Die Erfindung betrifft einen Spindelmäher mit einem in einem
Werkzeugträger drehbar und in Drehbewegungen versetzbaren und mit einer Zentralwelle
versehenen Bearbeitungswerkzeug, das mehrere, über den Umfang verteilte und
zur Zentralwelle spiralförmig verlaufende Messerleisten trägt, die auf
einem Schneidkreis bewegbar sind und mit einer Gegenmesserleiste eine Schneikante
bilden, wobei die Gegenmesserleiste auf Trägern befestigt ist, die in Bezug
auf die Zentralwelle des Bearbeitungswerkzeuges unverdrehbar auf einer Position
gehalten sind, in der die Schnittkante in Drehrichtung des Bearbeitungswerkzeuges
mit kleinem Abstand unmittelbar hinter dem tiefsten Punkt des Schneidkreises liegt,
wobei der Werkzeugträger an einem verfahrbaren Gerätegestell um eine horizontale
Schwenkachse zur Einstellung der Schnitthöhe schwenk- und feststellbar angebracht
ist, wobei die Schwenkachse ausserhalb des Schneidkreises des Bearbeitungswerkzeuges
liegt und wobei die Zentralwelle des Bearbeitungswerkzeuges und die Schwenkachse
des Werkzeugträgers quer zur Fahrtrichtung des Gerätegestelles ausgerichtet
sind.
Ein derartiger Spindelmäher ist aus der GB
595 659 und der DE 21 01 518 A
bekannt. Bei diesem Spindelmäher ist das Bearbeitungswerkzeug fest in dem Werkzeugträger
befestigt, der selbst schwenkbar im Gerätegestell gelagert ist. Der Spindelmäher
stellt daher eine feste Einheit dar, der einen Austausch des Bearbeitungswerkzeuges
nicht ohne erhebliche Montagearbeit zulässt. Es können in den bekannten
Spindelmäher auf einfache Weise nicht verschiedene Bearbeitungswerkzeuge eingesetzt
werden. Selbst der Zugang zu den Messerleisten beim Nachschleifen ist nicht einfach.
Es ist Aufgabe der Erfindung, bei einem Spindelmäher der eingangs
erwähnten Art die Lagerung des Bearbeitungswerkzeuges im Werkzeugträger
so zu gestalten, dass dieser leicht ein- und ausgebaut werden kann, um auf einfache
Weise verschiedene Bearbeitungswerkzeuge einsetzen und ausgebaut die Messerleisten
bequem nachschleifen zu können.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, dass die
Träger vor den Lagerstellen der Zentralwelle im Werkzeugträger mittels
Kugellager auf der Zentralwelle des Bearbeitungswerkzeuges gelagert sind und diametral
zur Zentralwelle angebrachte Anschläge tragen, die mit Gegenanschlägen
des Werkzeugträgers die Drehbewegung der Träger gegenüber der Zentralwelle
verhindern und dass die Zentralwelle des Bearbeitungswerkzeuges in einer frei drehbaren
Lagerstelle und einer antreibbaren Lagerstelle des Werkzeugträgers lösbar
eingebaut ist.
Weitere Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
Mit der neuen lösbaren Lagerung der Zentralwelle des Bearbeitungswerkzeuges
im Werkzeugträger wird ein einfaches Ein- und Ausbauen des Bearbeitungswerkzeuges
in und aus dem Werkzeugträger erreicht, wobei die Anschläge an den Trägern
und die Gegenanschläge an dem Werkzeugträger die Drehbewegung der Träger
im Werkzeugträger schon beim Einsetzen auf einfache Weise verhindern.
Ein ohne Werkzeuge mit geringem Demontage- und Montageaufwand ausführbarer
Werkzeugwechsel kann dadurch erreicht werden, dass für die lösbare Festlegung
des Bearbeitungswerkzeuges die Zentralwelle an einem Ende eine Drehmitnahme trägt,
die in einen Antriebsbolzen der antreibbaren Lagerstelle axial einführbar und
drehfest mit diesem verbindbar ist, dass das andere Ende der Zentralwelle von einem
axial verstellbaren Lagerbolzen drehfest aufnehmbar ist, der in der frei drehbaren
Lagerstelle axial verstellbar ist, und dass das Bearbeitungswerkzeug mit der auf
den Trägern gehaltenen Gegenmesserleiste austauschbar in dem Werkzeugträger
gehalten ist. Die Träger der Gegenmesserleiste sind vorteilhafterweise mittels
Kugellager auf der Zentralwelle gelagert.
Ein gefahrloses Arbeiten mit dem Spindelmäher wird bei unbehindertem
Zugang zum auszuwechselnden Bearbeitungswerkzeug dadurch sichergestellt, dass das
in den Lagerstellen des Werkzeugträgers eingesetzte Bearbeitungswerkzeug von
einer Schutzhaube abgedeckt ist, die mittels einer horizontalen Schwenkachse am
Werkzeugträger schwenkbar gelagert und in eine Öffnungs- und Schließstellung
bringbar ist.
