GEBIET DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Spannfutter bzw. Bohrfutter,
insbesondere ein Spannfutter bzw. Bohrfutter mit einem zweistufigen Einspannmechanismus,
das einen ersten Antriebspfad und einen zweiten Antriebspfad aufweist und ein Werkzeug
durch zweistufiges Einspannen spannen kann.
ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK
Ein Spannfutter für Drehwerkzeuge gemäß dem Stand der
Technik, beispielsweise für ein Bohrfutter, umfasst im Allgemeinen einen Spannfutterkörper,
eine Spannbacke bzw. einen Greifer, eine Mutter (Gewindemutter), ein Lager, eine
Anti-Lockerungseinheit und eine äußere Buchse, wobei der Spannfutterkörper
mit einer Antriebsspindel einer Antriebsvorrichtung verbunden ist, drei Spannbacken
jeweils in drei schrägen Bohrungen in dem Spannfutterkörper gleichmäßig
angeordnet sind, die Spannbacke mit einem Gewinde versehen ist, um einen Gewindeantrieb
zusammen mit der Mutter zu bilden. Wenn die äußere Buchse, die mit der
Mutter verbunden ist, gedreht wird, können die Spannbacken in Bezug auf den
Spannfutterkörper bewegt werden, so dass ein Werkzeug gespannt oder gelöst
wird.
Aufgrund der großen Kontaktspannung, die durch das Gewinde zwischen
den Spannbacken und der Mutter unter Betriebslast erzeugt wird, ist in der zuvor
genannten Struktur die Reibungskraft des relativen Verschiebens dazwischen groß.
Folglich ist die Einspannkraft zum Einspannen eines Werkzeugs, die durch den Gewindeantrieb
zwischen der Mutter und den Spannbacken erzeugt wird, häufig nicht groß
genug, so dass die Spannbacken das Werkzeug unter dem Betriebszustand großer
Lasten und Vibrationen nicht stabil spannen können. Außerdem sind verschiedene
offenbarte Anti-Lockerungsstrukturen nicht gegen das Lockern wirksam, was auf die
Beschränkungen ihrer Strukturen zurückzuführen ist, beispielsweise
weist die Struktur in PCT/CN02/00375 Probleme auf, wie das Lösen im Betrieb,
wenn Vibrationen und Schläge auftreten.
Mit dem Ziel, die Verriegelungsleistung bzw. Verriegelung eines Spannfutters
zu verbessern und dem Lösen von Spannbacken im Betrieb vorzubeugen, sind viele
Spannfutter mit Anti-Lockerungsfunktion entwickelt worden, beispielsweise ist ein
Spannfutter für Drehwerkzeuge in US-Patentschrift Nr. 031,925 offenbart. Das
Spannfutter umfasst einen Spannfutterkörper, eine hintere Kappe, drei Spannbacken,
eine äußere Buchse, einen Sperrklinkensitz, eine Sperrklinke und ein Steuerelement,
wobei das hintere Ende des Spannfutterkörpers mit einer Antriebswelle einer
Antriebsvorrichtung verbunden ist. Die hintere Kappe ist fest auf dem hinteren Ende
des Spannfutterkörpers vorgesehen. Die äußere Buchse ist drehbar
um den Spannfutterkörper angeordnet und befindet sich vor der hinteren Kappe.
Die Innenseite der äußeren Buchse ist mit dem Steuerelement verbunden
und treibt es an. Das Steuerelement drückt das hintere Ende des Sperrklinkenelements
nieder, so dass die Sperrklinken an dem vorderen Ende des Sperrklinkenelements von
den Zahnsegmenten gelöst werden, die auf dem Spannfutterkörper vorgesehen
sind. In einem solchen Spannfutterkörper greifen die Sperrklinken des Sperrklinkenelements
in die Zahnsegmente ein, wenn sich das Sperrklinkenelement in einem Betriebszustand
befindet. Wenn das eingespannte Werkzeug gelöst werden muss, sollten sich die
Sperrklinken vorher von den Zahnsegmenten vollständig lösen.
Die chinesische Patentveröffentlichung CN
2059607 offenbart ein Spannfutter, das in der Lage ist, Spannbacken schnell
zu bewegen und das als Zubehör einer Drehbank verwendet wird, wobei die Struktur
des Spannfutters Spannbacken, Spannfutterschrauben, einen Spannfutterkörper,
ein Kegelrad, eine mittlere Radachse, ein mittleres Zahnrad und ein Hohlrad, etc.
umfasst, und die äußere Kante der Spannfutterschraube als Stirnrad ausgebildet
ist, wobei das Spannfutter die Funktion des vorhandenen Spannfutters zum langsamen
Bewegen der Spannbacken beibehält und außerdem die Funktion hat, die Spannbacken
schnell zu bewegen.
Die chinesische Patentveröffentlichung CN
2671723 offenbart einen multifunktionalen Präzisionsbohrkopf, der
als Zubehör einer Drehbank verwendet wird und dessen Struktur wie folgt ist:
ein Bohrkopfkörper, der auf dem unteren Abschnitt einer Spindel vorgesehen
ist, ein Schieber, der in einer Nut unterhalb des Bohrkopfkörpers montiert
ist, ein Abbremsübertragungsmechanismus, der in dem Bohrkopfkörper vorgesehen
ist, ein Differential-Tellerrad, das gegen die Spindelbuchse beweglich um die Spindel
angeordnet ist, wobei das Hohlrad des Differenzial-Tellerrads in den oberen Teil
eines Planetengetriebes eingreift, während der untere Teil des Planetengetriebes
in den oberen Teil des Hohlrads eines Einstellrings eingreift, wobei der Einstellring
ein Modulus-Innengewinde am unteren Teil aufweist und in ein Zahnrad eingreift;
wobei dieses Zahnrad ein anderes Zahnrad antreibt, das unterhalb des Letzteren in
eine Zahnstange eingreift und die Zahnstange als ein Stück mit dem Schieber
befestigt ist. Eine solche multifunktionale Präzisionsbohrkopfstruktur, wie
sie an einer Fräsmaschine und einer Bohrmaschine montiert ist, kann sowohl
das Bohren als auch das Bearbeiten einer Stirnfläche eines Werkstücks
ausführen.
Die chinesische Patentveröffentlichung CN
2480087 offenbart ein spannendes Bohrfutter, das einen
Bohrkörper, Spannbacken, eine Mutter, eine vordere Buchse und eine hintere
Buchse umfasst. Drei Spannbacken sind jeweils in drei schrägen Bohrungen montiert,
die gleichmäßig in dem Bohrkörper angeordnet sind, die Mutter und
die Spannbacken, die in den schrägen Bohrungen des Bohrkörper montiert
sind, sind in Eingriff, ein Spannring ist zwischen der vorderen und der hinteren
Buchse vorgesehen, ein Zahnrad ist zwischen der Schubfläche des Bohrkörpers
und der Mutter vorgesehen und ein Ringantriebselement ist fest zwischen der Mutter
und der vorderen Buchse montiert und in Eingriff mit dem Spannring.
Die chinesische Patentveröffentlichung CN
1575921 offenbart eine Vorrichtung zum Positionieren eines Werkzeugs in
Bezug auf ein Werkstück, umfassend eine erste Klammer, die drehbar um eine
erste Achse ist und eine zweite Klammer, die drehbar um eine zweite Achse ist, die
durch die erste Klammer gebildet wird und von der ersten Kammer getragen wird. Die
zweite Achse liegt parallel zur ersten Achse und ist in Bezug auf die erste Achse
exzentrisch. Die Werkzeugauflagefläche ist auf der zweiten Klammer exzentrisch
zur zweiten Achse befestigt. Ein Antriebsmechanismus treibt selektiv die erste Klammer
drehbar um die erste Achse und die zweite Klammer um die zweite Achse an, so dass
das Spannfutter für Werkzeuge selektiv positioniert wird. Ein Werkzeug, das
in dem Werkzeugspannfutter gesichert ist, kann sich in Bezug auf das Werkstück
entlang einem vorbestimmten Pfad bewegen.
Die chinesische Patentveröffentlichung CN
1035046 offenbart ein schlüsselloses Bohrfutter, das auf manuelle
und elektrische Antriebe anwendbar ist, umfassend einen Spannfutterkörper mit
einer drehbaren zweigeteilten Mutter, die ein relativ feines Gewinde aufweist. Das
Spannfutter umfasst überdies einen Satz identischer verschiebbar Spannbacken,
die von der drehbaren Mutter angetrieben werden. Ein Wälzlager ist zwischen
einem Lageranlaufring und der drehbaren Mutter vorgesehen, die auf dem Spannfutterkörper
montiert ist. Eine Kupplung oder ein Drehmomentbegrenzungsmechanismus wird zum Begrenzen
des Spanndrehmoments bei einem vorbestimmten Wert verwendet, wobei dass Lösemoment
begrenzt sein kann oder nicht. Die vordere und hintere Buchse kann aus technischen
Kunststoffwerkstoffen hergestellt sein, um die Herstellungskosten zu senken. Eine
verhältnismäßig weiche elastische Spannbuchse kann über der
vorderen Buchse vorgesehen sein, um die Einspannleistung während des Spannens
und Lösens des Spannfutters zu verbessern und dafür zu sorgen, dass das
Werkzeug vorübergehend gespannt und zentriert wird.
Ein Spannfutter oder eine ähnliche Spannvorrichtung ist durch
den zuvor erwähnten Stand der Technik in vielerlei Hinsicht verbessert worden,
wobei die entsprechenden Effekte erhalten wurden. Alle zuvor genannten Spannfutter
und Einspannvorrichtungen führen das Einspannen jedoch nur auf eine Weise aus,
so dass es schwer ist, eine größere Einspannkraft zu erhalten. Außerdem
weisen die Spannfutter des Stands der Technik beispielsweise Probleme auf, beispielsweise
dass das Spannen nicht verlässlich genug und die Struktur relativ kompliziert
ist.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein zweistufiges Einspannfutter
bereitzustellen, das in der Lage ist, eine größere Einspannkraft bereitzustellen,
um die Nachteile des Stands der Technik zu beheben.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Spannfutter
bereitzustellen, das in der Lage ist, effektiver dem Lösen eines Werkzeugs
im Betrieb vorzubeugen, wenn Vibrationen auftreten.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Spannfutter
bereitzustellen, das in der Lage ist, verschieden ausgelegte Einspannkräfte
bereitzustellen.
