praktikabelsten und bevorzugt erachteten Ausführungsbeispielen beschrieben,
es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass die Erfindung nicht auf die offenbarten Ausführungsbeispiele
beschränkt ist, sondern im Gegenteil unterschiedliche Modifikationen und gleichwertige
Anordnungen erfasst, die den Prinzipien und dem Geltungsbereich der angehängten
Patentansprüche gerecht werden.