Dabei ist nach einer Weiterbildung vorgesehen, dass die Schwenkachse
der Schutzhaube in Fahrtrichtung des Gerätegestelles vor dem Bearbeitungswerkzeug
angeordnet ist.
Damit durch harte Gegenstände, die in den Bereich der Schnittkante
mitgeführt werden, keine Beschädigung der Messer vorkommen kann, ist vorgesehen,
dass die Gegenmesserleiste an Stellhebeln angebracht ist, die mittels Drehbolzen
am zugeordneten Träger gelagert sind, und dass die Stellhebel mittels Druckfedern
am Träger abgestützt und mittels Stellschrauben so einstellbar sind, dass
die Schneidkante der Gegenmesserleiste über den Schneidkreis hinaus begrenzt
auslenkbar ist.
Die Drehbewegung des Bearbeitungswerkzeuges und die Fahrbewegung des
Gerätegestelles lassen sich auf unterschiedliche Arten realisieren. So kann
nach einer Ausgestaltung vorgesehen sein, dass das Gerätegestell einen Motor
aufnimmt, von dem die Drehbewegung des Bearbeitungswerkzeuges ableitbar
ist und dass die Fahrbewegung des Gerätegestelles von diesem Motor oder einem
getrennten Fahrmotor ableitbar ist. Die Ableitung der Bewegungen kann jedoch auch
so realisiert sein, dass das Gerätegestell manuell verfahrbar ist und dass
die Drehbewegung des Bearbeitungswerkzeuges über einen im Gerätegestell
untergebrachten Antriebsmotor oder über die Drehbewegung der Räder des
Gerätegestelles ableitbar ist. In jedem Fall ist beim Betrieb mit einem Spindelmäher-Bearbeitungswerkzeug
der gezeigten Art ein einfacher Werkzeug-Wechsel und ein eindeutiger Schnitt gewährleistet.
Die Erfindung wird anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiel
näher erläutert. Es zeigt:
1 in schematischer Seitenansicht eine Spindelmäher-Walze
in einem höhenverstellbaren Werkzeugträger,
2 im Schnitt die axiale Steckverbindung der Zentralwelle
der Spindelmäher-Walze mit einer antreibbaren Lagerstelle des Werkzeugträgers,
3 im Schnitt eine noch nicht vollzogene Verbindung
der Zentralwelle des Bearbeitungswerkzeuges mit einer frei drehbaren Lagerstelle
im Werkzeugträger,
4 im Schnitt die hergestellte Verbindung der Zentralwelle
mit der frei drehbaren Lagerstelle im Werkzeugträger und
5 den Anbau des Werkzeugträgers an dem Gerätegestell
mit der Möglichkeit der Schnitthöhen-Einstellung.
Bei dem neuen Spindelmäher ist das walzenartige Bearbeitungswerkzeug
6 in einem Werkzeugträger 4 angeordnet, der über eine
horizontale Schwenkachse 17 an dem Fahrzeuggestell 11 verschwenkt
und in der Schwenkstellung festgelegt werden kann. Dazu dient der am Werkzeugträger
4 angreifende Stellhebel 9.
Das Bearbeitungswerkzeug 6 als Spindelmäher weist eine
Zentralwelle 15 auf, die in Längsrichtung beabstandet mehrere Trägerscheiben
47 aufweist, an denen spiralförmige Messerleisten 27 festgelegt
sind. Die Schneidkanten der gleichmäßig über den Umfang verteilten
Messerleisten 27 bewegen sich auf einem Schneidkreis 49.
Der Werkzeugträger 4 bietet an beiden Enden der Zentralwelle
15 Lagermöglichkeiten, wie die in 2 im
Schnitt dargestellte antreibende Lagerstelle 52 und die in 3
und 4 im Schnitt dargestellte, frei drehbare Lagerstelle
60 zeigen. Die Enden der Zentralwelle 15 tragen Kugellager
46, an denen Träger 7 befestigt sind. Diese Träger
7 tragen dem Werkzeugträger 4 zugekehrt zwei Stützplatten
37, die diametral zur Zentralwelle 15 angebracht sind und an Positionierplatten
33 des Werkzeugträgers 4 anliegen. Auf diese Weise ist sichergestellt,
dass die mit den Trägern 7 verbundene Gegenmesserleiste
28 ihre Position auf dem Schneidkreis 49 beibehält. Dies
führt auch dazu, dass die Schnittkante SK des Spindelmäher-Bearbeitungswerkzeuges
6 unabhängig von der Schwenkstellung des Werkzeugträgers
4 kurz hinter dem tiefsten Punkt des Schneidkreises 49 beibehalten
wird und so stets einen guten Schnitt garantiert.