Um die zuvor genannten technischen Probleme zu berücksichtigen,
ist ein Spannfutter, das durch die vorliegende Erfindung dargestellt ist, auf einer
Antriebswelle installiert, die von einer Antriebsquelle angetrieben wird. Das Spannfutter
umfasst einen Spannfutterkörper, der eine in Längsrichtung verlaufende
Mittelachse aufweist und an seinem hinteren Ende mit der Antriebswelle verbunden
ist, um den Spannfutterkörper anzutreiben, damit er um die Mittelachse dreht;
mehrere Spannbacken, die in schrägen Bohrungen des Spannfutterkörpers
vorgesehen sind und ein Außengewinde am hinteren Ende und einen Einspannabschnitt
am vorderen Ende aufweisen, wobei die Spannbacken in den schrägen Bohrungen
durch den Gewindeantrieb vor und zurück gleiten, so dass sie ein Werkzeug spannen
und lösen; eine äußere Buchse, die drehbar um den Spannfutterkörper
angeordnet ist; und eine Antriebsmutter, die um den Spannfutterkörper angeordnet
ist und indirekt mit der äußeren Buchse verbunden ist, wobei die Antriebsmutter
durch Drehen der äußeren Buchse angetrieben werden kann und in ihrer Innenfläche
ein Innengewinde aufweist, um mit dem Außengewinde der Spannbacken zusammen
zu wirken, so dass die Spannbacken angetrieben werden, dadurch gekennzeichnet, dass
das Spannfutter überdies eine Antriebspendel-Stützbuchse umfasst, die
sich zwischen der äußeren Buchse und der Antriebsmutter befindet, mit
der äußeren Buchse verbunden und um den Spannfutterkörper angeordnet
ist; ein Antriebspendel, das auf der Antriebspendel-Stützbuchse vorgesehen
ist und zwischen einer ersten Position und einer zweiten Position um den Anschlussabschnitt
des Antriebspendels zur Antriebspendel-Stützbuchse schwingt. Das Antriebspendel
weist einen ersten Antriebsabschnitt und einen zweiten Antriebsabschnitt darauf
auf, die die Antriebsmutter entlang bzw. gemäß dem ersten Antriebspfad
(transmission path) bzw. Übertragungsweg durch einen ersten Antriebskeil antreiben,
wenn sich das Antriebspendel in der ersten Position befindet, während bzw.
und die Antriebsmutter entlang bzw. gemäß einem zweiten Antriebspfad (transmission
path) bzw. Übertragungsweg durch einen zweiten Antriebskeil angetrieben wird,
wenn sich dasselbe in der zweiten Position befindet, wobei der zweite Antriebspfad
eine größere Einspannkraft bereitstellt als der erste Antriebspfad.
Gemäß einem ersten Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung
sind der erste und zweite Antriebsabschnitt jeweils der erste und zweite Antriebskeil,
wobei das Antriebspendel in einer Ebene senkrecht zur in Längsrichtung verlaufenden
Mittelachse schwingt.
Außerdem umfasst das Spannfutter eine Mutter-Antriebsbuchse,
die an ihrem oberen Ende fest mit der Antriebsmutter verbunden ist, und an deren
unteren Ende eine Antriebsmutter vorgesehen ist, wobei der erste Antriebskeil des
Antriebspendels antreibbar mit der Antriebsmutter der Mutter-Antriebsbuchse verbunden
ist, so dass das Antriebspendel die Antriebsmutter entlang dem ersten Pfad antreibt.
Außerdem ist die Seitenfläche des ersten Antriebskeils,
der in die Antriebsnut der Mutter-Antriebsbuchse in Greifdrehrichtung eingreift,
abgeschrägt, so dass, wenn der erste Antriebskeil in die Antriebsmutter eingreift
und die Mutter-Antriebsbuchse antreibt, die entsprechende Seitenfläche der
Antriebsmutter eine Teilkraft auf das Antriebspendel in Richtung der zweiten Position
aufbringt.
Außerdem umfasst das Spannfutter eine Getriebebuchse bzw. Schiebebuchse
(gear sleeve), die zwischen dem Spannfutterkörper und der Antriebspendel-Stützbuchse
montiert ist und einen ersten Verzahnungsteil und einen zweiten Verzahnungsteil
aufweist; eine Zahnkranz-Verbindungsbuchse bzw. -Überwurfbuchse (teething ring
connection sleeve), die fest an einem Ende des Spannfutterkörpers verbunden
ist und einen inneren Zahnkranzabschnitt am anderen Ende aufweist, wobei der innere
Zahnkranzabschnitt eine Innenverzahnung aufweist; und mindestens ein Planetengetriebe,
das drehbar auf der Mutter-Antriebsbuchse vorgesehen ist und sich zwischen dem ersten
Verzahnungsabschnitt der Getriebe- bzw. Schiebebuchse und dem inneren Zahnkranzabschnitt
der Verzahnungs-Überwurfbuchse befindet, und jeweils in die beiden eingreift;
wobei der zweite Antriebskeil in den zweiten Verzahnungsteil der Getreibe- bzw.
Schiebebuchse eingreift, wenn sich das Antriebspendel in der zweiten Position befindet,
so dass das Antriebspendel die Antriebsmutter entlang dem zweiten Pfad antreibt.
Außerdem ist die Antriebspendel-Stützbuchse mit einem elastischen
Element versehen, das an der Innenseite des Antriebspendels anliegt, so dass das
Antriebspendel in radialer Richtung nach außen vorgespannt wird.
Außerdem ist die Mutter-Antriebsbuchse an ihrer Innenfläche
mit einer oder mehreren Positionsnuten versehen, so dass der erste Antriebskeil
in die Positionsnut gleiten kann, wenn das Antriebspendel in der zweiten Position
die Getriebe- bzw. Schiebebuchse veranlasst, sich zu drehen.
Außerdem ist die Mutter-Antriebsbuchse mit einem Anschlagabschnitt
versehen, der sich zwischen der Positionsnut und der Antriebsnut befindet, wodurch
verhindert wird, dass der erste Antriebskeil des Antriebspendels über die Positionsnut
gelangt und während des Spannen des Spannfutters in die Antriebsnut eindringt.
Gemäß einem zweiten Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung
ist ein Spannfutter bereitgestellt. Der Unterschied zwischen diesem Spannfutter
und dem Spannfutter gemäß dem ersten Gesichtspunkt liegt darin, dass die
Mutter-Antriebsbuchse eine Mutterbuchse und eine Antriebsbuchse umfasst, die separat
vorgesehen und miteinander verbunden sind.
Außerdem ist die Mutterbuchse fest um die Mutter an ihrem oberen
Abschnitt angeordnet und an ihrem unteren Abschnitt mit einer Nut versehen. Die
Antriebsbuchse ist mit einem oberen Wellenstützabschnitt und einem unteren
Wellenstützabschnitt versehen, zum Montieren einer Planetengetriebewelle, die
das Planetengetriebe stützt, wobei der obere Wellenstützabschnitt ein
oberer Wellenstützarm ist, der sich nach außen in radialer Richtung erstreckt,
und der untere Wellenstützarm mit der Antriebsnut antreibbar auf der Mutterbuchse
zusammenwirkt.
Außerdem bildet die Antriebsbuchse an ihrem unteren Teil einen
Randabschnitt, dessen obere Wand als unterer Wellenstützabschnitt entsprechend
dem oberen Wellenstützabschnitt verwendet wird.
Außerdem umfasst die Zahnkranz-Verbindungsbuchse eine Zahnkranzbuchse
und einen inneren Zahnkranz, der separat vorgesehen ist, wobei der Zahnkranz an
seinem oberen Ende fest auf dem Spannfutterkörper montiert ist und an seinem
unteren Ende mit dem inneren Zahnkranz in einer Position montiert ist, die dem Planetengetriebe
entspricht, wobei die Innenfläche des inneren Zahnkranzes eine Innenverzahnung
aufweist.
Gemäß einem dritten Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung
wird ein Spannfutter bereitgestellt, wobei der erste und zweite Antriebsabschnitt
jeweils der erste und zweite Antriebskeil sind und das Antriebspendel in einer senkrechten
Ebene parallel zur in Längsrichtung verlaufenden Mittelachse schwingt.
Außerdem umfasst das Spannfutter eine Mutter-Antriebsbuchse,
die eine Mutterbuchse und eine Antriebsbuchse umfasst, die miteinander verbunden
sind. Die Mutterbuchse ist an ihrem oberen Ende fest mit der Antriebsmutter verbunden,
und die Antriebsbuchse ist an ihrem unteren Ende mit einer Antriebsnut versehen,
so dass, wenn sich das Antriebspendel in der ersten Position befindet, der erste
Antriebskeil des Antriebspendels mit der Antriebsnut der Mutter-Antriebsbuchse verbunden
ist, was das Antriebspendel veranlasst, die Antriebsmutter entlang dem ersten Pfad
anzutreiben.
Außerdem ist die Seitenfläche des ersten Antriebskeils des
Antriebspendels, der in die Antriebsnut der Mutter-Antriebsbuchse eingreift, abgeschrägt,
so dass, wenn der erste Antriebskeil in die Antriebsnut eingreift und die Mutter-Antriebsbuchse
antreibt, die entsprechende Seitenfläche der Antriebsnut eine Teilkraft auf
das Antriebspendel in Richtung der zweiten Position aufbringt.
Außerdem umfasst das Spannfutter eine Getriebe- bzw. Schiebebuchse
(gear sleeve), die zwischen dem Spannfutterkörper und der Antriebspendel-Überwurfbuchse
montiert ist, und einen ersten Verzahnungsteil und einen zweiten Verzahnungsteil
aufweist; eine Zahnkranz-Verbindungsbuchse bzw. -Überwurfbuchse (teething ring
connection sleeve), die an einem Ende fest mit dem Spannfutterkörper verbunden
ist und an dem anderen Ende einen inneren Zahnkranzabschnitt aufweist; und mindestens
ein Planetengetriebe, das drehbar auf der Antriebsbuchse vorgesehen ist und sich
zwischen dem ersten Verzahnungsabschnitt der Getriebe- bzw. Schiebebuchse und dem
inneren Zahnkranzabschnitt der Zahnkranz-Verbindungsbuchse befindet, das jeweils
in die beiden eingreift; wobei der zweite Antriebskeil in den zweiten Verzahnungsteil
der Getriebe- bzw. Schiebebuchse eingreift, wenn sich das Antriebspendel in der
zweiten Position befindet, so dass das Antriebspendel die Antriebsmutter entlang
dem zweiten Pfad antreibt.
Außerdem ist das Antriebspendel ein elastischer Abschnitt, der
auf der Antriebspendel-Stützbuchse und mit ihr in einem Stück ausgebildet
ist, wobei die Antriebspendel-Stützbuchse mindestens mit einem Antriebspendel
darauf ausgestaltet ist.
Außerdem weist das Antriebspendel an seinem freien Ende einen
ersten Antriebskeil auf, der durch Hochbiegen gebildet ist und einen zweiten Antriebskeil,
der durch Herunterbiegen gebildet ist.
Außerdem weist die Antriebspendel-Stützbuchse mindestens
einen elastischen Stützabschnitt auf, der sich axial nach unten erstreckt,
der gegen eine Fläche der Getriebe- bzw. Schiebebuchse anliegt, und zum Bewegen
der Antriebspendel-Stützbuchse axial aufwärts in Bezug auf die Getriebe-
bzw. Schiebebuchse verwendet wird, und zum Zurückzustellen derselben.
Außerdem ist die untere Fläche der Antriebsbuchse ebenfalls
mit einer oder mehreren Positionsnuten versehen, so dass der erste Antriebskeil
in die Positionsnut gleiten kann, wenn das Antriebspendel in der zweiten Position
die Getriebe- bzw. Schiebebuchse zum Drehen veranlasst.
Außerdem ist die Antriebsbuchse ebenfalls mit einem Anschlagabschnitt
versehen, der sich zwischen der Positionsnut und der Antriebsnut befindet und verhindert,
dass der erste Antriebskeil des Antriebspendels über die Positionsnut gelangt
und während des Einspannens des Spannfutters in die Antriebsnut eindringt.
Außerdem ist der Spannfutterkörper mit einem Federsicherungsring
(spring check ring) versehen, der vor der Getriebe- bzw. Schiebebuchse positioniert
und in der Mitte mit einer Gleitbaugruppe versehen ist.
Alternativ ist das Antriebspendel an einem Ende als ein Stück
mit der Antriebspendel-Stützbuchse ausgebildet, wobei das andere Ende desselben
ein freies Ende ist, an dem die erste und zweite Antriebsbuchse ausgebildet sind.
Alternativ sind die Antriebspendel drehbar auf der Antriebspendel-Stützbuchse
montiert, der erste Antriebsabschnitt ist der erste Antriebskeil, der auf der Außenseite
des Antriebspendel vorgesehen ist, und der zweite Antriebsabschnitt ist der zweite
Antriebskeil, der auf der Innenseite des Antriebspendels vorgesehen ist, wobei das
Antriebspendel eine Verbindungsnut aufweist und die Antriebspendel-Stützbuchse
einen Verbindungskeil aufweist, der mit der Verbindungsnut des Antriebspendels verbunden
ist, wobei die Antriebspendel-Stützbuchse überdies einen elastischen Abschnitt
aufweist, dessen freies Ende das freie Ende des entsprechenden Antriebspendels nach
außen vorspannt.
Die Vorteile der vorliegenden Erfindung sind: Der erste und zweite
Antriebskeil sind jeweils an beiden Seiten des Antriebspendels vorgesehen, wobei
der erste Antriebskeil das Spannfutter veranlasst, das Einspannen in einer ersten
Stufe entlang dem ersten Pfad auszuführen, und der zweite Antriebskeil nach
dem Einspannen der ersten Stufe das Spannfutter veranlasst, das Einspannen mit einer
größeren Kraft in einer zweiten Stufe entlang dem zweiten Pfad auszuführen.
Auf diese Weise kann das Spannfutter eine größere Einspannkraft durch
das zweistufige Einspannen bereitstellen.
Die Kraftübertragung entlang zwei Pfaden wird durch zwei Antriebskeile
eines einzelnen Antriebspendels erreicht, das eine einfache Struktur aufweist und
praktisch in Betrieb zu nehmen ist.
Nach dem Einspannen der zweiten Stufe kann der erste Antriebskeil
des Antriebspendels in die Positionsnut der Antriebsbuchse gleiten, die fest mit
dem Spannfutterkörper verbunden ist, was gewährleistet, dass das Spannfutter
in der Lage ist, zu verhindern, dass die Mutter im Betrieb, wenn Vibrationen auftreten,
in Gegenrichtung dreht, so dass das Lösen des Werkzeugs verhindert wird.
Durch die mehreren Positionsnuten der Antriebsbuchse können dem
Spannfutter verschieden ausgelegte Einspannkräfte bereitgestellt werden, so
dass verschiedenen Arbeitsbedingungen Rechnung getragen wird.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Die zuvor genannten und andere Aufgaben und Merkmale der vorliegenden
Erfindung werden eindeutiger durch die ausführliche Beschreibung der bevorzugten
Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung zusammen mit den begleitenden
Figuren verstanden, in denen gleiche Bauteile durchgängig mit gleichen Bezugszahlen
bezeichnet sind und einige Bauteile aus Gründen der Eindeutigkeit in den Figuren
ausgelassen wurden. Es zeigt
1 eine vordere Querschnittsansicht des Spannfutters
gemäß der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
2 eine Querschnittsansicht entlang der Linie A-A von
1, wobei sich das Spannfutter in der ersten Stufe des
Einspannens befindet, während sich das Antriebspendel in der ersten Position
befindet;
3 eine Querschnittsansicht entlang der Linie A-A von
1, wobei sich das Spannfutter in der zweiten Stufe
des Einspannens befindet, während sich das Antriebspendel in der zweiten Position
befindet;
4 eine Querschnittsansicht entlang der Linie B-B von
1;
5 eine Unteransicht der Mutter-Antriebsbuchse;
6 eine vordere Querschnittsansicht der Mutter-Antriebsbuchse;
7 eine Unteransicht der Antriebspendel-Stützbuchse;
8 eine vordere Querschnittsansicht der Antriebspendel-Stützbuchse;
9 eine Draufsicht der äußeren Buchse;
10 eine vordere Querschnittsansicht des Spannfutters
gemäß der zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
11 eine Unteransicht der Mutterbuchse;
12 eine vordere Querschnittsansicht der Mutterbuchse;
13 eine vordere Querschnittsansicht der Antriebsbuchse;
14 eine Unteransicht der Antriebsbuchse;
15 eine vordere Ansicht der Baugruppe der Zahnkranz-Verbindungsbuchse,
wobei die Verbindung zwischen der Zahnkranzbuchse und dem inneren Zahnkranz eine
Keilnutverbindung ist;
16 eine Unteransicht der Zahnkranz-Verbindungsbuchse
von 15;
17 eine vordere Ansicht der Baugruppe der Zahnkranz-Verbindungsbuchse,
wobei die Verbindung zwischen der Zahnkranzbuchse und dem inneren Zahnkranz eine
Halteeingriffverbindung (stop interference connection) bzw. Pressverbindung ist;
18 eine Unteransicht der Zahnkranz-Verbindungsbuchse
von 17;
19 eine vordere Querschnittsansicht der Getriebe- bzw.
Schiebebuchse;
20 eine Querschnittsansicht der Getriebe- bzw. Schiebebuchse
von 19 entlang der Linie D-D;
21 eine vordere Querschnittsansicht des Spannfutters
gemäß der dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
22 eine Draufsicht der Mutterbuchse von 21;
23 eine Draufsicht der Getriebe- bzw. Schiebebuchse
von 21;
24 eine vordere Querschnittsansicht der Antriebsbuchse
von 21;
25 eine Unteransicht der Antriebsbuchse von
24;
26 eine vordere Querschnittsansicht der Antriebspendel-Stützbuchse
von 21;
27 eine Draufsicht der Antriebspendel-Stützbuchse
von 26;
28 eine teilweise vergrößerte Ansicht von
27 entlang der Linie H-H;
29 eine Draufsicht der äußeren Buchse von
21;
30 eine vordere Querschnittsansicht des Spannfutters
gemäß der vierten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
31 eine Querschnittsansicht entlang der Linie A-A von
30, wobei sich das Spannfutter in der ersten Stufe
des Einspannens befindet, während sich das Antriebspendel in der ersten Position
befindet;
32 eine Querschnittsansicht entlang der Linie A-A von
30, wobei sich das Spannfutter in der zweiten Stufe
des Einspannens befindet, während sich das Antriebspendel in der zweiten Position
befindet;
33 eine auseinander gezogene perspektivische Ansicht
des Spannfutters gemäß der vierten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung, wobei die Ansicht des Spannfutters gemäß der fünften Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ebenfalls auf diese 33 bezogen
werden kann;
34 eine perspektivische Ansicht einer zweiten Getriebeklammer
von 30;
35 eine perspektivische Ansicht der Antriebspendel-Stützbuchse
von 30;
36 eine perspektivische Ansicht des Spannfutters gemäß
der fünften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
37 eine perspektivische Ansicht der Antriebspendel-Stützbuchse
des Spannfutters der fünften Ausführungsform;
38 eine Querschnittsansicht der fünften Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung entlang der Linie A-A von 30,
wobei sich das Spannfutter in der ersten Stufe des Einspannens befindet und sich
das Antriebspendel in der ersten Position befindet; und
39 eine Querschnittsansicht der fünften Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung entlang der Linie A-A von 30,
wobei sich das Spannfutter in der zweiten Stufe des Einspannens befindet und sich
das Antriebspendel in der zweiten Position befindet.
BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
Das erfindungsgemäße Spannfutter kann für Einspann-Bearbeitungswerkzeuge,
wie Bohrspitzen, Gewindebohrer und Reibahlen, verwendet werden. Die vorliegende
Erfindung wird im Folgenden ausführlich anhand von begleitenden Figuren beschrieben.
In den beschriebenen Ausführungsformen werden gleiche Bauteile mit gleichen
Bezeichnungen und gleichen Bezugszeichen dargestellt, wobei sich wiederholende Beschreibungen
ausgelassen werden.
In der Beschreibung bezeichnet der Ausdruck „vorn" in Bezug
auf das Spannfutter selbst die Seite, an der sich das Werkzeug befindet, und der
Ausdruck „hinten" die Seite, an der sich die Antriebswelle der Antriebsquelle
befindet. In der Beschreibung, die in Verbindung mit den Figuren gegeben ist, wird
allgemein „vorn" ebenfalls als „unterer Teil" und „hinten"
als „oberer Teil" bezeichnet, es sei denn, es ist anders angegeben oder der
Ausdruck wäre unverständlich.
Erste Ausführungsform
Mit Bezug auf 1 ist die vordere Querschnitts-Teilansicht
der ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Spannfutters dargestellt.
Das Spannfutter umfasst einen Spannfutterkörper 01, der sich in der
Mitte befindet und eine in Längsrichtung verlaufende Mittelachse aufweist,
wobei der Spannfutterkörper 01 am hinteren Ende mit einer Antriebswelle
einer Antriebsquelle über eine Gewindebohrung oder eine Kegelbohrung verbunden
ist und eine Aufnahmestelle für das Einspannen eines Werkzeugs am vorderen
Ende bildet. Eine Mehrzahl schräger Bohrungen 011 ist in dem Spannfutterkörper
01 gleichmäßig um seine Mittelachse angeordnet. Der Spannfutterkörper
01 weist einen Trägerabschnitt 012 an seiner Außenfläche
auf, und der Trägerabschnitt 012 weist Kerbverzahnungen
0121 an ihrer Außenfläche auf.
Daneben ist die Außenfläche des Spannfutterkörpers
01 an dem vorderen Ende mit zwei Ringnuten ausgebildet, die mit Federsicherungsringen
16 bzw. 17 versehen sind.
Eine Mehrzahl Spannbacken 02 ist in den schrägen
Bohrungen 011 des Spannfutterkörpers 01 montiert, wobei die
Spannbacke am hinteren Ende ein Teil-Außengewinde und am vorderen Ende einen
Einspannabschnitt aufweist, und der Einspannabschnitt im Wesentlichen eine Prismenform
für das Einspannen des Werkzeugs aufweist.
Der Spannfutterkörper 01 ist am hinteren Ende mit einer
hinteren Kappe 07 versehen, die mit dem hinteren Ende des Spannfutterkörpers
entweder durch eine Bohrung und ein Befestigungselement oder durch einen Keil verbunden
ist. Die hintere Kappe 07 erstreckt sich am Umfang in radialer Richtung
nach außen und liegt am hinteren Ende einer äußeren Buchse
05 an. Alternativ kann sich der Umfang der hinteren Kappe 07 weiter
nach vorn erstrecken, um einen Halterungsabschnitt zu bilden.
Die äußere Buchse 05 ist vor der hinteren Kappe
07 vorgesehen und drehbar um den Spannfutterkörper 01 herum
angeordnet, wobei das hintere Ende der äußeren Buchse 05 durch
die hintere Kappe 07 geschlossen ist. Mit Bezug auf 9
ist die äußere Buchse 05 als Draufsicht dargestellt. Die Außenfläche
der äußeren Buchse 05 bildet einen Halterungsabschnitt, an dem
das Gewinde oder ein Streifen vorgesehen werden kann, wodurch die Halterung ermöglicht
wird. Das untere Ende der äußeren Buchse 05 erstreckt sich in
radialer Richtung nach innen und bildet einen Flansch, auf dem eine Mehrzahl am
Umfang angeordneter Schlitze 051 ausgebildet ist.
Eine (Gewinde-)Mutter 03 ist außen um den Spannfutterkörper
herum angeordnet und befindet sich vor dem Trägerabschnitt 012 des
Spannfutterkörpers, wobei ein Lager 04 zwischen der Mutter
03 und dem Trägerabschnitt 012 vorgesehen ist. Die Mutter
03 weist eine Gewindeantriebsverbindung mit den Spannbacken 2
und Kerbverzahnungen auf ihrer Umfangsfläche auf.