Jeder Träger 7 trägt einen Stellhebel
42 mit der Befestigungsstelle der Gegenmesserleiste 28. Die Stellhebel
42 sind mittels Drehbolzen 48 an den Trägern 7 gelagert
und stützen sich über Druckfedern 29 an den Trägern
7 ab. Dabei ist die Druckfeder 29 mittels einer Stellschraube
30 einstellbar. Die Gegenmesserleiste 28 kann daher entgegen der
Spannung der Druckfeder 29 über den Schneidkreis 49 hinaus
ausgelenkt werden, wenn harte Gegenstände in den Bereich der Schneidkante SK
gelangen.
Wie 2 zeigt, kann die Zentralwelle
15 am antreibenden Ende (Lagerstelle 52) in einen Antriebsbolzen
53 axial eingeführt werden, der über ein Kugellager
54 im Werkzeugträger 4 drehbar gelagert und mittels eines
Motors 14 in Drehbewegungen versetzbar ist. Das Ende der Zentralwelle
15 trägt eine Drehmitnahme 40 mit einer Mitnahmenut
41, die in die Aufnahme des Antriebsbolzens 53 axial einführbar
und drehfest darin festlegbar ist. Die dem Bearbeitungswerkzeug zugekehrte Seite
des Antriebsbolzens 53 ist mittels eines Lagerdeckels 56 bis auf
die Aufnahme für die Drehmitnahme 40 abgedeckt.
Das nicht angetriebene Ende der Zentralwelle 15 wird, wie
die 3 und 4 zeigen, mittels
eines Lagerbolzens 31 festgelegt, der in dem Werkzeugträger
4 über das Kugellager mit den Hälften 35 und
36 frei drehbar gelagert, jedoch axial verschiebbar ist. Der Lagerbolzen
31 kann eine Freigabestellung (3) und eine
Verbindungsstellung (4) einnehmen und mittels eines
der Zentralwelle 15 abgekehrt angebrachten Ausziehrings 32 bedient
werden. Die Zentralwelle 15 trägt wieder eine Drehmitnahme
40 mit Mitnahmenut 41, in die ein Haltebolzen 51 einführbar
und entgegen der Drehrichtung der Zentralwelle 15 in einem Endabschnitt
festlegbar ist, wie die Verbindungsstellung der Lagerstelle 60 nach
4 zeigt.
Die Schutzhaube 18 ist in 3
in die Öffnungsstellung gebracht, in der sie den Bereich über dem Bearbeitungswerkzeug
freigibt, während sie in der Schließstellung nach 4
das Bearbeitungswerkzeug nach oben abdeckt. Es ist leicht einzusehen,
dass nach dem Lösen der Verbindungsstellung nach 4
das Bearbeitungswerkzeug axial aus der Lagerstelle 52 nach 2
gezogen und gewechselt werden kann.
Der Antrieb des Bearbeitungswerkzeuges und die lösbare Lagerung
in dem Werkzeugträger ist nur ein Ausführungsbeispiel. Es sind auch andere
konstruktive Lösungen mit denselben Effekten realisierbar.
Bei einem Spindelmäher-Bearbeitungswerkzeug 6 ist die
gezeigte auswechselbare Lösung mit der Gegenmesserleiste 28 an Trägern
7 von Vorteil, da es dann eine komplette Baueinheit mit vorgegebener Position
der Schnittkante SK bildet.
Die Schnitthöhe wird durch die Schwenkstellung des Werkzeugträgers
4 und den Abstand des Gerätes zur Lauffläche, d.h. zur Bearbeitungsfläche,
gegeben. Diese Lauffläche ist durch die Räder 12 des Fahrgestelles
11 bestimmt, wie der 5 zu entnehmen ist.
Die Schnitthöhen h1, h2 und h3 sind dabei durch den Abstand der
Schneidkante SK zwischen den Messerleisten 27 und der Gegenmesserleiste
28 von der Lauffläche B des Gerätes gegeben. Mit dem Stellhebel
9 kann der Werkzeugträger 4 so eingestellt und festgelegt
werden, dass das Bearbeitungswerkzeug 6 die Stellungen 6,
6' bzw. 6'' einnimmt.
Bei dem in 5 gezeigten Spindelmäher
handelt es sich um ein über die Handhabe 103 manuell verfahrbares
Gerät. Die Drehbewegung für das Bearbeitungswerkzeug 6 wird,
wie 2 zeigt, von einem Motor 14 abgeleitet.
Der Antrieb des Bearbeitungswerkzeuges 6 kann auch direkt vom Fahrwerk
des Gerätes abgeleitet werden. Das Gerät kann auch selbstfahrend mit Fahrmotor
und Antriebsmotor für das Bearbeitungswerkzeug ausgebildet werden.