Eine Mutter-Antriebsbuchse 09 ist ebenfalls außen um
den Spannfutterkörper herum angeordnet, fest am oberen Ende um die zylindrische
Außenfläche 031 der Mutter 03 mit Kerbverzahnungen angeordnet
und durch einen Stanznietabschnitt 091 gesichert. Mit Bezug auf
5 und 6 weist die Mutter-Antriebsbuchse
09 am anderen Ende eine Mehrzahl Antriebskerben 092 und Positionsnuten
093a-093e und im Mittelteil eine Mehrzahl Wellenstützarmpaare
095 und 096 mit Wellenmontagebohrungen 098 und
099 auf. Wie in 1 dargestellt, sind die Wellenmontagebohrungen
098 und 099 der Wellenstützarme mit Planetengetriebewellen
11 versehen, an denen jeweils ein Planetengetriebe 10 vorgesehen
ist. Das Planetengetriebe 10 gelangt teilweise durch ein rechtwinkliges
Planetengetriebefenster 097 und erstreckt sich dann über die Wand
der Mutter-Antriebsbuchse 09 hinaus, um in eine Innenverzahnung
081 auf einem inneren Zahnkranzteil einer Zahnkranz-Verbindungsbuchse
08 einzugreifen, was nachfolgend beschrieben wird.
Mit Bezug auf 5 und 6
ist die Mutter-Antriebsbuchse 09 ebenfalls mit einem Anschlagabschnitt
094 versehen, der sich auf dem Seitenwandabschnitt einer Antriebskerbe
092 zwischen der Positionsnut 093e und der Antriebskerbe
092 befindet, wodurch verhindert wird, dass der erste Antriebskeil
141 der Antriebspendel 14a und 14b über die Positionsnuten
093a und 093e gelangt und während des Einspannens des Spannfutters
in die Antriebskerbe 092 eindringt. Wenn dieser Umstand eintritt, wird
sich der zweite Antriebskeil 142 von dem zweiten Verzahnungsteil
122 der Getriebe- bzw. Schiebebuchse 12 aufgrund der Vorspannwirkung
des elastischen Abschnitts 131 auf die Antriebspendel 14a und
14b lösen.
Der Trägerschnitt 012 des Spannfutterkörpers
01 ist fest um eine Zahnkranz-Verbindungsbuchse 08 herum angeordnet,
die am oberen Ende als zylinderförmige Buchse ausgebildet ist und an der zylindrischen
Außenfläche des Trägerabschnitts 012 mit Kerbverzahnungen
durch einen Stanznietabschnitt 082 befestigt ist und am unteren Ende einen
inneren Zahnkranzabschnitt in der Innenwand aufweist, wobei der innere Zahnkranzabschnitt
eine Innenverzahnung 081 darauf aufweist und in das Planetengetriebe
10 eingreift.
Um den Spannfutterkörper 01 ist eine Getriebe- bzw.
Schiebebuchse 12 im Mittelteil in der Nähe des Vorderteils beweglich
angeordnet. Mit Bezug auf 19 und 20
weist die Getriebe- bzw. Schiebebuchse 12 einen ersten Verzahnungsteil
121 am oberen Ende (d.h. an dem Ende, das sich näher an dem Mittelteil
des Spannfutterkörpers befindet) auf und weist einen zweiten Verzahnungsteil
122 am anderen Ende mit einer Positions-Anschlagplatte 123 auf,
die dazwischen vorgesehen ist, um zu verhindern, dass sich die Planetengetriebewelle
11 in radialer Richtung nach vorn bewegt. Natürlich ist es möglich,
die axiale Position der Planetengetriebewelle 11 durch das Zusammenwirken
zwischen einem in einer Ringnut montierten Federsicherungsring und dem Wellenstützarm
095 und 096 zu erzielen, wobei die Ringnut auf der Planetengetriebewelle
11 ausgebildet ist.
Der erste Verzahnungsabschnitt 121 ist so angeordnet, dass
er in radialer Richtung mit dem Planetengetriebe 10 übereinstimmt
und darin eingreift, und der zweite Verzahnungsabschnitt 122 ist so angeordnet,
dass er in radialer Richtung mit dem zweiten Antriebskeil 142 der Antriebspendel
14a und 14b (werden später beschrieben) übereinstimmt
und in ihn eingreift. Die Verzahnungen des ersten Verzahnungsabschnitts
121 sind normalerweise Verzahnungen, die ein relativ dynamisches Übersetzungsverhältnis
zum Planetengetriebe aufweisen, wenn die Verzahnungen in Betrieb
sind, wohingegen die Verzahnungen des zweiten Verzahnungsabschnitts 122
die Eingriffspunkte darstellen, die die Aufgabe von Keilen übernehmen, und
ein relativ statisches Antriebsverhältnis mit der zweiten Antriebsfeder
142 aufweisen, wenn die Verzahnungen in Betrieb sind.
Um den Spannfutterkörper 01 ist ebenfalls eine Antriebspendel-Stützbuchse
13 angeordnet, die sich in einer Position befindet, die mit dem zweiten
Verzahnungsabschnitt 122 der Getriebe- bzw. Schiebebuchse 12 übereinstimmt.
Mit Bezug auf 7 und 8
weist die Antriebspendel-Stützbuchse 13 an einem Ende einen Wellenstützarm
133 mit einer Wellenmontagebohrung 134 darauf auf und weist am
anderen Ende einen tellerförmigen Flansch auf. Der Flansch wird mit einer Wellenmontagebohrung
135 koaxial mit der Wellenmontagebohrung 134 ausgebildet und weist
einen Trägerkeil 132 auf, der sich bis zum Endabschnitt erstreckt.
Eine Mehrzahl elastischer Abschnitte 131 ist am Mittelteil der Antriebspendel-Stützbuchse
13 vorgesehen. Die Antriebspendel-Stützbuchse 13 ist zwischen
der Getriebe- bzw. Schiebebuchse 12 und der Mutter-Antriebsbuchse
09 montiert und wirkt mit der Innenwand der Mutter-Antriebsbuchse
09 zusammen.
Die Antriebspendel-Stützbuchse 13 ist mit mehreren Antriebspendeln
14a und 14b versehen, von denen jedes eine Wellenmontagebohrung
143 an einem Ende und einen ersten Antriebskeil 141 bzw. einen
zweiten Antriebskeil 142 auf beiden Seiten am anderen Ende aufweist. Die
Antriebspendel 14a und 14b sind beweglich an einer Antriebspendelwelle
15 angeordnet, deren beide Enden fest in Wellenmontagebohrungen
134 und 135 montiert sind. Zum Verändern der Kraft sind die
Antriebspendel 14a und 14b als schwenkbare Bauteile ausgeführt,
die auf der Antriebspendel-Stützbuchse montiert sind, und der elastische Abschnitt
131 spannt das Antriebspendel 14 in radialer Richtung nach außen
vor. In einer Montageposition greifen die ersten Antriebskeile 141 der
Antriebspendel 14a und 14b in die Antriebskerbe 092 der
Mutter-Antriebsbuchse ein, wobei sich das Antriebspendel in der ersten Position
befindet. Die Seitenfläche des ersten Antriebskeils 141 des Antriebspendels,
das in die Antriebskerbe 092 der Mutter-Antriebsbuchse 09 in Einspannrichtung
eingreift, ist in einem Winkel von &bgr; (< 90°) in Bezug auf die Tangente
der Antriebspendel 14a und 14b an diesem Punkt abgeschrägt,
so dass, wenn der erste Antriebskeil 141 in die Antriebskerbe
092 eingreift und die Mutter-Antriebsbuchse 09 antreibt, die entsprechende
Seitenfläche der Antriebskerbe 092 die Teilkraft auf die Seite des
zweiten Antriebskeils 142 an den Antriebspendeln 14a und
14b aufbringt, so dass der zweite Antriebskeil 142 in den ersten
Verzahnungsabschnitt 122 der Getriebe- bzw. Schiebebuchse 12 eingreift,
wobei sich das Antriebspendel an diesem Punkt in der zweiten Position befindet.
Außerdem ist der Federsicherungsring 16 mit einer Öffnung
in die Ringnut an dem vorderen Ende des Spannfutterkörpers montiert, um die
Getriebe- bzw. Schiebebuchse 12 und die Antriebspendel-Stützbuchse
13 auf dem Spannfutterkörper zu positionieren. Die äußere
Buchse 05 ist um die Zahnkranz-Verbindungsbuchse 08 angeordnet
und weist Schlitze 051 an dem vorderen Ende auf, so dass sie mit dem Trägerkeil
132 der Antriebspendel-Stützbaugruppe 13 steckend verbunden
werden kann. Eine vordere Abdeckung 06 ist auf dem vorderen Abschnitt des
Spannfutterkörpers 01 und dem vorderen Ende der äußeren
Buchse 05 montiert. Der elastische Federsicherungsring 17 positioniert
die vordere Abdeckung 06 und die äußere Buchse 05 in
axialer Richtung.
Im Folgenden wird die Betriebsweise der ersten Ausführungsform
ausführlich anhand der Figuren beschrieben.
Mit Bezug auf 1-3
wird, wenn die äußere Buchse 05 im Uhrzeigersinn in
2 gedreht wird, durch den Schlitz 051 bewirkt,
dass sich die Antriebspendel-Stützbuchse 13 dreht. Folglich bewirkt
das Antriebspendel 14 auf der Antriebspendel-Stützbuchse
13, dass der erste Antriebskeil 141 darauf unter der Vorspannwirkung
des elastischen Abschnitts 131 in die Antriebskerbe 092 der Mutter-Antriebsbuchse
09 eingreift, so dass die Mutter-Antriebsbuchse 09 zusammen mit
der Mutter 03 in der gleichen Richtung wie die äußere Buchse
05 dreht und die Spannbacken sich durch den Gewindeantrieb zwischen dem
Muttergewinde und dem Spannbackengewinde in den abgeschrägten Bohrungen im
Spannfutterkörper vor und zurück bewegen, um das Bohrwerkzeug einzuspannen
oder zu lösen. Die positive Drehung der äußeren Buchse
05 bewirkt, dass sich die Spannbacken 02 nach vorn bewegen, um
den Bohrer einzuspannen.
Dies ist die erste Einspannstufe, in der der Antriebspfad den ersten
Pfad darstellt. Das maximale Drehmoment N1 der ersten Stufe kann durch die geeignete
Auswahl der Größe der Spannkraft des elastischen Abschnitts
131 und des Winkels &bgr; (< 90°) eingestellt werden.
Wenn die äußere Buchse mit größerer Kraft weitergedreht
wird, wird das Antriebspendel 14, sobald das Drehmoment größer
als N1 ist, um die Antriebspendelwelle 15 schwingen, indem es die Spannkraft
des elastischen Abschnitts 131 und die Reibungskraft zwischen dem ersten
Antriebskeil 141 und der Seitenwand der Antriebskerbe 092 überwindet,
so dass der erste Antriebskeil 141 aus der Kerbe 092 gleitet und
den zweiten Antriebskeil 142 zwingt, in den zweiten Verzahnungsabschnitt
122 der Getriebe- bzw. Schiebebuchse 12 einzugreifen, wenn er
von der Innenwand der Mutter-Antriebsbuchse 09
gestützt wird, so dass die zweite Stufe eingeleitet wird,
wobei der zurückgelegte Antriebspfad den zweiten Pfad darstellt.
In der zweiten Einspannstufe wird das Drehmoment (d.h. das Eingangsdrehmoment
der äußeren Buchse 05) durch die Übersetzung eines Planetengetriebemechanismus
vergrößert. Dadurch, dass auf den Schlitz 051 auf der Antriebspendel-Stützbuchse
13 eingewirkt wird, werden die Antriebspendel 14a und
14b gedreht und der zweite Antriebskeil 142 greift in die Antriebsverzahnung
122 der Getriebe- bzw. Schiebebuchse 12 ein und gleichzeitig werden
die ersten Antriebskeile 141 der Antriebspendel 14a und
14b von der Innenwand der Mutter-Antriebsbuchse 09 gestützt
und verschieben sich in Bezug zueinander. Wenn die Antriebspendel 14a und
14b entlang der Antriebspendel-Stützbuchse 13 gedreht werden,
wird die Getriebe- bzw. Schiebebuchse 12 zum Drehen um den Spannfutterkörper
01 angetrieben. Das Planetengetriebe 10 greift in die Getriebe-
bzw. Schiebebuchse 12 und den inneren Zahnkranzabschnitt der Zahnkranz-Verbindungsbuchse
08 ein. Durch die feste Verbindung zwischen der Zahnkranz-Verbindungsbuchse
08 und dem Spannfutterkörper 01 treibt das Planetengetriebe
10 sowohl die Mutter-Antriebsbuchse 09 (als Planetengetriebe-Klammer)
als auch die Mutter 03 zum Drehen um den Spannfutterkörper
01 an.
Da das Drehmoment, das von der Getriebe- bzw. Schiebebuchse
12 auf die Mutter 03 übertragen wird, durch die Übersetzung
des Planetengetriebemechanismus um das i-fache vergrößert wird (wobei
das Übersetzungsverhältnis i der Mutter-Antriebsbuchse 09 und
der Getriebe- bzw. Schiebebuchse 12 größer als 1 ist), entspricht
das Drehmoment, das auf die Mutter 03 aufgebracht wird, im Wesentlichen
dem i-fachen Eingangsdrehmoment der äußeren Buchse, so dass die Einspannkraft
der Spannbacken 02 auf das Bohrwerkzeug im Wesentlichen der i-fachen Einspannkraft
eines herkömmlichen Spannfutters entspricht.
Nach der ausgelegten Größe der Einspannkraft ist die innere
Seitenfläche der Mutter-Antriebsbuchse 09 entlang dem Pfad, auf dem
der erste Antriebskeil des Antriebspendels 14 gleitet, des Weiteren mit
mehreren Positionsnuten 093a-093e versehen. Die Einspannkräfte,
die den Positionsnuten 093a-093e entsprechen, werden nach und
nach entlang der Umfangsrichtung erhöht. Wenn der erste Antriebskeil
141 in die entsprechende Positionsnut gleitet (der zweite Antriebskeil
142 greift an diesem Punkt noch in den zweiten Verzahnungsabschnitt
122 ein), wird die Einspannkraft, die im Wesentlichen der ausgelegten Position
entspricht, auf den Bohrer aufgebracht. Wenn sich darüber hinaus der erste
Antriebskeil 141 in den entsprechenden Nuten 093a-093e
befindet, kann verhindert werden, dass sich das Werkzeug durch eine entgegengesetzte
Drehung der Mutter unter Betriebsbedingungen von Vibrationen und Stößen
löst.
Wenn das Werkzeug gelöst werden soll, wird zuerst eine relativ
große Kraft in entgegengesetzter Drehrichtung auf die äußeren Buchse
05 ausgeübt, so dass der erste Antriebskeil 141 aus der Positionsnut
gleitet. Anschließend wird die äußere Buchse in eine Position weitergedreht,
in der der erste Antriebskeil 141 mit der Antriebskerbe 092 übereinstimmt.
An diesem Punkt löst sich der zweite Antriebskeil 142, der durch die
Spannkraft des Federelements 131 vorgespannt ist, von der Antriebsverzahnung
122 und der erste Antriebskeil 141 greift in die Antriebskerbe
092 ein. Hierbei kann das Werkzeug schnell durch eine stetige und entgegengesetzte
Drehung der äußeren Buchse gelöst werden.
Zweite Ausführungsform
Mit Bezug auf 10 ist die vordere Querschnittsansicht
des erfindungsgemäßen Spannfutters gemäß der zweiten Ausführungsform
dargestellt.
In der zweiten Ausführungsform wird eine Kombination aus Mutterbuchse
19 und Antriebsbuchse 20 verwendet, um die Aufgabe der Mutter-Antriebsbuchse
der ersten Ausführungsform 09 durch eine Struktur aus einem Stück
zu ersetzen.
Die Struktur der Mutterbuchse 19 ist in 11
und 12 und die Struktur der Antriebsbuchse
20 in 13 und 14
dargestellt. Die Mutterbuchse 19 bildet eine Antriebskerbe 191
an ihrem unteren Ende und die Antriebsbuchse 20 weist einen Wellenstützarm
095 an ihrem oberen Ende auf. Der Wellenstützarm 095 ist
mit der Antriebskerbe 191 steckend verbunden.
Die Mutterbuchse 19 ist an ihrem oberen Abschnitt fest um
die Mutter 03 angeordnet und an ihrem unteren Abschnitt mit der Antriebskerbe
191 versehen. Die Antriebsbuchse 20 ist mit oberen und unteren
Wellenstützabschnitten zum Montieren der Planetengetriebewelle 11,
die das Planetengetriebe 10 stützt, versehen. Der obere Wellenstützabschnitt
der Antriebsbuchse 20 ist ein oberer Wellenstützarm 095,
der sich in radialer Richtung nach außen erstreckt und mit der Antriebskerbe
191 der Mutterbuchse 19 steckend verbunden ist, um die Mutterbuchse
19 und die Antriebsbuchse 20 miteinander zu verbinden.
Der untere Abschnitt der Antriebsbuchse 20 bildet einen Randabschnitt,
dessen obere Wand 096 als unterer Wellenstützabschnitt dem oberen
Wellenstützarm 095 entspricht.
Die Antriebsbuchse 20 ist an der Position entsprechend
dem Planetengetriebe 10 mit einem Planetengetriebefenster 097
versehen und an ihrer Außenseite mit einer Planetengetriebewelle
15 montiert, wobei die Planetengetriebewelle 15 das Planetengetriebe
10 veranlasst, teilweise durch das Fenster 097 zu gelangen, um
in den ersten Verzahnungsabschnitt 121 der Getriebe- bzw. Schiebebuchse
12 einzugreifen.
Des Weiteren wird in der zweiten Ausführungsform die Kombination
aus einer Zahnkranzbuchse 18 und einem inneren Zahnkranz 21, die
zusammengebaut sind, verwendet, um die Aufgabe der Zahnkranz-Baugruppenbuchse der
ersten Ausführungsform zu übernehmen.
Die beiden Wege für die Montage des inneren Zahnkranzes
21 und der Zahnkranzbuchse 18 in der zweiten Ausführungsform
sind in Figuren dargestellt.
Ein Weg ist in 15 und 16
dargestellt, bei dem die Zahnkranz-Verbindungsbuchse die Zahnkranzbuchse
18 und den inneren Zahnkranz 21, die separat vorgesehen sind,
umfasst. Die Zahnkranzbuchse 18 ist an ihrem oberen Ende fest auf dem Spannfutterkörper
01 montiert und an ihrem unteren Ende mit einem Verbindungskeil
182 versehen. Der innere Zahnkranz 21 ist an seinem äußeren
Umfang mit Keilen 212 versehen, zwischen denen eine Nut gebildet ist. Der
Verbindungskeil 182 ist mit Keilen 212 steckend verbunden, so
dass er mit der Nut zwischen den Keilen 212 zusammenwirkt. Durch diese
Keil-Nut-Verbindung und das Nieten des Stanznietabschnitts 181 an der Verbindungsstelle
wird eine feste Verbindung erzeugt.
Der andere Weg ist in 17 und
18 dargestellt, bei dem die Zahnkranzbuchse
18 an ihrem unteren Ende mit einem inneren Anschlag 183 ausgebildet
ist und der innere Zahnkranz 21 an seiner zylindrischen Außenfläche
mit Kerbverzahnungen 213 ausgebildet ist. Eine Pressverbindung bzw. Halteeingriffverbindung
ist durch Drücken des inneren Zahnkranzes 21, der Kerbverzahnungen
213 aufweist, in den Anschlag 183 der Zahnkranzbuchse
18 hergestellt.
Die Betriebsweise des Spannfutters der zweiten Ausführungsform
entspricht der der ersten Ausführungsform, die Beschreibung hierzu wird ausgelassen.
Dritte Ausführungsform
In der ersten und zweiten Ausführungsform, die vorstehend beschrieben
sind, schwingt das Antriebspendel in der Ebene senkrecht zur in Längsrichtung
verlaufenden Mittelachse des Spannfutterkörpers 01. In der dritten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung schwingt das Antriebspendel
331 in einer senkrechten Ebene parallel zur in Längsrichtung verlaufenden
Mittelachse.
21 ist die vordere Querschnittsansicht des Spannfutters
gemäß der dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Mit
Bezug auf 21 umfasst das Spannfutter eine äußere
Buchse 05, eine Mutterbuchse 39, eine Antriebsbuchse
30, eine Getriebe- bzw. Schiebebuchse 32 und eine Antriebspendel-Stützbuchse
33.
Mit Bezug auf 29 ist die Draufsicht der
äußeren Buchse 05 dargestellt. Die äußere Buchse ist
an ihrem unteren Ende mit einer vorderen Abdeckung 06 verbunden und weist
mehrere Schlitze 051 auf.
Mit Bezug auf 26-28
ist die Struktur der Antriebspendel-Stützbuchse 33 dargestellt. Aus
den Figuren ist ersichtlich, dass das untere Ende der Antriebspendel-Stützbuchse
33 mehrere Trägerkeile 132 zum Zusammenwirken mit den Schlitzen
051 der äußeren Buchse 05 aufweist, so dass die Antriebspendel-Stützbuchse
33 durch das Drehen der äußeren Buchse 05 angetrieben
wird. Der Unterschied dieser Ausführungsform zur ersten und zweiten Ausführungsform
besteht darin, dass das Antriebspendel 331 in der vorliegenden Ausführungsform
einen elastischen Abschnitt aufweist, der mit der Antriebspendel-Stützbuchse
33 in ein Element aus einem Stück zusammengeschlossen ist. Aus
27 ist ersichtlich, dass die Antriebspendel-Stützbuchse
33 drei Antriebspendel 331 aufweist.
Die Antriebspendel 331 werden durch Schneiden der oberen
Fläche der Antriebspendel-Stützbuchse 33 in Umfangsrichtung gebildet.
Jedes Antriebspendel 331 weist an seinem freien Ende einen ersten Antriebskeil
141 auf, der durch Hochbiegen ausgebildet ist, und einen zweiten Antriebskeil
142, der durch Herunterbiegen ausgebildet ist. Aus 26
ist ersichtlich, dass jeder der ersten Antriebskeile 141 zum Eingreifen
in die Antriebskerbe 092 der Antriebsbuchse 30 eine Seitenfläche
als abgeschrägte Fläche aufweist.
Ein elastischer Abschnitt 338 ist auf einem durchgängigen
Abschnitt an der Innenseite jedes Antriebspendels 331 in radialer Richtung
ausgebildet. Der Mittelteil des elastischen Stützabschnitts 338 ist
nach unten gebogen und verlängert, um die Stütze auszubilden. Der elastische
Stützabschnitt 338 liegt an der oberen Fläche einer Positions-Anschlagplatte
323 (wird später beschrieben) der Getriebe- bzw. Schiebebuchse
32 an, um die Antriebspendel-Stützbuchse 33 in Bezug auf
die Getriebe- bzw. Schiebebuchse 32 axial nach oben zu bewegen und wieder
zurückzustellen.
Mit Bezug auf 24 und 25
ist die Struktur der Antriebsbuchse 30 dargestellt. Die Antriebsbuchse
30 weist an ihrem unteren Ende die Antriebskerbe 092 auf. Die
Antriebsbuchse 30 weist an ihren oberen und unteren Enden Flansche
095' bzw. 096' auf, in denen Wellenmontagebohrungen
098 bzw. 099 für das Montieren der Planetengetriebewelle
11 ausgebildet sind. Mit erneutem Bezug auf 21
ist die Planetengetriebewelle 11 mit dem Planetengetriebe 10 montiert,
das sich zwischen den Flanschen 095 und 096 befindet. Die Planetengetriebewelle
011 erstreckt sich nach oben bis in die Nähe der unteren Fläche
der Mutter 03 und erstreckt sich nach unten bis in die Nähe der oberen
Fläche der Antriebspendel-Stützbuchse 33, so dass die axiale
Position der Planetengetriebewelle 011 begrenzt ist, um zu verhindern,
dass sich die Planetengetriebewelle 011 in axialer Richtung vor und zurück
bewegt.
Mit Bezug auf 24 und 25
ist die Getriebe- bzw. Schiebebuchse 30 mit einem Planetengetriebefenster
097 darauf vorgesehen, das sich in einer Position entsprechend dem Planetengetriebe
10 von 21 befindet. Die Planetengetriebewelle
11 ist auf der äußeren Seite der Antriebsbuchse 30 montiert
und das Planetengetriebe 10 ist so gefertigt, dass es teilweise durch das
Fenster 097 gelangt, um in den ersten Verzahnungsabschnitt 121
der Getriebe- bzw. Schiebebuchse 32 einzugreifen.
Die Antriebsbuchse 30 ist an seiner unteren Fläche mit
einer oder mehreren Positionsnuten 093a und 0933e versehen. Der
erste Antriebskeil 141 kann in die Positionsnuten 093 und
093e gleiten, wenn das Antriebspendel 331 in der zweiten Position
die Getriebe- bzw. Schiebebuchse 32 zum Drehen veranlasst.
Die Antriebsbuchse 30 ist ebenfalls mit einem Anschlagabschnitt
304 versehen, der sich vorzugsweise zwischen der Positionsnut
093e und der Antriebskerbe 092 befindet, die sich bei der Anschlagposition
der Positionsnut 093e befindet, um zu verhindern, dass der erste Antriebskeil
141 des Antriebspendels 331 über die Positionsnut
393e gelangt und während des Einspannens des Spannfutters in die Antriebskerbe
092 eindringt. Der Anschlagabschnitt 304 kann eine Anschlagstruktur
aufweisen, bei der er mit der Antriebsbuchse 30 als ein Teil ausgebildet
bzw. auf einem Positionszapfen vorgesehen ist, der auf der Antriebsbuchse
30 montiert ist.
Wie in 21 dargestellt, weist die Getriebe-
bzw. Schiebebuchse 32, die um den Spannfutterkörper 01 angeordnet
ist, den ersten Verzahnungsabschnitt 121 und den zweiten Verzahnungsabschnitt
321 auf. Mit Bezug auf 23 wird gleichzeitig
die Getriebe- bzw. Schiebebuchse 32 an ihrem unteren Ende mit einer Positions-Anschlagplatte
323 ausgebildet, um die Antriebspendel-Stützbuchse 33 in
axialer Richtung zu stützen. Der zweite Verzahnungsabschnitt 321 ist
am äußeren Umfang der Positions-Anschlagplatte 323 ausgebildet.
Der erste Verzahnungsabschnitt 121 befindet sich in einer
Position entsprechend radial zum Planetengetriebe 10 und greift in dieses
ein, wohingegen der zweite Verzahnungsabschnitt 321 sich unterhalb des
zweiten Antriebskeils 142 des Antriebspendels 331 in axialer Richtung
befindet und in ihn eingreift. Die Verzahnungen des ersten Verzahnungsabschnitts
121 sind normale Verzahnungen und bilden ein relativ dynamisches Übersetzungsverhältnis
mit dem im Betrieb befindlichen Planetengetriebe, wohingegen die Verzahnungen des
zweiten Verzahnungsabschnitts 321 als Verbindungspunkte verwendet werden,
die die Aufgabe von Keilen übernehmen, und ein relativ statisches Übersetzungsverhältnis
mit dem in Betrieb befindlichen zweiten Antriebskeil 142 bilden.
Die Mutterbuchse 39 und die Antriebsbuchse 30 sind
gleichermaßen miteinander verbunden, wie die Mutter-Antriebsbuchse in der ersten
Ausführungsform. Mit Bezug auf 22 ist die Draufsicht
der Mutterbuchse dargestellt. Die Mutterbuchse 39 ist an ihrem oberen Ende
fest auf der Antriebsmutter 03 verbunden und bildet eine Kerbe
391 in der Innenseite des unteren Endes. Die Kerbe wird verwendet, damit
die Planetengetriebewelle 32 hindurch gelangt, so dass sie mit der Antriebsbuchse
30 verbunden werden kann, um die Planetengetriebewelle 32 zu stützen
und zu montieren. Alternativ können die Mutterbuchse 39 und die Antriebsbuchse
30 ebenfalls in einem Stück ausgebildet sein.
Daneben ist der Spannfutterkörper 01 mit einem Federsicherungsring
16 montiert. Der Federsicherungsring 16 befindet sich an der Vorderseite
der Getriebe- bzw. Schiebebuchse 32 mit einer Gleitbaugruppe
35 dazwischen. Die Gleitbaugruppe kann als planes Wälzlager oder als
andere Gleitstrukturen ausgeführt sein, die aus Materialien mit einer niedrigen
Reibezahl, wie Strukturen mit ölfreier Schmierung, gefertigt sind.
Das Verfahren des Spannfutters in seiner dritten Ausführungsform
wird nachfolgend anhand der aufgeführten Figuren beschrieben.
Mit Bezug auf 21 greift, wenn die äußere
Buchse 05 gedreht wird, der Schlitz 051 in der äußeren
Buchse 05 in den Trägerkeil 132 auf der Antriebspendel-Stützbuchse
33 ein, so dass die Antriebspendel-Stützbuchse 33 zum Drehen
veranlasst wird. Der erste Antriebskeil 141 des Antriebspendels
331 auf der Antriebspendel-Stützbuchse 33 greift in die Antriebskerbe
092 der Antriebsbuchse 30 ein, so dass die Antriebsbuchse
30 und die Mutter 03 mit der äußeren Buchse
05 in die gleiche Richtung drehen. Der Gewindeantrieb
zwischen der Mutter und den Spannbacken bewirkt, dass sich die Spannbacken in den
abgeschrägten Bohrungen in dem Spannfutterkörper vor und zurück bewegen,
um dem Bohrer einzuspannen oder zu lösen. Die positive Drehung der äußeren
Buchse 05 bewirkt, dass sich die Spannbacken 02 nach vorn bewegen
und den Bohrer einspannen.
Dies ist die erste Einspannstufe, bei der der Antriebspfad den ersten
Pfad darstellt. Das maximale Drehmoment N1 der ersten Stufe kann durch die geeignete
Auswahl der Größe der Spannkraft des Antriebspendels 331 und
des Winkels &bgr; (< 90°) der abgeschrägten Fläche eingestellt
werden.
Wenn die äußere Buchse, sobald das Drehmoment größer
als ein N1 ist, weiter mit größerer Kraft gedreht wird, gleitet die abgeschrägte
Fläche des ersten Antriebskeils 141 des Antriebspendels
331 in Bezug auf die entsprechende Seitenwand der Kerbe 092 und
gleichzeitig schwingt das Antriebspendel 331 um seinen Verbindungsabschnitt
auf der Antriebspendel-Stützbuchse 33 in der senkrechten Ebene parallel
zur Mittelachse, was bewirkt, dass der erste Antriebskeil 141 aus der Kerbe
092 herausgeleitet und die untere Fläche der Antriebsbuchse
30 berührt. Anschließend bewegt sich der zweite Antriebskeil
142 nach unten, um in den zweiten Verzahnungsabschnitt 122 der
Getriebe- bzw. Schiebebuchse 32 darunter einzugreifen, und die zweite Stufe
wird eingeleitet, bei der der zurückgelegte Antriebspfad den zweiten Pfad darstellt.
In der zweiten Einspannphase wird das Drehmoment durch den Antrieb
eines Planetengetriebes vergrößert. Während dieser Stufe wird das
Eingangsdrehmoment der äußeren Buchse 05 aufgebracht, um die
Antriebspendel-Stützbuchse 33 durch den Schlitz 051 anzutreiben,
und der zweite Antriebskeil 142 des Antriebspendels 331 dringt
in die Kerbe 322 im zweiten Verzahnungsabschnitt 122der Getriebe-
bzw. Schiebebuchse 32 ein, wodurch bewirkt wird, dass sich die Getriebe-
bzw. Schiebebuchse 32 um den Spannfutterkörper 01 dreht.
Da das Planetengetriebe 10 in den ersten Verzahnungsabschnitt
121 der Getriebe- bzw. Schiebebuchse 32 und gleichzeitig in den
inneren Zahnkranz 21 der Zahnkranz-Verbindungsbuchse 18 eingreift,
drehen das Planetengetriebe 10, die Planetengetriebewelle 11 und
die Antriebsbuchse 30 zusammen um den Spannfutterkörper
01 und bewirken, dass sich die Mutter 03 durch die Antriebsbuchse
30 dreht, wodurch ein weiteres Einspannen durchgeführt wird.
Gemäß der Größe der ausgelegten Einspannkraft
ist die Antriebsbuchse 30 entlang dem Pfad, auf dem der erste Antriebskeil
141 des Antriebspendels 331 gleitet, an ihrer unteren Fläche
mit mehreren Positionsnuten 093a-093e versehen. Die Einspannkräfte,
die den Positionsnuten 093a-093e entsprechen, werden nach und
nach entlang der Umfangsrichtung erhöht. Wenn der erste Antriebskeil
141 in die entsprechende Positionsnut gleitet (der zweite Antriebskeil
142 greift an diesem Punkt noch in den zweiten Verzahnungsabschnitt
321 der Getriebe- bzw. Schiebebuchse 32 ein), wird die Einspannkraft,
die im Wesentlichen der ausgelegten Position entspricht, auf das Bohrwerkzeug aufgebracht.
Wenn sich darüber hinaus der erste Antriebskeil 141 in der entsprechenden
Nut der Nuten 093a-093e befindet, kann verhindert werden, dass
sich das Werkzeug durch eine entgegengesetzte Drehung der Mutter aufgrund von Betriebsbedingungen,
wie Vibrationen und Stößen, löst.
Wenn das Werkzeug gelöst wird, muss zuerst eine relativ große
Kraft in entgegengesetzter Drehrichtung auf die äußeren Buchse
05 ausgeübt werden, so dass der erste Antriebskeil 141 aus
der Positionsnut gleitet. Anschließend muss die äußere Buchse in
eine Position weitergedreht werden, in der der erste Antriebskeil 141 der
Antriebskerbe 092 entspricht. An diesem Punkt schwingt das Antriebspendel
331 durch die Spannkraftwirkung des elastischen Stützabschnitts
338 nach oben, der zweite Antriebskeil 142 löst sich von
dem zweiten Verzahnungsabschnitt 321 und der erste Antriebskeil
141 dringt in die Antriebskerbe 092 ein. Hierbei kann das Werkzeug
schnell durch eine stetige und entgegengesetzte Drehung der äußeren Buchse
gelöst werden.
Vierte Ausführungsform
Mit Bezug auf 30 ist die vordere Querschnittsansicht
des Spannfutters gemäß der vierten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung gezeigt. Mit weiterem Bezug auf 33 ist die
auseinander gezogene perspektivische Ansicht des Spannfutters gemäß der
vierten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung gezeigt.
In der vierten Ausführungsform wird die Kombination aus Mutterbuchse
19, erster Getriebeklammer 61 und zweiter Getriebeklammer
62 verwendet, um die Mutter-Antriebsbuchse 09 durch ein in einem
Stück ausgeführtes Element der ersten Ausführungsform zu ersetzen.
Die Strukturen der Mutterbuchse 19, der ersten Getriebeklammer
61 und der zweiten Getriebeklammer 62 sind in 33
gezeigt, wobei die Struktur der zweiten Getriebeklammer 62 auch in
34 gezeigt ist.
Die Mutterbuchse 19 ist an ihrem oberen Endabschnitt fest
um die Antriebsmutter 03 angeordnet und bildet an ihrem unteren Abschnitt
einen Antriebskeil 193.
Die erste Getriebeklammer 61 ist im Wesentlichen ringförmig,
wobei mehrere Wellenmontagebohrungen 098 gleichmäßig
um die Mittelachse angeordnet sind, die erste Getriebeklammer 61 an ihrem
äußeren Umfang mit einer Keilnut 612 ausgebildet ist, entsprechend
dem Antriebskeil 193 der Mutterbuchse 19, wobei an ihrem unteren
Abschnitt ein Verbindungskeil 617 ausgebildet ist, der dem der Keilnut
612 entspricht. Die erste Getriebeklammer 61 ist fest mit der
Mutterbuchse 19 verbunden, indem der Antriebskeil 193 steckend
mit der Keilnut 612 verbunden ist.
Die zweite Getriebeklammer ist im Wesentlichen ringförmig, wobei
eine Verbindungskerbe 627 in einer Position entsprechend dem Verbindungskeil
617 vorgesehen ist, mehrere Wellenmontagebohrungen 099 an dem
oberen Abschnitt gleichmäßig um die Mittelachse angeordnet sind und an
dem unteren Abschnitt eine Antriebskerbe 092 und eine Positionsnut
093 vorgesehen sind, wobei die Positionsnut 093 die Positionsnuten
093a-093e umfasst. Die erste Getriebeklammer 61 ist mit
der zweiten Getriebeklammer 62 fest durch den Verbindungskeil
617 und die Verbindungskerbe 627 verbunden.
Außerdem ersetzt in der vierten Ausführungsform die Baugruppe
aus Zahnkranzbuchse 18 und innerem Zahnkranz 21 die Zahnkranz-Verbindungsbuchse
08 der ersten Ausführungsform, um deren Funktion zu erfüllen.
Die Zahnkranzbuchse 18 ist fest um den Trägerabschnitt
012 des Spannfutterkörpers 01 angeordnet. Der innere Zahnkranz
21 weist am äußeren Umfang seines oberen Endes einen Anschlag
und an der Innenwand seines unteren Endes einen Zahnkranzabschnitt auf. Der Anschlagabschnitt
des inneren Zahnkranzes 21 wird in die Zahnkranzbuchse 18 gedrückt,
um eine Pressverbindung bzw. Halteeingriffverbindung zu bilden. Das Planetengetriebe
10 ist auf der Planetengetriebewelle 11 auf der ersten Getriebeklammer
61 und der zweiten Getriebeklammer 62 montiert und greift sowohl
in den ersten Verzahnungsabschnitt 121 der Getriebe- bzw. Schiebebuchse
12, als auch in den Verzahnungsabschnitt des inneren Zahnkranzes
21 ein.
Mit Bezug auf 35 wird außerdem in
der vierten Ausführungsform die Antriebspendel-Stützbuchse 63
verwendet, um die Kombination aus Antriebspendelwelle 15, Antriebspendel
14a, 14b und elastischem Element 131 in der ersten Ausführungsform
zu ersetzen.
Die Antriebspendel-Stützbuchse 63 weist mehrere Antriebspendel
14a, 14b auf. Das Antriebspendel weist den ersten Antriebskeil
141 auf, der sich zur Umfangsaußenseite biegt, und den zweiten Antriebskeil
142, der sich zur Umfangsinnenseite biegt. Die Antriebspendel
14a, 14b sind die elastischen Abschnitte auf der Antriebspendel-Stützbuchse
63 und sind nur an dem Ende, das dem zweiten Antriebskeil 142
gegenüberliegt, als ein Stück mit der Antriebspendel-Stützbuchse
63 ausgeführt. Eine Anschlagfeder 634 ist auf der Antriebsbuchse
63 in der Position gebildet, die dem zweiten Antriebskeil 142
gegenüberliegt. Der Trägerkeil 132 ist steckend mit der äußeren
Buchse 05 verbunden, wodurch die Antriebspendel-Stützbuchse
63 mit der äußeren Buchse 05 verbunden ist.
Außerdem ist die Seitenflächen des ersten Antriebskeils
141, der in die Antriebskerbe 092 der zweiten Getriebeklammer
62 entlang der Drehrichtung des Einspannens eingreift, abgeschrägt.
Der Winkel zwischen der abgeschrägten Fläche und der Umfangstangente des
Antriebspendels ist &bgr; (< 90°). Entsprechend ist die Seitenfläche
der Antriebskerbe 092, die in die abgeschrägte Fläche des zweiten
Antriebskeils 142 eingreift, abgeschrägt und der Winkel zwischen der
abgeschrägten Fläche der Antriebskerbe 092 und der Umfangstangente
der zweiten Getriebeklammer 62 ist &bgr; (< 90°).
Mit Bezug auf 31-32
greift der erste Antriebskeil 141 des Antriebspendels 14a,
14b in der Baugruppenposition in die Antriebsnut 092 der zweiten
Getriebeklammer 62, und das Antriebspendel befindet sich zu diesem Zeitpunkt
in der ersten Position. Der Winkel zwischen der abgeschrägten Seitenfläche
des ersten Antriebskeils 141, der von dem zweiten Antriebskeil
142 entfernt ist, und der Umfangstangente ist &bgr; (< 90°),
daher übt die Seitenfläche der Antriebskerbe 092, die mit dem
ersten Antriebskeil 141 in Berührung ist, wenn der erste Antriebskeil
141, der in die Antriebskerbe 092 eingreift und die zweite Getriebeklammer
62 antreibt, eine nach innen gerichtete Teilkraft in radialer Richtung
auf das Antriebspendel 14a, 14b aus, so dass sich der erste Antriebskeil
141 aus der Antriebskerbe 092 löst und der zweite Antriebskeil
142 in den zweiten Verzahnungsabschnitt 122 der Getriebe- bzw.
Schiebebuchse 12 eingreift. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich das Antriebspendel
in der zweiten Position.
Die zweite Getriebeklammer 62 ist mit dem Anschlagabschnitt
094 versehen, der sich an dem Seitenwandabschnitt zwischen der Positionsnut
(093e) und der Antriebskerbe 092 befindet und in radialer Richtung
nach innen vorsteht, um zu verhindern, dass der erste Antriebskeil 141
des Antriebspendels 14a, 14b über die Positionsnut
093a, 093e gelangt und während des Einspannvorgangs in die
Antriebskerbe 092 eindringt. Wenn diese Situation eintritt, löst sich
der zweite Antriebskeil 142 von dem zweiten Verzahnungsabschnitt
122 der Getriebe- bzw. Schiebebuchse 12 aufgrund der elastischen
Arbeit des Antriebspendels 14a, 14b selbst.
In der vierten Ausführungsform wird ein Halteelement
27 verwendet, um den Federanschlagring 17 der
ersten Ausführungsform zu ersetzen und die Funktion desselben zu übernehmen.
Das Haltelement 27 weist eine Öffnung auf und wirkt jeweils an seinem
oberen und unteren Ende mit dem Bohrkörper 01 und der vorderen Abdeckung
06 zusammen, um die beiden miteinander zu verbinden.
Nachfolgend wird die Betriebsweise der vierten Ausführungsform
ausführlich anhand von Figuren beschrieben.
Mit Bezug auf 30-35
wird die äußere Buchse 05 in 31
im Uhrzeigersinn gedreht, so dass der Schlitz 051 die Antriebspendel-Stützbuchse
63 zum Drehen veranlasst und unter der elastischen Arbeit des Antriebspendels
14 auf die Antriebspendel-Stützbuchse 63 selbst greift der
erste Antriebskeil 141 des Antriebspendels 14 in die Antriebskerbe
092 der zweiten Getriebeklammer 62 ein. Wegen der festen Verbindungen
zwischen der ersten Getriebeklammer 61, der zweiten Getriebeklammer
62 und der Mutterbuchse 19 wird die Mutterbuchse 19 zusammen
mit der Mutter 03 mit der äußeren Buchse 05 zusammen
in gleicher Richtung gedreht, wobei der Gewindeantrieb zwischen dem Muttergewinde
und den Spannbacken die Spannbacken veranlasst, sich in den schrägen Bohrungen
zum Spannen oder Lösen des Bohrwerkzeugs vor und zurück zu bewegen.
Dieses ist die erste Stufe des Einspannvorgangs, wobei der Antriebspfad
den ersten Pfad darstellt. Das maximale Drehmoment N1 in der ersten Stufe kann durch
die geeignete Einstellung der Eingriffsposition und der Größe von &bgr;
(< 90°) zwischen dem Antriebspendel und der Antriebspendel-Stützbuchse
eingestellt werden.
Wenn die äußere Buchse mit größerer Kraft weiter
gedreht wird, wenn das Drehmoment größer als N1 ist, weil die Gegenkraft
der Seitenwand der zweiten Getriebeklammer 62, die auf die abgeschrägte
Seitenfläche des ersten Antriebskeils 141 angewandt wird, eine nach
innen gerichtete Teilkraft in radialer Richtung aufweist, schwingt das Antriebspendel
14 um die Antriebspendel-Stützbuchse 63, indem es seine eigene
Spannkraft und die Reibung zwischen dem ersten Antriebskeil 141 und der
Kerbe 092 überwindet, so dass der erste Antriebskeil 141
aus der Kerbe 092 gleitet und durch die zweite Getriebeklammer
62 gestützt wird, wodurch der zweite Antriebskeil 142 gezwungen
wird, in den zweiten Verzahnungsabschnitt 122 der Getriebe- bzw. Schiebebuchse
12 einzugreifen. Die zweite Stufe beginnt, in der der durchlaufene Antriebspfad
den zweiten Pfad darstellt.
In der zweiten Stufe des Einspannvorgangs wird das Drehmoment durch
den Antrieb eines Planetengetriebemechanismus vergrößert, das heißt,
das Eingangsdrehmoment der äußeren Buchse 05 wird vergrößert.
Der Schlitz 051 drückt gegen die Antriebspendel-Stützbuchse
63, und das Schwingen der Antriebspendel 14a, 14 veranlasst
den zweiten Antriebskeil 142, in die Antriebsverzahnung 122 der
Getriebe- bzw. Schiebebuchse 12 einzugreifen und bringt die Getriebe- bzw.
Schiebebuchse 12 zum Drehen. Wegen der Keilnutverbindung zwischen der ersten
Getriebeklammer 61, der zweiten Getriebeklammer 62 und der Mutterbuchse
19 und wegen der festen Verbindung zwischen der Zahnkranzbuchse
18 und dem Spannfutterkörper 01 bringt das Planetengetriebe
10 gleichzeitig die erste Getrriebeklammer 61, die zweite Getriebeklammer
62 und die Mutterbuchse 19 zusammen mit der Mutter 03
dazu, um den Spannfutterkörper 01 zusammen mit der äußeren
Buchse 05 zu drehen, wodurch die Spannbacken 02 gezwungen werden,
sich vorwärts zu bewegen und das Bohrwerkzeug einzuspannen.
Da das Drehmoment von der Getriebe- bzw. Schiebebuchse 12
bis zur Mutter 03 durch den Antrieb des Planetengetriebemechanismus um
das i-fache vergrößert wird (wobei das Antriebsverhältnis von der
Mutterbuchse 19 zur Getriebe- bzw. Schiebebuchse 12 i > 1 ist),
beträgt das Drehmoment, das auf die Mutter 02 aufgebracht wird, ungefähr
das i-fache des Eingangsdrehmoments durch die äußere Buchse. Daher beträgt
die Einspannkraft der Spannbacken 02, die auf den Bohrer angewandt wird,
ungefähr das i-fache der Einspannkraft, die durch herkömmliche Spannfutter
bereitgestellt wird.
Abhängig von der Größe der Einspannkraft ist die Innenfläche
der zweiten Getriebeklammer 62 außerdem mit mehreren Positionsnuten
093a-093e entlang dem Gleitpfad des ersten Antriebskeils des Antriebspendels
14 versehen. Die Einspannkräfte entsprechend den Positionsnuten
093a-093e werden in Umfangrichtung sequenziell vergrößert.
Wenn der erste Antriebskeil 141 in die entsprechende Positionsnut gleitet
(der zweite Antriebskeil 142 greift zu dem Zeitpunkt noch immer in den
zweiten Verzahnungsabschnitt 122 ein), wird auf das Bohrwerkzeug eine Einspannkraft
ausgeübt, die im Wesentlichen der der ausgelegten Position entspricht. Während
dessen kann der erste Antriebskeil 141, der sich in einer entsprechenden
Positionsnut der Positionsnuten 093a-093e befindet, im Betrieb,
wenn Vibrationen und Schläge auftreten, dem Lösen des Werkzeugs aufgrund
der umgekehrten Drehung der Mutter vorbeugen.
Das Lösen des Werkzeugs erfolgt auf gleiche Weise wie in der
ersten Ausführungsform, daher wird die entsprechende Beschreibung ausgelassen.
Fünfte Ausführungsform
Nachfolgend werden die Unterschiede zwischen der fünften und
vierten Ausführungsform beschrieben. Die Strukturen und Funktionen
der Antriebspendel-Stützbuchse 63' der fünften Ausführungsform
sind auseinander gezogen dargestellt und durch die Kombination aus Antriebspendel-Stützbuchse
63' und Antriebspendel 65a, 65b ersetzt. Die restlichen
Strukturen und Funktionen der fünften Ausführungsform sind die gleichen
wie in der vierten Ausführungsform.
Somit ist die vordere Querschnittsansicht des Spannfutters der fünften
Ausführungsform nicht separat gezeigt. Die Positionsbeziehung zwischen aufeinander
bezogenen verschiedenen Bauteilen der vierten Ausführungsform, wie in
30 gezeigt, kann auf die fünfte Ausführungsform
bezogen werden. Die besonderen Strukturen können mit Bezug auf die strukturelle
perspektivische Ansicht des Antriebspendels von 36
und 37 sowie auf die Querschnittsansicht entlang der
Linie A-A von 38 und 39
erkannt werden.
36 zeigt zwei entsprechende Antriebspendel
65a und 65b, die auf der Antriebspendel-Stützbuchse
63' zu montieren sind. Das einzelne Antriebspendel weist überdies
die Verbindungsnut 651 neben dem ersten Antriebskeil 141 auf,
der an seiner Außenseite vorgesehen ist, und neben dem zweiten Antriebskeil
142, der an seiner Innenseite vorgesehen ist. 37
zeigt die Antriebspendel-Stützbuchse 63' mit zwei Verbindungskeilen
635 und zwei elastischen Abschnitten 14c, 14d darauf,
wobei die zwei Verbindungskeile 635 jeweils mit der Verbindungsnut
651 der zwei Antriebspendel verbunden sind und die zwei elastischen Abschnitte
14c, 14d jeweils ein Verbindungsende und ein freies Ende aufweisen.
Während dessen befindet sich, wie in 38 und
39 gezeigt, das Verbindungsende jedes elastischen Abschnitts
14c und 14d entsprechend in der Nähe des Verbindungskeils
635, während das freie Ende jedes elastischen Abschnitts im zusammengebauten
Zustand das freie Ende eines anderen benachbarten Antriebspendels nach außen
vorspannt.
Nachfolgend wird die Betriebsweise der fünften Ausführungsform
ausführlich anhand von Figuren beschrieben.
Mit Bezug auf 38 wird die äußere
Buchse 05 in 38 im Uhrzeigersinn gedreht,
so dass die Antriebspendel-Stützbuchse 63' mit der äußeren
Buchse 05 gedreht wird und die zwei Antriebspendel veranlasst werden, durch
das Zusammenwirken des Verbindungskeils 635 der Antriebspendel-Stützbuchse
und der Verbindungsnut 651 des Antriebspendels 65a,
65b zu drehen. Da er durch die elastischen Abschnitte 14c und
14d auf der Antriebspendel-Stützbuchse vorgespannt wird, greift der
erste Antriebskeil 141 des Antriebspendels 65a, 65b in
die Antriebskerbe 092 der zweiten Getriebeklammer 62 ein, so dass
die Spannbacken 02 dazu gebracht werden, sich vorwärts zu bewegen
und das Bohrwerkzeug einzuspannen, welches das gleiche ist wie in der vierten Ausführungsform.
Dies ist die erste Einspannstufe, wobei der Antriebspfad den ersten Pfad darstellt.
Wenn die äußere Buchse weiter mit größerer Kraft
gedreht wird, überwinden die Antriebspendel 65a, 65b jeweils
die Vorspannkraft der elastischen Abschnitte 14c und 14d, so dass
ihr erster Antriebskeil 141 aus der Kerbe 092 gleitet, beziehungsweise
der zweite Antriebskeil 142 in den zweiten Verzahnungsabschnitt
122 der Getriebe- bzw. Schiebebuchse 12 eingreift. Die zweite
Stufe beginnt, in der der Antriebspfad den zweiten Pfad darstellt.
Die vorliegende Erfindung ist ausführlich anhand von verschiedenen
Ausführungsformen beschrieben worden. Der Umfang der vorliegenden Erfindung
ist so zu verstehen, dass die Bezeichnung „umfassen" und ihre Ableitungen
erweiterbar sind und vorgestellte Merkmale, Elemente, Bauteile, Gruppen, ganze Zahlen
und/oder Schritte ausdrücken, aber andere nicht vorgestellte Merkmale, Elemente,
Bauteile, Gruppen, ganze Zahlen und/oder Schritte nicht ausschließen. Die zuvor
gemachte Angabe ist auch für Bezeichnungen ähnlicher Bedeutung anwendbar,
wie „aufweisen", „besitzen" und ihre Abwandlungen. Bezeichnungen wie
„Verbindung" und ähnliches umfassen direkte und/oder indirekte Verbindungen,
sofern es nicht anders angegeben ist. Basierend auf dem allgemeinen Verständnis
eines Fachmanns können zwei oder mehr Bauteile, die fest verbunden sind, ein
Element aus einem Stück bilden und umgekehrt, wobei für die Strukturen
durch das Zusammenwirken zwischen zwei Bauteilen beispielsweise die Positionen eines
Teils und einer Nut ausgetauscht werden können, wobei diese allgemeinen Ergänzungen
technischer Bedeutungen als äquivalente technische Lösungen anzusehen
sind.
Während die bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung zum Zweck der Beschreibung offenbart worden sind, wird einem Fachmann
offensichtlich, dass verschiedene Änderungen und Abwandlungen daran vorgenommen
werden können, ohne vom Geist und Umfang der Erfindung abzuweichen. Es ist
somit beabsichtigt, dass die vorliegende Erfindung die Abwandlungen und Variationen
dieser Erfindung abdeckt, die in den Umfang der anhängigen Ansprüche und
ihrer Äquivalente fallen.
- 01
- Spannfutterkörper
- 02
- Spannbacke
- 03
- Mutter
- 04
- Lager
- 05
- äußere Buchse
- 06
- vordere Abdeckung
- 07
- hintere Kappe
- 08
- Zahnkranz-Verbindungsbuchse
- 09
- Mutter-Antriebsbuchse
- 10
- Planetengetriebe
- 011
- schräge Bohrung
- 11
- Planetengetriebewelle
- 012
- Trägerabschnitt
- 12
- Getriebe- bzw. Schiebebuchse
- 13
- Antriebspendel-Stützbuchse
- 14a/14b
- erstes Antriebspendel
- 15
- Antriebspendelwelle
- 16
- Federsicherungsring
- 17
- Federsicherungsring
- 18
- Zahnkranzbuchse
- 19
- Mutterbuchse
- 20
- Antriebsbuchse
- 21
- innerer Zahnkranzabschnitt
- 30
- Antriebsbuchse
- 031
- Kerbverzahnung
- 33
- Antriebspendel-Stützbuchse
- 35
- Gleitbaugruppe
- 39
- Mutterbuchse
- 051
- Schlitz
- 61
- erste Getriebeklammer
- 62
- zweite Getriebeklammer
- 63
- Antriebspendel-Stützbuchse
- 63'
- Antriebspendel-Stützbuchse
- 65a, 65b
- Antriebspendel
- 081
- Innenverzahnung
- 082
- Nieteinschlagstelle
- 091
- Nieteinschlagabschnitt
- 092
- Antriebsnut
- 093a-093e
- Positionsnut
- 094
- Anschlagabschnitt
- 095/096
- Wellenstützarm
- 097
- Planetengetriebefenster
- 098/099
- Wellenmontagebohrung
- 121
- erster Verzahnungsteil
- 0121
- Kerbverzahnung
- 122
- zweiter Verzahnungsteil
- 123
- Positions-Anschlagplatte
- 131
- elastischer Abschnitt
- 132
- Trägerkeil
- 133
- Wellenstützarm
- 134/135
- Wellenmontagebohrung
- 141
- erster Antriebskeil
- 142
- weiter Antriebskeil
- 143
- Wellenmontagebohrung
- 181
- Nieteinschlagabschnitt
- 182
- Verbindungskeil
- 183
- Anschlag
- 191
- Antriebsnut
- 211
- Verzahnung
- 212
- Keil
- 213
- Kerbverzahnung
- 304
- Anschlagabschnitt
- 321
- zweiter Verzahnungsabschnitt
- 322
- rechteckige Kerbe
- 323
- Positions-Anschlagplatte
- 331
- Antriebspendel
- 338
- elastischer Stützabschnitt
- 391
- Kerbe
- 612
- Keilnut
- 617
- Verbindungskeil
- 627
- Verbindungsnut
- 634
- Anschlagkeil
- 635
- Verbindungskeil
- 651
- Verbindungsnut